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Aktuelles

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Strausberg begrüßt Zugezogene

Alle, die in den vergangenen Wochen und Monaten nach Strausberg umgezogen sind, können am 16. Oktober bei der nächsten Neubürgerbegrüßung im Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße Informationen aus erster Hand über ihre neue Heimat erhalten. Von 10 – 12 Uhr wird Bürgermeisterin Elke Stadeler mit einer Präsentation Wissenswertes zur Stadt vermitteln. Anschließend können die Gäste das Museum bei einem Rundgang kennenlernen und dabei Stadtgeschichte erkunden.

Für eine bessere Planung wird um Anmeldung gebeten. Dies ist möglich per E-Mail an info@stadt-strausberg.de oder per Telefon unter 03341 381-107.

 

Neuer Jugendfeier-Ort in Strausberg

Der Humanistische Verband (HVD) Berlin-Brandenburg und der Humanistische Regionalverband MOL können erstmals am 6. Mai 2023 Jugendfeiern im großen Saal des Campus Strausberg der Bundeswehr durchführen. Damit wird es Schüler_innen der Strausberger Schulen möglich, den Höhepunkt ihres Jugendfeier-Jahres direkt in Strausberg zu feiern. Bislang standen in der Nähe das Kulturhaus Rüdersdorf und die Schlosskirche Altlandsberg zur Verfügung.

In den Monaten vor der Feierstunde bietet der Verband ein vielseitiges Vorbereitungsprogramm an. Der symbolische Schritt in die Welt der Erwachsenen wird dann gemeinsam mit der Familie in einer jugendlich-frischen, aber trotzdem festlichen Feierstunde begangen.

Wer Interesse an der Jugendfeier des HVD hat, kann sich per Mail an jugendfeier-mol@hvd-bb.de  wenden und bekommt dann Informationsmaterial zugeschickt. HVD-Verantwortliche besuchen auf Wunsch auch Elternversammlungen oder bieten die Teilnahme an einer digitalen Informationsveranstaltung an. Persönliche Rücksprache ist in der Geschäftsstelle in der August-Bebel-Str. 2 in Strausberg möglich.

Wechsel in der Stadtverordnetenversammlung

Andreas Fuchs (Mitte) mit seiner Stadtverordnetenkollegin Kerstin Reißner, Nachfolger Kurt Zirwes (links) sowie CDU-Stadtverbandschef Dieter T. Beckers (2.v.r.) und Enrico Meißner aus dem Ortsbeirat Hohenstein

In der Stadtverordnetenversammlung Strausberg gibt es mit Wirkung vom 1. Oktober einen personellen Wechsel. Der langjährige Kommunalpolitiker Andreas Fuchs (CDU) hatte Ende August erklärt, er werde sein Mandat zum Ende September zurückgegeben. Er war seit 2003 in dem Gremium vertreten und zuletzt Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Er war Chef im Werksausschuss Eigenbetrieb Stadtforst und Mitglied der Ausschüsse für Bauen, Umwelt und Verkehr sowie Klima und Umwelt. Der Politiker, der als „grünes Gewissen“ der CDU galt und sich stark für Umweltthemen einsetzte, wird als Ortsvorsitzender des Naturschutzbundes weiter in dieser Richtung aktiv bleiben. Dort würden die Themen immer komplexer und seien nebenbei nicht mehr zu erledigen, so der 66-Jährige. Er wolle sich zudem mehr um seine Enkel kümmern können.

Den Platz von Fuchs wird Kurt Zirwes, ebenfalls 66, aus Ruhlsdorf einnehmen, der unter den Nachrückern auf der CDU-Liste bei der Wahl 2019 die nächstmeisten Stimmen erzielt hatte. Zirwes ist Inhaber des Findlingshofes in Ruhlsdorf und führt Wanderungen auch für die Strausberger Stadt- und Touristinformation.

Votum zum Bürgerhaushalt startet

Die Einwohner der Stadt Strausberg und der Ortsteile können beim Altstadtfest am 3. Oktober erstmals über die zugelassenen Vorschläge für den Bürgerhaushalt abstimmen. Die  Stadtverordnetenversammlung hatte im Herbst 2021 beschlossen, 40.000 Euro für einen Bürgerhaushalt in den Etat für 2023 einzustellen. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, Ideen für die Verwendung des Geldes einzureichen, um die Stadt schöner und freundlicher zu gestalten.

73 Vorschläge sind letztlich bei der Verwaltung eingegangen. Nach der letzten Beratung der Arbeitsgruppe in dieser Woche sind nunmehr 30 Vorschläge zugelassen, über die nun abgestimmt werden kann. Der Auftakt für das Votum erfolgt beim Altstadtfest an einem Extra-Stand, wo die Ideen präsentiert werden und Stimmzettel zum Ausfüllen bereitliegen. Einen Tag später startet dann die online-Abstimmung auf der Internetseite der Stadt (www.stadt-strausberg.de). Sie läuft bis zum 16. Oktober.

Tipps für die Digitalisierung in Firmen

Digitalisierung von Unternehmen, Einzelhandel und regionalen Produzenten im ländlichen Raum steht im Mittelpunkt eines Workshops, der der vom Gewerbeverein Altstadt Strausberg, der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft MOL, der IHK Ostbrandenburg und der LaLoG LandLogistik GmbH als Präsenzveranstaltung veranstaltet wird.  Er findet am Mittwoch, 5. Oktober, von 18.30 bis 22 Uhr im STIC Technologiezentrum, Garzauer Chaussee 1a, in Strausberg statt (Saal „Strausberg“). 

Gastronomen, Einzelhändler, Floristen, Konditoren, künstlerisches Handwerk, regionale Produzenten und Erzeuger sowie verschiedene Dienstleister aus
Märkisch-Oderland können sich dort kostenfrei über erste Schritte zur Sichtbarkeit im Internet informieren. Es werden Fragen behandelt wie:  Wie kann die Digitalisierung von Unternehmen Betrieben gestartet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem onlinebasierten Handel gestärkt zu werden? Welche neuen und individuellen Möglichkeiten für den Einzelhandel und Dienstleistungen im ländlichen Raum gibt es? Schließlich hat die Corona-Pandemie die Hinwendung der Kunden zum Internet weiter verstärkt. Die wollen Transparenz über Produkt- und Dienstleistungsverfügbarkeit, bequemes Bestellen und Bezahlen bis hin zur Lieferung. Gastronomie hat Speisekarten digitalisiert, Bäckerhandwerk und Supermarkt folgten mit weiteren digitalen Lösungen, um Umsätze zu sichern. Es gibt bei Unternehmen aber noch viele Fragen zur Umsetzung und Finanzierung.

Erläuterungen geben nun Andreas Jonas, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft MOL, Uta Häusler, Referentin Handel und E-Business der IHK Ostbrandenburg, Uwe Hoffmann, Geschäftsführer Storeplus GmbH, Kerstin Winter, Vorsitzende des Gewerbevereins Altstadt sowie Anja Sylvester, Geschäftsführerin der LaLoG LandLogistik GmbH.
Wegen begrenzter Zahl von Sitzplätzen bittet der Veranstalter um vorherige Anmeldung per E -Mail an mirja.schwarz@landlogistik.eu
Der Workshop gehört zum Projekt myLOG MOL, das die Einführung eines 5G-gesteuerten Logistiksystem zur Stabilisierung des Einzelhandels in Märkisch-Oderland untersucht. Die Koordination hat die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft.

Lesung an neuem Standort

Die Strausberger Heinrich-Mann-Bibliothek lädt am 12. Oktober zu ihrer nächsten Lesung ein. Autorin Carolin Wahl stellt dann im neuen „Patrizier“ am Markt 6b ihren Roman „Vielleicht Irgendwann“ vor. Beginn ist um 18.30 Uhr. Zielgruppe sind nach Angaben des Bibliotheksteams vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch ältere Erwachsene seien willkommen. Für die Gäste werde es eine Überraschung geben, wird angekündigt. Der Eintritt kostet 15 Euro (inkl. Getränk), ermäßigt für unter 18-Jährige zwölf Euro. Tickets können wie immer über die Bibliothek vorbestellt werden und werden an der Abendkasse bezahlt.

Caroline Wahl Foto: Sanela Selimovic/PicturePeople Stuttgart

 Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren, studierte Germanistik und Geschichte, bereiste mit ihrem Ehemann mehrere Länder in Amerika und Asien, lebte längere Zeit in Edinburgh und heute wieder in ihrer Heimatstadt. Für das Buch „Staat X“ hatte sie 2020 den Betty-Reis-Buchpreis erhalten.

„Vielleicht jetzt“, erschienen 2021 im Loewe-Verlag, ist ein Liebesroman. Die Protagonistin reist im Flieger nach München, um dort bei einem Praktikum in einer Catering-Firma undercover ihren Vater kennenzulernen. Im Flieger sitzt sie neben einem gut aussehenden Mann, der, wie sich später herausstellt, nun ihr Ausbilder wird …  Pressestimmen sprechen von einer spannenden, turbulenten und wendungsreichen Geschichte mit gutem Unterhaltungspotenzial.

Kontakt Bibliothek: Tel. 03341 314031

Wanderung am Herrensee

Die Stadt- und Touristinformation Strausberg bietet am 8. Oktober eine Wanderung mit dem Titel „Herbstgeflüster“ an. Während der etwa sechs Kilometer langen Tour um den Herrensee wird gemeinsam mit Wanderleiterin Manuela Grundmann der Herbst begrüßt. Denn es ist inzwischen spürbar kälter geworden und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages tauchen die Natur in wunderbares Licht. Los geht es um 9.15 Uhr am S-Bahnhof Hegermühle. Mitwandern kostet drei Euro pro Person, ermäßigt zwei Euro. Wanderleiterin und Touristinfo hoffen auf viele Teilnehmer.

Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 03341 311066 oder per Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de

Freie Plätze bei der Volkshochschule

Das  Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien vom Landkreis MOL hat jetzt eine aktuelle Übersicht von Kursen des Herbstsemesters der Volkshochschule Märkisch-Oderland veröffentlicht, in denen es noch freie Plätze gibt. Das Angebot reicht von Wanderungen über Handarbeiten und Fremdsprachen bis hin zu Themen wie Testament, Mobilität im Alter oder Computer in der Hosentasche.

PDF öffnet sich in einem neuen Fenster.

Anmeldung online: www.vhs-mol.de ; telefonische Beratung unter 03346 850 68-50, -47, -45, -43

 

Beste Stadtradler werden gekürt

Die letzten Kilometer für das Strausberger Stadtradeln sind inzwischen nachgetragen, das Ergebnis steht also fest. Insgesamt 41.724,3 Kilometer wurden für die Stadt gezählt – ein neuer Rekord für Strausberg, wie Anna Dünnebier aus der Stadt- und Touristinfo ermittelt hat, bei der die Fäden für die Aktion zusammenlaufen.

Auch in diesem Jahr sollen wieder besondere Leistungen prämiert werden. Auf dem Altstadtfest am 3. Oktober werden die drei erfolgreichsten Einzelradlerinnen bzw. -radler gekürt sowie die besten Mannschaften in den Kategorien Unternehmer-, Schul-, Freizeit- und Vereinsteam. Schließlich gilt die Klimaschutz-Kampagne Stadtradeln als Teamsport. „Denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, sagt Anna Dünnebier.

Zudem wird ein Preis in der Sonderkategorie „kreativster Teamname“  vergeben und die Auslosung für die Rad-Schnipsel-Tour erfolgen. Die Preisverleihung ist für 14.15 Uhr an der Bühne am Markt angesetzt. Das Team der Touristinformation hofft auf großen Zuspruch.

Karten für Tanztheater-Vorstellungen

Das Tanztheater des KSC Strausberg bietet am 3. und 4. Dezember zwei Familienvorstellungen im Zentrum Informationsarbeit der Bundeswehr in der Prötzeler Chaussee 20 (ehemals AIK). Kinder und Jugendliche werden dann die Geschichte von  „Flöckchen“ auf die Bühne bringen. Die sollte eigentlich bereits 2020 Premiere haben. Das war aber wegen Corona ausgefallen. Beginn ist sowohl am 3. Dezember (Sonnabend) als auch am 4. (Sonntag) jeweils um 15 Uhr. Mit Pause sind laut Tanztheater etwa drei Stunden veranschlagt.  Sicherheitshalber wird zudem auf dann gegebenenfalls geltende Corona-Regeln verwiesen.

Die Karten für die beiden Aufführungen sind in den nächsten Tagen nur direkt beim Tanztheater in der Parkstraße 6 erhältlich und zwar am 30. September (Freitag) von 11 bis 14 Uhr, am 1. Oktober (Sonnabend) von 10 bis 13 Uhr sowie am 4. Oktober (Dienstag) von 12 bis 14 und 16 bis 19 Uhr.

Eine gute Adresse für das Fahrrad

Strausberg hat eine neue E-Mail-Adresse für Radfahrende bekommen. Unter radfahren@stadt-strausberg.de ist jetzt der Ansprechpartner für den Radverkehr in der Strausberger Stadtverwaltung erreichbar.

Für Thomas Deuse, seit Anfang August als Koordinator Radverkehr im Rathaus tätig,  beginnt die Radsaison am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines Jahres. Strausberg eigne sich aufgrund seiner Bandstruktur gut zum Radfahren. S- und Straßenbahn ergänzen das Angebot.  „Strecken bis zehn Kilometer können gut mit dem Rad gefahren werden, gerade auch, weil viele Fahrräder mittlerweile durch Elektroantrieb quasi Rückenwind haben“, sagt er.

Experte wirbt für Helm

Seine Tipps für die nächste Zeit: „Achten Sie im Herbst auf eine gute Beleuchtung Ihres Rades, helle Kleidung und setzen Sie bitte einen Helm auf. Ein Kopf wiegt ca. vier Kilo und der Helm schützt beim Sturz gut vor Kontakt mit der Fahrbahn und daraus resultierenden schweren Verletzungen.“

Deuse dankt allen Radfahrenden aber auch Fußgängerinnen und Fußgängern für ihr klimafreundliches und gesundes Verhalten und wirbt „für ein friedliches Miteinander aller am Verkehr Teilnehmenden“ in der Stadt. Er freue sich auf Zuschriften zum Strausberger Radverkehr.

Strausberg spart Energie

Die Stadt Strausberg hat erste Maßnahmen zur Energieeinsparung getroffen.  Bürgermeisterin Elke Stadeler führt unter anderem an, dass in Sporthallen die Temperatur auf 17 Grad heruntergeregelt wird. Überdies werde in manchen öffentlichen Gebäuden das Warmwasser abgestellt. „Nicht jedoch in den Kitas“,  versichert die Bürgermeisterin. Auch die Heizung solle in Kindereinrichtungen und Schulen nicht gedrosselt werden. In anderen Gebäuden schon. Im Haus der Stadtverwaltung ist beispielsweise nunmehr eine Raumtemperatur von 19 Grad vorgegeben. Betriebszeiten der Heizung würden geprüft und reduziert. Mit der EWE liefen zudem in der Eigentümergemeinschaft Abstimmungen über eine Umrüstung der Flure und Beratungsräume auf LED-Beleuchtung.

Umrüstungen bei der Straßenbeleuchtung 

Die hat sich insbesondere bei der Straßenbeleuchtung schon bemerkbar gemacht. Nach der Statistik der Verwaltung haben allein die bis Ende 2021 durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen den Energieverbrauch der gesamten Anlage auf 55 Prozent und den CO2-Ausstoß auf 43 Prozent gesenkt. Wie die Bürgermeisterin sagte, finden durch die Firma Alliander derzeit und noch bis zum Jahresende in mehreren Straßen Arbeiten zur Modernisierung und Erweiterung der Beleuchtung statt. 292 Lichtpunkte werden umgebaut bzw. modernisiert und 146 neu errichtet. Dabei kommen effiziente Leuchten zum Einsatz, die so gering wie möglich dimensioniert sind, aber die Norm der Beleuchtungsstärke erfüllen. „Die verwendeten LED-Leuchtmittel bringen gegenüber den zuvor eingesetzten Lampen eine mindestens 50-, teilweise sogar eine 80-prozentigen Einsparung“, hebt Elke Stadeler hervor. Dadurch wird der Energieverbrauch der gesamten Beleuchtungsanlage um weitere fünf Prozent gesenkt.

Diskussion über Weihnachtsbeleuchtung 

Überdies sollen Lüftungsanlagen außer Betrieb gehen, wo Fensterlüftung möglich ist, und die nicht notwendige Beleuchtung im Innen- und Außenbereich abgeschaltet werden. In Schulgebäude, Kitas und öffentlichen Gebäuden wird bereits seit 2020 die Innenbeleuchtung schrittweise auf LED umgerüstet. Durch den Digitalpakt wurde indes für Schulen viel neue Technik beschafft. Das bedeutet Mehrverbrauch. Die Größenordnung ist derzeit noch nicht absehbar.

In der Schwimmhalle Strausbad hat die Bäder GmbH die Badetemperatur von 28 auf 26 Grad gesenkt und die Beleuchtung auf das Wesentlichste reduziert. Kurse, die eine Wassertemperatur von 32 Grad brauchen, entfallen. Der Betrieb der Sauna wird auch aus wirtschaftlichen Gründen geprüft.

Für die nächste Ausschussrunde ist überdies eine Vorlage in Vorbereitung, ob und in welchem Umfang in diesem Jahr Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt erfolgen kann. Die Lichterketten sind bereits auf LED umgerüstet. 

Vortrag im Stadtmuseum

Einen Blick auf die „alten Strausberger“ ermöglicht das Stadtmuseum am 5. Oktober um 17 Uhr in seinen Räumen in der August-Bebel-Straße 33. Prof. Dr. Bettina Jungklaus stellt dann ihre anthropologischen Untersuchungen von Funden aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert vor.  Die Expertin hat insbesondere zahlreiche Gräberfelder und Friedhöfe im Raum Berlin-Brandenburg sowie in Niedersachsen und Franken unter die Lupe genommen. Unter anderem war sie dabei, als 2005 bei archäologischen Untersuchungen in der Strausberger Altstadt auf dem Gelände Schulstraße 1 menschliche Gräber entdeckt und geborgen wurden. Diese sind dem ältesten Begräbnisort der Stadt, dem Nikolai-Kirchhof zuzuordnen. Die 62 geborgenen Skelette stammten aus der ersten Hälfte des 13. bis etwa Mitte des 16. Jahrhunderts.

Ein Jahr zuvor waren  zwischen August-Bebel-Straße und der Walkmühlenstraße bei Straßenbauarbeiten Bestattungen des Georgenkirchhofs, des Armen- und Pestfriedhofs,  aufgetaucht. 15 Skelette waren damals dokumentiert worden.

Zudem begleitete die Anthropologin die Untersuchungen vor dem Bau der neuen Mehrzweckhalle für die Hegermühlen-Grundschule. Auf dem Gelände befand sich im 19. Jahrhundert der Friedhof am Anger, der bis etwa 1884 genutzt wurde. 2016 wurden dort eine Gruft und ein Mausoleum einer wohlhabenden Familie freigelegt sowie Grabstellen von 15 Erwachsenen und 50 Kindern. Nicht zuletzt wirkte die Expertin bei Grabungen vor dem Neubau des Amtsgerichts an der Klosterstraße mit.

Der Eintritt am 5. Oktober kostet fünf Euro.

Anmeldung unter Tel. 03341 23655 oder E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Belebung am Markt

Als einen „Genussstandort“ will Patrick Hübner das Patrizier-Haus am Markt 6 b  etablieren. Am 30. September lädt der geschäftsführende Gesellschafter der Whisky House GmbH von 15 bis 22 Uhr zur Eröffnungsparty mit Fanfarenzug und kostenlosem Kaffee.

Wie der 30-Jährige ankündigt, gehen zunächst Café und Bar an den Start. Eine Kaffeerösterei soll am gleichen Standort voraussichtlich im Frühjahr 2023 in Betrieb genommen werden. In der „Genussbibliothek“ können Kunden aktuell über 500 verschiedene Spirituosen probieren oder in kleinen Flaschen mit nach Hause nehmen – Gin, Liköre, Rum, Vodka, Whisky …  Zudem werden Verkostungen angeboten, die Wissenswerte vermitteln und die Geschmackswelt erweitern, verspricht der Chef. Die Tastings können online (www.patrizier.eu) oder vor Ort gebucht werden. Im Café sind Kaffee- und Kuchenspezialitäten zu haben, würden „besondere Feinkost-Snacks“ offeriert. Außerdem ist eine kleine Bücherei mit Büchern und Zeitschriften zum Lesen angelegt.

Altstadt wird zur Festmeile

Die Stadt Strausberg feiert am 3. Oktober mit Partnern wieder das Altstadtfest.

Die Feierlichkeiten starten bereits am Vorabend mit vom Fanfarenzug angeführten Lampionumzügen zum Kulturpark  – 18 Uhr ab Kita Am See (Weinbergstraße), Zwergenland (Peter-Göring-Straße) und Zauberwald (Otto-Grotewohl-Ring). Am Ziel gibt es das Knüppelteigfest mit Stockbrot, Getränken und Gegrilltem.

Der Feiertag selbst wird mit Halbmarathon und Strausseelauf eröffnet. Um 9 Uhr gehen die Ersten auf die Strecken. Die Hauptläufe (9,2 Kilometer) starten ab 10.30 Uhr. 

Die Band Stamping Feet als Höhepunkt

Von 11 bis 18 Uhr heißt es Schlendern vom Landsberger Tor bis zum Markt. Auf der Bühne am Markt wird Musik und Unterhaltung für die Großen geboten, moderiert von Maurice Lindemann. Als ein Höhepunkt wird für ca. 15 Uhr die Band Stamping Feet avisiert. In der sind Söhne von DDR-Rockmusikern aktiv, so Sven Hertrampf (von Puhdys-Gitarrist Dieter Hertrampf) oder Basti Reznicek (von Silly-Bassist Jäcki Reznicek). Außerdem gibt es Livemusik mit der Gruppe Yello Times. Gegen 14.15 Uhr sollen die besten Stadtradler gekürt werden. Zudem können Festgäste an einem Extra-Stand über Vorschläge vom Bürgerhaushalt abstimmen.

Am Südeingang der Großen Straße soll das kleine Publikum auf seine Kosten kommen. Um die Jüngsten werden sich unter anderem Clown Herzchen und Teddy kümmern. Überdies stehen Musik und Spiele sowie kleine Zaubereien auf dem Programm.

Auf der Festmeile präsentieren sich Gewerbetreibende mit Handwerk bis Kulinarik, laden Geschäfte zum Bummeln und an der Spittelgasse gibt es um 14 Uhr eine Modenschau mit der Modekommode. Für Kurzweil soll überdies die Mando Beatbox sorgen, und auf Country-Freunde warten Musik von Country-Joe aus Luckenwalde und Linedance mit den hiesigen Ostrich Mountain County Dancers im nördlichen Bereich der Großen Straße.

Das Finale bildet wieder die Herbstfanfare des Fanfarenzuges von 18 bis 20 Uhr in der Energie-Arena in der Wriezener Straße. Zuvor marschieren die Musiker vom Lindenplatz zum Stadion. Eintritt dort: drei Euro (Kinder bis zwölf Jahre frei).

Straßen gesperrt, Parkhaus offen

Für die Vorbereitung des Festes werden Teile der Großen Straße und der Markt bereits am Freitag gesperrt, die komplette Festmeile dann von Sonntag, 18 Uhr, bis Montag, 19 Uhr. In der Sperrzeit soll die Georg-Kurtze-Straße in beide Richtungen befahrbar sein. Überdies können Läufer und Festbesucher das Parkhaus in der Hegermühlenstraße am 3. Oktober von 8 bis 19 Uhr kostenfrei benutzen.

Spielgerät gesperrt    

Auf dem Spielplatz an der Barnimstraße in Strausberg-Vorstadt musste jetzt die große Tampenschaukel gesperrt werden. Am Wochenende war das Gerät bereits mit rot-weißem Flatterband eingefasst, am Montagmorgen montierte der Kommunalservice eine stabile Sicherung aus Bauzaunfeldern. Wie der Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung erklärte, ist an der Schaukel ein Querbalken marode und muss ausgetauscht werden. Die Spielplatzbaufirma, mit der das Rathaus zusammenarbeitet, werde das Holzteil umgehend bestellen und nach Lieferung einbauen. Angesichts der Materialengpässe in manchen Bereichen könne das aber einige Zeit dauern, wird vermutet. Verwaltung und Firma sind an schnellstmöglicher Abhilfe interessiert.

Die Tampenschaukel ist eine robuste Schaukel für mehrere Kinder mit einem dicken Seil statt eines Sitzes oder Netzes wie bei anderen Modellen.

Luftbilder und Musik

Das Strausberger Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 bietet am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit einen offenen Sonntag von 14 bis 17 Uhr an. Bei der Veranstaltung wird Manfred Ahrens vom Verein für Regionalgeschichte und Denkmalpflege Akanthus Luftbildaufnahmen aus der Region zeigen und dazu Erläuterungen geben. Für musikalische Umrahmung sorgen die Vanhillies. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Das erst vor einiger Zeit umgestaltete Museum vermittelt die Geschichte der Stadt Strausberg von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mehr Infos: Tel. 03341 23655.

 

Erster Auftrag für Straussee-Studie

Der Auftrag für eine erste Phase der „Machbarkeitsstudie zur Stützung des oberirdischen und unterirdischen Wasserdargebots im Einzugsgebiet des Straussees“ ist vor wenigen Tagen vergeben worden. Nach erfolgreichem Teilnahmewettbewerb hatten vier Bieter Angebote eingereicht. In Auswertung der vorgegebenen Wertungskriterien erhielt das Büro Björnsen Beratende Ingenieure Erfurt GmbH, Niederlassung Leipzig, den Zuschlag. Das berichtete Bürgermeisterin Elke Stadeler jetzt den Stadtverordneten.

In der Studie soll unter anderem geprüft werden, ob es unter ökologischen und ökonomischen Voraussetzungen möglich ist, Wasser aus dem Rüdersdorfer Kriensee, in den Wasser aus dem Kalksteintagebau abgepumpt wird, in Zuflüsse des Straussees zu führen. Bei der jetzt vergebenen „Phase 1“  erfolgt zunächst eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit der Wasserüberleitung.

Der Wasserpegel des Straussees ist unterdessen weiter rückläufig. Er lag am 19. September bei -0,11 Metern und damit 1,45 m unterhalb des festgelegten Norm-Staus. An der vor einiger Zeit am Wasserbalkon am Fichteplatz neu errichteten Messstelle ist der Nullpunkt bereits wieder unterschritten.

Unterdessen hat es ebenfalls im September beim Landesamt für Umwelt einen Behördentermin zum Antrag des WSE von 2021 gegeben, im Gebiet der Collegenberge nördlich des Herrensees die Förderung von 5000 Kubikmetern Grundwasser pro Tag zu erlauben. Die Stadt Strausberg hatte mit fachlicher Unterstützung der ECOSAX-Dresden im Verfahren eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. Bei dem Behördentermin  wurden die Bedenken der Stadt und des Landesbüros anerkannter Naturschutzverbände nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, berichtete Elke Stadeler. Man befürchte negative Einflüsse auf den Wasserhaushalt der Region und auf den Zustand umliegender Oberflächengewässer.

Die Entscheidung des Landesamtes steht noch aus.

Arbeitseinsatz am Straussee    

Der Klima- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung will am 1. Oktober mit Unterstützung von Freiwilligen sensible Uferbereiche am Straussee sichern. Mit Naturmaterial aus dem Stadtforst wollen die Helfer einige Abschnitte im nördlichen Bereich vor Zerstörung schützen. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am kleinen Parkplatz an der Nordspitze in Arbeitskleidung (inklusive Handschuhe). Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Sonja Zeymer bittet darum, Geräte wie Ast- und/oder Gartenscheren mitzubringen. Unterstützung gibt es von den Mitarbeitern des Eigenbetriebes Stadtforst, weitere helfende Hände seien aber gern gesehen, sagt sie. Weil es auch Verpflegung geben soll, wird um Anmeldung beim Sitzungsdienst der Stadtverwaltung bis 25. September gebeten.

Kontakt: E-Mail an Sitzungsdienst@stadt-strausberg.de oder Tel. 03341 381-199

Spiegelungen in Variationen

Nach zwei Jahren Corona-Pause wird wieder eine Ausstellung im Kundencenter der Stadtwerke vorbereitet. Dort gastiert ab 28. September der Fotoklub Strausberg mit seiner aktuellen Wanderausstellung „Spiegelungen“. Die Vernissage findet am 28. September um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Seit den 90er Jahren widmet sich der Fotoklub im Märkischen Kulturbund der Kunstform Fotografie. Jedes Jahr wählen die Mitglieder ein neues Thema aus und gehen auf die Jagd nach Motiven. Die 30 Bilder für die Ausstellung haben die Vereinsmitglieder selbst ausgewählt.

Die Ausstellungseröffnung ist eine gute Gelegenheit, um die Bilder — gemeinsam mit den Mitgliedern des Klubs — in entspannter Atmosphäre zu betrachten und über Entstehungsgeschichte, Techniken und Motivation ins Gespräch zu kommen.  Die Wanderausstellung gastiert im Anschluss bis zum 4. November im Stadtwerke-Kundencenter in der Kastanienallee 38.

Weitere Informationen zum Fotoklub auf der Homepage des Vereins unter www.fotoklub-strausberg.de.

Nachnutzung militärischer Flächen im Blick

Was sich auf einer großen früheren Militärliegenschaft im Nordosten Strausbergs entwickeln soll, haben die Stadt, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) jetzt beim diesjährigen Konversionssommer vorgestellt. Im Rahmen der 25. Auflage war Strausberg Gastgeber für das Forum für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg (FOKUS). Das ist ein Netzwerk von Kommunen und Institutionen, die ehemalige Kasernen einer anderen Nutzung zuführen wollen oder bereits zugeführt haben.

Bürgermeisterin Elke Stadeler berichtete zum Auftakt über gelungene Beispiele in der Stadt wie die zivile Nutzung von Flugplatz oder Sport- und Erholungspark, erworbene Gebäude, die nun Heimstatt von Vereinen sind, und Wohnungsbauprojekte. Auch auf einem kleinen Teil der insgesamt knapp 28 Hektar der einstigen Vorschriftenstelle und der „Propaganda-Brigade“ am Mühlenweg stehen inzwischen Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das Areal wurde 2013 an private Interessenten veräußert.

Vertrag unterschrieben

Podium der Diskussionsrunde mit Bürgermeisterin Elke StadelerNun soll der weitaus größere Teil des Geländes, das bis zur Straße Am Flugplatz reicht, entwickelt werden. Die Stadtverordneten hatten Mitte 2020 die Aufstellung eines Bebauungsplans für die eingezäunten etwa zwei Drittel des Areals beschlossen. Ende August haben Stadt und BIMA einen Kostenübernahmevertrag für die Planung unterschrieben, so dass nun die Vorbereitungen für die Suche nach einem entsprechenden Büro beginnen können. Wie Stephan Regeler, Hauptstellenleiter Verkauf Berlin-Brandenburg der BIMA, erläuterte, sieht ein Erschließungs- und Parzellierungskonzept angrenzend an den Komplex Otto-Grotewohl-Ring und an den seitlichen Flanken Mehrfamilienhaus-Bereiche vor, abtreppend Richtung Mittelfeld dann Reihen- und Einfamilienhäuser. Ein Bestandsgebäude nahe der Einfahrt ist für den Gemeinbedarf vorgesehen, und das Wäldchen soll als öffentliches Grün an die Stadt gehen. Die Haupterschließung ist über zwei Achsen Richtung Grotewohl-Ring vorgesehen. Man werde „partnerschaftlich weiterarbeiten“, versicherte Regeler. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in einem Jahr deutlich weiter sind.“

Auch SWG kann Teilfläche kaufen

Einen Teil der Fläche will die BIMA der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) verkaufen, damit diese dort Mehrfamilienhäuser bauen kann. Vorgesehen sind nach Darstellung von SWG-Geschäftsführer Markus Derling nicht mehr lange Blockzeilen, sondern aufgelockerte Bebauung mit 17 Gebäuden mit drei Geschossen plus ggf. Staffelgeschoss. Entstehen könnten nach derzeitigen Ideen knapp 240 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit im Schnitt 75 Quadratmetern. Etwa ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen mit entsprechender Förderung werden. Derling machte allerdings deutlich, dass sich durch die Steigerung der Baupreise und die unwägbare weitere Entwicklung die Finanzierungsfrage anders stelle als vor zwei Jahren. Trotz systematischer und kompakter Bauweise wären bislang übliche Mietpreise für Neubau nicht zu halten. Und bis Baurecht geschaffen sei, dauere es bestimmt noch zwei Jahre. Die SWG sei aber weiter interessiert, suche nach Lösungen und er bleibe optimistisch.

Japanische Beispiele

Rundgang auf dem Gelände am MühlenwegGanz andere Beispiele für Konversion hatte zuvor Prof. Till Weber von der Universität Ryukyu auf Okinawa (Japan) präsentiert. Dort wurden einige Liegenschaften, die nach dem zweiten Weltkrieg die US-Amerikaner als Militärbasen besetzt hatten, inzwischen wieder zurückgegeben. Das Gros der Flächen ist dort aber in Privatbesitz. Wirtschaftliche Interessen der Eigentümer kommen folglich stärker zum Tragen und die breite Öffentlichkeit wird nicht beteiligt. Mit Überredungskunst und Bodenneuordnungsverfahren werde versucht, Flächen für öffentliche Nutzung zu generieren. Und es gibt noch einen gravierenden Unterschied zu Deutschland: Während hier manches auch aus Denkmalschutzgründen erhalten bleibe, werde in Japan die Konversionsfläche vom Staat komplett beräumt übergeben, blieben weder Häuser stehen noch Straßen erhalten.

Landespolizeiorchester gibt Galakonzert

Am 12. Oktober veranstaltet die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland in Zusammenarbeit mit dem Martin-Heinze-Fonds ein Galakonzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg unter dem Titel „Herbstfeuer“. Dieses wird im Bürgerhaus Neuenhagen, Hauptstraße 2, ab 19 Uhr stattfinden. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Bei der Veranstaltung wird der Unterstützungsfonds für Angehörige von im Dienst getöteten Polizisten sowie dienstunfähig gewordene Einsatzkräfte vorgestellt und um Spenden dafür gebeten. Sven Brandau, Leiter der Polizeiinspektion MOL, freut sich, dass die Veranstaltung nach zwei Jahren Corona-Zwangspause diesmal wieder stattfinden kann und hofft auf große Resonanz. 

Anmeldungen sind unter Tel. 03341 330 1006 (werktags 9.30 bis 12 Uhr) möglich oder per Mail an Oeffentlichkeitsarbeit.PIMOL@Polizei.Brandenburg.de

 

Mehr als 40.000 Kilometer erradelt

Die diesjährige Aktion Stadtradeln vom Klimabündnis ist am Wochenende abgeschlossen worden. Nach der Übersicht der Organisatoren haben sich in Strausberg 215 Personen in 44 Teams beteiligt und seit 28. August insgesamt 41.009 Kilometer zusammengetragen und damit 6,3 Tonnen CO2 vermieden. Einige Kilometer mehr könnten es in der Endabrechnung noch werden, denn bis Ende des Monats können noch Strecken nachgetragen werden.

Zum Abschluss der Kampagne hatten Stadtverwaltung und Polizei auf dem Markt eine Codieraktion organisiert. Polizeihauptkommissarin Dörte Kammann und Anja Jänisch aus der Bibliothek, die den Schreibkram erledigten, hatten kurz vor dem Ende gut 30 Radelnde auf ihrer Liste, die ihre Drahtesel mit dem unverwechselbaren Code hatten versehen lassen. Lange Schlangen, wie sie die Polizistin von anderen Standorten kennt, gab es in Strausberg aber nicht. Rüdiger Wantzlöben musste bisweilen Vorurteile ausräumen, dass durch das Codieren Garantie- oder Stabilitätsverlust drohe. Der Körner verdichte das Metall nur etwas und über die Buchstaben-Zahlen-Kombination komme ja noch eine Folie, erklärte er.

Karin Petersen hatte in der Hinsicht keine Bedenken. „Ich wollte das schon lange machen lassen“, erzählte die Strausbergerin, die viele Wege mit dem Rad erledigt. „Schon immer“, wie sie hinzufügte. Sie hatte von dem Angebot am Markt gelesen und nahm es gern wahr.

Die Preisverleihung für die besten Kommunen beim Stadtradeln gibt es Ende November in Saarbrücken, die der fleißigsten Strausberger beim Altstadtfest am 3. Oktober. In Brandenburg hatten sich 63 Kommunen mit knapp 20.000 Aktiven beteiligt und fast drei Millionen Kilometer erradelt. Strausberg, im vorigen Jahr noch Gewinner eines Wanderpokals, liegt in der Kategorie 10.000 bis 49.999 Einwohner landesweit auf Platz 14, in Märkisch-Oderland hinter Rüdersdorf (Zehnter in Brandenburg) auf Rang zwei. Die meisten Kilometer für Strausberg hatte das offene Team mit 55 Radelnden und 11.364 Kilometern erstrampelt vor S3Velo (11/4602) und BWI (12/2810). 

Vollsperrung droht

Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) Brandenburg hat vor einer Vollsperrung der Thälmannstraße zwischen Garzauer und Landhausstraße gewarnt, wenn die  derzeit dort geltende Einbahnstraßenregelung weiter nicht eingehalten wird. Stadtverwaltung, Polizei und der Landesbetrieb hätten festgestellt, dass viele Verkehrsteilnehmer:innen die Beschilderung der Einbahnstraße nicht beachten, erklärt LS-Sprecher Steffen Streu. Die derzeitige Regelung sei notwendig, weil der Gehweg aufgebrochen wird und Leitungen verlegt werden. Anschließend ist geplant, den Weg zu erneuern. Alle, die mit Rad oder zu Fuß unterwegs sind müssten deshalb eine Hälfte der Fahrbahn nutzen, erläutert er. Wer entgegen der ausgeschilderten Fahrtrichtung unterwegs sei, verhalte sich verkehrswidrig, gefährde andere Verkehrsteilnehmer:innen und die Arbeiter auf der Baustelle. Zudem mache man sich strafbar. Er appellierte noch einmal an die Kraftfahrer:innen , die Einbahnstraßenregelung von der Einmündung Garzauer in Richtung Landhausstraße einzuhalten. Sollte dies nicht geschehen, werde die Straße voll gesperrt, kündigte Streu an.

Beim Ausbildungstag Ideen gesät    

Etwas verhaltener als im Vorjahr zur Jubiläumsauflage ist die Resonanz beim 26. Ausbildungstag in Strausberg ausgefallen. Am 17. September präsentierten sich in der Mehrzweckhalle der Hegermühlen-Grundschule und im EWE-Kunstparkhaus mehr als 50 Firmen, Behörden, Institutionen und Bildungseinrichtungen, um jungen Leuten Möglichkeiten für den weiteren Weg nach der Schule aufzuzeigen.  Alle seien „auf der Suche nach guten Leuten“ für die Zukunft, machte Bürgermeisterin Elke Stadeler bei der Eröffnung deutlich. Und das sei keine einfache Aufgabe. Den Jugendlichen riet sie, nicht nur zu die gängigen Stellen anzusteuern, sondern auch „nach rechts und links zu schauen“, sich Material mitzunehmen und später gezielt nachzufragen.

„Es ist noch ziemlich früh“, war sich Andreas Kaufmann, Ausbildungsleiter beim Rüdersdorfer Zementhersteller Cemex, bewusst.  Ansatz  sei hier, bei den Besuchern „Ideen zu säen“ und auf Erfolg zu hoffen. Passenden Berufsnachwuchs zu finden, sei gegenwärtig aber nicht einfach.

Kevin Koch von der Seniorenresidenz Jenseits des Sees baut auf langfristige Wirkung der Präsenz. Es gebe aber auch Anfragen zu Schülerpraktika. Und Ältere nutzten die Gelegenheit, ihr Bild vom Altersheim zu schärfen. Die ProCurand-Einrichtung bietet in Kooperation mit dem Strausberger SoWi jährlich vier Plätze für Pflegefachfrauen/-männer sowie die Bereiche Service/Küche. Die würden auch „ganz gut vergütet“, bescheinigte Azubi Michelle Boelk.

Für „in Ordnung“ hält auch Florian Triebe die Bezahlung beim Busunternehmen Mobus. Er lernt dort Berufskraftfahrer und derzeit gerade die Leitstelle kennen. Ein Job für echte Frühaufsteher, denn los geht es schon um 3.30 Uhr. Der Marzahner kann etwas später starten, denn so früh kommt er mit der Bahn gar nicht heran. Er habe die Stelle gesehen, sich beworben und sei „sofort genommen“ worden, berichtet er. Voraussetzung sei auf jeden Fall der Autoführerschein.

Beim 26. AusbildungstagEin Führerschein wäre auch für künftige Azubis im Rathaus Strausberg wünschenswert, denn die Theorieausbildung erfolgt in Bernau und dorthin dauert es mit den Öffis deutlich länger als auf der Straße, berichten die jungen Frauen am Stand der Stadtverwaltung. Wie Theresa Körner aus der Personalabteilung erläutert, ist im Rathaus am 31. Dezember Bewerbungschluss.

Während die Strausberger aber „nur“ Verwaltungsfachangestellte ausbilden, kann man bei den Berliner Wasserbetrieben aus etwa 20 Möglichkeiten wählen. Sie hätten schon „schöne Gespräche“ geführt, berichteten Azubi Elisa Nehring und Leonard Böhm, der ein Studium absolviert hat. Die Neulinge beim Ausbildungstag zeigten sich überrascht, dass das Angebot so groß und die Veranstaltung so „gut durchgeplant“ sei. Heiko Schübler von der Krankenkasse DAK Gesundheit haderte hingegen im EWE-Kunstparkhaus etwas mit seinem Standort. Nach seiner Einschätzung kamen in die Halle zwei ohnehin weniger Gäste und von denen drehten auch noch viele schon vor dem hinteren Ecktisch ab. Er sprach sich dafür aus, 2023 die Foyes der Schulhalle und gegebenenfalls den Parkplatz für die Aussteller mit zu nutzen und das Catering an anderer Stelle zu platzieren. Man werde diese Anregung diskutieren, hieß es aus Organisatorenkreisen bereits.

Bürgerhaushalt 2023 – Starttermin verschiebt sich

Der erste Bürgerhaushalt der Stadt Strausberg kämpft derzeit noch mit Kinderkrankheiten.
Am 3. Oktober startet die Abstimmung planmäßig auf dem Stadtfest. 

Hier finden Sie ab dem 4. Oktober die Online-Abstimmung, sowie weitere Informationen zum Bürgerhaushalt 2023.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Freie Kurs-Plätze

Bei der Volkshochschule im Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien Märkisch-Oderland hat im September das Herbstsemester begonnen. Das Angebot reicht von Sprachkursen über Handarbeiten, Tipps für Eltern, Tanz, Wanderungen und Mobilität im Alter bis zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung. Manche Kurse laufen schon, einige starten auch erst im Oktober oder November. Bei manchen kann man auch später einsteigen. Die Kosten bewegen sich zwischen 5,60 und 84 Euro. Eine Übersicht von freien Kursplätzen finden Sie hier.

Straßensperrung im Norden

Wegen Bauarbeiten wird die Straße Am Flugplatz an der südlichen Einmündung Lehmkuhlenring (Ecke Jolitz Elektronik) ab 19. September bis voraussichtlich Mitte November gesperrt. Dort wird die Firma Berger Bau Berlin Straßen- und Tiefbauarbeiten zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes am Flugplatz an der Lilienthalstraße vornehmen. Der Verkehr wird in der Bauzeit  über den Lehmkuhlenring umgeleitet. Weil der Einmündungsbereich bis etwa zur Hälfte aufgerissen wird, werden Fahrzeuge einspurig mit Ampelregelung an der Stelle vorbeigeführt. Überdies werden im Lehmkuhlenring und Am Biotop Halteverbotszonen ausgewiesen. Fußgänger und Radfahrer sind ebenfalls betroffen, können den Bereich nur auf der Seite des Gewerbegebietes Nord passieren. Im Lehmkuhlenring wird für sie eine ampelgeregelte Querung eingerichtet.

Die Sperrung ist vorerst bis zum 18. November beantragt.

Glasfaserausbau geht voran

Die EWE-Telekommunikationstochter Telta aus Eberswalde stellt derzeit die Technikstationen für den Glasfaserausbau auf. Alle Objekte der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) – mehr als 5000 Wohneinheiten – sollen in Kürze über einen zukunftssicheren Glasfaseranschluss mit sehr hohe Bandbreite versorgt werden. Planung, Bau und Betrieb übernimmt die Telta Citynetz GmbH. 

Bereits seit zehn Jahren versorgt Telta den SWG-Bestand mit Internet, Telefonie und Kabelfernsehen. Zum 1. Dezember sollen schon 75 Prozent der SWG-Häuser an das neue Netz angeschlossen sein, die restlichen 25 Prozent bis Mai 2023, kündigte EWE-Sprecherin Nadine Auras an. Auf Basis vorhandener Technik errichtet Telta mit Unterstützung vom regionalen Netzbetreiber EWE Netz eigenwirtschaftlich ein Glasfasernetz. Mit der sogenannten Fibre to the Building-Technologie (FTTB), der Glasfaseranbindung bis in Haus, ist der Internetzugang praktisch ungebremst.

Auch Genossenschaften profitieren

In neueren oder sanierten Objekten bietet Telta bereits heute Glasfaseranaschlüsse bis in die Wohnung an. Das Glasfasernetz umfasst 35 Kilometer Trasse, fünf Verteilstationen im Stadtgebiet, 500 Hausanschlüsse und aktive Technik für 10.000 potenzielle Nutzer. Zudem erweitert das Unternehmen das technische Betriebsgebäude in der Strausberger Hegermühlenstraße, um zukünftigen Bandbreiten-Anforderungen gerecht zu werden.

„Der Alltag wird immer digitaler. Homeoffice ist zur Normalität geworden. Mit dem Glasfaseraufbau unterstützen wir jetzt unseren Partner SWG, um für Mieter die Voraussetzungen für zukunftsfähige Wohnungsanschlüsse zu schaffen“, sagt Telta -Geschäftsführer Stefan Buch. Seit Mitte Januar bietet Telta SWG-Mietern bereits Gigabit-Anschlüsse über Koax an. Diese sind im EWE-Shop erhältlich.

Vom Ausbau der Breitbandinfrastruktur profitieren neben den Mietern der SWG auch die Wohnungsbaugenossenschaften Aufbau und Neues Wohnen, Mieter der Vonovia sowie der Oderland Wohnungsbaugesellschaft.

 

Museum öffnet am 2. Oktober

Das Strausberger Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 bietet am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit einen offenen Sonntag von 14 bis 17 Uhr an. Bei der Veranstaltung wird Manfred Ahrens vom Verein für Regionalgeschichte und Denkmalpflege Akanthus Luftbildaufnahmen aus der Region zeigen und dazu Erläuterungen geben. Für musikalische Umrahmung sorgen die Vanhillies. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Das erst vor einiger Zeit umgestaltete Museum vermittelt die Geschichte der Stadt Strausberg von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mehr Infos: Tel. 03341 23655

Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

An der Ecke Elisabeth-/Hegermühlenstraße ist am 13. September ein Verkehrsspiegel für Radfahrer montiert worden. Der soll auf dem Schulweg zur Hegermühlen-Grundschule die Sicherheit insbesondere für Mädchen und Jungen auf dem Rad verbessern. Durch den Spiegel können Radfahrende, die in der Hegermühlenstraße von der Stadtverwaltung Richtung Wasserverband unterwegs sind, nun die unübersichtliche Stelle hinter dem nahe an der Straße stehenden Eckhaus gut einsehen. Der Spiegel steht allerdings auf der anderen Straßenseite – aus Platzgründen.

Radverkehrskoordinator Thomas Deuse am neuen Spiegel

Wie Torsten Schmolke aus dem Fachbereich Technische Dienste im Rathaus erläuterte, ist die Ecke eine besondere Gefahrenstelle. Denn Kinder im Alter bis zu acht Jahren müssen, im Alter bis zu zehn Jahren dürfen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren, auch in die andere Richtung. So können an besagter Stelle nicht nur Fußgänger langsam um die Ecke kommen, sondern eben auch Kinder auf dem Rad. Nach seinen Beobachtungen wechseln Schülerinnen und Schüler in der Elisabethstraße schon früher auf die andere Straßenseite, um ein Queren im Einmündungsbereich zu vermeiden.

Nebenbei könnten nun Radler in der Hegermühlenstraße auch Autos in der Elisabethstraße früher sehen. Denn mit 80 mal 60 Zentimetern handelt es sich um einen großen Spiegel.

Der ist auf Anregung eines Strausberger Bürgers angebracht worden. Thomas Deuse, Radverkehrskoordinator im Rathaus, hatte das Anliegen unterstützt und mit den Fachbereichen eine zügige Umsetzung erreicht. Denn viele Fahrradfahrer schätzten die Stelle als sehr unübersichtlich ein.

Die Stadt hat an mehreren unübersichtlichen Punkten solche Spiegel aufbauen lassen, beispielsweise an der Ecke Wriezener/Große Straße/An der Stadtmauer, an der Ecke Landhausstraße/Gustav-Kurtze-Promenade oder an der Kastanienallee Ecke Wirtschafts- und Hufenweg. Überdies gibt es mehrere Spiegel in privater Zuständigkeit.

Reparaturen am Radweg

In der Woche ab 19. September sollen am Radweg entlang der Landesstraße zwischen Strausberg und Hohenstein Ausbesserungsarbeiten beginnen. Wie Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte,  hat die Hennickendorfer Firma Mainka den Auftrag bekommen. Für die Reparaturen sind nach Aussage der Bürgermeisterin etwa zwei Wochen veranschlagt. Die Kosten bezifferte sie mit etwa 40.000 Euro. Insbesondere sollen Stellen instandgesetzt werden, die durch Wurzeln mittlerweile angehoben worden sind. Das betrifft vor allem den Bereich in der Nähe der Gaststätte Steuerhaus. Radfahrer müssen in der Zeit der Bauarbeiten auf die Straße ausweichen.der Radweg bei Hohenstein

Auf der dürfte allerdings zumindest etwas weniger Verkehr sein – wegen der Vollsperrung durch die Straßenbauarbeiten in Hohenstein selbst.

Der Radweg nach Hohenstein war 2014 eröffnet worden. Zuvor hatten sich die Bürger aus dem Ortsteil mehr als zehn Jahre dafür eingesetzt.

Tipps für den Berufsstart

Ausbildung, Studium oder Weiterbildung? Auf Fragen zu ihrer beruflichen Zukunft finden junge Leute am Sonnabend, 17. September, von 10 bis 13 Uhr beim Strausberger Ausbildungstag Antwort. Für die 26. Auflage der Ausbildungs- und Studienmesse haben mehr als 50 Unternehmen, Behörden und Bildungsträger zugesagt, von A wie ADAC bis Z wie Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien mit der Volkshochschule MOL. Strausbergs Citymanager Alexander Ihlau, bei dem die Fäden zusammenlaufen, zeigt sich zufrieden, mit der großen Resonanz bei den Partnern und hofft nun auch auf großes Publikumsinteresse.

In der Mehrzweckhalle der Hegermühlen-Grundschule und im EWE-Kunstparkhaus kann man sich einen gewissen Überblick über Optionen in der Region verschaffen, wie es nach der Schule weitergehen könnte, und persönliche Gespräche führen. Vorgestellt werden Ausbildungen in unterschiedlichsten Bereichen von Handwerk über Dienstleistung bis Polizei und Verwaltung. Dazu werden viele Betriebe nicht nur Azubis und Mitarbeiter mitbringen, die aus erster Hand berichten und Fragen beantworten können. Bei manchen können Besucher sich auch selbst versuchen und Arbeitsgeräte ausprobieren. Nicht selten ergeben sich konkrete Berufswünsche und sogar erste Praktika oder Vorstellungsgespräche. Zudem können Gäste vor Ort kostenfrei professionelle Bewerbungsfotos anfertigen lassen. 

Das Parkhaus in der Hegermühlenstraße kann vom Messepublikum am Veranstaltungstag übrigens wieder kostenfrei genutzt  werden.

Stromausfall durch Kabelfehler

Ein defektes Mittelspannungskabel hat am 8. September gegen 16.30 Uhr die Unterbrechung der Stromversorgung im gesamten Stadtgebiet ausgelöst. Das teilten die Stadtwerke am 12. September mit. Wie bereits beim Stromausfall Anfang August sei ein Kabelfehler in der Altstadt – diesmal zwischen Klosterstraße und Badstraße – die Ursache gewesen, so Stadtwerke-Sprecherin Gesa Tat. Wieder habe das 10 kV-Kabel im Umspannwerk eine Totalabschaltung der Stromversorgung ausgelöst. Einige Bereiche wurden nach rund 45 Minuten wieder versorgt, in der Altstadt dauerte es am längsten – hier konnte die Versorgung erst gegen 18.30 Uhr wieder aufgenommen werden.

„Wir wissen, dass das dort verlegte Kabel fehleranfällig ist. Deswegen haben wir schon im letzten Jahr mit dem Austausch begonnen“, sagt die Sprecherin. „Die gesamte Kabelstrecke, die durch die Altstadt verläuft und zu der auch der fehlerauslösende Kabelabschnitt gehört, wird aktuell von uns ertüchtigt – angefangen an der Weinbergstraße über den Fichteplatz zur Sparkasse und den Markt geht es weiter zur Klosterstraße und Badstraße. Die Bauarbeiten werden noch einige Monate in Anspruch nehmen.“

Reaktion wie bei Hauptsicherung zu Hause

Das Mittelspannungsnetz verteile Strom an regionale Trafostationen, erläuterte sie, das Niederspannungsnetz sorge für die Feinverteilung an Haushalte oder Gewerbebetriebe. Bei einem Kabelfehler auf Mittelspannungsebene laufe die Fehlermeldung nicht nur bis zur nächsten Trafostation, sondern direkt bis in die Übergabeschaltanlage. Um weitere Schäden zu vermeiden, reagiere die wie die Hauptsicherung zu Hause – sie unterbricht die Stromversorgung, in diesem Fall für das gesamte Stadtgebiet. Nur mühsam durch Fehlermessung in jeder einzelnen Trafostation könne man die Fehlerstelle lokalisieren. Jeweils funktionstüchtige Kabelabschnitte würden dann wieder freigegeben.

Durch die laufenden Baumaßnahmen, die im geschlossenen Bauverfahren erfolgen, sei die noch über das alte Kabel laufende Stromversorgung in der Altstadt in den nächsten Monaten besonders gefordert, so Gesa Tat. Schließlich wird geschossen, gerüttelt, gemufft, um die neuen Kabel zu verlegen. Mit dem erneuten Fehler seien nun die Trafostationen stärker in die Netzabsicherung eingebunden worden, um Übersprünge ins gesamte Stadtgebiet möglichst zu vermeiden. Die Fehlerstelle werde nun repariert.

In Zukunft  intelligente Ortsnetzstationen

Mit der Neuverlegung des gesamten Mittelspannungskabels von der Heinrich-Heine-Straße bis zum Krankenhaus werden laut Stadtwerke zudem sogenannte intelligente Ortsnetzstationen (iONS) in der Altstadt errichtet. Diese messen permanent die Daten und übermitteln sie an die Netzleitstelle, die das Stromleitungsnetz überwacht und steuert. Weil die neuen Trafostationen fernsteuerbar sein werden, kann die Netzleitstelle bei Störungen direkt auf sie zugreifen und schneller und gezielt reagieren. Mit der Errichtung dieser intelligenten Trafostationen sei somit der Startschuss zu intelligenten Netzen gegeben, die auch in Zukunft die Netzstabilität sichern könnten.

Premiere beim Erntefest

„Etwas verhalten, aber gemütlich“ – so lautet das Fazit von Hohensteins Ortsvorsteher Jens Knoblich nach dem ersten Erntefest nach Corona-Zwangspause. Am 10. und 11. September wurde in dem Strausberger Ortsteil gefeiert. Erstmals am neuen Standort auf dem Sportplatz am Ortseingang. Denn der frühere Festplatz im Zentrum, den der Eigentümer für das Fest sonst überlassen hatte, soll bald bebaut werden.

Lange stand indes nicht fest, ob an neuer Stelle die Stromversorgung klappt, berichtete Knoblich. Zudem habe man spät mit der Organisation angefangen. Womöglich fiel auch deshalb der Umzug durch den Ort am Sonnabendvormittag kleiner aus, wie Zuschauer am Straßenrand bemerkten. Umzug zum Erntefest in Hohenstein 2022 Und es gab auch keine Erntekrone, weil am Sportplatz noch eine Befestigung für den Mast fehlt. Durch die Trockenheit im Sommer habe auch weniger Material zur Verfügung gestanden, hieß es.

„Nächstes Jahr wird es noch schöner“, blickte Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler in ihren Eröffnungsworten voraus. Schließlich sollen ein neues Gebäude entstehen – mit Toiletten – und der Platz für derartige Feiern ertüchtigt werden.

Entlastungspaket vom Ortsvorsteher

Knoblich dankte allen Helfern, die diesmal keine „große“ Variante vorbereitet hätten, sondern eine für die Hohensteiner. So gab es am Freitag Musik mit dem Fanfarenzug Strausberg und später im Zelt. Am Sonnabend spielte unter anderem der Freie Bläserchor Berlin-Friedrichshain auf, erfreuten die Hohensteiner Countrydancer mit ihrem Auftritt. „Beim Programm war es auch voll im Zelt“, sagte Knoblich. Auch die Versorgung war ihm ein Lob wert. Und am Karussell war es gleich nach der Eröffnung voll: Als „Entlastungspaket für Familien“ im Ort hatte der Ortsvorsteher bis mittags Freifahrten für Kinder spendiert. Auf dem neuen Festgelände

Zudem appellierte er an die knapp 600 Dörfler, sich bei der Abstimmung zum Strausberger Bürgerhaushalt zu beteiligen, die in Kürze anläuft. Schließlich seien auch Vorschläge aus Gladowshöhe und Ruhlsdorf dabei, die es zu unterstützen gelte. Und mit dem Ortsteilbudget werde man weitere Verbesserungen fördern.

Für das Erntefest 2023 hofft Knoblich, dass er dann wieder mehr Mitstreiter motivieren kann. „Und Ideen, wie wir es besser machen können, sind schon gekommen.“

Neues zum Straßenbau Thälmannstraße

Die Ernst-Thälmann-Straße (L 23) in der Vorstadt ist seit 9. September zwischen Bahnhof- und Landhausstraße wieder befahrbar. Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) Brandenburg als Auftraggeber hatte den 12. September angekündigt.

Umgestaltet: der Bereich vor dem BahnübergangZwischen Bahnübergang und Landhausstraße ist die neue Asphaltdecke fertig. Zuvor waren eine neue Entwässerung eingebaut, Borde neu gesetzt und am Bahnübergang die Mittelinsel für Fußgänger versetzt worden. Dort wird es künftig eine Abbiegespur geben, um die Situation zu „entschärfen“, wie es  Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb nannte. Er hatte kürzlich im Bauausschuss der Stadt über den Fortgang des Projekts informiert. Für die Verzögerungen gegenüber ursprünglichen Zeitplanungen machte er vornehmlich den Wasserverband WSE verantwortlich, der im Vorfeld Leitungen verlegt und Anschlüsse gebaut hatte.

Am 12. September rückt die Baustelle nun auf den zweiten Abschnitt zwischen Landhaus- und Garzauer Straße weiter. Dort wird zuerst in drei Teilabschnitten der Geh-/Radweg erneuert. Laut Mitteilung vom Landesbetrieb zuerst von Karl-Marx- bis Rudolf-Breitscheid-Straße  (ab 12.9.2022), dann Rudolf-Breitscheid-  bis Waldemarstraße (ab 4.10.2022) und abschließend Waldemar- bis Garzauer Straße (ab 24.10.2022). Nach Rückbau des Gehweges würden Breitbandkabel und Stromversorgungsleitungen verlegt, anschließend beginne der Neubau des Weges, heiß es in der Mitteilung des LS. Fußgänger:innen würden an der Baustelle über die Fahrbahn der Straße geführt. Deshalb und um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu gewährleisten, gilt dann in der voll gesperrten Thälmanstraße eine Einbahnstraßenregelung für Anwohner im Baubereich. Sie können über die Garzauer Straße ein- und über die Landhausstraße ausfahren. Der Landesbetrieb geht von einer Fertigstellung des Gehweges ist in diesem Jahr aus.

Anschließend wird 2023 die Fahrbahn saniert. Vorgesehen ist laut Otte eine neue Decke auf dem vorhandenen Belag, so dass die Straße etwa 15 Zentimeter höher liegen werde. Ausfahrten würden entsprechend angepasst, Regenmulden ebenfalls. Ein grundhafter Ausbau mit Beseitigung des derzeitigen teerhaltigen Aufbaus hätte nach seinen Angaben weit höhere Kosten verursacht. Ohnehin wird die Sanierung teurer, denn beispielsweise koste eine Tonne Asphalt inzwischen etwa das Doppelte der ursprünglich angesetzten Summe. Welche Verteuerungen der Geh-/Radweg bringe, den die Stadt finanziert, könne er derzeit noch nicht abschätzen. Vereinbart sind bislang gut 700.000 Euro.

Fertig sein soll die Straße nunmehr voraussichtlich Mitte kommenden Jahres. Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler zeigte sich froh darüber, dass der Landesbetrieb ein weiteres Stück Landesstraße in der Stadt in Ordnung bringt. Denn vermutlich werde der finanzielle Spielraum für derartige Projekte in den nächsten Jahren kleiner.

Straßenbau dauert länger

Der Landkreis Märkisch-Oderland lässt derzeit die Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414 (Ortslage Klosterdorf bis L 33) und den Neubau eines Teilstückes des Regenwasserskanals in Klosterdorf ausführen. Aufgrund der vielen vorhandenen Medienträger, die zum Teil nicht in den Bestandsunterlagen der Versorgungsträger eingetragen waren, konnte der geplante Regenwasserkanalbau in der Ortslage zeitlich nicht wie geplant  ausgeführt werden. Wie der Landkreis am 9. September mitteilte, verschiebt sich der Fertigstellungstermin vom 16. September voraussichtlich auf den 21. Oktober 2022.
Die Arbeiten werden weiterhin unter Vollsperrung ausgeführt.
Die Umleitung ist für den Zeitraum der Vollsperrung ausgeschildert und führt über die B 168 – Ernsthof – Prötzel – L 33 – Strausberg.
Der Landkreis bittet für die mit dem Bauvorhaben verbundenen Verkehrseinschränkungen um Verständnis.

Neue Kalenderausgabe

Seit einigen Tagen ist der neue Kalender „Historische Ansichten von Strausberg“ für das Jahr 2023 erhältlich. Erarbeitet hat ihn einmal mehr das Stadtmuseum Strausberg aus seinem Fundus von Bildern und Postkarten. Unter anderem finden sich diesmal darin Fotos vom Straussee, der Kirche, Straßenzügen oder ein Gartenhaus an der Stadtmauer wieder. Aber auch das Schloss Garzau ist als prägnantes Objekt in der näheren Umgebung enthalten. Dazu kurze Informationen zum Motiv und der Aufnahmezeit.

Der neue Kalender

„Es gibt schon echte Sammler des Kalenders“, sagt Museumsleiterin Christa Wunderlich. Bei der Finissage der Ausstellung „Lebenskunst“ in der Einrichtung seien bereits die ersten Exemplare verkauft worden. Die Kalender sind zum Preis von knapp 20 Euro in der Strausberger Buchhandlung Micklich erhältlich sowie im Museum in der August-Bebel-Straße bei der Stadt- und Touristinformation am Lustgarten.

Lesung der Heinrich-Mann-Bibliothek

Der Journalist und Autor Andreas Ulrich ist Gast der nächsten Veranstaltung der Strausberger Heinrich-Mann-Bibliothek. Am 22. September um 17 Uhr liest er im Restaurant  und Tagungszentrum am Fischerkietz aus seinem Buch „Die Kinder von der Fischerinsel“.   

Auf der Insel im Zentrum Ost-Berlins war zwischen 1969 und 1973 ein einzigartiger Hochhauskiez entstanden. In die markanten Neubauten zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, Funktionäre und Diplomaten ein. „DDR-Alltag traf hier auf Prominenz und Extravaganz“, heißt es im Klappentext des Buches.

Auch die Familie von Andreas Ulrich lebte eine Zeitlang auf der Fischerinsel. Fünf Jahrzehnte später hat sich der Journalist auf die Suche nach einstigen Mitschülern begeben, um herauszufinden, was aus ihnen geworden ist. Die Recherchen führen ihn weit über Berlin hinaus und offenbaren bewegende und außergewöhnliche Lebensgeschichten.

Der Eintritt kostet zwölf  Euro. Kontakt: Tel. 03341 314031 (Bibliothek).

Zur Person: Andreas Ulrich studierte 1981 bis 85 Journalistik in Leipzig und arbeitete im Anschluss beim Berliner Rundfunk und dem DDR-Jugendradio DT 64. Seit Anfang der 1990er ist er auf dem Bildschirm zu sehen, so beim ORB (jetzt rbb) und MDR. Heute moderiert er unter anderem Sportsendungen im rbb-Fernsehen und ist im Hörfunk  aktiv.

Andreas UlrichBekannt ist der 62-Jährige auch durch die 96-Stunden-Reportage, die bis November 2014 im rbb-Vorabendmagazin zibb ausgestrahlt wurde. Mit vielen freiwilligen Helfern aus Berlin und Brandenburg versuchte er, soziale Projekte voranzutreiben, die stecken geblieben waren. Zudem unterrichtet Ulrich journalistischen Nachwuchs. Und er widmet sich in jüngster Zeit als Buchautor der jüngeren Geschichte Berlins. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel der Porträtband „Zwei Kilometer Deutschland“ über 25 Bewohner der einst von der Mauer geteilten Swinemünder Straße oder „Palast der Republik. Ein Rückblick“ zur Geschichte des Gebäudes.

Straßenbau in Hohenstein

In Kürze beginnen Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Hohenstein der Landesstraße 34. Diese wird im Auftrag des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg in zwei Bauabschnitten erneuert. Auftragnehmer ist die Firma Oevermann Verkehrswegebau Niederlassung Eisenhüttenstadt.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Strecke vom Ortseingang aus Richtung Ruhlsdorf bis zum Knoten Garziner/Klosterdorfer Straße.  Nach der letzten Information des Landesbetriebes soll die Vollsperrung wegen verzögerter Anlieferung von Maschinen nun erst ab 15. September, ca. 6 Uhr gelten. Dann wird mit dem Entfernen des alten Belages begonnen.  Als Zweites wird das Teilstück von der Kreuzung bis Ortsausgang Richtung Strausberg gebaut. Die Firma nannte zuletzt als Gesamtfertigstellungstermin Mitte Dezember. Als Umleitung wird die B 168 vom Bollersdorfer Kreisel bis Prötzel und von dort über die L 33 nach Strausberg ausgewiesen, da laut der am 9. September aktualisierten Zeitplanung des Landkreises noch bis 21. Oktober auf der Kreisstraße 6414 zwischen Klosterdorf und der L 33 Bauarbeiten laufen.

Nach jüngster Aussage des Landesbetriebes wird auch der Busverkehr über die Umleitung geführt. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten und die Abfahrtszeiten. Ruhlsdorf könne in der Bauzeit nicht angefahren werden, hieß es. Nähere Informationen gibt es unter https://www.mo-bus.de/

Die Firma machte klar, dass es in der Bauphase Einschränkungen für Anlieger geben wird. In der täglichen Bauzeit von 7 bis 17 Uhr könnten Grundstücke mit dem Fahrzeug kaum erreicht werden.  Für persönliche Absprachen könne der Polier vor Ort kontaktiert werden.

Im nächsten Jahr soll dann die Ortsdurchfahrt in Ruhlsdorf an die Reihe kommen. Die Wege in Hohenstein und Ruhlsdorf werden im Zuge der Baumaßnahmen nicht mit erneuert. Diese Aufgabe müsse die Stadt später angehen, so Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie zeigte sich erfreut, dass durch den Landesbetrieb nun weitere Straßenabschnitte in Strausberg in Ordnung gebracht werden.

 

Erntefest in Hohenstein

Am kommenden Wochenende wird im Strausberger Ortsteil Hohenstein Erntefest gefeiert. Diesmal treffen sich die Feierlustigen allerdings nicht auf der Festwiese im Ortszentrum,
sondern auf dem Sportplatz.

Zum Auftakt am Freitagabend um 19.45 Uhr wird der Strausberger Fanfarenzug aufspielen, danach gibt es Tanz sowie Knüppelteig und Stockbrot am Feuer.

Am Sonnabend startet um 11 Uhr der traditionelle Festumzug. Gegen 11.45 Uhr werden Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler und Ortsvorsteher Jens Knoblich das Fest offiziell
eröffnen. Bei Blasmusik, Shanty-Chor und Spielen sowie gastronomischer Betreuung sollte unter den Gästen keine Langeweile aufkommen. Um 18 Uhr steht ein Auftritt der Hohensteiner Countrydancer auf dem Programm, gegen 20.30 Uhr beginnt im Festzelt das Abendprogramm mit Musik und Tanz. Für Showeinlagen wird eine Trommlergruppe des Fanfarenzuges sorgen.

Sport- und Spielfest in Hegermühle

Am Sonnabend, 10. September, laden der Bürgerverein Hegermühle und der KSC Strausberg mit Unterstützung weiterer Partner zum mittlerweile 16. Sport- und Spielfest im Wohngebiet Hegermühle ein. Von 14 bis 18 Uhr wird auf dem Außengelände des Sozialparks und der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte „Domizil“ am Annatal 57-58 eine Vielzahl von Mitmach-Angeboten für Groß und Klein bereitgehalten. Die Palette reicht von Lustigem wie Stiefelzielwurf oder Becher Ping-Pong über Hockey, Seilspringen und Slackline bis zu Geschicklichkeitsparcours, Kinderschminken und Zumba. Darüber hinaus stehen Fahrradchecks und Spiele auf dem Programm und Clown Denny wird für Belustigung sorgen.

Plakat der Organisatoren

Weitere Aktionen für Radler

Die Stadt- und Touristinformation Strausberg hat vor wenigen Tagen im Sport- und Erholungspark die  Kampagne STADTRADELN gestartet. Nach dem großen Interesse bei der Auftaktaktion im Rahmen des Tages des Kindes lädt sie nun Radelnde ein, bei weiteren Aktionen Kilometer im Sinne des Umweltschutzes, der Radverkehrsförderung und der eigenen Gesundheit zu sammeln.

So können Strausberger im gesamten Kampagnenzeitraum die Gelegenheit für eine lockere Runde mit dem Rad nutzen. Die Rad-Schnipsel-Tour der Stadt- und Touristinformation führt Radelnde von einer Station zur nächsten. Nebenbei können kleine Bild- bzw. Beobachtungsrätsel gelöst und in einem Teilnahmebogen eingetragen werden. Die ca. 20 Kilometer lange Radtour kann als Tagesausflug auch individuell mit einem Besuch an sehenswerten Orten am Wegesrand ergänzt werden. Aus allen Teilnehmern wird am Ende ein Sieger per Los gezogen. Die Teilnahmebögen gibt es in der Touristinformation oder als Download unter www.stadtradeln.de/strausberg.

Zudem bietet das Fahrradfachgeschäft S3velo jeden Donnerstagabend geführte Radtouren an. Dabei steht jede Woche ein anderer Fahrradtyp im Vordergrund. Die Runden starten jeweils um 18.30 Uhr vor dem Geschäft in der Wriezener Straße 10 und werden vorab über Facebook veröffentlicht. Anmeldungen können unter der Telefonnummer 03341 216 223 direkt bei S3velo vorgenommen werden.

Am 17. September findet zwischen 10 und 13 Uhr am Markt in der Strausberger Altstadt außerdem noch eine weitere Fahrradcodierung mit der Landespolizei Brandenburg statt. Räder werden dabei mit einem individuellen Code versehen, der es eindeutig den Eigentümern zuordnet. Zu der Aktion sind Personalausweis und ein Eigentumsnachweis für das Rad (z.B. Rechnung) mitzubringen. Überdies gibt es Rabatte für Radler in teilnehmenden Geschäften der Altstadt.

Anmeldungen zum Stadtradeln sind möglich bis einschließlich 17.09.2022 unter stadtradeln.de/strausberg.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

Stadt- und Touristinformation, August-Bebel-Straße 1, 15344 Strausberg, Tel. 03341 311066, Mail Touristinfo@stadt-strausberg.de

Jubiläum bei der Jugendwehr

Mit einem Tag der offenen Tür hat die Strausberger Kinder- und Jugendfeuerwehr Florian am 3. September am Gerätehaus ihren 30. Geburtstag gefeiert. Hunderte Gäste kamen zum Gratulieren. Manche hatten auch Geschenke dabei.

Eigentlich gibt es die Nachwuchswehr in Strausberg sogar schon länger als 30 Jahre. Lars David aus der Wehrführung erinnerte an die AG Junge Brandschutzhelfer zu DDR-Zeiten, die allerdings in den Wendewirren eingeschlafen war. 1992 war dann die neue Jugendwehr Florian  entstanden, die seit 2002 von Andreas Schwiering geleitet wird und seit 2014 um eine Gruppe für Kinder ab vier Jahre erweitert wurde. Mehr als 60 Mädchen und Jungen sind derzeit bei Florian aktiv und gut ein Dutzend weitere stehen bereits auf einer Warteliste. Womöglich bald auch Phoebe (vier Jahre), die mit ihrer Mutter Mona Wiemann zum Tag der offenen Tür kam. „Sie war auch schon tanzen, heute wollten wir hier vorbeischauen“, berichtete die Mutter und verabredete gleich noch eine Stippvisite etwas später. „Mal sehen, ob es was wird, sie hat ja noch Zeit“, sagte sie im Hinblick auf die Warteliste.

Bereits aktiv ist hingegen Mia Erfurth. „Seit dem sechsten Lebensjahr“, erzählt die 13-Jährige. Sie habe bei ihrem Bruder Yvon (inzwischen 18) gesehen, dass der Spaß habe, dann „reingeschnuppert“ und als passend eingestuft. Auch ihre Eltern fänden es toll, weiß sie.  Vater Mario Erfurth bestätigt, dass er stolz auf die sinnvolle Freizeitbeschäftigung beider Kinder ist. Er sei selbst Polizist, da liege ja die Feuerwehr nahe, sagte er. Zum Anfang habe er den Nachwuchs samstags zur Ausbildung gefahren, heute seien beide alt genug und „mit Leidenschaft dabei“, wie er bescheinigt. Das liege auch am Jugendwart und seinen Mitstreitern, die „extrem viel organisieren“. Mia haben bisher insbesondere Ausflüge nach Polen zur Partnerwehr in Debno viel Spaß gemacht, aber auch ein simulierter Löschangriff auf einem Feld oder das Hochfahren mit der Leiter … Sie jedenfalls wolle bis in den aktiven Dienst – mit 16 können Jugendliche übernommen werden – dabei bleiben und hoffe, dass sie auch nach einem geplanten Studium der Wehr verbunden bleiben könne.

Ausbildung, Gemeinschaftsgefühl und Spaß

Dass Nachwuchs für die aktiven Kameraden gefunden wird, ist laut Lars David ein Ziel der Jugendarbeit. Zugleich solle Kindern und Jugendlichen Gemeinschaftsgefühl vermittelt und auch Spaß bereitet werden. Dafür dankte er allen Beteiligten und auch den jeweiligen Partnern, aber auch der Stadt für die Ausstattung und Unternehmen wie  Sparkasse, Wohnungsbaugesellschaft, TGA Heinemann und anderen für ihre Unterstützung. Für die Firmen gab es kleine Präsente, ebenso für die Gäste aus Debno. Stadtwerke-Chefin Irina Kühnel hatte ihrerseits einen Scheck mit dabei. Und griff den Wunsch der Wehrführung nach Ausbildungs- und Studienplätzen in der Nähe auf: Feuerwehrleute könnten sich gern bewerben, regte sie an.

Bürgermeisterin Elke Stadeler bescheinigte, angesichts der guten Arbeit müsse man sich keine Gedanken um die Zukunft bei der „Riesenaufgabe“ Feuerwehr für die Bürger der Stadt machen und zollte dem Jugendwart und dessen Team Respekt. Für einen daraus, Thomas Müller, der schon 15 Jahre dabei ist, gab es eine Extra-Anerkennung, doch auch für Jeannette Schmidt, Angélique Renner, André Wancek und alle anderen Helfer Lob vom Chef. Der selbst wurde zu seinem 20. Jubiläum von seiner Truppe mit einem Geschenk überrascht: Nachdem bei einem Sturm eine Affenskulptur in seinem Garten zerstört worden war, gab es nun Ersatz.

Wasserfontäne, Feuerwerk und Heiratsantrag

Und für alle Gäste gab es ein buntes Programm von Vorführungen der Kameraden über Besichtigungen der Fahrzeuge, Fahrten in luftige Höhe im Korb der Drehleiter, Basteleien und vieles mehr. Zum Abschluss wollte man es zu dem besonderen Anlass und anderthalb Jahren Vorbereitung auch „krachen lassen“, wie Schwiering verriet. Zuerst sorgte die Wasserfontäne von Wilhelm Piskol für ein spektakuläres Bild, dann gab es noch ein Feuerwerk. Und Feuerwehrmann Marcel Graske nutzte die Gelegenheit für eine besondere Aktion: Er machte seiner Freundin Julia Martin vor großer Kulisse einen Heiratsantrag.

Tourenplan Entsorgung Straßenlaub

Meteorologisch hat der Herbst am 1. September begonnen, kalendarisch beginnt er am 22. September. Doch aufgrund des trockenen Sommers verlieren viele Bäume auch in diesem Jahr jetzt schon ihr Laub.

Die ersten Touren der Straßenlaubentsorgung durch ALBA starten am 27. September. Je nach Stadtgebiet folgen weitere Fahrten am 11. und 25. Oktober, 8. und 22. November sowie 6. Dezember beziehungsweise jeweils einen Tag später. Eine Terminübersicht ist unter www.stadt-strausberg.de und in den Strausberger Bekanntmachungskästen zu finden.

Für die Entsorgung des Straßenlaubes können handelsübliche Müllsäcke verwendet werden. Bitte stellen Sie Ihre Laubsäcke und/oder Ast- und Strauchwerkbündel am Entsorgungstag bis 6 Uhr morgens unfallsicher am Fahrbahnrand zur Abholung bereit.

 

Tourenplan Laubentsorgung

Hinweise zu Kampfmittelfunden am Straussee

Mit dem weiteren Rückgang des Wasserpegels am Straussee kommen immer wieder Hinterlassenschaften vergangener Zeiten zu Tage.

Nach weiteren Munitionsfunden in den vergangenen Wochen am Ufer des Straussees weisen die Polizei und die Stadtverwaltung Strausberg darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger bei Funden von Kampfmitteln generell verpflichtet sind, diese entsprechend der Kampfmittelverordnung für das Land Brandenburg (KampfmV) unverzüglich zu melden. Es wird gebeten, die entsprechenden Funde von Kampfmitteln während der üblichen Sprechzeiten an das zuständige Ordnungsamt (Tel. 03341/381-240) bzw. außerhalb der Sprechzeiten der Polizei (Tel. 03341/330-0 bzw. 110) zu melden.

Es wird darauf hingewiesen, dass es verboten ist, entdeckte Kampfmittel zu berühren oder deren Lage zu verändern. Tragen Sie mit Ihrem Verhalten zur Sicherheit aller bei.

L23: Nächste Phase der Sanierung Ernst-Thälmann-Straße

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg informiert, dass die Tiefbauarbeiten und Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen im ersten Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße (Landesstraße L 23) fast abgeschlossen sind. Ab Montag, 01.08.2022, beginnen die Arbeiten im Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße und enden voraussichtlich Mitte September 2022.

Geplant ist, Leitungen zu verlegen und Borde zu setzen. Anschließend erhält die Kreuzung im Bereich des Bahnüberganges und die Ernst-Thälmann-Straße bis zur Landhausstraße einen neuen Asphaltbelag.

Die Arbeiten finden unter Vollsperrung des Kreuzungsbereiches statt. Der Verkehr zwischen Strausberg-Vorstand und Hennickendorf über den Bahnübergang ist damit unterbrochen. Die Ernst-Thälmann-Straße (L 23) bleibt weiterhin gesperrt.

 

Für den Verkehr ist eine Umleitung über die Umgehungsstraße (L 303) nach Tasdorf zur Bundesstraße B 1 und von der B 1 in Richtung Herzfelde und von dort zurück auf die L 23 nach Hennickendorf ausgeschildert. Fußgängerinnen und Fußgänger können die Baustelle weiterhin passieren.

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sich auf die geänderte Verkehrssituation ab August einzustellen.

 

L 23: Sanierung der Ernst-Thälmann-Straße in Strausberg geht in die nächste Runde | Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Änderung der Verkehrsführung in der Altstadt

Nach umfangreicher Bearbeitung und Diskussion im Zeitweiligen Ausschuss Altstadt und in der Öffentlichkeit hat die Stadtverordnetenversammlung am 14.3.2022 eine Änderung der Verkehrsführung in der Strausberger Altstadt beschlossen (BV-SVV-2022/0299). Die erforderliche Verkehrsrechtliche Anordnung wurde dementsprechend erteilt.

Die Große Straße wird zwischen Grünstraße und Klosterstraße zur geteilten Einbahnstraße – zwischen Müncheberger Straße und Grünstraße in südliche Richtung (Ri. Sparkasse), zwischen Müncheberger Straße und Klosterstraße in nördliche Richtung (Ri. Kulturpark). Der Radfahrer darf die Einbahnstraße auch in Gegenrichtung benutzen.

Es liegen alle Voraussetzungen zur Umsetzung der geänderten Verkehrsführung vor.

In der 30.Kalenderwoche sollen, voraussichtlich ab Dienstag 26.7.2022 die Arbeiten zur Umbeschilderung beginnen.

Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund der geänderten Verkehrssituation.

 

Skizze der neuen Verkehrsführung in der Strausberger Altstadt

Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414

Der Landkreis Märkisch-Oderland, plant in dem Zeitraum ab dem 07.07.2022 bis voraussichtlich 16.09.2022, eine Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414, Abs. 40, von km 0,020 bis km 1,1,520 (von Ortslage Klosterdorf bis zur L 33) und den Neubau eines Teilstückes des  Regenwasserskanals in der Ortslage Klosterdorf, auszuführen. Die Arbeiten werden durch die Fa. Oevermann Verkehrswegebau GmbH, NL Eisenhüttenstadt, in zwei Bauabschnitten (1. BA innerorts und der 2. BA außerorts) realisiert.

Die Umleitung ist für den Zeitraum der Vollsperrung ausgeschildert und führt über die B 168-Ernsthof-Prötzel-L 33-Strausberg.

Der Landkreis Märkisch-Oderland bittet um Ihr Verständnis für die mit dem Bauvorhaben verbundenen Verkehrseinschränkungen.

Wer macht mit?

Der Behindertenbeirat der Stadt Strausberg schaut auf eine erfolgreiche Arbeit zurück. Viele Projekte sind angestoßen, begleitet und umgesetzt worden. Für die Mitwirkung im Behindertenbeirat der Stadt werden dauerhaft Bürgerinnen und Bürger gesucht, die in Strausberg wohnen und Interesse, Zeit und Freude an einer ehrenamtlichen Tätigkeit haben.
Erfahrungen in der behindertenpolitischen Arbeit wären toll sowie die Bereitschaft, sich in und für Strausberg zu engagieren, die Verwaltung und die Stadtverordnetenversammlung zu beraten und die Interessen von Menschen mit
Behinderungen in Strausberg zu vertreten. Angesprochen sind insbesondere Menschen mit Behinderungen, Einzelpersonen, Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Selbsthilfegruppen. Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit im
Behindertenbeirat haben, richten Sie bitte Ihre Bewerbung per E- Mail oder per Post an die

Stadt Strausberg
Beauftragte für die Integration von Menschen mit Behinderungen
Hegermühlenstraße 58
15344 Strausberg
E- Mail: behindertenbeirat@stadt-strausberg.de
Telefon: 03341/ 381226

Das Anmeldeformular finden sie auf der Webseite der Stadt Strausberg

unter Bürger und Stadt / Leben in Strausberg/ Barrierefreies Strausberg/Behindertenbeirat/ Antrag auf Mitgliedschaft.

Nothilfe für die Ukraine

Falls Sie Hilfaktionen in Strausberg planen, geben Sie uns (presse@stadt-strausberg.de) gern Bescheid. Wir können auf unserer Website und über unseren Presseverteiler darauf aufmerksam machen.


Hier finden Sie wichtige und notwendige Informationen für Geflüchtete und Helfer*innen:

Ukraine – Nothilfe

Vollsperrung in der Ernst-Thälmann-Straße

Aktuell sind zwar die Straßenbauarbeiten des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg zur Fahrbahninstandsetzung der Ernst-Thälmann-Straße auf gesamter Länge noch witterungsbedingt unterbrochen. Trotzdem erfolgten bereits am Montag den 07.02.2022 eine Umstellung und Erweiterung der Verkehrsführung , die zur Vollsperrung der Ernst-Thälmann-Straße zwischen Bahnhofstraße und Garzauer Straße führte.

Die Landhausstraße und sämtliche in dem Bereich einmünden Nebenstraße wurden zu Sackgassen. Die erforderliche Umleitung für den Durchgangsverkehr ist über die Umgehungsstraße ausgeschildert und geführt (in Richtung Süden der U18 und in Richtung Norden der U17 folgen).

Im Anschluss beginnen die Erneuerungsarbeiten am Trinkwassernetz in Zuständigkeit des Wasserverbands Strausberg-Erkner im 2. Bauabschnitt zwischen Landhausstraße und Garzauer Straße. Die betroffenen Anlieger werden über Postwurfsendungen durch den Baubetrieb genauer informiert. Die Tief- und Straßenbauarbeiten im 1. Bauabschnitt zwischen Bahnhofstraße und Landhausstraße werden ab Anfang März aufgenommen.

Informationen zur Einwohnerbefragung Große Straße

Liebe Strausbergerinnen und Strausberger,

am Tag der Wahl des Bundestags und des Landrates am 26. September 2021 können Sie Ihr Votum abgeben, wie es mit der verkehrlichen Entwicklung der Großen Straße weitergehen soll. Dazu haben alle Strausbergerinnen und Strausberger im Zuge einer Einwohnerbefragung die Möglichkeit, sich für eine von drei Varianten zu entscheiden. Die möglichen Varianten mit ihren Bestimmungen und Vorgaben haben wir um Folgenden zur Information für Sie zusammengestellt (alternativ gibt es die Übersicht hier auch als PDF):

Bild Infos Einwohnerbefragung Große Straße

 

Neue Impulse am Kulturpark

(sdy) Das Areal des Kulturparks an der Wriezener und des benachbarten Landratsamtes in der Klosterstraße soll neu gestaltet werden und enger in das Stadtbild eingefügt werden. Das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs als ersten Schritt, lässt nun erahnen, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll.

Insgesamt zehn Planungsbüros und Landschaftsarchitekten sind dem Aufruf zum nichtoffenen Wettbewerb des Landkreis Märkisch-Oderland gemeinsam mit der Stadt Strausberg gefolgt. Grundlegend geht es darum, eine Verknüpfung zwischen Kulturpark und Landratsamt zu schaffen, dabei das Ensemble in den Stadtraum einzubinden, die Attraktivität des Kulturparks zu steigern und das Landratsamt aufzuwerten. Nachdem bis 1. Februar die Beiträge eingereicht werden konnten, tagte am 25. März das Preisgericht. Das Gremium setzte sich aus Sach- und Fachpreisrichtern sowie Sachverständigen zusammen.

Nach zwei Wertungsrundgängen kamen drei Beiträge in die engere Wahl. Sogar ein Büro aus dem schwedischen Göteborg hatte sich beteiligt. Letztlich gingen die drei Platzierungen an Berliner Büros, unter denen sich die Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH durchsetzen konnte. Nun schließt sich die Umsetzungsphase an. Z.B. sollen Mauerelemente angrenzend an den EMO-Standort ebenso erhalten bleiben wie die historische Toranlage an der Klosterstraße. Ein Neubau für Service, Gastronomie und Vereine ist ebenso zu prüfen wie eine Parkpalette am Wriezener Tor Parkplatz. Weiterhin sind Details der geplanten Steganlagen zu prüfen.

Eine Überarbeitung wird unter Prüfung der Öffnung der Kietzterrasse zum Fischerkietz und der vorhandenen Treppenanlage empfohlen. Zur Beteiligung der Öffentlichkeit ist die Präsentation mitsamt Audiokommentar hier abrufbar. Wann die angesetzte Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge erfolgen kann, ist aufgrund der aktuellen Einschränkungen noch offen.  

Alle Wettbewerbsbeiträge in höherer Auflösung zur Detailansicht. 

„Assistenzhunde willkommen“

Mit dieser Aktion beteiligt sich die Stadt ab sofort an der bundesweiten Kampagne „Assistenzhunde willkommen“ der Pfotenpiloten, unterstützt und gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Aktion Mensch und der Paritätischen Stiftung. Was Assistenzhunde sind und wem sie nicht nur ein wichtiges Hilfsmittel sind, das erfahren Sie hier auf der internen Webseite: Strausberg barrierefrei.

„Wohnen am Weinberg“ vorgestellt

Im Rahmen der innerstädtischen Nachverdichtung ist angedacht, 6 Gebäude mit insgesamt 30 Wohneinheiten auf einem Areal an der Kelmstraße und Straßenbahntrasse Berliner Straße zu etablieren. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr wurde im öffentlichen Teil der Sitzung eine Info-Präsentation zum Projekt gezeigt. Hier finden Sie weitere Informationen sowie die komplette Präsentation.

Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

Sie haben die Live-Übertragung der Gutachtenpräsentation verpasst? Kein Problem! Unter diesem Link können Sie sich die Aufzeichnung noch einmal ansehen.

 

Das komplette Gutachten können Sie hier einsehen (PDF).

Sehen Sie hier die Ergebnispräsentation des Gutachtens „Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees“.

Wichtiges zum Copyright: Alle verwendeten Daten, Diagramme und Bilder sind Eigentum der BGD ECOSAX GmbH. Nutzung nur mit ausdrücklicher Genehmigung möglich.

 

Aufgrund der aktuellen Situation wurde innerhalb der Firma BGD ECOSAX GmbH ein Dienstreiseverbot ausgesprochen. Dementsprechend konnte die Videoaufzeichnung der Ergebnispräsentation nicht wie geplant stattfinden. Alternativ hat die Firma BGD ECOSAX GmbH in einer Pressemitteilung die Ergebnisse des Gutachtens zusammenfasst und mögliche Maßnahmen benannt.

Sobald es die Rahmenbedingungen wieder zulassen, wird die öffentliche Ergebnispräsentation nachgeholt, sodass interessierte Bürger ihre Fragen an die Experten richten können.

 

Pressemitteilung der Firma BGD ECOSAX GmbH

Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

Durch die Firmen BGD ECOSAX GmbH, DHI WASY GmbH und durch Wissenschaftler der TU Dresden ist ein umfassendes Gutachten zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussee erarbeitet worden. Hauptziel der Gutachter war es, herauszufinden, welche Ursachen den drastischen Rückgang des Wasserspiegels im Straussee bewirkt haben. Zwischen 2013 und 2018 ist der Pegel um ca. einen Meter auf 64,60 mNN gesunken.

Die Ingenieure und Wissenschaftler sprechen von „einer Überlagerung mehrerer Einflussfaktoren“:

  • Hauptursache sind die Abnahme des Niederschlags (insbesondere des Winterniederschlags) sowie die Zunahme der Sommertemperaturen (erhöhte Verdunstung im Gebiet des Straussee)
  • Weitere Ursachen sind Grundwasserentnahmen und die derzeitige Landnutzung

Für Ihre Berechnungen haben die Fachexperten verfügbare Daten und Altgutachten aus dem Einzugsgebiet des Straussee recherchiert und gesichtet. Zudem sind Messwerte und Sediment- bzw. Wasserproben im Untersuchungsgebiet erhoben worden. Mit diesen Daten konnte ein umfangreiches Wasserhaushaltsmodell erstellt werden, welches die Entwicklung des Pegelstandes des Straussees zwischen 2009 und 2018 veranschaulicht.

Aus den Modellberechnungen geht hervor, dass dem Straussee zur Sicherung des Mittelwasserstandes zwischen 2012 und 2018 im Durchschnitt 14 Liter pro Sekunde fehlten.

Die Wasserexperten haben in ihrem Gutachten folgende Maßnahmen für den Zeitraum 2009 – 2018 geprüft:

  • Fremdwasserstützung durch Wasserüberleitung aus Gamegrund
  • Verringerung der Wasserentnahmen auf die durchschnittliche Rate vor dem Jahr 2014 à dadurch würde sich der Wasserstand des Straussees um ca. 20 cm erhöhen
  • Änderung der Landnutzung zur Erhöhung der Grundwasserneubildung – mehr Wiesen statt Nadelwald à zusätzliche Erhöhung des Wasserstandes um 30 cm

Eine weitere Erhöhung der Entnahmemenge um ca. 1 Mio. m³/a an der Wasserfassung Spitzmühle Ost würde im Vergleich zum Referenzzustand Ende 2018 zu einem um 0,24 m niedrigeren Wasserstand im Straussee führen.

Die vorliegenden Untersuchungen haben gezeigt, dass die beiden Wasserwerke einen Einfluss auf den Straussee haben. Die Hauptursache für die Verschärfung der Wasserstandsproblematik stellen jedoch die geänderten klimatischen Bedingungen der letzten Jahre dar. Diesen kann man nicht direkt entgegenwirken. Vielmehr muss versucht werden, die Nutzung der Ressourcen den neuen Rand- und Rahmenbedingungen anzupassen.

 

Das komplette Gutachten können Sie hier einsehen (PDF).

Sehen Sie hier die Ergebnispräsentation des Gutachtens „Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees“.

Wichtig zum Copyright: Alle verwendeten Daten, Diagramme und Bilder sind Eigentum der BGD ECOSAX GmbH. Nutzung nur mit ausdrücklicher Genehmigung möglich.

Auszug aus dem Gutachten: Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

BGD ECOSAX, DHI WASY

In weiten Bereichen Brandenburgs sind seit einigen Jahren sinkende Grundwasserstände und Seewasserspiegel zu beobachten. In besonderem Maße ist hiervon der Wasserstand des Straussees betroffen. Seit 2013 ist der Wasserstand um ca. 1 m gesunken. Im November 2018 wies er einen Wert von 64,60 mNN auf. Um die Ursachen des Wasserspiegelrückgangs im Spannungsfeld von klimatischen Veränderungen, Landnutzungen und Grundwasserentnahmen zu untersuchen, wurde die BGD ECOSAX gemeinsam mit der DHI WASY GmbH und der TU Dresden im Dezember 2018 mit einem Hydrogeologischen Gutachten beauftragt. Das Ziel war die Erarbeitung eines gekoppelten Wasserhaushalts- und Grundwassermodells, um die Größen der einzelnen Bilanzglieder des Gebietswasserhaushalts zu quantifizieren und deren individuellen Einfluss zu bewerten. Im Ergebnis sollten Maßnahmen zur Stabilisierung des Landschaftswasser-haushaltes im Einzugsgebiet des Straussees abgeleitet und deren Wirkung modell-technisch bewertet werden.

Hierfür wurde in einem ersten Schritt die notwendige Datenbasis für die Modellerstellung geschaffen. Dies bedeutete, dass alle verfügbaren Daten und Altgutachten für das Einzugsgebiet des Straussees recherchiert und beschafft wurden. Die wesentlichen Daten und Unterlagen wurden von der Stadt Strausberg, dem LfU, dem LBGR, dem WSE sowie dem DWD zur Verfügung gestellt. Parallel hierzu wurden eigene Messwerte zu Grundwasserständen und Abflüssen sowie Sediment- beziehungsweise Wasserproben im Untersuchungsgebiet erhoben.

Auf dieser Datenbasis konnte im Anschluss das Gesamtmodell unter Nutzung des integrierten Modellsystem MIKE SHE aufgebaut werden. MIKE SHE ist ein rasterbasiertes Wasserhaushaltsmodell, das alle Kompartimente des Wasserkreislaufs physikalisch berechnen kann. Das Gesamtmodell wurde für den Zeitraum 2009 – 2018 kalibriert. Hierdurch konnte sichergestellt werden, dass sowohl die Periode mittlerer Seewasserstände als auch die Periode der sinkenden Seewasserstände modelltechnisch erfasst und ausgewertet werden konnte.

Die Auswertung der Wasserbilanz zeigt, dass der sinkende Strausseewasserstand das Ergebnis einer Überlagerung mehrerer Einflussfaktoren ist.

Die Abnahme der Niederschläge, insbesondere der Winterniederschläge und die Zunahme der Sommertemperaturen, die zu einer erhöhten Verdunstung führen, konnten als wesentlicher Grund für sinkende Grund- und Seewasserstände identifiziert werden. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Grundwasserentnahmen sowie die vorherrschende Landnutzung (Kiefernwälder) im Einzugsgebiet des Straussees. Außerdem zeigen die Modellergebnisse, dass die Erhöhung der Grundwasserentnahme an der Wasserfassung Spitzmühle seit dem Jahr 2014 ca. 1/5 des derzeitigen Wasserstandsdefizits im Straussee unter den aktuellen klimatischen Bedingungen ausmacht.

Sowohl mit dem Modell als auch anhand der durch die TU Dresden durchgeführten Isotopenanalysen konnte jedoch gezeigt werden, dass die Wasserfassungen Spitzmühle und Strausberg nicht direkt das Wasser aus dem Straussee fördern. Der Anstrom zu den Wasserfassungen erfolgt aus nördlicher beziehungsweise nordöstlicher Richtung. Die Grundwasserentnahmen beeinflussen jedoch das Grundwassergefälle und haben dadurch indirekt Auswirkungen auf den Seewasserstand. Die Isotopenuntersuchung hat außerdem gezeigt, dass der Straussee als auch sein nördliches Einzugsgebiet sehr stark von Verdunstung geprägt sind. Aus diesem Grund wirken sich die klimatischen Faktoren stärker auf die Zuflüsse und die Wasserfläche des Straussees aus. Im Mittel betrug das Wasserdefizit im Straussee ca. 14 l/s im Zeitraum 2012-2018. Der Bötzsee weist diesen Effekt nicht auf. Ursache hierfür ist der tiefer eingeschnittene Gamegrund und die dadurch bessere hydraulische Anbindung an den Grundwasserleiter.

Um dem Wasserdefizit im Straussee zu begegnen, wurden verschiedene Maßnahmen abgeleitet und modelltechnisch überprüft.

Fremdwasserstützung:

Es hat sich gezeigt, dass im Gamegrund gerade in Winterhalbjahr ein Wasserüberschuss vorhanden ist. Um den Wasserstand des Straussees zu stützen, könnte die fehlende Wassermenge theoretisch übergeleitet werden. Hierfür wäre eine ca. 2,5 km lange Druckleitung notwendig. Perspektivisch wird aber auch hier der Abfluss klimatisch bedingt weiter zurückgehen. Die Gewässer im Unterlauf haben auch jetzt schon massiv mit Niedrigwasserproblemen zu kämpfen. Eine Überleitung in den Straussee würde diese Problematik verschärfen. Zudem sind die baulichen Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahme zu berücksichtigen.

Verringerung der Wasserentnahmen:

Mit dem Modell konnte nachgewiesen werden, dass eine Reduzierung der Wasserentnahmen an der Wasserfassung Spitzmühle auf die durchschnittliche Entnahmerate vor dem Jahr 2014 zu einem um ca. 20 cm höheren Wasserstand im Straussee geführt hätte. Jedoch würde diese Maßnahme nicht den Wasserspiegelrückgang insgesamt aufhalten können. Ein sparsamerer Umgang mit dem Trinkwasser – vor allem in den Sommermonaten – empfiehlt sich auf jeden Fall.

Änderung der Landnutzung:

Die aktuelle Landnutzung im Einzugsgebiet des Straussees weist einen hohen Anteil an Nadelwäldern, insbesondere Kiefernwäldern auf. Dies führt aufgrund hoher Transpirationsraten zu stark verringerten Grundwasserneubildungsmengen. Um das maximale Potential einer veränderten Landnutzung zu ermitteln, wurde ein Szenario mit der Annahme von Wiesen anstatt von Nadelwäldern für den Betrachtungszeitraum berechnet. Im Ergebnis würde der Strausseewasserstand in Folge der höheren Grundwasserneubildung im Einzugsgebiet ca. 30 cm über dem heutigen Niveau liegen.

Ergänzend zur Prüfung von Wasserstandsstabilisierungsmaßnahmen wurde untersucht, welche Auswirkungen eine weitere Erhöhung der Fördermengen hätte. Hierfür wurde eine Mehrmenge von 1,022 Mio m³/a gleichverteilt auf die aktiven Brunnen der Wasserfassung Spitzmühle über den Zeitraum 2009 – 2018 angesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass es in den Jahren mit mittleren und hohen Grundwasserneubildungsraten (bis 2012) kaum Auswirkungen auf den Strausseewasserstand gäbe. Mit dem Beginn der Periode geringerer Niederschläge fällt der Wasserstand im Straussee gegenüber dem Referenzzustand jedoch stärker ab. Für den November 2018 weist das Modell unter Berücksichtigung der höheren Entnahmemengen einen um 0,24 m niedrigeren Strausseewasserstand aus.

Im Ergebnis der vorliegenden Untersuchungen muss festgestellt werden, dass die beiden Wasserwerke durch Entnahmen östlich und westlich des Sees starken Einfluss auf das Grundwassergefälle und somit die Grundwasserzu- und abflüsse zum Straussee haben. Die Hauptursache für die Verschärfung der Wasserstandsproblematik stellen jedoch die geänderten klimatischen Bedingungen der letzten Jahre dar. Diesen kann man nicht direkt entgegenwirken. Vielmehr muss versucht werden, die Nutzung der Ressourcen den neuen Rand- und Rahmenbedingungen anzupassen.

 

Fragen und Antworten zum Gutachten:

1. Die Bearbeitung des Gutachtens erfolgte mit einer Programm-Software (MIKE-SHE), die für zentrale Fragestellungen nicht geeignet ist. Der Aufbau eines komplexen Untergrundmodelles inkl. der geohydraulischen Wechselwirkungen zwischen den mächtigen quartären Grundwasserleitern und der Kopplung des Sees daran ist mit einem (Boden-) Wasserhaushaltsmodell nicht optimal lösbar, dafür wäre ein Grundwassermodell (Feflow, Modflow) erheblich geeigneter. Im Bericht wird keine Begründung zur Wahl von MIKE-SHE gegeben, so dass das Werkzeug per se als nicht an die Fragestellung angepasstes Modell bewertet wird. Wie beurteilen Sie das?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die DHI WASY ist einer der Marktführer in Bezug auf die Entwicklung von Software zur Abbildung von Wasserströmungsprozessen. Je nach Fragestellung bietet DHI WASY verschiedene Softwarelösungen zur Abbildung der relevanten Strömungsprozesse (Niederschlag-Abfluss, Oberflächenwassser, Grundwasser). Sowohl MIKE-SHE als auch FEFLOW sind Produkte der DHI WASY. Während der Fokus bei FEFLOW auf der Abbildung der Grundwasserströmung liegt, kann mit MIKE-SHE der gesamte Wasserhaushalt adäquat abgebildet werden. Zur Lösung der Grundwasserströmungsprozesse greift MIKE-SHE auf MODFLOW zurück. MIKE-SHE ist die ideale Softwarelösung zur hier zu bearbeitenden Fragestellung.

 

2. Die Ermittlung Grundwasserneubildung erfolgte über ein Modell, die Ermittlung des Grundwasserdargebotes konnte aufgrund fehlender Daten gar nicht erfolgen. Welche Ist-Daten wären erforderlich und in wessen Verantwortung liegt die Bereitstellung dieser
Daten?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Grundwasserneubildung kann messtechnisch nur mit Lysimetern bestimmt werden. Diese liefern jedoch nur eine punktuelle Information zur Grundwasserneubildung. Aus diesem Grund ist es allgemeiner Stand der Technik, Modelle zur Bestimmung der
Grundwasserneubildung zu verwenden. Das mittlere Grundwasserdargebot kann mit den vorliegenden Modellen und langjährigen Niederschlagsganglinien ermittelt werden. Relevant ist jedoch die zukünftige Dargebotsentwicklung. Hierfür wären Annahmen zu
treffen, welche zum Beispiel mit den Behörden abzustimmen wären. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Klimaprojektion.

 

3. Insgesamt werden z.T. dramatische Rückgänge der Grundwasserstände im GWLK 2 festgestellt (vgl. S. 32). Bedeutet das einen entsprechenden Rückgang auch im Grundwasserdargebot? Wie wird vor diesem Hintergrund die Konformität der aktuellen
Grundwasserentnahmen mit dem geltenden Wasserrecht (u.a. WRRL) in den beiden Strausberger Wasserwerken des WSE gesehen?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Der Rückgang der Grundwasserstände zeigt, dass die Grundwasserneubildung der letzten Jahre geringer war als die Zehrung im Betrachtungsgebiet. Bei einer ausgeglichenen Wasserbilanz würden die Grundwasserstände konstant bleiben. Der WSE verfügt über eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwasserentnahme. Diese wurde auf der Basis mittlerer Grundwasserneubildungsverhältnisse erteilt und entspricht der allgemein üblichen Vorgehensweise.

4. „Es existieren mehrere Hinweise, dass die GWLK 1 und 2 in Kontakt stehen“ (Kap. 2.4.5, vgl. S. 35). Bitte nehmen Sie eine gutachterliche Bewertung der unterschiedlichen Hinweise vor. Was bedeutet es für die Fassung Spitzmühle, dass direkt westlich vom
See an der Altbohrung aus 1971 (quasi) kein GW-Geringleiter erbohrt wurde?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Dies bedeutet, dass die Grundwasserleiterkomplexe und das Oberflächengewässer in diesem Bereich (Fängersee) hydraulisch miteinander gekoppelt sind.

 

5. In welchem konkreten Umfang wurde beim Bilanzfaktor „Grundwasserabstrom“ (vgl. S. 97 Abb. 4-9) die Grundwasserentnahme berücksichtigt? Handelt es sich bei der Ermittlung dieses Faktors ausschließlich um den Abstrom im GWLK 2?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Es handelt sich um den unterirdischen Abstrom aus dem Straussee (GWLK 1 und GWLK 2). Die Grundwasserentnahmen sind indirekt in diesem Bilanzglied enthalten, auch wenn es keine direkten Entnahmen aus dem Straussee gibt.

 

6. Ist es korrekt, dass gem. Abb. 4-14 (Seite 101) der Wasserspiegel im Straussee OHNE jegliche Grundwasserförderung um 50 cm höher wäre? Insofern sind die zusammengefassten Aussagen, in den lediglich von 20 cm Einfluss der Grundwasserentnahme irreführend, da sich dieser Wert lediglich auf die ERHÖHUNG der Grundwasserentnahme im Bereichtszeitraum 2012¬2018 bezieht. (Bei den anderen Einflussfaktoren wurde augenscheinlich auch nicht die Veränderung der Werte im Berichtszeitraum, sondern jeweils deren absolute Höhe betrachtet.) Demnach hat die Grundwasserförderung insgesamt einen Einfluss von ca. 50% auf den Pegelrückgang des Straussees von ca. 1 m (seit 2013). Können Sie das so bestätigen?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Es ist korrekt, dass der Strausseewasserstand ohne Grundwasserförderungen im Einzugsgebiet höher wäre. Die ausgewiesenen 20 cm beziehen sich nur auf den Einfluss der Erhöhung der Entnahmemengen im WW Spitzmühle seit 2014.

 

7. In beiden Strausberger Wasserwerken erfolgt eine Grundwasserentnahme von ca. 5,1 Mio. m³ jährlich (was zu einem Absinken des Pegels von ca. 50 cm geführt hat). Auf Seite 119 wird der Einfluss einer (vom WSE beantragten) Mehrförderung von ca. 1 Mio. m³ jährlich mit 24 cm beziffert. Heißt das 24 cm jährlich? Warum korrelieren die Werte der Pegelauswirkungen Gesamtförderung: Mehrförderung nicht? Woran liegt das? (Überlegung: Wenn 1 Mio. m³ Förderung 24 cm ausmachen, dann müssten doch 5 Mio.
m³ Förderung ca. 120 cm ausmachen, aus der reinen Verhältnisrechnung)

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Grundwasserabsenkung stellt keinen linearen Prozess dar. Diese ist vielmehr von einer Vielzahl von Randbedingungen abhängig. Auch in der Vergangenheit wurden schon einmal größere Grundwassermengen gefördert, ohne dass es zu negativen Auswirkungen auf die Grundwasserstände kam. Derzeit fallen jedoch hohe Entnahmemengen und geringe Niederschläge zusammen und führen in Summe zu geringeren Wasserständen.

 

8. Das dramatische Wasserdefizit im Jahr 2018 betrug ca. 614.000 m3 (vgl. S. 107). Das entspricht einem Wasserverlust von knapp 5% des Straussees. Das heißt, würden 20 weitere Jahre wie 2018 folgen, wäre der Straussee dann leer…?

Frage: Warum enthält das Gutachten weder einen Rückblick auf das Jahr 2019, noch eine Prognose der Pegelentwicklung für die Folgejahre? Auch hier könnten doch verschiedene Szenarien (insb. auch der Entwicklung von Niederschlägen und Verdunstung) berechnet werden. Aktuell (per 15.04.20) liegt der Pegelstand des Straussees bereits schon wieder 20 cm unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Wo geht die Reise hin? Es interessiert die Strausberger Bevölkerung sehr, was passiert, wenn (weiter) nichts passiert…

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Im Gutachten konnten alle Messwerte bis Ende 2018 berücksichtigt werden. Anschließend erfolgte die Bearbeitung. Das Ziel des Gutachtens war die Identifizierung der einzelnen Bilanzglieder und deren Bewertung in Bezug auf den Gebietswasserhaushalt. Mit dem erarbeiteten Modell könnten aber auch Zukunftsszenarien berechnet werden. Dies war jedoch nicht teil der Aufgabenstellung.
Ein komplettes Trockenfallen des Straussees kann aufgrund der Tiefe und Kopplung an den Gebietswasserhaushalt ausgeschlossen werden.

 

9. Als Maßnahme wird im Gutachten u.a. eine „Änderung der Landnutzung“ Kiefernforst zu Wiese beschrieben (vgl. S. 115 ff). Das ist eine absolut unrealistische Betrachtung, da eine Komplettabholzung politisch und ökonomisch unsinnig ist. Daher ist sie praktisch
wenig hilfreich. Hilfreich wäre jedoch ggf. eine Betrachtung des (bereits stattfindenden) ökologischen Waldumbaus und dessen Auswirkungen auf die Entwicklung der Grundwasserbestände und damit auf den Pegelstand des Straussees. Das Gutachten
muss zur Erfüllung der Fragestellung diese Maßnahme untersuchen, in Brandenburg ab es dazu bereits – Ihnen sicher bekannte – veröffentlichte Studien.

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die betrachtete Variante zeigt die Spannbreite und stellt die Best-Case-Variante dar. Eine Betrachtung des ökologischen Waldumbaus war nicht Teil des Auftrags. Betrachtungen hierzu sind mit dem Modell aber grundsätzlich möglich.

 

10. Als eine weitere (leider im Gutachten nicht genannte) Maßnahme käme auch eine sog. „Wasserstandsaufhöhung“ aus einem im bedeckten Grundwasserleiter ausgebauten Brunnen ohne hydraulischen Kontakt zum Strausseee mit direkter Einleitung in den
Straussee (insbesondere in Jahreszeiten mit einer ausreichenden Grundwasserneubildung) in Frage. Wie bewertet Sie eine solche Lösungsvariante, die auch im benachbarten M-V bereits erwogen wurde (s. beigefügter Sonderdruck aus der Fachzeitschrift „Wasser & Abfall“ aus dem Jahr 2013 für die Penkuner Schloßseenkette)?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Diese Variante ist am Straussee nicht umsetzbar, da der bedeckte Grundwasserleiter schon genutzt wird. Diese Nutzungen sind behördlich genehmigt. Durch diese Nutzung wird das vorhandene Dargebot bereits ausgeschöpft. Eine zusätzliche Nutzung würde
die Problematik der Wasserknappheit an den umliegenden Gewässern weiter verschärfen.

 

11. Trotz gegebener Hinweise findet im Gutachten das Thema der Grundwasserentnahme im Tagebau Rüdersdorf (immerhin 12 Mio. m3 jährlich) und dessen Einleitung in den Stienitzsee/Kalksee keine Erwähnung. Ggf. wäre dieses Grundwasser für die Auffüllung
des Straussees bzw. dessen teilweise Einleitung als Trinkwasser im Wasserwerk Eggersdorf am Stienitzsee (zur Entlastung der beiden Strausberger Wasserwerke) geeignet. Wurden diese Möglichkeiten untersucht?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Diese Möglichkeit wurde nicht untersucht. Grundsätzlich sind jedoch alle Maßnahmen geeignet, die zu einem ausgeglichenen Gebietswasserhaushalt führen. In Bezug auf den Tagebau Rüdersdorf müssten die Rand- und Rahmenbedingungen zunächst untersucht und bewertet werden.

12. Es wird davon ausgegangen, dass der Stadt Strausberg -als Auftraggeberin- neben den Ergebnissen des Wasserhaushaltsmodells auch das Modell-Programm selbst (nebst Einweisung in die Handhabung für ggf. eigene weitere Berechnungen in der Folgezeit)
zur Verfügung gestellt wird. Können Sie das bestätigen? (vgl. letzter Satz S.121: „Das vorliegende Wasserhaushaltsmodell steht für die Klärung weiterer Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Gebietswasserhaushalt zur Verfügung.“)

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Bedienung und Auswertung eines komplexen Wasserhaushaltsmodells erfordert grundsätzlich langjährige Erfahrung mit komplexen numerischen Modellsystemen, da es sonst schnell zu Fehlinterpretationen kommen kann. Zur Sicherstellung der
Aussagequalität ist das Modell selbst Eigentum von BGD ECOSAX/ DHI WASY und unsere Experten stehen für weitere Modellanwendungen gerne zur Verfügung. Die Stadt Strausberg kann die Modellergebnisse nutzen. Durch den Auftragnehmer können zusätzliche Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Beauftragung.

 

„Darüber hinaus existieren laut den Daten des Landkreis Märkisch Oderland im Einzugsgebiet 72 Brunnen, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Die meisten genehmigten Fördermen- gen sind aber vergleichsweise gering, so dass sie nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Von den 72 Brunnen liegt für 57 eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Förderung von weniger als 1.000 m3/Jahr vor. An 12 Standorten dürfen 1.000 – 10.000 m3/a gefördert werden und nur für 3 Standorte wurden Fördermengen von mehr als 10.000 m3/d genehmigt. Diese befinden sich alle nordwestlich des Fängersees. Das geförderte Wasser wird zur Bewässerung von Obst- und Gemüsekulturen verwendet.“

13. Werden die entnommenen Wassermengen überprüft und müssen für die entnommenen Wassermengen Gebühren gezahlt werden? Bei mir entsteht der Eindruck, dass die Brunnennutzer sich keine Gedanken über die Verbrauchsmenge machen (müssen).

Antwort Stadt Strausberg:

 

14. Werden Überlegungen angestellt, die Gebühren für den Gartenwasserverbrauch anzuheben? Der aktuelle Preis für den Kubikmeter Gartenwasser erscheint sehr gering und veranlasst ganz offensichtlich nicht zum Sparen.

Antwort Stadt Strausberg:

 

15. Weiterhin würde mich interessieren, ob es eine Option sein könnte, das im Rüdersdorfer Kalkbergwerk abgepumpte saubere Grundwasser zum Straussee zu leiten.

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Siehe Antwort auf Frage 12

Wasserpegel Straussee

Der schwankende Wasserpegel des Straussees ist in der Bevölkerung immer wieder Thema.

In diesem Zusammenhang finden Sie hier Der Link öffnet sich in einem neuen Tab. weitere Informationen.