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Aktuelles

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Innovationspreis ausgelobt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg hat jetzt den Brandenburger Innovationspreis 2023 ausgelobt. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind aufgefordert, sich mit Projekten insbesondere aus den Betreichen Metall, Ernährungswirtschaft sowie Chemiezu bewerben. Dies kann kostenlos online erfolgen. Der Bewerbungszeitraum läuft bis zum 3. April 2023, 12 Uhr. Mehr Informationen gibt es hier.

„Ausgrabung“ im Museumsfundus   

Hat das Stadtmuseum Strausberg illegale Bestände aus Müncheberg oder nicht? Antwort auf die kürzlich in einem Zeitungsbeitrag gestellte Frage gab es am 5. Februar bei einer Veranstaltung in der Strausberger Einrichtung. Mike Hille, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger aus Buchholz, hielt dort einen Vortrag über seine mehrjährige Recherchearbeit im ur- und frühgeschichtlichen Fundus des Hauses. Der Nachmittag war komplett ausgebucht und das Interesse noch weit größer, so dass es noch eine weitere Auflage geben wird.

Seit 2012 ist der Buchholzer denkmalpflegerisch tätig. Ein Spaziergang in der Nähe des Dorfs hatte seine historische Neugier geweckt. Auf einem Feld entdeckte er Scherben, die aus der Eisenzeit stammten, wie sich bei Erkundigungen herausstellte. Sie gehörten zu einem Gräberfeld, das mehrere hundert Jahre benutzt worden war. Hilles Interesse blieb. Er absolvierte einen zweijährigen Lehrgang, konnte fortan als Bodendenkmalpfleger wirken.

Vom Regionalhistoriker Rolf Barthel bekam Hille ein Buch dann über Oberbarnimer Funde geschenkt. Er las darin, dass es auch bei Gielsdorf ein Gräberfeld gegeben hatte. Und auch, dass Funde im Strausberger Museum zu sehen seien. Also wollte er sie in Augenschein nehmen. 2017 schaute er sich dort um. Fand einiges in Vitrinen und bekam die Auskunft, dass noch viel mehr im Keller lagere. Einiges nicht sonderlich gut verstaut, wie er feststellte. Er bot sich an, die Stücke gemeinsam zu sichten.

Zufall kommt bei Recherchen zu Hilfe

Rund zwei Jahre folgten, in denen mit Unterstützung der Museumsleitung und Mitarbeiter alles herausgeholt, fotografiert, vermessen, beschrieben  und katalogisiert wurde. Unter anderem Funde aus der Bramer Siedlung – dem heutigen Ortsteil Schillerhöhe. Manches fand sich in alten Dokumenten, anderes passte nicht, war zum Teil doppelt nummeriert oder mit Fundorten oder gar Beschreibungen deklariert, die nicht stimmen konnten.

Mike Hille mit Katalog-Kopie vor VitrinenAls exemplarische Beispiele stellte er eine slawische Schale und eine bronzene Scheibenkopfnadel vor, erstere aus dem Raum Lebus, die Nadel aus Buckow.  Dass deren Herkunft nun geklärt ist, ist einem Zufall zu verdanken. Denn bei einem Besuch im Oderland-Museum in Bad Freienwalde bei Reinhard Schmook fiel Hille dort auf dem Tisch ein alter Katalog des einstigen Lebuser Kreismuseums in Müncheberg ins Auge. Der war wie zwei andere Kataloge zuvor in einer alten Truhe verstaut, die der Müncheberger Heimatkundler Klaus Stieger 1998 vom Museum Viadrina erhalten hatte – für eine neue Sammlung in seinem Ort. Nach Stiegers Tod wurde sie dem Museum in Bad Freienwalde vermacht.

Manche Stücke stammen aus einstigem Museum in Müncheberg

Mit Hilfe dieser Aufzeichnungen ließ sich ein Teil der Strausberger Stücke dem Lebuser Museum in Müncheberg zuordnen. Das Haus in der früheren Brennerei des Gutshofes vor den Stadttoren war in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs zerstört worden, wurde später dem Erdboden gleichgemacht. Wahrscheinlich hätten Privatleute die Stücke nach Strausberg gebracht, weil es dort noch Räume dafür gab, vermutet Hille. Ende der 1950er-Jahre habe es eine Aufforderung an den Strausberg Museumsdirektor gegeben, das Inventar nach Frankfurt (Oder) ins Bezirksmuseum zu bringen, doch das war nicht passiert. Da Mitte der 1960er im damaligen Kreisheimatmuseum auch Inventarbücher für ungültig erklärt und unübersichtlich und fehlerhaft neu angelegt wurden, gab es zunächst Spekulationen, dass hier illegales Tun verschleiert werden sollte.

Doch inzwischen ist auch ein offizieller Leihvertrag für die Stücke aus Müncheberg gefunden worden. „Darin ist verankert, dass sie so lange in Strausberg verbleiben sollen, bis es in Müncheberg ein neues Museum gibt“, erklärt die neue Strausberger Museumsleiterin Juliane Günther-Szudra. Hille beurteilte jedenfalls positiv, dass Fundstücke aus der Region in der Region für die Öffentlichkeit zugänglich blieben. „Vieles liegt vielleicht noch irgendwo in Kisten, die bislang noch gar nicht geöffnet wurden“, kann er sich vorstellen. Eine Handvoll Mitglieder aus dem Müncheberger Heimatverein, die Hilles Vortrag beiwohnten, gab bei der Gelegenheit zu Protokoll, von Stieger nicht in etwaige Vermutungen eingeweiht gewesen zu sein.

Weitere Veranstaltung am 17. Februar um 17 Uhr

Hille sprach auch von einem „Zwischenstand“. Er hat 2022 den alten Katalog mit fast 1000 Einträgen aus altdeutscher Kurrent-Schrift in Latein übersetzt, recherchiert, was noch vorhanden ist und Fundorte verifiziert. Sein Urteil: Das Museum in Müncheberg besaß eine bedeutende vorgeschichtliche Sammlung, die fachmännisch betreut und beispielhaft geführt wurde. Er hält zudem eine Grabung am früheren Standort für sinnvoll, weil dort noch einiges an Artefakten verborgen sein dürfte.

Am 17. Februar um 17 Uhr will er seine Ausführungen für alle wiederholen, die bei der Erstauflage keine Plätze mehr bekommen hatten. Eine ganze Reihe von Anmeldungen gibt es schon. Weitere sind aber noch möglich. Eintritt: zwei Euro.

Kontakt: Tel. 03341 23655; E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Lichtproblem am Anetteplatz

Mehrere Meldungen über einen Ausfall der Beleuchtung am Fußweg zwischen der Heinrich-Dorrenbach- und der Rudolf-Egelhofer-Straße, der am Anetteplatz entlang führt, sind in den vergangenen Tagen bei der Stadtverwaltung eingegangen. Wie der Fachbereich Technische Dienste mitteilte, ist die Störung bekannt. Ursache ist ein Kabelschaden. Der ist inzwischen auch lokalisiert, kann aber momentan nicht behoben werden. Sobald es die Witterung erlaubt, soll indes zeitnah die Reparatur erfolgen.

Einen kleinen Schritt weiter ist man bei der Störung im Bereich Landhausstraße/Gustav-Kurtze-Promenade (Siedlung WBG Aufbau). Auch dort ist ein Kabelschaden die Ursache für Ausfälle gewesen. Übergangsweise sind Leuchten umgeklemmt worden, heißt es vom Fachbereich. Die Wartungsfirma sei weiterhin bei der Suche nach der schadhaften Stelle an der Leitung.

Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, von weiteren Anrufen zu den betroffenen Bereichen abzusehen und noch etwas Geduld zu haben.

An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis, dass bei Störungen an der Straßenbeleuchtung nicht die Stadtwerke kontaktiert werden sollen, sondern die Meldung direkt über das auf der Internetseite der Stadt bei Bauen und Gewerbe/Straßenbeleuchtung verlinkte online-Portal möglich ist. Die Information landet so direkt bei der beauftragten Wartungsfirma.

Regionalwettbewerb von Jugend forscht

Am 28. Februar wird in Neuenhagen der diesjährige Regionalwettbewerb Brandenburg Ost „Jugend forscht und Schüler experimentieren“ ausgetragen.  Zum Stichtag Ende Januar waren 58 Projekte bei der Jury eingegangen. 82 Teilnehmenden aus 22 Schulen und Institutionen treten unter dem Motto  „Mach Ideen groß!“ an.

 

Ausrichter ist der regionale Energiedienstleister EWE. Seit 2001 ist EWE Patenunternehmen für den Regionalwettbewerb.  Wer es eine Runde weiter schafft, darf am 29. und 30. April beim Landeswettbewerbin Schwarzheide teilnehmen. Dort qualifizieren sich die Besten für das 58. Bundesfinale Mitte Mai. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise vergeben.

Plakat 2023

Auch in diesem Jahr gibt es eine große Bandbreite an spannenden und innovativen Projekten ausden Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Eine Schülerin präsentiert eine vegane Seife mit regionalen Zutaten, ein Schüler stellt Einsparpotentiale von Pflanzendünger vor. Wieder andere widmen sich der Frage, ob wir ohne Bienen (über)leben können oder wie die Luftqualität in einem Auto ist.

Auch Energiethemen werden behandelt

„Ins Rennen gehen auch wieder einige Projekte, die sich mit Energiethemen beschäftigten“, freut sich Brigitte Jeschke, EWE-Projektleiterin und Jugend forscht-Patenbeauftragte. „So untersuchten Schüler beispielsweise, wie eine Schule mit Solarenergie autark wird oder wie eine private Solaranlage effizient genutzt werden kann.“ Sie ist begeistert von den zahlreichen Projekteinreichungen. Sie zeigen, dass eine Präsenzveranstaltung nach den herausfordernden digitalen Wettbewerbsjahren der Corona-Zeit eine andere Qualität hat. „Die Kinder und die Jugendlichen erkennen scheinbar auch wieder, dass eine gute naturwissenschaftliche Bildung bei zunehmender Digitalisierung von entscheidender Bedeutung für Ausbildung und Beruf ist“,so Brigitte Jeschke. Durch Wettbewerbe wie Jugend forscht könnten Schülerinnen und Schüler wichtige Kenntnisse und Kompetenzen im MINT-Bereich erwerben, vertiefen und praxisnah anwenden.

 

Der Regionalwettbewerb findet in der Gartenstadthalle Neuenhagen statt. Anschließend gibt es eine Festveranstaltung im benachbarten Einstein-Gymnasium mit Auszeichnung der Teilnehmenden.  Wettbewerbsleiter Dr. Hendrik Stiemer freut sich, die Forschenden wieder persönlich zusammenzubringen. Schließlich zeichne sich Jugend forscht auch durch persönliches Netzwerken und den Blick über den Tellerrand aus.

Mehr Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.jugend-forscht.de.

STIC baut neues Haus

Die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland hatte vor wenigen Tagen zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang im Konferenzsaal des STIC in Strausberg eingeladen. Unter den etwa 60 Gästen waren Landrat Gernot Schmidt, Beigeordnete, Vertreter des Kreistages, Bürgermeister/innen, Vertreter der IHK und der Handwerkskammer, der Sparkasse, der Arbeitsagentur, des Jobcenters sowie Mieter aus dem STIC.

STIC-Geschäftsführer Andreas Jonas zog Bilanz der Arbeit der kreiseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft und gab einen Ausblick für das laufende Jahr. „Derzeit beschäftigt die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund der weiteren positiven Entwicklung der neu strukturierten vier Geschäftsfelder der STIC wird diese Anzahl weiter wachsen“, blickte er voraus.

Nach seiner Aussage war 2022 ein gutes Jahr für die Wirtschaftsförderung im Landkreis. „Das Gründerhaus TP 6 ist weiterhin konstant zu fast 100 Prozent ausgelastet. Die CoWorking Standorte in der Alten Schule Letschin und dem Alten Finanzamt Bad Freienwalde sind ebenfalls an der Kapazitätsgrenze“, zeigte sich Jonas erfreut. 

Mitte des Jahres soll der Abriss der alten Kantine auf dem STIC-Gelände abgeschlossen sein. Danach wird der Landkreis ein neues Gebäude errichten. 11,25 Millionen Euro sind für diesen Neubau vorgesehen. Ein noch größeres Bauprojekt am Standort Strausberg ist das Innovations- und Bildungszentrum Luftfahrt mit geplanten Baukosten von ca. 30  Millionen Euro am Flugplatz.   
„Hier am Verkehrslandeplatz Strausberg gibt es optimale und für Brandenburg einmalige Bedingungen, um ein innovatives Cluster im Bereich des klimafreundlichen Luftfahrzeugbaus voranzutreiben. Dieses Innovationszentrum wird diese Entwicklung noch beschleunigen“, ist Jonas überzeugt.

Unterstützung für Gründer

Aber auch aus den projektbasierten Kerngeschäftsfeldern der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft – Existenzgründung, Unternehmensnachfolge, Fachkräfte, Gewerbeflächen, Klimaschutz, Energie und Innovation – gab es gute Nachrichten. So konnten seit 2004 rund 3600 Gründungen durch die im Jahr 2022 beendeten Projekte young companies und Lotsendienst gefördert werden. Mit dem Aufbau des 1A Gründungszentrums unterstützt das STIC auch weiterhin Gründungsvorhaben, besonders auf den Gebieten Innovation, ökologische Nachhaltigkeit und dem Sozialbereich. 

Im Anschluss gab Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes, einen Überblick zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung des Landkreises. Auch hier setzt sich nach der Stagnation während der Pandemiezeit der positive Trend der letzten Jahre fort. „Es freut mich, dass wir in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 unseren 200.000. Einwohner im Landkreis begrüßen durften. Wir werden auch weiterhin Maßnahmen voranbringen, um diese positive Entwicklung fortzuschreiben und den gesamten Landkreis gleichwertig entwickeln“, äußerte Schinkel. Dazu gehören Investition in die Schulinfrastruktur beispielsweise in Strausberg, Hoppegarten und Altlandsberg und der Ausbau von Kreisstraßen, des Feuerwehrtechnischen Zentrums oder der Verwaltung selbst. Ein weiteres prioritäres Vorhaben ist es, den von Bund und Ländern geförderten Breitbandausbau bis 2025 erfolgreich fortzusetzen.

Schlüsselvorhaben Ostbahn

Chancen ergeben sich auch aus dem vom Landeskabinett am 29. November 2022 bestätigten Schlüsselvorhaben „Entwicklungskorridor Ostbahn“ der Regionalentwicklungsstrategie des Landes. „Zusammen mit den Projektpartnern,  Amtsdirektoren und Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern wird diese regionale und international zunehmend bedeutende überregionale Ost-West-Verbindung 13 prioritäre Entwicklungsimpulse in der Fläche des Landkreises setzen“ so Schinkel. Er machte auf die Folgen der demografischen Entwicklung aufmerksam, die sich jetzt schon in einem Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel in fast allen Branchen bemerkbar macht. Im Landkreis nimmt seit einigen Jahren der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung ab. Dieser Prozess wird sich bis zum Ende des Jahrzehnts noch beschleunigen. Fachkräfteeinwanderung, Digitalisierung, Qualifizierung sind die Stichworte, mit denen sich Politik, aber auch jedes einzelne Unternehmen befassen muss. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis wird mit der Ausbildungsmesse „career compass“ am  5. und 6. Mai 2023 in der Giebelseehalle in Petershagen/Eggersdorf oder mit dem „BOCK“, einer Broschüre, die Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten aufzeigt, im Landkreis eine interessante Ausbildung zu beginnen, die Märkisch-Oderländer Unternehmen unterstützen. 

Abschließend kam es noch zu einer besonderen Würdigung. Zur Anerkennung des zehnjährigen ehrenamtlichen Engagements im Regionalausschuss der IHK Ostbrandenburg überreichte der Leiter des Regionalcenters Berliner Umland, Dr. Thomas Kühne, Andreas Jonas die Silberne Ehrennadel.

Neujahrsempfang bim Stic

Infoabend zum Wolf

„Der Wolf im Naturpark“ ist der Titel einer Informationsveranstaltung der Naturparkverwaltung am 16. Februar  ab 17 Uhr im Schweizer Haus in Buckow, Lindenstraße 33. Sie ist für Tierhalter und interessierte Bürger*Innen gedacht. Zu Beginn wird  Schäfermeister Frank Hahnel aus Müncheberg das Thema Herdenschutz aus seiner Erfahrung praktisch erklären. Gegen 18 Uhr folgt dann ein Vortrag „Der Wolf – unser neuer Nachbar“ mit Carina Vogel, Wolfsbeauftragte des Landesamtes für Umwelt für die Region Nordost-Brandenburg. Im Anschluss ist dann Zeit für Fragen und Diskussion.

Wenn die Vogelspinne über die Hand krabbelt

Manche Menschen lieben die kunstvoll gewebten Netze, andere sehen die Tierchen lieber von Ferne oder haben gar eine Phobie:  Spinnen sind nicht jedermanns Sache. Näher kommen kann man den achtbeinigen Krabblern und anderen Kleintieren bei einer Ausstellung am 12. Februar im Volkshaus Strausberg-Nord, Prötzeler Chaussee. Mit lebenden Tieren von allen Kontinenten wollen die Gastgeber nachhaltige Eindrücke vom Leben und Verhalten der Spinnen und Insekten liefern.

Zu sehen sind Spinnen, Skorpione, Riesentausendfüßler und seltene Insekten wie Käfer, Gottesanbeterinnen, Wandelnde Blätter und Gespenstheuschrecken. Mit ausgewählten Arten können Besucherinnen und Besucher auch auf Tuchfühlung gehen: im Spinnen-„Streichelzoo“. Die anderen sind in  Terrarien zu erleben, die den Lebensraum der jeweiligen Art möglichst detailgetreu nachbilden. Dazu gibt es eine passende Soundkulisse.

Vogelspinne am Kopf„Unsere Ausstellung soll gerade ängstlichen Menschen helfen, sich den verkannten Kreaturen in sicherer Umgebung zu nähern und sie nicht als bösartige, sondern exotische, vielfältige und interessante Lebewesen kennenzulernen“, sagt Ausstellungsmacher Frank Spindler.  Zudem werden Lebensräume, Lebensgewohnheiten und Beute der jeweiligen Arten nähergebracht.

Die Gliederfüßer gibt es nach Schätzungen seit rund 300 Millionen Jahren. Ihre Größe reicht von Miniexemplaren bis zu handtellergroßen behaarten Vertretern. Manche weben Netze, andere setzen bei der Jagd nach Beute auf Schnelligkeit. Einige nutzen Gift, andere töten ihre Opfer mit kräftigen Bissen.

Zu sehen sind sie an besagtem Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Volkshaus. Der Entritt kostet für Erwachsene zehn, für Kinder acht Euro. Für sozial schwache Familien mit Nachweis sind Sonderregelungen möglich.

EWE senkt Gaspreis im April

Der Energiedienstleister EWE wird zum 1. April seine Preise für Gas und Strom in der Grundversorgung um 15 bzw. 16 Prozent senken. Das hat das Unternehmen jetzt angekündigt. Profitieren würden rund 350.000 Strom- und 170.000 Gaskunden, hieß es. Die Strompreissenkung gilt nicht in Brandenburg, da EWE dort kein Strom-Grundversorger ist.

Der Gaspreis sinkt in der Grundversorgung pro Kilowattstunde von aktuell brutto 17,47 auf 14,71 Cent. Das entspricht einer Senkung von 15 Prozent. Der jährliche Grundpreis bleibt unverändert bei brutto 182,28 Euro. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeutet das nach EWE-Angaben eine Kosteneinsparung von 46 Euro im Monat.  Kunden würden durch die Preisbremse je nach Verbrauch zusätzlich unterschiedlich hoch entlastet.

EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler nannte als Grund für die Entwicklung beim Gas den bislang milden Winter sowie das in diesem Winter reduzierte Risiko einer drohenden Mangellage – nicht zuletzt aufgrund immer noch hoher Speicherfüllstände.

Preisbremse nur für die Hälfte der Kunden

„Mit diesen Preissenkungen reagiert EWE so rasch wie möglich auf die aktuelle Marktentwicklung“, sagt Oliver Bolay, Geschäftsführer der EWE VERTRIEB GmbH. Er stellt heraus, dass sich die Großhandelspreise wegen der langfristigen Beschaffungsstrategie nicht unmittelbar und nicht eins zu eins auf die Endkundenpreise auswirkten. „Die EWE-Energiepreise sind ein Mix aus Mengen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und damit zu unterschiedlichen Preisen eingekauft wurden.“  Die staatliche Preisbremse werde ab dem 1. März bei den Kunden in den Abschlagszahlungen berücksichtigt. Für rund 50 Prozent der EWE-Kunden komme die Bremse nicht zum Tragen, da ihre Preise unter dem Niveau liegen, ab dem sie greife. Bolay weist auch darauf hin, dass die staatliche Preisbremse nur für 80 Prozent des Verbrauchs zur Anwendung komm. Für die restlichen 20 Prozent gilt der vertraglich vereinbarte Preis.

Dohler betont, dass trotz der Stabilisierung der Energiemärkte die Energiekrise noch nicht vorüber sei. „Auch wenn die Erdgasspeicher gut gefüllt sind und der Füllstand der EWE-Speicher zum jetzigen Zeitpunkt noch knapp 85 Prozent beträgt, bleibt Energiesparen das Gebot der Stunde. Jede Kilowattstunde, die wir jetzt einsparen, hilft uns, vor dem nächsten Winter die Speicher wieder zu füllen“

Über die Preissenkung und Preisbremse informiert EWE die betroffenen Kunden in den nächsten Tagen per Post oder per E-Mail.

 Weitere Informationen unter: www.ewe.de/energiemarkt-aktuell

Bereich Kindertagesbetreuung des Jugendamtes geschlossen

Um die Elternbeitragsentlastung aus dem Brandenburg-Paket umzusetzen, wird der Bereich Kindertagesbetreuung des Jugendamtes Märkisch-Oderland vorübergehend geschlossen. Die Schließzeit vom 8. bis zum 24. Februar 2023 wird laut Landkreis vollumfänglich für die Einkommensprüfungen genutzt. Ab dem 27. Februar wird der Bereich Kindertagesbetreuung dann gemäß der Sockelbeträge des Brandenburg-Pakets arbeiten. 

Um Eltern und Kindern schnell und direkt zu helfen, werden sie bei den Elternbeiträgen für die Kindertagesbetreuung entlastet. Kindertagesbetreuung in Krippen, Kindergärten, Horten und in Tagespflege sind Bildungsangebote, die allen Kindern auch in der aktuellen Krisensituation offen stehen müssen. Deshalb wird die Beitragsfreiheit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2024 auf Eltern mit einem Jahreshaushaltsnettoeinkommen von bis zu 35.000 Euro ausgeweitet. Für Eltern mit mittleren Einkommen (bis 55.000 Euro) werden die Beiträge pro Kind und Monat für denselben Zeitraum differenziert nach Betreuungsumfang auf zulässige Höchstbeiträge begrenzt.

Träger für Schulsozialarbeit gesucht

Die Stadt Strausberg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen neuen anerkannten freien Träger der Jugendarbeit, der in der Grundschule am Wäldchen die Sozialarbeit übernimmt. In dem derzeit im Umbau befindlichen Campus mit Hort im Osten der Stadt werden gegenwärtig rund 340 Mädchen und Jungen betreut. Ihnen steht auch der benachbarte Aktivspielplatz zur Verfügung. Für die fest etablierte Schulsozialarbeit sind momentan 25 Stunden pro Woche bewilligt. Sie werden aus verschiedenen Quellen finanziert. Zunächst ist die Leistung bis zum Jahresende 2023 zu vergeben, denn sie ist auch abhängig vom Personalkostenförderprogramm  des Landkreises Märkisch-Oderland. Detaillierte Angaben zur Ausgangssituation, zu den Anforderungen und Erwartungen, zur Finanzierung und Weiteres sind in einem Dokument zusammengefasst.

Interessenbekundungen sind bis zum 28.2.2023 per E-Mail (zusammengefasst in ei­ner PDF-Datei) an sven.salomo@stadt-strausberg.de oder schriftlich an die Stadtverwaltung Strausberg, Fachbereich Bürgerdienste, Hegermühlenstr. 58, 15344 Strausberg, zu richten.

Freie Plätze bei der Volkshochschule

Das  Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien vom Landkreis MOL hat wieder eine aktuelle Übersicht von Kursen des laufenden Semesters der Volkshochschule Märkisch-Oderland veröffentlicht, in denen es noch freie Plätze gibt. Das Angebot reicht von Fasten, Meditation, Pilates und Yoga über Töpfern und Fremdsprachen sowie Tipps für Eltern bis hin zu Themen wie Vorsorgevollmacht, letzte Hilfe oder Fotografie mit dem Handy. Die Anfangszeiten variieren zwischen 9.15 und 19 Uhr, die Kosten zwischen knapp zehn und 96 Euro.

Anmeldung online: www.vhs-mol.de ; telefonische Beratung unter 03346 850 68-50

Pylon am Museum gesetzt

Das Stadtmuseum Strausberg hat jetzt einen neuen Außenaufsteller. Die städtische Einrichtung ist dadurch beim Vorbeifahren auch für Gäste von außerhalb deutlich besser zu erkennen. Der Pylon wurde von der Firma Nowka-Forster aus Müllrose angefertigt und vor wenigen Tagen geliefert und aufgestellt. Um den Verkehr an der prädestinierten Stelle nicht zu behindern, wurde das Aufstellen mit Muskelkraft von fünf starken Männern der Firma bewerkstelligt. „Es war Millimeterarbeit“, bescheinigt Museumsleiterin Juliane Günther-Szudra.

Die Gestaltung orientiert sich an der neu konzipierten Dauerausstellung im Stadtmuseum. Sowohl Farbgebung wie auch Schrift sind nun wie aus einem Guss und finden sich auch in neuen Flyern wieder. Mit dem Aufsteller fand die Modernisierung des Museums einen eindrucksvollen Abschluss. Sie habe bei Passanten schon einen „Aha-Effekt“ beobachten können, berichtet die Museumsleiterin. „Die Leute bleiben stehen und staunen.“

Neuer Pylon vor dem Stadtmuseum StrausbergGanz fertig ist die Anlage noch nicht. Die Elektrik muss noch angeschlossen werden, so dass der Aufsteller dann nachts leuchtet, die Öffnung von Dauer- bzw. Sonderausstellung angezeigt wird und die integrierte Klingel funktioniert. Außerdem soll noch gepflastert werden – auch auf der Rückseite. Denn der Briefkasten wird nun von dort geöffnet. Ebenfalls auf der Rückseite: ein Bild von einer Schusternähmaschine aus der Ausstellung.

Zunächst hatte es Schwierigkeiten gegeben, eine Firma zu finden, die den Pylon mit Schaukasten baut, aber eine neuerliche Ausschreibung war dann erfolgreich. Das Fundament hatten Mitarbeiter vom Kommunalservice betoniert. Für die neue Außenwerbung waren rund 10.000 Euro veranschlagt.

Neuer Praktikums- und Ausbildungsatlas

Um die brandenburgischen Unternehmen noch intensiver zu unterstützen, haben die Industrie- und Handelskammern Cottbus, Ostbrandenburg sowie Potsdam einen virtuellen Praktikums- und Ausbildungsatlas entwickelt, der nunmehr über die Website www.mach-es-in-brandenburg.de für das gesamte Land Brandenburg zur Verfügung steht. Über diesen Atlas können Schüler, Eltern und Lehrer leicht die angebotenen Ausbildungs- und Praktikumsplätze auch „vor der eigenen Haustür“ finden.

Andreas Körner-Steffens, Geschäftsführer Bildung der IHK Potsdam, sagt für die Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs im Land Brandenburg: „Jetzt liegen in den Familien die Halbjahreszeugnisse auf den Tischen. Jetzt heißt es, in den Abgangsklassen zukunftsträchtige Entscheidungen zu treffen. Wir wissen, dass der Großteil im Elternhaus diskutiert und letztlich auch getroffen wird. Deshalb lautet unsere Aufforderung: Recherchieren Sie mit wenigen Klicks, was der prall gefüllte Ausbildungsmarkt hergibt und helfen Sie damit Ihren Jugendlichen, einen guten Weg in die berufliche Zukunft zu finden.“

Die Kammern präsentieren brandenburgische Unternehmen kostenfrei für die Zielgruppe der Ausbildungsplatzsuchenden. Auch werden freie Stellen für Ferienarbeit und Praktika sowie die Möglichkeiten eines Auslandspraktikums erfasst. Das hilft nicht nur bei der Besetzung der freien Stellen, sondern steigert auch den Bekanntheitsgrad als Ausbildungsbetrieb, als regionaler Arbeitgeber und Anbieter für Produkte oder Dienstleistungen. Darüber hinaus spart es den Unternehmen Aufwand, zumal die Einträge im Ausbildungs- und Praktikumsatlas kostenfrei erfolgen. Für das Ausbildungsjahr 2023 haben die Unternehmen schon fast 1500 Ausbildungsplätze gemeldet.

Die Landesarbeitsgemeinschaft ist eine Kooperation der drei Industrie- und Handelskammern im Land Brandenburg. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.

 

Tourenleiter zum Sattelfest gesucht

Das traditionelle Sattelfest, das Anradel-Ereignis in der Märkischen S5-Region, wird in diesem Jahr vom Doppeldorf Petershagen-Eggersdorf ausgerichtet. Es findet am 23. April von 11 bis 16 Uhr am historischen Dorfanger in Petershagen statt.
Im Rahmen des beliebten Events starten eine Reihe geführter Radtouren in der Region und enden als Sternfahrten auf dem Dorfanger. Dort werden sie in Empfang genommen, es gibt Speis und Trank, ein Unterhaltungsprogramm und Wissenswertes zum Thema Fahrrad und (Rad-)Tourismus.
Die Touren sind ein Herzstück der Veranstaltung. Jedes Jahr gibt es Angebote mit verschiedenen Streckenlängen, unterschiedlichen Anforderungen  und zu unterschiedlichen Themen. Es können Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke besichtigt oder Spiel- und Verpflegungspausen eingelegt werden.
Wer eine besondere Route kennt, diese mit anderen Fahrradbegeisterten teilen möchten und sich vorstellen kann, das Sattelfest 2023 als Tourenleiterin oder -leiter zu begleiten, kann sich gern bis zum 28. Februar im Doppeldorf melden. Kontakt: Tel. 03341 4149-121, E-Mail doppeldorf@petershagen-eggersdorf.de

Interessenbekundungsverfahren des Jugendamtes MOL

Das Jugendamt des Landkreises Märkisch-Oderland beabsichtigt die Übertragung von Leistungen zur stationären Unterbringung im Rahmen von Krisen-/Notsituationen für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und/oder 7 bis 11 Jahren gemäß §§ 34, 42 SGB VIII und führt dazu ein Interessenbekundungsverfahren durch.
Die ausführliche Leistungsbeschreibung ist auf der Homepage des Landkreises auf den Seiten des Jugendamtes zu finden. Sie kann auch direkt beim Jugendamt abgefordert werden. Bitte schicken Sie hierzu eine kurze Mail an jugendhilfeplanung@landkreismol.de.
Einsendeschluss für die Einreichung von Angeboten ist der 17. Februar 2023.

Landkreis erweitert Platzangebot an Gymnasien

Zum Beginn des Schuljahres 2023/24 eröffnet der Landkreis Märkisch-Oderland einen weiteren Gymnasiumsstandort in Altlandsberg. Dort können dann mindestens zwei siebte Klassen den Weg zum Abitur beginnen.

Dieser Schritt wurde notwendig, um für die weiterhin steigenden Schülerzahlen, Schulplätze zur Verfügung zu stellen. Der Landkreis baut in Strausberg ein neues Gymnasium, das voraussichtlich ab dem Jahr 2026 eröffnet wird. Bis dahin jedoch werden zusätzliche Schulplätze zu den bereits bestehenden benötigt. Daher hat sich der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Altlandsberg darauf verständigt, dass im Erweiterungsbau der Oberschule Altlandsberg vorübergehend bis zur Fertigstellung des Neubaus in Strausberg Räume für eine gymnasiale Ausbildung zur Verfügung gestellt werden.

Der Erweiterungsbau der Oberschule Altlandbergs befindet sich zentral im Dreieck zwischen Neuenhagen bei Berlin, Fredersdorf und Altlandsberg, an der Fredersdorfer Chaussee und dem Bollensdorfer Weg. Die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV erfolgt über Neuenhagen und Fredersdorf bzw. Strausberg. Im Neubau der Schule finden die angehenden Gymnasiasten moderne Lernbedingungen. Die Klassenräume sind mit digitalen Tafeln ausgestattet, es gibt moderne naturwissenschaftliche Fachräume, einen großen Mensabereich und eine neue Sporthalle.

Das Gymnasium wird in der Schule die obere Etage nutzen. Als zweite Fremdsprache ist Spanisch geplant. Wie an allen anderen Gymnasien im Landkreis werden auch hier die Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse mit Tablets arbeiten.

Die Anmeldung an die Schule erfolgt im Rahmen des sogenannten Ü7 Verfahren, das in den Winterferien beginnt. Eltern mit einer Gymnasialempfehlung für ihre Kinder können diese Schule als Erst- oder Zweitwunsch wählen, um eine wohnortnahe Schule besuchen zu können.

 

Vortrag eventuell zweimal

Restlos ausgebucht ist inzwischen der Vortrag vom ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Mike Hille am 5. Februar im Stadtmuseum Strausberg. Da es schon mehr Interesse an den Einblicken in seine Recherchearbeit als Plätze gab, ist bereits eine Wiederholung ins Auge gefasst. Sofern noch eine bestimmte Zahl von weiteren Anmeldungen kommt, würde Hille seine Entdeckungen ein weiteres Mal präsentieren, wahrscheinlich ebenfalls noch im Februar.

Mehr zum Inhalt gibt es hier.

Kontakt: Stadtmuseum Strausberg, August-Bebel-Str.33 , 15344 Strausberg, Tel. 03341 23 655; E-Mail: stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Straßenbeleuchtung in der Vorstadt gestört

Die Straßenbeleuchtung in einigen Bereichen der Vorstadt bereitet den Verantwortlichen derzeit Kopfzerbrechen. Immer wieder fallen Leuchten in der Landhausstraße, der Paul-Singer-Straße, Am Sportpark und in Teilen der Gustav-Kurtze-Promenade (Siedlung der WBG Aufbau) aus. Die beauftragte Firma sei bei der Fehlersuche, teilt der Fachbereich Technische Dienste im Rathaus mit. Allerdings gestaltet sich diese schwierig. Denn bei Tests hätten alle Lampen jeweils zuerst funktioniert, einige seien aber nach gewisser Zeit wieder ausgefallen. Betroffen seien insbesondere zwei Phasen der Stromversorgung. Noch sei aber die Ursache nicht gefunden. Der Fachbereich bittet darum, von weiteren Anrufen zu den betreffenden Straßen abzusehen und noch etwas Geduld zu haben.

Stadt erinnert an KZ-Außenlager-Opfer

Am 27. Januar wird in Strausberg wie in ganz Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Denn am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Bei der städtischen Veranstaltung um 16 Uhr am Gedenkstein hinter dem Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer in der Wriezener Straße steht ein KZ-Außenlager in Strausberg im Mittelpunkt. VVN-BdA Märkisch-Oderland und S5-Antifa recherchieren die Geschichte des Objektes. Unter anderem wurde eine Enzyklopädie vom US-Holocaust Memorial Museum durchforstet. Denn es gibt wenig Informationen über das Lager und Berichte von ehemaligen Häftlingen oder Aussagen in Prozessen sind nicht bekannt.

Bekannt ist, dass es vom 15. November 1944 bis 20. April 1945 ein Außenlager für rund 150 weibliche Häftlinge in Strausberg gab. Sie mussten für das Märkische Walzwerk in der Hegermühlenstraße schuften. Das war eine Tochtergesellschaft der Berliner Maschinenfabrik für die Munitionsproduktion. Seit 1941 wurden dort auch Zwangsarbeiter vor allem aus den Niederlanden, Polen, Italien und der Sowjetunion eingesetzt, etwa 1500.

Strausberger Bevölkerung bekam kaum etwas mit

Ab Mitte 1944 sollte auch in der benachbarten ehemaligen Schuhfabrik Munition produziert werden. Da es dafür keine Zwangsarbeiter gab, wurden weibliche Arbeitskräfte aus einem Konzentrationslager angefordert. So richtete das KZ Sachsenhausen das Außenlager ein. Nach derzeitigen Erkenntnissen kamen die zunächst 100 Frauen vor allem aus der Sowjetunion, Deutschland und Polen. Das Gebäude der Schuhfabrik war Unterkunft, Küche und Arbeitsort und abgeschottet, so dass die Bevölkerung der Stadt kaum etwas mitbekam.

Im März 1945 wurden weitere 52 Häftlinge nach Strausberg verlegt. Weil die Front näher rückte, erging im April der Befehl zur Evakuierung. Wahrscheinlich wurden die Frauen nach Wandlitz gebracht. Das Außenlager Strausberg wird zuletzt am 19. April 1945 in den Berichten des KZ Sachsenhausen über die tägliche Gesamtstärke erwähnt.

Alle Interessierten sind zu der Gedenkveranstaltung eingeladen.

Kreisausscheide beim Vorlesewettbewerb

Beim 64. Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels stehen in Kürze die Kreisausscheide an. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl finden in Märkisch-Oderland drei derartige Runden statt. 32 Schüler*innen haben sich dafür qualifiziert. Es lesen die Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide in Strausberg, Neuenhagen und Seelow um die Wette. Die erste Veranstaltung ist am 23. Januar um 15 Uhr die für den Bereich Neuenhagen in der dortigen Anna-Ditzen-Bibliothek. Am 26. Januar (15 Uhr) geht es im Strausberger Theodor-Fontane-Gymnasium weiter für diesen Bereich und am 27. Januar treten die Seelower Schulbesten  in der  Stadtbibliothek „Ulrich Plenzdorf“ an.

Bundesfinale ist im Juni in Berlin

Mit circa 600.000 Teilnehmenden jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 6600 Schüler*innen aus 6. Klassen. Die über 600 Regionalwettbewerbe organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturelle Einrichtungen. In Märkisch-Oderland zieht die Strausberger Buchhandlung Micklich die Fäden. Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde sowie das Buch „Agnes und der Traumschlüssel“ von Tuutikki Tolonen (Carlsen). Der Sieger oder die Siegerin des Kreiswettbewerbs qualifiziert sich für den nachfolgenden Landesausscheid Brandenburg Nord-Ost. Das Bundesfinale mit den 16 Landessieger*innen findet am 21. Juni 2023 in Berlin beim rbb statt.

Lust am Lesen wird gestärkt

Der Wettbewerb soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und diese dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. Die Stiftung Buchkultur und Leseförderung veröffentlicht im Internet außerdem kuratierte Lesetipps zu zahlreichen Themen – auch abseits der bekannten Kinderbuchklassiker.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Vorlesewettbewerb.

Weihnachtsbäume bereitlegen

In der Stadt steht die Abholung der ausgedienten Weihnachtsbäume aus dem Vorjahr vor der Tür. Am 25. Januar sind laut Tourenplan des Entsorgungsbetriebes MOL zunächst Hohenstein, Ruhlsdorf und Gladowshöhe an der Reihe. Einen Tag später ist die Entsorgungstruppe im Stadtgebiet von Strausberg unterwegs, von der Vorstadt und Neue Mühle über Hegermühle bis nach Nord und Ost. Am 27. Januar folgen schließlich noch die Bereiche Schillerhöhe, Gartenstadt, Jenseits des Sees und Postbruch.  Der Bereich „an der Schnellstraße“ auf der anderen Seeseite ist im elektronischen Tourenplan dem Stadtkern zugeordnet.

Die Bäume dürfen keinerlei Schmuckreste mehr tragen und sollen am Entsorgungstag morgens (6 Uhr) am Straßenrand bereitliegen.

Museum in Erkner schließt

Seit dem 1. Januar 2023 ist das Gerhart-Hauptmann-Museum in Erkner geschlossen. Es wird in den nächsten drei Jahren umgestaltet. Der derzeitige Anbau soll abgerissen werden, im Garten entsteht dafür ein Neubau. Er wird ab 2026 neben dem Museum auch die Stadtbibliothek Erkner, das Historische Stadtarchiv, den Tourismus sowie ein Café beherbergen. In der Übergangszeit zieht das Museum in die Räume der ehemaligen Commerzbank in der Friedrichstraße 67. Ab April wird Besuchern dort eine Auswahl von Veranstaltungen angeboten, die entweder im Bürgersaal des Rathauses, im Heimatmuseum oder in der Genezarethkirche stattfinden. Der Ticketverkauf startet am 1. April. Auf der Internetseite wird über die Angebote informiert. Ein gedrucktes Programm soll es ab Anfang des zweiten Quartals geben.

Letzte Termine im alten Museum

Vormerken können sich Interessierte bereits drei Termine: 27. Januar (18 Uhr) Abschiedsveranstaltung im Gerhart-Hauptmann-Museum mit einer Buchvorstellung;  28. und 29. Januar letzte Museumsöffnung mit der alten Dauerausstellung (11-17 Uhr) und 14. Februar (19 Uhr) letzte Lesung in den Räumen: „Die Spitzhacke“ von Gerhart Hauptmann. Darin geht es um den Abriss eines Hauses. Der Eintritt für die Veranstaltungen bis einschließlich 14. Februar ist frei.

Von Burger bis Pizza in Mehrwegsystemen

Seit Jahresbeginn 2023 ist eine Neuregelung im Verpackungsgesetz in Kraft. Sie verpflichtet Gastronomen sowie andere Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen, nunmehr auch Mehrwegbehälter dafür anzubieten. Die Stadtverwaltung hatte dazu jetzt eine Informationsveranstaltung für Strausberger Gewerbetreibende organisiert. Die Resonanz war aber eher gering, wenngleich sogar digitale Zuschaltung möglich war. 

Uta Stenzel, beim DEHOGA-Bundesverband Ansprechpartnerin für die Mehrweg-Pflicht, gab zu Beginn eine Einführung ins Thema. Nach ihren Angaben sind bundesweit etwa 140.000 Stellen von dem Gesetz betroffen, von Kiosk oder Kaffeebar über Tankstellen bis zum Restaurant, sogenannte Letztvertreiber von Verzehrfertigem, das nach Kundenwunsch abgepackt wird. Differenziert wird zwischen kleinen Firmen und solchen mit  mehr als fünf Beschäftigten und mehr als 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Alle müssen indes auch auf das neue Angebot hinweisen. Kontrollen obliegen nach ihrer Aussage den Abfallbehörden.

Mal Pfandsystem mal digital

In einem zweiten Teil wurden mehrere Mehrwegkonzepte vorgestellt. Die PFABO GmbH aus Wildau (LDS) setzt neben Bechern in zwei Größen auf eine begrenzte Zahl eckiger Boxen für Speisen, die gut in Logistik-Kisten passen, und ein Pfandsystem. Wie Juliane Spieker erläuterte, können die Behälter etwa 500 Mal verwendet werden und sind aus einem Material, das anschließend recycelt werden kann. Produziert wird in Deutschland.

Mehrwegsystem von PfaBoMehrwegsystem von Vytal

Bei Vytal aus Köln ist das Spektrum breiter, reicht von Kaffeebecher und Schalen für unterschiedliche Zwecke bis Burger-, Pizza- und Sushi-Box. Statt Pfand setzt die Firma laut Hanna Waegemann auf digitale Registrierung, so dass die Partnerunternehmen immer wissen, wo ihre Behälter sind, und Kunden, wer das System anbietet und wo man die Packung zurückgeben kann. Wer dies innerhalb der Frist von 14 Tagen nicht beim gleichen oder einem anderen Partner schafft, ist zum Kauf verpflichtet. Die gesamte Abwicklung erfolgt über Smartphone-Apps für Kunden und Gastronomen oder Offline-Karten.

Einig waren sich die Beteiligten, dass es gilt, den Wust von Verpackungsmüll zu reduzieren. Denn jeder Deutsche verursacht pro Jahr im Schnitt mehr als 200 Kilo solchen Abfalls.

Firmen, die an Informationen zu dem Thema interessiert sind, können sich an den Citymanager der Stadt wenden.

Kontakt: E-Mail an veranstaltungen@stadt-strausberg.de

Freie Plätze bei der Volkshochschule

Das  Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien vom Landkreis MOL hat jetzt eine aktuelle Übersicht von Kursen des laufenden Semesters der Volkshochschule Märkisch-Oderland veröffentlicht, in denen es noch freie Plätze gibt. Das Angebot reicht von Fasten, Meditation, Pilates und Yoga über Töpfern, Tanz, Stimm- und Sprechtraining,Fremdsprachen sowie Tipps für Eltern bis hin zu Themen wie Vorsorgevollmacht, letzte Hilfe, oder „Der Computer in der Hosentasche“ (Android-Smarthpones) und Fotografie mit dem Handy. Die Anfangszeiten variieren zwischen 9.15 und 19 Uhr, die Kosten zwischen knapp zehn und 96 Euro.

PDF öffnet sich in einem neuen Fenster.

Anmeldung online: www.vhs-mol.de ; telefonische Beratung unter 03346 850 68-50

Vortrag im Museum

Mike Hille, ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger in Märkisch-Oderland, gibt bei einem Vortrag am 5. Februar im Stadtmuseum Strausberg Einblicke in seine Recherchearbeit. Unter dem Motto  „Ausgrabung im Magazin – Die Sammlung des Strausberger Stadtmuseums und ein alter Katalog von 1865“ hat er Spannendes zu berichten. Denn bei der Aufnahme und Katalogisierung von in Kisten verstauten Ur- und frühgeschichtlichen Objekten im Fundus des Museums gab es auch unerwartete Entdeckungen.

antikes Keramikgefäß im Stadtmuseum StrausbergHille hat in Strausberg etliche Stücke gesichtet und mehr als 1500 Seiten gefüllt.

Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 5. Februar, um 14 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro (inklusive Besuch der Dauer- und Sonderausstellung des Stadtmuseums). Um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt: Stadtmuseum Strausberg, August-Bebel-Str.33 , 15344 Strausberg,
Tel. 03341 23 655; E-Mail: stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Kabinett kommt zum Bürgerdialog

Der Brandenburger Regierungschef Dietmar Woidke setzt am  17. Januar seine Reihe von Bürgerdialogen unter dem Titel „Zur Sache, Brandenburg!“ fort. Diesmal wird er in der Schlosskirche Altlandsberg im Landkreis Märkisch-Oderland Rede und Antwort stehen. Gemeinsam mit dem dortigen Bürgermeister Arno Jaeschke lädt Woidke alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem themenoffenen Dialog ein. Beginn ist um 18 Uhr, Einlass ab 17.15 Uhr.

Die Bürgerdialoge finden in allen 14 Landkreisen und den vier kreisfreien Städten statt. Die Gesprächsrunden sind für alle Interessierten offen, die Fragen stellen, diskutieren oder einfach nur zuhören möchten. Eine Vorab-Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Bürgerdialog in Altlandsberg nehmen u.a. auch Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, Verkehrsminister Guido Beermann, Bildungsministerin Britta Ernst, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, Innenminister Michael Stübgen, Landwirtschaftsminister Axel Vogel und Finanzstaatssekretär Frank Stolper teil und stehen für Fragen bereit.

Verkehr und Wasser sind Themen im „Kabinett vor Ort“

Vor dem Bürgerdialog findet ebenfalls in Altlandsberg eine gemeinsame Sitzung der Landesregierung mit der Verwaltungsspitze des Landkreises statt. Unter der Leitung von Dietmar Woidke und Landrat Gernot Schmidt wird beim „Kabinett vor Ort“ unter anderem über die Regionalentwicklungsstrategie, den Ausbau der Schieneninfrastruktur sowie die Wasserversorgung im Landkreis Märkisch-Oderland gesprochen.

Informationen zu Mehrwegsystemen   

Seit Jahresbeginn 2023 ist eine Neuregelung im Verpackungsgesetz in Kraft. Sie  verpflichtet alle Gastronomen, neben Einweg- auch Mehrwegbehälter für Essen und Getränke zum Mitnehmen anzubieten. Die Stadtverwaltung bietet am 16. Januar von 16 bis 17.30 Uhr (Raum 3.47/3.48) eine Informationsveranstaltung für Strausberger Gewerbetreibende dazu an. Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer von DEHOGA Brandenburg, gibt zu Beginn eine Einführung ins Thema, im Anschluss werden mehrere Mehrwegkonzepte vorgestellt (PFABO GmbH, VYTAL, RECUP/ REBOWL). Danach ist Zeit für Fragen.

Das Gros der Gastro-Betriebe ist bereits durch die Stadtverwaltung informiert worden. Das Citymanagement erinnert aber daran, dass man sich auch digital zuschalten kann, wenn man nicht persönlich teilnehmen kann. Der Link: https://app.bbbserver.de/de/join/0dd73d8b-22cb-4ff4-bf28-edd3f49fea62

Um Anmeldung wird gebeten per Mail an veranstaltungen@stadt-strausberg.de

Landkreis führt AbfallApp ein

Seit dem 10. Januar 2023 stehen Informationen zur kommunalen Abfallentsorgung nunmehr auch digital für Smartphones oder Tablets komfortabel zur Verfügung.  Der Landkreis hat nun eine AbfallApp MOL. Sie ist im App Store Google Play für Android-Geräte und im Apple App Store für iOs-Geräte zu finden. Die App ermöglicht eine Erinnerung an die Abfuhrtermine, das Beantragen der Sperrmüllabholung und die Navigation zum nächsten Glascontainer bzw. zu Ausgabe- oder Annahmestellen für Wertstoffe.

Laut Landkreis wird die Kommunikation vom und zum Entsorgungsbetrieb spürbar erleichtert. Bspw. gibt es die Sperrmülltermine zusätzlich über die App und vor dem Termin automatisch eine Erinnerung an die Bereitstellung.

Die AbfallApp kann anonym genutzt werden. Alternativ kann ein Account erstellt werden um Anträge schneller auszufüllen, da bspw. die E-Mailadresse dann bereits automatisch hinterlegt wird.

Der hier hinterlegte QR-Code führt zu den Downloadmöglichkeiten. Einfach mit der Kamera des Gerätes scannen.

Gebäudeabriss wird erfasst

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bereitet derzeit eine Neuauflage der Bauabgangsstatistik vor, eine Erfassung, welche Häuser im Jahr 2022 abgerissen worden sind. Bürger und Kommunen sind aufgerufen, das Amt bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Die Behörde verweist darauf, dass laut Hochbaustatistikgesetz Eigentümerinnen und Eigentümer zur Auskunft über den Abbruch von Wohngebäuden verpflichtet sind. Mit den Angaben wird laut Amt die Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes für die Kommunen gesichert. Das ist eine Grundlage für bau- und wohnungspolitische Entscheidungen zum Beispiel über Bebauungspläne.

Eigentümerinnen und Eigentümer werden deshalb gebeten, den Abbruch von Wohngebäuden bis 1000 Kubikmeter umbauter Raum oder von Gebäudeteilen mit Wohnräumen sowie die Nutzungsänderung von Wohnraum im Jahr 2022 an das Amt zu melden. Der Abbruch größerer Gebäude ist bei der Bauaufsichtsbehörde, also beim Bauordnungsamt des Landkreises Märkisch-Oderland, ohnehin verpflichtend anzuzeigen.

Der Erhebungsbogen ist hier online abrufbar. Er soll bis zum 15. März ausgefüllt per E-Mail oder Post an das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg geschickt werden.

Kontakt: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Standort Berlin, Referat 32 B – Bauen, Wohnen, Verkehr, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin; E-Mail bau@statistik-bbb.de

Naturpark-Kuratorium tagt in Hohenstein

Das Kuratorium des Naturparks Märkische Schweiz will sich in der ersten Sitzung des neuen Jahres erneut das dringende Thema Wasserrückhalt vornehmen. Mögliche Maßnahmen zur Förderung der Grundwasserneubildung werden diskutiert. Die Sitzung findet am Donnerstag, 12. Januar, um 16 Uhr in Hohensteiner Dorfgemeinschaftshaus, Garziner Straße 13, statt. Interessierte sind eingeladen, müssen sich aber anmelden.

Am Zustand der Sölle und anderen typischen Kleingewässer des Naturparks sind die Auswirkungen der Klimakrise seit mehreren Jahren zu beobachten. Andreas Fischer vom Ortsverband Müncheberg des Naturschutzbundes (NABU) wird die mittlerweile bedrohliche Situation für Frösche, Kröten und Molche anhand einer umfangreichen Untersuchung erläutern. Gregor Beyer, Leiter des Umweltamtes Märkisch-Oderland, wird anschließend darlegen, wer für Maßnahmen zuständig ist, die das Grundwasser in dieser äußerst trockenen Region Brandenburgs wieder anreichern und für Wasserrückhalt in den Kleingewässern sorgen könnten. Von der Theorie zur Praxis – diesen Teil übernimmt Andreas Mundt vom Wasser- und Bodenverband Stöbber-Erpe. Er wird erfolgreiche Beispiele für Maßnahmen im Naturpark aufzeigen, wo – teilweise mit einfachen Mitteln – für Rückhalt und Versickerung gesorgt wurde.

Langsames Versickern in Auen erwünscht

Es ist noch viel mehr nötig, um die Situation für Grund- und Oberflächengewässer zu verbessern. Alle Flächeneigentümerinnen und -eigentümer können einen Beitrag leisten, dass der ankommende Niederschlag nicht schnell in Kanälen, Gräben und Fließen abgeführt wird, sondern auf dem eigenen Grundstück versickert. In der Landschaft müssten Räume geschaffen werden, die auch große Niederschlagsmengen auffangen können und langsam in die Fließe abgeben. Die Fließgewässer des Naturparks sollten nicht als reine Abflusskanäle genutzt werden, sondern in flussbegleitenden Auen sollte das Wasser langsam ins Grundwasser versickern können. Dadurch werden auch tiefer liegende Nachbargrundstücke vor Überschwemmungen geschützt.

Diese und weitere Maßnahmen sollen mit dem Kuratorium, den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Naturparks besprochen werden. Interessierte sind willkommen und gute Beispiele aus den Ortschaften können gern eingebracht werden.

Aufgrund der Raumkapazität ist die Zahl der Teilnehmenden begrenzt. Um Anmeldung wird deshalb gebeten per Telefon 033433 158-40 oder -48 oder per E-Mail an sabine.pohl-peters@lfu.brandenburg.de

 

Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar wird seit 1996 in Deutschland als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Denn am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee befreit, in dem Hunderttausende Menschen umgebracht wurden. In Strausberg wird es aus diesem Anlass eine städtische Gedenkveranstaltung am Gedenkstein hinter dem Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer in der Wriezener Straße geben. Beginn ist am 27. Januar um 16 Uhr.Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus hinter dem Bonhoeffer-Seniorenzentrum Wriezener Straße

Zum diesjährigen 78. Jahrestag soll in Kooperation mit der VVN-BdA Märkisch-Oderland und der S5-Antifa an die Opfer eines KZ-Außenlagers in Strausberg erinnert werden. Das gehörte zum Märkischen Walzwerk in der Hegermühlenstraße. Etwa 150 Frauen, mehrheitlich aus der Sowjetunion, mussten dort zwischen November 1944 und April 1945 unter unmenschlichen Bedingungen in der Rüstungsproduktion arbeiten. Unterkunft und Arbeitsort gleichermaßen war ein Fabrikgebäude auf dem Gelände an der Ecke Elisabethstraße, wo aktuell Wohnungen gebaut werden.

Alle Interessierten sind zu der Gedenkveranstaltung eingeladen.

Sternsinger im Rathaus

Die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Hubertus Petershagen/Strausberg sind am 6. Januar durch Strausberg gezogen, um ihren Segen zu vergeben und Spenden zu sammeln. Im Gewand der Heiligen Drei Könige mit Gefolge waren sie zum Auftakt im Foyer der Stadtverwaltung in der Hegermühlenstraße 58 zu Gast. Sie sangen einige Lieder aus dem reichen Fundus, verteilten selbst gebastelte Sterne und ließen die Spendenbüchse kreisen. Dann wurde der Segens-Aufkleber mit den Initialen 20*C+M+B+23 (Christus Mansionem Benedicat  2023/Christus segne dieses Haus) über der Drehtür angebracht.

Orte waren bislang spendabel

Bürgermeisterin Elke Stadeler (l.) begrüßt die Sternsinger bei der Stadtverwaltung Strausberg,

Bürgermeisterin Elke Stadeler (l.) begrüßt die Sternsinger bei der Stadtverwaltung Strausberg

Sebastian Aehlig, Vorsitzender des Pfarreirates von St. Hubertus und einer der erwachsenen Begleiter der Gruppe, erläuterte, dass das Dreikönigssingen in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ steht. Man sammle Geld für Kinder, denen es schlechter gehe. In den vergangenen Jahren hätten sich die Strausberger und Petershagen-Eggersdorfer stets spendabel gezeigt, seien einige tausend Euro zusammengekommen. Er hoffte, dass diesmal ein ähnliches Ergebnis erreicht werden kann.

Bürgermeisterin Elke Stadeler lobte, es sei wertvoll, dass die Kinder hier nicht nur an sich selbst denken. Sie erinnerte an den Krieg in der Ukraine und auch anderswo hätten Kinder Probleme. Andere als hierzulande, aber allen sollte es gut gehen, wünschte sie. Den Segen würden viele Leute zu Gesicht bekommen und dadurch vielleicht auch daran erinnert.

Hilfsprojekte in rund 100 Ländern

 Bevor die Gruppe weiterzog, gab es für sie Tee und Süßes. Weitere Stationen im Anschluss waren die Sparkassen-Zentrale, das evangelischen Gemeindehaus, die Stadt-Apotheke am Markt, der Eine-Welt-Laden, das Brillenstudio Frenzel und die Caritas.

Das Dreikönigssingen Anfang Januar ist eine Solidaritätsaktion. Die Spenden fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund 100 Ländern weltweit. Die Auflage 2023 bringt den Sternsingern nahe, dass Kinder überall auf der Welt ein Recht auf Schutz haben. Denn weltweit leiden Kinder unter Gewalt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich eine Milliarde Kinder und Jugendliche physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind – das ist jedes zweite Kind.

Ein Überblick über die stillen Örtchen

Seit mehreren Jahren beteiligt sich die Stadt Strausberg am bundesweiten Projekt „nette Toilette“. Gastronomische Einrichtungen und Geschäfte stellen in dem Rahmen ihre WCs den Strausbergern und Touristen als kostenlose öffentliche Toiletten zur Verfügung und erhalten im Gegenzug von der Stadt eine Aufwandsentschädigung für den erhöhten Reinigungsbedarf. Etwa ein halbes Dutzend Unternehmen zwischen Flugplatz im Norden und dem Bahnhof Strausberg im Süden hat bislang mit der Stadtverwaltung entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen.

Flyer nette ToiletteDarüber hinaus gibt es die kostenpflichtigen öffentlichen Toiletten an den Straßenbahn-Endhaltestellen S-Bahnhof und Lustgarten sowie am Parkplatz Müncheberger Straße. Erkennbar sind alle an roten Aufklebern im Außenbereich der Einrichtungen. Die Standorte sind auf der Internetseite der Stadt zu finden oder in der Nette-Toilette-App fürs Smartphone.

Nun gibt es den Überblick über die stillen Örtchen auch in Papierform zum Mitnehmen. Die Stadt- und Touristinformation Strausberg hat entsprechende Flyer drucken lassen, die in der Informationsstelle am Lustgarten erhältlich sind. Geöffnet ist sie Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Sonnabend von 10 bis 15 Uhr.

Weitere Partner, die sich dem Projekt anschließen wollen,  können sich übrigens bei der Stadt- und Touristinformation melden, am besten per Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de.

Der letzte öffentliche Fernsprecher verschwindet

Noch gibt es an der Ecke Große/Müncheberger Straße ein öffentliches Telefon. Doch dessen Tage sind gezählt. Die Deutsche Telekom hat angekündigt, dass die sogenannte öffentliche Telefonie schrittweise abgeschaltet wird. In den letzten Jahren seien bereits mehr als 90 Prozent der früher vorhandenen Telefone abgebaut worden, weil sie niemand mehr genutzt hat. Die bundesweit noch verbleibenden rund 12.000 Geräte gehen in den nächsten Wochen außer Betrieb. So auch das in Strausberg, hat das Unternehmen der Stadtverwaltung mitgeteilt.

Telekom-Telefon in der Großen StraßeZuerst wird die Münzzahlung deaktiviert, ab  Februar 2023 dann auch die Zahlungsfunktion mittels Telefonkarte. Damit verbunden ist die Deaktivierung sämtlicher Telekommunikationsdienste an den Telefonsäulen bzw. -häuschen. Bis Anfang 2025 sollen alle Fernsprecher verschwunden sein. Wann welcher Standort abgebaut wird, werde man den betroffenen Kommunen rechtzeitig mitteilen. Etwa ein Viertel der Standorte soll aber für die Verbesserung des örtlichen Mobilfunks mit kleinen Antennen weiter genutzt werden.

Mobilfunk macht die Technik überflüssig

Als Hauptgrund für die Einstellung des Service nennt die Telekom die Unwirtschaftlichkeit. Mit dem Vormarsch des Mobilfunks gehe die Nutzung der öffentlichen Telefonie gegen Null. „Wir haben rund 3800 Standorte, an denen im letzten Jahr kein einziges Gespräch geführt wurde“, so Jens Niemeyer von der Telekom Technik GmbH. Wenige Euro Umsatz pro Monat stünden in keinem Verhältnis zu den Unterhaltskosten – Betriebskosten, Standmiete, Reinigung sowie auch immer wieder Kosten für die Beseitigung von Schäden, z.B. durch Vandalismus und Diebstahl. Darüber hinaus gestaltet sich die Beschaffung von Ersatzteilen immer schwieriger. Sie werden kaum noch produziert bzw. sind nicht mehr erhältlich.

Auch Energieeinsparung ein Aspekt

Zudem könne man mit den Rückbaumaßnahmen erheblich Energie einsparen. Je nach Ausstattung braucht eine Telefonzelle zwischen 500 und 1250 Kilowattstunden im Jahr. Mit der Abschaltung der ungenutzten Technik lassen sich so zwischen sechs und 15 Millionen Kilowattstunden jährlich einsparen. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehreren Tausend Wohnungen.

Eine Verpflichtung zum Betrieb öffentlicher Telefone besteht laut Telekom seit Änderung des Telekommunikationsgesetzes Ende 2021 nicht mehr.  

Offene Türen an der Anne-Frank-Oberschule

Eine Woche nach der Lise-Meitner-Oberschule stellt sich am 21. Januar die Anne-Frank-Oberschule in der Peter-Göring-Straße bei einem Tag der offenen Tür vor, von 10 bis 12 Uhr. Wie Rektorin Annegret Ortner ankündigt, zeigen Schülerinnen und Schüler den Gästen die Räumlichkeiten und stellen Ergebnisse der Unterrichtsarbeit vor. Es gibt einen Einblick in die Organisation einer „offenen Ganztagsschule“. Zugleich wird vermittelt, wie das besondere Profil der Berufsorientierung mit den Schülerinnen und Schülern gestaltet wird, um sie optimal auf ihre Berufswahl vorzubereiten. Schüler, Eltern, Lehrer und Kooperationspartner stehen für Gespräche zur Verfügung. Und die Schülerfirma „Cafe Anne“ kümmert sich um das leibliche Wohl.

Zusätzlich bietet die Schulleitung am 25. Januar von 18 bis 19 Uhr für Eltern und zukünftige Siebtklässler einen individuellen Informationsabend an. Kontakt: Tel. 03341 22076

Die Anne-Frank-Oberschule ist eine offene Ganztagsschule mit berufsorientierter Ausrichtung. Dort lernen ca. 330 Schülerinnen und Schülern in 12 Klassen. 27 Lehrkräfte vermitteln Wissen für Berufsbildungsreife sowie Erweiterte Berufsbildungsreife (erweiterter Hauptschulabschluss), Fachoberschulreife (Realschulabschluss) oder Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Lise-Meitner-Oberschule hatte eine Woche eher eingeladen

Bereits am 14. Januar hatte die  Lise-Meitner-Oberschule einen Tag der offenen Tür. Nach einer virtuellen Variante 2021 und einer kurzfristigen Absage wegen Corona 2022 konnten sich Interessierte in diesem Jahr wieder vor Ort selbst ein Bild machen. Alle Fachbereiche wurden vorgestellt, Werkstatt und Küche präsentiert und in der Sporthalle liefen sportliche Aktivitäten. Schulleiter Nils Mühlisch und das Kollegium standen für Fragen zur Verfügung. 

Überdies präsentierte sich der Förderverein, der Projekte in der Schule unterstützt. Zum Beispiel will er die Anschaffung eines Gewächshauses für den Schulgarten und weitere Hochbeete voranbringen. 2022 hatte er unter anderem Geld für das Sommerfest und andere Veranstaltungen zugeschossen. Auf einer eigenen Internetseite kann man sich über den Verein informieren.

Die Lise-Meitner-Oberschule ist eine offene Ganztagsschule mit ca. 250 Schülerinnen und Schülern. In den Klassen lernen zwischen 25 und 27 Mädchen und Jungen.  22 Lehrerinnen und Lehrer, ein Sonderpädagoge und zwei Berufseinstiegsbegleiterinnen führen sie zu Erweiterter Berufsbildungsreife (erweiterter Hauptschulabschluss), Fachoberschulreife (Realschulabschluss) oder Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe.

Jagdgenossenschaft Hohenstein lädt zur Mitgliederversammlung

Der Vorstand der Jagdgenossenschaft Hohenstein lädt für Mittwoch, 25. Januar 2023, zur diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung der Jagdgenossenschaft ein. Treffpunkt ist um 18 Uhr der Versammlungsraum der Landfarm Hohenstein in der Dorfstraße 16 b in Hohenstein. Auf der Tagesordnung stehen neben Rechenschafts- und Kassenbericht  auch der Haushaltsplan  und ein Beschluss über die Verpachtung des Gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Hohenstein. Zur Jagdgenossenschaft Hohenstein gehören Eigentümer von bejagbaren Flächen in Hohenstein selbst und den Ortsteilen Gladowshöhe und Ruhlsdorf.

Spielgeräte werden ausgewechselt

Eigentlich sollte die große Tampenschaukel auf dem Spielplatz an der Barnimstraße in Strausberg-Vorstadt längst repariert sein. Dort war bei einer Kontrolle im Spätsommer aufgefallen, dass ein Querbalken marode ist. Daraufhin musste das Spielgerät gesperrt werden, war lange Zeit mit einem Bauzaun vom Rest des Platzes abgetrennt. Die Spielplatzbaufirma, mit der das Rathaus zusammenarbeitet, sollte das Ersatzteil umgehend bestellen und nach Lieferung einbauen. Angesichts der Materialengpässe in manchen  Bereichen hatte man sich bereits damals auf eine längere Zwangspause eingestellt.  

Reparatur wäre teurer als Neuanschaffung geworden

Inzwischen ist die robuste Schaukel für mehrere Kinder mit einem dicken Seil statt eines Sitzes oder Netzes aber komplett verschwunden. Nach Auskunft des Fachbereichs Technische Dienste der Stadtverwaltung hat sich zwischenzeitlich herausgestellt, dass die Reparatur der Schaukel derartig teuer geworden wäre, dass man auch etwas Neues anschaffen könnte. Da im vorigen Jahr in diesem Umfang aber kein Geld für dieses Objekt eingeplant war, soll das nun in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Bereits einen Schritt weiter sind Beschaffungen für zwei andere Standorte: den Spielplatz Heinrich-Dorrenbach-Straße und den Spielplatz Am Herrensee. Auch dort haben Prüfer bei Kontrollen darauf aufmerksam gemacht, dass in absehbarer Zeit etwas zu tun ist. Im sogenannten Südpark in der Vorstadt soll nun eine neue Kletterkombination montiert werden, an der 10-Plus-Anlage in Hegermühle ein Sechseckpavillon. Die Leistungen sind bereits ausgeschrieben, jeweils nebst den dazugehörigen Abbruch- und Erdarbeiten. Einige Tage haben Firmen noch Zeit, sich zu melden. Im zeitigen Frühjahr soll der Auftrag dann realisiert werden, Mitte April nach Möglichkeit alles fertig sein.

Spielplatz an der Heinrich-Dorrenbach-Straße in der Vorstadt

Spielplatz an der Heinrich-Dorrenbach-Straße in der Vorstadt

Pavillon am Freizeitgelände Hegermühle zwischen S-Bahn und Wohnhäusern

Pavillon am Freizeitgelände Hegermühle zwischen S-Bahn und Wohnhäusern

Sternsinger kommen zur Stadtverwaltung

Die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Hubertus Petershagen/Strausberg werden auch in diesem Jahr wieder unterwegs sein, ihren Segen vergeben und Spenden sammeln. Am 6. Januar stehen für die als Heilige Drei Könige und Gefolge ausstaffierten jungen Leute mehrere Stationen in Strausberg auf dem Programm. Der Auftakt wird um 11 Uhr im Foyer der Stadtverwaltung in der Hegermühlenstraße 58 erfolgen. Von dort zieht die Gruppe weiter zur Sparkassen-Zentrale in der Großen Straße (ca.11.30 Uhr), dann zum evangelischen Gemeindehaus in der Predigerstraße (12 Uhr), zur Stadt-Apotheke am Markt (12.15 Uhr), zum Eine-Welt-Laden gegenüber (12.30 Uhr), zum Brillenstudio Frenzel im Norden der Großen Straße (12.45 Uhr) und zum Abschluss besuchen die Sternsinger die Caritas in der August-Bebel-Straße (13.15 Uhr).

Das Dreikönigssingen Anfang Januar ist eine Solidaritätsaktion. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“. Denn weltweit leiden Kinder unter Gewalt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass jährlich eine Milliarde Kinder und Jugendliche physischer, sexualisierter oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind – das ist jedes zweite Kind. Insbesondere Kinder armer Regionen und Kinder in Notsituationen werden Opfer. Umso wichtiger ist es, Kinder von klein auf zu schützen und Erwachsene für den Kinderschutz zu sensibilisieren. Das Dreikönigssingen 2023 bringt den Sternsingern nahe, dass Kinder überall auf der Welt ein Recht auf Schutz haben. Aktionsmaterialien veranschaulichen den Beteiligten, wie Hilfe der Sternsinger wirkt.

Weltweit setzen sich Projektpartner der Sternsinger dafür ein, dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen können, dass sie Geborgenheit und Liebe erfahren, sie ihre Bedürfnisse ausdrücken können und ihre Rechte gestärkt werden. Die Spenden, die die Sternsinger sammeln, fließen in Hilfsprojekte für Kinder in rund 100 Ländern weltweit.  

Radler verwundert über Sattelfest-Absage   

Ein knappes Dutzend  Radinteressierte ist am letzten Tag des Jahres 2022 mit dem Radverkehrskoordinator der Strausberger Stadtverwaltung Thomas Deuse zur Saisonabschluss-Tour aufgebrochen.  Von der Stadt- und Touristinformation an der Straßenbahnendhaltestelle Lustgarten ging es über Spitzmühle zunächst zum Tierheim Wesendahl, wo Futterspenden abgegeben wurden. Die Gruppe sei kurz mit den Betreibern ins Gespräch gekommen und habe Verbesserungen wahrgenommen, berichtete Deuse im Anschluss.

Zurück ging es an der Wesendahler Mühle vorbei, wo erfreulich viel Wasser zu sehen war, in Richtung Schillerhöhe. Unterwegs brach einem Radler aus Rüdersdorf das Schaltwerk hinten ab, so dass er ungewollt zum Fußgänger wurde. Bei einem kleinen Zwischenstopp am Denkmal zu Ehren des 200. Geburtstags Friedrich Schillers waren dann aber alle schon wieder vereint, haben auf das neue Jahr angestoßen und sich gegenseitig „Hals und Beinbruch“ für die kommende Radsaison 2023 gewünscht.

Saisonabschluss-Radtour 2022: Zwischenstopp am Schiller-Denkmal in Schillerhöhe

Saisonabschluss-Radtour 2022: Zwischenstopp am Schiller-Denkmal in Schillerhöhe

Nachbarn sollen für Altlandsberg einspringen

Überdies wurde Unglaube über die Absage des Sattelfestes 2023 aus Altlandsberg geäußert. Eine Veranstaltung mit derartig überregionaler Bedeutung könne wenige Monate vorher nicht abgesagt werden, so die einhellige Meinung. Nun müssten Nachbargemeinden einspringen und helfen. Zumal Radtouren dorthin schon in Planung sind. Altlandsberg hatte aufgrund anstehender Straßenbauarbeiten in der Altstadt kürzlich die Ausrichtung des Sattelfestes Ende April 2023 ausgeschlossen. Es sind zwar Ersatzvarianten im Gespräch, aber bislang nicht verabredet.

Die meisten Mitradelnden waren übrigens mit Helm unterwegs. 2022 habe wieder gezeigt, dass man besser schon vor dem ersten Sturz einen solchen Schutz kaufen sollte, sagte Deuse. Er empfiehlt, den Helm im Fachhandel zu kaufen und aufzuprobieren. „Er sollte bequem und leicht sein und im Kinnbereich nicht scheuern“, so seine wichtigsten Tipps.

Auch im neuen Jahr freue er sich auf Anregungen zum Strausberger Radverkehr, ergänzte er. Kontakt: radfahren@stadt-strausberg.de

Der „Kellerbäcker“ schließt

Eigentlich würde Heiko Nemela Fragen lieber aus dem Wege gehen. Immer wieder wurde er bereits angesprochen. Denn es war längst kein Geheimnis mehr, dass seine Bäckerei in der Hegermühlenstraße zum Jahresende schließen wird. Nach fast 25 Jahren in Strausberg ist der 31. Dezember beim „Kellerbäcker“ letzter Verkaufstag. Damit geht zugleich eine lange Familientradition zu Ende: Mehr als 200 Jahre hatten der 52-Jährige und seine Ahnen das Handwerk ausgeübt – früher im Unstrut-Tal, dann in Hennickendorf und seit 1971 in Strausberg.

der Laden in der Hegermühlenstraße„Die Gegebenheiten verlangen es“, begründet der Chef den Schritt und will gar nicht groß ins Detail gehen. Die gestiegenen Kosten für Gas und Strom sind ja hinlänglich bekannt. Wie im Supermarkt kletterten auch für Bäckereien die Preise für Lebensmittel wie Mehl, Butter, Quark … Für Kraftstoff musste der Betrieb ebenfalls mehr aufwenden, denn er lieferte an seine größeren Abnehmer. Zu den Kunden zählten zum Beispiel das Lakeside-Hotel, das AWO-Seniorenzentrum, die Finanzamt-Kantine, Fleischereien, Gaststätten oder auch den Fanfarenzug bei größeren Veranstaltungen.

Zunehmend schwieriger sei es geworden, Personal zu finden, gleich ob für Verkauf oder Backstube. „Sonnabends arbeiten? Da winken die meisten ab“, so die Erfahrung. Und die Zeiten der Produktion liegen ja in der Nacht. „0.30 Uhr geht‘s los, Sonnabend je nach Bestellung auch eher. Um 6 Uhr muss alles da sein“, erzählt Nemela. Zumindest wollten die zwei Gesellen und die drei Frauen im Verkauf bis zum letzten Öffnungstag zur Stange halten. Auch wenn sie längst ihre Kündigung bekommen hatten.

Nicht zuletzt gestaltete sich das Managen von Bestellungen – die Bäckerei produziert alles selbst – immer schwieriger. Man brauche viel Vorlaufzeit, müsse viel Papier beschreiben und auf Lieferengpässe oder Fehler gefasst sein. So kamen zum Beispiel die üblichen Kerne für Dinkelbrote mal nicht mit. Also musste improvisiert werden. Zudem drängten Lieferanten auf größere Abnahmemengen. „Früher war es schöner“, fasst der Chef zusammen. „Und die Zukunft ist zu ungewiss.“

Was er nach der Schließung der eigenen Bäckerei machen will, weiß Nemela noch nicht. Auf jeden Fall will er der Kundschaft ein großes Dankeschön für die Treue aussprechen. Denn der Laden habe an dem Standort gerade vom „Stammpublikum“ gelebt. „Wenn in der benachbarten Schule Ferien und in der Verwaltung Urlaubszeit ist, merkte man das schon“, erzählt Nemela, der in Berlin Konditor gelernt hatte und nach der Meisterschule nach Strausberg gewechselt war.

Die Stollen für den Strausberger Weihnachtsmarkt 2022 waren jedenfalls seine letzten.Meisterbrief von Heiko Nemela

"Kellerbäcker" Heiko Nemela mit Stollen beim Weihnachtsmarkt 2022

Solaranlage zum Pachten

Mit einem Pachtmodell aus Photovoltaikanlage mit Wechselrichter, Stromspeicher und optional einer Wallbox für das Laden von Elektroautos bietet der Energiedienstleister EWE ab 1. Januar ein neues Modell an. „EWE ZuhauseSolar Pacht“ heißt die Dienstleistung. Damit entfallen die Anschaffungskosten für die Solartechnik. Im Vergleich zum Kauf der Technik ist für die Pacht keine Anfangsinvestition notwendig. Stattdessen zahlt die EWE-Kundschaft einen monatlich festen Betrag über die vertraglich vereinbarte Laufzeit von 20 Jahren. „Die Pacht der Anlage ermöglicht es, saubere Energie selbst zu erzeugen, zu nutzen und auch zu speichern. Damit kann die private Energiewende vorangebracht und die eigene Immobilie aufgewertet werden“, sagt Andy Satzer, Solar- und Speicher-Experte vom Energiedienstleister EWE. Auswählen kann die Kundschaft die Technik aus einem Portfolio namhafter Hersteller. Als Eigentümer der Technik kümmert sich EWE um den Aufbau und die Inbetriebnahme des Solarsystems.

Von steigenden Stromkosten unabhängiger

Eine Photovoltaikanlage fördert nicht nur den Ausbau der erneuerbaren Energien und macht energieunabhängiger, sondern hilft auch, Stromkosten um etwa 30 Prozent zu senken. In Kombination mit einem Stromspeicher kann der Jahresstrombedarf inzwischen bis zu 70 Prozent gedeckt werden. Hohe Investitionskosten und ein damit verbundenes finanzielles Risiko können vielfach hemmen, ein Solarsystem im Eigenheim zu installieren. Genau da setzt das Pachtmodell von EWE an: Der Energiedienstleister bleibt für die Laufzeit von 20 Jahren der Eigentümer des Solarsystems. Die Kundin oder der Kunde wird der Betreiber, kann den Sonnenstrom nutzen und erhält bei Einspeisung des Stroms ins Stromnetz auch die entsprechende Vergütung vom Netzbetreiber. Solaranlage auf Hausdach

Nach 20 Jahren gibt es die Option, das Solarsystem von Eigentümer EWE zu übernehmen. Alternativ erfolgt ein vollständiger Rückbau der Anlage. „Unsere Pachtkundschaft verpflichtet sich lediglich, Service und Wartung für das Solarsystem durchführen zu lassen. Einen Service- und Wartungsvertrag bieten wir optional entsprechend an, somit wird aus der Pacht ein Rundum-Sorglos-Paket für die persönliche Energiewende,“ sagt Andy Satzer.

Vereinfachte Anschaffung regenerativer Technik

Wie wichtig eine klimaneutrale Energieerzeugung und Nutzung und damit auch eine Abkehr von fossilen Rohstoffen ist, machen Satzer zufolge die aktuellen Ereignisse in Europa deutlich. Seit einigen Monaten nimmt EWE einen gestiegenen Bedarf der Kundschaft wahr, Energie selbst zu erzeugen und selbst zu nutzen. „Diese Nachfrage bedienen wir. Mit der Einführung des Solarsystems zur Pacht vereinfachen wir zudem die Anschaffung der regenerativen Technik für die Stromversorgung von Privathaushalten und leisten damit auch einen Beitrag auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft“, so Satzer. 

Geeignet ist das Solar-Pacht-Modell EWE zufolge für Privathaushalte. Das Unternehmen bietet die Dienstleistung zunächst in seinen Heimatregionen im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an. Weitere Regionen folgen.

 

Junge Lebenswelten – Fotos gesucht

Jugend ist das Jahresthema 2023 im Oderbruch-Museum Altranft.  Damit wolle man das Augenmerk auf das junge Leben im Bruch richten und viele Protagonisten zu Wort kommen lassen, heißt es. Mit einer neuen Fotoausstellung von Amateur- und Hobbyfotografinnenen und -fotografen will das Museum auch wortwörtliche Einblicke in diese Welt bieten. Deshalb hat es alle Interessierten aufgerufen, bis Ende Januar Fotos zu diesem Thema zu schicken.

Das jeweilige Jahresthema ist ein zentrales Element der Arbeit des Oderbruchmuseums. Es gibt den Grundton für Ausstellungen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen vor.  „Bei solch einem Jahresthema sind wir natürlich erpicht darauf, den Blickwinkel der jungen Menschen selbst zeigen“, saght Programmleiter Dr. Kenneth Anders. Er hofft auf möglichst viele Einsendungen.

Auch Fotos von früher erwünscht

„Es sind aber nicht nur junge Fotografen und Fotografinnen aufgerufen, Bilder zu schicken. Wir zeigen auch gern alte Fotografien, die einen Einblick in das Leben der Jugend des Oderbruchs in der Vergangenheit geben. Kurzum: wird das Thema Jugend ersichtlich, wird das Bild in der Auswahl berücksichtigt.“ Wichtige Regel, die eingehalten werden muss: Es soll mindestens ein Mensch zu sehen sein.

Jugend im Oderbruch; Foto: Alex Schirmer

Beispielbild: Jugend im Oderbruch                                                                                      Foto: Alex Schirmer

Das Museum nimmt bevorzugt digitale Medien im Hoch- oder Querformat per Mail entgegen, lässt aber auch analoge Aufnahmen zu. Zu beachten ist, dass das Hängen ausschließlich im Seitenverhältnis 3:4 (oder 4:3) erfolgt. Das Museum behält sich bei abweichenden Formaten vor, das entsprechende Bild zu beschneiden. Wichtig ist zudem eine ausgefüllte und unterschriebene Erlaubnis, dass die eingesendeten Fotos im Museum ausgestellt werden dürfen. Ein entsprechendes Formular findet sich auf der Internetseite des Museums.

Eine museumsinterne Jury entscheidet, welche Aufnahmen hochwertig ausgedruckt in der Ausstellung zu sehen sein werden. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2023. 

Einsendungen an:  fotos@oderbruchmuseum.de

Naturpark-Schule aktiv für Wanderweg E 11

Seit diesem Jahr tragen die bundtStift-Schulen Strausberg die Auszeichnung „Naturpark-Schule“. Damit einher gehen viele Aktivitäten, die den Naturpark Märkische Schweiz fördern. Die Naturparkverwaltung unterstützt die Schülerinnen und Schüler dabei, im Rahmen ihres Lehrplans über praktische Projekte unterschiedliche Fähigkeiten zu erlernen und nebenbei auch etwas über Natur und Landschaft, Tiere und Pflanzen und eine naturverträgliche Landnutzung zu erfahren. Dazu gehört auch der Naturtourismus.

Wasser erhält wertvollen Lebensraum

So wurden zu Beginn des Schuljahres gemeinsam mögliche Initiativen besprochen. Das Votum der Schülerinnen und Schüler lag eindeutig bei der Verbesserung des europäischen Fernwanderwegs E 11. Hierfür wurden zunächst Problempunkte entlang des Weges identifiziert.

Schüler der bundstift-Schulen Strausberg bauen eine Furt am Wanderweg E 11Kürzlich wurden mit einer Bauaktion erste Verbesserungen geschaffen. Durch das Anlegen einer kleinen, mit einem Schritt zu überwindenden Furt konnte die breite Überschwemmung des Weges im Stobbertal beseitigt werden. Der Weg ist jetzt wieder mit normalem Schuhwerk begehbar. Lerneffekt war gleichzeitig, dass das im angrenzenden Erlenbruch zurückgehaltene Wasser den wertvollen Lebensraum erhält. Nun geht beides: Biotopschutz und Wandern.

Das Schulprojekt basiert auf der Partnerschaft mit der Naturparkverwaltung und wird die Attraktivität des E11-Abschnitts in der Märkischen Schweiz erhöhen. Der Haupteffekt der Naturparkpartnerschaft ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, sich für ein Ziel einzusetzen und aktiv am Erreichen zu arbeiten. Dies
ist der Kernpunkt der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung in einer Naturpark-Schule.

Radtour zum Jahresausklang

Für alle, die das Jahr 2022 mit einer kleinen körperlichen Aktivität ausklingen lassen wollen, bietet der Radverkehrskoordinator der Stadtverwaltung Thomas Deuse noch einmal eine kleine Tour an. Treffpunkt ist Silvester um 10 Uhr an der Stadt- und Touristinformation an der Straßenbahnendhaltestelle Lustgarten. Von dort führt die Strecke über Spitzmühle zunächst zum Tierheim Wesendahl, wo Futterspenden abgegeben werden können. Zurück geht es dann über Schillerhöhe. Dort soll bei einem kleinen Zwischenstopp auf das neue Jahr angestoßen werden. Die Runde ist etwa 15 Kilometer lang und führt überwiegend über Rad- und Waldwege. Deuse rechnet mit einer Fahrzeit von ca. anderthalb Stunden. Er will übrigens bei jedem Wetter fahren und hofft auf viele Mitradelnde.

Premiere im Wasserwerk-Theater

„Anschluss im Abseits – Banden, Stadt und Eisenbahn“  ist der Titel eines Diskursschwanks von Matthias Merkle, der am 25. Dezember 2022 in der Anderen Welt Bühne Premiere hat. Beginn in dem Theater im ehemaligen Wasserwerk des alten Postgeländes an der Garzauer Straße ist um 19.30 Uhr.

Zum Inhalt: Im 19. Jahrhundert erweiterte der preußische Staat die Bahnverbindung von Berlin nach Königsberg und zur russischen Grenze zur bedeutendsten Fernverbindung des Landes. Die Ostbahn sollte ursprünglich nahe des Strausberger Stadtkerns durch das „Wolfstal“ führen. Teile des Magistrats warben massiv für das Vorhaben, da sich hier die Möglichkeit eröffnete, das ärmliche Provinznest zu beleben.

Widrige Umstände durchkreuzten den Plan. Am Ende fuhr die Ostbahn ca. sechs Kilometer südlich der Stadtgrenze entlang, der Bahnhof Strausberg musste mit Pferdefuhrwerken bedient werden. 1893 baute man eine sogenannte Secundär-Bahn, die bis heute als Strausberger Eisenbahn den Stadtkern mit dem Bahnhof verbindet.

Doch wie kam es zu dieser Entscheidung? Ein Kräftemessen zwischen Staats- und Privatbahn? Welche Rolle spielte die Stadt Strausberg darin?

Charmant und kratzbürstig

Der Diskursschwank von Matthias Merkle macht die Eröffnung der Strausberger Eisenbahn 1893 zum Dreh- und Angelpunkt einer kriminologisch-komischen Betrachtung von Strausberger Klüngelei, Militarismus und Fortschrittsangst. Die Gastgeber sprechen von einer charmanten wie kratzbürstigen Liebeserklärung an die so beschaulich im Abseits gelegene „Grüne Stadt am See“.

In der Inszenierung von Paul Spittler spielen Inga Dietrich, Timothée Dumont und Melanie Seeland, Statisterie Lana Fiebig, Cedric Höselbarth und Finia Schramm. Die Bühne von Emanuel Schleiermacher hat die Waldwirtschafterei GmbH gebaut, die Kostüme verantwortet Nadine Baske, Musik und Ton Jonas Albani und das Licht Tim Andersen.

Weitere Vorstellungen folgen am 30. Dezember, 28. Januar, 3., 17. und 18. Februar sowie 17. und 18. März, jeweils um 19.30 Uhr.  Karten kosten 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Reservierung unter wasserwerk@anderewelt.org Link öffnet in neuem Fenster.

Hort Strausseestrolche am 22.12.22 geschlossen

Wie innerhalb der Trägerschreiben zur Aufrechterhaltung der Teilschließung im Hort Straussee-Strolche vom 08.12.2022 und vom 15.12.2022 angekündigt, kann am Donnerstag, dem 22.12.2022 keine Hortbetreuung angeboten werden. Ursprünglich war dieser Tag als einziger Betreuungstag des Hortes innerhalb der Weihnachtsferien vorgesehen. Der Schließtag begründet sich durch den Umstand, dass die Fachkräfte vor Ort den eingeschränkten Hortbetrieb innerhalb der letzten Wochen mit aller Kraft aufrechterhielten.

Genaueres können Sie im Elternbrief nachlesen.

Jugendamt-Bereiche im Januar geschlossen

Die Bereiche Unterhaltsvorschuss und Beistandschaften des Jugendamtes Märkisch-Oderland haben in der Zeit vom 9.  bis 20. Januar 2023 an den Dienstorten Bad Freienwalde, Seelow und Strausberg geschlossen. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. In dieser Zeit erfolgen keine Terminvereinbarungen und die telefonische Erreichbarkeit ist eingeschränkt.

Die Schließzeit sei erforderlich, um Anpassungen an die ab 1. Januar 2023 geltenden Mindestunterhaltssätze und dadurch veränderter Zahlungsbeträge vorzunehmen, hieß es zur Begründung.  Bürger werden gebeten, die Schließzeit bei ihren Terminplanungen zu beachten. Zugleich wird um Verständnis gebeten.

Weitere Teilschließung des Hortes Straussee-Strolche

Vom 19. bis 21. Dezember 2022 wird der Hortbetrieb im Hort Straussee-Strolche vorübergehend für Kinder der 1. Klassenstufe eingestellt. Die angespannte Personalsituation ist leider gegenüber der Vorwochen unverändert. Eine zeitgleiche Betreuung aller Kinder ist nach wie vor nicht umsetzbar. An einer Teilschließung des Hortes muss daher zunächst weiterhin festgehalten werden, um die Sicherung des Kindeswohls im Rahmen der Betreuung gewährleisten zu können.

Die Teilnahme der Kinder an der Mittagsversorgung ist trotzdem abgesichert. Die Kinder sollten nach Einnahme der Mittagsmahlzeit jeweils ca. 12:30 Uhr abgeholt werden.

Zudem wird am Donnerstag, dem 22.12.2022, der Hort für alle Kinder geschlossen bleiben. Dieser ursprünglich angedachte, einzige Betreuungstag des Hortes Straussee-Strolche innerhalb der Weihnachtsferien kann unter den aktuellen Umständen nicht angeboten werden. Freitag, der 23.12.2022, war davon unabhängig bereits als Schließtag vorgesehen.

Weitere Informationen können dem Elternbrief zur Teilschließung Hort Straussee-Strolche  entnommen werden.

Die Stadtverwaltung bedauert die unbefriedigende Situation. Maßnahmen, die zu einer Verbesserung beitragen können, werden weiterhin stetig geprüft und möglichst kurzfristig ergriffen. 

Baupause an der Thälmannstraße/Tasdorfer Kreisel wird 2023 saniert

Auf der Gehwegbaustelle in der Thälmannstraße in der Vorstadt ist jetzt erst einmal Winterpause. Auch wenn in den nächsten Tagen Plusgrade erwartet werden.

Die frostige Witterung der letzten Zeit habe dazu veranlasst, die Arbeit einzustellen, hieß es von der Baufirma. Man hätte gern noch das Stück zwischen Friedrich-Engels- und Rudolf-Breitscheid-Straße bis zur Weihnachtspause fertig gestellt, aber durch die zwischenzeitlichen Minusgrade sei dies nicht möglich geworden.

Das erste Teilstück zwischen Karl-Marx- und Friedrich-Engels-Straße ist hingegen bereits nutzbar, und die neue Pflasterung reicht – abgesehen von wenigen Metern an der Einmündung Engels-Straße – derzeit bis zur Thälmannstraße 45. Daneben ist auch die  Fahrbahnkante für die neue Bushaltestelle gesetzt. Die Kabelarbeiten für Breitband sind bis etwa Waldemarstraße vorangekommen, die alten Platten mittlerweile bis zum Endpunkt Garzauer Straße entfernt.

Gehwegbaustelle an der Thälmannstraße in Strausberg.

Gehwegbaustelle an der Thälmannstraße

die künftige Bushaltestelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertigstellung bis Ende Februar vorgesehen

Weitergehen wird es auf der Baustelle frühestens ab 9. Januar, kündigte die Firma Eurovia an. Sofern die Witterung mitspielt. Je nachdem, ob es weitere Zwangspausen gibt, wird sich der Fertigstellungstermin nach hinten verschieben. Der war entgegen einer früheren Mitteilung des Landesbetriebes Straßenwesen für Ende Februar 2023 und nicht schon zum Jahresende 2022 vorgesehen.

Das Gesamtvorhaben Straßenbau L 30 zwischen Landhaus- und Garzauer Straße soll bis Mitte des Jahres 2023 abgeschlossen werden. Denn neben dem Neubau des Rad-/Gehwegs wird auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Stück Landesstraße noch die Fahrbahn erneuert.

Weitere Baustellen

In Hohenstein soll die Ortsdurchfahrt der L 34 laut Landesbetrieb Anfang des zweiten Quartals 2023 fertig werden, danach die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ruhlsdorf starten. Dort wird die Fahrbahndecke erneuert und die Straßenentwässerung Instand gesetzt.

Im kommenden Jahr ist dann ebenfalls die Sanierung des Tasdorfer Kreisels (Kreisverkehr L 30/L 303) geplant. Derzeit erfolgen innerhalb des Landesbetriebes Straßenwesen Abstimmungen zur Bauvorbereitung. Zu Bauzeit und etwaigen Umleitungen gab es bisher noch keine Informationen.

Stadtwerke-Chefin sieht Versorgung sicher

Die Stadtwerke Strausberg (SSG) sehen die Versorgungssicherheit ihrer Kunden auch für das  Jahr 2023 gegeben. Nach Angaben von GmbH-Geschäftsführerin Irina Kühnel sei es „so gut wie gelungen“, die nötigen Gasmengen für diesen Zeitraum vertraglich zu binden. Sie sprach diesbezüglich von einem „Meilenstein“.

Allerdings müssen auch die Stadtwerke deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die Beschaffungskosten am Markt seien „massiv“ in die Höhe geschnellt, erklärte die SSG-Chefin und nannte den Faktor „mal drei“. Der ist für Kunden nicht sofort wirksam, sondern kommt mit Verzögerung auf sie zu. Denn für 2022 hatten die Stadtwerke noch Verträge zu günstigeren Konditionen. Die sind auch erfüllt worden. Dadurch habe es bislang nur kleinere Kostensteigerungen gegeben. Die höheren Beschaffungskosten für 2023 müssen künftig aber weitergegeben werden, damit das Unternehmen seine Lieferanten bezahlen kann. „Anders lässt sich Versorgungssicherheit nicht herstellen“, verdeutlicht Irina Kühnel.

Heizöl-Tanks sind für Notfälle gefüllt

Um auch bei eventuellen Engpässen bei Gas gewappnet zu sein, haben die Stadtwerke überdies Heizöl eingekauft und die eigenen Speicher gefüllt. Dies werde schon seit mehreren Jahren so praktiziert, erklärte SSG-Sprecherin Gesa Tat. Nach ihrer Auskunft gibt es drei Tanks mit je 100.000-Litern Fassungsvermögen. Technisch sei der Einsatz von Heizöl unproblematisch – in den Kesseln der SSG könne auch Öl verfeuert werden. Die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage funktioniere hingegen nicht mit Heizöl. Stromproduktion sei mit Öl also nicht möglich.

Eine Umstellung der Fernwärmeproduktion auf Heizöl sei indes nicht vorgesehen, erklärte sie. Das sei auch nicht sinnvoll. „Öl ist teurer und schneidet in der Klimabilanz deutlich schlechter ab als Erdgas. Gefüllte Öltanks bedeuten für unsere Kunden aber eine höhere Versorgungssicherheit in punkto Fernwärme. Auswirkungen auf der Kostenseite gibt es für sie hierdurch nicht.“

Im November zwölf Prozent weniger Verbrauch

Irina Kühnel verwies darauf, dass der Gesetzgeber durch die Beschlüsse zu den verschiedenen Preisdeckeln für Bürger und die Stadtwerke „Planungssicherheit geschaffen“ und „sehr deutliche“ Entlastungen festgeschrieben habe. Bei Fernwärme werde sich der Preis für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs folglich nur leicht von derzeit 9,11 auf dann 9,5 Cent pro Kilowattstunde erhöhen, kündigte sie an. Wer mehr verbraucht, muss allerdings dafür die realen Marktpreise zahlen. Erste Erfahrungen aus dem im Vergleich zum Vorjahr kühleren November hätten eine Senkung des Verbrauchs im Stadtgebiet um zwölf Prozent gebracht – auch durch regulierende Maßnahmen an den Anlagen wie Senkung der Grenz- und Nachttemperaturen.

Beim Strom sieht die von Bundestag und Bundesrat bestätigte „Bremse“ einen Arbeitspreis von 40 Cent pro Kilowattstunde vor, was de facto eine Senkung bedeute und somit eine Entlastung für die Bürger bringe, sagt Irina Kühnel. Das Unternehmen werde jegliche Möglichkeiten zu Einsparungen realisieren und so „preisdämpfend“ wirken. „Aber was am Markt passiert, trifft uns auch“, machte sie klar. Mittelfristig werde man weiter an der Effizienz der Wärmeversorgung arbeiten, kündigte sie an. Das passiere schon seit den 1990ern und habe zu rückläufigem Wärmeabsatz in der Stadt geführt.

Gleichstellungsbeauftragter benannt

Die Stadt hat jetzt einen Gleichstellungsbeauftragten. Alexander Lehmann wird zum 1. Januar 2023 diesen Posten übernehmen. Der 25-Jährige wurde von den Stadtverordneten am 15. Dezember offiziell dafür benannt.

Alexander Lehmann

Alexander Lehmann

Lehmann ist gebürtiger Rüdersdorfer, hatte in Strausberg die Kindheit verbracht und die Grundschule besucht und wohnt seit etwa einem Jahr wieder in der Stadt. Er war der einzige Bewerber für das seit längerem ausgeschriebene Ehrenamt. Seit fast zehn Jahren engagiert sich der Lehrer für Deutsch, Mathe und Englisch  in verschiedenen Vereinen und Initiativen für Menschenrechte und bringt hierdurch tiefgründige Erfahrungen mit. Damit und mit seiner aufgeschlossenen Persönlichkeit konnte er auch im Vorstellungsgespräch im Rathaus überzeugen. 

Er trete gegen jegliche Art von Diskriminierung und für Gleichbehandlung aller Menschen ein, erklärte Lehmann vor den Stadtverordneten. Denn er habe als 16-Jähriger selbst Diskriminierung und körperliche Gewalt erlebt, berichtete er. Danach habe er sich geschworen, etwas zu tun, dass die Welt für folgende Generationen eine bessere werde. Der Pädagoge sieht sich als „Brückenbauer“ in der Stadt und will eventuelle Gräben schließen oder mindestens verkleinern. „Leben in Gemeinschaft geht nur in friedlichem Miteinander – mit Respekt, Toleranz und Akzeptanz.“

Er habe die Ausschreibung gelesen, überlegt und sich dann gefragt, warum eigentlich nicht, erzählte er. „Es sollte im Interesse aller liegen, dass Menschen aller Geschlechter im Ort gleich behandelt werden“, so seine Position. Deshalb habe er sich beworben. Es sei zwar in letzter Zeit gesellschaftlich und politisch einiges erreicht worden, „aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, steht für ihn fest. Gemeinsam mit der Kommunalpolitik wolle er aus der grünen Stadt am See eine noch buntere Stadt machen.

Ein Stadtverordneter gab ihm mit auf den Weg, das Amt „mit Augenmaß“ auszufüllen. Dann könnten womöglich alle mit dem Thema leichter umgehen.

Alexander Lehmann ist ab sofort bereits per E-Mail erreichbar. Kontakt: hallo@gleichstellung-strausberg.de

Straussee-Strolche-Eltern erhalten Geld zurück

Seit dem Ende der Herbstferien gibt es im Hort Straussee-Strolche vor allem durch Krankheitsfälle akute Personalprobleme. Die Folge waren und sind wochenweise Teilschließungen für einzelne Klassenstufen. Die Verwaltung hofft, dass sich mit dem Arbeitsantritt von zwei Beschäftigten zum 1. Januar 2023 und voraussichtlich einer weiteren zum 1. Februar die Lage entspannt.

Bis zu den Weihnachtsferien ist aber kaum Besserung in Sicht, wird das Wechselmodell wohl weiter angewendet. Welche Auswirkungen diese Teilschließungen und die bisweilen sehr kurzfristige Information darüber haben, machte eine Reihe von Eltern bei der Stadtverordnetenversammlung am 15. Dezember deutlich. Die Betroffenen forderten schnelle Schritte, um die Situation zu ändern.

Ausschuss-Sondersitzung im Januar 2023

Lösungsansätze sollen in einer Sondersitzung des zuständigen Bildungsausschusses im Januar 2023 diskutiert werden. Die Verwaltung soll einen Plan mit kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen erarbeiten, da auch die Personallage in anderen Einrichtung angespannt ist.

Als zumindest ein kleines „Trostpflaster“ für die im Hort Strausse-Strolche Betroffenen haben die Stadtverordneten nun die Rückerstattung eines halben Monatsbeitrages beschlossen. Schließlich wurde für die Kinder im November und Dezember etwa zwei Wochen keine Betreuungsleistung erbracht.  Die Beitragssatzung in ihrer jetzigen Fassung gebe keine Erstattung her und Kulanz sei in dem Falle auch nicht möglich, erläuterte Robert Krause (FDP). Seine Fraktion Zusammen für Strausberg hatte den Antrag eingebracht. Das Papier sieht zugleich vor, dass bei künftigen ähnlichen Fällen mit Ausschluss von der Betreuung ein bestimmter Beitragsanteil zurückgezahlt wird. Der soll bei freiwilligem Verzicht der Eltern etwas höher ausfallen. Keinesfalls solle aber der Anspruch auf Betreuung aufgelöst werden, machte Krause deutlich. Die  Rückerstattung hat nach Schätzung des Finanzausschussvorsitzenden einen Umfang von rund 13.000 Euro.

Der Antrag erhielt bis auf eine Enthaltung komplette Zustimmung.

Glasfaser-Aktion verlängert

Bürgerinnen und Bürger aus Strausberg und Hohenstein, die derzeit nur langsam im Internet surfen können, haben Aussicht auf Besserung. Wie die Stadtwerke Schwedt jetzt mitteilten, ist der Aktionszeitraum für die Bestellung von kostenfreien Glasfaser-Hausanschlüssen bis Ende Januar 2023 verlängert worden. Solche Anschlüsse können mit Förderung von Bund, Land und Landkreis an sogenannten unterversorgten Adressen errichtet werden, an denen derzeit nur Geschwindigkeiten von unter 30 Mbit/s angeboten werden können. Ob die eigene Adresse zum förderfähigen Bereich gehört, kann man unter www.glasfaser-sws.de prüfen. Dort gibt es auch nötige Formulare zum Herunterladen. Eigentlich sollten aber alle förderfähigen Haushalte den speziellen Grundstücksnutzungsvertrag per Post bereits bekommen haben.

Die Adressen, die einen geförderten Glasfaser-Hausanschluss erhalten können, wurden im Rahmen eines Markterkundungsverfahrens ermittelt und festgelegt. Sie  bekommen den kostenfreien Glasfaseranschluss ins eigene Heim, die Firma oder die Einrichtung gelegt – sofern sie dies beauftragen. Der Landkreis hofft, dass möglichst alle Angeschriebenen das Angebot annehmen. E.discom wird den geförderten Ausbau auf jeden Fall umsetzen, ganz gleich, ob andere Telekommunikationsanbieter ihren eigenen durchführen, wird versichert. Die e.discom Telekommunikation GmbH ist ausbauendes Unternehmen und Netzbetreiber. Unterstützt wird sie von den Stadtwerken Schwedt als Kooperationspartner für die Vermarktung und die Organisation von Vor-Ort-Besichtigungen.

Beratung und Informationsangebote in Ortsteilen

Zur Beantwortung von Fragen rund um den geförderten Glasfaserausbau kommen die Stadtwerke Schwedt am 10. Januar 2023, 14 bis 18 Uhr, zum Dorfgemeinschaftshaus Hohenstein, Garziner Straße 13. Am 11. Januar, ebenfalls von 14 bis 18 Uhr, stehen sie im Siedlertreff Gladowshöhe, Waldstraße 12, zur Verfügung. Wer sich über den Hausanschluss für seine Immobilie informieren möchte, kann sich zudem per Telefon unter 03332 449-449 oder per E-Mail glasfaser@stadtwerke-schwedt.de beraten lassen. Auf der Website www.glasfaser-sws.de kann man zudem den Hausanschluss direkt online beantragen.

Auf dem YouTube-Kanal des Unternehmensverbundes Stadtwerke Schwedt wird in kurzen Videos zum Glasfaserausbau informiert.

EWE Go erhöht Preise für elektrisches Laden

Der Mobilitätsdienstleister EWE Go erhöht die Preise für das elektrische Laden mit der EWE Go Mobility Card. Ab 1. Februar 2023 kostet das Laden an EWE-Go-Ladesäulen sieben Cent pro Kilowattstunde mehr – für AC und für DC Ladevorgänge gleichermaßen. Das Laden an AC-Säulen kostet somit dann 49 Cent pro Kilowattstunde, das DC-Laden (Schnelladen) 59 Cent pro Kilowattstunde inklusive Mehrwertsteuer. Auch das Laden an Roaming-Partner-Ladesäulen wird teurer – an AC-Ladepunkten um brutto zehn Cent pro Kilowattstunde, an DC-Ladepunkten um brutto fünf Cent pro Kilowattstunde.

 Als Grund für die Preiserhöhung nennt EWE Go die stark gestiegenen Strompreise. Ilker Akkaya, Geschäftsführer der EWE Go GmbH, erklärt: „Die Energiepreise befinden sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Da die Einkaufspreise für Ladestrom in der Vergangenheit kontinuierlich gestiegen sind, müssen wir – wie viele Wettbewerber auch – unsere Preise anpassen.“ Im Vergleich sei EWE Go immer noch günstiger als viele andere Anbieter.

Die EWE Go Mobility Card mit kilowattstundenscharfer Abrechnung ist seit dem 1. Januar 2020 auf dem Markt. Sie kostet einmalig 9,90 Euro. Eine monatliche Grundgebühr fällt nicht an. Mit der Karte kann man europaweit an mehr als 240.000 Ladepunkten laden, in Deutschnland an ca. 70.000. EWE Go betreibt bundesweit mehr als 1.800 solcher Säulen und baut kontinuierlich weiter aus. Auch in Strausberg gibt es vier derartige Ladestationen – von der Rudolf-Egelhofer-Straße in der Vorstadt bis zum Flugplatz im Norden.

Stromtankstelle am S-Bahnhof Strausberg-Stadt

Kreishaushalt 2023 aufgestellt

Der Kreishaushalt Märkisch-Oderland 2023 ist aufgestellt. Er wurde in mehreren Sitzungen im Haushalts-, Finanz- und Rechnungsprüfungsausschuss beraten. Laut Mitteilung der Kreisverwaltung stehen nach derzeitigem Stand geplanten Aufwendungen von 429 Millionen Euro nur Erträge von 419,8 Millionen Euro gegenüber. Der Fehlbetrag von fast 9,2 Millionen Euro wird aus der Rücklage ausgeglichen. Der Hebesatz der Kreisumlage verbleibt wie 2022 bei 39,3 Prozent. Über 108 Millionen Euro sind für Investitionen vorgesehen. Der Kreistag wird am 15. Februar 2023 über den Etat entscheiden.

Der Beigeordnete des Landrats und Kämmerer Rainer Schinkel sieht steigende Herausforderungen für die kommunale Familie. „Verschiedene, sich teilweise überlagernde oder verstärkende Krisen lassen die Aufgaben für den Landkreis wachsen. Dazu kommt, dass die Ungewissheit größer wird. Es ist nur sehr eingeschränkt planbar, wie sich die Energiekosten entwickeln oder sich Flüchtlingsbewegungen gestalten und den Landkreis fordern, Unterbringung zu sichern. Umso wichtiger ist es, dass  die Finanzlage des Landkreises die Möglichkeit bietet, auf nicht vorhersehbare Entwicklungen zu reagieren.“

Kreisumlage soll unverändert bleiben

Schinkel hält es für wichtig, dass sowohl der Landkreis, als auch seine Gemeinden handlungsfähig bleiben. „Daher haben wir bei der Abwägung zum Hebesatz der Kreisumlage entschieden, keine Erhöhung vorzunehmen.“ Die größten Ausgabenblöcke sind laut Kämmerer wie in den Vorjahren im Jugend- und Sozialbereich zu finden. „Im Sozialbereich sind Aufwendungen von 126,7 Millionen Euro vorgesehen, im Jugendbereich 146,2 Millionen, inklusive Verwaltungskosten für diesen Bereich sind es fast 160 Millionen Euro. Über 93 Millionen davon sind für Kinderbetreuung in Kitas und bei Tagesmüttern geplant.“

Aber auch in anderen Bereichen entstehen durch Kostensteigerungen, höhere Fallzahlen oder verbesserte Angebote Mehraufwendungen gegenüber 2022. Schinkel nennt als Beispiel die Schulkostenbeiträge, die der Kreis an die Schulträgergemeinden zahlt. Sie steigen um 4,4 Millionen Euro.  Oder die Aufwendungen für  Busgesellschaften und Straßenbahnen. Dafür sind 2023 fast 16 Millionen Euro  eingeplant.

Neue Gesetze bereiten Kopfzerbrechen

„Ich gehe natürlich davon aus, dass die Entlastungspakete von Bund und Land ihre Wirkungen entfalten und die Inflation nicht zu weiteren Beeinträchtigungen führt. Wir wissen aber auch, dass wir 2023 keine neuen oder zusätzlichen Aufgaben in Größenordnungen übernehmen können“, erklärt Schinkel. „Es wird schon eine Herausforderung werden, die Umsetzung der neuen Bundesgesetze wie die Einführung des Bürgergeldes oder die Wohngeldnovellierung zu meistern. Denn auch die Verwaltungen stehen vor dem gleichen Problem, wie viele andere Bereiche: Fachkräfte gewinnen, Stellen besetzen. Hier vermisse ich ein ausreichendes Problembewusstsein bei denjenigen, die neue Gesetze mit immer mehr Bürokratie beschließen. Wenn die Behörden nicht in der Lage sind, die von der Politik geschürten Erwartungen zu erfüllen, entsteht nur Frustration.“

Gymnasium Strausberg und Förderschule Altlandsberg größte Posten

Was die Investitionen betrifft, sind der Neubau des Gymnasiums II in Strausberg mit ca. 32,5 Millionen Euro für die kommenden vier Jahren und die Förderschule in Altlandsberg mit knapp 38 Millionen Euro bis 2025 die herausragenden Maßnahmen. Aber auch der Breitbandausbau hat seinen Platz im Haushalt. Bis 2025 sind fast 220 Millionen Euro eingeplant. Der allergrößte Teil davon sind Bundes- und Landesförderung, aber es fließen auch über 12 Millionen Euro kreisliche Mittel mit ein.
Mit Blick auf den 15. Februar 2023 hofft Schinkel auf die Zustimmung im Kreistag.

Feuerwehr für Quereinsteiger

Rund 80 aktive Kameradinnen und Kameraden stehen derzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg (inklusive Hohenstein) für den Fall der Fälle bereit. Im nächsten Jahr dürften ein paar weitere hinzukommen, denn Anfang 2023 startet ein Lehrgang zum Truppmann, sozusagen die Grundausbildung für Feuerwehrleute. Ein knappes Dutzend Interessierte hat sich bereits für den Kurs vormerken lassen, berichtet Lars David aus der Wehrführung. Es könnten aber gern noch weitere hinzukommen, sagt er. Zwei Gruppen zu je neun Personen könnten im Praxisteil gut ausgebildet werden, so seine Erfahrung. Der Lehrgang ist nicht nur für ehemalige Jugendfeuerwehrmitglieder gedacht, sondern auch für Quereinsteiger, die sich für die ehrenamtliche Arbeit der Einsatzkräfte interessieren. Mindestalter sind 16 Jahre.  Nach oben hin reicht die Spanne bis Anfang 60, denn mit 67 scheidet man aus dem aktiven Dienst aus. Und bis zum Abschluss der Ausbildung mit der zweiten Prüfung dauert es etwa zwei Jahre.

Nach zwei Teilen vollwertiges Mitglied

Im ab Januar anstehenden Teil 1 wird zunächst grundlegendes Wissen über die Feuerwehr vermittelt. Die Beteiligten lernen Handwerkliches wie Schläuche ausrollen oder Verteiler setzen, aber auch Grundlagen wie Fahrzeugkunde, Geräte und Hilfsmittel, brennbare Stoffe und Löschmittel sowie Rettung und Eigenrettung. Es schließt sich eine längere Praxisphase an, in der die Theorie gefestigt und das tagtägliche Handeln bei der Feuerwehr trainiert wird.

Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg, Training mit Drehleiter und Trage

Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg, Training mit Drehleiter und Trage

Haben die angehenden Einsatzkräfte dies bewältigt, folgt die Prüfung Truppmann Teil 2. Ist die bestanden, sind die Neulinge vollwertiges Mitglied der Feuerwehr. Sie können dann weitere Qualifizierungen zum Beispiel als Atemschutzgeräteträger absolvieren. Oder nach erneuter längerer Praxisphase als Truppführer die nächste Stufe erklimmen. Aus den Truppführern wiederum rekrutieren sich später die weiteren Führungskräfte. Die werden beim Landkreis oder auf der Feuerwehrschule in Eisenhüttenstand beim Land ausgebildet.

Ausbildung freitags abends und sonnabends

Der Truppmann-Lehrgang Teil 1 umfasst insgesamt gut 70 Stunden Ausbildung, die freitags abends sowie sonnabends ganztägig absolviert werden. „Außer in den Winterferien“, schränkt Lars David ein, der als Lehrgangsleiter fungiert. Unter den bereits Angemeldeten sind nach seiner Auskunft unterschiedliche Altersgruppen, Bildungsniveaus und Lebenserfahrungen und sowohl Frauen wie Männer. „Alle haben jedenfalls Interesse für die Feuerwehr“, nennt er die wichtigste Voraussetzung.

Wer sich ebenfalls  eine Zukunft bei der Freiwilligen Feuerwehr vorstellen kann, kann sich im Dezember noch melden. Wenn der Kurs im Januar gestartet ist, werden weitere Interessenten erst einmal gesammelt, bis wieder eine ordentliche Gruppe zusammen ist.

Kontakt: Freiwillige Feuerwehr Strausberg, Philipp-Müller-Straße 1, Telefon: 03341 308227; an Ausbildungstagen alle zwei Wochen dienstags ab 18.30 Uhr persönlich oder Kontaktformular auf der Internetseite https://feuerwehr-strausberg.de

Busse mit Plus

Nachdem bislang bereits die Linie zwischen Bad Freienwalde und dem S-Bahnhof Strausberg-Nord als PlusBus unterwegs war, sind nun weitere Linien hinzugekommen. So fahren nun aucvh die 950 (S Strausberg – Rüdersorf – S Erkner) und die 420 (S Neuenhagen – Schöneiche – Woltersdforf – S Erkner)   nach dem PlusBus-Konzept. Diese Linien zeichnen sich durch spezielle Qualitätsmerkmale aus wie Angebot montags bis freitags von 5.30 bis 20.30 Uhr im leicht merkbaren Stundentakt,  Wochenend- und Feiertagsbedienung mit mindestens fünf Fahrten pro Tag, gute Anschlüsse zur Bahn mit Übergangszeit von maximal 15 Minuten sowie garantierte Barrierefreiheit. Weitere Informationen und den Fahrplan gibt es im speziellen Flyer des VBB. Die Leistungen erbringen die Märkisch-Oderland
Bus GmbH (mobus) und die Busverkehr Oder-Spree GmbH (BOS) im Auftrag der Landkreise.

Anerkennungsurkunden an LEADER-Regionen

Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Axel Vogel hat bei der Jahrestagung des Forums Ländlicher Raum – Netzwerk Brandenburg den 14 LEADER-Regionen die Anerkennungsurkunden für die EU-Förderperiode 2023 bis 2027 überreicht. Insgesamt stehen 215 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes für LEADER in Brandenburg bereit. „Brandenburg setzt für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in den ländlichen Räumen auf den LEADER-Ansatz und damit auf eine breite Beteiligung und umfassende Unterstützung der Menschen im ländlichen Raum“, sagte Vogel. „Dabei geht es darum, vor Ort Entwicklungspotenziale zu erarbeiten und gemeinsam Lösungen für die ländlichen Regionen zu finden. So haben sich Gemeinden, Unternehmen, Private sowie zivilgesellschaftliche Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam die Voraussetzungen und Möglichkeiten der eigenen Region bestmöglich für die Entwicklung des ländlichen Raums als Arbeits- und Lebensraum zu nutzen und die Gelder der Förderperiode ab 2023 dort einzusetzen.“

Auch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Märkische Seen, zu der Strausberg mit dem Ortsteil Hohenstein gehört, hat für 2023-2027 eine Anerkennung erhalten. Mit 20 Jahren Vereinstätigkeit kann die Region auf  Erfahrungen aus mehreren EU-Förderperioden zurückgreifen. Die regionale Entwicklungsstrategie, die in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet wurde, bildet das Fundament für die Entwicklung des ländlichen Raums der nächsten Jahre. Darin sind räumliche und inhaltliche Entwicklungsschwerpunkte identifiziert. Schwerpunkte sind „Vernetzt und gemeinsam in der Region“, „Wandel in der Region“ und „Wertschöpfung in der Region“ mit Handlungsfeldern wie generationsübergreifend Gemeinwohl gestalten, Lernende Gesellschaft, Neues integriert gestalten, Bewährtes wahren und fördern/Ressourcen schonen, Ländlicher Tourismus und Kultur sowie regionale Wertschöpfung und Direktvermarktung.

Weihnachtliche Melodien für guten Zweck

Nach zwei Jahren Corona-Pause hat es jetzt wieder ein vorweihnachtliches Benefizkonzert im Campus Strausberg der Bundeswehr gegeben. Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal zeigte dort knapp anderthalb Stunden seine musikalische Bandbreite. Zu hören waren vor allem weihnachtliche Melodien wie die Haselnuss-Träumerei aus dem beliebten Weihnachtsfilm, aber auch eine Strauss-Fanfare, Jaeggis Titanic-Fantasie oder ein Flügelhorn-Solo aus Jekyll & Hyde.

Rotarier fördern Bücher für Grundschüler

Eingeladen hatten der Rotary Club der Stadt und der Standortälteste Strausberg, Brigadegeneral André Abed. Der Offizier gab seiner Freude Ausdruck, dass er gleich am Anfang seiner Amtszeit eine solche Wohltätigkeitsveranstaltung eröffnen durfte. Rotary- Präsidentin Kerstin Frenzel erläuterte den Gästen, darunter Bürgermeisterin Elke Stadeler, wofür das Spendengeld verwendet wird. Es fließt in das Projekt „Lesen lernen – Leben lernen“. Damit fördern die Rotarier Lese- und Schreibverständnis von Grundschülern. Sie erhalten ein spezielles Buch für den Unterricht. Deutschlandweit sei das schon an rund 1,2 Millionen Kinder gegangen, auch an Schulen in Strausberg und anderen Orten in Märkisch-Oderland. Man wolle aber noch mehr Einrichtungen erreichen.

Am Ende kamen mehr als 2000 Euro in den Spendentopf. Gesammelt wurde übrigens erst nach dem Konzert, denn die Musiker spielten ohne Pause durch. Sie reisten im Anschluss gleich zu den nächsten Auftritten weiter.

Bernefizkonzert im Campus Bundeswehr mit dem Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter Leitung von Christian Prchal

Bürgerhaushalt-Sieger präsentiert

Zwei zusätzliche Informationstafeln am Ehrenhain für die Opfer des Faschismus am Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer, Schwimmkurse für Kinder ab vier Jahren und Outdoor Fitnessgeräte auf Grünflächen der Stadt – das sind die drei Vorschläge vom Bürgerhaushalt, die von allen eingereichten Ideen die meisten Stimmen bekommen haben. Für sie haben sich bei der Abstimmung per Wahlurne auf dem Stadtfest am 3. Oktober sowie beim folgenden online-Votum auf der Internetseite der Stadt 72, 62 bzw. 52 Unterstützerinnen bzw. Unterstützer gefunden. Sie standen bei der Präsentation der Ergebnisse am Weihnachtsmarktwochenende im Alten Stadthaus denn auch an vorderster Stelle.

Beteiligung lag bei gut zwei Prozent

Nach Auswertung der Kämmerei der Stadtverwaltung sind insgesamt 537 Stimmen abgegeben worden. Davon waren 48 ungültig – zum Beispiel, weil die Wohnadresse nicht in Strausberg lag oder doppelt abgestimmt wurde. Am Ende waren also 489 Stimmen gültig. Stimmberechtigt waren alle Strausbergerinnen und Strausberger über 14 Jahre. Von denen haben sich gut zwei Prozent beteiligt.

Sie hatten die Wahl aus 30 Vorschlägen. Mehr als 70 Ideen hatten Bürgerinnen und Bürger aus Strausberg und Hohenstein zuvor eingereicht, aber nicht alle erfüllten die formalen Anforderungen wie Wohnort, Alter und Maximalbudget von 5000 Euro. Die Stadtverwaltung hatte zudem geprüft, ob die Vorschläge realisierbar sind.

40.000 Euro stehen zur Verfügung

Insgesamt können aber wohl acht Ideen aus dem laut Beschluss der Stadtverordneten mit 40.000 Euro gefüllten Topf im nächsten Jahr umgesetzt werden. Neben den bereits genannten drei haben auch ein öffentlicher Bücherschrank (36 Stimmen), Tischtennisplatten in der Innenstadt (30), neue Spielgeräte für Ruhlsdorf (24),  eine Motorikstrecke für Kinder im Sport- und Erholungspark (22) und zusätzliche Behälter für Hundekot und Tütenspender an verschiedenen Standorten (20) die beste Aussicht auf Realisierung. In „Lauerstellung“ sind mit je 18 Stimmen zudem Mitfahrbänke an Stadt-Ausfahrten bzw. Zigarettenstummelsammler am See.

Es gab übrigens auch fünf Vorschlge, für die sich niemand erwärmen konnte.

Lichterfahrt lockt viele Leute

Der diesjährige Strausberger Weihnachtsmarkt hat zahlreiche Gäste angelockt. Insbesondere die Lichterfahrt der Feuerwehren am Sonnabendnachmittag  war ein echter Publikumsmagnet, auch wenn sie etwas später am Markt ankam als ursprünglich erwartet. Doch das Warten hat sich gelohnt. Rund ein Dutzend mit Lichterketten geschmückte Fahrzeuge vom Trabi über W50 und G 5 bis hin zur aktuellen Drehleiter rollten durch die Stadt. Mit dabei waren neben der Strausberger Wehr Kameraden aus Rehfelde, Garzin, Altlandsberg, Rüdersdorf und Freunde der European Police Car Unit. Alle Wagen flankierten am Ende den Markt.

Dort schnitten Bürgermeisterin Elke Stadeler und Nick Reinking als Vertreter vom Sponsor Schulte Bau, assistiert von Weihnachtsmann und Wichtel sowie Anna und Elsa aus der Eiskönigin, die letzten Stollen von Bäcker Heiko Nemela an. Aus dem Weihnachtsiglu ertönte passende Musik, Händler und Gastronomen boten Handwerk und Basteleien, Süßes, Deftiges, Glühwein und andere Getränke an, Geschäfte öffneten zusätzlich. An den Imbissständen gab es indes zeitweise längere Schlangen und einige Wartezeiten.  

Sparkassen-Park als Märchenzentrum

Weihnachtsmann und Wichtel zeigten sich in ihrem Büro unterhalb des Marktes geschäftig, packten Geschenke und beantworteten Briefe. Draußen verfolgten Kinder das Geschehen, konnten diesmal auch zuhören. Ganz in der Nähe sorgten Schausteller für weitere Anziehungspunkte. Am anderen Ende konnten Besucher durch den mystisch beleuchteten Park und Hof der Sparkasse spazieren. Der Bereich könnte im nächsten Jahr als Märchenzentrum ausgebaut werden, so eine Überlegung der Organisatoren. Unter anderem könnte dort die Sequenzen aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ laufen, die diesmal in einem leeren Raum an der Ecke Predigerstraße zu sehen waren.

In der Kirche wurde zum Markt passendes Programm geboten. Der Gemischte Chor Strausberg animierte am Freitag zum Mitsingen, Bläser der Gemeinde öffneten am Tannenbaum am Markt ein Türchen des lebendigen Adventskalenders. Am Sonnabend gab es in St. Marien Adventslieder und am Sonntag noch einmal Bläserklänge.

Die Strausberger Eisenbahn trug ebenfalls zum Gelingen des Wochenendes bei, mit Zusatzfahrten der Weihnachtsbahn.

 

Neue Ausstellung in der Sparkasse

Die Sparkasse Märkisch-Oderland lädt ab 16. Dezember zu einer neuen Ausstellung in ihrer Foyer-Galerie in Strausberg ein. Die Psychotherapeutin, Malerin und Autorin Claudia Solbach präsentiert dort ihre Schau „Augenblicke-Art – Farbenspiel“. „Malen und Schreiben sind eine Leidenschaft von mir“, erklärt Claudia Solbach im Flyer zur Ausstellung. Die 68-jährige Münchenerin kann inzwischen auf viele Einzel – und Gemeinschaftsausstellungen, sowohl regional als auch überregional und international, zurückblicken. Claudia Solbach

Ihre Leidenschaft zum Malen begann 1999 mit ausschließlich Aquarellmalerei bis 2003.  Nach einer längeren Pause durch berufliche Verpflichtungen widmete sie sich seit 2016 wieder intensiv der Kunst. Seit 2019 gebe sie sich nur noch der Malerei und dem Schreiben hin, berichtet sie.

Menschen sind eines ihrer bevorzugten Malmotive. Aber auch Landschaften, Fauna und  Flora, von gegenständlich bist abstrakt, finden sich in ihren Bildern. In verschiedensten Techniken: von Aquarell bis Acryl, Zeichnungen mit Bleistift und Kohle, Polychromos und Prismacolor, Collagen und Spachtelarbeiten, bis hin zu verschiedensten Mischtechniken. Alle Bilder werden begleitet von einem lyrischen Text.

Träumerei, Bild von Claudia SolbachDie Ausstellung wird vom 16. Dezember 2022 bis 13. Januar 2023 gezeigt. Sie kann im Rahmen der Öffnungszeiten der Hauptgeschäftsstelle in Strausberg besucht werden. Die sind:  Mo 8.30-13 und 14-15.30 Uhr, Di 8.30-13 und 14-18.30 Uhr, Mi 8.30-13 Uhr, Do 8.30-13 und 14-18.30 Uhr und Fr 8.30-13 Uhr.

Mehr Informationen, Bilder und Texte sind auf Claudia Solbachs Internetseite zu finden.

Bürgerbüro öffnet etwas kürzer

In der Stadtverwaltung Strausberg wird es zwischen Weihnachten 2022 und Neujahr 2023 geringfügig andere Öffnungszeiten geben. So wird das Bürgerbüro am 29. Dezember bereits um 16 Uhr statt sonst um 18 Uhr schließen. Die gleiche Verkürzung gibt es bereits am Donnerstag vor Weihnachten, also am 22. Dezember. Das Team des Bürgerbüros empfiehlt zudem eine Terminbuchung vorab online über die Internetseite der Stadt oder telefonisch unter 03341 381210. Auf der Internetseite kann man sich zudem informieren, welche Unterlagen für die gewünschten Dienstleistungen jeweils benötigt werden.

Die städtischen Einrichtungen Touristinformation, Hauptbibliothek und Stadtmuseum sind in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester zusätzlich geöffnet, und zwar am 28. und 29. Dezember jeweils von 10 bis 15 Uhr.

Änderungen bei Stadtbus und Rufbus

Am 11. Dezember 2022 tritt auch beim Busverkehr in Märkisch-Oderland ein neuer Fahrplan in Kraft. Er bringt für Fahrgäste einige Änderungen.

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, fährt die Linie 950 Strausberg-Erkner dann als PlusBus. Nach Abschluss der mehrjährigen Bauarbeiten in Hennickendorf und Altrüdersdorf gibt es jetzt eine stabile Fahrplanlage ohne Zubringer- und Ersatzverkehre. Die unterschiedlichen Abfahrtszeiten wochentags und am Wochenende sind angepasst worden. Über den obligatorischen Stundentakt des PlusBusses hinaus gibt es in der Hauptverkehrszeit weiterhin die Verdichtung auf einen Halb-Stunden-Takt.

Reguläre Fahrten statt Rufbus mit Anmeldung

Auf anderen Linien werde geänderten Fahrtgewohnheiten Rechnung getragen, heißt es. So entfallen auf den Linien 927 (Reichenow-Strausberg), 931 (Altlandsberg-Strausberg), 955 (Strausberg-Müncheberg-Seelow), 957 (Seelow-Neutrebbin) und 966 (Strausberg-Neuhardenberg-Seelow) einzelne Fahrten wegen geringer Nachfrage. Auf der Linie 966 gibt es dienstags, donnerstags und freitags ein zusätzliches Fahrtenangebot (angepasste Zeiten beachten!). Auf den Linien R 931 (Altlandsberg-Strausberg) und R 933 (Altlandsberg-Petershagen) werden einzelne Rufbusfahrten auf Grund der regen Nachfrage als reguläre Linienfahrt zukünftig ohne Voranmeldung angeboten. Und auf den Linien 946 und 947 (Stadtbus Strausberg) gibt es Fahrplananpassungen, die zu geringfügig veränderten Abfahrtszeiten führen. Bitte informieren Sie sich.

Neuenhagen bei Berlin wird künftig auch mit dem Bus aus Richtung Süden erreichbar sein. Mit der Verlängerung der Linie 420 Erkner-Schöneiche zum S-Bahnhof Neuenhagen wird eine wichtige Maßnahme des kreislichen Nahverkehrsplanes umgesetzt. Im Stundentakt Montag bis Freitag von 5 bis 21 Uhr werden die Busse verkehren und damit den PlusBus-Standard erreichen. Am Wochenende gibt es einen Zwei-Stunden-Takt.

Alle Fahrplanauskünfte finden Sie unter www.vbb.de oder www.mo-bus.de.

Sonntagsvorlesung fällt aus

Die Reihe der Sonntagsvorlesungen dieses Jahres im Krankenhaus geht früher zu Ende als erwartet. Die angekündigte Vorlesung zu Gebärmutter- und Eierstockkrebs am 11. Dezember mit der Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg muss leider „aus innerbetrieblichen Gründen“ entfallen. Das hat die Gesundheitseinrichtung am Freitag mitgeteilt. Ein neuer Termin wurde noch nicht genannt. 

 

Neues EU-Förderprogramm für die Grenzregion

Einen Austausch über aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte der Euroregion Pro Europa Viadrina Mittlere Oder, ihrer Mitglieder und anderer Akteure der grenzübergreifenden Zusammenarbeit sowie über Inhalte des neuen INTERREG-Programms Brandenburg – Polen hat es bei der jüngsten Mitgliederversammlung des deutschen Trägervereins in Frankfurt (Oder) gegeben. Wie der Vorsitzende des Vereins  und Beigeordnete in Märkisch-Oderland Rainer Schinkel erklärte, sieht das Programm neben Klima- und Umweltschutz, Krisenprävention, Bildung und Zusammenarbeit auch im Bereich Kultur und Tourismus spezielle Fördermöglichkeiten  für grenzübergreifende Initiativen bis 2027 vor. „Auch in Zukunft wird der für unzählige Akteure der Grenzregion bedeutende Kleinprojektefonds weiterhin nutzbar sein. Somit kann einerseits auf Bedarf gut reagiert werden, andererseits können die über die letzten Jahrzehnte entstandenen deutsch-polnischen Kontakte, Partnerschaften und Freundschaften auch künftig unterstützt werden. Die Projekte tragen dazu bei, grenzüberschreitende Begegnungen ob bei Kindern oder Senioren zu ermöglichen, aber auch Infrastruktur zu errichten, die für die Grenzregion wichtig ist“, sagte er.

Hoffnung auf erste Bewilligungen 2023

Angesichts der von der Verwaltungsbehörde für den 11. Januar 2023 im Collegium Polonicum (Słubice) angekündigten Auftaktveranstaltung zum neuen INTERREG-Programm wird die Zuversicht genährt, dass 2023 erste deutsch-polnische Projekte beantragt und bewilligt werden können. Man hofft, dass die Lücke zwischen den beiden Europäischen Förderperioden möglichst gering bleibt. Einstimmig wurden Arbeits- und Haushaltsplan beschlossen, so dass Planungssicherheit und Handlungsfähigkeit für das Jahr besteht, in dem auch der 30. Jahrestag der Gründung der Euroregion begangen wird.
Die Europäischen Fördermittel zur Verbesserung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit werden über INTERREG-Programme in sieben Jahre währenden Förderperioden zur Verfügung gestellt. Das künftige Programm im Gebiet Brandenburg – Polen (Lubuskie) bis 2027 wurde Ende November 2022 durch die EU genehmigt. Auf der Internetseite werden Eckdaten dargestellt und in Kürze auch der Wortlaut des genehmigten Programms sowie Details zur Antragstellung verfügbar sein. Interessenten können über das Gemeinsame Sekretariat Kontakt aufnehmen und ihre Vorhabenskizzen zur Beratung vorlegen.

Gruppenbild der Teilnehmer:innen der Mitgliederversammlung Euroregion PRO EUROPA VIADRINA, Mittlere Oder

Teilnehmer:innen Mitgliederversammlung Euroregion PRO EUROPA VIADRINA, Mittlere Oder (v.l.): Steffen Lübbe (Amtsdirektor Seelow-Land), Guido Noack (IHK Ostbrandenburg), Milena Manns, Dezernentin Stadt Frankfurt (Oder) und Stellv. Vorsitzende, Rainer Schinkel, Beigeordneter Landkreis MOL,  Vorsitzender Mittlere Oder, Gundula Teltewskaja, Beigeordnete LOS, Vorstandsmitglied, Madlen Mosig, HWK Frankfurt (Oder), Marlen Rost, Amtsdirektorin Odervorland, Evelyn Berger, Geschäftsführerin DGB Region Ostbrandenburg, Christoph Bruckhoff, Evangelischer Kirchenkreis Oderland Spree; Vorstandsmitglied, Dr. Jürgen Grünberg, Stiftung Europa-Universität Viadrina, Jörg Schröder, Bürgermeister Seelow, Vorstandsmitglied, Eberhard Tomsche, Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg, und Wolfgang Welenga, Stadtfeuerwehrverband Frankfurt (Oder)

Strausberg in Westafrika präsent

In Kürze werden Soldatinnen und Soldaten des Strausberger ABC-Abwehrregiments 1 in den Einsatz nach Mali starten. Damit ihnen in Westafrika die Heimat etwas näher bleibt, reist auch ein Strausberger Ortsschild mit. Bürgermeisterin Elke Stadeler übergab die Tafel jetzt beim gemeinsamen Weihnachtsmarkt der Bundeswehr-Dienststellen in der Barnim-Kaserne an Regimentskommandeur Oberstleutnant Frank Prause. Er übernahm sie stellvertretend für die Truppe, die sich gegenwärtig auf den Dienst im Rahmen der Stabilisierungsmission der UN in Westafrika vorbereitet. Handschriftlich vermerkte die Bürgermeisterin auf dem Schild, dass sie den Soldatinnen und Soldaten im Ausland alles Gute und vor allem eine gesunde Rückkehr wünscht.

Bürgermeisterin Elke Stadeler übergibt in der Barnim-Kaserne an Oberstleutnant Frank Prause ein Strausberger Ortsschild für die Kräfte des ABC-Abwehrregiments 1, die nach Mali in den EInsatz gehen. MIt dabei ist Major Pierre S. (links), Kompaniechef der Einheit, aus der die Einsatzkräfte kommen

Bürgermeisterin Elke Stadeler übergibt in der Barnim-Kaserne an Oberstleutnant Frank Prause ein Strausberger Ortsschild für die Kräfte des ABC-Abwehrregiments 1, die nach Mali in den Einsatz gehen. Mit dabei ist Major Pierre S. (links), Kompaniechef der Einheit, aus der die Einsatzkräfte kommen.

Von Wasseraufbereitung bis Desinfektion

Im Januar 2023 werden die ersten Frauen und Männer nach Mali fliegen. Insgesamt rund 50 Angehörige des Regiments werden im kommenden Jahr voraussichtlich an verschiedenen internationalen Missionen teilnehmen. Die ABC-Einheit gehört wie andere Truppenteile zu den Unterstützungskräften für das normale Einsatzkontingent. Ihr obliegt zum Beispiel die Wasseraufbereitung, die Tierseuchenprophylaxe und im Fall der Fälle die Dekontamination, das Entfernen gefährlicher Verunreinigungen von Personen, Objekten oder ungeschützten Flächen. Sie kümmert sich um die Aufklärung potenzieller Gefahren beispielsweise durch Industrieanlagen im Umfeld der eigenen Camps. So gibt es zum Beispiel in der Nähe der internationalen Truppen eine Düngemittelfabrik, in der auch gefährliche Stoffe lagern. Schließlich kümmern sich die ABC-Kräfte auch um die Desinfektion von Material vor dem Rückflug, damit nicht ungewollt Viren, Bakterien, Pflanzen und Kleintiere nach Deutschland eingeschleppt werden.

Regiment wird noch kräftig wachsen

Das Strausberger ABC-Abwehrregiment 1 war erst im April 2022 in der Barnim-Kaserne in Dienst gestellt worden. Zuvor waren die Spezialkräfte im Osten Deutschlands nicht präsent. Gegenwärtig hat die Einheit rund 180 Dienstposten, von denen gut zwei Drittel besetzt sind. Vorgesehen ist am Ende eine Stärke von rund 700 Personen – Stab und vier Kompanien. Hinzu kommen wird noch einmal etwa die gleiche Zahl an Reservisten. Unterstellt ist die Einheit dem ABC-Kommando in Bruchsal (Baden-Württemberg).

Test der Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle

Am 8. Dezember 2022 testen Bund, Länder und Kommunen gegen 11 Uhr ihre vorhandenen Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle. Mit dem Warntag werden die technischen Systeme unter Realbedingungen getestet, um Schwachstellen für den Ernstfall beheben zu können. Er ist aber auch wichtig, um die Bevölkerung über verschiedene Formen der Warnung zu informieren und zu sensibilisieren. Dies ist eine Grundvoraussetzung für die Selbsthilfefähigkeit der Menschen in Deutschland in einem Krisenfall.

Um 11 Uhr wird über das Modulare Warnsystem des Bundes eine Probewarnung versendet. Diese geht an alle Warnmultiplikatoren wie Rundfunk- und Fernsehsender und Medienunternehmen, die diese an die Bevölkerung weitergeben. Außerdem werden direkt angeschlossene Warnmittel wie die Warn-App NINA oder digitale Stadtinformationstafeln ausgelöst. Zudem wird in den Zügen der Deutschen Bahn und auf Bahnsteigen gewarnt.

Neuer Warnkanal Mobilfunk

Erstmals wird in diesem Jahr auch eine Probewarnung über den neuen Warnkanal Cell Broadcast getestet. Damit können Warnnachrichten direkt auf viele Handys geschickt werden. Wichtig ist: Nicht alle Handys können technisch Cell Broadcast-Nachrichten empfangen. Ältere Geräte können dies oft nicht. Auf  der Website www.bbk.bund.de gibt es eine Liste mit den empfangsfähigen Geräten. Auch bei neueren Handys, die technisch Cell Broadcast-Nachrichten empfangen können, müssen aktuelle Updates installiert und die Einstellungen für Warnmeldungen aktiviert sein. Zudem muss das Handy am 8. Dezember 2022 eingeschaltet und darf nicht im Flugmodus sein.

Parallel werden die am Warntag teilnehmenden Länder und Kommunen kommunale Warnmittel wie Sirenen und Lautsprecherwagen probeweise aktivieren. Gegen 11.45 Uhr wird eine Entwarnung versendet.

Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren umfangreich in die Warnung investiert. Mit dem Sirenenförderprogramm des Bundes in Höhe von 88 Millionen Euro wurde der Ausbau des Sirenennetzes bundesweit gestärkt. Das Instrumentarium der verschiedenen Warnmittel wurde mit der Einführung des neuen Warnsystems Cell Broadcast signifikant erweitert. Der Bund und die beteiligten Telekommunikationsunternehmen haben nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 die rechtlichen und technischen Voraussetzungen dafür geschaffen und sind nun in der Erprobungsphase.

QR-Code zur Umfrage

der QR-Code zur Umfrage

Online-Umfrage zu den Erfahrungen

Über eine Online-Umfrage können Bürgerinnen und Bürger ab dem 8. bis einschließlich 15. Dezember 2022 ihre Erfahrungen mit den verschiedenen Warnkanälen mitteilen. Die Möglichkeit für Feedback steht online unter www.warntag-umfrage.de zur Verfügung.

Die Umfrage wird ergänzt durch eine repräsentative Feldstudie. Die Umfrageergebnisse und die technische Analyse werden ausgewertet und in einem Bericht zusammengestellt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 erwartet. Die Auswertung ist Basis für die Vorbereitungen zum nächsten Warntag am 13. September 2023.

Mehr Informationen zum BBK und zur Warnung der Bevölkerung finden Sie unter folgenden Links: www.bbk.bund.de/cellbroadcast

und https://warnung-der-bevoelkerung.de/

Bauminister überbringt Fördermittel

Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann hat der Stadt Strausberg am 7. Dezember 2022 zwei Förderbescheide für Stadtentwicklungsprojekte übergeben. Rund 3,3 Millionen Euro fließen im kommenden Jahr aus Bund-Länder-Programmen in die neue Sporthalle der Grundschule am Annatal in Hegermühle und etwa 300.000 Euro in den Kulturpark in der Altstadt.

Man wolle Städte zum einen in ihren Funktionen der Daseinsvorsorge unterstützen, aber auch die Attraktivität der Kommunen steigern, erklärte Beermann. Bund und Länder hätten für die Städtebauförderung seit den 1990er-Jahren rund 3,7 Milliarden Euro bewilligt, berichtete er. Überdies finanzieren die Kommunen ein Drittel der Kosten, so dass etwa 5,5 Milliarden Euro in solche Projekte flossen. Allein Strausberg habe seit 1991 etwa 32 Millionen Euro für Stadtentwicklung/Stadterneuerung erhalten und weitere 45 Millionen für rund 1260 Wohnungen im Rahmen der Wohnbauförderung, hat das Ministerium zusammengerechnet.

Übergabe Förderscheck und Förderbescheide durch Brandenburgs Bauminister Guido Beermann (2.v. l.) an Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler. Mit dabei nsind im Rathaus (v. l.) Stadtverordneter Kurt Zirwes sowie der Fachgruppenleiter Stadtplanung Stefan Reinhardt und die Fachgruppenleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement Kerstin Zimmermann

Übergabe Förderscheck und Förderbescheide durch Brandenburgs Bauminister Guido Beermann (2.v. l.) an Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler. Mit dabei sind im Rathaus auch Stadtverordneter Kurt Zirwes (l.) sowie der Fachgruppenleiter Stadtplanung Stefan Reinhardt und die Fachgruppenleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement Kerstin Zimmermann (r.)

Das Geld für die Sporthalle stammt aus dem Investitionspakt Sportstätten, mit dem solche Einrichtungen zukunftsfähig, modern und nachhaltig entwickelt werden sollen. Ziele sind unter anderem Gesundheitsförderung für die Bevölkerung und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und soziale Integration aller Gruppen.

In Hegermühle entsteht ein Aushängeschild

„Wir haben auf das Geld gehofft“, gestand Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie dankte insbesondere dem Baubereich im Rathaus und der Kämmerei. Denn nach Hinweis des Partners Brandenburgische Stadterneuerungsgesellschaft hatte Kristin Schneider aus der Kämmerei flugs den Antrag formuliert und der Fachbereich technische Dienste die nötigen Unterlagen dazu geliefert. Elke Stadeler erinnerte daran, dass in der Hegermühle rund 3000 Menschen leben und eine „bunte Mischung“ aus vielen Herkunftsländern. Die alte Turnhalle aus den 1980ern dort müsse dringend ersetzt werden. Das passt zur laufenden Schulsanierung und Erweiterung, so dass dort ein „Aushängeschild“ entstehe. Man müsse Prioritäten setzen und in der Realität bleiben, sagte sie angesichts mancher Wünsche nach einer größeren Halle. „Wir müssen auch in schlechten Zeiten die Kosten für Heizung und alles andere tragen können“, betonte sie.

Die Summe für den Kulturpark fließt in die Aufwertung des Areals am See nach den Siegerideen eines Wettbewerbs für Park und Landratsamt. Derzeit läuft laut Stadtplaner Stefan Reinhardt die Entwurfsplanung. Umgesetzt werden soll das Projekt in drei Bauabschnitten.

Auch Planungen für das Freibad präsentiert

Reinhardt wies beim Kulturpark auch auf die Problematik des zurückgehenden Seepegels hin. Und darauf, dass auch das mit Fördermitteln instandgesetzte historische Freibad vom Wassermangel betroffen und deswegen geschlossen ist. Kerstin Zimmermann, Fachgruppenleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement, präsentierte die ersten Planungen für eine Umgestaltung des Freibades, das 2025 bereits 100 Jahre existiert. Beermann zeigte deutliches Interesse an der Mappe und den Erläuterungen. Die Verwaltung hegt die Hoffnung, für das Projekt Zuschüsse aus Potsdam zu bekommen.

Die Bürgermeisterin ihrerseits gab dem Minister einen Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen mit, denn Ende 2023 dürften so gut wie alle Landesstraßenabschnitte in Strausberg in Ordnung gebracht sein.

Neue Ausrüstung für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Strausberg hat seit kurzem einen Defibrillator. Das Rettungsgerät, mit dem Personen bei einem Herzstillstand reanimiert werden können, hatte die Feuerwehr beim Kreisfeuerwehrverband beantragt. Der hat es über eine Kooperation mit der Sparkasse Märkisch-Oderland beschafft.

Dienen soll dieser Defibrillator in erster Linie der eigenen Sicherheit der Einsatzkräfte, aber auch zu Übungszwecken im Ausbildungsdienst. Er wird auf einem Einsatzfahrzeug platziert, kann also auch in Situationen genutzt werden, wenn der Rettungsdienst zum Beispiel eine weitere Anfahrt zum Einsatzort hat und schnelles Handeln erforderlich ist.

Übergabe des Defibrillators: v. l.: Benjamin Bomball, Jürgen Mitschker (Kreisfeuerwehrverband), Winfried Vogel, Thomas Beutler (Sparkasse MOL) und Lars David (Wehrführung). Die Strausberger tragen ihre neue Einsatzkleidung.

v. l.: Benjamin Bomball, Jürgen Mitschker (Kreisfeuerwehrverband), Winfried Vogel, Thomas Beutler (Sparkasse MOL) und Lars David (Wehrführung). Die Strausberger tragen ihre neue Einsatzkleidung.

Die Sparkasse finanziert die Kosten komplett, der Kreisfeuerwehrverband achtet bei den Anträgen aus den Wehren darauf, dass die Geräte möglichst flächendeckend gleichmäßig im Landkreis verteilt werden.

Leichtere Anzüge vor allem für Waldbrände im Sommer

Überdies ist die Strausberger Wehr nun mit neuer Einsatzkleidung ausgestattet. Insgesamt wurden für die Truppe 80 Garnituren vom Typ Ranger 2.0 von S-Gard angeschafft. Kostenpunkt: gut 45.000 Euro. Die neuen Anzüge sind insbesondere für stunden- oder sogar tagelange Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden und dann oftmals hochsommerlichen Temperaturen angeschafft worden. Denn solche Brände traten zuletzt immer häufiger auf.

Um die Einsatzkräfte gerade bei hohen Temperaturen nicht vermeidbaren Gefahren auszusetzen, hatten sich die Stadt als Träger des Brandschutzes und die Stadt- und Ortswehrführungen darauf verständigt, eine spezielle „dünne“ Schutzbekleidung zu beschaffen. Die reduziert insbesondere aufgrund ihres geringen Gewichts die körperliche Belastung der Kameradinnen und Kameraden soweit wie möglich und wirkt der Gefahr von Überhitzung/Hitzestau und einer vorzeitigen Erschöpfung bestmöglich entgegen.

Weihnachtsmann und Wichtel wollen Wunschzettel

Mit dem Aufbau der Hütten in der Altstadt beginnt am Mittwoch (7.12.22) die heiße Phase der Weihnachtsmarktvorbereitung in Strausberg. Dann wird auch die Große Straße zwischen Grünstraße und Hausnummer 35 (nahe Klosterstraße) für den Autoverkehr gesperrt. Am Donnerstag (8.12.) wird noch Beleuchtung komplettiert, am Freitag erfolgt dann das Bestücken der Stände zwischen etwa Höhe Kinderladen Gänseblümchen und Markt, so dass es um 16 Uhr losgehen kann. Rund 30 Händler und Gastronomen haben dort und an der Marienkirche Stände gebucht, werden Handwerk und Basteleien, Süßes, Deftiges, Glühwein und andere Getränke anbieten. Und Geschäfte öffnen zum Weihnachtsmarkt zusätzlich.

Auf Wuschzettel Adresse nicht vergessen

Weihnachtsmann und Wichtel Ibrimiläus haben sich vorab schon einmal ihr Büro in der Großen Straße 54 angesehen. Am Weihnachtsmarkt-Wochenende haben sie dort immer wieder verschiedene Aufgaben zu erledigen und können sich nach Abstechern unter die Leute in der Altstadt aufwärmen. Kinder und Erwachsene können ihnen draußen zum Beispiel beim Einpacken von Geschenken zusehen und diesmal auch zuhören, denn über Mikrofone im Raum wird alles nach außen übertragen. Einen Teil der Zeit wollen die beiden auch Wunschzettel von Kindern beantworten, die in den entsprechenden Briefkasten geworfen werden. Wer seine Adresse hinterlässt, kann wirklich auf Antwort hoffen, versprechen sie.

Im Weihnachtsmannbüro mit Tannenbaum und Kamin bereiten sich Wichtel und der Weihnachtsmann auf den Strausberger Weihnachtsmarkt am Wochenende vorAuch Figuren aus der Eiskönigin sind dabei

Mit von der Partie sind in der Großen Straße auch die Schwestern Anna und Elsa sowie Sven und Olaf aus der Eiskönigin. Für deren Kommen hat die Stadtwerke-Gruppe gesorgt. Sie werden in der Nähe der Müncheberger Straße zu finden sein, stehen auch für Selfies bereit.

Lichtinstallationen sollen Passanten zum Staunen bringen. Die erste, eine „märchenhafte“, schon im Hof der Sparkasse. Weitere Elemente folgen bis zum Markt. Aus dem Weihnachtsiglu wird Musik erklingen, für die die Pianisten Johannes Meißner und Aron Wunderlich sorgen. Kinder können auf Karussells oder dem Riesenrad (Nordbereich Große Straße) Runden drehen. Und Verliebte können sich am Stadthaus unter dem Mistelzweig küssen. Im Stadthaus können sich Interessierte zudem über die Siegerideen vom Bürgerhaushalt informieren.

Am Freitag ist der Weihnachtsmarkt von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Gleich zum Auftakt wird an der Kirche der Gemischte Chor Strausberg auftreten, eine Stunde später wird am Tannenbaum am Markt ein Türchen des lebendigen Adventskalenders geöffnet.

Stollenanschnitt erst nach Lichterfahrt

Sonnabend können sich Gäste von 12 bis 21 Uhr an der Feuerschale wärmen und alle anderen Angebote wahrnehmen. Der Stollenanschnitt wird diesmal erst einige Minuten nach 17 Uhr am Markt stattfinden. Denn um diese Zeit kommt eine Lichterfahrt mit geschmückten Feuerwehren dort an, die vorher durch die Stadt rollt. Sie soll gegen 17 Uhr an der Weinbergstraße starten. Weihnachtsmann und Wichtel sind bei der Tour dabei und wollen auch beim Stollenanschnitt unterstützen. Ab 18 Uhr können schließlich in der Kirche Adventslieder angehört oder mitgesungen werden.

Am Sonntag sind Besucher von 12 bis 18 Uhr willkommen. Ab 14 Uhr wird die Möglichkeit von Selfies mit Weihnachtsmann auf dessen Sessel geboten. Und 17 Uhr gibt es festliche Klänge mit dem ökumenischen Bläserchor Eggersdorf in der Kirche, wo auch die Ankunft des Friedenslichts aus Bethlehem erwartet wird.

Weihnachtsbahn fährt zusätzlich

Am 10. und 11. Dezember fährt übrigens zusätzlich zum üblichen Fahrplan der Tram 89 auch die geschmückte Weihnachtsbahn der Strausberger Eisenbahn – von 12.42 (ab Lustgarten) bis 17.42 Uhr (ab S-Bahnhof Strausberg) im 40-Minuten-Takt. Es gilt der Haustarif, VBB-Tickets gelten nicht.

Klöppelausstellung verlängert

Die derzeitige Sonderausstellung zum Klöppeln im Stadtmuseum Strausberg  kann auch weiterhin besichtigt werden. Die Schau ist aufgrund ihrer großen Beliebtheit bis Anfang März 2023 verlängert worden. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr bei den Sonderöffnungszeiten im Museum schauten sich einge Interessierte dort um. Die Strausbergerin Karla Bräuer präsentiert an mehreren Stellen im Haus Exponate rund um diese besondere Handarbeitstechnik. Beim Klöppeln werden mittels spindelförmigen, meist hölzernen Spulen und daran aufgewickeltem Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt. Manchmal dauert es viele Tage, ehe eine größere Arbeit fertig ist.  Die Ausstellung im Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 kann zu den Öffnungszeiten – Dienstag bis Donnerstag von 10-12 und 13-17 Uhr – oder nach Vereinbarung besichtigt werden.  

Mehr Infos zur Ausstellung und zur Protagonistin gibt es hier.

Filmpremiere in Seelow

Zu einer Filmpremiere lädt die Kreisverwaltung am Donnerstag, 8. Dezember 2022, um 14 Uhr in die Cafeteria des Gymnasiums auf den Seelower Höhen, Bertolt-Brecht-Straße 3 in Seelow, ein. Gezeigt wird dort der Streifen „Das letzte Schlachtfeld – Landschaft des Krieges“.

Aus heutiger Perspektive, 77 Jahre nach Kriegsende, ist es eine Herausforderung, in der beschaulichen Landschaft des Oderbruchs jenes Schlachtfeld zu erkennen, auf dem sich nicht nur das Ende des Krieges entschieden hat, sondern auch das Antlitz des Nachkriegseuropas entstanden ist. Im Oderlande tobt zehn Wochen lang die größte Schlacht am Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Der Film vom Verein Zentrum für Sozialforschung Halle und Strehmann Heerdink Kreative Medienproduktion entstand in den Jahren 2020 bis 2022 mit Fördermitteln der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung und der Sparkasse Märkisch-Oderland. Er wendet sich vor allem an ein jüngeres Publikum, dem das Oderland Heimat und Ort unbeschwerten Lebens ist. Hier passierte 1945 zum letzten Mal, was es zuvor Jahrhunderte lang gab: Große Heere treten auf offenem Feld gegeneinander an. Der Ausgang solcher Schlachten prägte die Geschichte des Kontinents.

Fast 80 Jahre später sind das Kämpfen und Sterben an diesem Ort ferne Vergangenheit. Geblieben ist die Landschaft. Zeigt sie, was verdrängt ist? Oder kollaboriert sie mit uns beim Vergessen? Wenige Wochen vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine fertig gestellt, führt „Das letzte Schlachtfeld – Landschaft des Krieges“ auch den Umgang mit verdrängter Geschichte vor Augen.

Im Anschluss gibt es noch ein Gespräch über den Film. Gäste sind Landrat Gernot Schmidt und die Filmemacher.

Landkreis schränkt Publikumsverkehr zwischen Weihnachten und Neujahr ein

In der Zeit vom 27. bis einschließlich 30. Dezember 2022 sind bei der Kreisverwaltung Märkisch-Oderland lediglich das Straßenverkehrsamt in Strausberg sowie die Ausländerbehörde und das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt am Standort Diedersdorf für den Publikumsverkehr geöffnet. Das hat das Landratsamt angekündigt. Bürger werden gebeten, dies bei der Planung für die Erledigung von Angelegenheiten in der Kreisverwaltung Märkisch-Oderland zu beachten.

Mit der Einschränkung wolle man einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten, hieß es. Während der einwöchigen Schließung der betroffenen Verwaltungsgebäude werden nur notwendige elektrische Geräte eingeschaltet bleiben (bspw. Server). Die Heizungsanlagen werden im „Minimalbetrieb“ laufen, um Frostschäden zu vermeiden. Damit setzt der Landkreis Märkisch-Oderland notwendige Einsparpotenziale um.

Weihnachtswelt und Weihnachtsshow

Einen Weihnachtsmarkt in der Natur mit Tigern und Löwen, Artisten und vielem mehr, das gibt es im Erlebnis- und  Themenpark „Willes Welt“ in Müncheberg noch bis zum 2. Januar 2023. Das Gelände am Marienfeld 3 ist jetzt zu „Willes Winterwelt“ geworden, mit beleuchteten Tiergehegen, Lagerfeuer, bunten Kinderkarussells, Go-Kart-Bahn, Hüpfburgenwelt, Glühwein, duftenden Mandeln und selbst gebackenem Kuchen im Löwencafe. Täglich kommt der Weihnachtsmann und überrascht. Der Eintritt auf das Gelände ist frei, für Fahrgeschäfte und andere Attraktionen wird ein Obolus fällig.

Ab dem 10. Dezember heißt es dann zudem Vorhang auf für „Williams Weihnachtsshow“. Das ist ein etwa zweistündiges Programm mit internationalen Artisten im beheizten Zeltpalast. Die Vorstellungen beginnen um 15 Uhr an allen Öffnungstagen des Erlebnis- und Themenparks. Am 24. und 31. Dezember sowie Neujahr gibt es  keine Shows. Der Vorverkauf läuft zu den Parköffnungszeiten Donnerstag und Freitag von 13 bis 18 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Reservierungen sind auch telefonisch möglich. Die Karten kosten je nach Sitzplatzkategorie (Loge, Sperrsitz, Parkett, Rang) zwischen 18 und 35 Euro für Erwachsene bzw. 16 und 30 Euro für Kinder.

Park-Hotline: Tel. 01525 9471919, mehr Infos unter Willeswelt.de

Jahrbuch des Landkreises erschienen

Am 29. November 2022 wurde im Schloss Trebnitz das neueste Jahrbuch des Landkreises Märkisch-Oderland  den Autoren und Autorinnen sowie allen Mitwirkenden vorgestellt. Der nunmehr schon 30. Jahrgang ist eine Jubiläumsausgabe der traditionsreichen Schriftenreihe des Landkreises.

Das Jahrbuch ist auch in diesem Jahr wieder voller spannender und unterhaltsamer Entdeckungen aus der Region. Von naturkundlichen, über archäologische bis hin zu kulturellen und gesellschaftlichen Themen ist alles vertreten. Neben zahlreichen bekannten Erzählern konnten einige neue Autoren und Autorinnen hinzugewonnen werden, so dass am Ende wieder ein sehr vielseitiges und lesenswertes Jahrbuch mit 26 Beiträgen entstanden ist.

Die Regie über das Redaktionskollegium übernahm mit Corinna Görner die Leiterin des Fachdienstes Bildung und Kultur der Kreisverwaltung. Weiterhin gehörten Horst und Thomas Drewing, Dr. Reinhard Schmook, Doris Steinkraus, Regina Tismer-Benthin und Stephan Fröhlich zum inneren Redaktionskollegium.

In Buchhandlungen und Touiristinformationen erhältlich

„In ferneren Zeiten werden diese Jahrbücher eine Quelle dafür sein, was diesen Landkreis ausmacht, wie er sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat und wie die Menschen hier gelebt haben“, äußert Dr. Reinhard Schmook zur Relevanz des Jahrbuches in seinem Artikel, der die Geschichte der Schriftenreihe darstellt.
Besonderer Dank gilt der Stiftung der Sparkasse Märkisch-Oderland, die mit einem Zuschuss den Druck von 450 Exemplaren ermöglicht hat.

Das Jahrbuch kann ab sofort für 8 Euro in den regionalen Buchhandlungen wie in Bad Freienwalde, in Strausberg, in Rüdersdorf, in Neuenhagen bei Berlin sowie in den Touristinformationen der Ämter erworben werden. Wenn eine Auflage aus den letzten 30 Jahren fehlten sollte: Kein Problem, ältere Exemplare sind im Fachdienst Bildung und Kultur der Kreisverwaltung bzw. bei den Händlern noch in geringem Bestand vorhanden.

Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps

Zugunsten von hilfsbedürftigen Menschen spielt das Heeresmusikkorps Neubrandenburg der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal am 12. Dezember um 18 Uhr im Saal des Campus Strausberg Bundeswehr in der Prötzeler Chaussee 20. Einlass ist ab 17.30 Uhr. Der Rotary Club der Stadt Strausberg und der Standortälteste Brigadegeneral André Abed laden dazu ein. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden gebeten. Nach der Begrüßung durch den Standortältesten und die Präsidentin des Rotary Clubs Strausberg Kerstin Frenzel werden unter anderem Melodien von Richard Strauss, Stephan Jaeggi und Tschaikowskis Nussknacker in der Swing-Version von Hans-Joachim Rhinow zu hören sein. Nach einer Pause geht es weihnachtlich weiter, und zum Abschluss soll gemeinsam das Weihnachtslied „Oh du fröhliche…“ gesungen werden.

Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter Leitung von Christian Prchal

Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter Leitung von Christian Prchal

Der Erlös des Abends kommt dem Projekt „Lesen lernen – Leben lernen“ zugute. Das soll das Leseverständnis von Schülerinnen und Schülern der Grundschulen fördern. Sie erhalten ein speziell konzipiertes Buch, das dann im Unterricht behandelt werden kann. 

 

Rundgang in der Nachsorgeklinik

Als Reaktion auf jüngste Nachfragen zur Zukunft der neu errichteten Kindernachsorgeklinik hatte Bauherr Peter Fritz den Bauausschuss der Stadt jetzt zu einem Rundgang in dem fast fertigen Objekt eingeladen. Am 29. November konnten sich die Kommunalpolitiker in dem Komplex am jenseitigen Strausseeufer ausgiebig umsehen. Und der frühere Eigentümer des Handelscentrums und mit der „Peter und Ingeborg Fritz Stiftung“ für chronisch kranke Menschen Mäzen der Klinik gab Auskunft zu interessierenden Fragen.

Bauausschuss-Rundgang in der künftigen Kindernachsorgeklinik Strausberg mit Mäzen Peter Fritz (r.) im Kita- und Schulteil

Mitglieder vom Bauausschuss beim Rundgang in der künftigen Kindernachsorgeklinik Strausberg mit Mäzen Peter Fritz (r.) im Kita- und Schulteil mit Glasdach

Die Stiftung, die mit 25 Millionen Euro den Löwenanteil der Bauten finanziert hat, sei weiterhin in Verhandlungen mit „renommierten Partnern“, die für die Ausstattung und den Betrieb sorgen sollen. Er hoffe, „alsbald“ den Betreiber präsentieren zu können, sagte Fritz. Alle Hürden seien aber noch nicht aus dem Weg geräumt. Insbesondere die Restfinanzierung für Möblierung, Medizintechnik, Küche und anderes – mehrere Millionen Euro – ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Bitte um Unterstützung in der Politik

Fritz warb um jegliche Unterstützung beim Überzeugen von politischen Entscheidungsträgern zum Beispiel in Potsdam. Vom Land erhofft man Geld zum Beispiel aus dem früheren DDR-Parteienvermögen oder aus Lottoeinnahmen. Direkte Förderung von Reha-Einrichtungen geben die gesetzlichen Bestimmungen derzeit nicht her.

Mitwirken könnten die Kommunalpolitiker auch beim Landkreis. Der Landrat habe bereits vor fast einem Jahr eine Beteiligung an einer gemeinsamen Gesellschaft in Aussicht gestellt, berichtete Fritz. Das ist aber bislang nicht passiert. Dabei war Märkisch-Oderland schon Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH, die die Vorläufereinrichtung in der Bernauer Waldsiedlung getragen hatte. Hintergrund des Wunsches des möglichen künftigen Betreibers seien zum einen medizinische Kooperationen mit dem Krankenhaus MOL als auch Bürgschaften.

Fritz betonte, nach wie vor wolle er das überzeugende Modell der der familienorientierten Rehabilitation in Strausberg zum Laufen bringen. Dabei können schwerkranke Kinder und Jugendliche – insbesondere junge Krebs- und Herzpatienten – nach Krankenhausaufenthalten im Kreise ihrer Familien eine Therapie erfahren. Das Konzept wird bislang nur an wenigen Standorten im Altbundesgebiet angeboten, was lange Wartezeiten für Betroffene mit sich bringt. Besuche in solchen Einrichtungen hatten Fritz und seine Frau inspiriert, ihre Stiftung zu gründen und einen Teil des „auch in Strausberg verdienten Geldes“ für soziale Zwecke einzusetzen.

„Sicherungen“ gegen anderweitige Nutzung des Objekts

Dass das Objekt womöglich für andere Zwecke genutzt werden könnte, wies Fritz weit von sich. Mit Stiftungsvorstand Hubert Handke, früher Bürgermeister in Bernau, erinnerte er an „drei Sicherungen“: den Vertrag mit der Stadt, den Stiftungszweck und einen grundbuchlichen Vermerk. Sie zeigten sich betrübt, dass es dennoch Zweifel gebe und mancherlei Gerüchte kursierten.

 Kindernachsorgeklinik Strausberg - Unterkunftsgebäude (hinten), Schul-/Kita- und Therapie- und Gemeinschaftsräume sind fertig

Die Bauten – Unterkünfte, Therapie- und Kita- bzw. Schulräume, Speisesaal und Sporthalle sowie die verglasten Gänge dazwischen – sind weitestgehend fertig. Lediglich das ebenfalls mit Spendengeld finanzierte Therapiebad ist noch nicht nutzbar. Und in einem Gebäudeteil gibt es im Kellergeschoss ein Feuchteproblem und deswegen Auseinandersetzungen mit dem Auftragnehmer. In dem Bereich wird deshalb derzeit stärker geheizt. Ansonsten wird versucht, die Temperatur bei etwa zehn Grad zu halten. Auch die sind aber selbst bei Heizung überwiegend mit Luft-Wärme-Pumpen und Gas nur für Spitzenlast nicht zum Nulltarif.

Bauausschusschef Bernd Sachse (Linke) dankte am Ende Fritz für die Einladung und die Bestätigung, dass es bei dem Ziel Kindernachsorgeklinik bleibt. Dennoch gab es in der Runde eine gewisse Skepsis, dass dies schnell Realität wird.

Bundesweiter Warntag am 8. Dezember

Am 8. Dezember werden in ganz Deutschland wieder Sirenen und andere Warnsysteme getestet. Um 11 Uhr soll es Alarm geben. In der Folge werden Behörden und Einsatzkräfte vorbereitete Warnmeldungen über Medien, Internet, Warn-Apps und andere Kanäle sowie erstmalig auch über Mobilfunk verbreiten. Überdies werden Sirenen sowie regionale Infotafeln, Internetseiten und andere Systeme angesteuert. Um 11.45 Uhr soll auf den gleichen Wegen Entwarnung gegeben werden.

Zweck der Probe ist es, Schwachstellen im Warnsystem zu finden, um diese im Nachgang zu beseitigen und das System für den Ernstfall stabiler und effektiver zu machen. Zugleich will man den Menschen grundlegende Kenntnisse zum Thema Warnung für Krisen aller Art vermitteln, damit sie bei einer echten Gefahrenlage besonnen reagieren. Die Probewarnung soll sie deshalb in ihrem alltäglichen Umfeld und Handeln erreichen. Veranschaulicht wird dies in einem Video (auch mit Untertiteln).

2020 hatte es bereits solch einen bundesweiten Warntag gegeben. Der hatte damals einige Probleme zu Tage gefördert – von Verzögerungen bei der Weitergabe der Warnungen bis zu fehlenden Sirenen.

Lebendiger Adventskalender gestartet

In Strausberg werden in der Vorweihnachtszeit wieder Türchen geöffnet und Bürger mit Liedern und anderem erfreut: beim lebendigen Adventskalender. Er ist am 28. November auf dem Aktivspielplatz gestartet worden. Karoline Erping vom Kinder-, Jugend- und Familienbüro der Stadtverwaltung dankte dem gastgebenden Jugendsozialverbund und begrüßte die rund 30 Gäste, darunter Familien mit Kindern. Manche waren recht neu in der Stadt und wollen Strausberg und andere Menschen kennenlernen. Dann lud Pfarrer Tillmann Kuhn zum Mitsingen ein. Am Lagerfeuer erklangen  unter anderem „Alle Jahre wieder“ mit anschließenden Erläuterungen zum Ursprung des Weihnachtsfestes oder „So viel Heimlichkeit“ (Video). Zum Einstimmen in die Weihnachtszeit waren zudem Kinderpunsch und Knüppelteig für Stockbrot vorbereitet. Die waren am Ende komplett vernascht.

Lebendiger Adventskalender 2022, Auftakt auf dem Aktivspielplatz beim JSV am LagerfeuerBis zum 16. Dezember werden nun jeweils montags bis freitags um 17 Uhr Stationen in verschiedenen Gebieten der Stadt angesteuert. In der ersten Woche noch die ProCurand-Seniorenresidenz Jenseits des Sees (Drosselweg 5, 29.11.), die Kita Mühlenwichtel (Mühlenweg 6a, 30.11.), die Buchhandlung Micklich (Große Straße 22, 1.12.) und das STIC mit seinem Regionalen Weihnachtsmarkt (Garzauer Chaussee 1, 2.12.). In der zweiten Woche laden der Kinderladen Gänseblümchen (Große Straße 14, 5.12.), das Handelscentrum (6.12.), das Quartiermanagement Hegermühle (Garten gegenüber Am Annatal 49, 7.12.), das Oberstufenzentrum (Wriezener Str. 28, 8.12.) sowie evangelische Kirche und die Pfadfinder in Koperation mit den Organisatoren zum Weihnachtsmarkt-Auftakt am 9. Dezember an der Tanne am Markt ein.

Schlusswoche mit neuen Gastgebern

Die Schlusswoche gestalten das AWO-Familienzentrum Hegermühle (Am Annatal 52a, 12.12.), die jungen Humanist*innen (August-Bebel-Str. 2, 13.12.), die erstmalig dabei sind und ihre neuen Räumlichkeiten vorstellen wollen. Dabei sind überdies die Stadtwerke und die SWG (Kastanienallee 38, 14.12.) und ebenfalls erstmalig der Ambulante Hospiz- und  Palliativberatungsdienst MOL (an der Annenkapelle der Marienkirche, 15.12.). Hier soll auch auf einen Raum der Stille zum Trauern hingewiesen werden. Zum Abschluss bei Vonovia (Innenhof Otto-Langenbach-Ring 5, 16.12.) wird der Gemischte Chor Strausberg auftreten.

Geplant ist an allen Stationen jeweils ein kleines Programm von etwa 15 Minuten. Pfarrer Tillmann Kuhn ist mit Gitarre und Liederheften mit Weihnachtsliedern dabei, so dass zusammen gesungen werden kann.  Alle Stationen mit Programm im Überblick.

Sonntagsvorlesung mit Gynäkologin

Die letzte Sonntagsvorlesung des Jahres 2022 beschäftigt sich mit zwei wichtigen Themen für Frauen: dem Gebärmutter- und Eierstockkrebs. Am 11. Dezember ab 10 Uhr informiert Dr. med. Brit Marschall, Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg, Interessierte über Ursachen und Behandlungsmethoden beider Erkrankungen. Auch Männer sind herzlich eingeladen.   

Die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland ist der Gebärmutterkrebs. Was kann ich selber tun, um das eigene Risiko zu senken? Wann sollte ich meinen Frauenarzt aufsuchen? Und kommt es zu einer Zunahme dieser Krebserkrankung? Diese und weitere Fragen beantworte Dr. Marschall in der Dezember-Ausgabe der Sonntagsvorlesung.

Oberärztin Dr. med. Brit Marschall, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus MOL, StrausbergDer Eierstockkrebs ist nach wie vor eine lebensbedrohliche Erkrankung, da er meistens zu spät entdeckt wird. Erfreulicherweise hat sich die Behandlungsqualität erheblich verbessert. Auch durch die Behandlung mit neuen Medikamenten konnte die Überlebensdauer von Patientinnen deutlich erhöht werden. In ihrem Vortrag geht die Oberärztin ausführlich auf die Symptome, operative Therapie und Nachbehandlung ein.

Abteilung bietet volles Behandlungsspektrum

Die gynäkologische Abteilung des Krankenhauses MOL bietet das volle Spektrum der modernen diagnostischen und operativen Behandlungsmöglichkeiten. Sämtliche operativen Eingriffe werden von einem spezialisierten Team durchgeführt. Die Abteilung ist mit modernster Technik ausgestattet.

Wie immer findet die Veranstaltung in der Cafeteria Bistro Medicus im Strausberger Krankenhaus an der Prötzeler Chaussee 5 statt. Der Eintritt ist kostenlos. Interessierte Besucherinnen und Besucher, Patientinnen und Patienten, deren Angehörige, aber auch Angehörige medizinischer Berufe, sind herzlich eingeladen. Einlass wird an dem Tag nur mit FFP2-Masken erlaubt. Vorlesungsgäste sollen den Haupteingang meiden und das Krankenhaus über die Cafeteria (Parkseite) betreten. Speisenversorgung ist an diesem Tag nicht möglich.

Es wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 033456 40101 oder per Mail an info@khmol.de.

Weihnachtsmarkt mit Stollen, Karussells und Lichteffekten

Der Weihnachtsbaum am Markt steht bereits (Video), die weihnachtliche Beleuchtung hängt und die wichtigsten Absprachen sind erfolgt: Vom 9. bis 11. Dezember wird in der Strausberger Altstadt der diesjährige Weihnachtsmarkt stattfinden.

Er wird sich in der Großen Straße von etwa Höhe Kinderladen Gänseblümchen bis zum Markt erstrecken, ergänzt um die Fläche an der Marienkirche. Mehr als 30 Händler und Gastronomen haben Stände gebucht, werden Handwerk und Basteleien, Süßes, Deftiges, Glühwein und andere Getränke anbieten. Geschäfte öffnen zusätzlich, es wird gesungen und das Weihnachtsmannbüro geöffnet. Lichtinstallationen sollen Passanten zum Staunen bringen, das Weihnachtsiglu steht und es sind Selfie-Spots geplant. Kinder können auf Karussells oder dem Riesenrad Runden drehen. Und Interessierte können sich über die Siegerideen vom Bürgerhaushalt informieren. Sie werden zu den Öffnungszeiten des Marktes im Alten Stadthaus am Markt präsentiert.geschmückter Weihnachtsbaum am Markt in Strausberg 2022

Stollenanschnitt Sonnabend um 17 Uhr

Am Freitag ist von 16 bis 21 Uhr geöffnet. Gleich zum Auftakt wird an der Kirche der Gemischte Chor Strausberg auftreten, eine Stunde später am Markt das Türchen des lebendigen Adventskalenders geöffnet. Sonnabend können sich Gäste von 12 bis 21 Uhr an der Feuerschale wärmen und alle anderen Angebote wahrnehmen. Der Stollenanschnitt wird diesmal am Sonnabend erst um 17 Uhr am Markt stattfinden. Denn um diese Zeit rollt eine Lichterfahrt mit geschmückten Feuerwehren durch die Stadt. Sie soll gegen 17 Uhr an der Weinbergstraße starten und wird dann kurz nach dem Anschnitt am Markt eintreffen. Und ab 18 Uhr können in der Kirche Adventslieder angehört oder mitgesungen werden.

Am Sonntag sind Besucher von 12 bis 18 Uhr willkommen. Ab 14 Uhr wird die Möglichkeit von Selfies mit Weihnachtsmann auf dessen Sessel geboten. Und 17 Uhr gibt es festliche Klänge mit dem okumenischen Bläserchor Eggersdorf in der Kirche, wo auch die Ankunft des Friedenslichts aus Bethlehem erwartet wird.

Am 10. und 11. Dezember fährt übrigens zusätzlich zum üblichen Fahrplan der Tram 89 auch die geschmückte Weihnachtsbahn der Strausberger Eisenbahn – von 12.42 bis 17.42 Uhr im 40-Minuten-Takt. Es gilt der Haustarif, VBB-Tickets gelten nicht.

Neue Souvenirs in der Touristinformation

Pünktlich zu Weihnachten erweitert die Strausberger Touristinformation ihr Sortiment an Souvenirs aus der Stadt um ein charmantes Frühstücksset. Mit filigranen Linien und bunten Farbtupfern haben sich die Mitarbeiterinnen in Zusammenarbeit mit erfahrenen Zeichnern für ein ganz besonderes Design entschieden. Sowohl die Tasse für das morgendliche Heißgetränk als auch das beschichtete Frühstücksbrett werden von handgezeichneten Strausberger Wahrzeichen geziert – vom Altstadtpanorama über die Fähre und St. Marien bis zum Kletterpark und dem Flugplatztower mit dem Doppeldecker AN 2. Ein Hingucker schon beim Frühstück, und das nicht nur für Strausberger!

Frühstücksset mit Strausberger SehenswürdigkeitenWer also noch ein kleines Präsent für den Nikolausstiefel oder gar ein hübsches Weihnachtsgeschenk sucht, sollte unbedingt einen Abstecher an den Lustgarten machen. Ob als Set für 20,50 € oder einzeln (Tasse 12,50 €, Frühstücksbrett 8 €) – die neuen Souvenirs machen auf jedem Frühstückstisch eine gute Figur.

Mehr Informationen und Inspiration für den Gabentisch gibt es in der Touristinformation Strausberg, telefonisch unter 03341 311066 oder online auf www.stadt-strausberg.de/souvenirs.

Neues Wohnviertel in der Altstadt

Neuer Anlauf für das Areal im Norden der Großen Straße bis hinüber zum Buchhorst: Nachdem vor einigen Jahren das Handelsprojekt Altstadtcenter dort gescheitert war, will die Tamax Bauträger GmbH nun dort ein Quartier mit etwa 140 Wohnungen nebst Tiefgarage sowie Handels- und Dienstleistungseinrichtungen entwickeln. Anfang 2022 hatte das Unternehmen im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr ein Bebauungskonzept vorgestellt, das auf positives Echo traf. Im Juli wurde dann signalisiert, dass städtische Grundstücke in dem Bereich verkauft werden können. Die Verträge sind laut Bürgermeisterin Elke Stadeler in Arbeit, könnten Ende 2022/Anfang 2023 fertig sein.

Entwurf für das Altstadtquartier im Norden der Großen Straße

Tamax-Entwurf für das Altstadtquartier im Norden der Großen Straße; Ansicht Große Straße

Entwurf für das Altstadtquartier im Norden der Großen Straße; Ansicht vom Buchhorst

Tamax-Entwurf für das Altstadtquartier im Norden der Großen Straße; Ansicht vom Buchhorst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im September hatte Tamax die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt. Derzeit wird der erforderliche Beschluss in den kommunalpolitischen Gremien diskutiert. Stefan Reinhardt, Fachgruppenleiter Stadtplanung im Rathaus, befürwortete bei der Bauausschusssitzung Ende November das Vorhaben aus stadtplanerischer Sicht. Es handele sich um eine „gewünschte Nachverdichtung im Innenbereich“. Der nördliche Bereich der Großen Straße könne belebt, die Attraktivität der Altstadt durch straßenbegleitenden Einzelhandel, Büro- und Praxisräume erhöht werden. Und die Wohnungen könnten einen Beitrag zum Schließen von bestehenden Angebotslücken leisten.

Ausgleich für Eingriffe in die Natur

Eine erforderliche Abstimmung mit dem Denkmalschutz stellte er in den nächsten Tagen in Aussicht. Anhand der geplanten Wohneinheiten lasse sich der Einwohnerzuwachs ableiten, daraus auch der Bedarf an Schul- und Kitaplätzen, erklärte er auf Nachfrage von Kommunalpolitikern. Die Auswirkungen des Projekts auf die soziale Infrastruktur würden im Rahmen des
weiteren Verfahrens geprüft.

Zur Sprache kam ebenfalls die Vegetation, die in dem Gebiet vorhanden ist. Frank Bochon, der Projektverantwortliche von Tamax, sagte, im Rahmen der laufenden Vermessungsarbeiten würden auch erhaltenswerte Bäume aufgelistet. Überdies ist laut Reinhardt eine Umweltprüfung durchzuführen, wenn nötig auch ein Umweltbericht zu erstellen. Und für alle Eingriffe in Natur und Landschaft müssen Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu sei Tamax ebenso bereit wie zur Übernahme der nötigen Planungs- und Erschließungskosten. Genaues wird in einem abzuschließenden Vertrag geregelt.

Über den Aufstellungsbeschluss wird voraussichtlich bei der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 15. Dezember entschieden.

 

 

Entwicklungsschub am Flugplatz

Das gewohnte Bild an der Flugplatzstraße im Norden der Stadt dürfte sich in den kommenden Monaten erheblich ändern. Die Firma KW Development (KWD) hat im Bauausschuss jetzt ihr Projekt Gewerbecampus am Flugplatz vorgestellt. Auf dem rund 3,5 Hektar großen Grundstück zwischen Am Flugplatz, Flugplatz- und Lilienthalstraße sollen insgesamt elf mehrgeschossige Gebäude – keine Hallen – für unterschiedliche Nutzungen entstehen. Prokuristin Jana Wulf rechnet mit einer Realisierungszeit von fünf bis sechs Jahren.

Städtebaulicher Entwurf von KW Development für Bebauung im neuen Gewerbegebiet am Flugplatz

Städtebauliches Konzept von KW Development für die Bebauung im neuen Gewerbegebiet am Flugplatz; copyright: NOKERA Planning GmbH

Bürogebäude für das Bundesverwaltungsamt

Für den ersten Bauabschnitt, drei U-förmige Viergeschosser mit Verbindungsbrücke, ist der Bauantrag auf Basis des bestätigten Bebauungsplans für das Gewerbegebiet „Verkehrslandeplatz-West“ bereits vor einigen Monaten eingereicht worden. Jana Wulf und Projektleiter Christian Lemke gehen von einem Baustart im Frühjahr 2023 und einer Fertigstellung im Herbst 2024 aus. Einen Mieter gibt es bereits: Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Sie hat für die rund 12.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche einen Vertrag über Büros für das Bundesverwaltungsamt abgeschlossen. Autos werden in einer Tiefgarage mit 176 Plätzen untergebracht. Man wolle nicht oberirdisch noch weitere Flächen versiegeln, begründeten die beiden.

Die Wärmeversorgung ist noch nicht abschließend geklärt. Ins Auge gefasst sind Fernwärme und regenerative Energien, denn die Gebäude sollen den Energieeffizienzstandard KfW 40 erfüllen. Ein vergleichbares Projekt hat KWD bereits im Potsdamer Brunnenviertel realisiert. Dort sind  der brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen und die Bundespolizei eingezogen. Und auch in Strausberg ist bzw. war der Bauträger und Projektentwickler schon aktiv: an der Ecke Hegermühlen-/Elisabethstraße und am Annafließ.

Wohnquartiere auf Zeit

An der nördlichen Spitze des Geländes sieht das KWD-Konzept ein V-förmiges und zwei weitere Gebäude mit fünf Etagen vor, die für gewerbliche Beherbergung genutzt werden. Darunter eine gemeinsame Tiefgarage mit 228 Plätzen. In dem als „Boarding“ bezeichneten Komplex könnten ca. 400 kleine und barrierefreie oder -arme möblierte Apartments auf Zeit entstehen.

Entwurf für KW Development für Bebauung im neuen Gewerbegebiet am Flugplatz von NOKERA Planning GmbH

Entwurf von NOKERA Planning GmbH für Bebauung im neuen Gewerbecampus von KW Development am Flugplatz

Zum Beispiel für Bundeswehrangehörige oder Gastdozenten der Bundeswehrakademie, Personal von Kliniken, Pflege- und anderen Betrieben, Personen, die auf Zeit in der Gegend bleiben, oder zur Überbrückung, wenn sie noch keine passende Wohnung gefunden haben. Die Anmietung sei wochenweise bis zu sechs Monaten möglich, hieß es. Eine Pauschalmiete umfasst alles inklusive Strom, Internet und Dienstleistungen wie Waschsalon oder Fitness. Eine Kantine/Bar soll hingegen für jedermann zugänglich sein. Der Bauantrag für diesen zweiten Bauabschnitt wird derzeit vorbereitet, er soll Anfang 2023 eingereicht werden. KWD hofft, dass nach Abschluss der Rohbauarbeiten am Bauabschnitt 1 mit diesem zweiten Komplex begonnen werden kann.

Die Stadt begrüßt die Pläne

Komplettiert wird das Vorhaben am Flugplatz durch zwei weitere Häuser an der Lilienthalstraße, die sogenannten Zwillinge, und drei Gebäude im Zentrum, auch die allesamt mit Tiefgarage. Als Nutzungsarten sind Büro, Verwaltung, Behörden, Dienstleistungen sowie sonstige Gewerbenutzungen und untergeordnet Lager/Archive angepeilt. Gegebenenfalls könnten auch Handelseinrichtungen im Erdgeschoss einziehen. „Wir bauen nicht auf Vorrat“, stellte Lemke klar, dass ein Baustart für alle folgenden Gebäude erst erfolgt, wenn Mieter oder Betreiber gefunden sind.

Von der Stadtverwaltung wird das Vorhaben ausdrücklich begrüßt. Stefan Reinhardt, Leiter der Fachgruppe Stadtplanung, sprach von einem „auch hinsichtlich der Dichte interessanten Projekt“, einer „städtebaulichen Aufwertung“ und einem „schönen Eingang zum Flugplatz“. Und Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte: „Wenn Sie mit der Geschwindigkeit bauen wie an der Hegermühlenstraße, dann wird das beeindruckend.“

Traditionelle Winterwanderung

Wer einen ausgedehnten Spaziergang durch die winterlich-stille Landschaft bei strahlendem Sonnenschein und knackiger Kälte erleben will, der ist am 3. Dezember richtig. Wanderleiterin Brigitte Pflug nimmt Wanderlustige an dem Tag mit auf eine ca. zehn  Kilometer lange Tour entlang des Uferwanderwegs um den beliebten Straussee. Start ist um 10 Uhr an der Stadt- und Touristinformation Strausberg – mit hoffentlich vielen Teilnehmenden.

Die Krönung der alljährlichen Winterwanderung der Touristinfo ist die abschließende Rast. Diesmal wird sie auf dem Hof vom Café Tortenduft im historischen Ambiente des alten Brauhofs eingelegt.

Mitwandern kostet 3 Euro pro Person, ermäßigt 2 Euro. Für die Glühweinrast bei Tortenduft müssten weitere 5 Euro pro Person eingeplant werden

Weitere Informationen und Anmeldung bis 1. Dezember telefonisch unter 03341 311066 oder per Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de.

„Hegermühler Weihnachtsplätzchen“ und weitere adventliche Angebote

Unter der Schirmherrschaft des Netzwerks Familienförderung bieten verschiedene Träger am 7. Dezember 2022 von 15 bis 18 Uhr an unterschiedlichen Orten in Hegermühle weihnachtliche Aktionen an. Neben kreativen Angeboten zum Mitmachen – etwa Basteln oder einem Weihnachtsquiz – wird an verschiedenen Stationen mit warmen Getränken und Essen für das leibliche Wohl gesorgt. Auch der Weihnachtsmann wird nicht fehlen. Getreu dem Motto „Hegermühler Weihnachtsplätzchen“ können an den Stationen Rezepte für die weihnachtliche Bäckerei gesammelt werden. Abgerundet wird der adventliche Nachmittag durch den Auftritt einer Kindertanzgruppe, ein gemeinsames Weihnachtssingen und den gemütlichen Ausklang des im Nachbarschaftsgarten beim warmen Getränken und Stockbrot. Dort wird auch das Türchen des Lebendigen Adventskalenders geöffnet.

Plakat der Weihnachtsaktion in HegermühleDie einzelnen Stationen können online der Homepage www.meinehegermuehle.de sowie Aushängen vor Ort entnommen werden.  Der Flyer ist außerdem beim Quartiersmanagement Hegermühle und bei verschiedenen Trägern im Wohngebiet erhältlich. Informationen zu weiteren Terminen und Veranstaltungen gibt es in Aushängen im Wohngebiet, im Schaukasten des Stadtteilbüros sowie online auf der Homepage und dem Facebook- und Instagram-Auftritt des Quartiersmanagements.

Gäste aus anderen Strausberger Stadtgebieten sind gern gesehen. Hegermühle ist mit S-Bahn, Straßenbahn oder Bus gut zu erreichen.

Der Weihnachtsbaum steht

Eine Colorado-Tanne schmückt in diesem Jahr den Strausberger Markt zur Vorweihnachtszeit. Am Montag vor dem ersten Advent ist die Tanne von der Firma Baumpflege Schneider von ihrem bisherigen Standort in die Altstadt gebracht und am Fuße des Marktes aufgestellt worden.  Mädchen und Jungen aus der Kita Nord verfolgten vor Ort die Aktion, bekamen sogar noch warme Getränke. Sie selbst steuerten ein Liedchen bei. „Sonst waren wir beim Schmücken dabei“, erzählte eine Betreuerin.Aufstellen des Weihnachtsbaums durch Fa Baumpflege Schneider am Markt

Der Baum ist von einer Strausberger Familie aus dem Wohngebiet Am Stadtwald zur Verfügung gestellt worden. Sie hatte ihn seinerzeit als Weihnachtsbaum im Topf erworben und nach dem Fest in den Garten gepflanzt. Inzwischen war er auf zehn Meter herangewachsen. Da etwa 1,50 Meter Stamm in der Bodenhülse verschwinden, bleiben etwa 8,50 Meter sichtbar. Die sollen nun am Mittwoch, 23. November, geschmückt werden und zum ersten Adventswochenende im Lichterglanz erstrahlen.

Die Stadt hatte sich entschlossen, nicht auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten, um heimelige Atmosphäre zu schaffen. Sie will aber zum Energiesparen die Leuchtzeiten einschränken.

Zusätzliches Geld für den Waldumbau

Das Tauziehen um eine zusätzliche Unterstützung für den Waldumbau im Strausberger Stadtforst  ist beendet. Die Stadtverordnetenversammlung (SVV) hat bei ihrer jüngsten Sitzung einer veränderten Vorlage zugestimmt. Demnach wird die Stadtverwaltung beauftragt, dem kommunalen Eigenbetrieb beginnend ab 2023 für fünf Jahre einen jährlichen Betriebskostenzuschuss von 45.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Mit dem Geld  sollen „Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Waldumbau“ wirtschaftlich sichergestellt werden, so die Begründung. Rund um Strausberg soll ein stabiler gesunder Laubmischwald wachsen. Damit soll zugleich eine Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts unterstützt werden.

Seit August wurde über das Thema diskutiert. Die seit Jahren anhaltende extreme Trockenheit, Hitze und Schadinsektenbefall hatten verstärktes Augenmerk der Kommunalpolitik auf den Waldumbau im Stadtforst gelenkt. Den betreibt der Eigenbetrieb zwar schon, aber unter anderem der CDU-Fraktionschef Andreas Fuchs, zugleich Chef des Fachausschusses und der Ortsgruppe vom Naturschutzbund, hatte vor seinem Ausscheiden aus der SVV mehr Anstrengungen gefordert. Der CDU-Antrag, dem Werkleiter pauschal 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen, hatte allerdings  im September keine Mehrheit gefunden. Nach einer nochmaligen Runde durch die Ausschüsse wurde nun ein veränderter Beschluss gefasst.

Kita Kinderland ist Haus der kleinen Forscher

Die Strausberger Kita Kinderland ist jetzt als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Am 16. November übergaben Stephanie Scholz und Petra Hoewing von der IHK Projektgesellschaft Ostbrandenburg die dazugehörige Plakette. Sie wird die besondere Arbeitsweise der Einrichtung künftig bereits von außen kenntlich machen.

Stephanie Scholz würdigte, dass in der Kita Kinderland die naturwissenschaftlichen Bildungsinhalte groß geschrieben werden. Mit viel Engagement würden die Mädchen und Jungen ans Entdecken herangeführt, zum Beobachten, Forschen und Staunen angeregt. Sie erinnerte zum Beispiel an ein Wasserfest, an dem mehr als die Hälfte der Kinder teilgenommen hatte und Neugier geweckt wurde.

Auszeichnung der Kita Kinderland als Haus der kleinen Forscher mit v.l. Kitaleiterin Stephanie Engelmann, Franziska Lehmann und Manuela Zieske, die alles angeschoben haben, sowie Stephanie Scholz und Petra Hoewing von der IHK Projektgesellschaft

Auszeichnung der Kita Kinderland als Haus der kleinen Forscher mit (v.l.) Kitaleiterin Stephanie Engelmann, Franziska Lehmann und Manuela Zieske, die alles angeschoben haben, sowie Stephanie Scholz und Petra Hoewing von der IHK Projektgesellschaft

Montag ist nun „Forschertag“

Ins Rollen gebracht hatten den Stein Manuela Zieske und Franziska Lehmann. Die beiden Erzieherinnen hatten eine entsprechende Weiterbildung absolviert und in der Folge mit dem gesamten Team das „Forschungsprojekt“ umgesetzt. Neben dem Element Wasser befassen sich die Kinder mit Feuer, Magnetismus, Wetter und vielem mehr. Montags ist im Wochenplan vom Kinderland nunmehr „Forschertag“. Zudem wurden spezielle Materialien für naturwissenschaftliche Bildung in der Altersgruppe angeschafft, erklärte Kita-Leiterin Stephanie Engelmann. Letztlich musste noch ein Fragenkatalog beantwortet werden, bevor das Forscher-Zertifikat verliehen wurde. Das gilt zwei Jahre, dann muss es erneuert werden. Stellvertretend für alle Knirpse nahmen die Vorschulkinder an der Verleihung teil. Und bekamen gleich noch kleine Forscherpakete für zu Hause mit.

Kinderland ist nicht das erste Haus der kleinen Forscher in Strausberg. Zertifiziert sind bereit die Kitas Am Wäldchen, Zauberwald, Zwergenland und Nord sowie der Hort Strausseestrolche – manche sogar schon mehrfach.

 

Wo Radfahrende der Schuh drückt

Noch bis zum 30. November können Radfahrende das Fahrradklima in ihrem Umfeld bewerten. Dieses Mal wird besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt. Bürgermeisterin Elke Stadeler hat die Strausbergerinnen und Strausberger aufgerufen, zahlreich an der Abstimmung teilzunehmen. „Wir wollen einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr, von dem alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt profitieren. Dabei setzen wir auch auf das Fahrrad“, sagt sie.

Die Stadt arbeitet derzeit unter anderem an den Planungen für den Geh-/Radweg auf der ehemaligen Güterbahntrasse von der Goethe- bis zur Elisabethstraße und dem Geh-/Radweg entlang des Kleinen Rügendamms. Um weitere Maßnahmen anzustoßen und das Radwegekonzept fortzuschreiben, setzt die Verwaltung auf Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger. Denn sie wissen, was nötig ist, um im Alltag mehr mit dem Rad unterwegs zu sein.

2020 bekam Strausberg die Note 3,85

Die Befragung dauert nur wenige Minuten. Abgefragt werden unter anderem der Stellenwert des Radverkehrs in der Kommune sowie Sicherheit, Komfort und Infrastruktur. Insgesamt sind 27 Fragen zu beantworten. Die Umfrage ist online beim ADFC zu finden.

 Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte derartige Befragung. Er wird durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt. 2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrende die Fahrradfreundlichkeit in 1000 Städten und Gemeinden. Strausberg erhielt dabei die Schulnote 3,85. Voraussetzung dafür, dass eine Kommune eine eigene Bewertung erhält, sind mindestens 50 Teilnehmer bei der Umfrage. Bei den drei vorangegangenen Fahrradklima-Tests hatte Strausberg diese Zahl jeweils erreicht.

Aktive Reservisten

Nach dem zentralen Auftakt zur Haus- und Straßensammlung 2022 für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Anfang November in der Strausberger Altstadt sind Mitglieder der Reservistenkameradschaft Strausberg weiter in der Stadt aktiv. So säuberten die Kameraden im Vorfeld des Volkstrauertages die Grabsteine sowie den Gedenkstein an der Stätte für Opfer des ersten Weltkrieg auf dem Friedhof Berliner Straße. Wie bereits in den vergangenen Jahren in gemeinsamer Arbeit mit der Stadtverwaltung.

Ein Reservist reinigt vor dem Volkstrauertag den Gedenkstein für Opfer des ersten WerltkriegsAm Volkstrauertag selbst gedachten sie mit den Angehörigen der Strausberger Dienststellen der Bundeswehr, der Kameradschaft ehemaliger Soldaten Strausberg, der Stadtverwaltung und der Stadtpolitik sowie Privatpersonen der Toten. Und sammelten bei der Gelegenheit weiter Spenden für den Volksbund. Weil aber noch viele Strausberger bislang nicht erreicht werden konnten, weisen die Reservisten auf die Möglichkeit hin, Geld auf das Volksbund-Konto zu überweisen.  Jeder Betrag hilft weiter, dessen Arbeit zu unterstützen.

Kontoverbindung: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Brandenburg; IBAN DE94 1207 0024 0325 2236 00 (Deutsche Bank/DEUTDEDB160), Verwendungszweck Spendensammlung – 2022 – Reservistenkameradschaft – Strausberg

Reservisten am Denkmal für die Opfer des ersten Weltkriegs

 

Vertrag für Straßenbahn unterschrieben

In Strausberg ist am 16. November der neue Verkehrsleistungs- und Finanzierungsvertrag zwischen Landkreis Märkisch-Oderland und der Strausberger Eisenbahn GmbH (STE) für die Straßenbahnlinie 89 und die Strausseefähre unterschrieben worden. Geschäftsführerin Irina Kühnel für die STE und Vizelandrat Rainer Schinkel für den Landkreis setzten ihre Unterschriften unter das Papier. Das tritt zum 1. Januar 2023 in Kraft und hat eine Laufzeit bis Ende 2031. Der Kreistag hatte den Vertrag Ende Oktober gebilligt.

Irina Kühnel, Chefin der Strausberger Eisenbahn, und Vizelandrat Rainer Schinkel unterzeichnen den neuen Verkehrsleistungs- und Finanzierungsvertrag für die Tram 89 und die Fähre

Irina Kühnel, Chefin der Strausberger Eisenbahn, und Vizelandrat Rainer Schinkel unterzeichnen den neuen Verkehrsleistungs- und Finanzierungsvertrag für die Tram 89 und die Fähre

Das Dokument beendet die Phase einer „Notvergabe“, nachdem die STE den vorherigen Vertrag gekündigt hatte. Der sollte eigentlich bis 2024 laufen, aber die STE konnte den Betrieb zu den vereinbarten Konditionen nicht mehr sichern.

Landkreis erhöht seinen Anteil

Mit dem neuen Dokument übernimmt der Landkreis einen höheren Anteil an der Deckungslücke aus den Kosten für die Fahrten der Straßenbahn und den Fahrgeldeinnahmen. Landkreis und die Stadt Strausberg mit ihrem kommunalen Unternehmensverbund tragen nunmehr jeweils die Hälfte. Vorher hatte Märkisch-Oderland als Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr etwa 15 und die Stadt mit dem Firmenverbund 85 Prozent beglichen. Bei der Notvergabe 2021 war der Kreis-Anteil bereits auf gut ein Drittel gestiegen.

Schinkel sprach von einem vertretbaren Ergebnis, das relative Sicherheit für die nächsten Jahre biete. Ziel des Kreises sei der Erhalt der Straßenbahn und nicht etwa die Suche nach Ersatzlösungen, versicherte er. „Wenn die Fahrgäste nicht da wären, wäre das anders.“ Aufgrund der gestiegenen Energiekosten gebe es auch mit anderen Verkehrsunternehmen Nachverhandlungen, werden im Kreishaushalt für 2023 mehr als 16 Millionen Euro statt zuvor gut 13 Millionen für den öffentlichen Personennahverkehr veranschlagt. Das Land steuert nach Schinkels Angaben gut sechs Millionen bei, erhöht seinen Anteil bisher nicht.

Anpassungsklausel ermöglicht Reaktion auf „Turbulenzen“

Irina Kühnel äußerte, mit dem Papier könnten beide Seiten leben, sei ein guter Schritt getan. Sie würdigte, dass kurzfristig Themen wie die hohen Energiekosten mit eingeflossen sind und zeigte sich überzeugt, dass die mit dem Ausbau der Erneuerbaren wieder sinken. „Das ist doch eine gute Botschaft.“ Zugleich verwies sie darauf, dass der Vertrag ermöglicht, auf etwaige „Turbulenzen“ zu reagieren. Denn er enthält eine Anpassungsklausel bei Veränderung der Kosten aufgrund externer Faktoren. Niemand könne in die Glaskugel schauen. Und auch die Auswirkungen von Sonderregelungen wie dem Neun- oder dem geplanten 49-Euro-Ticket seien noch unklar.

Fahrplan und Ticketpreise von Tram und Fähre werden durch den Vertrag nicht verändert.

Winterdienst wird teurer

Die Stadtverordnetenversammlung hat bei ihrer Novembersitzung eine Änderung der Straßenreinigungsgebührensatzung beschlossen. Nach der Neukalkulation auf Basis der Werte von 2021 ergibt sich bei den Gebühren für den Winterdienst eine Erhöhung von 0,28 Euro auf nun 1,60 Euro pro laufender Meter Straßenfront. Dies resultiert daraus, dass im Winter 2021 deutlich mehr Einsätze von Kommunalservice sowie Kreisstraßenmeisterei und Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg in der Sadt nötig waren. Allein beim KSS sind 103 Fahrten statt 20 im vorherigen  Kalkulationszeitraum in die Berechnung eingeflossen. Dadurch stiegen die Kosten um rund 125.000 Euro. 75 Prozent der ansatzfähigen Kosten werden auf die Grundstückseigentümer umgelegt.

Bei der Straßenreinigung wird es hingegen günstiger. Bei monatlicher Reinigung der Straße werden 2023 nur 0,79 statt vorher 0,91 Euro pro laufender Meter kassiert. Fährt die Kehrmaschine alle 14 Tage durch die Straße, werden künftig 1,62 statt 2,06 Euro fällig.

Vortrag im Museum erst 2023

Der bereits am 5. Oktober wegen Krankheit ausgefallene Vortrag mit Prof. Dr. Bettina Jungklaus, der am 16. November im Stadtmuseum nachgeholt werden sollte, muss abermals verlegt werden. Die Anthropologin hat Museumsleiterin Christa Wunderlich am 15. November aus dringenden familiären Gründen kurzfristig abgesagt. Einen Ersatztermin für die Veranstaltung, zu der sich sehr viele Interessierte angemeldet hatten, wird es nunmehr erst im Jahr 2023 geben.  Die Forscherin will dann einen Blick auf die „alten Strausberger“ ermöglichen und Untersuchungen von Funden aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert vorstellen.

Hohenstein bekommt eigenes Budget

Der Hohensteiner Ortsbeirat kann ab dem nächsten Jahr über eigene Mittel in Höhe von 10.000 Euro verfügen. Die Stadtverordneten haben bei ihrer jüngsten Sitzung einem entsprechenden Antrag von Ortsvorsteher Jens Knoblich zugestimmt. Für 2022 war bereits einmalig die Summe bewilligt worden. Nun sollte eine dauerhafte Regelung getroffen werden, um nicht jedes Jahr einen neuen Beschluss fassen zu müssen, so Knoblich.

Er hatte zuvor erläutert, dass ein solches Budget laut Kommunalverfassung möglich ist. Die Summe ist von der Kommunalpolitik festzulegen. Wunsch des Ortsbeirats seien besagte 10.000 Euro, berichtete Knoblich. Finanzausschusschef Robert Krause (FDP) erschien dies zu viel. Er schlug 3000 Euro vor. Dies seien etwa 50 Euro pro Person, mehr als der Durchschnitt in Brandenburg, begründete er. Zumal das Geld für das laufende Jahr bislang nicht ausgegeben ist.

Motivation für Ortsbeirat

Knoblich hielt entgegen, der Ortsbeirat komme sich ansonsten vor wie ein „Prellbock“ für die Bevölkerung und Bittsteller bei der Verwaltung. In manchen Dörfern fänden sich deshalb schon keine Leute mehr für das Gremium.

Von anderen Fraktionen bekam der Hohensteiner Rückendeckung. Ute Wunglück (Linke) sprach von Wertschätzung für den Ortsbeirat, der mit dem Geld Projekte angehen könne. Sibylle Bock (SPD)  fand den Betrag dem Ortsteil angemessen. Und Stephan Blumenthal (CDU) sah in dem Beschluss eine Stärkung des Ortsteils. Dass für 2022 nicht alles ausgegeben sei, zeige, dass der Ortsbeirat sorgsam mit dem Geld umgeht. Letztlich stimmten 23 Stadtverordnete für den Beschluss, fünf enthielten sich der Stimme.

Nächste Sonntagsvorlesung im Krankenhaus

Im Zeichen der bundesweiten Herzwochen steht die nächste Sonntagsvorlesung im Strausberger Krankenhaus am 27. November. Der Kardiologe Dr. med. Kai Eggers, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin in Seelow, wird von 10 bis ca 11.30 Uhr die neuesten Methoden der Diagnostik und Therapie bei Herzerkrankungen erklären.

Das Krankenhaus Seelow gehört seit 2021 zur Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH. Seit September 2022 verfügt die dortige Abteilung für Innere Medizin über ein Herzkatheterlabor. Damit können Durchblutungsstörungen des Herzmuskels erkannt und therapiert werden. Ursache dafür sind meist Verkalkungen, Verengungen oder gar Verschlüsse der Herzkranzgefäße. Über eine kleine Einstichstelle im Handgelenk oder in der Leiste wird ein dünner Kunststoffschlauch durch die Gefäße bis zum Herz vorgeschoben. Was bei einer solchen Untersuchung zu sehen ist und welche Therapien mit dem Herzkatheter möglich sind, wird Dr. Eggers den Gästen erläutern.  

Teilnahme nur mit FFP2-Maske

Wie immer findet die Veranstaltung in der Cafeteria Bistro Medicus im Strausberger Krankenhaus an der Prötzeler Chaussee 5 statt. Der Eintritt ist kostenlos. Einlass zur Vorlesung wird nur mit FFP2-Masken erlaubt. Es wird gebeten, den Haupteingang zu meiden und das Krankenhaus über die Parkseite die Cafeteria zu betreten. Speisenversorgung ist am Vorlesungstag nicht möglich.

Interessierte werden gebeten, sich anzumelden unter Tel. 033456 40101 oder per Mail an info@khmol.de.

Helfende Hände für Pflanzungen gesucht

Auch in diesem Herbst wird die Naturparkverwaltung mit dem Naturschutzparkverein und Freiwilligen noch Bäume in die Erde bringen. Die nächsten Pflanzungen sind in Ihlow (19. November) und in Reichenberg (26. November) jeweils um 10 Uhr geplant.  

Baumpflanzungen haben positive Auswirkungen auf das Ortsbild, das Kleinklima im Straßenraum und spenden künftigen Generationen Schatten. In Ihlow werden auf Initiative der Baumschutzkommission fünf Spitzahorne gepflanzt. Treffpunkt ist am 19. November um 10 Uhr am Ortsausgang Richtung Ihlower Los. Es werden Pflanzlöcher ausgehoben und die Bäume sowie Pflanzschutz gesetzt. 

In Reichenberg werden gemeinsam mit der Gemeinde 13 Linden gepflanzt. Treffpunkt ist am 26. November um 10 Uhr die Lindenallee. Der wertvolle alte Lindenbestand wird verjüngt, um die das Landschaftsbild prägende Allee langfristig zu erhalten.

Wer mit anpacken möchte, ist bei beiden Gelegenheiten willkommen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Bei Rückfragen bitte an die Naturparkverwaltung Märkische Schweiz, Sandro Knick, E-Mail  sandro.knick@lfu.brandenburg.de, wenden.

Stadt und Bundeswehr erinnern an Kriegsopfer

Am Volkstrauertag haben die Stadt Strausberg und Vertreter der Bundeswehr an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Berliner Straße an die Millionen Toten der beiden Weltkriege erinnert, aber auch an aktuelle Opfer in der Ukraine. Man gedenke der Getöteten, Verwundeten und Vertriebenen und erinnere an Schrecken und Leid als Mahnung, so Oberst i.G. Ralf Vogel als Vertreter des Standortältesten Brigadegeneral André Abed. In dem aktuellen Krieg erlebe man erneut, wozu Menschen in solch einer Situation fähig sind. Und von Berlin bis zur ukrainischen Grenze sei es nicht weiter als bis nach Brüssel, machte er deutlich. „Der Volkstrauertag gibt den Auftrag, sich für eine friedliche Gegenwart und Zukunft einzusetzen“, sagte er. „Frieden ist keine Selbstverständlichkeit.“ Alle sähen und spürten die Auswirkungen des aktuellen Konflikts, sollten einen Beitrag leisten, das Blutvergießen zu beenden und sich Hass und Intoleranz entgegenstellen, so sein Appell.

Auch ehemalige NVA-Angehörige waren diesmal dabei

Bürgermeisterin Elke Stadeler hatte bei der Begrüßung daran erinnert, dass die heutigen Generationen „privilegiert“ seien und Krieg nicht selbst erlebt haben. Im Gegensatz zu Zeitzeugen wie beispielsweise Ehrenbürger Kurt Schornsheim, der ebenfalls gekommen war. Inzwischen seien aber auch wir betroffen von der veränderten Welt. Deshalb würdigte die Bürgermeisterin besonders, dass diesmal neben Vertretern der Bundeswehr-Dienststellen in der Stadt und Reservisten auch etliche Zivilisten zur Gedenkstätte gekommen waren. „Weil es wichtig ist!“ Eingereiht hatten sich übrigens auch mehrere ehemalige NVA-Offiziere: als Zeichen ihres Friedenswillens, erklärten sie.

Das Totengedenken sprachen Ivon Erfurth von der Feuerwehr, diesmal in Uniform, und Moesha Adje, Schülerin am Oberstufenzentrum, den Segen gab es von Militärdekan Otto Adomat.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Bläsergruppe der Kreismusikschule.

Gedenken von Stadt und Bundeswehr auf dem evangelischen Friedhof, die Bläsergruppe der Kreismusikschule

Gedenken von Stadt und Bundeswehr auf dem evangelischen Friedhof: die Bläsergruppe der Kreismusikschule

Verhandlungen zur Nachsorgeklinik

In der Stadt gibt es immer wieder Nachfragen, wann mit einer Eröffnung der neu errichteten Kindernachsorgeklinik am jenseitigen Strausseeufer zu rechnen ist. Bisweilen wird auch gemunkelt, dass das Objekt womöglich für andere Zwecke genutzt werden könnte. Bürgermeisterin Elke Stadeler trat derartigen Spekulationen bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung entgegen. Sie antwortete auf eine Anfrage der Stadtverordneten Sabine Brosch zu dem Thema.

Die Bürgermeisterin hatte dazu Peter Fritz kontaktiert, früher Eigentümer des Handelscentrums und mit der „Peter und Ingeborg Fritz Stiftung“ für chronisch kranke Menschen Mäzen der Klinik. Die Stiftung hat mit 25 Millionen Euro den Löwenanteil der Kindernachsorgeklinik finanziert. Fritz hat informiert, dass die Stiftung derzeit mit zwei Betreiber-Interessenten „intensiv in Kontakt“ steht. Einer der beiden verhandele seit Dezember 2021 mit dem Landkreis über die gemeinsame Gründung einer GmbH. Der künftige Betreiber sollte nach den Intentionen der Stiftung für die Ausstattung sorgen. Dafür werden nach früheren Aussagen noch einige weitere Millionen Euro benötigt.

Fast alles ist fertig

Die Bauten für die Klinik sind nach Auskunft des Stifters weitestgehend fertig. Lediglich im ebenfalls mit Spendengeld finanzierten Therapiebad fehle noch Technik. In einem anderen Gebäudeteil sei im Untergeschoss ein Feuchteproblem aufgetaucht. Deswegen gibt es Streit mit der bauausführenden Firma, wurde ein Bau-Beweissicherungsverfahren eingeleitet. Fritz bot den Stadtverordneten eine Besichtigung an, um sich vom Bautenstand selbst ein Bild zu machen.

Er machte keinen Hehl daraus, dass die derzeitige Lage und die Energiepreisentwicklung nicht förderlich für das Projekt sind. Aus heutiger Sicht hätte er womöglich andere Heiztechnik gewählt, sagte er. Überwiegend wird mit Luft-Wärme-Pumpen beheizt, für Spitzenlasten aber auch Gas eingesetzt

In der Klinik sollen schwerkranke Kinder und Jugendliche im Kreise ihrer Familien eine Therapie erfahren. Das Konzept der familienorientierten Rehabilitation insbesondere für junge Krebs- und Herzpatienten wird bislang nur an wenigen Standorten im Altbundesgebiet angeboten. Dort wurde immer wieder über lange Wartezeiten für Betroffene geklagt.

Neue Namen in den Stadtgremien

Einen personellen Wechsel hat es im November in der Stadtverordnetenversammlung gegeben. Der Vorsitzende des Gremiums Steffen Schuster nahm die Verpflichtungserklärung von Holger Wünsch (AfD) entgegen. Wünsch ist Nachfolger von Gerhard Deutsch, der sein Mandat zum Ende September niedergelegt hatte. Ebenfalls verpflichtet wurde Kurt Zirwes (CDU), der die Nachfolge von Andreas Fuchs angetreten hat.

Durch das Ausscheiden von Fuchs und Deutsch gibt es auch mehrere Veränderungen in Fachausschüssen. So sind die beiden Neuen nun auch als stellvertretende Mitglieder im Hauptausschuss benannt. Sie werden Mitglieder im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr, im Werksausschuss des Eigenbetriebes „Stadtforst“ und Stellvertreter im Ausschuss für Finanzen und Wirtschaft sowie Ausschuss für Beteiligungen. Zirwes vertritt die CDU zudem im Ausschuss für Klima und Umwelt und als Stellvertreter im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Soziales. Dort ist Wünsch als Mitglied und als Stellvertreter im zeitweiligen Ausschuss „Altstadt“ und im Werksausschuss des Eigenbetriebes „KSS“ bestätigt.

Wechsel auch bei sachkundigen Einwohnern und im Seniorenbeirat

Darüber hinaus gab es Stühlerücken bei den Sachkundigen Einwohnern. Enrico Meißner (Vorschlag CDU) sitzt künftig im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr für Sebastian Nabers, der in den Finanz- und Wirtschaftsausschuss wechselt. Dort scheidet Dieter Theodor Beckers aus und wechselt in den Ausschuss für Klima und Umwelt, wo er für Kurt Zirwes nachrückt.  Und für Paul Dähn (Vorschlag  CDU) arbeitet künftig Tatjana Fritz im Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Soziales mit.

Aus dem Seniorenbeirat wurden schließlich noch Dr. Siegrid Böhme, Thomas Korbjuhn und Volker Pestel abberufen und Stefanie Eichhorn (proCurand Seniorenresidenz Am Straussee) als Mitglied neu berufen.

Die aktuelle Besetzung aller Gremien gibt es im Ratsinfosystem.

Strausberger Flagge bestätigt

Das Brandenburgische Landesarchiv hat Ende Oktober der Stadt Strausberg seine Zustimmung zur Führung der Flagge gegeben. Wie Bürgermeisterin Elke Stadeler bei der Stadtverordnetenversammlung am 10. November mitteilte, ist somit ein positives Gutachten erteilt. Das ist die Voraussetzung für eine Neugestaltung der Flagge. „Gegen den eingereichten Entwurf für die Flagge bestehen weder aus vexillologischer (flaggenkundlicher – d. Red.) noch aus historischer Sicht Bedenken“, zitierte die Bürgermeisterin.  Wie sie ankündigte, wird das Gutachten nun gemeinsam mit dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Juli dieses Jahres dem Ministerium des Innern und für Kommunales angezeigt. Mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen war im Sommer eine blau-weiß-grüne Variante mit Wappen beschlossen worden. „Damit ist diese Problematik erledigt und es kann eine entsprechende Flagge beschafft werden“, formulierte Elke Stadeler.Fahne der Stadt Strausberg 2022

Die bisherige blau über grün geteilte Flagge der Stadt erfüllte eine der heraldischen Regeln nicht. Denn die besagen, dass Metall nicht an Metall und Farbe nicht an Farbe liegen darf. In der Kommunalen Hoheitszeichenverordnung ist zudem vorgeschrieben, dass die Farben der Flaggenstreifen den  Hauptfarben des Wappens entsprechen müssen.

Mit dem Rad in den Sonnenuntergang

Eine Radtour in den Sonnenuntergang bietet der städtische Radverkehrsbeauftragte Thomas Deuse Interessierten am 16. November an. Er nennt die Runde „Light ride“. Denn Teilnehmende werden gebeten, ihre Fahrräder und/oder sich selbst mit Lichterketten oder Ähnlichem zu schmücken. So dürfte die Truppe später Blicke auf sich ziehen und vor allem im Dunkeln gut zu sehen sein. Denn die Tage vom 15. bis 17. November sind auch die „Tage der Sichtbarkeit“ vom Netzwerk Verkehrssicherheit in Brandenburg.  

Start ist am Mittwoch um 16 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude in der Hegermühlenstraße. Von dort geht es über Flugplatz und Klosterdorf nach Hohenstein und wieder zurück nach Strausberg. Die Strecke ist ca. 15 Kilometer lang.  Deuse rechnet mit ca. anderthalb Stunden Fahrzeit. „Wer will, kann auf dem Rückweg noch bei Mutter Schwanz einkehren“, sagt der Tourleiter.

Gedenken an Opfer der Pogrome

 Gedenkveranstaltung für Opfer der Pogrome gegen Juden im November 1938 am jüdischen Friedhof; Bürgermeisterin Elke Stadeler begrüßt die Gäste

Gedenkveranstaltung für Opfer der Pogrome gegen Juden am jüdischen Friedhof; Bürgermeisterin Elke Stadeler (r.) begrüßt die Gäste

Ausgesprochen gute Resonanz hat die diesjährige Gedenkveranstaltung der Stadt für Opfer der Nazi-Novemberpogrome gegen jüdische Mitbürger 1938 gefunden. Mehr als 60 Bürger, darunter auch viele jüngere, wollten am jüdischen Friedhof nahe der Fähre die Erinnerung an die damaligen Geschehnisse wach halten, damit sie sich nie wiederholen. Bürgermeisterin Elke Stadeler würdigte die Mitwirkung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) Märkisch-Oderland, die „neue Impulse“ gesetzt habe, um die Tradition fortzuführen. „Noch vor ein paar Jahren waren gefühlt alle über 50“, erinnerte sie sich. Anderswo in der Region seien ihr keine vergleichbaren Aktionen bekannt.

Stolperstein erinnert an Albert Levy

Kira Güttinger und Sophie Preibisch von der VVN-BdA stellten in ihrem Redebeitrag Opfer im ehemaligen Ghetto Theresienstadt in den Mittelpunkt. Das heutige Terezin ist Strausbergs Partnerstadt. 141.000 Menschen seien dorthin deportiert worden, nur 23.000 hätten überlebt, berichteten sie. Ein Opfer war der Strausberger Kaufmann Albert Levy. Levy betrieb in der Großen Straße 73 ein kleines Textilgeschäft. Er musste dies verkaufen, wurde 1942 nach Theresienstadt gebracht und noch im gleichen Jahr in Treblinka ermordet. Ein Stolperstein nahe der Grünstraße erinnert an ihn.

Nur eine Jüdin kehrte nach Strausberg zurück

Eine der wenigen, die Theresienstadt überlebte, war die Strausbergerin Martha Ledwoch. Sie war durch ihren arischen Ehemann, einen Gaststättenbetreiber, lange verschont. Im Oktober 1943 wurde auch sie deportiert. Nach der Befreiung kehrte sie nach Strausberg zurück – nach Recherchen der Rednerinnen als einzige von 60 Strausberger Jüdinnen und Juden.

Theresienstadt und die Region um Strausberg sind aber noch auf andere Weise verbunden. Im Frühjahr 1944 verschleppte die SS 300 jüdische Männer und Frauen aus dem Ghetto in ein Außenlager in den Wäldern zwischen Wulkow und Neuhardenberg. Sie mussten ein Ausweichquartier für die Berliner Gestapo-Zentrale errichten. Die VVN-BdA MOL arbeitet derzeit die Geschichte des Lagers auf, das es bis Februar 1945 gab. Sie setzt sich für einen Gedenkort in Wulkow ein und arbeitet an einer Gedenkhomepage.

Gedenkveranstaltung für Opfer der Pogrome gegen Juden im November 1938 am jüdischen Friedhof, Pfarrer Tillmann Kuhn am Mikrofon

Pfarrer Tillmann Kuhn am Mikrofon

Gruppe erforscht mit HVD Biografien

Im September war eine Gruppe in  Terezin, besichtigte das ehemalige Ghetto sowie das frühere Polizeigefängnis, in dem mehrere Wulkower Häftlinge ermordet wurden. Und sie traf eine Überlebende.

Antifaschismus ist und bleibe angesichts erstarkender rechtsextremer Tendenzen wie in der AfD notwendig, so ihr Fazit – gegen Vergessen, Verzerren und falsche historische Vergleiche. Sie kündigten an, dass am 19. Februar 2023 in der Großen Straße 61 ein weiterer Stolperstein verlegt werden soll: für Moisy Fingergut. Gemeinsam mit dem Humanistischen Regionalverband MOL würden derzeit jüdische Biographien in Strausberg erforscht.

Pfarrer Tillmann Kuhn erinnerte daran, dass der Ort der Veranstaltung kein Gedenkort sei, sondern ein Friedhof. Der sei nach jüdischen Gepflogenheiten „ein guter Ort“. Zudem begrüßten sie sich mit „Shalom“ – übersetzt Frieden. Sein Versuch, die jüdische Sichtweise mit dem Lied „Wir wünschen Frieden euch allen“ auf die Gäste überspringen zu lassen, zündete indes nicht recht.

Rund sechs Millionen Opfer

Der 9. November erinnert an die Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938. Dabei ermordeten SA-Angehörige und sonstige Nazis im ganzen Reichsgebiet mehrere hundert Juden. Um die 1400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume jüdischer Menschen sowie Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden zerstört. Es folgten Deportationen jüdischer Menschen in Konzentrationslager. Rund sechs Millionen starben an den Folgen der Haftbedingungen oder wurden ermordet.

Volkstrauertag in Strausberg und Bad Freienwalde

Der Zweite Weltkrieg hat den Völkern Europas unermessliches Leid gebracht. In der hiesigen Region forderte er bis zuletzt unzählige Opfer. Viele Tote des Krieges aus Deutschland, der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern haben auf Friedhöfen in Märkisch-Oderland eine würdige letzte Ruhestätte gefunden. Am Volkstrauertag wird dieser Toten und aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

Anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages lädt der Landkreis Märkisch-Oderland alle Bürgerinnen und Bürger zu seiner Veranstaltung  ein. Sie findet am 13. November um 14 Uhr an der Kriegsgräberstätte auf dem Evangelischen Friedhof Bad Freienwalde,  Frankfurter Straße 9, statt.  Als Redner werden der Bürgermeister der Stadt Bad Freienwalde Ralf Lehmann, der stellvertretende Landrat von Märkisch-Oderland Friedemann Hanke, die Bundestagsabgeordnete Simona Koß (SPD) und Pfarrer Björn Ferch, Kirchengemeinde Bad Freienwalde, erwartet.

In Strausberg findet die gemeinsame Gedenkveranstaltung von Stadt und Bundeswehr bereits um 11 Uhr auf dem evangelischen Friedhof in der Berliner Straße statt. Treff ist an der Gedenkstätte für Opfer des Ersten Weltkriegs.  Mit dabei sind unter anderen Bürgermeisterin Elke Stadeler sowie Militärdekan Adomat vom Evangelischen Militärpfarramt Strausberg. Der neue Standortälteste Brigadegeneral André Abed ist kurzfristig durch einen anderen Termin verhindert und wird einen Vertreter entsenden.

Straßensammlung für Kriegsgräber angelaufen

Auftakt zur Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2022 in der Sparkassenzentrale in Strausberg. Dana Kilcher von der Sparkasse steckt bei Oberstleutnant Wolfgang Schmidt einen Schein in die Büchse, Oberst i.G. Dieter T. Beckers und Bürgermeisterin Elke Stadeler (v.l.) freuen sich.

Auftakt zur Straßensammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2022 in der Sparkassenzentrale in Strausberg. Dana Kilcher von der Sparkasse steckt bei Oberstleutnant Wolfgang Schmidt einen Schein in die Büchse, Oberst i.G. Dieter T. Beckers und Bürgermeisterin Elke Stadeler (v.l.) freuen sich.

In Strausberg sind Angehörige der Bundeswehr und der Reservistenkameradschaft jetzt wieder unterwegs, um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge einzuwerben. Der Auftakt zur jährlichen Straßensammlung wurde am 8. November vor dem Hauptsitz der Sparkasse Märkisch-Oderland vollzogen. Bei dem Kreditinstitut konnten sich Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler und in Vertretung des Standortältesten Oberst i.G. Dieter Beckers gleich über die ersten Scheine für die Sammelbüchsen freuen. Danach schwärmten die Bundeswehrangehörigen in der Stadt aus, um dort und in der Truppe möglichst viel Geld einzusammeln. Die Aktion läuft bis Ende November.

Über 12.000 Grabfelder allein in Deutschland

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich seit Jahrzehnten in beispielhafter Weise um die  Pflege deutscher Soldatengräber. Allein in Deutschland gibt es mehr als 12.000 solcher Grabfelder, in denen etwa 1,8 Millionen Kriegstote die letzte Ruhestätte gefunden haben, merkte Beckers an. Finanziert wird die Volksbund-Arbeit zu einem großen Teil durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Bundeswehr unterstützt dies durch die jährlichen Sammlungen. Die Stätten erinnerten daran, wie furchtbar Auswirkungen von Kriegen sind. Sie seien Mahnung, alles zu tun, um Frieden zu erhalten und Krieg zu verhindern. Dies sei gerade in der heutigen Zeit, wo es wieder Krieg in Europa gibt, sehr wichtig, so der Oberst. Er appellierte an seine Kameraden, „motiviert und mit großem Herzen in die Sammlung zu gehen“.

„Das klappt in Strausberg“, zeigte sich Elke Stadeler optimistisch. Einige Sammler berichteten indes, dass es schwerer werde. Bei manchen Behörden gebe es Schwierigkeiten, überhaupt ins Haus zu kommen, so die Erfahrung. Manchmal komme aber gerade da mehr, wo man es gar nicht erwarte, berichtete die Bürgermeisterin. Die Spender ehrten die Toten und ebenso die ehrenamtliche Arbeit des Volksbundes in ganz Europa. Es gebe noch viele Gefallene, die nicht an der Stelle sind, „wo sie hingehören“, sagte sie.

Im vergangenen Jahr waren bei der Sammlung in Strausberg 1164,10 Euro zusammengekommen. Dieses Ergebnis wolle man in diesem Jahr übertreffen, so das Ziel der Sammelmannschaft. Der erste Tag habe sich auch gut angelassen, wurde berichtet. Es seien gezielt Menschen auf die Männer mit den Sammelbüchsen zugekommen, und so manches Mal seien nicht nur Münzen, sondern auch Scheine hineingesteckt worden. Das Sammelergebnis 2022 wird dann Anfang Dezember bekanntgegeben.

 

SWG startet Neubau in der Vorstadt

In der Vorstadt haben vor kurzem die Bauarbeiten für drei neue Mehrfamilienhäuser der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft begonnen. Auf dem Grundstück, das von der Thälmannstraße 20 bis zur Landhausstraße 2 reicht und quasi das Restaurant Punta Arenas und die zwei Nachbargrundstücke umschließt, sind einige Bäume gefällt und die Stubben entfernt worden, sind Baustraßen samt Überfahrten über die Geh-/Radwege angelegt worden. Zudem ist dort, wo später die Häuser stehen werden, Oberboden abgetragen worden, lassen sich an Pflöcken die künftigen Standort der Gebäude erkennen. Die Flächen für die Bodenplatten sind freigelegt. Für das einzige künftig unterkellerte Gebäude an der Thälmannstraße wird die Grube ausgehoben. Zuvor waren zum Nachbargrundstück hin Stahlelemente in die Erde eingelassen worden, damit die dortige Bebauung keinen Schaden nimmt.

Baufläche SWG Thälmann/Landhausstraße; Stahlträger sind in die Erde gerammt

Auf der Baufläche an der Thälmann-/Landhausstraße sind Stahlträger in die Erde gerammt. Die Position des Neubaus ist abgesteckt.

Quartiere für Familien

Errichtet werden nach den Planungen der Wohnungsbaugesellschaft straßenbegleitend, aber etwas zurückgesetzt wie die größeren Nachbarhäuser zwei Dreigeschosser mit Flachdach, die vom Baustil den beiden zuletzt entstandenen Gebäuden im Otto-Grotewohl-Ring ähneln. Im hinteren Bereich des Grundstücks ist darüber hinaus ein Zweigeschosser vorgesehen, der sich an der hinteren Bebauung auf dem früheren Bäckereigrundstück orientiert.

Entwurf dreigeschossiger Neubau mit Flachdach der SWG an der Thälmann-/Landhausstraße von Schmidtmann/Gölling Architekten Berlin

Entwurf des Neubaus an der Thälmann-/Landhausstraße von Schmidtmann/Gölling Architekten Berlin

Insgesamt werden 22 Wohneinheiten neu entstehen, mit zwei bis vier Zimmern, zwischen 65 und 110 Quadratmetern und „schönen Grundrissen“, wie Diana Fürstenberg vom Wohnungsunternehmen ankündigt. Die SWG wolle dort insbesondere Quartiere für Familien schaffen. Deshalb wird es neben ausreichend Stellflächen für Autos auch einen Spielplatz geben. Durch Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und Öffentlichen Personennahverkehr sei der Standort attraktiv, findet sie. Erste Interessenten hätten sich schon nach einer ersten Notiz zu den Plänen gemeldet, aber in die Vermarktung werden die SWG wohl erst im zweiten Halbjahr 2023 gehen. Einziehen können sollen die ersten neuen Mieter nach dem Zeitplan der SWG im späten Frühjahr 2024. Über die künftige Miethöhe wollte das Unternehmen noch keine Aussage treffen. Angesichts der Baupreise sei jedenfalls keine Größenordnung unter zehn Euro kalt zu erwarten, so der einzige Hinweis.

Lebendiger Adventskalender wird vorbereitet

In Strausberg soll es in der Vorweihnachtszeit wieder einen lebendigen Adventskalender geben. Pfarrer Tillmann Kuhn und das Kinder-, Jugend- und Familien-Büro der Stadtverwaltung laden dazu ein. Vom 28. November bis zum 16. Dezember sollen jeweils montags bis freitags Türchen in Strausberg geöffnet werden. Als Anfangszeit habe sich 17 Uhr bewährt, so dass man daran festhalten wolle, sagt Karoline Erping aus dem Rathaus.

Sie hat bereits ihre Partner im Strausberger Bündnis für und mit Familien aufgerufen, sich zu beteiligen. Zugesagt haben bislang für die Auftaktwoche das Wohnungsunternehmen Vonovia, die ProCurand-Seniorenresidenz Jenseits des Sees (29.11.), die Buchhandlung Micklich (1.12.), das STIC mit seinem Regionalen Weihnachtsmarkt (2.12.). Für die zweite Woche haben sich der Kinderladen Gänseblümchen (5.12.), das Handelscentrum (6.12.), Hegermühler Weihnachtsplätzchen/ Weihnachtsfest in Hegermühle (7.12.) sowie evangelische Kirche und die Pfadfinder zum  Weihnachtsmarkt-Auftakt am 9. Dezember angemeldet. In der Schlusswoche freuen sich das AWO-Familienzentrum Hegermühle (12.12.), die Stadtwerke und die SWG (14.12.) sowie der Hospizdienst der Diakonie (15.12.) auf Gäste.

Kleines Programm ist vorzubereiten.

Einige Termine sind aber noch frei, so der 30.11., der 8.12., der 13.12. und der Schlusspunkt am 16. Dezember. Wer an einem der genannten Tage Gastgeber*in des Kalenders sein möchte, sollte ein kleines Programm von etwa zehn bis 15 Minuten vorbereiten. Überdies ist Pfarrer Kuhn mit seiner Gitarre und Liederheften dabei. So könne an der frischen Luft das eine oder andere Weihnachtslied zusammen gesungen werden,  werben die Organisator*innen.

Rückmeldungen sind bis zum 11. November möglich per E-Mail an karoline.erping@stadt-strausberg.de

Advent mit Katzen

Der Tierschutzverein Strausberg, Rüdersdorf und Umgebung lädt am 3. Dezember  zu einer „Kätzchenweihnachtsfeier“ in seiner Katzenstation in der Woltersdorfer Straßer 50 in Rüdersdorf ein. Ab 13 Uhr wollen die Mitglieder dort mit allen, die etwas für Stubentiger übrig haben, einen gemütlichen Nachmittag verbringen mit Feuerfass und Glühwein, Tombola, Kaffee und selbst gebackenem Kuchen. Es werden auch gern Spenden entgegengenommen, die wie alle anderen Einnahmen den Tieren bzw. der Vereinsarbeit für die Tiere zugute kommen. Die Rüdersdorfer Auffangstation für Katzen in Not wird über Spenden, Mitglieds- und Förderbeiträge des Vereins und Patenschaften finanziert. Fundtiere werden tierärztlich versorgt, kastriert und gechippt, durchlaufen eine Quarantäne und werden aufgepäppelt. An die 100 Katzen werden in der Station betreut und nach Möglichkeit in ein neues Zuhause vermittelt. Aber der Verein will nicht nur Menschen und Tiere zusammenbringen, sondern auch Menschen unterschiedlichen Alters. Dafür sind auch solche Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier geeignet. Zudem kann ein Besuch bei den Vierbeinern Menschen dazu bringen, selbst mit anzupacken. Helfende Hände werden stets gern gesehen.

Flohmarkt in der Hegermühle

Die AWO und das Quartiersmanagement Hegermühle bereiten derzeit einen Flohmarkt in dem Wohngebiet vor. Stattfinden soll er am 25. November in der Sporthalle an der Grundschule am Annatal, Am Annatal 64.

Plakat für den Flohmarkt

Ab 14 Uhr wird aufgebaut, um 15 Uhr eröffnet und bis 19 Uhr können Interessierte sich dann umsehen. Gehandelt werden kann alles außer Möbel und Elektrowaren. Besonders Kleidung, Spiele, Bücher und Deko sollen neue Besitzer finden. Alle Mitwirkenden können zwei Tische stellen. Die  sind, soweit vorhanden, selbst mitzubringen. Pro Person kann der Inhalt von zwei Kisten verkauft werden.

Die Einnahmen bleiben beim jeweiligen Träger oder der Einzelperson. Mitzmachen können alle, die das wollen und sich anmelden. Sobald der Platz in der Turnhalle ausgebucht ist, werden keine weiteren Anmeldungen mehr angenommen. Eigene Werbung ist vor Ort erlaubt (max. A-0-Plakat oder Aufsteller). Für die Teilnahme werden fünf Euro Kaution kassiert. Die gibt es beim Verlassen nach ordnungsgemäßem Beräumen des Platzes wieder zurück.

Es können im Vorfeld auch Spenden zum Verschenken abgegeben werden. Diese Sachen sollen in einem Extrabereich des Marktes angeboten werden. Überdies wird noch nach Möglichkeiten gesucht, Speisen und Getränke für die Gäste zu verkaufen.

Anmeldung via E-Mail an: christian_schirmer@awo-ehv.de

 

Höherer Gaspreis bei EWE

Zum Jahreswechsel wird die EWE ihre Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung anheben. Das hat das Unternehmen am 4. November angekündigt. Betroffen sind davon etwa 180.000 Gaskunden sowie 331.000 Stromkunden, letztere aber nicht in Brandenburg, weil EWE dort kein Strom-Grundversorger ist. Der Gaspreis steigt in der Grundversorgung pro Kilowattstunde von aktuell brutto 13,55 Cent auf 17,47 Cent. Der jährliche Grundpreis steigt von 180 Euro auf 182,28 Euro. Das sind im Monat 19 Cent mehr. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahle durch die Preisanhebung nach EWE-Angaben insgesamt pro Monat gut 65 Euro mehr als bislang.

Kunden kehren zu EWE zurück

Zu den Gründen für die erneute Preisanhebung sagt Oliver Bolay, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH: „EWE hat weiterhin einen enormen Kundenzuwachs zu verzeichnen und gleichzeitig fast keine Kundenverluste – sowohl beim Gas als auch beim Strom. Im Vergleich zur letzten Preisanpassung im Oktober ist nochmal die Anzahl der Gaskunden in der Grundversorgung stark gestiegen. Für diesen schwer zu kalkulierenden Kundenzuwachs muss EWE zu den aktuellen Preisen Energie am Markt nachkaufen.“ Der Zustrom zu EWE resultiert daraus, dass Kunden, die zu Wettbewerbern gewechselt waren, dort gekündigt haben, weil die Verträge im Vergleich zur EWE-Grundversorgung teurer waren. Der Trend hält laut Boley weiterhin an. Für Bestandskunden sei Energie langfristig beschafft worden, aber auch für sie müsse EWE zunehmend teurer einkaufen. Daran ändere auch eine witterungsbedingte Momentaufnahme im Oktober nichts, die den Gaspreis kurzfristig sinken ließ.

Kunden, die zu EWE zurückkehren, weil ihr bisheriger Versorger Insolvenz anmelden musste, überführt EWE gesetzeskonform zunächst in die Ersatzversorgung, und zwar für maximal drei Monate. Der Preis richtet sich zum 1. Dezember nach den aktuellen Beschaffungskosten.

Die EWE begrüßte die von der Politik angekündigten Entlastungen. Komplexe Anpassungen in den Abrechnungsprozessen brauchten aber auch Zeit.

Viele neue Solaranlagen in Strausberg

Das Vergleichsportal für Solar-Installationen Selfmade Energy hat der Stadt Strausberg den Titel „Solar Champion 2022“ zuerkannt. „Eine Analyse im Anlagenregister der Bundesnetzagentur zeigt, dass in Strausberg 2022 bis Mitte des Jahres insgesamt 30 neue Anlagen ans Netz gegangen sind. Das ist Platz 440 in Deutschland. Dabei liegt Strausberg mit einem Plus von 10,3 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,7 Prozent“, teilte Tim Rosengart, Geschäftsführer und Gründer von Selfmade Energy, jetzt mit. Im vorigen Jahr waren nach seiner Übersicht in Strausberg 50 Anlagen hinzugekommen (+20,7 Prozent). Andere Städte hätten im gleichen Zeitraum im Schnitt nur einen Zuwachs von 12,7 Prozent erreicht. „Als Anerkennung für die Bemühungen der Bürger, die Energiewende aktiv mitzugestalten, verleihen wir der Stadt deshalb den Titel“, erklärte Rosengart. Inzwischen sind bereits etliche weitere Anlagen am Netz. Das Register weist in Strausberg bis Ende Oktober 75 Neuanlagen aus. Zudem gingen in dem Zeitraum fast 50 Batteriespeicher in Betrieb.

Eigene Erfahrung war Auslöser für Gründung

Das Portal Selfmade Energy gibt es seit 2019. Damals hatte der heutige Unternehmenschef seinen Eltern beim Kauf ihrer Photovoltaik-Anlage geholfen. Damit die den für sie passenden Anbieter auswählen konnten, holte er Angebote von regionalen und deutschlandweit tätigen Solarfirmen ein und stellte fest, dass das mit großem Zeitaufwand verbunden ist. Ein 1:1-Vergleich anhand von Preisen, zeitlicher Verfügbarkeit und Inklusivleistungen der Firmen war kaum möglich. So sei die Idee für Selfmade Energy entstanden, einen Preisvergleich für Solaranlagen, mit dem Hausbesitzer Angebote einholen und 1:1 miteinander vergleichen können, ohne dass Vor-Ort-Termine notwendig werden, heißt es bei dem Portal. Bislang sind nach Unternehmensangaben mehr als 75.000 solcher Anfragen abgearbeitet worden und mehr als 60 Solarfirmen angebunden. Auf der Internetseite werden Standort, Hausart, Dachneigung, Haushaltgröße und Wünsche abgefragt, wird die nötige Zahl von Modulen ermittelt. Per Mail kommen dann die Angebote zum Vergleichen. Ähnlich funktionieren auch andere derartige Portale. Der Service ist für Kunden zumeist kostenlos, wird über Provisionen der Anbieter finanziert.

FC Strausberg dankt Unterstützern

Auch wenn der FC Strausberg (FCS) in der Fußball-Landesklasse deutlich weniger Ausgaben hat als noch zu NOFV-Oberliga-Zeiten bis 2021, aus der man sich freiwillig verabschiedete, braucht es dennoch finanzielle Unterstützer. Vor allem für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins. Seit vielen Jahren unterstützt zum Beispiel das Ehepaar Ramona und Stefan Fritsch mit ihren diversen Firmen den FCS intensiv. Wie der Verein jetzt mitteilte, übergab kürzlich Stefan Fritsch an die U17-Junioren Trainingsshirts, die den Aufdruck des Friseursalons KAMMin tragen. KAMMin (&FEEDout) betreibt zwei Studios in Buckow und in Strausberg. Das junge Team setzt seit Ende September die jahrzehntelange Tradition eines Friseurs am Kaufland Strausberg fort und hat freie Termine zu vergeben.

Becher trotz Pfand verschwunden

Ebenfalls zählt die ortsansässige Firma ZABA Erdbau seit vielen Jahren zu den treuen Sponsoren des Vereins. „Um ein Zeichen für Nachhaltigkeit zu setzen, hatten die Jungs von Sebastian Zachau und Marko Barthel schon einmal Mehrwegbecher für die Heimspiele in der Energie-Arena gesponsert“, berichtet Vereinssprecher Matthias Luttmer. „Da sich diese Becher aber – trotz Pfands – bei den Anhängern offenbar großer Beliebtheit erfreuen, bedurfte es Nachschubs. ZABA übernahm erneut das Beschaffen und Bedrucken von 500 Bechern, wofür der FCS sehr dankbar ist.“

Sponsor Stefan Fritsch (2.v.l.) hält mit Toptorjäger Moritz Röhr das neue Trainingsshirt in die Kamera; es flankieren die U17-Trainer Heiko Reichmuth (l.) und Christian Röhr (r.)

Sponsor Stefan Fritsch (2.v.l.) hält mit Toptorjäger Moritz Röhr das neue Trainingsshirt in die Kamera; es flankieren die U17-Trainer Heiko Reichmuth (l.) und Christian Röhr (r.)

Fundament betoniert

Das Stadtmuseum Strausberg bekommt einen neuen Außenaufsteller. Mitarbeiter vom Kommunalservice haben jetzt das Fundament für den Pylon betoniert. Etwa anderthalb Kubikmeter Beton wurden per Schubkarre in die Schalung bugsiert und dann festgestampft. In den Sockel eingelassen ist auch ein Kabelrohr für die Beleuchtung des künftigen Elements und die Klingelanlage.

Der Aufsteller soll die Sichtbarkeit des Museums von der Straße aus erhöhen, so dass es auch Gästen von außerhalb gleich ins Auge fällt. Die Gestaltung wird der im Museum angepasst sein – „aus einem Guss“, wie Leiterin Christa Wunderlich formuliert. Der alte Ausfsteller verschwindet.

Zunächst hatte es Schwierigkeiten gegeben, eine Firma zu finden, die den Pylon mit Schau- und Briefkasten baut, aber eine neuerliche  Ausschreibung war dann erfolgreich. Für die neue Außenwerbung sind rund 10.000 Euro veranschlagt.

Mitarbeiter vom Kommunalservice betonieren das Fundament für den neuen Pylon am Museum

Mitarbeiter vom Kommunalservice betonieren das Fundament für den neuen Pylon am Museum

 

Sonderschau zum Klöppeln

Im Stadtmuseum ist eine Ausstellung über eine besondere Handarbeitstechnik eröffnet worden. Die Strausbergerin Karla Bräuer präsentiert dort Exponate rund um das Thema Klöppeln. Beim Klöppeln werden mittels spindelförmigen, meist hölzernen Spulen und daran aufgewickeltem Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt.

Durch eine Tante ihres Mannes sei sie in ihrer Heimat im Erzgebirge an diese kreative Arbeit herangeführt worden, erzählt sie, erst mit 21 Jahren, als junge Erwachsene. Beim Pädagogikstudium nutzte sie das Klöppeln als Ausgleich, feilte an der Technik. Zeit dafür habe sie auch gehabt, als die Söhne klein waren und sie zu Hause. Manchmal habe sie drei bis vier Stunden am Tag an Arbeiten gesessen. „Manchmal auch länger“, sagt die heute 62-Jährige. Allein in den ausgestellten blauen Sommerhut hat sie beispielsweise 150 Stunden gesteckt.

Teilnahme an Kursen, Wettbewerben und Ausstellungen

Der Sommerhut von Karla Bräuer enntstand in etwa 150 Stunden.

Der Sommerhut von Karla Bräuer entstand in etwa 150 Stunden.

Durch die Tätigkeit des Mannes zog die Familie mehrfach um. Stets suchte und fand Karla Bräuer Gleichgesinnte in kreativen Gruppen. Sie konnte sich bei erfahrenen Designerinnen und Klöpplerinnen weiterentwickeln, nahm an Kursen, Wettbewerben und Ausstellungen teil, diskutiert in speziellen Internetforen mit. Und tauscht gern Erfahrungen aus, zum Beispiel in der Interessengruppe im Nachbarort in Petershagen-Eggersdorf.

Gäste nicht nur aus der näheren Umgebung

Solchen Austausch suchten auch Frauen ähnlicher Gruppen der Umgebung, die zur Eröffnung gekommen waren. So waren unter anderen Gäste aus Eisenhüttenstadt, Müllrose und Berlin dabei. Ebenso eine Hortgruppe aus dem Strausberger Zauberwald, die einen musikalischen Auftakt vorbereitet hatte und danach als Ferienprojekt das Museum kennen lernte. Museumsleiterin Christa Wunderlich befand, man könne neidisch werden, was beim Klöppeln so alles entstehe. Und Karla Bräuer wünschte sich, dass alle Besucherinnen und Besucher beim Anschauen von Arbeitsmitteln, Literatur und vor allem der unterschiedlichsten Ergebnisse der oft langwierigen Tätigkeit viel Freude haben. 

Die Ausstellung im Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 wurde aufgrund ihrer Beliebtheit bis Ende Januar verlängert und kann zu den Öffnungszeiten oder nach Vereinbarung besichtigt werden. Karla Bräuer selbst stand im November speziell für die Klöppelgruppe Erkner zur Verfügung und war auch danach noch im Haus zu Gast. Gegebenenfalls kann ein Kontakt über das Museum vermittelt werden.

Eröffnung der Ausstellung "Klöppeln - mehr als ein Hobby" im Stadtmuseum Strausberg mit Protagonistin Karla Bräuer

Eröffnung der Ausstellung „Klöppeln – mehr als ein Hobby“ im Stadtmuseum Strausberg mit Protagonistin Karla Bräuer

Spielend entspannen

Die Yogilini-Spielewelt und das Strausberger Bündnis für und mit Familien laden am 5. November wieder zu „Familienyoga und mehr“ in die Sporthalle der Anne-Frank-Oberschule in der Peter-Göring-Straße ein. Diesmal soll es etwa zwei Stunden lang um das Thema Bauernhof gehen – mit passenden Übungen, Geschichten und Spielen. Beginn ist um 9 Uhr. Picknick und Getränk sowie eigene Matten oder Decken sollen mitgebracht werden. Geleitet wird der Kurs von Patty Buchhester. Sie ist Erzieherin und Kinderyoga-Lehrerin, bietet Kinderyoga-Unterricht in Strausberg an. Das Angebot kostet 15 Euro pro Person. Gegebenenfalls sind auf Antrag Kostenerstattungen möglich.

Das Angebot „Familienyoga und mehr“ für Kinder der Altersgruppe drei bis zehn Jahre und Erwachsene läuft schon eine Weile. In den wärmeren Monaten wurde der Sport- und Erholungspark Strausberg genutzt, von Oktober bis März trifft man sich in der Sporthalle der Anne-Frank-Oberschule. Die nächste Runde ist dann am 3. Dezember vorgesehen.

Anmeldung: info@yogilini-spielewelt.de oder Tel. 01520 39 14 154; mehr Infos auf der Yogilini-Internetseite

Bauverzögerung an der Straße in Hohenstein

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt zur Erneuerung der Fahrbahn der Landesstraße 34 im Strausberger Ortsteil Hohenstein verzögern sich. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen als Auftraggeber am 1. November mitteilte, sollten auf der Strecke von der Einmündung Garziner/Klosterdorfer Straße bis zum Ortsausgang Richtung Ruhlsdorf eigentlich bereits Borde gesetzt und ein Regenkanal gebaut sein. Dies werde sich verzögern, weil derzeit nicht alle erforderlichen Bauteile lieferbar seien.

Weitere Verzögerungen ergeben sich, da außerplanmäßig eine Erdgasleitung umverlegt werden musste. Diese werde nun Anfang November fertiggestellt werden können. Laut Landesbetrieb ist derzeit mit einer Verzögerung von zwei Wochen zu rechnen. Offen ist, ob mit dem zweiten Bauabschnitt in diesem Jahr begonnen werden kann. Darüber werde bis Mitte November entschieden, heißt es. 

Online-Vorträge zum Thema Energiesparen

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) bietet im Herbst und Winter zahlreiche kostenfreie Online-Vorträge zum Thema Energiesparen an. Neben Informationen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren gibt es Tipps zum Optimieren der Heizung sowie zum Energiesparen zu Hause und Hinweise, wie Verbraucher:innen mit Sonnenkraft selbst Strom produzieren können.

3. November 2022, 18 – 19:30 Uhr: Photovoltaik: Die Kraft der Sonne nutzen!

Gründe für die Nutzung einer Photovoltaikanlage gibt es viele: Klimaschutz, steigende Strompreise oder der Wunsch nach Energieautarkie. Energieberater Lars Engelhardt erklärt die technischen Hintergründe, worauf es bei der Planung ankommt und welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Anmeldung: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/photovoltaik-die-kraft-der-sonne-nutzen-77375

8. November 2022, 12 – 12:30 Uhr: Energiesparhäppchen – praktische und einfache Tipps für Ihren Haushalt

Mit simplen Maßnahmen und Verhaltensänderungen besteht in fast jedem Haushalt ein Einsparpotential von 10-20 Prozent. In diesem halbstündigen Kurzvortrag vermittelt Joshua Jahn, Koordinator des Energieprojektes in Brandenburg, bei einem virtuellen Rundgang durch die Wohnung einfache und schnell umsetzbare Tipps für den Haushalt. Weitere Vorträge zu diesem Thema finden am 30. November und 16. Dezember von 12 – 12:30 Uhr statt.

Anmeldung: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/energiesparhaeppchen-praktische-und-einfache-tipps-fuer-ihren-haushalt-75069

 28. November 2022, 18 – 19:30 Uhr: Optimierung von Heizung und Warmwasser

Etwa 85 Prozent des Energieverbrauchs eines Hauses werden für das Heizen und die Warmwassererzeugung aufgewendet. In vielen Heizungsanlagen schlummert jedoch großes Einsparpotenzial. Unser Energieberater Günter Merkel zeigt, wie Verbraucher:innen auch ohne Austausch ihres Heizungssystems bis zu 20 Prozent Energie einsparen können.

Anmeldung: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/optimierung-von-heizung-und-warmwasser-77549

5. Dezember 2022, 18 – 19:30 Uhr: Strom erzeugen mit Photovoltaik

Photovoltaikanlagen erzeugen Strom aus Sonnenlicht. Gründe für die Nutzung einer solchen Anlage gibt es viele: Klimaschutz, steigende Strompreise oder der Wunsch nach Energieautarkie. Energieberater Günter Merkel hilft den Teilnehmenden bei der Entscheidung, ob sich eine Photovoltaik-Anlage für sie rechnet, und erklärt, was sie dabei beachten sollten.

Anmeldung: https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/strom-erzeugen-mit-photovoltaik-77551

 Eine Übersicht aller Vorträge der VZB und weitere Informationen gibt es unter https://www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/veranstaltungen/online.

Über die Energieberatung der Verbraucherzentrale

Über 700 Energieberater:innen bieten derzeit an mehr als 900 Standorten Unterstützung für eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 150.000 Haushalte zu Energie-Themen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die Verbraucherzentrale Brandenburg e.V. (VZB) bietet unabhängige Verbraucherberatung, -information und -bildung zu Themen wie Markt & Recht, Reise & Freizeit, Finanzen & Versicherungen, Lebensmittel & Ernährung, Digitales & Telekommunikation, Energie, Bauen & Wohnen. Zudem berät sie zu deutsch-polnischem Verbraucherrecht. Darüber hinaus mahnt die VZB Unternehmen ab, die zu Ungunsten von Verbraucher:innen gegen geltendes Recht verstoßen und klärt die Öffentlichkeit über Verbraucherrechte, Abzockmaschen und Spartipps auf. Sie wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, die Energiesparberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Aktuelle Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-brandenburg.de

 

 

Straßenlampen werden ausgetauscht

In der Berliner Straße sind Bauarbeiten an der Straßenbeleuchtung angelaufen. Dort werden derzeit alte Betonmasten aus DDR-Zeiten durch metallene ersetzt. „In der Berliner Straße, der August-Bebel-Straße und der Straße An der Stadtmauer werden sowohl die Tragsysteme als auch die Leuchten komplett ausgewechselt“,  erklärt Arthur Seyfarth, Fachgruppenleiter Tiefbau und Grünflächen in der Stadtverwaltung.

Der Austausch gehört zum Restprogramm zur Modernisierung und Erweiterung der Beleuchtung, das die Alliander Stadtlicht GmbH gemäß ihrer Aufhebungsvereinbarung mit der Stadt noch bis zum Jahresende in mehreren Straßen abarbeiten lässt. Alliander hatte 2014 den Betrieb der Straßenbeleuchtung in Strausberg und den Ortsteilen übernommen – laut Vertrag für 20 Jahre. In dem Papier waren auch Modernisierung der Anlagen und Erhöhung der Energieeffizienz festgeschrieben. Doch das Unternehmen zog sich aus dem Geschäftsfeld heraus. 2021 wurde eine Vereinbarung geschlossen, wonach noch diverse Restarbeiten zum Abschluss zu bringen sind.

Mitarbeiter der Firma Spie aus LOS bereiten in einem Graben neben der Berliner Straße den Anschluss neuer Straßenlampen vor

Mitarbeiter der Firma Spie aus LOS bereiten in einem Graben neben der Berliner Straße den Anschluss neuer Straßenlampen vor

Mindestens 50 Prozent Energieeinsparung

Insgesamt werden noch etwa zehn Prozent der fast 3100 sogenannten Lichtpunkte in der Stadt umgebaut bzw. modernisiert. Knapp 150 weitere werden neu errichtet. Erledigt ist das bereits unter anderem in der Badstraße, auf dem Gelände des Sport- und Erholungsparks und in der Gustav-Kurtze-Promenade. Nun sind drei Magistralen an der Reihe.

Zum Einsatz kommen jeweils effiziente LED-Leuchten, die so gering wie möglich dimensioniert sind, aber die Norm der Beleuchtungsstärke erfüllen. Die neuen Leuchtmittel bringen gegenüber den zuvor eingesetzten Lampen eine mindestens 50-, teilweise sogar eine 80-prozentigen Energieeinsparung.

Der Austausch in den drei genannten Straßen erfolgt laut Seyfarth schrittweise. Es wird  zunächst jede zweite Lampe außer Betrieb genommen und dann gewechselt. So könne trotz der Bauarbeiten stets ein Teil der Beleuchtung in Betrieb bleiben. „Wir brauchen ja Licht abends.“

Durch die Bauarbeiten kommt es zu leichten Einschränkungen für den Kraftfahrzeugverkehr auf der Straße sowie auf dem Geh-/Radweg für Fußgänger und Radfahrer. Die Stadt bittet um gegenseitige Rücksicht und Verständnis.

Gedenken an Opfer der Pogrome

Am 9. November wird es anlässlich des Jahrestages der Novemberpogrome gegen jüdische Mitbürger wieder eine Gedenkveranstaltung der Stadt am ehemaligen jüdischen Friedhof nahe der Fähre geben. Um 16 Uhr soll dort mit Partnern unter anderem an Opfer im ehemaligen Ghetto Theresienstadt erinnert werden. Das heutige Terezin ist Strausbergs Partnerstadt, zudem gab es in Wulkow bei Neuhardenberg ein Außenlager des Ghettos. Die VVN-BdA Märkisch-Oderland arbeitet derzeit die Geschichte des Lagers auf und wird über den Zusammenhang Theresienstadt – Wulkow berichten.

Außenlager Wulkow ist kaum bekannt

Ab 1941 wurden Juden ins Ghetto Theresienstadt deportiert, für viele eine Zwischenstation in die Vernichtung.  Kaum bekannt ist, dass im März 1944 eine größere Gruppe von Theresienstadt ins nicht weit von Strausberg entfernte Wulkow gebracht wurde. Das Außenlager bestand bis Februar 1945. Die Jüdinnen und Juden mussten in Zwangsarbeit Ausweichquartiere für das Reichsicherheitshauptamt und andere NS-Dienststellen errichten. Ein Arbeitskreis von VVN-BdA will ihr Schicksal auch mit einer Gedenkhomepage bekannter machen. Im vergangenen Jahr hatte es eine Spurensuche vor Ort und ein Zeitzeugengespräch mit dem vermutlich letzten Überlebenden, dem 97-jährigen Hanuš Hron, gegeben.

Der 9. November erinnert an die Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938. Dabei ermordeten SA-Angehörige und sonstige Nazis im ganzen Reichsgebiet mehrere hundert Juden. Um die 1400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume jüdischer Menschen sowie Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden zerstört. Es folgten Deportationen jüdischer Menschen in Konzentrationslager. Rund sechs Millionen starben an den Folgen der Haftbedingungen oder wurden ermordet.

Buchpremiere in Strausberg

Eine Buchpremiere gibt es am 12. November im Stadtmuseum Strausberg. Museumsleiterin Christa Wunderlich hat den Zuschlag für die Erstvorstellung des soeben erschienenen Werkes „Leben und Wirken des Historiografen Andreas Engel“ von Matthias Reimann erhalten. Es trägt den Untertitel „Strausberg im 16. Jahrhundert“.

Andreas Engel hinterließ der Nachwelt die erste deutschsprachige Chronik der Mark Brandenburg, ein Referenzwerk der Märkischen Geschichtsschreibung des 16. Jahrhunderts, heißt es vom Verlag, der Berliner Frank & Timme GmbH. Engels Leben als Prediger und Historiograf in der Frühen Neuzeit sei eng mit dem postreformatorischen Humanismus und den religiösen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in der Kurmark verbunden. Das Buch beschreibt Engels Heimatstadt Strausberg im 16. Jahrhundert, berichtet von ihren Einwohnern, von Pest­epidemien, Koboldsagen, Hexenprozessen und Münzfunden.

Obwohl Engels Leben vielschichtig und produktiv war, sei er fast vollständig aus dem lokalen Gedächtnis verschwunden. Diese 360 Seiten umfassende Biografie solle eine angemessene Würdigung seiner Person und seines Werkes ermöglichen.

Auch neue Entdeckungen enthalten

Autor Matthias Reimann stellt Engels Bildungsweg und Werk dar, veröffentlicht erstmals neue Entdeckungen, so ein Trostbuch und verschiedene Einblattdrucke. Und er gibt am Beispiel des Hauptwerkes, der Brandenburger Annalen, Einblicke in das zeitgenössische Papier- und Druckwesen. Der Arzt in einem Brandenburger Klinikum verbrachte einige Jahre seiner Schulzeit in Strausberg. Als lokalhistorisch interessiertem Kirchgänger war ihm das Epitaph für Andreas Engel in der Nähe des Altars der Strausberger Marienkirche aufgefallen. Weil sein Wissensdurst im Museum nicht ausreichend befriedigt wurde, sei er selbst auf Spurensuche gegangen, heißt es.

Das Ergebnis (ISBN: 978-3-7329-0882-0/knapp 60 Euro) liegt nun vor. Es wird am 12. November auch zu haben sein, denn die Buchhandlung Micklich ist ebenfalls bei der Premiere dabei, kündigt Christa Wunderlich an. Sie rechnet zudem mit einem breiten Publikum ab 14 Uhr im Museum in der August-Bebel-Straße 33, denn Engels Wirken sei sowohl für kirchliche als auch weltliche Dinge von Bedeutung.

Anmeldung: Tel. 03341 23655; E-Mail  stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Bald neue Ausstellung im Kundencenter der Stadtwerke

Eine neue Ausstellung wird am 16. November 2022 im Kundencenter der Stadtwerke in der Kastanienallee 38 eröffnet. Dann wird sich die Gruppe Kontrapost des Kultur- und Sportclubs Strausberg (KSC) dort präsentieren.

Acht Jahre ist es her, dass Kontrapost das letzte Mal mit einer Porträt-Ausstellung im Kundencenter zu Gast war. Damals sowie auch bei den Ausstellungen 1999, in den Jahren 2000 und 2001 mit der schwedischen Gruppe aus Tingsryd an diesem Ort, stand die Gruppe unter künstlerischer Leitung des Berliner Bildhauers Ulrich Jörke, der seit 1983 in Strausberg seine Spuren hinterließ. 2016 übernahm die ebenfalls aus Berlin stammende Bildhauerin Anna-Katharina Mields diese Aufgabe. Vertreten wird sie durch die dänische Künstlerin Sophie Malmberg.

Bild "Am Meer" von Petra Hansch

Bild „Am Meer“ von Petra Hansch

Freude am gemeinsamen Malen oder Modellieren

Kontrapost vereint nach wie vor Frauen und Männer unterschiedlichen Alters und verschiedener Berufe, die Freude am gemeinsamen Malen, Zeichnen und Modellieren haben. Im Normalfall treffen sie sich einmal pro Woche im Jugendsporthaus in der Wriezener Straße. In der Pandemie wurde hingegen zu Hause gearbeitet, und die künstlerische Leitung gab wöchentlich Anregungen und Anleitungen für künstlerische Techniken. Nach Ausstellungen in Strausberg, Frankenthal, Berlin und mehreren Orten Brandenburgs zeigte die Gruppe zuletzt 2017 in der Stadtsparkasse Müncheberg und bis vor kurzem in der Seniorenpflegeeinrichtung Katharinenhof in Fredersdorf eine Auswahl ihres kreativen Schaffens.

In der nunmehrigen Ausstellung „Bunte Palette“  wird ein breites Spektrum an Arbeiten zu unterschiedlichen Themen in Acryl, Aquarell, Pastell und Mischtechnik zu sehen sein. Bei der Vernissage  können Gäste die Bilder — gemeinsam mit ihren Schöpfer:innen — in entspannter Atmosphäre betrachten und über Entstehungsgeschichte, Techniken und Motivation ins Gespräch kommen. Aber auch nach der Vernissage sind alle Interessierten herzlich eingeladen, die Werke auf sich wirken zu lassen. Die Ausstellung gastiert bis zum 31. Januar 2023 im Stadtwerke-Kundencenter.

Weitere Informationen zur Gruppe Kontrapost, natürlich auch zum Thema Mitgliedschaft, gibt es auf der Homepage des Vereins www.kontrapost.de.

Start zur Straßensammlung

Der Auftakt zur jährlichen Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wird in diesem Jahr in Strausberg am 8. November vollzogen. Um 9.40 Uhr werden Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler und in Vertretung des Standortsältesten Strausberg Oberst i.G. Dieter Beckers an der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Märkisch-Oderland, Große Straße 2-3, die Aktion eröffnen. Danach werden Angehörige der Bundeswehr mit den Sammeldosen versuchen, sowohl in der Truppe wie auch in der Stadt möglichst viel Spenden für den Volksbund einzusammeln. Die diesjährige Aktion läuft bis Ende November.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich seit Jahrzehnten in beispielhafter Weise um die  Pflege deutscher Soldatengräber. Er hat im Auftrag der Bundesregierung in vielen Ländern Kriegsgräberfriedhöfe errichtet und pflegt die Gräber von gefallenen deutschen Soldaten.  Finanziert wird dies zu einem großen Teil durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Bundeswehr unterstützt seit ihrem Bestehen die Arbeit des Volksbundes, insbesondere durch die jährlichen Sammlungen. Sie will mit ihrem Einsatz in der schwierigen europäischen Lage ein positives Signal senden und „den Völker verbindenden Effekt dieser Arbeit für den Frieden“ herausstellen, heißt es von der Truppe.

Strausberger Paar feiert Gnadenhochzeit

Ein seltenes Jubiläum konnten am 25. Oktober Eva und Horst Raabe begehen. Die beiden Strausberger feierten im Kreise ihrer Familie Gnadenhochzeit, sind seit mittlerweile 70 Jahren verheiratet.

Kennen gelernt hatten sich die beiden beim Tanzen in Evas Heimatort Brandenburg/Havel, wo der gebürtige Altlandsberger einen Onkel besuchte. „Hätte er nicht tanzen können, hätte ich ihn nicht genommen“, stellt die Jubilarin klar. 1950 hätten sie sich verlobt, berichtet sie. „Als klar war, dass wir zusammen bleiben, haben wir uns ein Schlafzimmer bestellt. Da schlafen wir heute noch drin.“ 1952 wurde geheiratet. Zum Standesamt ging es im Taxi, zur kirchlichen Trauung mit der Kutsche.

1971 in Strausberg eine Wohnung bekommen

Später lebte das Paar einige Jahre in Fredersdorf. 1971 zog die Familie nach Strausberg, weil sie dort in der Heinrich-Rau-Straße eine Wohnung bekam. Sogar vier Zimmer. Denn Sohn und Tochter waren sechs Jahre auseinander. Er war damals in einem Baubetrieb beschäftigt, sie im Handel, unter anderem in der Fleischerei am Lustgarten und in der Kaufhalle Philipp-Müller-Straße, zuletzt im Kaufland.

Sie seien oft und gern Tanzen gegangen, erzählen die beiden – früher in Berlin, später im Klub am See, im Café Nord … Bisweilen seien schon Wetten abgeschlossen worden, ob sie die Ersten auf der Tanzfläche sind. Die gemeinsame Tanzleidenschaft sei auch einer der Bausteine für die lange Ehe, merkten sie an. „Und der selbst gebackene Streuselkuchen“, fügt sie hinzu.

Statt Radtouren heute Ausflüge mit den Kindern

Früher hätten sie auch viele Reisen und Radtouren unternommen. Weil die Beweglichkeit mit 92 bzw. 93 inzwischen nachgelassen hat, freuen sie sich heute auf Ausflüge mit den Kindern, zum Beispiel zum Schiffshebewerk oder zur Carlsburg bei Bad Freienwalde. „Wir haben viel Schönes erlebt“, sind sie sich einig.

2019 sind sie von der Heinrich-Rau-Straße in eines der beiden neuen SWG-Häuser im Grotewohl-Ring gezogen und damit sehr zufrieden. „Es war ein Riesenglück, dass damals noch die Wohnung frei war. Wir haben hier einen sehr schönen Balkon, den wir auch nutzen können“, erzählen sie. Der hat nämlich keine Schwelle und eine bessere Ausrichtung. Außerdem hat das Haus einen Fahrstuhl. Und ist nicht weit von der Gaststätte Lieselotte am AWO-Seniorenzentrum Mühlenberg, wo es eigentlich alle vier Wochen Tanzveranstaltungen geben sollte. Aber dann kam Corona …

Schon mehrere Gnaden-Paare in der Stadt

Glückwünsche für das Gnaden-Paar gab es neben den Kindern, vier Enkeln und drei Urenkeln zum besonderen Anlass auch von Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie überbrachte den langjährigen Strausbergern neben Blumen einen Kalender mit historischen Stadtansichten. Die beiden seien durchaus nicht die einzigen, die in der Stadt das seltene Jubiläum feiern können, sagte sie. „Strausberg hat eben gute Luft“, hatte Eva Raabe gleich eine Erklärung parat. Und auch schon den nächsten Feieranlass im Blick.

22 Tonnen CO2 vermieden

Ein hervorragendes Ergebnis haben die Teams und Einzelradler aus Märkisch-Oderland aus Sicht des Landkreises beim diesjährigen Stadtradeln erzielt. Familien-, Freundes-, Club- oder Schulteams sind innerhalb von 21 Tagen gemeinsam 144.731 Kilometer geradelt und haben somit 22,29 Tonnen CO2 vermieden, bilanziert Kreis-Sprecher Thomas Berendt.
Im Vergleich zum Vorjahr konnten mehr Teilnehmende verzeichnet werden. In die Pedalen traten 686 Aktive (662 im Jahr 2021), die sich in 56 angemeldeten Teams (Vorjahr 42) aufteilten.
Der Landkreis Märkisch-Oderland sei über die 144.731 per Fahrrad zurücklegten Kilometer überaus erfreut und erkenne neben dem Spaß am Mitmachen auch das Zeichen für den Klimaschutz.

Als stärkste Kommune innerhalb des Landkreises erwies sich bei der  fünften Teilnahme von MOL an der internationalen Kampagne Stadtradeln die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin mit 62.257 Kilometern. Auf Platz zwei kam Vorjahressieger Stadt Strausberg mit 41.724 Kilometern vor der Stadt Wriezen mit 12.949 Kilometern. Der beste Einzelfahrer vom offenen Team aus Strausberg legte 1787 Kilometer zurück. „Eine bemerkenswerte Leistung“, konstatiert Berendt. Der Landkreis bedanke sich bei allen Teilnehmenden fürs Mitmachen und freue sich auf das Stadtradeln 2023, sagte er.

Parkplatz wieder geöffnet

Mit dem Ferienbeginn sind an der Hegermühlen-Grundschule die Absperrungen am Parkplatz vor der Mehrzweckhalle wieder abgebaut worden. Die Stellflächen können also ab sofort von Nutzerinnen und Nutzern der Halle und von Eltern zum Abholen ihrer Kinder wieder befahren werden. Die Parkflächen waren wegen Bauarbeiten an den Außenanlagen der Grundschule aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Denn der Zugang zur Schule war für die Mädchen und Jungen nur noch über den Parkplatz möglich.

Der Baufortschritt sei inzwischen so weit, dass die fertigen Freiflächen für die in den Herbstferien auf dem Gelände betreuten Hortkinder ausreichen, ließ der Fachbereich technische Dienste der Stadtverwaltung nun wissen. Am 7. Oktober waren bereits die ersten neuen Spielgeräte auf dem Schulhof mit einer kleinen Zeremonie freigegeben worden. Seitdem konnten die Mädchen und Jungen schon ausgiebigen Klettern, Springen und Rutschen. Bis zum Ferienende sollen noch weitere Bereiche wieder zur Verfügung stehen.

Mit der Erneuerung des Schulhofes der Grundschule war im Frühjahr begonnen worden.

Parkplatz an der Hegermühlen-Grundschule

Lastenrad zum Ausleihen   

Bei der Stadtverwaltung kann ab sofort ein Lastenfahrrad mit Elektroantrieb ausgeliehen werden. Nachdem Radverkehrskoordinator Thomas Deuse die letzten nötigen Einweisungen hinter sich hat, kann er jetzt mit dem Verleih starten. Der ist übrigens kostenlos.

das LastenradZur Verfügung gestellt wird ein Lastenrad der Marke eBullit mit 5-Gang-Nabenschaltung. Es hat eine 65×50 Zentimeter große Ladekiste, die mit bis zu 70 Kilogramm beladen und mit einer Plane abgedeckt werden kann. Für kleine Kinder gibt es eine gepolsterte Sitzbank mit Haltegurten. Das Gefährt ist 2,10 m lang und 95 cm breit und dennoch wendig und sicher zu fahren, wie Deuse selbst ausprobiert hat. Das Rad, das von einem Strausberger Bürger für Testzwecke zur Verfügung gestellt wird, läuft unter dem Namen „Mola“, denn es soll im Landkreis MOL genutzt werden.

Buchung nur via Internet

Abgeholt und zurückgegeben werden kann es momentan nur dienstags und donnerstags von 9 bis 14 Uhr. Also kommen entweder ein paar Stunden Fahrzeit oder mehrere Tage in Frage. Die Buchung läuft ausschließlich über das Internet und die Seite der „fLotte Brandenburg“ (https://flotte-berlin.de/brandenburg/), die vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub aufgebaut wurde und inzwischen allein im Berliner Umland rund zwei Dutzend Lastenräder kostenlos vermittelt, in Berlin mehr als 200. Auf der Internetseite müssen sich Interessierte registrieren, ihren Wunschtermin buchen und den Nutzungsvertrag ausdrucken. Einen Bereich Hilfe und Fragen gibt es natürlich auch.

Screenshot der Internetseite

Helm ist erforderlich

Der Vertrag muss ausgefüllt und unterschrieben zur Ausleihe mitgebracht werden, ebenso der Personalausweis. Und Thomas Deuse legt Wert darauf, dass Nutzerinnen und Nutzer einen Helm tragen. Er gibt beim Abholen eine Einweisung und ermöglicht eine erste Probefahrt. Denn Fahren auf dem Lastenrad ist nur bedingt mit dem auf anderen Rädern vergleichbar.

Schloss ist mit dabei

Nach der Probe kann es losgehen. Mitgegeben wird ein Schloss, damit das Rad an einen festen Gegenstand angeschlossen werden kann, wenn es unbeaufsichtigt ist. Zum Beispiel nachts. Denn das Gefährt ist ob seiner Maße zum Beispiel für Fahrradkeller oder –räume in den hiesigen Plattenbausiedlungen nicht geeignet.

Bei der Rückgabe wird kontrolliert, ob das Rad im gleichen Zustand ist wie vorher. Die fahrende Person ist verantwortlich für die Sicherheit und eventuelle Schäden. Deshalb wird geraten, vorsichtig zu fahren.

Testlauf für die Nachfrage

Deuse hofft, dass das von dem privaten Sponsor ermöglichte Angebot rege genutzt wird. Denn Mola ist auch ein Test, ob die Stadt eventuell selbst ein Rad anschafft. Im nahen Schöneiche oder in Wustermark gibt es bereits kommunale Lastenräder.

Zuschuss für Sporthallenbau in Hegermühle

Für den Bau der neuen Schulsporthalle im Strausberger Wohngebiet Hegermühle bekommt die Stadt Zuschüsse von Bund und Land. Wie Kerstin Zimmermann, Fachgruppenleiterin Grundstücks- und Gebäudemanagement der Stadtverwaltung, jetzt mitteilte, ist der Strausberger Fördermittelantrag vom Mai dieses Jahres positiv beschieden worden. Von den geplanten Investitionskosten von rund 4,2 Millionen Euro für die kompakte Ein-Feld-Sporthalle der Grundschule am Annatal werden laut Zuwendungsbescheid von rund 3,3 Millionen Euro übernommen. Das entspricht 90 Prozent der sogenannten förderfähigen Kosten, zu denen die reinen Bauwerkskosten und technische Gebäudeausrüstung gehören. Das Geld kommt aus dem Bund-Länder-Programm Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten.

Nach Auskunft des Fachbereichs ist die Ausführungsplanung für die Sporthalle fertig, die Ausschreibungen sind in Vorbereitung. Der Baustart ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen, die Fertigstellung ist nach bisheriger Terminplanung zum Spätsommer/Herbst 2024 ins Auge gefasst.

Die Sporthalle in Hegermühle steht neben der Schule auch Vereinen, Kitas und dem Familienbündnis zur Verfügung.

Radtour an Tagen der Sichtbarkeit

Die Zeit vom 15. bis 17. November hat das Netzwerk Verkehrssicherheit in Brandenburg als die landesweiten „Tage der Sichtbarkeit“ deklariert. Auch die Stadt Strausberg will in diesem Rahmen etwas anbieten. Radverkehrskoordinator Thomas Deuse will mit Interessierten am 16. November auf eine Radtour in den Sonnenuntergang gehen. „Light ride“ nennt er die Runde selbst, denn Teilnehmende werden gebeten, ihre Fahrräder und/oder sich selbst mit Lichterketten oder ähnlichem zu schmücken, damit die Truppe später im Dunkeln gut zu sehen ist und nebenbei auch etwas her macht.

Die Tour führt von der Stadtverwaltung über Flugplatz und Klosterdorf nach Hohenstein und von dort zurück nach Strausberg. Die Strecke ist ca. 15 Kilometer lang. Start ist um 16 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude. Deuse rechnet mit einer Fahrzeit von ca. anderthalb Stunden. „Wer will, kann auf dem Rückweg noch bei Mutter Schwanz einkehren“, sagt der Tourleiter.

Weiteres Angebot zum Ausklang der Saison

Auch zum Jahresende wird der Radkoordinator noch eine Tour anbieten. Die Radsaison-Abschlusstour findet am 31. Dezember um 10 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Touristinfo am Lustgarten. Die Strecke führt über Spitzmühle zum Tierheim Wesendahl, wo Futterspenden abgegeben werden können. Zurück geht es über Schillerhöhe. Dort wird bei einem kleinen Zwischenstopp auf das neue Jahr angestoßen. Die Runde ist etwa 15 Kilometer lang.

Klöppeln – mehr als ein Hobby

Eine besondere Handarbeitstechnik wird in der dunkleren Jahreszeit im Strausberger Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 nahe gebracht. Am 3. November um 10 Uhr wird dort mit Karla Bräuer eine kleine Ausstellung zum Klöppeln eröffnet.

Karla Bräuer kam als junge Frau in ihrer Heimat im Erzgebirge mit diesem Handwerk in Berührung. Beim Klöppeln werden mittels spindelförmigen, meist hölzernen Spulen und daran aufgewickeltem Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt. Später war Karla Bräuer an vielen Orten in Deutschland in kreativen Gruppen aktiv, bildete sich in speziellen Leistungskursen weiter und diskutiert in speziellen Internetforen mit. Selbst bei Urlaubsreisen geht sie bisweilen auf Suche nach Klöppelspuren, wurde von Sylt bis Süddeutschland fündig. Auch im Ausland, zum Beispiel Belgien, Italien oder Slowenien.

Auch historische Arbeitsmittel zu sehen

Nun möchte sie Interessierten im Strausberger Raum wieder einmal dieses Handwerk näherbringen. Nicht zum ersten Mal: Sie und Mitstreiterinnen waren schon einige Male im Museum, haben dort Schauklöppeln  durchgeführt oder bei Märkten unterstützt, berichtet Museumsleiterin Christa Wunderlich.  Neben den unterschiedlichsten Ergebnissen der oftmals langwierigen Tätigkeit würden auch historische Arbeitsmittel, Organisationen und internationale Literatur zum Durchblättern vorgestellt,  kündigt sie an.

Bei der Eröffnung können Gäste Frau Bräuer über die Schulter schauen und Antworten auf Fragen erhalten. Die Klöpplerin freut sich auf Anregungen und hofft natürlich auch auf einen Austausch von Erfahrungen. Schließlich gibt es Klöppelgruppen auch in der näheren Umgebung wie im Doppeldorf, in der sich Karla Bräuer selbst betätigt, oder in Erkner.

Karla Bräuer

Karla Bräuer mit einer geklöppelten Tischdecke; Foto: Stadtmuseum

Von Fahrrad-Reparatur bis Vorsorgevollmacht

Bei der Volkshochschule im Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien Märkisch-Oderland läuft seit September das Herbstsemester. Das Angebot reicht von Sprachkursen über Handarbeiten, Tipps für Eltern, Tanz, Wanderungen und Mobilität im Alter bis zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung oder Fahrradreparatur für Einsteiger. Auch der Umgang mit dem Smartphone, dem „Computer in der Hosentasche“, wird vermittelt, sowohl für Geräte mit dem Andoid-Betriebssystem, als auch für die von Apple. Für einige Kurse ab November nach den Herbstferien gibt es noch freie Plätze. Die Kosten bewegen sich zwischen 5,60 Euro zum Beispiel für den Kurs Testamentserrichtung und 84 Euro für Französisch für den Urlaub. Eine Übersicht von freien Plätzen samt Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.

Hilfsprojekt für Geflüchtete

„Gemeinsam Helfen“ nennt sich ein neues Projekt, das der AWO Ortsverein Strausberg in seinem Familienzentrum Am Annatal 52a in der Hegermühle aufgelegt hat. Kinder und Jugendliche aus  der Ukraine können dort vor allem gemeinsam Freizeit verbringen.  Sie finden dort ein mobiles Spielangebot und Informationen vor, können Freunde treffen, kochen, ihren Hobbys frönen und einiges mehr. Für Eltern stehen die Türen ebenso offen. Als Ansprechpersonen stehen Christian und Charlien bereit. „Wir wollen die Migrationsdienste entlasten, erste Fragen klären und Lotsenaufgaben übernehmen“, erklärt Christian Schirmer.

Das Hilfsprojekt läuft seit September und wird vorerst dienstags und donnerstags von 10 bis 13 Uhr angeboten. Es wird von der Aktion  Mensch und der Sparkasse MOL gefördert.“Bei den Zeiten sind wir flexibel“, sagt Christian Schirmer. Zumal an anderen Tagen weitere Projekte im AWO-Familienzentrum laufen und auch dann die Türen für quasi jedermann offen stehen. Er habe überdies angefangen, Kindertagesstätten abzutelefonieren, um Kontakte zu knüpfen. Geflüchtete könnten auch in den Einrichtungen oder an anderen Plätzen besucht werden, stellt er klar.

Mehr Informationen können per E-Mail unter christian_schirmer@awo-ehv.de angefordert werden.

Informationen zum Glasfaserausbau

In Märkisch-Oderland läuft der geförderte Glasfaserausbau. In weiten Teilen der Region surfen bereits viele Haushalte und Unternehmen über das schnelle Gigabit-Netz – errichtet dank Finanzierung durch Bund, Land und Landkreis. Kürzlich erfolgte die Vergabe für den Ausbau dreier weiterer Lose. Ans schnelle Netz kommen nun auch unterversorgte und damit förderfähige Haushalte in der Stadt Strausberg. Für eines dieser Lose hat die e.discom in Kooperation mit den Stadtwerken Schwedt den Zuschlag erhalten. Gut 1800 Haushalte und Unternehmen können von einem geförderten Glasfaser-Hausanschluss profitieren – im Aktionszeitraum kostenfrei. 

Aufragsunterlagen werden verschickt

Dafür müssen Grundstückseigentümer einen sogenannten Grundstücksnutzungsvertrag unterzeichnen. „Es wird ein neues Netz bis ins Haus errichtet, daher geht es nicht ganz ohne Bürokratie“, erklärt Stefan Döring, Projektleiter Breitbandausbau der Stadtwerke Schwedt. „Jeder Eigentümer, der Anspruch auf einen geförderten Glasfaseranschluss hat, erhält einen Brief mit den notwendigen Auftragsunterlagen. Diese müssen im Aktionszeitraum ausgefüllt und unterzeichnet an die Stadtwerke Schwedt zurückgesendet werden. Der Aktionszeitraum läuft bis zum 30. November 2022. andernfalls kann der Anschluss nicht mehr kostenfrei angeboten werden. Förderfähig sind Grundstückseigentümer, denen derzeit kein Internetanschluss mit einer Geschwindigkeit von mehr als 30 Mbit/s angeboten werden kann.  Für derzeit nicht förderfähige Anschlüsse an den Trassen sollen Reservekapazitäten mitgebaut werden.

Nach den Planungen sind gut 120 Kilometer Tiefbau zu erledigen, etwa 250 Kilometer Lehrrohre und fast 600 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Das Gebiet reicht von Torfhaus im Süden bis Gartenstadt im Norden, von Spitzmühle/Postbruch im Westen bis Ruhlsdorf im Osten.  Gut 1000 Hausanschlüsse wären zu bauen. E.discom geht davon aus, dass 70 Prozent auch den kostenlosen Anschluss beauftragen. Bis Ende Februar 2023 gibt es Begehungen in den Gebäuden. Baustart im ersten von elf Teilgebieten soll dann im zweiten Quartal 2023 sein, Bauende Mitte 2025.  Glasfaser wird neben den vorhandenen Kupferleitungen bis ins Haus gelegt. Jeder Nutzer hat eine eigene Leitung, teilt sich die nicht mit anderen. Glasfaser ermöglicht höhere Bandbreiten auch bei längeren Leitungswegen.

Infoabend im Sport- und Erholungspark

Damit Interessierte zum geförderten Glasfaserausbau informiert sind und Fragen sowie Anliegen direkt platziert werden können, bieten die Stadtwerke Schwedt am 27. Oktober 2022 von 19 bis 21 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Halle SH35 im Sport- und Erholungspark (SEP) in Strausberg-Vorstadt an. Geförderte Haushalte erhalten eine Einladung auf dem Postweg. Zusätzliche Beratungstermine sind für Mittwoch, 2. November, von 10 – 15 Uhr sowie Mittwoch, 9. November, von 14 – 19 Uhr vorgesehen, ebenfalls im SEP (SH 35). Zu den Terminen können alle Bürger*innen kommen, die sich für den Ausbau interessieren oder Fragen haben, nicht nur die angeschriebenen förderfähigen Hauseigentümer. 

Wer sich über den Hausanschluss für seine Immobilie informieren möchte, kann sich auch per Telefon unter 03332 449449 oder per E-Mail an glasfaser@stadtwerke-schwedt.de  beraten lassen. Auf der Website www.glasfaser-sws.de kann zudem jeder Bürger prüfen, ob sein Objekt förderfähig ist und den Hausanschluss direkt online beantragen. Nach dem Aktionszeitraum kann ein Hausanschluss übrigens bis zu fast 1500 Euro kosten.

Teilabschnitt in der Kita Kinderland geschafft

Ab sofort können Eltern ihre Sprösslinge wieder durch den Haupteingang der Kita Kinderland in der Garzauer Chaussee zur Tagesbetreuung bringen. Bei einer kleinen Dankeschönveranstaltung für die Bauleute wurde der umgestaltete Außenbereich am Montagnachmittag wiedereröffnet. Geschwungene Wege führen nunmehr leicht abschüssig vom Tor an der Straße zum Gebäude, Regenwasser- und andere Leitungen sind verlegt worden. Mit einigen Überraschungen, denn keiner der vorhandenen Leitungsbestandspläne habe gestimmt, berichtete Planerin Johanna Wirth. Sie lobte indes die gute Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer HuT Oderbau. Die Bauarbeiter seien „mit Gefühl und Liebe“ dabei gewesen, bescheinigte sie, hätten mitgedacht und nachgefragt, so dass letztlich ein gutes Ergebnis präsentiert werden könne. Dafür gab es nun ein Ständchen von Kindern, Dankesworte sowie Gegrilltes für die am Bau Beteiligten.

die neuen WegeAuch zwei Spielhäuser neu entstanden

Noch ist aber der zweite Bauabschnitt,  der das Kita-Umfeld im Norden und Westen umfasst, nicht fertig. Selbst im vorderen Teil des Geländes sind erst in den nächsten Tagen die Pflanzungen geplant. Rückwärtig ist die Rollerbahn so gut wie fertig, stehen bereits zwei Spielhäuser, die Christian Scheide-Dalke aus Robinie, Douglasie und Lärche gezimmert hat. Eines wird noch mit einem Tisch für „Imbiss“-Zwecke ergänzt, das andere ist für die „Naturbaustelle“ gedacht. Den Mädchen und Jungen sollen dort nicht alle Funktionen vorgegeben sondern Spielräume gelassen werden.

Am neuen Spielhaus: Christian Scheide-DalkeGute Kontakte zum benachbarten SticMario Hoffmann auf der Tunnelröhre

Erkennbar ist zudem bereits der künftige Spielhügel mit Rutsche, Kletterelementen und „Tunnelröhre“. Die erhält sogar noch eine Beleuchtung: Das Energiebüro MOL aus dem benachbarten Stic stellt für die Energieversorgung ein Solarpanel zur Verfügung, wie Mario Hoffmann erklärte. Zwar wird es später auch noch ein kleines Windrad in der Nähe geben, aber nicht zur Stromerzeugung. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit dem Stic gut, lobten die Verantwortlichen. So werde die Essenanlieferung jetzt über das Nachbargelände und ein Extra-Tor abgewickelt und auch beim Zaunbau konnte von der Stic-Fläche aus hantiert werden.

Dank vom Trägerverein an alle Beteiligten

Anne Drenske, Chefin des Trägers Verein für menschliche Hilfe, befand, mit dieser Teilabnahme sei man dem Traum, einen naturnahen Spielplatz zu bekommen, ein ganzes Stück näher. Sie dankte allen Beteiligten – von Politik über Verwaltung bis hin zu den Bauleuten und Helfern.

Die Stadt investiert für den 2. Bauabschnitt der Außenanlagen in der Kita Kinderland rund 800.000 Euro.

Bauarbeiter von HuT Oderbau stellen einen Zaun

Sonntagsvorlesung zu arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen

Dr. Michael Petzold; Foto: Krankenhaus MOL

Dr. Michael Petzold; Foto: Krankenhaus MOL

Das Krankenhaus Märkisch-Oderland bietet Patientinnen und Patienten, Besuchenden und Interessierten im Herbst und Winter 2022/23 wieder die Möglichkeit, sich über medizinische Themen zu informieren und mit Fachpersonal des Hauses ins Gespräch zu kommen. Am 30. Oktober startet die Reihe der Sonntagsvorlesungen. Die Saison eröffnet Dr. med. Michael Petzold, leitender Abteilungsarzt der Gefäßchirurgie im Krankenhaus Wriezen.

Arterien unterliegen im Laufe des Lebens Veränderungen und mit zunehmendem Alter werden ihre Wände steifer. Unsere Art zu leben, uns zu ernähren und zu bewegen führt bereits in jüngeren Jahren zu Arterienverkalkung. Die Arteriosklerose kann Veränderungen des Gefäßdurchmessers hervorrufen. Dies kann zu Einengungen oder krankhaften Gefäßerweiterungen (Aneurysma) führen. Entweder geht dies mit einer Minderdurchblutung der Organe und Muskeln einher und verursacht Beschwerden oder das Aneurysma kann platzen. Folgen können Schlaganfälle, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen der Beine und anderer wichtiger Organe sein oder es kommt zu lebensbedrohlichen Blutungen.

Einlass nur mit FFP2-Masken

Dr. Petzold gibt am 30. Oktober einen Einblick in mögliche Erkrankungen, erklärt vorbeugende Maßnahmen, mögliche Untersuchungen und wie die Behandlung abläuft.

Die Veranstaltung findet von 10 bis ca 11.30 Uhr in der Cafeteria Bistro Medicus im Strausberger Krankenhaus, Prötzeler Chaussee 5, statt. Der Eintritt ist kostenlos. Einlass wird am Vorlesungstag nur mit FFP2-Masken erlaubt. Interessierte sollen den Haupteingang meiden und die Cafeterie über die Parkseite betreten. Eine Speisenversorgung ist nicht möglich.

Das Krankenhaus bittet um Anmeldung unter 033456 40101 oder info@khmol.de.

Weihnachtsbaum gesucht

Am dritten Adventswochenende soll in Strausberger Altstadt wieder der Weihnachtsmarkt stattfinden. Um den Markt passend herauszuputzen, wird im Vorfeld ein schöner Nadelbaum als Weihnachtsbaum gesucht. Ein erstes Angebot ist schon da, doch die Stadt hofft auf weitere Vorschläge, die noch etwas größer sein könnten.

Der potenzielle Weihnachtsbaum für den Markt sollte mindestens zwölf Meter hoch und vor allem gut zugänglich sein, damit er mit einem Laster abgeholt werden kann. Der Abtransport wird von der Stadt organisiert. Als maximale Höhe werden etwa 15 Meter vorgegeben. Der Stammdurchmesser darf 40 Zentimeter nicht überschreiten, damit der Baum in die Bodenhülse am Markt passt.

Wer einen Nadelbaum für die Altstadt sponsern möchte, kann den Vorschlag bis zum 28. Oktober per E-Mail senden an Veranstaltungen@stadt-strausberg.de. Die Verantwortlichen nehmen ihn dann in Augenschein und wählen das geeignetste Exemplar aus.

Bücherschrank für die Altstadt

In der Strausberger Innenstadt  soll es in Kürze eine Möglichkeit geben, zum Beispiel ein Päuschen auf einer Bank mit passender Lektüre angenehmer zu gestalten. Der Zeitweilige Ausschuss Altstadt hat am 13. Oktober einem Standortvorschlag der Stadtverwaltung für das öffentliche Bücherregal zugestimmt. Wie Citymanager Alexander Ihlau erläuterte, favorisiere das Rathaus einen Platz an der Ecke Kloster-/Große Straße an der Grünanlage in Richtung Kulturpark. Die Fläche ist ein städtisches Grundstück, und in dem Bereich stehen auch schon Bänke. Alternativ war eine Stelle an der Ecke Grün-/Schulstraße nahe Lindenoase im Gespräch, aber die wurde verworfen.

Erfahrungen aus Prenzlau eingeflossen

Als Kosten für das Bücherregal veranschlagte der Citymanager nach Erfahrungen aus anderen Orten wie beispielsweise Prenzlau zwischen 3500 und 5500 Euro. In der uckermärkischen Stadt hatte der Rotary Club die Anschaffung der Metall-Glas-Konstruktion durch Spenden von Mitgliedern und Bürgern finanziert. Die Rotarier führen dort auch einmal jährlich eine Putzaktion durch, aber auch Bürger kümmern sich um den Schrank, haben auch ein Auge darauf. In den gut drei Jahren seit der Eröffnung habe es dort nur einen Vorfall von Vandalismus gegeben, wurde berichtet. Zu Silvester wird vorsorglich abgeschlossen.

An der Karl-Lehnert-Straße steht schon ein öffentlicher Bücherschrank.

In Strausberg steht für die Altstadt noch ein Restbudget für 2022 zur Verfügung, aus dem der Schrank finanziert werden könnte. Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte, nach dem Votum zum Standort könne man nun weiterarbeiten, die Beauftragung vorbereiten und sich parallel um eine Betreuung kümmern. Ins Gespräch gebracht wurden beispielsweise Patenschaften. Eine Baugenehmigung ist laut Bauordnungsamt nicht erforderlich.

Auch Vorschlag im Bürgerhaushalt

Auch beim Bürgerhaushalt war übrigens ein öffentlicher Bücherschrank angeregt worden, aber bis zur Auswertung der Abstimmung wollte man nicht warten. Zum Weihnachtsmarkt im Dezember sollen die Siegervorschläge präsentiert werden.

Neben dem Bücherschrank hat der Ausschuss auch eine Beschattung für den Markt angeregt.  Darüber wird im November weiter beraten. Klar ist bereits, dass das durch Denkmalbelange und Sicherheitsfragen ziemlich schwierig werden könnte.

Wanderung „Wald trifft Wasser“

Die Stadt- und Touristinformation Strausberg hält am 22. Oktober wieder eine geführte Wanderung bereit.  Gemeinsam mit Wanderleiterin Brigitte Pflug geht es auf Entdeckungsreise durch eines der interessantesten Viertel Berlins. Die etwa zwölf Kilometer lange Tour führt durch den Plänterwald, vorbei an der Insel der Jugend und durch den Treptower Park. Sie zeigt die Stadt Berlin in ihrer Vielfalt aus Architektur und Geschichte sowie herrlicher Natur.

Mitwandern kostet drei Euro pro Person, ermäßigt zwei Euro zuzüglich 7,60 Euro Fahrkosten. Los geht es um 9.15 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Strausberg Vorstadt. Die Touristinfo würde sich über viele Teilnehmer freuen.
Anmeldungen sind bis 20. Oktober möglich, telefonisch unter 03341 311066 oder per Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de.

Trikots für neue Mädchenmannschaft des FC Strausberg

Seit ein paar Monaten gehören zu den derzeit 405 Mitgliedern des FC Strausberg (FCS) auch gut 20 junge Frauen und Mädchen. Die meisten von ihnen sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und lernen nun von der Pike auf das Fußballspielen. Trainerin ist Cäcilia „Sissy“ Janik, die seit vielen Jahren im Nachwuchsbereich an der Seitenlinie aktiv ist und für die die Installation einer reinen Mädchenmannschaft ein Herzensprojekt ist, berichtet FCS-Sprecher Matthias Luttmer. Gestartet ist das Projekt bereits in der vergangenen Saison und nahm dann immer mehr Fahrt auf. Zwar wurde eingeschätzt, dass es noch nicht für den Start in den Ligabetrieb reicht, sondern stattdessen mit vielen Trainings- und Testspielen darauf vorbereitet wird.

Ein eigenes Trikot für die Mannschaft sollte es aber schon jetzt geben. So machte sich der FCS auf die Suche nach einem passenden Trikotsponsor. Und stieß bei Elke Mutz, Inhaberin von zwei Friseursalons in Strausberg unter der Marke Lindenoase, auf offene Ohren. Sie hat selbst in ihrer Jugend gegen das runde Leder gekickt und weiß, was es heißt, sich als Mädchen gegen die gestandenen Fußballjungs zu behaupten. Und seit über 25 Jahren gehören die quietschpinken Flitzer, mit denen die Salons Werbung in eigener Sache machen, zum Strausberger Stadtbild. Längst sind die eine Institution, und nun tragen die Mädchen des FCS das Firmen-Logo auf ihrer Brust. „Mit Stolz“ wie Luttmer hevorhebt. Zugleich verweist ert darauf, dadss einige Damen zwischen den eigenen Testspielen auch bereits bei ihren männlichen Kollegen im Spielbetrieb aushelfen.

Sponsorin Elke Mutz (3.v.r.) zeigt mit Trainerin Sissy Janik (3.v.l.) das neue Trikot; Foto: FCS

Radweg ist wieder frei

Der Radweg zwischen Strausberg und Hohenstein kann seit einigen Tagen wieder komplett befahren werden. Am 7. Oktober war die Abnahme für die durch die Firma Mainka aus Hennickendorf im September ausgeführten Instandsetzungsarbeiten erfolgt.

„Die Leistung wurde vertragsgemäß und zur Zufriedenheit ausgeführt“, bescheinigt der Fachbereich Technische Dienste im Rathaus. Es wurden schadhafte Asphaltbereiche erneuert und an einigen Stellen mit Baumbestand wurde eine sogenannte Wurzelschutzfolie eingebaut. Sie soll künftig das Einwachsen von Wurzeln und damit verbundene Schäden vermeiden. Momentan schaut die Folie noch einige Zentimeter aus der Erde heraus. Der Überstand wird noch eingekürzt – als Restleistung des Auftrags bis Ende Oktober.

Der Radweg nach Hohenstein war 2014 eröffnet worden. Für die Reparaturen waren rund 40.000 Euro veranschlagt.

Theaterabend mit Gorillas

Die Zweigbibliothek Hegermühle der Strausberger Heinrich-Mann-Bibliothek bietet am 26. Oktober einen Theaterabend an. Zu Gast sein wird das Berliner Improvisationstheater „Die Gorillas“, das bereits im Juni in Strausberg zu erleben war.

Beim Improvisationstheater kann das Publikum zum Ideengeber werden und die Handlung des Stückes mitbestimmen. Die Gorillas spielen ohne Textbuch, auf Zuruf.  Themen, die das Pub­likum vorgibt, werden unmit­telbar in Szenen umgesetzt. Die Stücke sind so immer spontan, immer wieder neu.

Zehn Schauspieler und zwei Musiker haben sich 1997 zusammengeschlossen und erfreuen seither das Publikum in der Besetzung mit ihren spontanen Shows, bieten ein Spektakel aus Szenen, Liedern und Geschichten. 2008 kamen drei weitere Künstler hinzu. Improvisation ist für das Ensemble grundlegender Bestandteil des künstlerischen Ausdrucks. Die Gorillas betreiben auch eine Schule für Improvisation, bieten Trainings für Unternehmen und bereichern Firmenfeiern und Tagungen.

Beginn ist am 26. Oktober um 18 Uhr in der Zweigbibliothek Hegermühle, Am Annatal 57. Der Eintritt kostet 15 Euro. Es wird um Anmeldung gebeten. Tel.: 03341 423192

Gottesanbeterin im Briefkasten

Eine außergewöhnliche Entdeckung hat ein Strausberger Paar vor wenigen Tagen gemacht. Beim Öffnen des Briefkastens im Otto-Grotewohl-Ring vermuteten die beiden zunächst, jemand habe ihnen eine Heuschrecke hineingesetzt. Doch bei näherem Hinsehen erwies sich das Tier als eine Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Die Fangschrecke hat ihren Namen bekommen, weil sie ihre Fangarme faltet, als ob sie betet. Sie ernährt sich vor allem von Insekten und Spinnen und tarnt sich gut, ist deshalb in der Regel schwierig zu entdecken. Am ehesten kann das von August bis in den Oktober hinein gelingen.

Art breitet sich von Süd nach Nord aus

Ursprünglich kommt das Insekt aus Afrika, ist aber auch in Europa heimisch geworden. Die Europäische Gottesanbeterin ist aber die einzige von etwa 2400 Fangschrecken-Arten, die in Deutschland vorkommt. Sie liebt Wärme, verträgt Trockenheit und breitet sich derzeit gerade in Berlin-Brandenburg von Süden nach Norden aus. Beim Potsdamer Naturkundemuseum ist dazu ein Bürgerwissenschaftsprojekt mit dem Titel „Gottesanbeterin gesucht!“ gestartet worden. Im Zuge der aktuellen klimatischen Veränderungen gebe es hier die Chance, die Ausbreitung einer Art mitzuerleben, sagt Dirk Berger, Biologe im Naturkundemuseum. Er gehört zum Team von Museum und Entomologen des Freundeskreises Mantidenfreunde Berlin-Brandenburg, das mit Bürgerinnen und Bürgern die Ausbreitung der Europäischen Gottesanbeterin in der Region erforscht. des

Auslöser war deren Wahl zum Insekt des Jahres 2017. Nach dem ersten Aufruf zum Mitmachen kamen zunächst knapp 100 Meldungen aus dem ganzen Bundesgebiet, inzwischen ist man bei mehreren hundert pro Jahr. Insgesamt sind etwa 2500 Funde in der Datenbank, überwiegend aus Berlin und Brandenburg. Mit den Daten werden Verbreitungskarten erstellt. Anhand derer kann die Ausbreitung der Art über die Jahre hinweg nachverfolgt werden.

Funde mit Datum, Bild und Standort melden

Auch das Strausberger Exemplar ist nun dafür registriert. Wichtig ist, dass Fundort mit Straße und Hausnummer oder Standort-Koordinaten vom Handy, das Funddatum und ein Bild per Mail (dirk.berger@rathaus.potsdam.de oder post@manfred-keller.de) an die Forscher geschickt werden. Man beantworte alle Mails, und mit den kompletten Angaben könnten unnötige Rückfragen vermieden werden, hieß es.

Europäische Gottesanbeterin, entdeckt von einem Paar aus dem Otto-Grotewohl-Ring; Foto: Sandra Schneider

Vom Strausberger Bild haben die Experten abgelesen, dass es sich wohl um ein Weibchen handelt. Die legen ab September bis in den Oktober hinein die Eierpakete ab, aus denen im kommenden Frühjahr die neue Generation schlüpft. Das sind bis zu 200 etwa fünf Millimeter große Nymphen, die dann bis August/September heranwachsen. Mit den ersten Frösten endet ihr Lebenszyklus. Für manches Männchen schon eher: Es wird nach der Paarung vom Weibchen verspeist.

Erster Fund in Brandenburg 2007

Die Strausberger Entdecker haben ihr Exemplar zunächst in der Nähe des Hauseingangs abgesetzt, später aber mit auf den Balkon genommen, damit es nicht von den Krähen gefressen wird, wie sie erklärten. Bisweilen ließ es sich das Tier auf einer Holzbank in der Sonne gut gehen, ist dann aber verschwunden. Die Experten sagen, man könne die Gottesanbeterin getrost sich selbst überlassen. Und es gehe keine Gefahr von ihr aus.

Momentan ist die Art ist vor allem im Süden Brandenburgs verbreitet. Aus Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und Cottbus lägen bislang die meisten Sichtungen vor. Aber auch in Potsdam und Berlin sowie dem Umland werde die Art immer häufiger nachgewiesen, hieß es. Nur aus der Uckermark gebe es bislang nur einzelne Meldungen. Die erste Gottesanbeterin wurde in Brandenburg übrigens 2007 gefunden, in Berlin bereits 1998.

Mehr zum Projekt: www.naturkundemuseum-potsdam.de/gottesanbeterin-gesucht

Vortrag wird nachgeholt

Der am 5. Oktober wegen Krankheit ausgefallene Vortrag mit Prof. Dr. Bettina Jungklaus  soll am 16. November im Stadtmuseum nachgeholt werden. Diesen Termin hat die Anthropologin mit Museumsleiterin Christa Wunderlich vereinbart. Die Forscherin will einen Blick auf die „alten Strausberger“ ermöglichen und Untersuchungen von Funden aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert vorstellen. Die Expertin hat insbesondere Gräberfelder und Friedhöfe im Raum Berlin-Brandenburg sowie in Niedersachsen und Franken erforscht. Sie war dabei, als 2005 bei archäologischen Untersuchungen in Strausbergs Altstadt auf dem Gelände Schulstraße 1 menschliche Gräber entdeckt und geborgen wurden. Die 62 Skelette stammten aus der ersten Hälfte des 13. bis etwa Mitte des 16. Jahrhunderts und sind dem ältesten Begräbnisort, dem Nikolai-Kirchhof zuzuordnen.

Funde auch vom Pestfriedhof

2004 waren zwischen August-Bebel- und Walkmühlenstraße bei Straßenbauarbeiten Bestattungen des Georgenkirchhofs, des Armen- und Pestfriedhofs,  aufgetaucht. 15 Skelette waren damals dokumentiert worden. Zudem begleitete die Anthropologin die Untersuchungen vor dem Bau der neuen Mehrzweckhalle für die Hegermühlen-Grundschule. Auf dem Gelände befand sich im 19. Jahrhundert der Friedhof am Anger, der bis etwa 1884 genutzt wurde. 2016 wurden dort eine Gruft und ein Mausoleum einer wohlhabenden Familie freigelegt sowie Grabstellen von 15 Erwachsenen und 50 Kindern. Nicht zuletzt wirkte die Expertin bei Grabungen vor dem Neubau des Amtsgerichts an der Klosterstraße mit.

Beginn im Museum in der August-Bebel-Straße 33 ist am 16. November um 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Anmeldung unter Tel. 03341 23655 oder E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Freiwillige für Fallwildsuche benötigt

Seit mehr als zwei Jahren stemmt sich der Landkreis Märkisch-Oderland gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). In MOL wurden laut Kreisverwaltung bislang 358 Wildschweine positiv auf ASP getestet. Für Betroffene bedeuten das Seuchengeschehen und damit verknüpfte Nutzungsverbote umfangreiche Einschränkungen. Fallwildsuchen – also Suchen nnach verendeten Tieren – und Testungen helfen, ein genaues Bild der Lage zu bekommen. Hubschrauber- und Drohnenflüge geben Auskunft über die Population von Schwarzwild in der Region. Bereits erzielte Erfolge bei der Eindämmung der ASP können laut Landratsamt nur gehalten werden, wenn weiterhin intensiv Fallwildsuche betrieben wird und Übertragungsmöglichkeiten getilgt werden.

Zur Unterstützung der Seuchenbekämpfung sucht der Landkreis freiwillige Helfer, die bei Bedarf nach Einweisung und in Begleitung fach- und ortskundiger Personen an weiteren Fallwildsuchen teilnehmen. Die Freiwilligen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 12 Euro pro Stunde. Interessierte können sich online unter https://www.maerkisch-oderland.de/de/afrikanische-schweinepest/freiwillige-helfer-gesucht.html anmelden. Alle weiteren Details zu den Suchen werden dann abgestimmt.        

Landkreis sucht Pflegeeltern

Es gibt in Märkisch-Oderland immer wieder Kinder, die nicht in ihrer Familie aufwachsen können. Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Pflegekinderdienst des Jugendamtes bemüht sich, Kindern eine Pflegefamilie zur Verfügung zu stellen, um ihnen ein kindgemäßes Aufwachsen in einer Familie zu ermöglichen. Deshalb werden liebevolle und verantwortungsbewusste Frauen, Männer und Paare als Pflegeeltern gesucht, die einem Kind vorübergehend oder dauerhaft Wärme, Geborgenheit, Förderung und Erziehung geben können. Gefragt sind Personen mit Sinn für kooperative Zusammenarbeit, Offenheit für Probleme und für die bisherige Lebensgeschichte des Kindes oder Jugendlichen. Sie sollten über Geduld, Einfühlungsvermögen, Zeit und Belastbarkeit verfügen und vor allem Freude am Zusammenleben mit Kindern haben.

Um Anmeldung wird gebeten

Wer sich angesprochen fühlt, kann zu einer Informationsveranstaltung am 18. Oktober 2022 kommen. Dort wird ein erster Überblick vermittelkt, was Pflegeelternschaft bedeutet. Der Informationsabend findet in der Volkshochschule im Oberstufenzentrum Strausberg, Wriezener Str. 30 (Haus 4, 3. Etage, Raum 305), statt. Bei Interesse wird um Anmeldung bis zum 14. Oktober gebeten.

Kontakt:  Volkshochschule MOL – Geschäftsstelle Strausberg, Wriezener Straße 30, 15344 Strausberg;  www.vhs-mol.de (Rubrik „Politik, Gesellschaft, Umwelt“). Wer nicht teilnehmen kann, kann sich auch direkt an den Pflegekinderdienst unter 03346 / 8506451 wenden.

 

Besuchsverbote im Krankenhaus

Aufgrund der Häufungen von Aufnahmen mit an Corona erkrankten Patienten und der steigenden Sieben-Tage-Inzidenz in der Bevölkerung will die Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH ein Besuchsverbot für stationäre Bereiche einführen. Ab Dienstag, 11. Oktober 2022, wird der Zutritt für Besucher bzw. Angehörige (vorerst) nur im Ausnahmefall gestattet sein, teilte die Klinikleitung jetzt mit. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Ausnahmen insbesondere für den Besuch der Geburtsklinik, der Palliativ- und Intensivmedizin und nach ärztlicher Einzelfallentscheidung ermöglicht werden, hieß es. Solche Besuche können nach vorheriger Anmeldung und bei Einhaltung der gültigen Hygienevorschriften – Nutzung von FFP2-Masken und einem negativen tagesaktuellen Testnachweis stattfinden. Die neue Regelung betrifft ausschließlich den stationären Bereich in Strausberg, Seelow und Wriezen.

Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, Besucherinnen und Besucher und Mitarbeitenden habe höchste Priorität, erklärte Klinik-Sprecherin Katharina Fink. Gleichzeitig wolle man aber auch Besuche ermöglichen.  Man bitte deshalb um Beachtung der Regeln und um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahmen.

Karten für Tanztheater-Vorstellungen

Das Tanztheater des KSC Strausberg bietet am 3. und 4. Dezember zwei Familienvorstellungen im Zentrum Informationsarbeit der Bundeswehr in der Prötzeler Chaussee 20 (ehemals AIK). Kinder und Jugendliche werden dann die Geschichte von  „Flöckchen“ auf die Bühne bringen. Die sollte eigentlich bereits 2020 Premiere haben. Das war aber wegen Corona ausgefallen. Beginn ist sowohl am 3. Dezember (Sonnabend) als auch am 4. (Sonntag) jeweils um 15 Uhr. Einlass ist jeweils um 14.30 Uhr. Die Plätze können im Saal frei gewählt werden. Mit Pause sind laut Tanztheater etwa drei Stunden veranschlagt.  Sicherheitshalber wird zudem auf dann gegebenenfalls geltende Corona-Regeln verwiesen.

Die ersten Karten für die Aufführungen sind Anfang Oktober beim Tanztheater in der Parkstraße 6 bereits vergeben worden. Inzwischen ist der Sonnabendtermin ausgebucht, sind nur noch Tickets für den 4. Dezember erhältlich.  Tanztheater-Leiterin Stefanie Billerbeck hofft, dass der Publikumszuspruch wie bei vorangegangenen Vorstellungen auch dafür noch wächst und das Ensemble vor gut gefüllten Reihen tanzen kann. Schließlich trainieren die Kinder und Jugendlichen der Bühnentanzgruppen mehrmals wöchentlich unter Anleitung ausgebildeten Tanz- und Bühnentanzpädagoginnen. Sie lernen, sich nach Musik zu bewegen und Gefühle mit dem Körper auszudrücken. 

Mehr Infos und Kontakt: Tel. (03341) 250387; E-Mail info@tanztheater-strausberg.de

Gebäude wird hergerichtet

Der Landkreis Märkisch-Oderland lässt derzeit in Strausberg ein neues Domizil für Flüchtlinge herrichten. „Am Flugplatz wird ein Gebäude mit später 108 Plätzen ausgebaut“, sagt Bürgermeisterin Elke Stadeler. Wie sie vom Landkreis erfahren habe, soll das Haus bis Ende des Jahres bauseitig fertig sein. Es könnte dann im ersten Halbjahr 2023 genutzt werden. Das Gebäude ist im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Es war vom Landkreis bereits als Ausweichquartier für das Katasteramt genutzt worden.

Laut Kreissprecher Thomas Berendt ist der Landkreis permanent auf der Suche nach geeigneten Objekten, zumal das Land seine Zuweisungen von Flüchtlingen an die Landkreise erhöht habe. Überdies habe man stets im Blick, welche Verträge mittelfristig auslaufen oder wo es Änderungsbedarf gebe. Für die besagte Unterkunft habe man vor etwa einem Jahr mit den Vorbereitungen begonnen. Angesichts der weltpolitischen Lage sei nicht damit zu rechnen, dass der Bedarf an solchen zeitweiligen Heimstätten entfalle.

Wie die Bürgermeisterin ergänzte, komme noch ein weiteres Gebäude in der Nähe des Flugplatzes für  diesen Zweck in  Frage. Das soll laut Information des Landkreises im nächsten Jahr „ertüchtigt“ werden und etwa ab Mitte 2024 mit gut 150 Plätzen zur Verfügung stehen. Für die Unterkünfte würden mehrere Sozialarbeiterstellen sowie sonstiges Personal benötigt sowie ein Sicherheitsdienst, der rund um die Uhr vor Ort ist.

Gesundheitswoche bei Rekis

Die Regionale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (REKIS) in Märkisch-Oderland hat für die kommenden Tage eine Gesundheitswoche vorbereitet. Die Angebote reichen von Wanderungen über Basteln und Kochen bis hin zu Gesprächsrunden. Denn die Woche steht unter dem Motto „Lass uns reden …“. Einen besonderen Hinweis ist Rekis-Leiterin Christin Gerlach das Thema Lese-/Rechtschreib- und Rechenschwäche wert. Dazu gibt es bereits am ersten Tag, am 12. Oktober, um 18 Uhr eine Runde für Eltern und andere Interessierte in den Räumen Am Annatal 57. Eine Mutter will Antworten und Hintergrundinformationen zu Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen von Kindern liefern. Bereits ab 15 Uhr können sich Betroffene, Freunde und Angehörige  beim „Kaffeeplausch“ über die Möglichkeiten von Selbsthilfegruppen und der Kontaktstelle austauschen. Weitere Themenfelder sind Krebs, Trauerarbeit, Übergewicht, Stress, Depression und andere psychische Probleme bis hin zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Vieles ist kostenlos, für einiges werden drei bis fünf Euro fällig. Die meisten Programmpunkte finden bei Rekis in Strausberg, Am Annatal 57, statt. Es gibt aber auch Außenangebote in Petershagen, Neuenhagen, Bad Freienwalde und Seelow. Einen Überblick finden Sie hier:

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Anmeldung und mehr Informationen: E-Mail an sozialpark@web.de oder Tel. 03341 471381

 

SWG will Mieter schützen

Die allgemeinen Kostensteigerungen, insbesondere bei Energie aufgrund des Ukraine-Krieges, und die zunehmende Inflation verunsichern nicht nur die Märkte, Unternehmen und Hauseigentümer, sondern auch Mieterinnen und Mieter. „Die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG)  möchte ihren Mieterinnen und Mietern in dieser schwierigen Situation der gewohnt verlässliche Partner sein“, stellt SWG-Sprecherin Gesa Tat klkar. Denn es entspreche der Fürsorgepflicht eines städtischen Wohnungsunternehmens, alles erdenklich Mögliche zum Schutz der Mieterinnen und Mieter beizutragen.

„Bei in den nächsten Monaten eintretenden Zahlungsschwierigkeiten und in Folge eintretenden Mietrückständen werden wir mit den Betroffenen individuelle und kulante Lösungen finden“, versichert Gesa Tat. Keinem Mieter, der unverschuldet wegen der allgemeinen Kostensteigerungen in finanzielle Probleme gerate, werde gekündigt werden. Es würden in solchen Fällen auch keine Räumungen von Wohnungen und Gewerbeeinheiten veranlasst, fügt sie hinzu. Bereits während der Corona-Pandemie habe sich dieses Vorgehen der SWG bewährt. Man wolle dies fortführen, um Verunsicherung zu mindern.

Betroffene Mieterinnen und Mieter sollten sich beim Erkennen von möglichen Zahlungsengpässen vertrauensvoll an die SWG, an den zuständigen Verwalter im Vor-Ort-Büro oder das Kundencenter wenden. Die Experten der SWG könnten beraten und nach der jeweils besten Lösung suchen. „Gemeinsam werden wir diese schwierigen Zeiten meistern“, zeigt sich Gesa Tat zuversichtlich.

 

Im besonderen Café Lebensfreude tanken

Café – das hört sich gemütlich nach Kaffee und Kuchen an. Das Onko-Café im Darmzentrum des Krankenhauses Märkisch-Oderland ist aber für Krebspatienten und deren Angehörige viel mehr. Es ist ein Ort, an dem sie alle ihre Fragen rund um Diagnose, Therapie und Nachsorge loswerden können. Einfühlsam stehen dafür onkologische Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten und Psychologen zur Seite.

Wer mit der schockierenden Diagnose Krebs konfrontiert ist, sieht sich vor viele Probleme gestellt, hat viele Ängste. Nicht jeder wagt es, dem Arzt gleich alle Fragen zu stellen. Manche Fragen ergeben sich auch erst nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, etwa wie das Stoma richtig gewechselt wird oder was gegen Erbrechen und Übelkeit nach der Chemotherapie hilft. Wichtig sind aber auch Informationen zu sozialrechtlichen Fragen.

Bei Bedarf Fachvorträge

Das Team möchte den Patienten in allen Phasen ihrer schweren Erkrankung kompetente Unterstützung geben, informieren, beraten, ermuntern, eine Brücke zwischen Krankenhaus und der Versorgung zu Hause bauen. Im Onko-Café können sich zudem Betroffene austauschen, neue Beziehungen aufbauen, sich gegenseitig helfen und lernen, Hilfe anzunehmen – ein Ort, wo sie Lebensfreude tanken können. Nach Bedarf werden auch Fachvorträge zu Themen wie Stomapflege oder Ernährung angeboten.

Und natürlich sitzt man auch bei Kaffee, Tee und Kuchen gemütlich beisammen. Das nächste Mal am 12. Oktober von 14 bis 15.30 auf der Station 5 im Darmzentrum Strausberg. Um Anmeldung wird gebeten, spontane Besucher sind aber ebenso willkommen.

Kontakt: Tel. 03341 52-22250

Anerkennung fürs Radfahren

Im Rahmen des Altstadtfest sind am 3. Oktober auch die Preise für die besten Strausbergerinnen und Strausberger beim Stadtradeln 2022 vergeben worden.

Als bestes Schulteam wurde die Lise-Meitner-Oberschule ausgezeichnet. Die Truppe um Kerstin Daehn hatte in den drei Wertungswochen im September mit 14 Aktiven 2317 Kilometer zusammenbekommen. Bestes Unternehmensteam wurde S3velo (elf Aktive) mit 4609 Kilometern, gab aber als Mitsponsor den Preis an die Zweitplatzierten von BWI weiter. Die Mannschaft von der Bundeswehr-IT hatte mit einem Dutzend Teilnehmern 2834 Kilometer erreicht. Als bestes Freizeitteam wurde das Duo „Radl‘n für stramme Wadl’n“ (1544 km) gekürt, beste Vereinsgruppe war Team Wilkendorf/Gielsdorf (sieben Aktive) mit 1292 Kilometern.

Wer sich hinter „Rockrider540“, dem Sieger in der Einzelkategorie mit 1788 Kilometern, verbirgt, blieb im Dunkeln. Denn der Hauptpreis wurde an der Bühne nicht entgegengenommen. Er kann nun in der Touristinfo abgeholt werden. Platz zwei und drei trennten am Ende ganze 26 Kilometer. Jan Appel, der Drittplatzierte mit 1304 Kilometern, ist ohnehin viel mit dem Rennrad unterwegs. „Aber das Stadtradeln spornt zusätzlich an“, verriet er.

Preise vom Helm bis zur Packtasche

Auf ganz andere Art angespornt wurden die fünf Radlerinnen und Radler von „Felge Schneider“, die den Preis für den kreativsten Teamnamen bekamen. Mitsponsor Jens Friedebold vom  E-Center konnte schließlich auch noch die Siegerin der Schnipseltour der Touristinfo beglückwünschen. Für alle Geehrten gab es radspezifische Preise, von der Luftpumpe über Packtaschen bis zum Helm oder Computer.

Wie Anna Dünnebier als Koordinatorin des Stadtradelns in Strausberg vermeldete, wurden in der Stadt letztendlich 41.724 Kilometer zusammengezählt, gut 10.000 mehr als im Vorjahr. Diesmal hatten sich 215 Frauen, Männer und Kinder in 24 Teams beteiligt (Vorjahr 146/17), wurden  fast 6,5 Tonnen CO2 vermieden. Strausberg stellte im Landkreis fast die Hälfte aller Mannschaften und etwa ein Drittel der Teilnehmenden und schaffte gut ein Drittel der Kilometer.

Nebenbei konnten die Radelnden Wünsche zur Verbesserung des Radverkehrs in der Stadt anbringen oder Kritik äußern. Alles wurde an die verantwortlichen Stellen weitergeleitet, manches gleich umgesetzt.

Unterstützt wurde das Strausberger Stadtradeln 2022 von S3velo, Fahrrad Naumann, EDEKA Friedebold, Strausberger Eisenbahn, ADFC Ortsgruppe Strausberg, Landkreis Märkisch-Oderland und dem Tourismusverein Märkische S5-Region.

 

Strausberg in Feierlaune

Das Altstadtfest hat am 3. Oktober hunderte Strausberger in die Große Straße und zum Markt gelockt. Bisweilen hatten Flanierende schon Schwierigkeiten durchzukommen. „Als der Strausseelauf durch war, füllte es sich schlagartig“, berichtete Jana Zahl von der Touristinfo, die sich am südlichen Eingang zur Festmeile postiert hatte. Gegenüber sammelten Stadtverordnete Stimmen für den Bürgerhaushalt. „Es lief sehr gut“, bilanzierte Enrico Nickel. „Man muss zwar ansprechen, aber das Interesse ist da“, fügte er hinzu und verwies nach kurzer Zeit schon auf mehr als 100 ausgefüllte Stimmzettel.

Ebenfalls am Landsberger Tor kamen junge Gäste beim Bühnenprogramm mit Clown Herzchen und Teddy auf ihre Kosten. In Marktnähe gab es zudem Fahrgeschäfte und weitere Kinderangebote. Älteres Semester verfolgte in der Spittelgasse interessiert die Modenschau und Vorab-Testläufe. Mehrere Hundert Zuschauer hatte gar die Show am Markt mit Yello Times und der Gruppe Stamping Feet als Höhepunkt.

Zwischendurch wurden hier Preise für das Stadtradeln vergeben. Noch ein Stück weiter nördlich gab es für Westernfreunde Musik mit  Countryjoe aus Luckenwalde. Dort stellten sich auch Mitglieder der Strausberger Ostrich Mountain Country Dancers vor, allerdings wegen krankheitsbedingter Absagen nicht mit eigenen Darbietungen. „Wenn was kommt, was wir können, tanzen wir aber auch“, versprachen Frauen aus dem Verein.

Fast nebenan am Stand einer Berliner Dachzeltefirma kletterten viele mal in solch eine Mini-Unterkunft hinein. Großen Zuspruch hatte auch das Kinderschminken vor dem „Gänseblümchen“-Laden und manche Gastro-Stände, wo bisweilen Schlange stehen angesagt war. So voll war es bei Jeanette Will zwar nicht, aber auch die Frau mit  Eiern, Kartoffeln und Honig und anderen landwirtschaftlichen Produkten aus Hohenstein war ganz zufrieden. Sonst bietet sie Regionales unter anderem von der Landfarm dienstags auf dem Wochenmarkt an. Oder eben bei Festen.

Für den großen Rahmen beim Altstadtfest hatte einmal mehr der Fanfarenzug mit dem Knüppelteigfest am Vorabend und der Herbstfanfare zum Ausklang gesorgt. Und der KSC hatte durch Halbmarathon und Strausseelauf manch zusätzliche Gäste angelockt.

Einsatz für den Straussee

Mitglieder vom Klima- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung  und freiwillige Helfer waren am ersten Oktoberwochenende am Straussee anzutreffen. Ziel ihres Arbeitseinsatzes mit Astscheren, Harken und Karre am Nordufer war es, dort sensible Bereiche zu sichern und Schlupflöcher zu schließen, damit sich insbesondere der Schilfgürtel erholen kann. Unterstützung kam von Mitarbeitern aus dem Stadtforst und dort gerade eingesetzten Firmen. Die hatten mit großer Technik Naturmaterial aus dem Wald zum Rastplatz für Wanderer gebracht. Das war vor allem bei den Vorbereitungsarbeiten für Neupflanzungen von Laubbäumen angefallen. Dabei muss insbesondere die stark wuchernde Traubenkirsche heraus – dickere Stämme ebenso wie dünnes Reisig. Einige Fuhren hatte der Stadtförster gleich mit Technik neben dem Weg zwischen Gielsdorfer Kreisel und der Brücke am Torfstich platzieren lassen, so dass das Gros der Trampelpfade schon versperrt war. Eine große Fuhre blieb aber für die Freiwilligen am Sonnabend. Und etliche Karren Laub und kleine Zweige. 

Nach gut anderthalb Stunden war die Arbeit so gut wie erledigt, obwohl diesmal weniger Helfer dabei waren als beim vorangegangenen Einsatz. „Da waren wir mehr als 30“, berichtete Sabine Brosch. Diesmal hatte ein gutes Dutzend Strausberger angepackt, vor allem aus dem älteren Semester.

Deshalb wolle man beim nächsten Mal den Aufruf breiter streuen, auch an die Schulen gehen. Es könnten sich ja beispielsweise Sympathisanten von Fridays for future einreihen. Demonstrieren  sei auch wichtig und richtig, aber ebenso könnten sich die jungen Leute vor Ort engagieren, so die Sicht der Kommunalpolitiker. Und wenn man den Jugendlichen erkläre, warum man hier tätig werde, würde sicher auch das Schild „Uferschutzbereich, Betreten nicht gestattet“ mehr Beachtung finden, waren sie überzeugt. Und konnten sich am Ende das rustikale Frühstück munden lassen.

Weitere Barriere muss noch angelegt werden

Der Arbeitseinsatz wird nicht der letzte gewesen sein, kündigte die stellvertretende Ausschussvorsitzende Sonja Zeymer bereits an. So müsse an dem verbliebenen offenen Strandbereich noch eine weitere Totholzbarriere angelegt werden, um das Schilf abzugrenzen. Auf der anderen Seite muss die bereits geschaffene Barriere verlängert werden. Denn die reicht inzwischen nicht mehr bis ans Wasser, weil der Seepegel weiter zurückgegangen ist.

Der und mögliche Stabilisierungsmaßnahmen werden auch in der nächsten Ausschusssitzung am 11. Oktober um 18.30 Uhr im Haus der Stadtverwaltung wieder Thema sein.

Belebung am Markt

Als einen „Genussstandort“ will Patrick Hübner das Patrizier-Haus am Markt 6 b  etablieren. Am 30. September hatte der geschäftsführende Gesellschafter der Whisky House GmbH von 15 bis 22 Uhr zur Eröffnungsparty mit Fanfarenzug und kostenlosem Kaffee geladen. Und er konnte sich über eine große Resonanz freuen. Die Plätze in dem Café mit Bar, das nach dem Eintreffen der Baugenehmigung vor einigen Tagen an den Start gegangen war, waren den ganzen Nachmittag bis zum Abend gut gefüllt. Nur zum kurzen Gastspiel des Fanfarenzuges gegen 20 Uhr waren so gut wie alle Besucher vor der Tür anzutreffen. Und sparten nicht mit Applaus. Übrigens waren selbst zu dem Zeitpunkt trotz kühler Temperaturen auch  die Außenplätze auf dem Markt noch nicht verwaist. Der Chef will sie deshalb bei gutem Wetter noch weiter anbieten und überlegt schon, gegebenenfalls weitere Flächen bei der Stadt zur Nutzung anzumelden. Soweit das Areal mit dem Personal – drei Angestellten und Aushilfen – zu bewerkstelligen ist.

Kaffeerösterei soll im Frühjahr starten

Wie der 31-Jährige ankündigte, soll in der jetzt noch freien Ecke im Gastraum voraussichtlich im Frühjahr 2023 eine Kaffeerösterei in Betrieb genommen werden. „Ich wollte schon lange eine Rösterei gründen“, erzählt der  gelernte Banker und Physiker, der vor seinem Einstieg beim Whisky House zuletzt als Rundfunkmoderator tätig war. „Außerdem mag ich Kaffee“, fügt er hinzu. Noch komme der Kaffee aus der Hamburger Speicherstadt, aber ihm schwebe später auch eine reine Strausberger Sorte vor. Ein Teil des Erlöses solle dann an ein Kinderprojekt in der Stadt gehen. 

Schon jetzt gibt es seine „Genussbibliothek“. Kunden können aktuell über 500 verschiedene Spirituosen probieren oder in kleinen Flaschen mit nach Hause nehmen – Gin, Liköre, Rum, Vodka, Whisky …  Ab zwei Zentiliter. Ein „schluckweises Erlebnis“, beschreibt er.  Denn die Leute wollten etwas erleben, ist er überzeugt.

Zudem werden Verkostungen angeboten, die Wissenswertes vermitteln und die Geschmackswelt erweitern, verspricht der Chef. Die Tastings können online (www.patrizier.eu) oder vor Ort gebucht werden. Im Café sind Kaffee- und Kuchenspezialitäten zu haben, würden „besondere Feinkost-Snacks“ offeriert. Außerdem ist eine kleine Bücherei mit Büchern und Zeitschriften zum Lesen angelegt. Und in Kooperation mit der Heinrich-Mann-Bibliothek wird das Patrizier als Veranstaltungsort genutzt. In wenigen Tagen wird es dort eine Lesung mit der Autorin Carolin Wahl geben.

Patrizier sei ein Wortspiel mit seinem Vornamen, verrät Hübner. Außerdem passe der Name des Adelsgeschlechtes zu dem, was man in den füheren Staastsbank-Räunmlichkeiten jetzt bekomme: „Wir verkaufen tolle Sachen“, ist der Chef überzeugt.

 

Strausberg begrüßt Zugezogene

Alle, die in den vergangenen Wochen und Monaten nach Strausberg umgezogen sind, können am 16. Oktober bei der nächsten Neubürgerbegrüßung im Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße Informationen aus erster Hand über ihre neue Heimat erhalten. Von 10 – 12 Uhr wird Bürgermeisterin Elke Stadeler mit einer Präsentation Wissenswertes zur Stadt vermitteln. Anschließend können die Gäste das Museum bei einem Rundgang kennenlernen und dabei Stadtgeschichte erkunden.

Für eine bessere Planung wird um Anmeldung gebeten. Dies ist möglich per E-Mail an info@stadt-strausberg.de oder per Telefon unter 03341 381-107.

 

Neuer Jugendfeier-Ort in Strausberg

Der Humanistische Verband (HVD) Berlin-Brandenburg und der Humanistische Regionalverband MOL können erstmals am 6. Mai 2023 Jugendfeiern im großen Saal des Campus Strausberg der Bundeswehr durchführen. Damit wird es Schüler_innen der Strausberger Schulen möglich, den Höhepunkt ihres Jugendfeier-Jahres direkt in Strausberg zu feiern. Bislang standen in der Nähe das Kulturhaus Rüdersdorf und die Schlosskirche Altlandsberg zur Verfügung.

In den Monaten vor der Feierstunde bietet der Verband ein vielseitiges Vorbereitungsprogramm an. Der symbolische Schritt in die Welt der Erwachsenen wird dann gemeinsam mit der Familie in einer jugendlich-frischen, aber trotzdem festlichen Feierstunde begangen.

Wer Interesse an der Jugendfeier des HVD hat, kann sich per Mail an jugendfeier-mol@hvd-bb.de  wenden und bekommt dann Informationsmaterial zugeschickt. HVD-Verantwortliche besuchen auf Wunsch auch Elternversammlungen oder bieten die Teilnahme an einer digitalen Informationsveranstaltung an. Persönliche Rücksprache ist in der Geschäftsstelle in der August-Bebel-Str. 2 in Strausberg möglich.

Wechsel in der Stadtverordnetenversammlung

Andreas Fuchs (Mitte) mit seiner Stadtverordnetenkollegin Kerstin Reißner, Nachfolger Kurt Zirwes (links) sowie CDU-Stadtverbandschef Dieter T. Beckers (2.v.r.) und Enrico Meißner aus dem Ortsbeirat Hohenstein

In der Stadtverordnetenversammlung Strausberg gibt es mit Wirkung vom 1. Oktober einen personellen Wechsel. Der langjährige Kommunalpolitiker Andreas Fuchs (CDU) hatte Ende August erklärt, er werde sein Mandat zum Ende September zurückgegeben. Er war seit 2003 in dem Gremium vertreten und zuletzt Fraktionsvorsitzender seiner Partei. Er war Chef im Werksausschuss Eigenbetrieb Stadtforst und Mitglied der Ausschüsse für Bauen, Umwelt und Verkehr sowie Klima und Umwelt. Der Politiker, der als „grünes Gewissen“ der CDU galt und sich stark für Umweltthemen einsetzte, wird als Ortsvorsitzender des Naturschutzbundes weiter in dieser Richtung aktiv bleiben. Dort würden die Themen immer komplexer und seien nebenbei nicht mehr zu erledigen, so der 66-Jährige. Er wolle sich zudem mehr um seine Enkel kümmern können.

Den Platz von Fuchs wird Kurt Zirwes, ebenfalls 66, aus Ruhlsdorf einnehmen, der unter den Nachrückern auf der CDU-Liste bei der Wahl 2019 die nächstmeisten Stimmen erzielt hatte. Zirwes ist Inhaber des Findlingshofes in Ruhlsdorf und führt Wanderungen auch für die Strausberger Stadt- und Touristinformation.

Votum zum Bürgerhaushalt startet

Die Einwohner der Stadt Strausberg und der Ortsteile können beim Altstadtfest am 3. Oktober erstmals über die zugelassenen Vorschläge für den Bürgerhaushalt abstimmen. Die  Stadtverordnetenversammlung hatte im Herbst 2021 beschlossen, 40.000 Euro für einen Bürgerhaushalt in den Etat für 2023 einzustellen. Bürgerinnen und Bürger waren aufgerufen, Ideen für die Verwendung des Geldes einzureichen, um die Stadt schöner und freundlicher zu gestalten.

73 Vorschläge sind letztlich bei der Verwaltung eingegangen. Nach der letzten Beratung der Arbeitsgruppe in dieser Woche sind nunmehr 30 Vorschläge zugelassen, über die nun abgestimmt werden kann. Der Auftakt für das Votum erfolgt beim Altstadtfest an einem Extra-Stand, wo die Ideen präsentiert werden und Stimmzettel zum Ausfüllen bereitliegen. Einen Tag später startet dann die online-Abstimmung auf der Internetseite der Stadt (www.stadt-strausberg.de). Sie läuft bis zum 16. Oktober.

Lesung an neuem Standort

Die Strausberger Heinrich-Mann-Bibliothek lädt am 12. Oktober zu ihrer nächsten Lesung ein. Autorin Carolin Wahl stellt dann im neuen „Patrizier“ am Markt 6b ihren Roman „Vielleicht Irgendwann“ vor. Beginn ist um 18.30 Uhr. Zielgruppe sind nach Angaben des Bibliotheksteams vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch ältere Erwachsene seien willkommen. Für die Gäste werde es eine Überraschung geben, wird angekündigt. Der Eintritt kostet 15 Euro (inkl. Getränk), ermäßigt für unter 18-Jährige zwölf Euro. Tickets können wie immer über die Bibliothek vorbestellt werden und werden an der Abendkasse bezahlt.

Caroline Wahl Foto: Sanela Selimovic/PicturePeople Stuttgart

 Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren, studierte Germanistik und Geschichte, bereiste mit ihrem Ehemann mehrere Länder in Amerika und Asien, lebte längere Zeit in Edinburgh und heute wieder in ihrer Heimatstadt. Für das Buch „Staat X“ hatte sie 2020 den Betty-Reis-Buchpreis erhalten.

„Vielleicht jetzt“, erschienen 2021 im Loewe-Verlag, ist ein Liebesroman. Die Protagonistin reist im Flieger nach München, um dort bei einem Praktikum in einer Catering-Firma undercover ihren Vater kennenzulernen. Im Flieger sitzt sie neben einem gut aussehenden Mann, der, wie sich später herausstellt, nun ihr Ausbilder wird …  Pressestimmen sprechen von einer spannenden, turbulenten und wendungsreichen Geschichte mit gutem Unterhaltungspotenzial.

Kontakt Bibliothek: Tel. 03341 314031

Wanderung am Herrensee

Die Stadt- und Touristinformation Strausberg bietet am 8. Oktober eine Wanderung mit dem Titel „Herbstgeflüster“ an. Während der etwa sechs Kilometer langen Tour um den Herrensee wird gemeinsam mit Wanderleiterin Manuela Grundmann der Herbst begrüßt. Denn es ist inzwischen spürbar kälter geworden und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages tauchen die Natur in wunderbares Licht. Los geht es um 9.15 Uhr am S-Bahnhof Hegermühle. Mitwandern kostet drei Euro pro Person, ermäßigt zwei Euro. Wanderleiterin und Touristinfo hoffen auf viele Teilnehmer.

Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 03341 311066 oder per Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de

Freie Plätze bei der Volkshochschule

Das  Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien vom Landkreis MOL hat jetzt eine aktuelle Übersicht von Kursen des Herbstsemesters der Volkshochschule Märkisch-Oderland veröffentlicht, in denen es noch freie Plätze gibt. Das Angebot reicht von Wanderungen über Handarbeiten und Fremdsprachen bis hin zu Themen wie Testament, Mobilität im Alter oder Computer in der Hosentasche.

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Anmeldung online: www.vhs-mol.de ; telefonische Beratung unter 03346 850 68-50, -47, -45, -43

 

Beste Stadtradler werden gekürt

Die letzten Kilometer für das Strausberger Stadtradeln sind inzwischen nachgetragen, das Ergebnis steht also fest. Insgesamt 41.724,3 Kilometer wurden für die Stadt gezählt – ein neuer Rekord für Strausberg, wie Anna Dünnebier aus der Stadt- und Touristinfo ermittelt hat, bei der die Fäden für die Aktion zusammenlaufen.

Auch in diesem Jahr sollen wieder besondere Leistungen prämiert werden. Auf dem Altstadtfest am 3. Oktober werden die drei erfolgreichsten Einzelradlerinnen bzw. -radler gekürt sowie die besten Mannschaften in den Kategorien Unternehmer-, Schul-, Freizeit- und Vereinsteam. Schließlich gilt die Klimaschutz-Kampagne Stadtradeln als Teamsport. „Denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, sagt Anna Dünnebier.

Zudem wird ein Preis in der Sonderkategorie „kreativster Teamname“  vergeben und die Auslosung für die Rad-Schnipsel-Tour erfolgen. Die Preisverleihung ist für 14.15 Uhr an der Bühne am Markt angesetzt. Das Team der Touristinformation hofft auf großen Zuspruch.

Eine gute Adresse für das Fahrrad

Strausberg hat eine neue E-Mail-Adresse für Radfahrende bekommen. Unter radfahren@stadt-strausberg.de ist jetzt der Ansprechpartner für den Radverkehr in der Strausberger Stadtverwaltung erreichbar.

Für Thomas Deuse, seit Anfang August als Koordinator Radverkehr im Rathaus tätig,  beginnt die Radsaison am 1. Januar und endet am 31. Dezember eines Jahres. Strausberg eigne sich aufgrund seiner Bandstruktur gut zum Radfahren. S- und Straßenbahn ergänzen das Angebot.  „Strecken bis zehn Kilometer können gut mit dem Rad gefahren werden, gerade auch, weil viele Fahrräder mittlerweile durch Elektroantrieb quasi Rückenwind haben“, sagt er.

Experte wirbt für Helm

Seine Tipps für die nächste Zeit: „Achten Sie im Herbst auf eine gute Beleuchtung Ihres Rades, helle Kleidung und setzen Sie bitte einen Helm auf. Ein Kopf wiegt ca. vier Kilo und der Helm schützt beim Sturz gut vor Kontakt mit der Fahrbahn und daraus resultierenden schweren Verletzungen.“

Deuse dankt allen Radfahrenden aber auch Fußgängerinnen und Fußgängern für ihr klimafreundliches und gesundes Verhalten und wirbt „für ein friedliches Miteinander aller am Verkehr Teilnehmenden“ in der Stadt. Er freue sich auf Zuschriften zum Strausberger Radverkehr.

Strausberg spart Energie

Die Stadt Strausberg hat erste Maßnahmen zur Energieeinsparung getroffen.  Bürgermeisterin Elke Stadeler führt unter anderem an, dass in Sporthallen die Temperatur auf 17 Grad heruntergeregelt wird. Überdies werde in manchen öffentlichen Gebäuden das Warmwasser abgestellt. „Nicht jedoch in den Kitas“,  versichert die Bürgermeisterin. Auch die Heizung solle in Kindereinrichtungen und Schulen nicht gedrosselt werden. In anderen Gebäuden schon. Im Haus der Stadtverwaltung ist beispielsweise nunmehr eine Raumtemperatur von 19 Grad vorgegeben. Betriebszeiten der Heizung würden geprüft und reduziert. Mit der EWE liefen zudem in der Eigentümergemeinschaft Abstimmungen über eine Umrüstung der Flure und Beratungsräume auf LED-Beleuchtung.

Umrüstungen bei der Straßenbeleuchtung 

Die hat sich insbesondere bei der Straßenbeleuchtung schon bemerkbar gemacht. Nach der Statistik der Verwaltung haben allein die bis Ende 2021 durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen den Energieverbrauch der gesamten Anlage auf 55 Prozent und den CO2-Ausstoß auf 43 Prozent gesenkt. Wie die Bürgermeisterin sagte, finden durch die Firma Alliander derzeit und noch bis zum Jahresende in mehreren Straßen Arbeiten zur Modernisierung und Erweiterung der Beleuchtung statt. 292 Lichtpunkte werden umgebaut bzw. modernisiert und 146 neu errichtet. Dabei kommen effiziente Leuchten zum Einsatz, die so gering wie möglich dimensioniert sind, aber die Norm der Beleuchtungsstärke erfüllen. „Die verwendeten LED-Leuchtmittel bringen gegenüber den zuvor eingesetzten Lampen eine mindestens 50-, teilweise sogar eine 80-prozentigen Einsparung“, hebt Elke Stadeler hervor. Dadurch wird der Energieverbrauch der gesamten Beleuchtungsanlage um weitere fünf Prozent gesenkt.

Diskussion über Weihnachtsbeleuchtung 

Überdies sollen Lüftungsanlagen außer Betrieb gehen, wo Fensterlüftung möglich ist, und die nicht notwendige Beleuchtung im Innen- und Außenbereich abgeschaltet werden. In Schulgebäude, Kitas und öffentlichen Gebäuden wird bereits seit 2020 die Innenbeleuchtung schrittweise auf LED umgerüstet. Durch den Digitalpakt wurde indes für Schulen viel neue Technik beschafft. Das bedeutet Mehrverbrauch. Die Größenordnung ist derzeit noch nicht absehbar.

In der Schwimmhalle Strausbad hat die Bäder GmbH die Badetemperatur von 28 auf 26 Grad gesenkt und die Beleuchtung auf das Wesentlichste reduziert. Kurse, die eine Wassertemperatur von 32 Grad brauchen, entfallen. Der Betrieb der Sauna wird auch aus wirtschaftlichen Gründen geprüft.

Für die nächste Ausschussrunde ist überdies eine Vorlage in Vorbereitung, ob und in welchem Umfang in diesem Jahr Weihnachtsbeleuchtung in der Altstadt erfolgen kann. Die Lichterketten sind bereits auf LED umgerüstet. 

Vortrag im Stadtmuseum

Einen Blick auf die „alten Strausberger“ ermöglicht das Stadtmuseum am 5. Oktober um 17 Uhr in seinen Räumen in der August-Bebel-Straße 33. Prof. Dr. Bettina Jungklaus stellt dann ihre anthropologischen Untersuchungen von Funden aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert vor.  Die Expertin hat insbesondere zahlreiche Gräberfelder und Friedhöfe im Raum Berlin-Brandenburg sowie in Niedersachsen und Franken unter die Lupe genommen. Unter anderem war sie dabei, als 2005 bei archäologischen Untersuchungen in der Strausberger Altstadt auf dem Gelände Schulstraße 1 menschliche Gräber entdeckt und geborgen wurden. Diese sind dem ältesten Begräbnisort der Stadt, dem Nikolai-Kirchhof zuzuordnen. Die 62 geborgenen Skelette stammten aus der ersten Hälfte des 13. bis etwa Mitte des 16. Jahrhunderts.

Ein Jahr zuvor waren  zwischen August-Bebel-Straße und der Walkmühlenstraße bei Straßenbauarbeiten Bestattungen des Georgenkirchhofs, des Armen- und Pestfriedhofs,  aufgetaucht. 15 Skelette waren damals dokumentiert worden.

Zudem begleitete die Anthropologin die Untersuchungen vor dem Bau der neuen Mehrzweckhalle für die Hegermühlen-Grundschule. Auf dem Gelände befand sich im 19. Jahrhundert der Friedhof am Anger, der bis etwa 1884 genutzt wurde. 2016 wurden dort eine Gruft und ein Mausoleum einer wohlhabenden Familie freigelegt sowie Grabstellen von 15 Erwachsenen und 50 Kindern. Nicht zuletzt wirkte die Expertin bei Grabungen vor dem Neubau des Amtsgerichts an der Klosterstraße mit.

Der Eintritt am 5. Oktober kostet fünf Euro.

Anmeldung unter Tel. 03341 23655 oder E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Altstadt wird zur Festmeile

Die Stadt Strausberg feiert am 3. Oktober mit Partnern wieder das Altstadtfest.

Die Feierlichkeiten starten bereits am Vorabend mit vom Fanfarenzug angeführten Lampionumzügen zum Kulturpark  – 18 Uhr ab Kita Am See (Weinbergstraße), Zwergenland (Peter-Göring-Straße) und Zauberwald (Otto-Grotewohl-Ring). Am Ziel gibt es das Knüppelteigfest mit Stockbrot, Getränken und Gegrilltem.

Der Feiertag selbst wird mit Halbmarathon und Strausseelauf eröffnet. Um 9 Uhr gehen die Ersten auf die Strecken. Die Hauptläufe (9,2 Kilometer) starten ab 10.30 Uhr. 

Die Band Stamping Feet als Höhepunkt

Von 11 bis 18 Uhr heißt es Schlendern vom Landsberger Tor bis zum Markt. Auf der Bühne am Markt wird Musik und Unterhaltung für die Großen geboten, moderiert von Maurice Lindemann. Als ein Höhepunkt wird für ca. 15 Uhr die Band Stamping Feet avisiert. In der sind Söhne von DDR-Rockmusikern aktiv, so Sven Hertrampf (von Puhdys-Gitarrist Dieter Hertrampf) oder Basti Reznicek (von Silly-Bassist Jäcki Reznicek). Außerdem gibt es Livemusik mit der Gruppe Yello Times. Gegen 14.15 Uhr sollen die besten Stadtradler gekürt werden. Zudem können Festgäste an einem Extra-Stand über Vorschläge vom Bürgerhaushalt abstimmen.

Am Südeingang der Großen Straße soll das kleine Publikum auf seine Kosten kommen. Um die Jüngsten werden sich unter anderem Clown Herzchen und Teddy kümmern. Überdies stehen Musik und Spiele sowie kleine Zaubereien auf dem Programm.

Auf der Festmeile präsentieren sich Gewerbetreibende mit Handwerk bis Kulinarik, laden Geschäfte zum Bummeln und an der Spittelgasse gibt es um 14 Uhr eine Modenschau mit der Modekommode. Für Kurzweil soll überdies die Mando Beatbox sorgen, und auf Country-Freunde warten Musik von Country-Joe aus Luckenwalde und Linedance mit den hiesigen Ostrich Mountain County Dancers im nördlichen Bereich der Großen Straße.

Das Finale bildet wieder die Herbstfanfare des Fanfarenzuges von 18 bis 20 Uhr in der Energie-Arena in der Wriezener Straße. Zuvor marschieren die Musiker vom Lindenplatz zum Stadion. Eintritt dort: drei Euro (Kinder bis zwölf Jahre frei).

Straßen gesperrt, Parkhaus offen

Für die Vorbereitung des Festes werden Teile der Großen Straße und der Markt bereits am Freitag gesperrt, die komplette Festmeile dann von Sonntag, 18 Uhr, bis Montag, 19 Uhr. In der Sperrzeit soll die Georg-Kurtze-Straße in beide Richtungen befahrbar sein. Überdies können Läufer und Festbesucher das Parkhaus in der Hegermühlenstraße am 3. Oktober von 8 bis 19 Uhr kostenfrei benutzen.

Spielgerät gesperrt    

Auf dem Spielplatz an der Barnimstraße in Strausberg-Vorstadt musste jetzt die große Tampenschaukel gesperrt werden. Am Wochenende war das Gerät bereits mit rot-weißem Flatterband eingefasst, am Montagmorgen montierte der Kommunalservice eine stabile Sicherung aus Bauzaunfeldern. Wie der Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung erklärte, ist an der Schaukel ein Querbalken marode und muss ausgetauscht werden. Die Spielplatzbaufirma, mit der das Rathaus zusammenarbeitet, werde das Holzteil umgehend bestellen und nach Lieferung einbauen. Angesichts der Materialengpässe in manchen Bereichen könne das aber einige Zeit dauern, wird vermutet. Verwaltung und Firma sind an schnellstmöglicher Abhilfe interessiert.

Die Tampenschaukel ist eine robuste Schaukel für mehrere Kinder mit einem dicken Seil statt eines Sitzes oder Netzes wie bei anderen Modellen.

Luftbilder und Musik

Das Strausberger Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 bietet am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit einen offenen Sonntag von 14 bis 17 Uhr an. Bei der Veranstaltung wird Manfred Ahrens vom Verein für Regionalgeschichte und Denkmalpflege Akanthus Luftbildaufnahmen aus der Region zeigen und dazu Erläuterungen geben. Für musikalische Umrahmung sorgen die Vanhillies. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Das erst vor einiger Zeit umgestaltete Museum vermittelt die Geschichte der Stadt Strausberg von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mehr Infos: Tel. 03341 23655.

 

Erster Auftrag für Straussee-Studie

Der Auftrag für eine erste Phase der „Machbarkeitsstudie zur Stützung des oberirdischen und unterirdischen Wasserdargebots im Einzugsgebiet des Straussees“ ist vor wenigen Tagen vergeben worden. Nach erfolgreichem Teilnahmewettbewerb hatten vier Bieter Angebote eingereicht. In Auswertung der vorgegebenen Wertungskriterien erhielt das Büro Björnsen Beratende Ingenieure Erfurt GmbH, Niederlassung Leipzig, den Zuschlag. Das berichtete Bürgermeisterin Elke Stadeler jetzt den Stadtverordneten.

In der Studie soll unter anderem geprüft werden, ob es unter ökologischen und ökonomischen Voraussetzungen möglich ist, Wasser aus dem Rüdersdorfer Kriensee, in den Wasser aus dem Kalksteintagebau abgepumpt wird, in Zuflüsse des Straussees zu führen. Bei der jetzt vergebenen „Phase 1“  erfolgt zunächst eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit der Wasserüberleitung.

Der Wasserpegel des Straussees ist unterdessen weiter rückläufig. Er lag am 19. September bei -0,11 Metern und damit 1,45 m unterhalb des festgelegten Norm-Staus. An der vor einiger Zeit am Wasserbalkon am Fichteplatz neu errichteten Messstelle ist der Nullpunkt bereits wieder unterschritten.

Unterdessen hat es ebenfalls im September beim Landesamt für Umwelt einen Behördentermin zum Antrag des WSE von 2021 gegeben, im Gebiet der Collegenberge nördlich des Herrensees die Förderung von 5000 Kubikmetern Grundwasser pro Tag zu erlauben. Die Stadt Strausberg hatte mit fachlicher Unterstützung der ECOSAX-Dresden im Verfahren eine ablehnende Stellungnahme abgegeben. Bei dem Behördentermin  wurden die Bedenken der Stadt und des Landesbüros anerkannter Naturschutzverbände nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, berichtete Elke Stadeler. Man befürchte negative Einflüsse auf den Wasserhaushalt der Region und auf den Zustand umliegender Oberflächengewässer.

Die Entscheidung des Landesamtes steht noch aus.

Arbeitseinsatz am Straussee    

Der Klima- und Umweltausschuss der Stadtverordnetenversammlung will am 1. Oktober mit Unterstützung von Freiwilligen sensible Uferbereiche am Straussee sichern. Mit Naturmaterial aus dem Stadtforst wollen die Helfer einige Abschnitte im nördlichen Bereich vor Zerstörung schützen. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am kleinen Parkplatz an der Nordspitze in Arbeitskleidung (inklusive Handschuhe). Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Sonja Zeymer bittet darum, Geräte wie Ast- und/oder Gartenscheren mitzubringen. Unterstützung gibt es von den Mitarbeitern des Eigenbetriebes Stadtforst, weitere helfende Hände seien aber gern gesehen, sagt sie. Weil es auch Verpflegung geben soll, wird um Anmeldung beim Sitzungsdienst der Stadtverwaltung bis 25. September gebeten.

Kontakt: E-Mail an Sitzungsdienst@stadt-strausberg.de oder Tel. 03341 381-199

Spiegelungen in Variationen

Nach zwei Jahren Corona-Pause wird wieder eine Ausstellung im Kundencenter der Stadtwerke vorbereitet. Dort gastiert ab 28. September der Fotoklub Strausberg mit seiner aktuellen Wanderausstellung „Spiegelungen“. Die Vernissage findet am 28. September um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Seit den 90er Jahren widmet sich der Fotoklub im Märkischen Kulturbund der Kunstform Fotografie. Jedes Jahr wählen die Mitglieder ein neues Thema aus und gehen auf die Jagd nach Motiven. Die 30 Bilder für die Ausstellung haben die Vereinsmitglieder selbst ausgewählt.

Die Ausstellungseröffnung ist eine gute Gelegenheit, um die Bilder — gemeinsam mit den Mitgliedern des Klubs — in entspannter Atmosphäre zu betrachten und über Entstehungsgeschichte, Techniken und Motivation ins Gespräch zu kommen.  Die Wanderausstellung gastiert im Anschluss bis zum 4. November im Stadtwerke-Kundencenter in der Kastanienallee 38.

Weitere Informationen zum Fotoklub auf der Homepage des Vereins unter www.fotoklub-strausberg.de.

Nachnutzung militärischer Flächen im Blick

Was sich auf einer großen früheren Militärliegenschaft im Nordosten Strausbergs entwickeln soll, haben die Stadt, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) jetzt beim diesjährigen Konversionssommer vorgestellt. Im Rahmen der 25. Auflage war Strausberg Gastgeber für das Forum für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg (FOKUS). Das ist ein Netzwerk von Kommunen und Institutionen, die ehemalige Kasernen einer anderen Nutzung zuführen wollen oder bereits zugeführt haben.

Bürgermeisterin Elke Stadeler berichtete zum Auftakt über gelungene Beispiele in der Stadt wie die zivile Nutzung von Flugplatz oder Sport- und Erholungspark, erworbene Gebäude, die nun Heimstatt von Vereinen sind, und Wohnungsbauprojekte. Auch auf einem kleinen Teil der insgesamt knapp 28 Hektar der einstigen Vorschriftenstelle und der „Propaganda-Brigade“ am Mühlenweg stehen inzwischen Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das Areal wurde 2013 an private Interessenten veräußert.

Vertrag unterschrieben

Podium der Diskussionsrunde mit Bürgermeisterin Elke StadelerNun soll der weitaus größere Teil des Geländes, das bis zur Straße Am Flugplatz reicht, entwickelt werden. Die Stadtverordneten hatten Mitte 2020 die Aufstellung eines Bebauungsplans für die eingezäunten etwa zwei Drittel des Areals beschlossen. Ende August haben Stadt und BIMA einen Kostenübernahmevertrag für die Planung unterschrieben, so dass nun die Vorbereitungen für die Suche nach einem entsprechenden Büro beginnen können. Wie Stephan Regeler, Hauptstellenleiter Verkauf Berlin-Brandenburg der BIMA, erläuterte, sieht ein Erschließungs- und Parzellierungskonzept angrenzend an den Komplex Otto-Grotewohl-Ring und an den seitlichen Flanken Mehrfamilienhaus-Bereiche vor, abtreppend Richtung Mittelfeld dann Reihen- und Einfamilienhäuser. Ein Bestandsgebäude nahe der Einfahrt ist für den Gemeinbedarf vorgesehen, und das Wäldchen soll als öffentliches Grün an die Stadt gehen. Die Haupterschließung ist über zwei Achsen Richtung Grotewohl-Ring vorgesehen. Man werde „partnerschaftlich weiterarbeiten“, versicherte Regeler. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in einem Jahr deutlich weiter sind.“

Auch SWG kann Teilfläche kaufen

Einen Teil der Fläche will die BIMA der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) verkaufen, damit diese dort Mehrfamilienhäuser bauen kann. Vorgesehen sind nach Darstellung von SWG-Geschäftsführer Markus Derling nicht mehr lange Blockzeilen, sondern aufgelockerte Bebauung mit 17 Gebäuden mit drei Geschossen plus ggf. Staffelgeschoss. Entstehen könnten nach derzeitigen Ideen knapp 240 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit im Schnitt 75 Quadratmetern. Etwa ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen mit entsprechender Förderung werden. Derling machte allerdings deutlich, dass sich durch die Steigerung der Baupreise und die unwägbare weitere Entwicklung die Finanzierungsfrage anders stelle als vor zwei Jahren. Trotz systematischer und kompakter Bauweise wären bislang übliche Mietpreise für Neubau nicht zu halten. Und bis Baurecht geschaffen sei, dauere es bestimmt noch zwei Jahre. Die SWG sei aber weiter interessiert, suche nach Lösungen und er bleibe optimistisch.

Japanische Beispiele

Rundgang auf dem Gelände am MühlenwegGanz andere Beispiele für Konversion hatte zuvor Prof. Till Weber von der Universität Ryukyu auf Okinawa (Japan) präsentiert. Dort wurden einige Liegenschaften, die nach dem zweiten Weltkrieg die US-Amerikaner als Militärbasen besetzt hatten, inzwischen wieder zurückgegeben. Das Gros der Flächen ist dort aber in Privatbesitz. Wirtschaftliche Interessen der Eigentümer kommen folglich stärker zum Tragen und die breite Öffentlichkeit wird nicht beteiligt. Mit Überredungskunst und Bodenneuordnungsverfahren werde versucht, Flächen für öffentliche Nutzung zu generieren. Und es gibt noch einen gravierenden Unterschied zu Deutschland: Während hier manches auch aus Denkmalschutzgründen erhalten bleibe, werde in Japan die Konversionsfläche vom Staat komplett beräumt übergeben, blieben weder Häuser stehen noch Straßen erhalten.

Landespolizeiorchester gibt Galakonzert

Am 12. Oktober veranstaltet die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland in Zusammenarbeit mit dem Martin-Heinze-Fonds ein Galakonzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg unter dem Titel „Herbstfeuer“. Dieses wird im Bürgerhaus Neuenhagen, Hauptstraße 2, ab 19 Uhr stattfinden. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Bei der Veranstaltung wird der Unterstützungsfonds für Angehörige von im Dienst getöteten Polizisten sowie dienstunfähig gewordene Einsatzkräfte vorgestellt und um Spenden dafür gebeten. Sven Brandau, Leiter der Polizeiinspektion MOL, freut sich, dass die Veranstaltung nach zwei Jahren Corona-Zwangspause diesmal wieder stattfinden kann und hofft auf große Resonanz. 

Anmeldungen sind unter Tel. 03341 330 1006 (werktags 9.30 bis 12 Uhr) möglich oder per Mail an Oeffentlichkeitsarbeit.PIMOL@Polizei.Brandenburg.de

 

Mehr als 40.000 Kilometer erradelt

Die diesjährige Aktion Stadtradeln vom Klimabündnis ist am Wochenende abgeschlossen worden. Nach der Übersicht der Organisatoren haben sich in Strausberg 215 Personen in 44 Teams beteiligt und seit 28. August insgesamt 41.009 Kilometer zusammengetragen und damit 6,3 Tonnen CO2 vermieden. Einige Kilometer mehr könnten es in der Endabrechnung noch werden, denn bis Ende des Monats können noch Strecken nachgetragen werden.

Zum Abschluss der Kampagne hatten Stadtverwaltung und Polizei auf dem Markt eine Codieraktion organisiert. Polizeihauptkommissarin Dörte Kammann und Anja Jänisch aus der Bibliothek, die den Schreibkram erledigten, hatten kurz vor dem Ende gut 30 Radelnde auf ihrer Liste, die ihre Drahtesel mit dem unverwechselbaren Code hatten versehen lassen. Lange Schlangen, wie sie die Polizistin von anderen Standorten kennt, gab es in Strausberg aber nicht. Rüdiger Wantzlöben musste bisweilen Vorurteile ausräumen, dass durch das Codieren Garantie- oder Stabilitätsverlust drohe. Der Körner verdichte das Metall nur etwas und über die Buchstaben-Zahlen-Kombination komme ja noch eine Folie, erklärte er.

Karin Petersen hatte in der Hinsicht keine Bedenken. „Ich wollte das schon lange machen lassen“, erzählte die Strausbergerin, die viele Wege mit dem Rad erledigt. „Schon immer“, wie sie hinzufügte. Sie hatte von dem Angebot am Markt gelesen und nahm es gern wahr.

Die Preisverleihung für die besten Kommunen beim Stadtradeln gibt es Ende November in Saarbrücken, die der fleißigsten Strausberger beim Altstadtfest am 3. Oktober. In Brandenburg hatten sich 63 Kommunen mit knapp 20.000 Aktiven beteiligt und fast drei Millionen Kilometer erradelt. Strausberg, im vorigen Jahr noch Gewinner eines Wanderpokals, liegt in der Kategorie 10.000 bis 49.999 Einwohner landesweit auf Platz 14, in Märkisch-Oderland hinter Rüdersdorf (Zehnter in Brandenburg) auf Rang zwei. Die meisten Kilometer für Strausberg hatte das offene Team mit 55 Radelnden und 11.364 Kilometern erstrampelt vor S3Velo (11/4602) und BWI (12/2810). 

Vollsperrung droht

Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) Brandenburg hat vor einer Vollsperrung der Thälmannstraße zwischen Garzauer und Landhausstraße gewarnt, wenn die  derzeit dort geltende Einbahnstraßenregelung weiter nicht eingehalten wird. Stadtverwaltung, Polizei und der Landesbetrieb hätten festgestellt, dass viele Verkehrsteilnehmer:innen die Beschilderung der Einbahnstraße nicht beachten, erklärt LS-Sprecher Steffen Streu. Die derzeitige Regelung sei notwendig, weil der Gehweg aufgebrochen wird und Leitungen verlegt werden. Anschließend ist geplant, den Weg zu erneuern. Alle, die mit Rad oder zu Fuß unterwegs sind müssten deshalb eine Hälfte der Fahrbahn nutzen, erläutert er. Wer entgegen der ausgeschilderten Fahrtrichtung unterwegs sei, verhalte sich verkehrswidrig, gefährde andere Verkehrsteilnehmer:innen und die Arbeiter auf der Baustelle. Zudem mache man sich strafbar. Er appellierte noch einmal an die Kraftfahrer:innen , die Einbahnstraßenregelung von der Einmündung Garzauer in Richtung Landhausstraße einzuhalten. Sollte dies nicht geschehen, werde die Straße voll gesperrt, kündigte Streu an.

Beim Ausbildungstag Ideen gesät    

Etwas verhaltener als im Vorjahr zur Jubiläumsauflage ist die Resonanz beim 26. Ausbildungstag in Strausberg ausgefallen. Am 17. September präsentierten sich in der Mehrzweckhalle der Hegermühlen-Grundschule und im EWE-Kunstparkhaus mehr als 50 Firmen, Behörden, Institutionen und Bildungseinrichtungen, um jungen Leuten Möglichkeiten für den weiteren Weg nach der Schule aufzuzeigen.  Alle seien „auf der Suche nach guten Leuten“ für die Zukunft, machte Bürgermeisterin Elke Stadeler bei der Eröffnung deutlich. Und das sei keine einfache Aufgabe. Den Jugendlichen riet sie, nicht nur zu die gängigen Stellen anzusteuern, sondern auch „nach rechts und links zu schauen“, sich Material mitzunehmen und später gezielt nachzufragen.

„Es ist noch ziemlich früh“, war sich Andreas Kaufmann, Ausbildungsleiter beim Rüdersdorfer Zementhersteller Cemex, bewusst.  Ansatz  sei hier, bei den Besuchern „Ideen zu säen“ und auf Erfolg zu hoffen. Passenden Berufsnachwuchs zu finden, sei gegenwärtig aber nicht einfach.

Kevin Koch von der Seniorenresidenz Jenseits des Sees baut auf langfristige Wirkung der Präsenz. Es gebe aber auch Anfragen zu Schülerpraktika. Und Ältere nutzten die Gelegenheit, ihr Bild vom Altersheim zu schärfen. Die ProCurand-Einrichtung bietet in Kooperation mit dem Strausberger SoWi jährlich vier Plätze für Pflegefachfrauen/-männer sowie die Bereiche Service/Küche. Die würden auch „ganz gut vergütet“, bescheinigte Azubi Michelle Boelk.

Für „in Ordnung“ hält auch Florian Triebe die Bezahlung beim Busunternehmen Mobus. Er lernt dort Berufskraftfahrer und derzeit gerade die Leitstelle kennen. Ein Job für echte Frühaufsteher, denn los geht es schon um 3.30 Uhr. Der Marzahner kann etwas später starten, denn so früh kommt er mit der Bahn gar nicht heran. Er habe die Stelle gesehen, sich beworben und sei „sofort genommen“ worden, berichtet er. Voraussetzung sei auf jeden Fall der Autoführerschein.

Beim 26. AusbildungstagEin Führerschein wäre auch für künftige Azubis im Rathaus Strausberg wünschenswert, denn die Theorieausbildung erfolgt in Bernau und dorthin dauert es mit den Öffis deutlich länger als auf der Straße, berichten die jungen Frauen am Stand der Stadtverwaltung. Wie Theresa Körner aus der Personalabteilung erläutert, ist im Rathaus am 31. Dezember Bewerbungschluss.

Während die Strausberger aber „nur“ Verwaltungsfachangestellte ausbilden, kann man bei den Berliner Wasserbetrieben aus etwa 20 Möglichkeiten wählen. Sie hätten schon „schöne Gespräche“ geführt, berichteten Azubi Elisa Nehring und Leonard Böhm, der ein Studium absolviert hat. Die Neulinge beim Ausbildungstag zeigten sich überrascht, dass das Angebot so groß und die Veranstaltung so „gut durchgeplant“ sei. Heiko Schübler von der Krankenkasse DAK Gesundheit haderte hingegen im EWE-Kunstparkhaus etwas mit seinem Standort. Nach seiner Einschätzung kamen in die Halle zwei ohnehin weniger Gäste und von denen drehten auch noch viele schon vor dem hinteren Ecktisch ab. Er sprach sich dafür aus, 2023 die Foyes der Schulhalle und gegebenenfalls den Parkplatz für die Aussteller mit zu nutzen und das Catering an anderer Stelle zu platzieren. Man werde diese Anregung diskutieren, hieß es aus Organisatorenkreisen bereits.

Bürgerhaushalt 2023 – Starttermin verschiebt sich

Der erste Bürgerhaushalt der Stadt Strausberg kämpft derzeit noch mit Kinderkrankheiten.
Am 3. Oktober startet die Abstimmung planmäßig auf dem Stadtfest. 

Hier finden Sie ab dem 4. Oktober die Online-Abstimmung, sowie weitere Informationen zum Bürgerhaushalt 2023.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Freie Kurs-Plätze

Bei der Volkshochschule im Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien Märkisch-Oderland hat im September das Herbstsemester begonnen. Das Angebot reicht von Sprachkursen über Handarbeiten, Tipps für Eltern, Tanz, Wanderungen und Mobilität im Alter bis zu Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung. Manche Kurse laufen schon, einige starten auch erst im Oktober oder November. Bei manchen kann man auch später einsteigen. Die Kosten bewegen sich zwischen 5,60 und 84 Euro. Eine Übersicht von freien Kursplätzen finden Sie hier.

Straßensperrung im Norden

Wegen Bauarbeiten wird die Straße Am Flugplatz an der südlichen Einmündung Lehmkuhlenring (Ecke Jolitz Elektronik) ab 19. September bis voraussichtlich Mitte November gesperrt. Dort wird die Firma Berger Bau Berlin Straßen- und Tiefbauarbeiten zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes am Flugplatz an der Lilienthalstraße vornehmen. Der Verkehr wird in der Bauzeit  über den Lehmkuhlenring umgeleitet. Weil der Einmündungsbereich bis etwa zur Hälfte aufgerissen wird, werden Fahrzeuge einspurig mit Ampelregelung an der Stelle vorbeigeführt. Überdies werden im Lehmkuhlenring und Am Biotop Halteverbotszonen ausgewiesen. Fußgänger und Radfahrer sind ebenfalls betroffen, können den Bereich nur auf der Seite des Gewerbegebietes Nord passieren. Im Lehmkuhlenring wird für sie eine ampelgeregelte Querung eingerichtet.

Die Sperrung ist vorerst bis zum 18. November beantragt.

Glasfaserausbau geht voran

Die EWE-Telekommunikationstochter Telta aus Eberswalde stellt derzeit die Technikstationen für den Glasfaserausbau auf. Alle Objekte der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft mbH (SWG) – mehr als 5000 Wohneinheiten – sollen in Kürze über einen zukunftssicheren Glasfaseranschluss mit sehr hohe Bandbreite versorgt werden. Planung, Bau und Betrieb übernimmt die Telta Citynetz GmbH. 

Bereits seit zehn Jahren versorgt Telta den SWG-Bestand mit Internet, Telefonie und Kabelfernsehen. Zum 1. Dezember sollen schon 75 Prozent der SWG-Häuser an das neue Netz angeschlossen sein, die restlichen 25 Prozent bis Mai 2023, kündigte EWE-Sprecherin Nadine Auras an. Auf Basis vorhandener Technik errichtet Telta mit Unterstützung vom regionalen Netzbetreiber EWE Netz eigenwirtschaftlich ein Glasfasernetz. Mit der sogenannten Fibre to the Building-Technologie (FTTB), der Glasfaseranbindung bis in Haus, ist der Internetzugang praktisch ungebremst.

Auch Genossenschaften profitieren

In neueren oder sanierten Objekten bietet Telta bereits heute Glasfaseranaschlüsse bis in die Wohnung an. Das Glasfasernetz umfasst 35 Kilometer Trasse, fünf Verteilstationen im Stadtgebiet, 500 Hausanschlüsse und aktive Technik für 10.000 potenzielle Nutzer. Zudem erweitert das Unternehmen das technische Betriebsgebäude in der Strausberger Hegermühlenstraße, um zukünftigen Bandbreiten-Anforderungen gerecht zu werden.

„Der Alltag wird immer digitaler. Homeoffice ist zur Normalität geworden. Mit dem Glasfaseraufbau unterstützen wir jetzt unseren Partner SWG, um für Mieter die Voraussetzungen für zukunftsfähige Wohnungsanschlüsse zu schaffen“, sagt Telta -Geschäftsführer Stefan Buch. Seit Mitte Januar bietet Telta SWG-Mietern bereits Gigabit-Anschlüsse über Koax an. Diese sind im EWE-Shop erhältlich.

Vom Ausbau der Breitbandinfrastruktur profitieren neben den Mietern der SWG auch die Wohnungsbaugenossenschaften Aufbau und Neues Wohnen, Mieter der Vonovia sowie der Oderland Wohnungsbaugesellschaft.

 

Museum öffnet am 2. Oktober

Das Strausberger Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 bietet am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit einen offenen Sonntag von 14 bis 17 Uhr an. Bei der Veranstaltung wird Manfred Ahrens vom Verein für Regionalgeschichte und Denkmalpflege Akanthus Luftbildaufnahmen aus der Region zeigen und dazu Erläuterungen geben. Für musikalische Umrahmung sorgen die Vanhillies. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Das erst vor einiger Zeit umgestaltete Museum vermittelt die Geschichte der Stadt Strausberg von den Anfängen bis zur Gegenwart. Mehr Infos: Tel. 03341 23655

Mehr Sicherheit auf dem Schulweg

An der Ecke Elisabeth-/Hegermühlenstraße ist am 13. September ein Verkehrsspiegel für Radfahrer montiert worden. Der soll auf dem Schulweg zur Hegermühlen-Grundschule die Sicherheit insbesondere für Mädchen und Jungen auf dem Rad verbessern. Durch den Spiegel können Radfahrende, die in der Hegermühlenstraße von der Stadtverwaltung Richtung Wasserverband unterwegs sind, nun die unübersichtliche Stelle hinter dem nahe an der Straße stehenden Eckhaus gut einsehen. Der Spiegel steht allerdings auf der anderen Straßenseite – aus Platzgründen.

Radverkehrskoordinator Thomas Deuse am neuen Spiegel

Wie Torsten Schmolke aus dem Fachbereich Technische Dienste im Rathaus erläuterte, ist die Ecke eine besondere Gefahrenstelle. Denn Kinder im Alter bis zu acht Jahren müssen, im Alter bis zu zehn Jahren dürfen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren, auch in die andere Richtung. So können an besagter Stelle nicht nur Fußgänger langsam um die Ecke kommen, sondern eben auch Kinder auf dem Rad. Nach seinen Beobachtungen wechseln Schülerinnen und Schüler in der Elisabethstraße schon früher auf die andere Straßenseite, um ein Queren im Einmündungsbereich zu vermeiden.

Nebenbei könnten nun Radler in der Hegermühlenstraße auch Autos in der Elisabethstraße früher sehen. Denn mit 80 mal 60 Zentimetern handelt es sich um einen großen Spiegel.

Der ist auf Anregung eines Strausberger Bürgers angebracht worden. Thomas Deuse, Radverkehrskoordinator im Rathaus, hatte das Anliegen unterstützt und mit den Fachbereichen eine zügige Umsetzung erreicht. Denn viele Fahrradfahrer schätzten die Stelle als sehr unübersichtlich ein.

Die Stadt hat an mehreren unübersichtlichen Punkten solche Spiegel aufbauen lassen, beispielsweise an der Ecke Wriezener/Große Straße/An der Stadtmauer, an der Ecke Landhausstraße/Gustav-Kurtze-Promenade oder an der Kastanienallee Ecke Wirtschafts- und Hufenweg. Überdies gibt es mehrere Spiegel in privater Zuständigkeit.

Reparaturen am Radweg

In der Woche ab 19. September sollen am Radweg entlang der Landesstraße zwischen Strausberg und Hohenstein Ausbesserungsarbeiten beginnen. Wie Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte,  hat die Hennickendorfer Firma Mainka den Auftrag bekommen. Für die Reparaturen sind nach Aussage der Bürgermeisterin etwa zwei Wochen veranschlagt. Die Kosten bezifferte sie mit etwa 40.000 Euro. Insbesondere sollen Stellen instandgesetzt werden, die durch Wurzeln mittlerweile angehoben worden sind. Das betrifft vor allem den Bereich in der Nähe der Gaststätte Steuerhaus. Radfahrer müssen in der Zeit der Bauarbeiten auf die Straße ausweichen.der Radweg bei Hohenstein

Auf der dürfte allerdings zumindest etwas weniger Verkehr sein – wegen der Vollsperrung durch die Straßenbauarbeiten in Hohenstein selbst.

Der Radweg nach Hohenstein war 2014 eröffnet worden. Zuvor hatten sich die Bürger aus dem Ortsteil mehr als zehn Jahre dafür eingesetzt.

Tipps für den Berufsstart

Ausbildung, Studium oder Weiterbildung? Auf Fragen zu ihrer beruflichen Zukunft finden junge Leute am Sonnabend, 17. September, von 10 bis 13 Uhr beim Strausberger Ausbildungstag Antwort. Für die 26. Auflage der Ausbildungs- und Studienmesse haben mehr als 50 Unternehmen, Behörden und Bildungsträger zugesagt, von A wie ADAC bis Z wie Zentrum für Erwachsenenbildung und Medien mit der Volkshochschule MOL. Strausbergs Citymanager Alexander Ihlau, bei dem die Fäden zusammenlaufen, zeigt sich zufrieden, mit der großen Resonanz bei den Partnern und hofft nun auch auf großes Publikumsinteresse.

In der Mehrzweckhalle der Hegermühlen-Grundschule und im EWE-Kunstparkhaus kann man sich einen gewissen Überblick über Optionen in der Region verschaffen, wie es nach der Schule weitergehen könnte, und persönliche Gespräche führen. Vorgestellt werden Ausbildungen in unterschiedlichsten Bereichen von Handwerk über Dienstleistung bis Polizei und Verwaltung. Dazu werden viele Betriebe nicht nur Azubis und Mitarbeiter mitbringen, die aus erster Hand berichten und Fragen beantworten können. Bei manchen können Besucher sich auch selbst versuchen und Arbeitsgeräte ausprobieren. Nicht selten ergeben sich konkrete Berufswünsche und sogar erste Praktika oder Vorstellungsgespräche. Zudem können Gäste vor Ort kostenfrei professionelle Bewerbungsfotos anfertigen lassen. 

Das Parkhaus in der Hegermühlenstraße kann vom Messepublikum am Veranstaltungstag übrigens wieder kostenfrei genutzt  werden.

Stromausfall durch Kabelfehler

Ein defektes Mittelspannungskabel hat am 8. September gegen 16.30 Uhr die Unterbrechung der Stromversorgung im gesamten Stadtgebiet ausgelöst. Das teilten die Stadtwerke am 12. September mit. Wie bereits beim Stromausfall Anfang August sei ein Kabelfehler in der Altstadt – diesmal zwischen Klosterstraße und Badstraße – die Ursache gewesen, so Stadtwerke-Sprecherin Gesa Tat. Wieder habe das 10 kV-Kabel im Umspannwerk eine Totalabschaltung der Stromversorgung ausgelöst. Einige Bereiche wurden nach rund 45 Minuten wieder versorgt, in der Altstadt dauerte es am längsten – hier konnte die Versorgung erst gegen 18.30 Uhr wieder aufgenommen werden.

„Wir wissen, dass das dort verlegte Kabel fehleranfällig ist. Deswegen haben wir schon im letzten Jahr mit dem Austausch begonnen“, sagt die Sprecherin. „Die gesamte Kabelstrecke, die durch die Altstadt verläuft und zu der auch der fehlerauslösende Kabelabschnitt gehört, wird aktuell von uns ertüchtigt – angefangen an der Weinbergstraße über den Fichteplatz zur Sparkasse und den Markt geht es weiter zur Klosterstraße und Badstraße. Die Bauarbeiten werden noch einige Monate in Anspruch nehmen.“

Reaktion wie bei Hauptsicherung zu Hause

Das Mittelspannungsnetz verteile Strom an regionale Trafostationen, erläuterte sie, das Niederspannungsnetz sorge für die Feinverteilung an Haushalte oder Gewerbebetriebe. Bei einem Kabelfehler auf Mittelspannungsebene laufe die Fehlermeldung nicht nur bis zur nächsten Trafostation, sondern direkt bis in die Übergabeschaltanlage. Um weitere Schäden zu vermeiden, reagiere die wie die Hauptsicherung zu Hause – sie unterbricht die Stromversorgung, in diesem Fall für das gesamte Stadtgebiet. Nur mühsam durch Fehlermessung in jeder einzelnen Trafostation könne man die Fehlerstelle lokalisieren. Jeweils funktionstüchtige Kabelabschnitte würden dann wieder freigegeben.

Durch die laufenden Baumaßnahmen, die im geschlossenen Bauverfahren erfolgen, sei die noch über das alte Kabel laufende Stromversorgung in der Altstadt in den nächsten Monaten besonders gefordert, so Gesa Tat. Schließlich wird geschossen, gerüttelt, gemufft, um die neuen Kabel zu verlegen. Mit dem erneuten Fehler seien nun die Trafostationen stärker in die Netzabsicherung eingebunden worden, um Übersprünge ins gesamte Stadtgebiet möglichst zu vermeiden. Die Fehlerstelle werde nun repariert.

In Zukunft  intelligente Ortsnetzstationen

Mit der Neuverlegung des gesamten Mittelspannungskabels von der Heinrich-Heine-Straße bis zum Krankenhaus werden laut Stadtwerke zudem sogenannte intelligente Ortsnetzstationen (iONS) in der Altstadt errichtet. Diese messen permanent die Daten und übermitteln sie an die Netzleitstelle, die das Stromleitungsnetz überwacht und steuert. Weil die neuen Trafostationen fernsteuerbar sein werden, kann die Netzleitstelle bei Störungen direkt auf sie zugreifen und schneller und gezielt reagieren. Mit der Errichtung dieser intelligenten Trafostationen sei somit der Startschuss zu intelligenten Netzen gegeben, die auch in Zukunft die Netzstabilität sichern könnten.

Premiere beim Erntefest

„Etwas verhalten, aber gemütlich“ – so lautet das Fazit von Hohensteins Ortsvorsteher Jens Knoblich nach dem ersten Erntefest nach Corona-Zwangspause. Am 10. und 11. September wurde in dem Strausberger Ortsteil gefeiert. Erstmals am neuen Standort auf dem Sportplatz am Ortseingang. Denn der frühere Festplatz im Zentrum, den der Eigentümer für das Fest sonst überlassen hatte, soll bald bebaut werden.

Lange stand indes nicht fest, ob an neuer Stelle die Stromversorgung klappt, berichtete Knoblich. Zudem habe man spät mit der Organisation angefangen. Womöglich fiel auch deshalb der Umzug durch den Ort am Sonnabendvormittag kleiner aus, wie Zuschauer am Straßenrand bemerkten. Umzug zum Erntefest in Hohenstein 2022 Und es gab auch keine Erntekrone, weil am Sportplatz noch eine Befestigung für den Mast fehlt. Durch die Trockenheit im Sommer habe auch weniger Material zur Verfügung gestanden, hieß es.

„Nächstes Jahr wird es noch schöner“, blickte Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler in ihren Eröffnungsworten voraus. Schließlich sollen ein neues Gebäude entstehen – mit Toiletten – und der Platz für derartige Feiern ertüchtigt werden.

Entlastungspaket vom Ortsvorsteher

Knoblich dankte allen Helfern, die diesmal keine „große“ Variante vorbereitet hätten, sondern eine für die Hohensteiner. So gab es am Freitag Musik mit dem Fanfarenzug Strausberg und später im Zelt. Am Sonnabend spielte unter anderem der Freie Bläserchor Berlin-Friedrichshain auf, erfreuten die Hohensteiner Countrydancer mit ihrem Auftritt. „Beim Programm war es auch voll im Zelt“, sagte Knoblich. Auch die Versorgung war ihm ein Lob wert. Und am Karussell war es gleich nach der Eröffnung voll: Als „Entlastungspaket für Familien“ im Ort hatte der Ortsvorsteher bis mittags Freifahrten für Kinder spendiert. Auf dem neuen Festgelände

Zudem appellierte er an die knapp 600 Dörfler, sich bei der Abstimmung zum Strausberger Bürgerhaushalt zu beteiligen, die in Kürze anläuft. Schließlich seien auch Vorschläge aus Gladowshöhe und Ruhlsdorf dabei, die es zu unterstützen gelte. Und mit dem Ortsteilbudget werde man weitere Verbesserungen fördern.

Für das Erntefest 2023 hofft Knoblich, dass er dann wieder mehr Mitstreiter motivieren kann. „Und Ideen, wie wir es besser machen können, sind schon gekommen.“

Neues zum Straßenbau Thälmannstraße

Die Ernst-Thälmann-Straße (L 23) in der Vorstadt ist seit 9. September zwischen Bahnhof- und Landhausstraße wieder befahrbar. Der Landesbetrieb Straßenwesen (LS) Brandenburg als Auftraggeber hatte den 12. September angekündigt.

Umgestaltet: der Bereich vor dem BahnübergangZwischen Bahnübergang und Landhausstraße ist die neue Asphaltdecke fertig. Zuvor waren eine neue Entwässerung eingebaut, Borde neu gesetzt und am Bahnübergang die Mittelinsel für Fußgänger versetzt worden. Dort wird es künftig eine Abbiegespur geben, um die Situation zu „entschärfen“, wie es  Hans-Jürgen Otte vom Landesbetrieb nannte. Er hatte kürzlich im Bauausschuss der Stadt über den Fortgang des Projekts informiert. Für die Verzögerungen gegenüber ursprünglichen Zeitplanungen machte er vornehmlich den Wasserverband WSE verantwortlich, der im Vorfeld Leitungen verlegt und Anschlüsse gebaut hatte.

Am 12. September rückt die Baustelle nun auf den zweiten Abschnitt zwischen Landhaus- und Garzauer Straße weiter. Dort wird zuerst in drei Teilabschnitten der Geh-/Radweg erneuert. Laut Mitteilung vom Landesbetrieb zuerst von Karl-Marx- bis Rudolf-Breitscheid-Straße  (ab 12.9.2022), dann Rudolf-Breitscheid-  bis Waldemarstraße (ab 4.10.2022) und abschließend Waldemar- bis Garzauer Straße (ab 24.10.2022). Nach Rückbau des Gehweges würden Breitbandkabel und Stromversorgungsleitungen verlegt, anschließend beginne der Neubau des Weges, heiß es in der Mitteilung des LS. Fußgänger:innen würden an der Baustelle über die Fahrbahn der Straße geführt. Deshalb und um einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu gewährleisten, gilt dann in der voll gesperrten Thälmanstraße eine Einbahnstraßenregelung für Anwohner im Baubereich. Sie können über die Garzauer Straße ein- und über die Landhausstraße ausfahren. Der Landesbetrieb geht von einer Fertigstellung des Gehweges ist in diesem Jahr aus.

Anschließend wird 2023 die Fahrbahn saniert. Vorgesehen ist laut Otte eine neue Decke auf dem vorhandenen Belag, so dass die Straße etwa 15 Zentimeter höher liegen werde. Ausfahrten würden entsprechend angepasst, Regenmulden ebenfalls. Ein grundhafter Ausbau mit Beseitigung des derzeitigen teerhaltigen Aufbaus hätte nach seinen Angaben weit höhere Kosten verursacht. Ohnehin wird die Sanierung teurer, denn beispielsweise koste eine Tonne Asphalt inzwischen etwa das Doppelte der ursprünglich angesetzten Summe. Welche Verteuerungen der Geh-/Radweg bringe, den die Stadt finanziert, könne er derzeit noch nicht abschätzen. Vereinbart sind bislang gut 700.000 Euro.

Fertig sein soll die Straße nunmehr voraussichtlich Mitte kommenden Jahres. Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler zeigte sich froh darüber, dass der Landesbetrieb ein weiteres Stück Landesstraße in der Stadt in Ordnung bringt. Denn vermutlich werde der finanzielle Spielraum für derartige Projekte in den nächsten Jahren kleiner.

Straßenbau dauert länger

Der Landkreis Märkisch-Oderland lässt derzeit die Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414 (Ortslage Klosterdorf bis L 33) und den Neubau eines Teilstückes des Regenwasserskanals in Klosterdorf ausführen. Aufgrund der vielen vorhandenen Medienträger, die zum Teil nicht in den Bestandsunterlagen der Versorgungsträger eingetragen waren, konnte der geplante Regenwasserkanalbau in der Ortslage zeitlich nicht wie geplant  ausgeführt werden. Wie der Landkreis am 9. September mitteilte, verschiebt sich der Fertigstellungstermin vom 16. September voraussichtlich auf den 21. Oktober 2022.
Die Arbeiten werden weiterhin unter Vollsperrung ausgeführt.
Die Umleitung ist für den Zeitraum der Vollsperrung ausgeschildert und führt über die B 168 – Ernsthof – Prötzel – L 33 – Strausberg.
Der Landkreis bittet für die mit dem Bauvorhaben verbundenen Verkehrseinschränkungen um Verständnis.

Neue Kalenderausgabe

Seit einigen Tagen ist der neue Kalender „Historische Ansichten von Strausberg“ für das Jahr 2023 erhältlich. Erarbeitet hat ihn einmal mehr das Stadtmuseum Strausberg aus seinem Fundus von Bildern und Postkarten. Unter anderem finden sich diesmal darin Fotos vom Straussee, der Kirche, Straßenzügen oder ein Gartenhaus an der Stadtmauer wieder. Aber auch das Schloss Garzau ist als prägnantes Objekt in der näheren Umgebung enthalten. Dazu kurze Informationen zum Motiv und der Aufnahmezeit.

Der neue Kalender

„Es gibt schon echte Sammler des Kalenders“, sagt Museumsleiterin Christa Wunderlich. Bei der Finissage der Ausstellung „Lebenskunst“ in der Einrichtung seien bereits die ersten Exemplare verkauft worden. Die Kalender sind zum Preis von knapp 20 Euro in der Strausberger Buchhandlung Micklich erhältlich sowie im Museum in der August-Bebel-Straße bei der Stadt- und Touristinformation am Lustgarten.

Lesung der Heinrich-Mann-Bibliothek

Der Journalist und Autor Andreas Ulrich ist Gast der nächsten Veranstaltung der Strausberger Heinrich-Mann-Bibliothek. Am 22. September um 17 Uhr liest er im Restaurant  und Tagungszentrum am Fischerkietz aus seinem Buch „Die Kinder von der Fischerinsel“.   

Auf der Insel im Zentrum Ost-Berlins war zwischen 1969 und 1973 ein einzigartiger Hochhauskiez entstanden. In die markanten Neubauten zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, Funktionäre und Diplomaten ein. „DDR-Alltag traf hier auf Prominenz und Extravaganz“, heißt es im Klappentext des Buches.

Auch die Familie von Andreas Ulrich lebte eine Zeitlang auf der Fischerinsel. Fünf Jahrzehnte später hat sich der Journalist auf die Suche nach einstigen Mitschülern begeben, um herauszufinden, was aus ihnen geworden ist. Die Recherchen führen ihn weit über Berlin hinaus und offenbaren bewegende und außergewöhnliche Lebensgeschichten.

Der Eintritt kostet zwölf  Euro. Kontakt: Tel. 03341 314031 (Bibliothek).

Zur Person: Andreas Ulrich studierte 1981 bis 85 Journalistik in Leipzig und arbeitete im Anschluss beim Berliner Rundfunk und dem DDR-Jugendradio DT 64. Seit Anfang der 1990er ist er auf dem Bildschirm zu sehen, so beim ORB (jetzt rbb) und MDR. Heute moderiert er unter anderem Sportsendungen im rbb-Fernsehen und ist im Hörfunk  aktiv.

Andreas UlrichBekannt ist der 62-Jährige auch durch die 96-Stunden-Reportage, die bis November 2014 im rbb-Vorabendmagazin zibb ausgestrahlt wurde. Mit vielen freiwilligen Helfern aus Berlin und Brandenburg versuchte er, soziale Projekte voranzutreiben, die stecken geblieben waren. Zudem unterrichtet Ulrich journalistischen Nachwuchs. Und er widmet sich in jüngster Zeit als Buchautor der jüngeren Geschichte Berlins. Aus seiner Feder stammen zum Beispiel der Porträtband „Zwei Kilometer Deutschland“ über 25 Bewohner der einst von der Mauer geteilten Swinemünder Straße oder „Palast der Republik. Ein Rückblick“ zur Geschichte des Gebäudes.

Straßenbau in Hohenstein

In Kürze beginnen Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt Hohenstein der Landesstraße 34. Diese wird im Auftrag des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg in zwei Bauabschnitten erneuert. Auftragnehmer ist die Firma Oevermann Verkehrswegebau Niederlassung Eisenhüttenstadt.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Strecke vom Ortseingang aus Richtung Ruhlsdorf bis zum Knoten Garziner/Klosterdorfer Straße.  Nach der letzten Information des Landesbetriebes soll die Vollsperrung wegen verzögerter Anlieferung von Maschinen nun erst ab 15. September, ca. 6 Uhr gelten. Dann wird mit dem Entfernen des alten Belages begonnen.  Als Zweites wird das Teilstück von der Kreuzung bis Ortsausgang Richtung Strausberg gebaut. Die Firma nannte zuletzt als Gesamtfertigstellungstermin Mitte Dezember. Als Umleitung wird die B 168 vom Bollersdorfer Kreisel bis Prötzel und von dort über die L 33 nach Strausberg ausgewiesen, da laut der am 9. September aktualisierten Zeitplanung des Landkreises noch bis 21. Oktober auf der Kreisstraße 6414 zwischen Klosterdorf und der L 33 Bauarbeiten laufen.

Nach jüngster Aussage des Landesbetriebes wird auch der Busverkehr über die Umleitung geführt. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten und die Abfahrtszeiten. Ruhlsdorf könne in der Bauzeit nicht angefahren werden, hieß es. Nähere Informationen gibt es unter https://www.mo-bus.de/

Die Firma machte klar, dass es in der Bauphase Einschränkungen für Anlieger geben wird. In der täglichen Bauzeit von 7 bis 17 Uhr könnten Grundstücke mit dem Fahrzeug kaum erreicht werden.  Für persönliche Absprachen könne der Polier vor Ort kontaktiert werden.

Im nächsten Jahr soll dann die Ortsdurchfahrt in Ruhlsdorf an die Reihe kommen. Die Wege in Hohenstein und Ruhlsdorf werden im Zuge der Baumaßnahmen nicht mit erneuert. Diese Aufgabe müsse die Stadt später angehen, so Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie zeigte sich erfreut, dass durch den Landesbetrieb nun weitere Straßenabschnitte in Strausberg in Ordnung gebracht werden.

 

Erntefest in Hohenstein

Am kommenden Wochenende wird im Strausberger Ortsteil Hohenstein Erntefest gefeiert. Diesmal treffen sich die Feierlustigen allerdings nicht auf der Festwiese im Ortszentrum,
sondern auf dem Sportplatz.

Zum Auftakt am Freitagabend um 19.45 Uhr wird der Strausberger Fanfarenzug aufspielen, danach gibt es Tanz sowie Knüppelteig und Stockbrot am Feuer.

Am Sonnabend startet um 11 Uhr der traditionelle Festumzug. Gegen 11.45 Uhr werden Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler und Ortsvorsteher Jens Knoblich das Fest offiziell
eröffnen. Bei Blasmusik, Shanty-Chor und Spielen sowie gastronomischer Betreuung sollte unter den Gästen keine Langeweile aufkommen. Um 18 Uhr steht ein Auftritt der Hohensteiner Countrydancer auf dem Programm, gegen 20.30 Uhr beginnt im Festzelt das Abendprogramm mit Musik und Tanz. Für Showeinlagen wird eine Trommlergruppe des Fanfarenzuges sorgen.

Sport- und Spielfest in Hegermühle

Am Sonnabend, 10. September, laden der Bürgerverein Hegermühle und der KSC Strausberg mit Unterstützung weiterer Partner zum mittlerweile 16. Sport- und Spielfest im Wohngebiet Hegermühle ein. Von 14 bis 18 Uhr wird auf dem Außengelände des Sozialparks und der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte „Domizil“ am Annatal 57-58 eine Vielzahl von Mitmach-Angeboten für Groß und Klein bereitgehalten. Die Palette reicht von Lustigem wie Stiefelzielwurf oder Becher Ping-Pong über Hockey, Seilspringen und Slackline bis zu Geschicklichkeitsparcours, Kinderschminken und Zumba. Darüber hinaus stehen Fahrradchecks und Spiele auf dem Programm und Clown Denny wird für Belustigung sorgen.

Plakat der Organisatoren

Weitere Aktionen für Radler

Die Stadt- und Touristinformation Strausberg hat vor wenigen Tagen im Sport- und Erholungspark die  Kampagne STADTRADELN gestartet. Nach dem großen Interesse bei der Auftaktaktion im Rahmen des Tages des Kindes lädt sie nun Radelnde ein, bei weiteren Aktionen Kilometer im Sinne des Umweltschutzes, der Radverkehrsförderung und der eigenen Gesundheit zu sammeln.

So können Strausberger im gesamten Kampagnenzeitraum die Gelegenheit für eine lockere Runde mit dem Rad nutzen. Die Rad-Schnipsel-Tour der Stadt- und Touristinformation führt Radelnde von einer Station zur nächsten. Nebenbei können kleine Bild- bzw. Beobachtungsrätsel gelöst und in einem Teilnahmebogen eingetragen werden. Die ca. 20 Kilometer lange Radtour kann als Tagesausflug auch individuell mit einem Besuch an sehenswerten Orten am Wegesrand ergänzt werden. Aus allen Teilnehmern wird am Ende ein Sieger per Los gezogen. Die Teilnahmebögen gibt es in der Touristinformation oder als Download unter www.stadtradeln.de/strausberg.

Zudem bietet das Fahrradfachgeschäft S3velo jeden Donnerstagabend geführte Radtouren an. Dabei steht jede Woche ein anderer Fahrradtyp im Vordergrund. Die Runden starten jeweils um 18.30 Uhr vor dem Geschäft in der Wriezener Straße 10 und werden vorab über Facebook veröffentlicht. Anmeldungen können unter der Telefonnummer 03341 216 223 direkt bei S3velo vorgenommen werden.

Am 17. September findet zwischen 10 und 13 Uhr am Markt in der Strausberger Altstadt außerdem noch eine weitere Fahrradcodierung mit der Landespolizei Brandenburg statt. Räder werden dabei mit einem individuellen Code versehen, der es eindeutig den Eigentümern zuordnet. Zu der Aktion sind Personalausweis und ein Eigentumsnachweis für das Rad (z.B. Rechnung) mitzubringen. Überdies gibt es Rabatte für Radler in teilnehmenden Geschäften der Altstadt.

Anmeldungen zum Stadtradeln sind möglich bis einschließlich 17.09.2022 unter stadtradeln.de/strausberg.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

Stadt- und Touristinformation, August-Bebel-Straße 1, 15344 Strausberg, Tel. 03341 311066, Mail Touristinfo@stadt-strausberg.de

Jubiläum bei der Jugendwehr

Mit einem Tag der offenen Tür hat die Strausberger Kinder- und Jugendfeuerwehr Florian am 3. September am Gerätehaus ihren 30. Geburtstag gefeiert. Hunderte Gäste kamen zum Gratulieren. Manche hatten auch Geschenke dabei.

Eigentlich gibt es die Nachwuchswehr in Strausberg sogar schon länger als 30 Jahre. Lars David aus der Wehrführung erinnerte an die AG Junge Brandschutzhelfer zu DDR-Zeiten, die allerdings in den Wendewirren eingeschlafen war. 1992 war dann die neue Jugendwehr Florian  entstanden, die seit 2002 von Andreas Schwiering geleitet wird und seit 2014 um eine Gruppe für Kinder ab vier Jahre erweitert wurde. Mehr als 60 Mädchen und Jungen sind derzeit bei Florian aktiv und gut ein Dutzend weitere stehen bereits auf einer Warteliste. Womöglich bald auch Phoebe (vier Jahre), die mit ihrer Mutter Mona Wiemann zum Tag der offenen Tür kam. „Sie war auch schon tanzen, heute wollten wir hier vorbeischauen“, berichtete die Mutter und verabredete gleich noch eine Stippvisite etwas später. „Mal sehen, ob es was wird, sie hat ja noch Zeit“, sagte sie im Hinblick auf die Warteliste.

Bereits aktiv ist hingegen Mia Erfurth. „Seit dem sechsten Lebensjahr“, erzählt die 13-Jährige. Sie habe bei ihrem Bruder Yvon (inzwischen 18) gesehen, dass der Spaß habe, dann „reingeschnuppert“ und als passend eingestuft. Auch ihre Eltern fänden es toll, weiß sie.  Vater Mario Erfurth bestätigt, dass er stolz auf die sinnvolle Freizeitbeschäftigung beider Kinder ist. Er sei selbst Polizist, da liege ja die Feuerwehr nahe, sagte er. Zum Anfang habe er den Nachwuchs samstags zur Ausbildung gefahren, heute seien beide alt genug und „mit Leidenschaft dabei“, wie er bescheinigt. Das liege auch am Jugendwart und seinen Mitstreitern, die „extrem viel organisieren“. Mia haben bisher insbesondere Ausflüge nach Polen zur Partnerwehr in Debno viel Spaß gemacht, aber auch ein simulierter Löschangriff auf einem Feld oder das Hochfahren mit der Leiter … Sie jedenfalls wolle bis in den aktiven Dienst – mit 16 können Jugendliche übernommen werden – dabei bleiben und hoffe, dass sie auch nach einem geplanten Studium der Wehr verbunden bleiben könne.

Ausbildung, Gemeinschaftsgefühl und Spaß

Dass Nachwuchs für die aktiven Kameraden gefunden wird, ist laut Lars David ein Ziel der Jugendarbeit. Zugleich solle Kindern und Jugendlichen Gemeinschaftsgefühl vermittelt und auch Spaß bereitet werden. Dafür dankte er allen Beteiligten und auch den jeweiligen Partnern, aber auch der Stadt für die Ausstattung und Unternehmen wie  Sparkasse, Wohnungsbaugesellschaft, TGA Heinemann und anderen für ihre Unterstützung. Für die Firmen gab es kleine Präsente, ebenso für die Gäste aus Debno. Stadtwerke-Chefin Irina Kühnel hatte ihrerseits einen Scheck mit dabei. Und griff den Wunsch der Wehrführung nach Ausbildungs- und Studienplätzen in der Nähe auf: Feuerwehrleute könnten sich gern bewerben, regte sie an.

Bürgermeisterin Elke Stadeler bescheinigte, angesichts der guten Arbeit müsse man sich keine Gedanken um die Zukunft bei der „Riesenaufgabe“ Feuerwehr für die Bürger der Stadt machen und zollte dem Jugendwart und dessen Team Respekt. Für einen daraus, Thomas Müller, der schon 15 Jahre dabei ist, gab es eine Extra-Anerkennung, doch auch für Jeannette Schmidt, Angélique Renner, André Wancek und alle anderen Helfer Lob vom Chef. Der selbst wurde zu seinem 20. Jubiläum von seiner Truppe mit einem Geschenk überrascht: Nachdem bei einem Sturm eine Affenskulptur in seinem Garten zerstört worden war, gab es nun Ersatz.

Wasserfontäne, Feuerwerk und Heiratsantrag

Und für alle Gäste gab es ein buntes Programm von Vorführungen der Kameraden über Besichtigungen der Fahrzeuge, Fahrten in luftige Höhe im Korb der Drehleiter, Basteleien und vieles mehr. Zum Abschluss wollte man es zu dem besonderen Anlass und anderthalb Jahren Vorbereitung auch „krachen lassen“, wie Schwiering verriet. Zuerst sorgte die Wasserfontäne von Wilhelm Piskol für ein spektakuläres Bild, dann gab es noch ein Feuerwerk. Und Feuerwehrmann Marcel Graske nutzte die Gelegenheit für eine besondere Aktion: Er machte seiner Freundin Julia Martin vor großer Kulisse einen Heiratsantrag.

Tourenplan Entsorgung Straßenlaub

Meteorologisch hat der Herbst am 1. September begonnen, kalendarisch beginnt er am 22. September. Doch aufgrund des trockenen Sommers verlieren viele Bäume auch in diesem Jahr jetzt schon ihr Laub.

Die ersten Touren der Straßenlaubentsorgung durch ALBA starten am 27. September. Je nach Stadtgebiet folgen weitere Fahrten am 11. und 25. Oktober, 8. und 22. November sowie 6. Dezember beziehungsweise jeweils einen Tag später. Eine Terminübersicht ist unter www.stadt-strausberg.de und in den Strausberger Bekanntmachungskästen zu finden.

Für die Entsorgung des Straßenlaubes können handelsübliche Müllsäcke verwendet werden. Bitte stellen Sie Ihre Laubsäcke und/oder Ast- und Strauchwerkbündel am Entsorgungstag bis 6 Uhr morgens unfallsicher am Fahrbahnrand zur Abholung bereit.

 

Tourenplan Laubentsorgung

Hinweise zu Kampfmittelfunden am Straussee

Mit dem weiteren Rückgang des Wasserpegels am Straussee kommen immer wieder Hinterlassenschaften vergangener Zeiten zu Tage.

Nach weiteren Munitionsfunden in den vergangenen Wochen am Ufer des Straussees weisen die Polizei und die Stadtverwaltung Strausberg darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger bei Funden von Kampfmitteln generell verpflichtet sind, diese entsprechend der Kampfmittelverordnung für das Land Brandenburg (KampfmV) unverzüglich zu melden. Es wird gebeten, die entsprechenden Funde von Kampfmitteln während der üblichen Sprechzeiten an das zuständige Ordnungsamt (Tel. 03341/381-240) bzw. außerhalb der Sprechzeiten der Polizei (Tel. 03341/330-0 bzw. 110) zu melden.

Es wird darauf hingewiesen, dass es verboten ist, entdeckte Kampfmittel zu berühren oder deren Lage zu verändern. Tragen Sie mit Ihrem Verhalten zur Sicherheit aller bei.

L23: Nächste Phase der Sanierung Ernst-Thälmann-Straße

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg informiert, dass die Tiefbauarbeiten und Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen im ersten Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße (Landesstraße L 23) fast abgeschlossen sind. Ab Montag, 01.08.2022, beginnen die Arbeiten im Kreuzungsbereich zur Bahnhofstraße und enden voraussichtlich Mitte September 2022.

Geplant ist, Leitungen zu verlegen und Borde zu setzen. Anschließend erhält die Kreuzung im Bereich des Bahnüberganges und die Ernst-Thälmann-Straße bis zur Landhausstraße einen neuen Asphaltbelag.

Die Arbeiten finden unter Vollsperrung des Kreuzungsbereiches statt. Der Verkehr zwischen Strausberg-Vorstand und Hennickendorf über den Bahnübergang ist damit unterbrochen. Die Ernst-Thälmann-Straße (L 23) bleibt weiterhin gesperrt.

 

Für den Verkehr ist eine Umleitung über die Umgehungsstraße (L 303) nach Tasdorf zur Bundesstraße B 1 und von der B 1 in Richtung Herzfelde und von dort zurück auf die L 23 nach Hennickendorf ausgeschildert. Fußgängerinnen und Fußgänger können die Baustelle weiterhin passieren.

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sich auf die geänderte Verkehrssituation ab August einzustellen.

 

L 23: Sanierung der Ernst-Thälmann-Straße in Strausberg geht in die nächste Runde | Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg

Änderung der Verkehrsführung in der Altstadt

Nach umfangreicher Bearbeitung und Diskussion im Zeitweiligen Ausschuss Altstadt und in der Öffentlichkeit hat die Stadtverordnetenversammlung am 14.3.2022 eine Änderung der Verkehrsführung in der Strausberger Altstadt beschlossen (BV-SVV-2022/0299). Die erforderliche Verkehrsrechtliche Anordnung wurde dementsprechend erteilt.

Die Große Straße wird zwischen Grünstraße und Klosterstraße zur geteilten Einbahnstraße – zwischen Müncheberger Straße und Grünstraße in südliche Richtung (Ri. Sparkasse), zwischen Müncheberger Straße und Klosterstraße in nördliche Richtung (Ri. Kulturpark). Der Radfahrer darf die Einbahnstraße auch in Gegenrichtung benutzen.

Es liegen alle Voraussetzungen zur Umsetzung der geänderten Verkehrsführung vor.

In der 30.Kalenderwoche sollen, voraussichtlich ab Dienstag 26.7.2022 die Arbeiten zur Umbeschilderung beginnen.

Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund der geänderten Verkehrssituation.

 

Skizze der neuen Verkehrsführung in der Strausberger Altstadt

Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414

Der Landkreis Märkisch-Oderland, plant in dem Zeitraum ab dem 07.07.2022 bis voraussichtlich 16.09.2022, eine Deckenerneuerung an der Kreisstraße K 6414, Abs. 40, von km 0,020 bis km 1,1,520 (von Ortslage Klosterdorf bis zur L 33) und den Neubau eines Teilstückes des  Regenwasserskanals in der Ortslage Klosterdorf, auszuführen. Die Arbeiten werden durch die Fa. Oevermann Verkehrswegebau GmbH, NL Eisenhüttenstadt, in zwei Bauabschnitten (1. BA innerorts und der 2. BA außerorts) realisiert.

Die Umleitung ist für den Zeitraum der Vollsperrung ausgeschildert und führt über die B 168-Ernsthof-Prötzel-L 33-Strausberg.

Der Landkreis Märkisch-Oderland bittet um Ihr Verständnis für die mit dem Bauvorhaben verbundenen Verkehrseinschränkungen.

Nothilfe für die Ukraine

Falls Sie Hilfaktionen in Strausberg planen, geben Sie uns (presse@stadt-strausberg.de) gern Bescheid. Wir können auf unserer Website und über unseren Presseverteiler darauf aufmerksam machen.


Hier finden Sie wichtige und notwendige Informationen für Geflüchtete und Helfer*innen:

Ukraine – Nothilfe

Vollsperrung in der Ernst-Thälmann-Straße

Aktuell sind zwar die Straßenbauarbeiten des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg zur Fahrbahninstandsetzung der Ernst-Thälmann-Straße auf gesamter Länge noch witterungsbedingt unterbrochen. Trotzdem erfolgten bereits am Montag den 07.02.2022 eine Umstellung und Erweiterung der Verkehrsführung , die zur Vollsperrung der Ernst-Thälmann-Straße zwischen Bahnhofstraße und Garzauer Straße führte.

Die Landhausstraße und sämtliche in dem Bereich einmünden Nebenstraße wurden zu Sackgassen. Die erforderliche Umleitung für den Durchgangsverkehr ist über die Umgehungsstraße ausgeschildert und geführt (in Richtung Süden der U18 und in Richtung Norden der U17 folgen).

Im Anschluss beginnen die Erneuerungsarbeiten am Trinkwassernetz in Zuständigkeit des Wasserverbands Strausberg-Erkner im 2. Bauabschnitt zwischen Landhausstraße und Garzauer Straße. Die betroffenen Anlieger werden über Postwurfsendungen durch den Baubetrieb genauer informiert. Die Tief- und Straßenbauarbeiten im 1. Bauabschnitt zwischen Bahnhofstraße und Landhausstraße werden ab Anfang März aufgenommen.

Informationen zur Einwohnerbefragung Große Straße

Liebe Strausbergerinnen und Strausberger,

am Tag der Wahl des Bundestags und des Landrates am 26. September 2021 können Sie Ihr Votum abgeben, wie es mit der verkehrlichen Entwicklung der Großen Straße weitergehen soll. Dazu haben alle Strausbergerinnen und Strausberger im Zuge einer Einwohnerbefragung die Möglichkeit, sich für eine von drei Varianten zu entscheiden. Die möglichen Varianten mit ihren Bestimmungen und Vorgaben haben wir um Folgenden zur Information für Sie zusammengestellt (alternativ gibt es die Übersicht hier auch als PDF):

Bild Infos Einwohnerbefragung Große Straße

 

Neue Impulse am Kulturpark

(sdy) Das Areal des Kulturparks an der Wriezener und des benachbarten Landratsamtes in der Klosterstraße soll neu gestaltet werden und enger in das Stadtbild eingefügt werden. Das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs als ersten Schritt, lässt nun erahnen, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll.

Insgesamt zehn Planungsbüros und Landschaftsarchitekten sind dem Aufruf zum nichtoffenen Wettbewerb des Landkreis Märkisch-Oderland gemeinsam mit der Stadt Strausberg gefolgt. Grundlegend geht es darum, eine Verknüpfung zwischen Kulturpark und Landratsamt zu schaffen, dabei das Ensemble in den Stadtraum einzubinden, die Attraktivität des Kulturparks zu steigern und das Landratsamt aufzuwerten. Nachdem bis 1. Februar die Beiträge eingereicht werden konnten, tagte am 25. März das Preisgericht. Das Gremium setzte sich aus Sach- und Fachpreisrichtern sowie Sachverständigen zusammen.

Nach zwei Wertungsrundgängen kamen drei Beiträge in die engere Wahl. Sogar ein Büro aus dem schwedischen Göteborg hatte sich beteiligt. Letztlich gingen die drei Platzierungen an Berliner Büros, unter denen sich die Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH durchsetzen konnte. Nun schließt sich die Umsetzungsphase an. Z.B. sollen Mauerelemente angrenzend an den EMO-Standort ebenso erhalten bleiben wie die historische Toranlage an der Klosterstraße. Ein Neubau für Service, Gastronomie und Vereine ist ebenso zu prüfen wie eine Parkpalette am Wriezener Tor Parkplatz. Weiterhin sind Details der geplanten Steganlagen zu prüfen.

Eine Überarbeitung wird unter Prüfung der Öffnung der Kietzterrasse zum Fischerkietz und der vorhandenen Treppenanlage empfohlen. Zur Beteiligung der Öffentlichkeit ist die Präsentation mitsamt Audiokommentar hier abrufbar. Wann die angesetzte Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge erfolgen kann, ist aufgrund der aktuellen Einschränkungen noch offen.  

Alle Wettbewerbsbeiträge in höherer Auflösung zur Detailansicht. 

„Wohnen am Weinberg“ vorgestellt

Im Rahmen der innerstädtischen Nachverdichtung ist angedacht, 6 Gebäude mit insgesamt 30 Wohneinheiten auf einem Areal an der Kelmstraße und Straßenbahntrasse Berliner Straße zu etablieren. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr wurde im öffentlichen Teil der Sitzung eine Info-Präsentation zum Projekt gezeigt. Hier finden Sie weitere Informationen sowie die komplette Präsentation.

Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

Sie haben die Live-Übertragung der Gutachtenpräsentation verpasst? Kein Problem! Unter diesem Link können Sie sich die Aufzeichnung noch einmal ansehen.

 

Das komplette Gutachten können Sie hier einsehen (PDF).

Sehen Sie hier die Ergebnispräsentation des Gutachtens „Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees“.

Wichtiges zum Copyright: Alle verwendeten Daten, Diagramme und Bilder sind Eigentum der BGD ECOSAX GmbH. Nutzung nur mit ausdrücklicher Genehmigung möglich.

 

Aufgrund der aktuellen Situation wurde innerhalb der Firma BGD ECOSAX GmbH ein Dienstreiseverbot ausgesprochen. Dementsprechend konnte die Videoaufzeichnung der Ergebnispräsentation nicht wie geplant stattfinden. Alternativ hat die Firma BGD ECOSAX GmbH in einer Pressemitteilung die Ergebnisse des Gutachtens zusammenfasst und mögliche Maßnahmen benannt.

Sobald es die Rahmenbedingungen wieder zulassen, wird die öffentliche Ergebnispräsentation nachgeholt, sodass interessierte Bürger ihre Fragen an die Experten richten können.

 

Pressemitteilung der Firma BGD ECOSAX GmbH

Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

Durch die Firmen BGD ECOSAX GmbH, DHI WASY GmbH und durch Wissenschaftler der TU Dresden ist ein umfassendes Gutachten zur Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussee erarbeitet worden. Hauptziel der Gutachter war es, herauszufinden, welche Ursachen den drastischen Rückgang des Wasserspiegels im Straussee bewirkt haben. Zwischen 2013 und 2018 ist der Pegel um ca. einen Meter auf 64,60 mNN gesunken.

Die Ingenieure und Wissenschaftler sprechen von „einer Überlagerung mehrerer Einflussfaktoren“:

  • Hauptursache sind die Abnahme des Niederschlags (insbesondere des Winterniederschlags) sowie die Zunahme der Sommertemperaturen (erhöhte Verdunstung im Gebiet des Straussee)
  • Weitere Ursachen sind Grundwasserentnahmen und die derzeitige Landnutzung

Für Ihre Berechnungen haben die Fachexperten verfügbare Daten und Altgutachten aus dem Einzugsgebiet des Straussee recherchiert und gesichtet. Zudem sind Messwerte und Sediment- bzw. Wasserproben im Untersuchungsgebiet erhoben worden. Mit diesen Daten konnte ein umfangreiches Wasserhaushaltsmodell erstellt werden, welches die Entwicklung des Pegelstandes des Straussees zwischen 2009 und 2018 veranschaulicht.

Aus den Modellberechnungen geht hervor, dass dem Straussee zur Sicherung des Mittelwasserstandes zwischen 2012 und 2018 im Durchschnitt 14 Liter pro Sekunde fehlten.

Die Wasserexperten haben in ihrem Gutachten folgende Maßnahmen für den Zeitraum 2009 – 2018 geprüft:

  • Fremdwasserstützung durch Wasserüberleitung aus Gamegrund
  • Verringerung der Wasserentnahmen auf die durchschnittliche Rate vor dem Jahr 2014 à dadurch würde sich der Wasserstand des Straussees um ca. 20 cm erhöhen
  • Änderung der Landnutzung zur Erhöhung der Grundwasserneubildung – mehr Wiesen statt Nadelwald à zusätzliche Erhöhung des Wasserstandes um 30 cm

Eine weitere Erhöhung der Entnahmemenge um ca. 1 Mio. m³/a an der Wasserfassung Spitzmühle Ost würde im Vergleich zum Referenzzustand Ende 2018 zu einem um 0,24 m niedrigeren Wasserstand im Straussee führen.

Die vorliegenden Untersuchungen haben gezeigt, dass die beiden Wasserwerke einen Einfluss auf den Straussee haben. Die Hauptursache für die Verschärfung der Wasserstandsproblematik stellen jedoch die geänderten klimatischen Bedingungen der letzten Jahre dar. Diesen kann man nicht direkt entgegenwirken. Vielmehr muss versucht werden, die Nutzung der Ressourcen den neuen Rand- und Rahmenbedingungen anzupassen.

 

Das komplette Gutachten können Sie hier einsehen (PDF).

Sehen Sie hier die Ergebnispräsentation des Gutachtens „Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees“.

Wichtig zum Copyright: Alle verwendeten Daten, Diagramme und Bilder sind Eigentum der BGD ECOSAX GmbH. Nutzung nur mit ausdrücklicher Genehmigung möglich.

Auszug aus dem Gutachten: Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes im Einzugsgebiet des Straussees

BGD ECOSAX, DHI WASY

In weiten Bereichen Brandenburgs sind seit einigen Jahren sinkende Grundwasserstände und Seewasserspiegel zu beobachten. In besonderem Maße ist hiervon der Wasserstand des Straussees betroffen. Seit 2013 ist der Wasserstand um ca. 1 m gesunken. Im November 2018 wies er einen Wert von 64,60 mNN auf. Um die Ursachen des Wasserspiegelrückgangs im Spannungsfeld von klimatischen Veränderungen, Landnutzungen und Grundwasserentnahmen zu untersuchen, wurde die BGD ECOSAX gemeinsam mit der DHI WASY GmbH und der TU Dresden im Dezember 2018 mit einem Hydrogeologischen Gutachten beauftragt. Das Ziel war die Erarbeitung eines gekoppelten Wasserhaushalts- und Grundwassermodells, um die Größen der einzelnen Bilanzglieder des Gebietswasserhaushalts zu quantifizieren und deren individuellen Einfluss zu bewerten. Im Ergebnis sollten Maßnahmen zur Stabilisierung des Landschaftswasser-haushaltes im Einzugsgebiet des Straussees abgeleitet und deren Wirkung modell-technisch bewertet werden.

Hierfür wurde in einem ersten Schritt die notwendige Datenbasis für die Modellerstellung geschaffen. Dies bedeutete, dass alle verfügbaren Daten und Altgutachten für das Einzugsgebiet des Straussees recherchiert und beschafft wurden. Die wesentlichen Daten und Unterlagen wurden von der Stadt Strausberg, dem LfU, dem LBGR, dem WSE sowie dem DWD zur Verfügung gestellt. Parallel hierzu wurden eigene Messwerte zu Grundwasserständen und Abflüssen sowie Sediment- beziehungsweise Wasserproben im Untersuchungsgebiet erhoben.

Auf dieser Datenbasis konnte im Anschluss das Gesamtmodell unter Nutzung des integrierten Modellsystem MIKE SHE aufgebaut werden. MIKE SHE ist ein rasterbasiertes Wasserhaushaltsmodell, das alle Kompartimente des Wasserkreislaufs physikalisch berechnen kann. Das Gesamtmodell wurde für den Zeitraum 2009 – 2018 kalibriert. Hierdurch konnte sichergestellt werden, dass sowohl die Periode mittlerer Seewasserstände als auch die Periode der sinkenden Seewasserstände modelltechnisch erfasst und ausgewertet werden konnte.

Die Auswertung der Wasserbilanz zeigt, dass der sinkende Strausseewasserstand das Ergebnis einer Überlagerung mehrerer Einflussfaktoren ist.

Die Abnahme der Niederschläge, insbesondere der Winterniederschläge und die Zunahme der Sommertemperaturen, die zu einer erhöhten Verdunstung führen, konnten als wesentlicher Grund für sinkende Grund- und Seewasserstände identifiziert werden. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Grundwasserentnahmen sowie die vorherrschende Landnutzung (Kiefernwälder) im Einzugsgebiet des Straussees. Außerdem zeigen die Modellergebnisse, dass die Erhöhung der Grundwasserentnahme an der Wasserfassung Spitzmühle seit dem Jahr 2014 ca. 1/5 des derzeitigen Wasserstandsdefizits im Straussee unter den aktuellen klimatischen Bedingungen ausmacht.

Sowohl mit dem Modell als auch anhand der durch die TU Dresden durchgeführten Isotopenanalysen konnte jedoch gezeigt werden, dass die Wasserfassungen Spitzmühle und Strausberg nicht direkt das Wasser aus dem Straussee fördern. Der Anstrom zu den Wasserfassungen erfolgt aus nördlicher beziehungsweise nordöstlicher Richtung. Die Grundwasserentnahmen beeinflussen jedoch das Grundwassergefälle und haben dadurch indirekt Auswirkungen auf den Seewasserstand. Die Isotopenuntersuchung hat außerdem gezeigt, dass der Straussee als auch sein nördliches Einzugsgebiet sehr stark von Verdunstung geprägt sind. Aus diesem Grund wirken sich die klimatischen Faktoren stärker auf die Zuflüsse und die Wasserfläche des Straussees aus. Im Mittel betrug das Wasserdefizit im Straussee ca. 14 l/s im Zeitraum 2012-2018. Der Bötzsee weist diesen Effekt nicht auf. Ursache hierfür ist der tiefer eingeschnittene Gamegrund und die dadurch bessere hydraulische Anbindung an den Grundwasserleiter.

Um dem Wasserdefizit im Straussee zu begegnen, wurden verschiedene Maßnahmen abgeleitet und modelltechnisch überprüft.

Fremdwasserstützung:

Es hat sich gezeigt, dass im Gamegrund gerade in Winterhalbjahr ein Wasserüberschuss vorhanden ist. Um den Wasserstand des Straussees zu stützen, könnte die fehlende Wassermenge theoretisch übergeleitet werden. Hierfür wäre eine ca. 2,5 km lange Druckleitung notwendig. Perspektivisch wird aber auch hier der Abfluss klimatisch bedingt weiter zurückgehen. Die Gewässer im Unterlauf haben auch jetzt schon massiv mit Niedrigwasserproblemen zu kämpfen. Eine Überleitung in den Straussee würde diese Problematik verschärfen. Zudem sind die baulichen Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahme zu berücksichtigen.

Verringerung der Wasserentnahmen:

Mit dem Modell konnte nachgewiesen werden, dass eine Reduzierung der Wasserentnahmen an der Wasserfassung Spitzmühle auf die durchschnittliche Entnahmerate vor dem Jahr 2014 zu einem um ca. 20 cm höheren Wasserstand im Straussee geführt hätte. Jedoch würde diese Maßnahme nicht den Wasserspiegelrückgang insgesamt aufhalten können. Ein sparsamerer Umgang mit dem Trinkwasser – vor allem in den Sommermonaten – empfiehlt sich auf jeden Fall.

Änderung der Landnutzung:

Die aktuelle Landnutzung im Einzugsgebiet des Straussees weist einen hohen Anteil an Nadelwäldern, insbesondere Kiefernwäldern auf. Dies führt aufgrund hoher Transpirationsraten zu stark verringerten Grundwasserneubildungsmengen. Um das maximale Potential einer veränderten Landnutzung zu ermitteln, wurde ein Szenario mit der Annahme von Wiesen anstatt von Nadelwäldern für den Betrachtungszeitraum berechnet. Im Ergebnis würde der Strausseewasserstand in Folge der höheren Grundwasserneubildung im Einzugsgebiet ca. 30 cm über dem heutigen Niveau liegen.

Ergänzend zur Prüfung von Wasserstandsstabilisierungsmaßnahmen wurde untersucht, welche Auswirkungen eine weitere Erhöhung der Fördermengen hätte. Hierfür wurde eine Mehrmenge von 1,022 Mio m³/a gleichverteilt auf die aktiven Brunnen der Wasserfassung Spitzmühle über den Zeitraum 2009 – 2018 angesetzt. Die Ergebnisse zeigen, dass es in den Jahren mit mittleren und hohen Grundwasserneubildungsraten (bis 2012) kaum Auswirkungen auf den Strausseewasserstand gäbe. Mit dem Beginn der Periode geringerer Niederschläge fällt der Wasserstand im Straussee gegenüber dem Referenzzustand jedoch stärker ab. Für den November 2018 weist das Modell unter Berücksichtigung der höheren Entnahmemengen einen um 0,24 m niedrigeren Strausseewasserstand aus.

Im Ergebnis der vorliegenden Untersuchungen muss festgestellt werden, dass die beiden Wasserwerke durch Entnahmen östlich und westlich des Sees starken Einfluss auf das Grundwassergefälle und somit die Grundwasserzu- und abflüsse zum Straussee haben. Die Hauptursache für die Verschärfung der Wasserstandsproblematik stellen jedoch die geänderten klimatischen Bedingungen der letzten Jahre dar. Diesen kann man nicht direkt entgegenwirken. Vielmehr muss versucht werden, die Nutzung der Ressourcen den neuen Rand- und Rahmenbedingungen anzupassen.

 

Fragen und Antworten zum Gutachten:

1. Die Bearbeitung des Gutachtens erfolgte mit einer Programm-Software (MIKE-SHE), die für zentrale Fragestellungen nicht geeignet ist. Der Aufbau eines komplexen Untergrundmodelles inkl. der geohydraulischen Wechselwirkungen zwischen den mächtigen quartären Grundwasserleitern und der Kopplung des Sees daran ist mit einem (Boden-) Wasserhaushaltsmodell nicht optimal lösbar, dafür wäre ein Grundwassermodell (Feflow, Modflow) erheblich geeigneter. Im Bericht wird keine Begründung zur Wahl von MIKE-SHE gegeben, so dass das Werkzeug per se als nicht an die Fragestellung angepasstes Modell bewertet wird. Wie beurteilen Sie das?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die DHI WASY ist einer der Marktführer in Bezug auf die Entwicklung von Software zur Abbildung von Wasserströmungsprozessen. Je nach Fragestellung bietet DHI WASY verschiedene Softwarelösungen zur Abbildung der relevanten Strömungsprozesse (Niederschlag-Abfluss, Oberflächenwassser, Grundwasser). Sowohl MIKE-SHE als auch FEFLOW sind Produkte der DHI WASY. Während der Fokus bei FEFLOW auf der Abbildung der Grundwasserströmung liegt, kann mit MIKE-SHE der gesamte Wasserhaushalt adäquat abgebildet werden. Zur Lösung der Grundwasserströmungsprozesse greift MIKE-SHE auf MODFLOW zurück. MIKE-SHE ist die ideale Softwarelösung zur hier zu bearbeitenden Fragestellung.

 

2. Die Ermittlung Grundwasserneubildung erfolgte über ein Modell, die Ermittlung des Grundwasserdargebotes konnte aufgrund fehlender Daten gar nicht erfolgen. Welche Ist-Daten wären erforderlich und in wessen Verantwortung liegt die Bereitstellung dieser
Daten?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Grundwasserneubildung kann messtechnisch nur mit Lysimetern bestimmt werden. Diese liefern jedoch nur eine punktuelle Information zur Grundwasserneubildung. Aus diesem Grund ist es allgemeiner Stand der Technik, Modelle zur Bestimmung der
Grundwasserneubildung zu verwenden. Das mittlere Grundwasserdargebot kann mit den vorliegenden Modellen und langjährigen Niederschlagsganglinien ermittelt werden. Relevant ist jedoch die zukünftige Dargebotsentwicklung. Hierfür wären Annahmen zu
treffen, welche zum Beispiel mit den Behörden abzustimmen wären. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei die Klimaprojektion.

 

3. Insgesamt werden z.T. dramatische Rückgänge der Grundwasserstände im GWLK 2 festgestellt (vgl. S. 32). Bedeutet das einen entsprechenden Rückgang auch im Grundwasserdargebot? Wie wird vor diesem Hintergrund die Konformität der aktuellen
Grundwasserentnahmen mit dem geltenden Wasserrecht (u.a. WRRL) in den beiden Strausberger Wasserwerken des WSE gesehen?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Der Rückgang der Grundwasserstände zeigt, dass die Grundwasserneubildung der letzten Jahre geringer war als die Zehrung im Betrachtungsgebiet. Bei einer ausgeglichenen Wasserbilanz würden die Grundwasserstände konstant bleiben. Der WSE verfügt über eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Grundwasserentnahme. Diese wurde auf der Basis mittlerer Grundwasserneubildungsverhältnisse erteilt und entspricht der allgemein üblichen Vorgehensweise.

4. „Es existieren mehrere Hinweise, dass die GWLK 1 und 2 in Kontakt stehen“ (Kap. 2.4.5, vgl. S. 35). Bitte nehmen Sie eine gutachterliche Bewertung der unterschiedlichen Hinweise vor. Was bedeutet es für die Fassung Spitzmühle, dass direkt westlich vom
See an der Altbohrung aus 1971 (quasi) kein GW-Geringleiter erbohrt wurde?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Dies bedeutet, dass die Grundwasserleiterkomplexe und das Oberflächengewässer in diesem Bereich (Fängersee) hydraulisch miteinander gekoppelt sind.

 

5. In welchem konkreten Umfang wurde beim Bilanzfaktor „Grundwasserabstrom“ (vgl. S. 97 Abb. 4-9) die Grundwasserentnahme berücksichtigt? Handelt es sich bei der Ermittlung dieses Faktors ausschließlich um den Abstrom im GWLK 2?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Es handelt sich um den unterirdischen Abstrom aus dem Straussee (GWLK 1 und GWLK 2). Die Grundwasserentnahmen sind indirekt in diesem Bilanzglied enthalten, auch wenn es keine direkten Entnahmen aus dem Straussee gibt.

 

6. Ist es korrekt, dass gem. Abb. 4-14 (Seite 101) der Wasserspiegel im Straussee OHNE jegliche Grundwasserförderung um 50 cm höher wäre? Insofern sind die zusammengefassten Aussagen, in den lediglich von 20 cm Einfluss der Grundwasserentnahme irreführend, da sich dieser Wert lediglich auf die ERHÖHUNG der Grundwasserentnahme im Bereichtszeitraum 2012¬2018 bezieht. (Bei den anderen Einflussfaktoren wurde augenscheinlich auch nicht die Veränderung der Werte im Berichtszeitraum, sondern jeweils deren absolute Höhe betrachtet.) Demnach hat die Grundwasserförderung insgesamt einen Einfluss von ca. 50% auf den Pegelrückgang des Straussees von ca. 1 m (seit 2013). Können Sie das so bestätigen?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Es ist korrekt, dass der Strausseewasserstand ohne Grundwasserförderungen im Einzugsgebiet höher wäre. Die ausgewiesenen 20 cm beziehen sich nur auf den Einfluss der Erhöhung der Entnahmemengen im WW Spitzmühle seit 2014.

 

7. In beiden Strausberger Wasserwerken erfolgt eine Grundwasserentnahme von ca. 5,1 Mio. m³ jährlich (was zu einem Absinken des Pegels von ca. 50 cm geführt hat). Auf Seite 119 wird der Einfluss einer (vom WSE beantragten) Mehrförderung von ca. 1 Mio. m³ jährlich mit 24 cm beziffert. Heißt das 24 cm jährlich? Warum korrelieren die Werte der Pegelauswirkungen Gesamtförderung: Mehrförderung nicht? Woran liegt das? (Überlegung: Wenn 1 Mio. m³ Förderung 24 cm ausmachen, dann müssten doch 5 Mio.
m³ Förderung ca. 120 cm ausmachen, aus der reinen Verhältnisrechnung)

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Grundwasserabsenkung stellt keinen linearen Prozess dar. Diese ist vielmehr von einer Vielzahl von Randbedingungen abhängig. Auch in der Vergangenheit wurden schon einmal größere Grundwassermengen gefördert, ohne dass es zu negativen Auswirkungen auf die Grundwasserstände kam. Derzeit fallen jedoch hohe Entnahmemengen und geringe Niederschläge zusammen und führen in Summe zu geringeren Wasserständen.

 

8. Das dramatische Wasserdefizit im Jahr 2018 betrug ca. 614.000 m3 (vgl. S. 107). Das entspricht einem Wasserverlust von knapp 5% des Straussees. Das heißt, würden 20 weitere Jahre wie 2018 folgen, wäre der Straussee dann leer…?

Frage: Warum enthält das Gutachten weder einen Rückblick auf das Jahr 2019, noch eine Prognose der Pegelentwicklung für die Folgejahre? Auch hier könnten doch verschiedene Szenarien (insb. auch der Entwicklung von Niederschlägen und Verdunstung) berechnet werden. Aktuell (per 15.04.20) liegt der Pegelstand des Straussees bereits schon wieder 20 cm unter den Vergleichswerten des Vorjahres. Wo geht die Reise hin? Es interessiert die Strausberger Bevölkerung sehr, was passiert, wenn (weiter) nichts passiert…

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Im Gutachten konnten alle Messwerte bis Ende 2018 berücksichtigt werden. Anschließend erfolgte die Bearbeitung. Das Ziel des Gutachtens war die Identifizierung der einzelnen Bilanzglieder und deren Bewertung in Bezug auf den Gebietswasserhaushalt. Mit dem erarbeiteten Modell könnten aber auch Zukunftsszenarien berechnet werden. Dies war jedoch nicht teil der Aufgabenstellung.
Ein komplettes Trockenfallen des Straussees kann aufgrund der Tiefe und Kopplung an den Gebietswasserhaushalt ausgeschlossen werden.

 

9. Als Maßnahme wird im Gutachten u.a. eine „Änderung der Landnutzung“ Kiefernforst zu Wiese beschrieben (vgl. S. 115 ff). Das ist eine absolut unrealistische Betrachtung, da eine Komplettabholzung politisch und ökonomisch unsinnig ist. Daher ist sie praktisch
wenig hilfreich. Hilfreich wäre jedoch ggf. eine Betrachtung des (bereits stattfindenden) ökologischen Waldumbaus und dessen Auswirkungen auf die Entwicklung der Grundwasserbestände und damit auf den Pegelstand des Straussees. Das Gutachten
muss zur Erfüllung der Fragestellung diese Maßnahme untersuchen, in Brandenburg ab es dazu bereits – Ihnen sicher bekannte – veröffentlichte Studien.

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die betrachtete Variante zeigt die Spannbreite und stellt die Best-Case-Variante dar. Eine Betrachtung des ökologischen Waldumbaus war nicht Teil des Auftrags. Betrachtungen hierzu sind mit dem Modell aber grundsätzlich möglich.

 

10. Als eine weitere (leider im Gutachten nicht genannte) Maßnahme käme auch eine sog. „Wasserstandsaufhöhung“ aus einem im bedeckten Grundwasserleiter ausgebauten Brunnen ohne hydraulischen Kontakt zum Strausseee mit direkter Einleitung in den
Straussee (insbesondere in Jahreszeiten mit einer ausreichenden Grundwasserneubildung) in Frage. Wie bewertet Sie eine solche Lösungsvariante, die auch im benachbarten M-V bereits erwogen wurde (s. beigefügter Sonderdruck aus der Fachzeitschrift „Wasser & Abfall“ aus dem Jahr 2013 für die Penkuner Schloßseenkette)?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Diese Variante ist am Straussee nicht umsetzbar, da der bedeckte Grundwasserleiter schon genutzt wird. Diese Nutzungen sind behördlich genehmigt. Durch diese Nutzung wird das vorhandene Dargebot bereits ausgeschöpft. Eine zusätzliche Nutzung würde
die Problematik der Wasserknappheit an den umliegenden Gewässern weiter verschärfen.

 

11. Trotz gegebener Hinweise findet im Gutachten das Thema der Grundwasserentnahme im Tagebau Rüdersdorf (immerhin 12 Mio. m3 jährlich) und dessen Einleitung in den Stienitzsee/Kalksee keine Erwähnung. Ggf. wäre dieses Grundwasser für die Auffüllung
des Straussees bzw. dessen teilweise Einleitung als Trinkwasser im Wasserwerk Eggersdorf am Stienitzsee (zur Entlastung der beiden Strausberger Wasserwerke) geeignet. Wurden diese Möglichkeiten untersucht?

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Diese Möglichkeit wurde nicht untersucht. Grundsätzlich sind jedoch alle Maßnahmen geeignet, die zu einem ausgeglichenen Gebietswasserhaushalt führen. In Bezug auf den Tagebau Rüdersdorf müssten die Rand- und Rahmenbedingungen zunächst untersucht und bewertet werden.

12. Es wird davon ausgegangen, dass der Stadt Strausberg -als Auftraggeberin- neben den Ergebnissen des Wasserhaushaltsmodells auch das Modell-Programm selbst (nebst Einweisung in die Handhabung für ggf. eigene weitere Berechnungen in der Folgezeit)
zur Verfügung gestellt wird. Können Sie das bestätigen? (vgl. letzter Satz S.121: „Das vorliegende Wasserhaushaltsmodell steht für die Klärung weiterer Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Gebietswasserhaushalt zur Verfügung.“)

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Die Bedienung und Auswertung eines komplexen Wasserhaushaltsmodells erfordert grundsätzlich langjährige Erfahrung mit komplexen numerischen Modellsystemen, da es sonst schnell zu Fehlinterpretationen kommen kann. Zur Sicherstellung der
Aussagequalität ist das Modell selbst Eigentum von BGD ECOSAX/ DHI WASY und unsere Experten stehen für weitere Modellanwendungen gerne zur Verfügung. Die Stadt Strausberg kann die Modellergebnisse nutzen. Durch den Auftragnehmer können zusätzliche Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende Beauftragung.

 

„Darüber hinaus existieren laut den Daten des Landkreis Märkisch Oderland im Einzugsgebiet 72 Brunnen, für die eine wasserrechtliche Erlaubnis vorliegt. Die meisten genehmigten Fördermen- gen sind aber vergleichsweise gering, so dass sie nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Von den 72 Brunnen liegt für 57 eine wasserrechtliche Erlaubnis für die Förderung von weniger als 1.000 m3/Jahr vor. An 12 Standorten dürfen 1.000 – 10.000 m3/a gefördert werden und nur für 3 Standorte wurden Fördermengen von mehr als 10.000 m3/d genehmigt. Diese befinden sich alle nordwestlich des Fängersees. Das geförderte Wasser wird zur Bewässerung von Obst- und Gemüsekulturen verwendet.“

13. Werden die entnommenen Wassermengen überprüft und müssen für die entnommenen Wassermengen Gebühren gezahlt werden? Bei mir entsteht der Eindruck, dass die Brunnennutzer sich keine Gedanken über die Verbrauchsmenge machen (müssen).

Antwort Stadt Strausberg:

 

14. Werden Überlegungen angestellt, die Gebühren für den Gartenwasserverbrauch anzuheben? Der aktuelle Preis für den Kubikmeter Gartenwasser erscheint sehr gering und veranlasst ganz offensichtlich nicht zum Sparen.

Antwort Stadt Strausberg:

 

15. Weiterhin würde mich interessieren, ob es eine Option sein könnte, das im Rüdersdorfer Kalkbergwerk abgepumpte saubere Grundwasser zum Straussee zu leiten.

Antwort BGD ECOSAX/ DHI WASY:
Siehe Antwort auf Frage 12

Wasserpegel Straussee

Der schwankende Wasserpegel des Straussees ist in der Bevölkerung immer wieder Thema.

In diesem Zusammenhang finden Sie hier Der Link öffnet sich in einem neuen Tab. weitere Informationen.