© 2024 Stadt Strausberg

Aktuelles

Aktuelles

Ausstellungsbesuch bei Jugend forscht

Unter dem Motto „Mach Dir einen Kopf!“ präsentieren am 29. Februar 102 Jungforscherinnen und Jungforscher aus der Region ihre insgesamt 62 Projekte im diesjährigen Regionalwettbewerb Brandenburg Ost „Jugend forscht und Schüler experimentieren“. Veranstalter ist das regionale Energieunternehmen EWE. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am 29. Februar zwischen 13.30 und 15.30 Uhr die Forschungsergebnisse in der Technischen Hochschule Wildau, Halle 17, ansehen.

Brigitte Jeschke, EWE-Projektleiterin und Jugend forscht-Patenbeauftragte, wirbt: „Vor allem Schülerinnen und Schüler sollten die Ausstellung auf keinen Fall verpassen. Es gibt viele spannende Projekte, die teilweise alltagstauglich, teilweise aber auch sehr wissenschaftlich sind. Mädchen und Jungen können sich inspirieren lassen, um vielleicht im nächsten Jahr selbst bei ‚Jugend forscht‘ dabei zu sein.“ Zudem sei es eine Anerkennung für die Jungforschenden, wenn sich viele für ihre Projekte interessieren.

Großes Themenspektrum der Teilnehmenden

Die jungen Forschenden zeigen wieder eine große Bandbreite aus sieben Fachgebieten: Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik sowie Technik. Sie forschten beispielsweise am Einsatz medizinischer Masken zur Verbesserung von Betoneigenschaften, untersuchten Wege zur Desinfektion von Oberflächenwasser oder Turbinen für ein Mini-Pumpspeicherkraftwerk, erarbeiteten einen Lösungsansatz, um das Bienensterben aufzuhalten, oder widmeten sich der Kühlung von Photovoltaikmodulen und deren Kombination mit Sonnenkollektoren.

Netzwerken an der TH Wildau

Regionalwettbewerbsleiter Dr. Hendrik Stiemer freut sich, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche in Brandenburg für ‚Jugend forscht‘ begeistern können. „Die Jungforschenden werden beim Regionalwettbewerb wieder viel voneinander lernen und an der Technischen Hochschule Wildau wertvolle Kontakte zu Experten und Gleichgesinnten knüpfen. Die gute Stimmung, die für unseren Wettbewerb typisch ist, motiviert alle Beteiligten, sich langfristig mit Leidenschaft fürs Forschen zu engagieren.“

Wer sich in Wildau qualifiziert, darf im April am Landeswettbewerb in Schwarzheide teilnehmen. Dort qualifizieren sich die Besten für das 59. Bundesfinale, das vom 30. Mai bis 2. Juni in Heilbronn stattfindet. Auf allen Wettbewerbsebenen werden Geld- und Sachpreise vergeben.

EWE ist seit 2001 Patenunternehmen für den Regionalwettbewerb Brandenburg Ost. Seit dem Start von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb 1965 ist die Unterstützung durch Wirtschaft und Wissenschaft ein Eckpfeiler. Für die 59. Runde von Jugend forscht haben sich insgesamt 10.492 junge naturwissenschaftliche Talente angemeldet.

Rundgang 2020

Kreistag hat Haushalt beschlossen.  

Der Landkreis Märkisch-Oderland hat jetzt einen beschlossenen Haushalt. Der Kreistag hat ihn am 14. Februar 2024 bestätigt. Rechtskräftig wird er allerdings erst durch die Genehmigung des Ministeriums des Innern und für Kommunales. Das Landratsamt rechnet im zweiten Quartal mit einer Antwort aus dem Ministerium.    

Beigeordneter und Kämmerer Rainer Schinkel verwies in der Kreistagssitzung auf die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen der Etat aufgestellt wurde. „Deutschland befindet sich in einer Rezession. Ukraine-Krieg, Inflation, hohe Energiekosten, Tariferhöhungen und vieles mehr treffen auf weitgehend stagnierende Einnahmen. Das geht an keinem kommunalen Haushalt spurlos vorbei“, machte er deutlich. „Natürlich gibt es keine Entlastung bei der Erfüllung unserer Pflichtaufgaben, insbesondere denen im Jugend- und Sozialbereich. Dank der soliden Haushaltsführung der vergangenen Jahre verfügen wir über Rücklagen, die wir jetzt einsetzen können, um den Ausgleich zu gewährleisten.“ Wie der Kämmerer erläutert, verzeichnet der Landkreis ein Defizit von ca. 25 Millionen Euro. Ca. 20 Millionen werden aus Rücklagen ausgeglichen und rund fünf Millionen über einen erhöhten Hebesatz der Kreisumlage (nunmehr 41,1 Prozent). „Wir gehen davon aus, dass wir unsere Finanzlage mit der der Gemeinden gleichrangig und fair abgewogen haben“, urteilt der Kämmerer in einer Pressemitteilung.

Notwendige Ivestitionen werden realisiert

Im Etat sind 164 Millionen für das Jugendamt veranschlagt. Davon fließen 108 Millionen in die Kindertagesbetreuung, also in Einrichtungen der Gemeinden, freien Träger oder Tagesmütter. Für den Sozialbereich sind 146 Millionen vorgesehen und 7,7 Mio. für die Schülerbeförderung.

Dort, wo es vertretbar war, sei die Erhöhung der Ansätze begrenzt worden. „Wir werden aber die für den Landkreis notwendigen Investitionen wie die Schulneubauten, Gymnasium II in Strausberg und Förderschule Altlandsberg realisieren“, versichert Schinkel. Der Landkreis sei in den letzten Jahren gewachsen. „Wir haben über 200.000 Einwohner. Natürlich wächst dann auch der Bedarf an sozialer Infrastruktur. Das wissen wir und richten unsere Haushaltsplanung darauf aus.“

Plauderrunde für Eltern

Der Alltag hält für Eltern mit schulpflichtigen Kindern so einige Herausforderungen bereit. Der AWO-Ortsverein Strausberg hat deshalb einen Elterngesprächskreis montags von 18.15 bis 19.45 Uhr im AWO-Familienzentrum in Hegermühle, Am Annatal 52a, eingerichtet. Die Plauderrunde dreimal im Monat soll Angebot, Austauschpunkt und Ideenbörse zu vielfältigen Themen rund ums Elternsein und die Kinder sein.

An den Abenden werden jeweils bestimmte Themen besprochen, so am 4. März „Die Freizeit meines Kindes gestalten – Austausch und Hinweise zu Angeboten“, am 11. März „Mehr Geld für die Ferien –  Einblicke in Fördermöglichkeiten für Familien mit Kindern“ und am 25. März „Getrennte Eltern, gemeinsame Kinder – Methoden für eine gute Elternkommunikation. Die Termine und Ideen für weitere Monate sind in diesem Dokument zu finden.

Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt: Tel. 0171 3015007 oder Mail an christian_schirmer@awo-ehv.de ; www.familienzentrum-strausberg.de

EWE und Viessmann Climate Solutions kooperieren

Der Energiedienstleister EWE und der international führende Energietechnik-Hersteller Viessmann Climate Solutions haben eine Kooperation unterzeichnet. Sie wollen die Wärmewende gemeinsam vorantreiben. Im Fokus der Partnerschaft steht der Umbau von Heiztechnik im privaten und gewerblichen Bereich mit Wärmepumpen.

Oliver Bolay, Geschäftsführer EWE Vertrieb: „Die Weichen hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung werden seit Jahren auf politischer Ebene gestellt. Ein Fokus bei der Transformation ist auf den Wärmemarkt gerichtet. Aktuell entstehen in diesem Bereich in Deutschland immer noch rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen. Ein Umdenken und ein Umbau der Wärmesysteme sind also maßgeblich. Energieunternehmen, Hersteller und auch das Handwerk tragen dabei eine besondere Verantwortung. Wir freuen uns daher, mit Viessmann Climate Solutions einen Partner an unserer Seite zu haben, mit dem wir die Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in unseren Heimatregionen zwischen Ems, Weser und Elbe sowie in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bei ihrer privaten Wärmewende unterstützen können.“ 

Dr. Frank Voßloh, Geschäftsführer Viessmann Deutschland, ergänzt: „Als Unternehmen stehen wir vor der Jahrhundertchance, die Energieversorgung vor allem mit der Wärmepumpen-Technologie nachhaltig zu verändern. Dadurch erwarten wir auch langfristig eine Entspannung der Heizkosten. Denn erneuerbare Energien gewährleisten mittel- bis langfristig eine sehr viel kalkulierbarere, kostengünstigere und stabilere Versorgung als fossile Energieträger. Die verteuern sich sukzessive durch steigende gesetzliche Abgaben und durch veränderte politische Rahmenbedingungen. Für die Nutzung grüner Energietechnik sind wir als Hersteller allerdings auf eine enge Zusammenarbeit mit den Energiedienstleistern und dem Handwerk angewiesen. Daher freuen wir uns, mit EWE zusammen zu arbeiten, um die Wärmewende gemeinsam voranzubringen. Gemeinsam können wir eine Menge bewegen, vor allem im Sinne des Klimaschutzes für uns und für nachfolgende Generationen.“

Wärmepumpen für Neubau und Bestandsgebäude

Wärmepumpen gelten als nachhaltige Heizalternative in Zeiten steigender Energiekosten. In vielen Neubauten ist die Technik bereits Standard und wird am häufigsten verbaut. Auch in Bestandsgebäuden kann eine Wärmepumpe Gas- und Ölheizungen ersetzen. „Neubaugebiete schließen wir nicht mehr ans Gasnetz an, unsere Kundschaft bekommt stattdessen Wärmepumpen, Photovoltaik und Hausspeicher oder einen Anschluss an ein Wärmenetz, wo dieses verfügbar ist“, sagt Oliver Bolay. Zudem bietet EWE seit 2023 keine Brennwertheizungen im Contracting mehr an. Bolay ist überzeugt, dass für die große Mehrheit der Kundinnen und Kunden Wärmepumpen oder ein Anschluss an Wärmenetze die beste Lösung sind. Sie seien den fossilen Alternativen in Sachen Energieeffizienz und Vollkosten in den meisten Fällen überlegen.

Installation innerhalb weniger Wochen

Ziel von EWE sei es, Bedarfe kurzfristig bedienen zu können. Diese seien Bolay zufolge von verschiedenen Rahmenbedingungen, wie gesetzliche Regelungen und Fördermechanismen sowie den individuellen Gegebenheiten vor Ort  abhängig. „Mit Viessmann haben wir daher Flexibilitäten vereinbart, um auf Marktschwankungen reagieren zu können.“ EWE werde durch die Partnerschaft Technik zur Verfügung haben, um seine Kundschaft schnell bedienen zu können. Bolay: „Nach der Beauftragung sollen unsere Kundinnen und Kunden ihre Wärmepumpe innerhalb von wenigen Wochen bekommen. Darauf sind wir durch partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk, unsere eigenen Montagefirmen und nun auch mit Viessmann sehr gut vorbereitet.“

 

Neue Geschäfte in der Altstadt

Die Altstadt hat seit der zweiten Februarwoche zwei neue Geschäftsbetreiber, die neues Leben in seitz einigen Wochen geschlossene Läden bringen. Den ehemaligen Kinderladen Gänseblümchen in der Großen Straße 14 hat Mandy Roth-Grycza übernommen. Er heißt jetzt „Altstadtkind“ und bietet nach Umbau und Renovierung Spielzeug für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren, Bekleidung für bis zu Zwölfjährige und einiges mehr. Künftig sind auch Flohmärkte geplant. Mehr Infos und Bilder bei Strausberg-live.de sowie hier.

Neueröffnung Altstadtkind, Foto: Andreas Prinz

Neueröffnung Altstadtkind

Etwas weiter im Norden, in der Großen Straße 53, ist bei Susann Georgi selbst gefertigter Schmuck aus Blüten in eigener Kollektion zu haben. Bei „Liebling Strausberg“ gibt es montags bis donnerstags auch Taschen und Rucksäcke sowie Schmuck aus anderen Quellen. Mehr Infos und Bilder bei Strausberg-live.de sowie unter https://kiezelfen.de/locals/.

Susann Georgi, Schmuckladen Liebling Strausberg; Foto: Andreas Prinz

Susann Georgi am Schmuckladen; Fotos: Andreas Prinz

Krankenhaus MOL lädt zum Diabetes-Café

Das Krankenhaus MOL in Strausberg lädt am 28. Februar das nächste Diabetes-Café statt. Die Diabetesberaterinnen des Hauses geben Betroffenen in gemütlicher und ruhiger Atmosphäre in der Cafeteria Zeit zum Austauschen und Empfehlungen, um Lebensqualität und Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Um 16 Uhr treffen sich interessierte Patienten mit Typ 2 Diabetes und um 18 Uhr die Typ 1-Patienten. Sie können auch Sorgen, Nöte und Ängste loswerden.

Dieses Mal wird es eine Sensorvorstellung zur Blutzuckermessung geben. Teilnehmende haben im Anschluss die Möglichkeit, die Sensoren Probe zu tragen. Patienten mit Typ 1-Diabetes können an einem Insulinpumpenworkshop teilnehmen.   

Im Krankenhaus Seelow findet das Diabetes-Café am 29. Februar (15 Uhr / 17 Uhr). Dort gibt es einen Vortrag zum Thema „Versteckte Zuckerfallen“. 

Es wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt Strausberg: Tel. 03341 52–22191 oder E-Mail an info@khmol.de ; Kontakt Seelow: Tel. 03346 877-626 oder E-Mail an info@khmol.de    

Handwerk, Ostereier und mehr

Nach der großen Resonanz im Vorjahr lädt das Stadtmuseum Strausberg auch in diesem März wieder zu einem Ostermarkt ein. Am 15. und 16. März präsentieren regionale Händler in der Einrichtung vielfältiges handwerkliches Können. Unter anderem können kunsthandwerkliche Erzeugnisse wie Glas- und Perlenschmuck oder handgemachte Kerzen, Näh- und Laubsägearbeiten sowie Ostereier bewundert und zum großen Teil auch erworben werden. Besucherinnen und Besucher finden Produkte, die beim Filzen und Spinnen entstehen, können selbst gemachte Marmeladen kaufen und sorbische Ostereierkunst entdecken. Vor allem Kinder werden an einem Bastelstand Betätigung finden, Erwachsene können mit Mitgliedern des Regionalgeschichtsvereins Akanthus ins Gespräch kommen. Und natürlich können Gäste auch die üblichen Exponate des Museums anschauen.

Wer bei der Runde im Museum hungrig wird, kann am Grillstand vom E-Center bei Bratwurst und Brötchen gegensteuern. Über der Feuerschale im Garten wird Knüppelteig gebacken werden und im Haus werden Kaffee und Kuchen sowie Eierpunsch angeboten.

Geöffnet ist der Ostermarkt im Stadtmuseum in der August-Bebel-Straße 33 an beiden Öffnungstagen von 12 bis 17 Uhr. Das Team des Museums freut sich auf viele Besucher.

Kontakt:  Tel. 03341 23655

Plakat

Fähre am Kranhaken

„Viel weniger Wasser darf es nicht mehr werden, sonst funktioniert es nicht mehr“, fasste Mario Jänisch zwischenzeitlich zusammen. Der Verkehrsmeister der Strausberger Eisenbahn (STE) war mit seinen Kollegen am 14. Februar am Fähranleger am Fichteplatz im Einsatz. Das Verkehrsmittel musste für eine turnusmäßige Inspektion und Wartungsarbeiten, die nur an Land möglich sind, aus dem Straussee geholt werden. Vor gut vier Jahren war dies das letzte Mal passiert.

Wenig Spielraum für den Kran

Kranführer Silvio Piepenburg hatte diesmal mit fast 42 Metern Höhe und 26 Metern Auslage nur noch wenig Spielraum, um die rund 20 Tonnen Last in die Luft zu hieven. Und die STE-Mitarbeiter mussten zunächst mit Muskelkraft die Startposition der Fähre im Wasser ändern und dann mehrmals die Kettenlänge über den Trageschlaufen anpassen. Am Ende war das technische Denkmal so befestigt, dass es ohne Schaden zu nehmen angehoben werden konnte. Das eigentliche An-Land-Heben war letztlich mit nur etwa 15 Minuten deutlich kürzer als das „Vorgeplänkel“.

Strausseefähre wird für Inspektion und Wartung aus dem Wasser geholt

Allerdings war später noch ein zweiter Ansatz nötig, um die Fähre an den endgültigen Standort für die anstehenden Arbeiten zu bringen. Sonst wäre der Kran nicht mehr aus seiner Position zwischen Bordstein und Fähren-Oberleitungsmast gekommen. Außerdem wurde noch eine Plane auf die Arbeitsfläche in der Karl-Liebknecht-Straße gelegt. Der Platz wird zudem mit einem Bauzaun und Planen umgeben, damit Passanten und Umfeld so wenig wie möglich beeinflusst werden. 

Fähre am Kran

Die Inspektion der Fähre erledigt die Schiffsuntersuchungskommission des Landes Brandenburg, die zuständige Behörde. Mit den Instandhaltungsarbeiten ist die Berliner Werft Detlef Hegemann GmbH beauftragt. Unter anderem sollen nach etwa 20 Jahren wieder einmal Motor und Getriebe überholt werden.

Parken in der Karl-Liebknecht-Straße eingeschränkt

Das seeseitige Ende der Karl-Liebknecht-Straße bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten – voraussichtlich am 28. März – besetzt und die dortigen Parkflächen stehen nicht zur Verfügung. Wann die Fähre wieder in den See gehoben wird, steht derzeit noch nicht fest. Wenn alles nach Plan läuft, wahrscheinlich in  der letzten Märzwoche.

Fähre an Land

Regeln am RuheForst beachten

Der Eigenbetrieb Stadtforst weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass auf dem RuheForst am Herrensee die geltenden Regeln einzuhalten sind. Laut der Friedhofssatzung ist es dort beispielsweise nicht erlaubt Kränze, Blumen, Grabschmuck, Erinnerungsstücke oder andere Beigaben abzulegen. Ebenfalls nicht zulässig ist das Aufstellen von Kerzen oder Lampen jeder Art.

GrablichtZum einen geht von letzteren eine große Gefahr aus. Bei trockenerer Witterung kann eine umgekippte Kerze auf dem Laub oder Zweigen am Boden leicht zu einem Brand führen. Zum anderen handelt es sich bei dem Gelände um Wald und ein Naturschutzgebiet.

Stadtforst-Werkleiter Heiko Wessendorf appelliert deshalb dringend an Angehörige der Verblichenen und Besucher des RuheForstes, sich an die Vorgaben zu halten. Lediglich nach Bestattungen dürfen Blumen eine Woche lang an der Beisetzungsstelle bleiben. Vor Bestattungen wird die Satzung ausgehändigt und am RuheForst sind die Regeln auf einer Tafel am Eingang vermerkt.

Bestattungsform ist zunehmend gefragt

Den RuheForst am Herrensee gibt es seit gut zehn Jahren. Seitdem fanden dort fast 1200 Bürgerinnen und Bürger ihre letzte Ruhestätte. Diese Bestattungsform wird in jüngster Zeit zunehmend genutzt. Allein seit 2017 hat sich die Zahl der Beisetzungen in dem Waldstück mehr als verdoppelt. Damals kamen dort 95 Urnen in die Erde, 2023 hingegen bereits 194.

Tafel

abgeräumte Blumen und mehr

 

Neuer Service beim Landkreis online

Das Verfahren zur Beantragung von Unterhaltsvorschuss ist ab sofort auf der Internetseite des Landkreises Märkisch-Oderland verfügbar. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Damit erweitere der Landkreis sein stetig wachsendes Angebot an Onlinediensten um einen weiteren Baustein.

Der Antrag auf Unterhaltsvorschuss kann über den Link https://www.unterhaltsvorschuss-online.de/ ausgefüllt und beim zuständigen Jugendamt beantragt werden. Weitere Informationen zur Beantragung von Unterhaltsvorschuss gibt es unter https://www.maerkisch-oderland.de/de/unterhaltsvorschuss.html. Und eine Übersicht aller aktuellen Onlinedienste findet sich ebenfalls auf der Internetseite des Landkreises.

Das Onlinezugangsgesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bestimmte Verwaltungsleistungen digital zur Verfügung zu stellen. Bürgerinnen und Bürgern wird es dadurch ermöglicht, die verschiedensten Anträge über ein Onlineportal digital rund um die Uhr bequem von zu Hause aus zu stellen.

 

Sonntagsvorlesung im Krankenhaus

„Basisinfo für die Frau – Die ältere Patientin in der gynäkologischen Sprechstunde“ ist das Thema der nächsten Ausgabe der Sonntagsvorlesungen im Krankenhaus Märkisch-Oderland in Strausberg. Die neue Oberärztin der Abteilung, Dr. med. Cornelia Freitag-Höner, berät Interessierte dazu am 25. Februar ab 10 Uhr.

Dr. med. Freitag-Höner unterstützt seit dem 1. Januar das Team der Frauenklinik. Sie ist spezialisiert auf genitale Dysplasien und Erkrankungen der Vulva und Vagina (Früherkennung von Vulva/Vagina/Gebärmutterhalskrebs) und auf gynäkologische endoskopische Eingriffe. Sie passt damit sehr gut ins Behandlungsspektrum der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Krankenhauses Strausberg.  Dr. Freitag-Höner

Bei der Vorlesung behandelt sie Fragen wie: Wann zählen Frauen eigentlich zu den älteren Frauen? Warum sollte man auch im Alter noch zum Frauenarzt gehen? Welche Diagnostik und Behandlungen können die Patientinnen im Krankenhaus MOL erwarten? Außerdem wird es auch um das Thema Sexualität gehen. Männer sind deshalb ebenso herzlich eingeladen wie Interessierte, Patienten, deren Angehörige sowie Angehörige medizinischer Berufe.

Die gynäkologische Abteilung des Krankenhauses MOL bietet das volle Spektrum der modernen diagnostischen und operativen Behandlungsmöglichkeiten. Sämtliche operativen Eingriffe werden von einem spezialisierten Team durchgeführt. Die Abteilung ist mit modernster Technik ausgestattet.

Wie immer findet die Veranstaltung in der Cafeteria Bistro Medicus im Strausberger Krankenhaus an der Prötzeler Chaussee 5 statt. Der Eintritt ist kostenlos. 

Sanierte Schule in Betrieb

Symbolischer Schlüssel, Bandschnitt und Luftballons: Nach rund zwei Jahren Bauzeit haben die Mädchen und Jungen der Grundschule am Annatal am ersten Schultag nach den Winterferien erstmals ihr saniertes Gebäude betreten. Bei der improvisierten kleinen Eröffnungsfeier – die offizielle wird es erst nach Fertigstellung der Außenanlagen geben – übergab Sven Salomo, Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Verwaltung, den flugs herbeigeholten großen Schlüssel an Schulleiterin Heike Kollasch. „Der ist noch der von der alten Schule“, verriet sie.

Schuleröffnung

Den symbolischen Schnitt durch das rote Band durften Schülersprecherin Clara aus der 5a und ihr Stellvertreter Daniel vornehmen. Im Anschluss stiegen nach einem laut gezählten Countdown etliche Luftballons mit Grüßen in den Himmel.

Schnitt

Dann ging es klassenweise in die komplett modernisierten hellen Räume. Die haben auch neues Mobiliar und elektronische Tafeln. Eine Klasse muss noch etwas Geduld haben, weil ihre noch nicht funktioniert. Bei der Montage war ein Kabel in der Wand getroffen worden. Etwas Geduld ist auch gefragt, bis alle Mädchen und Jungen intus haben, wo ihre Einbauschränke für die Garderobe sind. „Wir werden das Haus noch gemeinsam erkunden“, kündigte Lehrerin Carola Nagelski ihrer 5a gleich in der ersten Stunde an. Und pries schon vorab unter anderem das neue Computerkabinett und den Raum für das Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT). Außerdem dürfte die neue Aula mit Verglasung Richtung Wald die Mittagsversorgung auf ein ganz anderes optisches Niveau heben. 

Schüler begeistert von neuem Haus

Die Klasse zeigte sich begeistert von dem, was sie nach den Jahren im Modulbau im sanierten Haus vorfand.  „Toll“, bescheinigten die Mädchen und Jungen. Die Pädagogin mahnte, in Fluren und Räumen achtsam zu sein, damit diese auch lange so schön bleiben. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten in der Ferienwoche mit einer Umzugsfirma die Sachen aus dem Modulbau ins sanierte Gebäude gebracht und alles eingeräumt. Hier und da müssen noch Kabel befestigt und Türbeschläge ergänzt werden, aber alles in allem war das Gebäude betriebsbereit.

Klassenraum

Nun müssen noch die Restarbeiten im neue Hort-Teil erledigt werden, damit auch der in Kürze in Betrieb gehen kann, voraussichtlich im April. Und im Frühjahr werden auch die Außenanlagen der Schule noch fertiggestellt. Derzeit kann der Hof hinter dem Containerbau für die großen Pausen genutzt werden. Und zum neuen Schuljahr soll dann auch die neue Sporthalle fertig sein, die gleich nebenan entsteht. Alles in allem investierte die Stadt rund 25 Millionen Euro in den Standort Hegermühle. Ein großer Teil davon waren Fördermittel von Bund und Land.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Berichte zu Demenzalltag und Bustour nach Berlin

Am 23. Februar (Freitag) von 10 bis 12.30 Uhr lädt die Alzheimer-Gesellschaft zu einer Online-Veranstaltung „Hört uns zu! Angehörige von Menschen mit Demenz berichten aus ihrem Alltag“.  Damit will man Angehörigen eine Plattform bieten, um selbst zu formulieren, was sie für eine gute Versorgung von Menschen mit Demenz benötigen. Berücksichtigt werden insbesondere drei Bereiche: Angebote zur Stärkung der Selbsthilfe, Angebote zur Unterstützung und Entlastung und Angebote im Bereich Wohnen.

Im Land Brandenburg leben derzeit fast 60.000 Menschen mit Demenz, Tendenz steigend. Zwei Drittel davon werden von ihren Familien unterstützt. Die Diagnose verändert die Lebensperspektive aller Familienmitglieder und erfordert eine permanente
Anpassung der Alltagsgestaltung. Mehr Informationen hier. Die Anmeldung soll online erfolgen oder per Mail an anmeldung@alzheimer-brandenburg.de.

Abstrecher zum Bundesrat

Überdies wird für Interessierte eine Bustour nach Berliun am 4. März angeboten. Treff ist um 8.45 Uhr bei Rekis in Strausberg, Am Annatal 57.  Gegebenenfalls könnten bei einem Zwischenstopp in Hoppegarten (ca. 9.30 Uhr) noch Mitfahrer einsteigen. Geplant sind in der Hauptstadt Besichtigung und Gespräche in der Landesvertretung Brandenburg, Besichtigung und Gespräche im Bundesrat (vorab Sicherheitscheck) und nach dem Mittagessen ein Besuch im Humboldtforum.Gegen 16.30 Uhr wird die Gruppe zurück sein.

Rekis bittet um Anmeldung bis zum 23. Februar.

Kontakt: Tel. 03341 471381, Fax 03341 471382, E-Mail sozialpark@web.de

Besonderes Gastspiel

Einen Abend mit Texten von den Torhorst-Frauen, Horváth bis Alexijewitsch sowie Karl Marx, Christa Wolf und Hendrik Bolz verspricht die Andere Welt Bühne auf dem alten Postgelände an der Garzauer Straße am 23./24. Februar. Ab 19.30 Uhr stellt dort Jule Torhorst bei ihrem Gastspiel in Strausberg die Machtfrage. Ausgehend von der Biografie ihrer Urgroßtante Dr. Marie Torhorst, die bereits 1947 Ministerin  in Thüringen wurde. Doch in der offiziellen Geschichtsschreibung bleibt sie nahezu unerwähnt.

Im Zwiegespräch mit archetypischen Frauenfiguren fragt die Schauspielerin: Hat der Osten emanzipierte Frauen im Fünf-Jahresplan produziert und nimmt die westdeutsche Hausfrau die Herausforderung an? Die Gastgeber versprechen eine Auseinandersetzung mit der kommunistischen Utopie bis in die brisante Gegenwart.

Gemeinsam mit der aus Oberbayern stammenden Regisseurin Angela Hundsdorfer und der polnischen Dramaturgin Elzbieta Bednarska begibt sich Jule Torhorst auf die Suche nach Biographien von Frauen aus Ost und West, nach Archetypen und Mythen von Frauen quer durch alle Zeiten: Muttertier, Sexpuppe, Prinzessin, Lolita, Kassandra, Medea….

Weitere Mitwirkende: Musik Tammo Messow, Bühnen- und Kostümbild Jane Saks, Puppe Larissa Jenne, Assistenz Neïtah Janzing

Tickets (15 Euro, erm. 12): karten@dieandereweltbuehne.de oder Kartentelefon 0151 677 61074

Plakat

Steyer liest Stefan Heym

„Und immer sind die Weiber schuld“ ist der Titel eines musikalisch-literarischen Abends, zu dem das Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner am 15. Februar um 19 Uhr einlädt. Im Bürgersaal des Rathauses liest Schauspieler Christian Steyer aus einem Buch von Stefan Heym und spielt Klavier dazu.

Immer wieder hatte Stefan Heym bei passender Gelegenheit seine Frau Inge mit einer Geschichte überrascht. Kurz vor seinem Tod im Dezember 2001 hat er diese sehr persönlichen Erzählungen zu einem Band zusammengestellt. Es sind ebenso liebevolle wie spitzzüngige Zwiegespräche mit sich und der Welt – über das gegensätzliche Ordnungsverständnis von Mann und Frau, über den weiblichen Instinkt, der den Straßenbaumaßnahmen des Kapitalismus eher gewachsen ist als der automatische Navigator im Auto, und über die Probleme mit den modernen Sicherheitsschlössern.

Karten kosten sieben Euro und können direkt auf der Internetseite oder telefonisch reserviert werden. Kontakt: Tel. 03362 3663

Plakat

Waldarbeiten an der Hohensteiner Chaussee

Nach Abholzungen an der Hohensteiner Chaussee zwischen Kaufland und Am Flugplatz hat es einige Anfragen zu dem Thema gegeben. Die Arbeiten wurden vom Eigentümer der Fläche beauftragt, einem Unternehmen, das an mehreren Stellen der Stadt Projekte entwickelt. Für diesen Standort gibt es allerdings noch keine konkreten Planungen.

Wie die Firma auf Anfrage mitteilte, werden in dem Waldstück seit 2022 forstliche Arbeiten sowie Verkehrssicherungsmaßnahmen im Straßenraum der Hohensteiner Chaussee durchgeführt. Die forstlichen Arbeiten erfolgen in fachlicher Begleitung des Revierförsters. Die Verkehrssicherungsarbeiten wurden nach einer Aufforderung des Landesbetriebs Straßenwesen durchgeführt. Dessen Streckenwacht hatte Sichtbehinderungen durch Bäume und Sträucher moniert. Zudem verlangte die Straßenmeisterei, dass das sogenannte Lichtraumprofil freigehalten wird.  

Zuletzt wurden im Dezember 2023 bei einer Baumkontrolle erhebliche Sturmschäden sowohl im Wald als auch auf den angrenzenden Freiflächen festgestellt und dokumentiert. Wegen Gefahr im Verzug wurden sie auch umgehend bei der Stadt und dem Landesbetrieb Forst angezeigt. Nach Ausschreibung und Vergabe sei Ende Januar mit den Aufräumarbeiten begonnen worden.

Neben dem Strausberger Grundstück seien aber noch andere Flächen im Land Brandenburg betroffen. Zuletzt erst bei den Strumböen Anfang Februar. Die Sicherungsarbeiten würden nach Dringlichkeit und Kapazität des Auftragnehmers gestaffelt durchgeführt. Da andernorts Wohn- und Aufenthaltsbereiche unmittelbar betroffen sind, hat das Unternehmen entschieden, die Arbeiten in Strausberg zunächst zu unterbrechen. Alle verfügbaren Mitarbeiter und Technik wurden an den anderen Schwerpunkten eingesetzt.

Die Aufräumarbeiten an der Hohensteiner Chaussee sollen in der Woche ab 12. Februar weitergeführt werden und bis spätestens Monatsende abgeschlossen sein.

Waldarbeiten

 

Erste Ausstellung 2024 in der Entreegalerie

Am 20. Februar wird im Foyer der Stadtverwaltung eine neue Ausstellung eröffnet. Bis zum 29. März werden dort dann Frauen aus dem Atelier am Stic unter dem Titel „Spaß am Malen“ einige ihrer Arbeiten zeigen. Sie treffen sich in loser Runde alle 14 Tage, um getreu diesem Motto ihrem Hobby nachzugehen. Bereits seit mehr als zehn Jahren bringen sie ihre vielfältigen Lieblingsmotive zu Papier – mit Pastellkreise, Tusche, Acryl- oder Aquarellfarben. Die regelmäßigen Treffen bieten soziale Kontakte, doch ebenso wichtig seien die Meinung und Hilfe der Gruppe, sagen sie. Denn: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen …

Blumen-Bild

Weitere Ausstellungen sind ebenfalls schon geplant, so mit dem Fotoclub Strausberg (Juni/Juli), Ira Asmanow aus der Künstlervilla Käthe-Kollwitz-Straße (September/Oktober), der KSC-Künstlergruppe Kontrapost (Okober/November) und zum Jahresende mit Kursteilnehmern aus der Künstlervilla. Überdies ist ab Mitte August eine Schau über Hans Georg Jacobson angedacht. Der Obdachlose war in den 1990ern zwischen Strausberg und Petershagen aus der S-Bahn geworfen worden und an den Folgen gestorben.

Für das zweite Quartal des Jahres gibt es in der Entreegalerie aber noch Möglichkeiten, sich vorzustellen. Die Stadtverwaltung ist offen für weitere Ideen. Vorschläge bitte an das Citymanagement per E-Mail.

Kontakt: veranstaltungen@stadt-strausberg.de

Fördermittel für Ostbahnachse

Berlin und Brandenburg bilden eine der prägendsten und dynamischsten Metropolregionen in Deutschland und Europa. Die Ostbahn verbindet die Metropolregion Berlin-Brandenburg mit dem Baltikum. Ein starker Kooperations- und Entwicklungsraum zwischen Berlin und Polen, entlang der Ostbahn, soll noch stärker als bisher zum Markenkern werden.

Hierfür hat der Landkreis am 31. Mai 2023 einen Förderantrag gestellt. Im Oktober erhielt er vom Landesamt für Bauen und Verkehr den Bewilligungsbescheid. Das Land sagte die maximal zulässige Höchstförderung solcher Entwicklungskonzepte in Höhe von 150.000 Euro zu. Die geplanten Gesamtkosten des Projekts liegen bei ca. 240.000 Euro. Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat jetzt den Bescheid offiziell übergeben.

Bis Ende 2025 wird nun eine Analyse erarbeitet, die  Stärken und Schwächen ermittelt sowie Chancen und Potenziale für die Entwicklung von Impulsmaßnahmen. Auf dieser Grundlage wird dann ein strategisches Leitbild für die Entwicklungsachse Berlin – Ostbahn – Polen erstellt. Alle Ergebnisse finden sich in einem Konzept „Entwicklungsachse Berlin – Ostbahn“ wieder.

 Wolfgang Genz, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Landkreis, Elke Stadeler, Bürgermeisterin Strausberg und Vorsitzende IGOB, Uta Barkusky, Bürgermeisterin Müncheberg und stellvertretende Vorsitzende IGOB, Frank Schütz, Geschäftsführer IGOB, Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes MOL, Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und Landrat Gernot Schmidt mit dem Scheck am Bahnhof Müncheberg (von links)

Übergabe: Wolfgang Genz, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Landkreis, Elke Stadeler, Bürgermeisterin Strausberg und Vorsitzende IGOB, Uta Barkusky, Bürgermeisterin Müncheberg und stellvertretende Vorsitzende IGOB, Frank Schütz, Geschäftsführer IGOB, Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes MOL, Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und Landrat Gernot Schmidt mit dem Scheck am Bahnhof Müncheberg (von links).                                                                                                                                          Foto: Landkreis MOL

Fotoautomat im Bürgerbüro

Seit wenigen Tagen können Bürgerinnen und Bürger vor einem Termin zur Beantragung von Personalausweisen oder Reisepässen in der Stadtverwaltung die dafür nötigen Bilder selbst aufnehmen. Im Bürgerbüro steht eine Fotobox. Grafiken und Texte in leichter Sprache führen durch den Vorgang.

Das Foto wird nach den entsprechenden Standards geprüft und automatisch zugeschnitten. Die Mindestgröße eines Kindes muss 80 cm betragen. Da man sich während der Aufnahme nicht bewegen darf, ist die Fotostation für Kinder unter sechs Jahren nur bedingt geeignet.

Zuerst muss man sein Geburtsdatum eingeben. Wenn die Station die Aufnahme ablehnt, werden Hinweise angezeigt, was zu ändern ist, und man kann es noch einmal versuchen. Ist man nicht zufrieden, sind weitere Versuche möglich. Ist kein Foto zufriedenstellend, wird an eine Mitarbeiterin des Bürgerbüros verwiesen, die bei der Aufnahme helfen kann. Das fertige Bild wird automatisch dem jeweiligen Ausweis- oder Reisepassantrag beigefügt, so dass die Sachbearbeiterin nur prüfen muss, ob es den Anforderungen entspricht.

Für die Dienstleistung werden 7,74 Euro fällig, die bei der Bearbeiterin zu zahlen sind. Hinzu kommt die Gebühr für das jeweilige Dokument. „Wir hoffen, unseren Bürgerinnen und Bürgern mit dem neuen Service eine Vereinfachung anbieten zu können“, sagt Teamleiterin Sorniza Stamatowa. Alternativ könne man weiter Bilder bei Fotografen anfertigen lassen. Denn Fotos der Station können nicht gedruckt und dann ausgehändigt werden.

Die Teamleiterin empfiehlt an der Stelle, vor einem Besuch im Bürgerbüro einen Termin online oder per Telefon zu buchen.

Kontakt: Tel. 03341 381210 oder direkt hier.

Bereich Kindertagesbetreuung des Jugendamtes geschlossen    

Der Bereich Kindertagesbetreuung des Jugendamtes Märkisch-Oderland hat in der Zeit vom 19. Februar bis 1. März 2024 geschlossen. In dieser Zeit erfolgen keine Terminvereinbarungen und die telefonische Erreichbarkeit ist eingeschränkt, teilt das Landratsamt mit.     
Die Schließzeit sei erforderlich, da das Brandenburg Paket auch in diesem Jahr eine erweiterte Elternbeitragsbefreiung und
-entlastung vorsieht. Das bedeute, dass zur Umsetzung aktuell die Einkommen nochmals zu überprüfen sind und eine Neuberechnung und Bescheidung der Elternbeiträge erfolgen muss. Die Schließzeit diene der Sicherstellung der zeitnahen Bearbeitung.

Der Landkreis bittet um Verständnis und darum, die Schließzeit bei Terminplanungen zu beachten.

EWE hebt Gaspreis an

Nachdem der Energieversorger EWE seinen Gaspreis in der Grundversorgung über die Wintermonate unverändert ließ, wird er ihn  zum 1. April anheben. Das hat das Unternehmen jetzt angekündigt. Betroffen sind laut Oliver Bolay, Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH, insgesamt 105.000 Gaskunden. Sie sollen in Kürze ein persönliches Schreiben zur Preisanpassung erhalten.

Rückkehr zu altem Mehrwertsteuersatz macht Erdgas teurer

Der Gaspreis steigt pro Kilowattstunde von aktuell netto 13,01 auf 13,75 Cent. Da der bei Erdgas noch reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent nach jetzigem Stand ab 1. April wieder auf 19 Prozent ansteigt, ergibt sich für EWE-Kunden ein neuer Bruttopreis von 16,36 Cent pro Kilowattstunde. Ohne die Steueranhebung läge er laut EWE bei 14,71 Cent.

Der jährliche Netto-Grundpreis steigt von 170,36 auf 175,94 Euro. Durch die Mehrwertsteueranhebung ergibt sich ein Bruttopreis von 209,37 Euro. Ohne läge er bei 188,26 Euro.

Als wesentliche Gründ für den Anstieg des Nettopreises nennt Bolay den Anstieg des CO2-Preises und die auch bei Erdgas leicht gestiegenen Netzentgelte. Einem Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 17.500 Kilowattstunden Erdgas entstünden ab  April jährliche Mehrkosten von 455 Euro, hieß es.

Sonderprodukte mit fester Laufzeit und Preisgarantie

Der Großteil der EWE-Strom- und Gaskunden nutzt laut Bolay Laufzeitverträge mit Preisgarantie von zwölf Monaten. Diese Tarife seien deutlich günstiger als die Grundversorgung.  Sechs Wochen vor dem individuellen Ende der Vertragslaufzeit schreibt EWE Kunden an und bietet eine Verlängerung an – zu dem Preis, der dann für das jeweilige Produkt gilt.

EWE rät von der Preisanpassung betroffenen Kunden, die monatlichen Abschlagsbeträge anzupassen, um so Nachzahlungen zu vermeiden. Dies kann zum Beispiel online im Service-Bereich „Mein EWE“ erledigt werden. Weiter wird empfohlen, mit Energie sparsam umzugehen – mit Blick auf die Schonung von Ressourcen und den Schutz des Klimas.

Abriss der Polizeiwache beginnt

Mitte Februar 2024 beginnen die Abrissarbeiten und die Baufeldfreimachung für das neue Gymnasium auf dem Gelände der ehemaligen Polizeiwache in der Wriezener Straße 9.  Wie der Landkreis als Bauherr mitteilt, werden sämtliche Gebäude und befestigte Flächen auf dem Areal verschwinden.

Den Auftrag hat nach einer europaweiten Ausschreibung die Firma Reinwald GmbH aus Böhlen erhalten. Sie hat bereits die Baustelleneinrichtungen auf dem Gelände errichtet. Am 8. Februar war die Bauanlaufberatung mit Landkreis, Planern und der Abrissfirma. Zunächst werden alte Zäune und Geländer entfernt sowie mehrere Bäume und Sträucher gerodet. Am 15. Februar wird dann mit dem Entkernen begonnen. Außerden sollen Kabel umverlegt werden. In der Folgewoche dürften die ersten kleineren Aufbauten verschwinden, die nach einem Artenschutzrundgang bereits freigegeben sind.

Abriss

Bei den Arbeiten könne es zu Staub- und Lärmbelästigungen für umliegende Gebäude kommen, warnt der Landkreis. Gemäß der Ausschreibung sei allerdings der Geräuschpegel der eingesetzten Geräte, Maschinen und Transportfahrzeuge so gering wie möglich zu halten. Staubbelästigungen seien durch geeignete Maßnahmen wie Wassernebel zu unterbinden, hieß es. Gearbeitet wird nach Angaben der Firma zwischen 7 und 18 Uhr.

Bis Oktober 2024 soll das Gelände frei von Gebäuden und betonierten Flächen sein. Einzig der Sendemast mit seinen Anlagen verbleibt auf dem Grundstück.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Straussee-Fähre pausiert

Die Straussee-Fähre wird ab 5. Februar 2024 für eine anstehende Inspektion sowie für umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen für ca. acht Wochen außer Betrieb genommen. Ab dem 14. Februar wird sie auf Land gehoben. Neben der turnusgemäßen Inspektion sind umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen an Motor und Getriebe nötig, die nur an Land durchgeführt werden können, teilt die Strausberger Eisenbahn mit.

Die Inspektion der Fähre übernimmt die zuständige Schiffsuntersuchungskommission des Landes Brandenburg. Mit den Instandhaltungsarbeiten wurde die Werft Detlef Hegemann GmbH aus Berlin beauftragt.

Die Inspektion erfolgt vor Ort in der Karl-Liebknecht-Straße. Aus diesem Grund ist das seeseitige Ende der Karl-Liebknecht-Straße vom 14. Februar bis voraussichtlich 28. März besetzt. Die Parkflächen am Ende der Straße stehen aufgrund der Revisionsarbeiten in dieser Zeit nicht zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen wird die Karl-Liebknecht-Straße während der Kranarbeiten am 13. und 14. Februar für den Fahrzeugverkehr vollständig gesperrt.

Die Strausberger Eisenbahn GmbH bittet alle betroffenen Verkehrsteilnehmer für entstehende Beeinträchtigungen um Entschuldigung.

Fliesenleger in der Schwimmhalle

In der Schwimmhalle Strausbad gehen die Sanierungsarbeiten weiter. Bürgermeisterin Elke Stadeler berichtete den Stadtverordneten am 1. Februar, dass der Baufortschritt aktuell planmäßig verlaufe. Mitte Januar seien die Abdichtungsarbeiten abgeschlossen und die Schichtdicken der Bodenabdichtung am Beckenumlauf beprobt und protokolliert worden. Undichtigkeiten hatten zu Durchfeuchtungen  der Decke über dem Kellergeschoss geführt.

Ende Januar haben auch die Fliesenverlegearbeiten begonnen. Die benötigten Hohlkehlfliesen, für die es zunächst Lieferschwierigkeiten gab, sind inzwischen produziert und sollten ebenfalls Ende Januar geliefert werden.

Darüber hinaus laufen im Kellergeschoss Maßnahmen zur Umsetzung des Brandschutzkonzepts. Insbesondere müssen verschiedene „Brandabschnitte“ voneinander abgeschottet werden. Dies werde weiterhin ausgeführt.

Der Fachbereich Technische Dienste der Verwaltung geht derzeit davon aus, dass die Bauarbeiten Ende März abgeschlossen werden können. Im April könnte das Strausbad dann wieder für Schulen, Vereine und Bürger öffnen.

Ampel wird repariert

Die defekte Fußgängerampel an der Ecke Berliner/Heinrich-Heine-Straße soll in der Woche vom 5. bis 9. Februar 2024 wieder in Ordnung gebracht werden. Die Anlage lief bereits seit einigen Wochen fehlerhaft. Zunächst war ein Defekt bei der Automatik für die Straßenbahn aufgetreten. Deshalb wurde auf ein Festprogramm umgestellt, so dass es auch dann Grün für Fußgänger gab, wenn gar keine Personen über die Straße wollten. Zuletzt klappte schließlich die Signalisierung für die Straßenbahn nicht mehr richtig. Deshalb wurde die Anlage vorübergehend abgeschaltet.

Nun ist die Reparatur in Sicht. Voraussichtlich zur Wochenmitte wird sie stattfinden. Laut Fachbereich Technische Dienste handelt es sich um eine aufwändigere Angelegenheit, weil Induktionsschleifen für die Straßenbahn ausgetauscht werden müssen.

Erste Schritte für neue Radtrasse

Zwischen Handelscentrum und Elisabethstraße sind Ende Januar Baumfällungen und Strauchrodungen zur Baufeldfreimachung für den künftigen Rad-/Gehweg Gleistrasse vorgenommen worden. Gemäß den Naturschutzvorgaben erfolgten sie außerhalb der Vegetations- und Brutzeit. Wie Bürgermeisterin Elke Stadeler im Bericht an die Stadtverordnetenversammlung am 1. Februar mitteilte, wird parallel an der Ausführungsplanung weitergearbeitet.

ehemalige Güterbahntrasse der STE hinter dem neuen Wohngebiet Hegermühlen-/Ecke Elisabethstraße, dort soll ein Radweg entstehen

Die bereits im August 2022 beantragten Fördermittel sind noch nicht bewilligt. Vor Erteilung des Fördermittelbescheides darf keine Auftragsvergabe erfolgen. Folglich können Ausschreibungsverfahren und der Baubeginn gegenwärtig noch nicht verbindlich
terminiert werden.

Finanzausschusschef Robert Krause fragte, ob angesichts dessen noch einmal über einen Verzicht auf die vorgesehene Beleuchtung und stattdessen auf Einsatz von fluoreszierenden Belag diskutiert werden könne, um gegebenenfalls Folgekosten zu verringern. Dies würde eine Planungsänderung und erheblichen Zeitverzug verursachen, riet der Fachbereichsleiter Technische Dienste im Rathaus Markuzs Czychi dringend davon ab. Die Planung wird also mit Beleuchtung weitergeführt.

Markierungen für neuen Radweg auf der Gleistrasse

Markierungen für den künftigen Radweg auf der Gleistrasse. Vorn rechts Überbleibsel von einem alten Oberleitungsmast.

 

 

STIC-Wirtschaftsfördergesellschaft und Landkreis ziehen positive Bilanz

Im feierlichen Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs begrüßte die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland am 30. Januar rund 50 geladene Gäste im Konferenzsaal des Strausberger Technologie- und Innovationscentrums (STIC). Unter den Anwesenden befanden sich Landrat Gernot Schmidt, Vertreter des Kreistages, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreter der IHK und der Handwerkskammer, der Sparkasse, der Arbeitsagentur, des Jobcenters sowie Mieter aus dem STIC. Geschäftsführer Andreas Jonas zog Bilanz der Arbeit der kreiseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft und gab einen Ausblick auf 2024 „Ich freue mich, dass wir auch im Jahr 2023 weiter wachsen konnten und nunmehr 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.“ Dies ist das Ergebnis der erfolgreichen Arbeit in den projektbasierten Kerngeschäftsfeldern der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft: Existenzgründung, Unternehmensnachfolge, Fachkräfte, Unternehmensbetreuung, Gewerbeflächen, Klimaschutz, Energie und Innovation. Das 1A Gründungszentrum, Nachfolger der im Jahr 2022 beendeten Projekte young companies und Lotsendienst, hat sich gut bei der Unterstützung von Gründungsvorhaben, besonders auf den Gebieten Innovation, ökologische Nachhaltigkeit und dem Sozialbereich, etabliert.

Bei Nachfolge in Unternehmen unterstützt

„Es geht aber nicht nur darum, Neugründungen zu unterstützen, sondern auch den Generationenwechsel in Unternehmen zu ermöglichen. In den letzten vier Jahren konnten wir hier 57 Unternehmensnachfolgende begleiten und so einen Beitrag zum Erhalt der wirtschaftlichen Basis in der Region leisten“, so Jonas.  

Neben Themen der Wirtschaftsförderung berichtete Jonas auch über das Projekt „myLOG – MOL“. Auf dem STIC-Gelände wurde im Oktober 2023 erfolgreich die erste Testfahrt des autonomen Lieferroboters „Whizzy“ durchgeführt. Bei diesem innovativen und vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Projekt arbeitet ein Konsortium aus acht Mitgliedern an  Möglichkeiten, mittels des 5G-Netzes die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels gegenüber dem onlinebasierten Handel durch Einsatz autonomer Transport-Rover zu stärken.

Neubau von TP 5 startet im März

Ebenfalls auf dem Gelände der STIC befindet sich derzeit eine große Freifläche. Nach dem Abriss der ehemaligen Kantine und einer alten Lagerhalle wird der Landkreis ab März 2024 mit dem Bau des Gebäudes TP5 beginnen. 11,25 Millionen Euro sind dafür  vorgesehen.

Rainer Schinkel Im Anschluss gab Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes, einen Überblick zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie über weitere Investitionen des Landkreises. Er machte darauf aufmerksam, dass die Bevölkerungszahl im Landkreis in den letzten Jahren kontinuierlich auf nunmehr 200.920 Einwohner gestiegen ist.  Dennoch bleibe die Demografie im Landkreis die größte Herausforderung. Trotz steigender Einwohnerzahl wird perspektivisch die Zahl der Erwerbstätigen sinken. Die bereits spürbaren Auswirkungen, insbesondere Arbeits- und Fachkräftemangel, würden sich in allen Branchen noch verstärken. Fachkräfteeinwanderung, Digitalisierung und Qualifizierung seien daher Themen, mit denen sich sowohl die Politik als auch jedes Unternehmen weiter auseinandersetzen müsse. Neben bestehenden Netzwerken zwischen dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und dem Landkreis wird die Wirtschaftsförderung dies auch weiterhin durch Initiativen wie das geförderte „INQA-Coaching“, die Ausbildungsmesse „career compass“ am 24./25. Mai in der Giebelseehalle Petershagen/Eggersdorf und eine Neuauflage des „BOCK“, einer Broschüre zur Berufsorientierung für Schüler/innen, unterstützen.        

Viele Firmen aus MOL ausgezeichnet

Stolz zeigte sich Schinkel auf die erfolgreichen Unternehmen in MOL. So gewann die Tinglev Elementfabrik GmbH den Zukunftspreis Brandenburg 2023 und das Unternehmen Oderbruchdach – Dachdeckermeister Christian Kalies den Existenzgründerpreis 2023 der Existenzgründerpartner Oderland-Spree. Im Bereich Fachkräfte von morgen zeigen gar sieben Unternehmen, dass sie hervorragende berufliche Orientierung für Schülerinnen und Schüler bieten. Ausgezeichnet wurden Firmen aus dem gesamten Landkreis, so der Wasser- und Abwasserzweckverband Seelow, die Agrar- und Milchproduktion GbR Platkow, die ots Schadock GmbH, die Kristallkinder Intensivpflege GmbH, die FRUVEG GmbH, der Katharinenhof am Dorfanger und die Cemex Zement GmbH in Rüdersdorf. „Die Vielzahl der ausgezeichneten Unternehmen und die Nachhaltigkeitsbestrebungen von Firmen wie Cemex machen Mut für die Zukunft“, so Schinkel.

Ein weiteres prioritäres Vorhaben ist es, den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau bis 2025 erfolgreich fortzusetzen.  „Es erfüllt mich mit Zuversicht, dass der Ausbau dank den gebundenen Infrastrukturunternehmen, den Kommunen und den zuständigen Beteiligungsbehörden so reibungslos verläuft. Bislang konnten so 1.908 Tiefbau-Kilometer realisiert werden. Mit der bestehenden Entwicklung wird das geplante Ausbauziel von ca. 2.589 km bis 2025 voraussichtlich erreicht“, sagte Schinkel. Der von Bund und Land geförderte Breitbandausbau leiste einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und Wirtschaftsbedingungen der Unternehmen im Landkreis. Man sehe mit allen Projekten und Vorhaben optimistisch in die Zukunft.

Votum für Klimaprojekte

Am 1. Februar beginnt die vierwöchige Online-Abstimmung für die besten Klimaprojekte aus den EWE-Regionen. Die fünf Sieger erhalten anschließend den Klimaschutzpreis „Wir. Hier. Jetzt. Gemeinsam Grünes gestalten!“ vom Energiedienstleister EWE.

Rund 150 Bewerbungen sind seit dem Start des Wettbewerbs Mitte September beim Ausrichter EWE eingegangen. Die Wettbewerbsjury hat eine Vorauswahl getroffen. Zehn Projekte stehen auf der Webseite wir-hier-jetzt.com zum Voting bereit. Darunter sind auch zwei aus Märkisch-Oderland. Prämiert werden am Ende die fünf Projekte mit den meisten Stimmen. Darüber entscheiden die Besucher der Seite. Bis zum 29. Februar können sie ihr Gewinnerprojekt wählen. Auf die Sieger warten Preisgelder von EWE zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Die Gelder sind zweckgebunden. Damit sollen die Vereine ihre Projektideen weiter vorantreiben.

Im Fokus dieser dritten Wettbewerbsrunde stehen Aktivitäten und Ideen rund um eine klimafreundliche Zukunft. Sie sollen zu einem nachhaltigen Energieeinsatz und Energieverbrauch beitragen und somit vor allem dem Schutz des Klimas dienen. Die eingereichten Projekte sollten dabei einen gemeinschaftlichen Nutzen haben.

Saubere Zukunft gestalten, im Kleinen wie im Großen

Teilnehmen konnten Vereine aus Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, beispielsweise Fördervereine von Schulen oder Kindergärten, Sport- oder Bürgervereine. „Vor allem mit Blick auf eine sichere, bezahlbare und auch klimafreundliche Energiezukunft besteht Handlungsbedarf. Den Energieverbrauch zu reduzieren, zu substituieren und möglichst auf erneuerbare Energien zu setzen, sind gute Maßnahmen“, erläutert EWE-Chef und Jurymitglied Stefan Dohler. „Zudem sollten wir alle unseren Lebensstil hinterfragen und nachhaltiger gestalten – im Kleinen wie im Großen, ob zu Hause, im Verein oder in den UZnternehmen. Deshalb fördern wir das Engagement von Vereinen aus unseren Regionen für nachhaltige Energiespar-Projekte.“

Wichtig sei es Dohler zufolge, dass alle jetzt anfangen und aktiv sind für eine saubere und vor allem bezahlbare Zukunft, in der die Energieversorgung genauso selbstverständlich ist wie heute. Die aktuell vorherrschende Meinung „entweder grün oder billig“ sei zu kurz gedacht. „Nur der Umbau in Richtung Klimaneutralität führt mittelfristig zu ‚preiswert und bezahlbar‘. Eine fossile Energieversorgung, in der große Importabhängigkeiten und steigende CO2-Kosten eine bedeutende Rolle spielen, ist in jedem Fall teurer als der Umbau der Energieversorgung. Was es braucht, sind also eine Beschleunigung bei der Umsetzung der Klimawende und eine breite Akzeptanz dafür in der Gesellschaft.“

Jury ist beeindruckt von regionalen Einsparmaßnahmen

Die eingereichten Projekte zeigen, wie engagiert die Vereine in Sachen Klimaschutz sind. „Wir waren sehr beeindruckt von den zahlreichen Ideen, die dem Klima- und Umweltschutz zugutekommen“, sagt Jurymitglied Stefan Dohler. Dazu zählen unter anderem die Gestaltung eines Biotops, Umweltbildung in einer Kita oder der Bau einer Solar-Garage für einen Notfall-Krankentransportwagen. Aus Märkisch-Oderland sind der Verein Kulturhof Müncheberg und der Verein Stachelkugel aus Petershagen-Eggersdorf in der Endrunde. Die Müncheberger wollen einen sprechenden Garten schaffen, der mit Technologie und Kunst Naturinteraktionen für Besucher schafft. Die Doppeldörfler setzen sich für eine klimaneutrale Heizung für verletzte Igel ein.

 

 

Ehrenbürger ist nun 100

Er gilt als das lebendige Gedächtnis Strausbergs, hat stadtgeschichtliche und regionale Publikationen verfasst und zur Wendezeit selbst in die Politik eingegriffen. Er liebt Musik und Kultur und ist vielen Vorbild: Strausbergs Ehrenbürger Kurt Schornsheim hat am 30. Januar in der Marienkirche und im evangelischen Gemeindehaus seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Zu den vielen Gratulanten gehörte auch Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie nannte den Jubilär einen „besonderen Bürger unserer Stadt“. Er sei tief mit seiner Heimatstadt verbunden. Als Chronist und Zeitzeuge stelle er seine umfangreichen Kenntnisse über „wundervolle Ereignisse und schwere Zeiten“ dem Museum, dem Akanthus-Geschichtsverein und der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung, vermittle Erlebtes an nachfolgende Generationen, hob sie hervor. Davon profitiere Strausberg. Und wenn er sich mit Kritik zu Wort melde, sei dies kein bloßes Meckern, sondern konstruktiv. „Das bringt weiter“, machte sie deutlich. Sie hoffe, dass Schornsheim, der 2006 ins Ehrenbuch eingetragen und 2016 zum Ehrenbürger gekürt worden war, der Stadt noch lange erhalten bleibe. Dafür müsse er aber beim Radfahren aufpassen, mahnte die Bürgermeisterin. Der Senior ist auch in seinem Alter noch mit dem Drahtesel unterwegs und hat sich selbst nach Stürzen immer wieder aufgerappelt.

Strausbergs Ehrenbürger Kurt Schornsheim (rechts) begrüßt vor der Kirche Gäste zu seinem 100. Geburtstag Fototafel

Drei Schlüsselereignisse

In der Kirche hatte der Konzertchor der Kreismusikschule dem Jubilar ein kleines Programm als „Geschenk“ gebracht. Bis vor wenigen Jahren hatten Kurt Schornsheim und seine Frau Christa in dem Ensemble mitgesungen. Sohn Roland brachte zuvor ein Ständchen auf der Orgel. Zur Familie gehören noch drei weitere Söhne, drei Schwiegertöchter, sieben Enkel und elf Urenkel.

Schornsheim zeigte sich „überwältigt“ von den vielen Gratulanten, Glückwünschen, den Liedern und der Musik zu seinen Ehren. Er habe „ein großes Stück deutsche Geschichte erlebt“ – Weimarer Republik, Nazideutschland, die DDR und das Jetzt, resümierte er. Seine Schlüsselereignisse seien die Kristallnacht 1938, die Kriegsgefangenschaft bei Remagen und die Wende 1989 gewesen, berichtete er. Er danke, dass er noch bei leidlicher Konstitution sei. Er werde oft gefragt, was das Geheimnis dahinter sei. „Geistig und körperlich beweglich bleiben – das ist es“, sagte er.

 

Strausberg gedenkt der Nazi-Opfer

Zahlreiche Strausberger haben 27. Januar an einer sehr emotionalen Gedenkstunde für die Opfer des Naziregimes am Denkmal hinter dem Bonhoeffer-Seniorenzentrum in der Wriezener Straße teilgenommen. Seit 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik der Tag des Gedenkens. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz 1945, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden.

„Beim Projekt ,Ich wandere durch Theresienstadt‘ haben wir dieses Kapitel der deutschen Geschichte bewusst nacherlebt“, berichtet Amy-Charlott Ruhs. Sie ist 15 Jahre alt und Schülerin der Lise-Meitner-Oberschule. In Workshops hätten sie Gedichte und Texte geschrieben und kleine Filme produziert. Es gab nachdenklich-rührende Momente, als sie daraus rezitierte. Ihr Mitschüler Finn Bank hatte sich mit der Geschichte des Lagers beschäftigt. Theresienstadt war damals der Öffentlichkeit als „Musterlager“ für jüdische Bürger dargestellt worden. Viele Bewohner wurden aber von dort in Vernichtungslager wie Auschwitz gebracht und kamen dort um, berichtete er. Beide Jugendliche forderten die Anwesenden auf, das Erinnern lebendig zu halten.

Gedenken für Opfer des Naziregimes am 27. Januar 2024, die Schüler Amy-Charlott Ruhs und Finn Bank legen mit Bürgermeisterin Elke Stadeler und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster (von links) Blumen nieder

Sophie Preibisch, Vertreterin von VVN-BdA Märkisch-Oderland, stellte Bezüge zum aktuellen Antisemitismus in Deutschland her. „Nie wieder ist jetzt!“, machte sie deutlich. „Der Antisemitismus ist nicht verschwunden“ mahnte sie nachdrücklich und berichtete von diesbezüglichen Erlebnissen ihrer Freunde.

Bürgermeisterin Elke Stadeler erinnerte daran, dass Theresienstadt (Terezin in Tschechien) heute Strausberger Partnerkommune ist. Sie dankte den jungen Leuten für deren Engagement und lud die Versammelten zu einem anschließenden Rundgang durch die Stadt mit der S5-Antifa-Gruppe ein – unter anderem zu Stolpersteinen und der Gedenktafel für die einstige jüdische Synagoge. Sie stellte überdies fest, dass es an der Zeit wäre, die Gedenkstätte am Bonhoeffer-Heim behindertengerecht zu gestalten. Denn an diesem Tag waren auch mobilitätseingeschränkte Personen dabei. Deshalb wurden Blumen und Kränze nicht vor dem Ehrenmal, sondern auf der Treppe davor niedergelegt.

Blumen

Zweigbibliothek Hegermühle geschlossen

Die Zweigstelle Hegermühle der Heinrich-Mann-Bibliothek am Annatal 57 kann krankheitsbedingt in der Woche vom 29. Januar bis 2. Februar nicht geöffnet werden. Leserinnen und Leser, die Bücher holen oder zurückbringen wollen, werden gebeten, dies über die Hauptstelle am Markt zu erledigen. Verlängerungen sind auch über die Internetseite www.stadtbibliothek-strausberg.bibliotheca-open.de möglich. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Außenstelle in der Folgewoche wieder geöffnet werden kann.

Kontakt zur Hauptstelle: Tel. 03341 314031 (geöffnet Mo 13 – 17 Uhr, Di 9 – 12 & 14 – 17 Uhr, Mi 13 – 17 Uhr, Do 9 – 12 & 13 – 15 Uhr)

Anmeldung der Hortkinder für die 5. und 6. Klassen bis 1. März 2024

Weiterhin muss durch die Eltern ein erneuter Antrag auf Feststellung des bedingten Rechtsanspruchs auf Kindertagesbetreuung beim Landkreis Märkisch Oderland, Jugendamt, Puschkinplatz 12 in 15306 Seelow gestellt werden. Diesen neuen Rechtsanspruchsbescheid reichen Sie bitte spätestens bis zum Vertragsabschluss ein. Mehr Informationen und den Elternbrief erhalten Sie auf der Website „Kindertagesbetreuung“.

Neuberechnung der Betreuungsgebühren 2024 in Kita und Hort

Wie jedes Jahr, werden zur Neuberechnung der Betreuungsgebühren für das laufende Kalenderjahr 2024 Ihre Einkommensunterlagen aus dem letzten Kalenderjahr 2023 benötigt. Welche Unterlagen genau benötigt werden und welche weiteren wichtigen Informationen es gibt, können Sie auf der Website „Kindertagsbetreuung“ oder im nachfolgenden Elternbrief nachlesen.

Kreisausscheide im Vorlesewettbewerb

Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser im Landkreis Märkisch-Oderland? Diese Frage wird in Kürze beim Kreisausscheid des 65. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels beantwortet. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl finden im Landkreis drei Kreisausscheide statt. Denn es haben sich 34 Schulsieger*innen für den Wettbewerb qualifiziert. Sie lesen in Strausberg, Neuenhagen und Seelow um die Wette. 

Los geht es am 26. Januar in Seelow in der Stadtbibliothek „Ulrich Plenzdorf“ (15 Uhr), am 29. Januar folgt Neuenhagen (15 UZhr, Anna-Ditzen-Bibliothek) und die Strausberger kämpfen am am 31. Januar um 14 Uhr im Theodor-Fontane-Gymnasium um den ersten Platz

Mit circa 600.000 Teilnehmer*innen jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb der älteste und größte Schülerwettbewerb Deutschlands. An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 6.600 Schüler*innen aus 6. Klassen. Die über 600 Regionalwettbewerbe organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weitere kulturelle Einrichtungen. Die Etappen führen von den Schulentscheiden über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale mit den 16 Landessieger*innen in Berlin.

Der Wettbewerb soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen und die Lesekompetenz von Kindern stärken. Er kann sie dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln. Auf www.vorlesewettbewerb.de/der-wettbewerb/buchempfehlungen veröffentlicht die Stiftung Buchkultur und Leseförderung daher außerdem kuratierte Lesetipps zu zahlreichen Themen – auch abseits der bekannten Kinderbuchklassiker.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Vorlesewettbewerb. Medienpartner ist der rbb. 

Baubeginn am Radweg Gleistrasse

Seit längerem plant die Stadt den Bau eines Radweges auf der ehemaligen Güterbahntrasse der Strausberger Eisenbahn zwischen Handelscentrum und Elisabethstraße. Nun beginnen die nächsten Vorarbeiten: die Baufeldfreimachung. Die Leistungen zur Strauchrodung und Baumfällung wurden Ende 2023 öffentlich ausgeschrieben und beauftragt. Zum Schutz von Flora und Fauna müssen sie außerhalb der Vegetationsperiode und der Brut-/Nistzeiten bis Ende Februar erfolgen.
 
Nach dem Abstecken der Bautrasse für die „Fahrradstraße Gleistrasse“ soll nun kurzfristig mit den Arbeiten begonnen werden. Als Baubeginn ist Montag, 22. Januar 2024, vorgesehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 25. Januar andauern.
 
Die Stadtverwaltung bittet alle Nutzer der Trampelpfade in diesem Bereich um erhöhte Vorsicht.
 

Mobiles Familiencafé öffnet

Am 25. Januar startet ein neues Angebot der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Von 13.30 bis 16.30 Uhr findet erstmals das mobile Familiencafé statt. In Zusammenarbeit mit der Kita Zwergenland steht das AWO-Team mit heißen Getränken, Kuchen, lustigen Spielen und einem großen Koffer bereit. Eltern, Senior*Innen, Jugendliche, Menschen, die flüchteten, schwanger sind oder, oder, oder – alle sind herzlich eingeladen. Christian Schirmer, Nora Daehn und Charlien Schirmer werden mit den Gästen schauen, ob es finanzielle Hilfen gibt, hilft Anträge auszufüllen, Expertenrat in Strausberg vermitteln oder auch einfach plaudern.

Sanitäranlagen für Feste

Die Bauarbeiten am Sport- und Festplatz in Hohenstein sollen im Frühjahr abgeschlossen werden. Nach Auskunft aus dem Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung ist der bestellte WC-Container bemustert und in der Fertigung. Er soll ab Ende Januar abrufbar sein. Die Tiefbauarbeiten insbesondere für die Umverlegung der Trinkwasserleitung hatten noch im Vorjahr begonnen und sind bis etwa zur Hälfte ausgeführt, so die Einschätzung. Witterungsbedingt könne es bislang nicht weitergehen und deshalb auch kein detaillierter Bauzeitenplan erstellt werden. Es könne jedoch kann davon ausgegangen werden, dass im März die Fertigstellung erfolgt. 

Das Vorhaben hatte sich hingezogen, weil lange auf eine Baugenehmigung gewartet werden musste. Die war erst im Mai 2023 gekommen, nach mehr als einem Jahr, obwohl es sich um ein vergleichsweise sehr kleines Projekt handelt.

Winteröffnungszeiten im Stadtmuseum

Das Stadtmuseum Strausberg stellt wie die Stadt- und Touristinformation auf Sommer- und Winteröffnungszeiten um. Ab 22. Januar ist dann bis zum 31. März regulär dienstags, mittwochs und donnerstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet statt bislang von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr. Darüber hinaus können weiterhin Termine vereinbart werden. Überdies ist die Einrichtung zu Veranstaltungen geöffnet wie zum Beispiel am 4. Februar (14 Uhr) zum regionalgeschichtlichen Vortrag über Ihlow mit Manfred Ahrens vom Akanthus-Verein oder am 3. März zu den Vorträgen zur Strausberger Stadtgeschichte und zur laufenden Postkarten-Sonderausstellung mit Historiker Gerd Ulrich Herrmann. Nicht zuletzt findet im Museum eine Reihe von Veranstaltungen für Schüler statt.

Kontakt:  Tel. 03341 23655 oder stadtmuseum@stadt-strausberg.de

 

Straßensanierung in Aussicht

In naher Zukunft muss Strausbergs Hauptverkehrsachse, die Berliner Straße, saniert werden. Über diese Straße rollen am Tag im Schnitt rund 17.000 Fahrzeuge. Die Planung für die Erneuerung von Regenkanal und Fahrbahn sowie Geh-/Radweg ist angelaufen. Noch im Januar sind  Baugrunduntersuchungen vorgesehen. Erste Planungsergebnisse werden voraussichtlich zur Jahresmitte vorliegen.

Abgesprochen ist, dass die Straßenbahn in der Bauzeit weiter rollen kann. Überdies soll es für den überörtlichen Verkehr weiträumige Umleitungen geben. Ortskundige werden indes zur Umfahrung der Baustelle andere Routen wählen. Deshalb soll im Vorfeld beispielsweise die Friedrich-Ebert-Straße instandgesetzt werden. Die Ausschreibung für den Auftrag läuft. Bis Mitte Februar können sich Firmen melden. Gebaut werden soll nach den dort vermerkten Fristen im April/Mai dieses Jahres.

Weil beim Bau der Berliner Straße auch der Geh-/Radweg auf der Seeseite erneuert wird, soll zuvor eine Alternative für Fußgänger und Radler da sein. Dafür soll die Fahrradstraße auf der anderen Seite der Strecke in vereinfachter Bauweise asphaltiert werden, so der Vorschlag der Verwaltung. Die Entscheidung wird in der Stadtverordnetenversammlung am 1. Februar fallen.

 

Infotafel und Haushalt

Der Haushalt 2024 steht im Mittelpunkt der nächsten Sitzung des Hohensteiner Ortsbeirats. Sie beginnt am 24. Januar um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Ein weiteres Thema ist die Errichtung einer Infotafel an der Ecke Dorfstraße/Garziner Straße. Die Tafel soll helfen, wichtige Mitteilungen an einen breiteren Personenkreis zu streuen. Denn an dieser pominenten Stelle würden die Infos beispielsweise auch Autofahrern ins Auge fallen. Die vorhandenen Schaukästen erreichen jetzt vor allem diejenigen, die zu Fuß dort entlanglaufen und aktiv nachsehen. Vorgesehen ist, dass Ortsbeirat, Vereine und Feuerwehr den neuen Standort nutzen.

Auf der Tagesordnung stehen außerdem Informationen des Ortsvorstehers und der Verwaltung sowie Anfragen und Verschiedenes.

Sonntagsvorlesung rund ums Herz

Druck- oder Engegefühle in der Brust, Schwindel, Ohnmacht, Luftnot oder Wassereinlagerungen – das alles können Vorboten eines plötzlichen Herztodes sein. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 65.000 Menschen daran. Die Dunkelziffer ist vermutlich weit höher. Am häufigsten liegt eine langjährige koronare Herzkrankheit (KHK) einem solchen Herzstillstand zugrunde. Unmittelbarer Auslöser ist fast immer eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, durch die der Kreislauf innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht und das Herz stehen bleibt. 

Dr. med. Kai Eggers, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Krankenhaus Seelow, wird am 28. Januar 2024 im Rahmen einer Sonntagsvorlesung ausführlich über dieses Thema informieren. Im Anschluss wird er Fragen der Besucher beantworten.

Bei schätzungsweise fünf Millionen Menschen in Deutschland ist eine koronare Herzkrankheit bekannt, die wiederum durch Risikokrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin) entsteht. Was Betroffene tun können und wie die moderne Medizin ihnen helfen kann, erfahren die Besucher in der Sonntagsvorlesung. Sie beginnt um 10 Uhr und dauert etwa 90 Minuten.

Wie immer findet die Veranstaltung in der Cafeteria Bistro Medicus im Strausberger Krankenhaus, Prötzeler Chaussee 5, statt. Der Eintritt ist kostenlos. Interessierte Besucher, Patienten, Angehörige, aber auch Angehörige medizinischer Berufe sind herzlich eingeladen.

Es wird um Anmeldung gebeten. Vorlesungspublikum soll die Krankenhaus-Cafeteria über die Parkseite betreten. Speisenversorgung wird bei der Veranstaltung nicht angeboten.

Kontakt: Tel. 03341 5222191 oder E-Mail an info@khmol.de

 

Lieferzeiten bremsen Lampenreparatur

Gerade in den Wintermonaten fällt es besonders auf, wenn Lampen der Straßenbeleuchtung nicht funktionieren. Oder bei  Verkehrsunfällen zerstörte nicht ersetzt werden. Wie zum Beispiel in der Berliner Straße nahe Lidl. Nach Auskunft aus dem Fachbereich technische Dienste der Stadtverwaltung haperte es dort an Ersatzteilen. Für die gebogenen Masten gab es demnach Lieferzeiten von mehr als einem halben Jahr. Inzwischen ist aber Ersatz eingetroffen und wird montiert, sobald es die Witterung zulässt.

Ebenfalls in der Berliner Straße sind eine Reihe von Leuchten ausgefallen. Dies ist laut Fachbereich auf einen Fabrikationsfehler ab Werk zurückzuführen, weil Wasser eindringen konnte. Im Rahmen der Garantie habe die Firma bis auf einige wenige inzwischen alle Leuchten nachgebessert. Dunkle Abschnitte am Friedhof waren durch einen Kabelfehler verursacht worden, der aber in diesen Tagen beseitigt werden sollte.

Von vielen Ausfällen betroffen ist überdies die Thämannstraße in der Vorstadt. Dort ist die Parnerfirma der Stadt noch auf der Fehlersuche. Man hofft, mit einem Leuchtentausch Abhilfe schaffen zu können. Bislang war es so, dass die Leuchtelemente wieder funktionierten, wenn die Firma sie kurz aus- und dann wieder einschaltete. Deshalb sind derzeit bei fehlerhaften Masten Sicherungen entfernt und die Leuchten so vom Netz getrennt. Probehalber soll in Kürze an einer Stelle ein neuer Lampentyp getestet werden. Tritt der Fehler bei dem nicht auf, ist ein kompletter Wechsel angedacht.

Ebenfalls Probleme macht seit eniger Zeit die Fußgängerampel an der Heinrich-Heine-Straße. Die hat nach einer Fehlermeldung von der Straßenbahn auf ein Festprogramm umgeschaltet, so dass Fußgänger nicht nur auf Anforderung Grün erhalten, sondern regelmäßig.  Der Fehler ist in der Verwaltung bekannt und weitergeleitet. Einen Reparaturtermin gibt es aber noch nicht.

Roboter-Wettbewerb im Fontane-Gymnasium

Das Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg ist am Sonnabend, den 27. Januar 2024, zum zweiten Mal Regionalveranstalter für die FIRST LEGO LEAGUE Challenge (https://www.first-lego-league.org/de/). Ganztägig treten in der Sporthalle 14 Teams aus Berlin und Brandenburg mit ihren programmierten LEGO-Robotern an. Die Teams präsentieren ihre Roboter und Forschungsprojekte zum Saisonthema „Masterpiece“. Sie sollen neue Wege finden, sich kreativ auszudrücken, um andere für ihr Hobby zu begeistern.

Zeitgleich findet der Wettbewerb der FIRST LEGO LEAGUE Explore für die Altersklasse 6-10 Jahre statt. Hier zeigen drei Teams ihr Können. FIRST LEGO LEAGUE versucht Technik, Naturwissenschaften und Teamgeist zu fördern.

Vom Fontane-Gymnasium werden zwei Teams aus der MINT-Klasse des 8. und 9. Jahrgangs sowie die 5. Klasse mit ihrem MINT- Team bei den Wettbewerben dabei sein.

Schauen und Staunen ist nach Angaben der Gastgeber erwünscht und zwischen 10 und 16 Uhr in der Sporthalle möglich.

Regionalgeschichtlicher Vortrag im Stadtmuseum

Das Dorf Ihlow in der Gemeinde Oberbarnim steht am 4. Februar im Mittelpunkt eines Vortrags im Stadtmuseum Strausberg. Manfred Ahrens vom Verein für Stadt- und Regionalgeschichte Akanthus wird insbesondere die Feldsteinkirche von Ihlow und das darin enthaltende Epitaph in den Fokus rücken. Außerdem wird er beleuchten, was Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark zu berichten oder Pfarrer Alexander Giertz von Petershagen mit dem Dorf zu tun hatte.

Der Vortrag beginnt um 14 Uhr im Stadtmuseum Strausberg. Der Eintritt kostet drei Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Kontakt: Tel. 03341 23655 oder E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de 

Plakat

Tourenleiter für Sattelfest gesucht

Am 28. April findet von 11 bis 16 Uhr auf dem historischen Dorfanger in Petershagen das Sattelfest 2024 statt, das Anradeln in der S5-Region. Im Rahmen des beliebten Events starten eine Vielzahl von geführten Radtouren, die als Sternfahrten auf dem historischen Dorfanger des Doppeldorfs enden. Dort werden Gäste gebührend in Empfang genommen, es gibt Speis und Trank, ein Unterhaltungsprogramm und natürlich viel Wissenswertes zum Thema Fahrrad und (Rad-)Tourismus.

Die Radtouren sind das Herzstück. Jedes Jahr gibt es Angebote mit verschiedenen Streckenlängen und unterschiedlichen Anforderungen für Groß und Klein, Jung und Alt und zu unterschiedlichen Themen. Es können Sehenswürdigkeiten entlang der
Strecke besichtigt oder Spiel- und Verpflegungspausen eingelegt werden.

Kennen Sie eine besondere Route, die Sie gern mit anderen Fahrradbegeisterten teilen möchten, und können sich vorstellen, das Sattelfest als Tourenleiter oder -leiterin zu begleiten? Dann freut sich das Organisationsteam auf Kontaktaufnahme bis zum 15. Februar. Eine Teilnahmeerklärung zum Download gibt es hier.

Kontakt: Tel. 03341 4149-121 oder E-Mail an doppeldorf@petershagen-eggersdorf.de

 

Lastenrad-Test beendet

Die Stadt hat die Testphase für den Verleih eines Lastenrades zum Jahresende 2023 abgeschlossen. Vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2023 konnten sich Interessierte bei Radverkehrskoordinator Thomas Deuse kostenlos ein Rad des Typs E-Bullitt mit Platz für Gepäck oder bis zu zwei Kinder abholen. Ein Strausberger Bürger, dem vorübergehend selbst die Zeit zur Nutzung fehlte, hatte es der Stadt kostenfrei zur Verfügung gestellt. Über das Portal der „fLotte Brandenburg“ konnte das Gefährt namens „MOLA“ gebucht werden. „fLotte“ vermittelt Lastenräder kostenfrei als Alternative zum Auto.

Der Bedarf in Strausberg hielt sich aber in den 15 Monaten in Grenzen. Achtmal nutzten Strausberger Bürger die Möglichkeit, zweimal Berliner und je einmal ging das Lastenrad nach Fredersdorf-Vogelsdorf und Neuenhagen. Für einen sehr speziellen Zweck kam das Rad im September bei einer Familie aus Berlin zum Einsatz: Das Paar radelte damit zu seiner Trauung in der Strausberger Kirche St. Josef in der Weinbergstraße.

Die aktivste Zeit erlebte „MOLA“ im Juli und August. In dem Zeitraum hatte es die Kita Nord in der Seehaussiedlung zur Verfügung. Dort war das Rad fast jedes Wochenende an Eltern verliehen. Danach ging es zur regulären Wartung beim örtlichen Fahrradgeschäft S3Velo.

Bei der Auswertung am Jahresende konstatierten Deuse und die Stabsstellenleiterin Wirtschaftsförderung, Kultur und Tourismus im Rathaus, Katja Börnicke, dass das Interesse nur sehr mäßig war und das Projekt über die Stadtverwaltung nicht weitergeführt werden soll. Wahrscheinlich lag die geringe Resonanz auch daran, dass Ausleihe und Rückgabe im Testzeitraum nur an Dienstagen und Donnerstagen möglich waren. Sinnvoller erscheint ein Verleih beispielsweise durch ein Geschäft oder einen Supermarkt mit Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend. Wartungs- und Betreuungsaufwand für das Rad hielten sich indes in überschaubaren Grenzen.

Thomas Deuse auf dem Lastenrad MOLA

Gedenken

Die Stadt Strausberg lädt am 27. Januar zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Beginn ist um 10 Uhr am Gedenkstein hinter dem Seniorenzentrum Dietrich Bonhoeffer in der Wriezener Straße.

Geplant ist, dass Schüler der Lise-Meitner-Oberschule das perfide System der Konzentrationslager darstellen. Sie haben Ende 2023 am Projekt „Ich wandre durch Theresienstadt“ teilgenommen, das sich mit den Lebensumständen in und Kunst aus dem Lager im heutigen Terezin befasste. Terezin ist eine Strausberger Partnerstadt. Theresienstadt war damals der Öffentlichkeit als „Musterlager“ für jüdische Bürger dargestellt worden. Viele Bewohner wurden aber von dort in Vernichtungslager wie Auschwitz gebracht und kamen um.

Im Anschluss will eine Vertreterin von VVN-BdA Märkisch-Oderland Bezüge zum aktuellen Antisemitismus in Deutschland herstellen.

Der 27. Januar wird in Deutschland seit fast 30 Jahren als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Denn am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit, in dem Hunderttausende Menschen umgebracht wurden.

Waldumbau mit Pferdestärke

Am 15. Januar beginnt im Waldstück „Zitrone“ bei Reichenberg der Waldumbau mit Rücke-Pferden. Die Naturparkverwaltung lädt ein, sich über das noch wenig verbreitete Holzrücken mit Pferden zu informieren. Treffpunkt für Interessierte ist um 13 Uhr am Wohnmobilparkplatz südlich der Ortslage Reichenberg.

Um das Wäldchen naturnäher mit Laubbäumen zu entwickeln, wurden einige Kiefern gefällt., So wird Platz für die Entfaltung von Eichen geschaffen. Das Holz soll nun abtransportiert werden. Die Stämme werden mit Pferden aus dem Wald gezogen. Das schont den Waldboden. Weitere Besonderheit ist der große Abstand der „Rückegassen“ von 60 Metern. Im herkömmlichen Forstbetrieb liegen diese Schneisen alle 20 Meter im Wald. Das ist eine wesentlich größere Belastung für den empfindlichen Waldboden, der durch die wichtige Humusschicht einen Speicher für Niederschlag darstellt und Kohlenstoff bindet. Alles wichtige Faktoren für die Anpassung der Region an Temperaturanstieg und Trockenheit.

Die Zusatzkosten für dieses Verfahren wurden durch Landesmittel des Vertragsnaturschutzes finanziert. Der Waldeigentümer kann dadurch einen artenreichen Wald entwickeln, der unter anderem viele Fledermäuse und Spechte beheimatet.

Rückfragen:  Naturparkverwaltung Märkische Schweiz, Maja Wittmann, Tel. 033433 15845, E-Mail maja.wittmann@lfu.brandenburg.de

Energieberatung der Verbraucherzentrale in Strausberg

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) weitet ihr Angebot in Märkisch-Oderland aus. Ab Januar finden wieder einmal im Monat in der Stadtverwaltung Strausberg kostenlose persönliche Beratungen zu den Themen Energiesparen, Sanierung, Heizungstausch und erneuerbare Energien statt. Die Stadt Strausberg unterstützt dieses Angebot, stellt den Raum zur Verfügung. Erster Termin ist der 24. Januar.

„Die gestiegenen Energiepreise und die zunehmende Klimakrise machen deutlich, wie wichtig das Thema Energiesparen ist. Wir freuen uns daher, Räumlichkeiten der Stadt Strausberg nutzen zu können“, sagt Joshua Jahn, Projektleiter der Energieberatung bei der VZB.  So könne die VZB Menschen in und um Strausberg anbieterunabhängige und kostenfreie Beratungen zum Energiesparen anbieten.

Die Gespräche vor Ort führt Energieberaterin Diana Lippold durch. „Viele Ratsuchende wollen wissen, wie sie den energetischen Zustand ihres Hauses verbessern und ihre Energiekosten senken können“, so ihre Erfahrung.  Zudem gebe es viele Fragen zu den geänderten gesetzlichen Vorgaben beim Heizungstausch und begleitenden Förderprogrammen. „Niemand muss seine funktionierende und effiziente Heizung austauschen“, verdeutlicht sie. Die Energieberaterin verweist zugleich darauf, dass der Einbau einer klimafreundlichen neuen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien seit dem 1. Januar mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 70 Prozent gefördert wird. Die VZB helfe bei allen Fragen rund um das Thema Energie. Mit Mietern könne man beispielsweise auf die Betriebskostenabrechnung schauen und bei auffällig hohem Verbrauch Möglichkeiten der Kostensenkung prüfen. Gegebenenfalls werde auch Rechtsberatung empfohlen.

Vorab Termin vereinbaren

Einmal im Monat ist die Energieberaterin der VZB in der Stadtverwaltung im Raum 1.47. Die Beratungstermine 2024 in Strausberg sind  24. Januar, 21. Februar, 20. März, 24. April, 22. Mai, 26. Juni, 17. Juli, 25. September, 16. Oktober und 27. November, jeweils 14 bis 18 Uhr. Interessierte müssen vorab einen Termin vereinbaren unter Telefon 0331 98229995 (Mo-Fr 9-18 Uhr). Veranschlagt werden pro Termin ca. 40 Minuten.

Der Projektleiter bezeichnet das Angebot als „Initialberatung“, dem gegebenenfalls weitere (auch kostenpflichtige) Schritte folgen könnten. Bei Bedarf besteht zum Beispiel die Möglichkeit einer aufsuchenden Energieberatung. Themenschwerpunkten können allgemeines Energiesparen, Heizungstausch oder energetischer Zustand des Hauses sein. Eine solche Energieberatung zu Hause zu einem der Themenschwerpunkte dauert bis zu zwei Stunden und kostet maximal 30 Euro. Im Anschluss an den Ortstermin erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht (kein Gutachten) per Post.

Weitere Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/energiesparberatung-15772

Religionen werden vorgestellt

Unter der Überschrift „Woran wir glauben – Religionen der Welt“ beginnt in Strausberg in Kürze eine neue Veranstaltungsreihe, in der Experten die Weltreligionen vorstellen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, kulturellen Austausch zu ermöglichen, Wissen zu erweitern und Missverständnissen vorzubeugen, sagt Dana Oetzmann vom Netzwerk Familienförderung und Kinderschutz in Hegermühle. Sie finden jeweils von 17 bis 19 Uhr in den Räumen des Vereins für Integration und Bildung in Strausberg und Umgebung (VIBS), Am Annatal 58 (Bürgerzentrum, Eingang Sozialpark MOL/Zweigbibliothek) statt.

Gastredner der ersten Veranstaltung am 17. Januar 2024 ist Imam Mohamed Taha Sabri von der Dar Assalam Moschee in Neukölln.  Laut Ankündigung wird der Imam zur Geschichte und den Grundlehren des Islam sprechen. Zugleich wird Bezug zu aktuellen Fragestellungen genommen. So kommt auch das Verhältnis zu Demokratie, Menschenrechten und Frauen zur Sprache. Im Anschluss an den Vortrag haben Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Imam ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Auf Grund des begrenzten Platzangebots wird jedoch um Anmeldung gebeten.

Kontakt: E-Mail an vibs.strausberg@web.de bzw. dana_oetzmann@awo-ehv.de 

30 Jahre Krankenhaus Strausberg

Das Krankenhaus Strausberg feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen nach erfolgreichem Neubau am Standort in Strausberg. Daran hat die Klinik in einer Mitteilung erinnert. 1991 hatten die Baumaßnahmen für ein neues Krankenhaus begonnen. Es sollte die Zentralisierung aller stationären Einrichtungen im Kreis Strausberg und den kompletten Rückzug aus den Außenstellen Neuenhagen und Altlandsberg ermöglichen, wo bis zu diesem Zeitpunkt die Chirurgische Abteilung und die für Innere Medizin untergebracht waren. In Strausberg wurden zuvor vor allem gynäkologische Patientinnen behandelt und Kinder zur Welt gebracht.

Am 10. Januar 1994 erfolgte in einer gut vorbereiteten Aktion der Umzug mit Patienten und Mobiliar in das neu erbaute 230-Betten-Haus, das heute das Krankenhaus Strausberg ist. Seit 1996 wird es in der Rechtsform einer GmbH betrieben. Seit der Fusion mit dem Krankenhaus Wriezen im Jahr 2000 ist das Krankenhaus Strausberg Teil der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH.

Krankenhaus Strausberg 2010

Umbauten von 2015 bis 2022

2015 begannen in Strausberg erneut umfangreiche Baumaßnahmen, um sich den an ein modernes Krankenhaus gestellten Bedürfnissen anzupassen. Seit der Eröffnung 1994 haben sich die Aufgaben stark verändert. Waren damals die ambulante und stationäre Versorgung noch strikt getrennt, sind dem Krankenhaus inzwischen durch die sektorenübergreifende Vernetzung mehr und mehr Aufgaben auch der ambulanten Versorgung der Bevölkerung zugewiesen worden. Gleichzeitig erhöhte sich der intensivmedizinische Bedarf der stationär zu versorgenden Patienten. Dafür war das Krankenhaus in seiner vor 30 Jahren
gewählten räumlichen Struktur nicht mehr passend.  2022 wurden die neuerlichen baulichen Veränderungen abgeschlossen.

2024 wird für alle Krankenhäuser in Deutschland ein interessantes Jahr und besonders den ländlichen Krankenhäusern viele Herausforderungen bringen. Das Krankenhaus Märkisch-Oderland will – bei allen Unwägbarkeiten – auch im 31. Jahr als Gesundheitsdienstleister für die Menschen der Region einstehen.

Krankenhaus MOL in Strausberg 2024

Wahlhelfer gesucht

Die Stadtverwaltung Strausberg sucht für die Europa- und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024 Wahlvorsteher und Stellvertreter sowie Beisitzer für 25 Urnen- und acht Briefwahllokale. Wahlhelfer prüfen die Wahlberechtigung, geben Stimmzettel aus, beaufsichtigen Wahlkabinen und -urnen, nehmen Eintragungen ins Wählerverzeichnis vor, stellen den ordnungsgemäßen Ablauf der Stimmabgabe sicher und zählen ab 18 Uhr aus. Sie brauchen keine Vorkenntnisse, müssen aber das 16. Lebensjahr vollendet und Wahlrecht haben. Als Aufwandsentschädigung gibt es Erfrischungsgeld. Wünsche zum Einsatzort sowie Pläne für gemeinsamen Einsatz mit Freunden und Bekannten werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Mehr Informationen und den Link zum Herunterladen der Bereitschaftserklärung finden Sie hier.

Bewerbungen bitte an: Stadtverwaltung Strausberg, Wahlbehörde, Hegermühlenstr. 58, 15344 Strausberg, Tel. 03341 381127; E-Mail: wahlen@stadt-strausberg.de

Plakat

Solarpark-Projekt wird vorgestellt

Auf einer etwa 65 Hektar großen Fläche südlich und östlich angrenzend an den Strausberger Flugplatz soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Nennleistung von rund 60 Megawatt Peak entstehen. Der Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung lädt im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
Nr. 68/23 „Solarpark am Flugplatz“ sowie die 10. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt interessierte Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, den 17.01.2024 um 18 Uhr zu einer Erörterungsveranstaltung ein. Sie findet im Gebäude der Stadtverwaltung, Raum 3.48 (3. Etage), Hegermühlenstraße 58, statt. Es ist auch möglich, über die Videokonferenz-Plattform „BigBlueButton“ ab 17.30 Uhr online an der Veranstaltung teilzunehmen.

Nach Erläuterung der Ziele, Zwecke, Planungsalternativen sowie Auswirkungen der Planung können Äußerungen und Stellungnahmen abgegeben werden. Ziel ist es, Anmerkungen zum Vorhaben möglichst frühzeitig im Verfahren zu berücksichtigen. Das Anhörungsergebnis wird dementsprechend in die weitere Planung einfließen.

Zusätzlich zur Informationsveranstaltung werden die Unterlagen vom 15. Januar bis 19. Februar 2024 auf der Internetseite der Stadt
unter Bauen & Gewerbe/Aktuelles/Beteiligung eingestellt und sind während der Sprechzeiten der Verwaltung (Dienstag 8:30 – 12 & 13 – 18 Uhr; Donnerstag 8:30 – 12 Uhr & 13 – 16 Uhr) im Raum 3.02 des Verwaltungsgebäudes  einsehbar. Stellungnahmen können bis 19. Februar auch schriftlich oder per E-Mail an jonatan.schild@stadt-strausberg.de eingereicht oder zu den Sprechzeiten zur Niederschrift vorgetragen werden. Rückfragen sind unter der Telefonnummer 03341 381330 möglich.

 

Sternsinger auf Spendentour

Ein paar Tage früher als sonst sind in diesem Jahr die Sternsinger der katholischen Gemeinde St. Hubertus Petershagen/Strausberg durch Strausberg gezogen. Weil der 6. Januar diesmal auf einen Sonnabend fällt, wurde die Runde in der Stadt auf den 4. Januar vorverlegt. Die Mädchen und Jungen ziehen im Gewand der Heiligen Drei Könige mit Gefolge durch die Region, um Segen zu vergeben und Spenden für Hilfsprojekte in rund 100 Ländern weltweit zu sammeln.

Erste Station der Gruppe war die Stadtverwaltung in der Hegermühlenstraße. Es wurden Lieder gesungen, ein Gebet gesprochen, selbst gebastelte Saatbomben verteilt und Informationen zur diesjährigen Aktion gegeben. Motto ist 2024 „Gemeinsam für unsere Erde – in Amazonien und weltweit“. Die Einnahmen gehen vor allem an Projekte in Südamerika, um die die dortige Umwelt und Kultur zu schützen und die Lebensgrundlagen von Kindern und Erwachsenen zu erhalten. Sie sind zum Beispiel durch rücksichtslose Ausbeutung von Ressourcen, Brandrodungen oder Abholzungen bedroht. Auch eine Dürre macht derzeit vor allem den indigenen Menschen zu schaffen. Zugleich wollen die Akteure verdeutlichen, dass Mensch und Natur am Amazonas, aber auch hierzulande eine Einheit bilden. Sie wollen ermutigen, sich für das Recht auf eine gesunde Umwelt einzusetzen.

Sternsinger 2024

Nach dem kleinen Programm wurde der Segens-Aufkleber mit den Initialen 20*C+M+B+24 (Christus Mansionem Benedicat/Christus segne dieses Haus und die Jahreszahl) über der Drehtür angebracht. Zur Stärkung für den weiteren Weg bot Fachbereichsleiter Sven Salomo den Gästen Tee und Süßes an. Stationen im Anschluss waren noch die Sparkassen-Zentrale, das evangelische Gemeindehaus, die Stadt-Apotheke am Markt, der Eine-Welt-Laden, das Brillenstudio Frenzel und die Caritas. Laut Veronika Aehlig, ehrenamtliche erwachsene Begleiterin der Sternsinger, waren im Vorjahr in Strausberg und Petershagen-Eggersdorf rund 4000 Euro gesammelt worden. Auch diesmal landeten schon an der ersten Station etliche Scheine und Münzen in der Spendenbox.

Ticketverkauf eingeschränkt

Mit dem Jahreswechsel sind Änderungen beim Ticketverkauf der Strausberger Eisenbahn am Lustgarten wirksam geworden. Fahrkarten können im Gebäude der Stadt- und Touristinfo nunmehr montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr erworben werden. Der Service der Touristinfo selbst kann weiterhin dienstags bis sonnabends von 10 bis 15 Uhr in Anspruch genommen werden.

Die Strausberger Eisenbahn (STE) macht darüber hinaus darauf aufmerksam, dass seit 1. Januar die Tariferhöhung des Verkehrsverbundes VBB greift. Auch der Haustarif der STE wurde angepasst. Der Einzelfahrschein im Haustarif kostet nun 1,80 statt 1,70 Euro (Fähre 2,00 statt 1,90), die Sieben-Tages-Karte 16 statt 15 Euro, die Monatskarte 42,50 statt 39 Euro und das Jahresabo bei jährlicher Abbuchung 365 statt 350 Euro. Die meisten ermäßigten Fahrscheine sind ebenfalls etwas teurer geworden.
Mehr Infos rund um STE-Tarife und Abos gibt es hier.

Die Fahrpreise sind im VBB-Gebiet um durchschnittlich rund 6,7 Prozent angehoben worden. Bereits erworbene Tickets können noch bis Mitte des Jahres 2024 genutzt bzw. gegen Aufpreis umgetauscht werden – bei der Stelle, wo sie gekauft wurden.

Postkartengeschichten im Stadtmuseum

„Grüße aus Strausberg – Strausberger Ansichten im Postkartenformat“ ist der Titel einer Sonderausstellung, die bis Anfang März im Stadtmuseum zu sehen ist. Museumsleiterin Juliane Günther-Szudra hat aus der Sammlung alter Postkarten im Fundus der Einrichtung eine kleine Auswahl getroffen. Sie habe insbesondere das ausgewählt, „was Strausberger mit Strausberg verbinden“, erläuterte sie – die Altstadt, den See, die Gastronomie und Bahnhofsgeschichte, erklärte sie. Zu sehen ist beispielsweise die älteste gefundene Strausberg-Ansicht, die 1897 verschickt wurde.

Älteste Postkarte

Neben den etwa 50 Karten wird auf Infotafeln die geschichtliche Entwicklung dieses Kommunikationsmediums verdeutlicht, das 1869 erstmals zum Zuge kam. Mittlerweile sind zwar die elektronischen Medien klar auf dem Vormarsch, doch noch immer sind Postkarten mit ein paar handschriftlichen Zeilen als persönlicher Gruß weit verbreitet.

Historiker beleuchtet die Geschichte der Stadt

Der Ausstellungseröffnung vorangegangen war ein Vortrag von Gerd-Ulrich Herrmann. Der Historiker ließ anhand der alten Ansichten die Geschichte der märkischen Stadt von den Anfängen bis heute Revue passieren. Er spannte einen Bogen von Burg, Kirche und Stadtmauer über Kloster, Markt, Friedhöfe und wichtige Persönlichkeiten bis zu Ost- und Kleinbahn, Schulen und Gaststätten. Zum Beispiel das einstige Hotel Jenseits des Sees mit Aussichtsturm. Dessen Besitzer hatte dereinst die Fähre über den Straussee initiiert, um Touristen den Weg zu verkürzen und so seine Gästezahlen zu steigern.

der Vortrag

Eine Reihe der alten Ansichten ist heute gar nicht mehr oder so nicht mehr da. Womöglich war deshalb das Interesse an dem Vortrag so groß. Der Veranstaltungsraum im Museum war jedenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt. Bis kurz vor Beginn kamen noch Anfragen, die abschlägig beschieden werden mussten. Deshalb wurde eine Wiederholung des Vortrags am 3. März verabredet. Die ersten zehn Anmeldungen stehen bereits auf der Liste.

Kontakt: Tel. 03341 23655; E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Mobiles Familiencafé geht auf Tour

Der Starttermin steht schon fest, der Ort allerdings noch nicht: Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) geht ab 11. Januar mit einem mobilen Familiencafé auf Tour durch Strausberg. Wie Projektleiter Christian Schirmer erläutert, ist Ende November die Förderzusage vom Brandenburger Sozialministerium gekommen. Nun könne man mit dem Modellprojekt starten.

Bislang bietet die AWO in ihrem Familienzentrum am Annatal 52a im Wohngebiet Hegermühle neben anderen niedrigschwelligen Aktionen zweimal wöchentlich einen festen Treff für Familien an. Zettel an den Hauseingängen im Umfeld weisen auf das Angebot hin, die Resonanz hält sich aber in Grenzen. Deshalb will die AWO nun neue Wege gehen.

Angebote gleich vor Ort prüfen

Geplant ist, dass ein Team aus drei Personen zweimal monatlich in Einrichtungen wie Kitas, Schulen oder Gemeinschaftsunterkünfte geht, wo Eltern und Kinder gemeinsam anzutreffen sind. Zur Abholzeit am Nachmittag wird sich dann ein Projektbeteiligter um die Kinder kümmern und Mitmachangebote präsentieren: Ball spielen, Stelzenlaufen oder ähnliches. Die anderen kommen derweil bei Kaffee oder Tee und einem kleinen Snack mit den Müttern und/oder Vätern ins Gespräch. Sie haben einen Koffer mit Informationsmaterial dabei und einen Laptop nebst Drucker, um Hilfsangebote vor Ort zu prüfen und eventuell gleich Anträge auszufüllen. 

Nora Daehn und Chrisian Schirmer mit einem Tel der Utensilien

„Wir sind keine Fachberatung, sondern wollen Orientierungshilfe bieten“, betont Schirmer. Allerdings könne man mit Erfahrung und Expertise aus der Familienhilfe unterstützen. „Es gibt ja viele Angebote“ weiß Schirmer und nennt unter anderem das Netzwerk gesunde Kinder. Allerdings müsse man davon wissen. Zudem könne das Team auf das Angebot der AWO im Familienzentrum in der Hegermühle aufmerksam machen und mehr Familien an die Stätte binden, so die Idee. Wenn etwas unter vier Augen geklärt werden müsse oder Folgegespräche nötig würden, werde dies sowieso dort erledigt.

Zunächst ist die Förderung für ein Jahr bewilligt. Schirmer hat Einrichtungen angeschrieben und wartet auf die Rückmeldungen, um daraus einen Plan für das Jahr zu strocken. Bei schönem Wetter im Sommer könnte man das Team vielleicht auch auf Spielplätzen oder an Badestellen antreffen, blickt er voraus. Bierzeltgarnitur und Sonnensegel gehören jedenfalls auch zur Ausstattung.

Voller Wunschzettelbriefkasten

Viel zu tun bekommen haben Weihnachtsmann und Wichtel nach dem Strausberger Weihnachtsmarkt. Noch am Montag wurden fleißig Wunschzettel sortiert und Adressen abgetippt. Denn im Weihnachtsmannbüro unterhalb des Marktes wurden am dritten Adventswochenende rund 500 Wunschzettel angenommen. Knecht Ruprecht und sein Helfer Ibrimiläus werden nun 175 Kindern antworten, die die komplette Adresse auf ihrem Zettel vermerkt haben. Sie bekommen ein Dankeschön,  das Versprechen, dass sich die beiden für die Erfüllung der Wünsche ins Zeug legen werden, und ein Gedicht, wie Heiligabend bei Weihnachtsmann und Wichtel aussieht.

Eine Antwort könnte eine Weile dauern, ehe sie den Absender erreicht: Denn der am weitesten entfernte Wunschzettel kam aus Portland in den USA. Die Familie war zur Zeit des Weihnachtsmarkts zu Gast in der Pension Altstadt.  Auch ein Papier aus Bonn fand sich im Briefkasten an der Großen Straße 54.

Weihnachtsmannbüro

Buch über Munitionsfabrik vorgestellt

Ein volles Haus hat die Präsentation des neuen Buches „Munition für den Krieg – Märkisches Walzwerk GmbH Strausberg“ von Gerd-Ulrich Herrmann dem Stadtmuseum Strausberg beschert. Nur ein einziger Platz blieb vor wenigen Tagen im Veranstaltungsraum des Hauses leer. 

In etwa anderthalb Stunden vermittelte das Mitglied des Regionalgeschichtsvereins Akanthus dem Publikum, was er in den vergangenen Monaten zu der einstigen Fabrik an der Hegermühlenstraße zusammengetragen hat. Dieses „dunkle Kapitel der Stadtgeschichte“, wie es Museumschefin Juliane Güther-Szudra bezeichnete, war bislang wenig erforscht. In der als Walzwerk deklarierten Munitionsfabrik, einem Tochterunternehmen der Fritz Werner AG, wurden Infanteriepatronen und Munitionsteile für Bordwaffen und Luftabwehrgeschütze der deutschen Wehrmacht im zweiten Weltkrieg produziert. Auch Zwangsarbeitende, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge mussten in der Fabrik schuften, oft unter unmenschlichen Bedingungen.

Gerd-Ulrich Herrmann

Herrmann konnte sich bei seinen Recherchen unter anderem auf Material des früheren Akanthus-Mitglieds Günther Matthes stützen, der bereits mit Zeitzeugen gesprochen und „vieles hinterlassen“ habe. Auch er selbst habe mit mehreren Strausbergern gesprochen, deren Eltern im Werk beschäftigt waren, erzählte Herrmann. In den Familien sei kaum oder nie über die Fabrik geredet worden, so seine Erfahrung. Manche Nachfahren waren übrigens bei der Buchpremiere dabei. Überdies hatte der Autor Kontakte zur europäischen Forschungsgesellschaft Munition geknüpft.

Fabrik sorgt für Wasserknappheit

Er machte deutlich, dass Munitionsproduktion für die Firmen ein sehr lukratives Geschäftsmodell war und ist. Und die Strausberger Verantwortlichen im Magistrat hätten Anfang der 1930er-Jahre großes Interesse an der Industrieansiedlung gehabt. Denn es herrschte hohe Arbeitslosigkeit. Die Stadt habe sogar einen Verlust beim Grundstücksgeschäft in Kauf genommen, berichtete er. Und erste Baupläne für die Fläche einer ehemaligen Klavierfabrik an der Hegermühlenstraße gab es bereits Ende 1934, als die Verhandlungen noch im Gange waren. Das Walzwerk, das später auch noch eine alte Schuhfabrik belegte, sorgte indes für einige Probleme. Zum Beispiel für Wasserknappheit. Es „fraß“ mehr als die Hälfte des städtischen Wasserbedarfs und hatte noch dazu Sonderkonditionen durchgesetzt. Auch das Abwasser mit Schwefel und Salzen war nicht ohne und sein Gestank ein Ärgernis.

beim Vortrag

Am Ende kam Herrmann noch mit mehreren Besuchern ins Gespräch und konnte auch das eine oder andere Buch an den Mann oder die Frau bringen. Und weil nicht alle Anmeldungen für die Buchpremiere berücksichtigt werden konnten und es nach der Veranstaltung noch weitere Anfragen gab, ist eine Wiederholung im kommenden Jahr bereits verabredet, aber noch nicht terminiert. Erst einmal ist Herrmann allerdings am 28. Dezember wieder aktiv: dann mit dem Vortrag „Strausberg in alten Ansichten …“ zur Eröffnung der Postkarten-Sonderausstellung.

Lichterglanz und Leckereien

Die Lichterfahrt der Feuerwehren hat beim Strausberger Weihnachtsmarkt für eine rappelvolle Altstadt gesorgt. Hunderte säumten insbesondere die Strecke zwischen Lustgarten und Markt, die der Zug der Fahrzeuge entlangrollte. Fast 50 mit Lichterketten und weihnachtlichen Figuren geschmückte Autos und andere Gefährte hatten sich eingereiht, vom Trabant und Barkas aus DDR-Zeiten über Tanker und Gerätewagen bis zur aktuellen Drehleiter. Mit dabei waren neben den Kameraden aus Strausberg auch viele Wehren aus Nachbarorten. So zum Beispiel Rüdersdorf, Rehfelde, Garzau-Garzin, Eggersdorf, Altlandsberg, Neuenhagen, Hoppegarten, Hönow und andere sowie selbst aus Seelow und Berlin.

Lichterfahrt

Ebenfalls im Zug: Rettungsdienst und Katastrophenschützer vom Landkreis, die Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst und die Wasserwacht Strausberg des DRK sowie der Verein European Police Car Unit. Und vorneweg der Fanfarenzug. Immer wieder wurden aus dem Spalier Beteiligte begrüßt und bisweilen sogar gefeiert, denn auch ein Geburtstagskind lief in der Parade mit. Und es dürften massig Fotos und Videos entstanden sein: überall am Straßenrand blinkten Handys. Ein paar filmische Eindrücke gibt es auch bei Youtube.

Am Nachmittag hatte der Weihnachtsmarkt etwas verhalten begonnen. So hatte der Stollenanschnitt mit Weihnachtsmann, Wichtel, Engel und Bürgermeisterin um 14 Uhr am Markt diesmal noch nicht den Riesenzulauf. Die Stollen – vier Sorten, gesponsert wieder von der Firma Schulte Bau und gebacken diesmal in der Buckower Bäckerei Berendt – reichten eine ganze Weile. Sie wurden später noch an der Wunschzettelstation verteilt. Und wurden sehr gelobt. Mit einsetzender Dämmerung füllte sich die Stadt dann aber zusehends.

Stollenanschnitt

In der Großen Straße, am Markt und an der Marienkirche fanden Besucher Handwerkliches von Holzarbeiten und Weihnachtsdeko bis Schmuck und Kerzen sowie Kulinarisches von Crepes und Zuckerwatte bis Bratwurst und Glühwein. Ein Fitnessstudio warb um Kunden, die Andere Welt Bühne für ihr Theater, die Anne-Frank-Oberschule verkaufte und sammelte Spenden für einen guten Zweck und ein Karikaturist hielt Interessierte auf Papier fest. Im alten Stadthaus bot die Touristinfo Strausberger Kleinigkeiten an, die sich als Gabe zu Weihnachten eignen. Die Einpackhilfe für mitgebrachte Geschenke wurde indes kaum genutzt. Aus dem Weihnachtsiglu am Markt erklang Musik und vor dem Weihnachtsmannbüro drängten sich Mädchen und Jungen, um Knecht Ruprecht und Wichtel beim Wirken zuzuschauen und zuzuhören.

Baumkuchen aus Salzwedel fand viel Anklang

Ein Höhepunkt am Freitag war das Schaubacken der Salzwedeler Mönche am Fuße des Marktes. Jost Fischer alias Pater Nosta war vor allem von Frauen umringt, als er die angewärmte Teigmasse Schicht für Schicht auf die Walze brachte. Am offenen Feuer bekommt sie ihre endgültige Form, Konsistenz und Farbe. Im Anschluss demonstrierte Fischer das richtige Schneiden und präsentierte reichlich Kostehäppchen. Wer mehr wollte, konnte dies am Stand nahe der Predigerstraße bekommen. Zwar war der Kuchen diesmal nicht binnen 45 Minuten vergriffen wie beim ersten Test in Strausberg vor gut fünf Jahren, aber zumindest konnten die Salzwedeler am Sonntag vorfristig ihre Hütte abschließen, weil alles alle war.

Baumkuchenverkostung

Zu der Zeit war auf dem Markt noch das Konzert des Gospelchors ReMix der evangelischen Kirchengemeinde voll im Gange. Seit etwa einem halben Jahr gibt es die Truppe von Frauen und Männern. Sie probt dienstags ab 18 Uhr im Gemeindehaus und hatte zu Weihnachten erst ihren dritten Auftritt. Dafür gab es ordentlich Applaus. Zuvor und im Anschluss unterhielten einzelne Künstler ebenfalls mit Livemusik.

Die Bürgermeisterin dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz.

Treffen der Behindertenbeauftragten der S5-Region

Die kommunalen Behindertenbeauftragten der S5-Region und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Märkisch-Oderland haben sich Ende November in der Stadtverwaltung Strausberg getroffen. An dem Treffen nahmen neben Janett Ohm aus Seelow Kerstin Wendt (Strausberg), Susanne Dünkel (Hoppegarten), Heike Agsten (Petershagen-Eggersdorf), Roswitha Günster (Fredersdorf-Vogelsdorf) und Frank Richter (Neuenhagen) teil.
Einige der Beauftragten sahen sich an diesem Tag zum ersten Mal, obwohl sie schon seit einiger Zeit in ihrer Stadt bzw. Gemeinde tätig sind. So haben anfangs alle erst einmal sich und ihren eigenen Tätigkeitsbereich vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass trotz ähnlicher Aufgaben die konkrete Arbeit vor Ort doch sehr unterschiedlich aussieht, zumal die meisten ehrenamtlich tätig sind. Auch die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen und Gemeindevertretungen ist nicht überall in gleichem Maß ausgeprägt. Da, wo das Interesse an Themen wie Inklusion und Barrierefreiheit von vornherein vorhanden ist, haben es auch die Behindertenbeauftragten einfacher.

Das Treffen wurde auch dazu genutzt, Ideen von anderen eventuell für die eigene Arbeit zu übernehmen. So gibt es in Strausberg einen Stadtplan, auf dem die Barrierefreiheit von Ärzten, Apotheken, öffentlichen Verkehrsmitteln, Restaurants usw. eingetragen ist. Das könnte man sich durchaus auch für andere Gemeinden vorstellen und wäre für Menschen mit und ohne Behinderung dort hilfreich.

Insgesamt war das Treffen für alle eine gute und sehr gelungene Veranstaltung. Man vereinbarte, dass man sich auch weiterhin regelmäßig treffen möchte. Außerdem wurde ein Netzwerk per Telefon und E-Mail eingerichtet, über welches man sich schnell und unkompliziert austauschen kann.

Kinder- und Jugendparlament gewählt

In der Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember ist über das neue Kinder- und Jugendparlament (KJP) der Stadt informiert worden. Es war Ende November in den Strausberger Schulen neu gewählt worden. Zur Wahl gestellt hatten sich 59 Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 5. Insgesamt 1217 Stimmen wurden abgegeben. Den Kandidatinnen und Kandidaten wurden die Ergebnisse bereits Anfang Dezember bei einer kleinen Wahlparty präsentiert.

Alle Schulen, die Bewerber hatten, sind auch im neuen KJP vertreten. Die Bewerberinnen und Bewerber mit den meisten Stimmen besetzen nun die 32 stimmberechtigten Plätze in dem Beteiligungsgremium für junge Leute. Die meisten Mitglieder kommen aus der Hegermühlen-Grundschule (8) sowie den Grundschulen am Annatal (6) und am Wäldchen (5). Vorstadt-Grundschule und Anne-Frank-Oberschule sind je viermal vertreten, das Fontane-Gymnasium zweimal und Oberstufenzentrum, Lise-Meitner-Oberschule und Einstein-Gymnasium Neuenhagen (dortige Schüler, die in Strausberg wohnen, sind ebenfalls wahlberechtigt und wählbar) je einmal. Alle anderen 27 Kandidatinnen und Kandidaten werden zunächst beratende Mitglieder sein.

Zukünftig werden die jungen Parlamentarier in vier Arbeitsgruppen zusammenkommen und an ihren Themen arbeiten.

Ein Dank ging insbesondere an Sozialarbeiter und Schulen für die Unterstützung der Wahl.

Alle Infos zur Wahl gibt es auch auf der Homepage des KJP.

Weihnachtsgeschenk für Schule und Hort

Die Heinrich-Mann-Bibliothek Strausberg hat jetzt rund 150 Mädchen und Jungen aus der Stadt ein vorweihnachtliches Erlebnis beschert. Patricia Prawit war mit einer weihnachtlichen Geschichte um Ritter Rost bei den 2. bis 4. Klassen der Grundschule am Annatal und Hortkindern am Wäldchen zu Gast. Mittlerweile gibt es rund 20 derartige Bücher. Zu jedem gehört auch eine CD. Und auf denen verleiht Patricia Prawit einer Figur die Stimme: dem Burgfräulein Bö. Und sie tourt mit passenden musikalischen Lesungen durchs Land.

In Strausberg erweckte die frühere Solistin im Friedrichstadtpalast neben Bö die keifende Tante, den scheppernden Ritter, den krächzenden Drachen und den König nebst Schreiberling zum Leben. Nicht mit Kostümwechsel, sondern durch unterschiedliche Stimmen und kleine Utensilien. Sie bezog bei dem Auftritt auch die kleinen Zuhörer und Zuschauer mit ins Geschehen ein. Die Mädchen und Jungen konnten mitsingen und mitklatschen oder die Lieder mit passenden Gesten illustrieren. Die Kinder machten auch gut mit, obwohl zum Beispiel in der Hegermühle die Mehrheit die Buchreihe von Ritter Rost zuvor nicht kannte. Zum Abschluss warb die Künstlerin beim jungen Publikum fürs Lesen. „Lesen gefährdet die Dummheit“, gab sie allen nach etwa einer Stunde mit auf den Heimweg.

Lesung

Künstlerin war schon einige Male in  Strausberg

Patricia Prawit

Julia Zehms von der Zweigbibliothek Hegermühle sagte, Patricia Prawit sei fast schon „Stammkünstlerin“ in Strausberg. Im vergangenen Jahr habe sie schon zwei Veranstaltungen in der Stadt gestaltet, in diesem Oktober gastierte sie bereits mit ihrem Marlene-Dietrich-Programm „Nachtgedanken“ am Annatal. „Das war für die Erwachsenen, jetzt gab es zu unserem Geburtstag was für die Kinder“, erinnerte sie daran, dass die Zweigbibliothek nun seit 20 Jahren am jetzigen Standort ist.

Die Zweigstelle am Annatal hat übrigens am 21. Dezember das letzte Mal im Jahr 2023 geöffnet, die Hauptstelle am Markt regulär ebenfalls. Die Zentrale bietet aber am 28. Dezember von 10 bis 14 Uhr noch eine Öffnungszeit mit Bastelaktion für Kinder an. Erster Öffnungstag 2024 ist für beide Einrichtungen dann am 2. Januar.

Fitness-Fans erfüllen Wünsche

Das Fitnessstudio Clever Fit in der Strausberger Altstadt hat gemeinsam mit Erziehern der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der „Wattenbeker“ in Strausberg eine Aktion zum Fest vorbereitet. In der Wohngruppe werden sieben Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren betreut, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Sie sollen zu Weihnachten beschenkt werden, konnten im Vorfeld ihre Wünsche äußern. Die wurden im Studio an einen Tannenbaum gleich im Eingangsbereich gehängt und können nun von Mitgliedern erfüllt werden. Die Palette reicht von Spielen über Bücher und Tonie-Box-Figuren bis zu einem ganz speziellen Musikinstrument. Sportlerinnen und Sportler können einzeln einen Wunsch erfüllen oder mit anderen zusammenlegen. Zum Fest werden die Geschenke dann den Kindern übergeben.

Wie Max Schulz, der Chef des Studios, erläuterte, habe man nach einem passenden Adressaten für solch eine Aktion gesucht.  Die Entscheidung fiel letztlich zwischen einer Kindereinrichtung in Strausberg und dem Tierheim Wesendahl. Weil letzteres in jüngster Zeit in die Schlagzeilen geraten war, habe man die Wattenbeker ausgewählt.

Wunschbaum

Letzter Pokal übergeben

Als letzter Preisträger des Stadtradelns 2023 in Strausberg hat jetzt die Hegermühlen-Grundschule ihren Siegerpokal bekommen. Thomas Deuse, in der Stadtverwaltung der Ansprechpartner für den Radverkehr, übergab den Wanderpokal und Sachpreise der Sponsoren an Schulleiterin Marina Altkuckatz. Mit dabei waren Fünftklässler, die im September eifrig mitgeradelt waren, sowie Mädchen und Jungen, die jüngst Schmuck für den Weihnachtsbaum am Markt gebastelt hatten. Bei der städtischen Auszeichnungsveranstaltung im Oktober war die Schule ferienbedingt nicht vor Ort.

Pokalübergabe

 

In der Hegermühlen-Grundschule hatten sich 189 Mädchen, Jungen und Pädagogen an der Radelaktion vom Klimabündnis beteiligt. Mit gut 13.000 Kilometern, also über 70 Kilometern pro Kopf, erzielten sie die Bestwerte der Strausberger Grundschulen. Sie sparten damit mehr als zwei Tonnen CO2 ein oder umgerechnet rund 800 Liter Kraftstoff.

Bewährt hat sich aus Sicht der Schulleiterin, dass die Kinder nur in der Schule namentlich registriert waren und öffentlich nur der Teamname auftauchte. Die Kinder seien sehr motiviert gewesen, hätten darauf geachtet, dass auch alle Strecken eingetragen werden. Und die Aktion habe auch im Unterricht eine Rolle gespielt, berichtete sie.

Schüler und Schulleiterin kündigten an, dass sie 2024 (vom 8. bis 28. September) wieder dabei sein wollen. Deuse hofft, dass Strausberg auch mit ihrer Hilfe dann die 100.000-Kilometer-Marke übertreffen kann. Er plant übrigens, etwa zur Halbzeit des Stadtradelns 2024 eine Extra-Radtour für Schulen anzubieten.

Interessenbekundung für Roten Hof

Die Stadt Strausberg beabsichtigt, im Rahmen einer öffentlichen Interessensbekundung mit Interessenten über die Betreibung und
Weiterführung des Kinderbauernhofes „Roter Hof“ in Verhandlung zu treten. Der zukünftige Nutzer muss den Erhalt des Hofes
durch eine wirtschaftliche Lösung langfristig sichern.

Ziel des nichtförmlichen Interessenbekundungsverfahrens ist es, ein Nutzungskonzept zu erhalten, dass den Einwohnern und
Besuchern der Stadt Strausberg ein Freizeitangebot auf dem Kinderbauernhof bietet. Das erwartete Nutzungskonzept soll anhand
geeigneter, planerischer Darstellungen erläutert werden.

Der Kinderbauernhof „Roter Hof“ liegt etwas abseits der Stadt, ca zehn Gehminuten vom S-Bahnhof Strausberg Nord entfernt. Er hat einen Streichelzoo mit vielen Tieren, Spielgelegenheiten und ist für Projekt- und Wandertage und Feriencamps geeignet.

Weitere Angaben finden sich in einem Pdf-Dokument zum Download, einen Überblick zum Grundstück bietet ein Luftbild.

Stollen, Lichterfahrt und Weihnachtslieder

Vom 15. bis 17. Dezember findet in der Großen Straße, am Markt und an der Kirche der diesjährige Weihnachtsmarkt in der Strausberger Altstadt statt. Geöffnet ist er am Freitag von 16 bis 21 Uhr, am Sonnabend von 12 bis 21 Uhr und am Abschlusstag von 12 bis 18 Uhr. Es wird wieder das Weihnachtsiglu aufgebaut, das Weihnachtsmannbüro öffnen. Kinder können auf Karussells Runden drehen oder in der „Wichtelwerkstatt“ im Deine-Welt-Laden Abwechslung finden. Ein Adventsmarkt hält an allen Tagen Handwerkliches und Kulinarisches bereit. Darüber hinaus ist Karikaturenzeichnen angekündigt.

Am Freitag ab 17 Uhr können Gäste beim Schaubacken von Salzwedeler Baumkuchen zusehen. Ab 17.30 Uhr steht in der Kirche das Adventsliedersingen vom gemischten Chor auf dem Programm. Zu den Marktzeiten am Sonnabend wird im alten Stadthaus am Markt Hilfe beim Einpacken von Geschenken angeboten. Gegen einen kleinen Obolus können Kartons in den Bibliotheksräumen weihnachtlich verpackt werden. Ein gewisser Fundus an Weihnachtspapier ist vorhanden, wer aber spezielle Wünsche hat, sollte eigenes Papier mitbringen.

Höhepunkt am Sonnabend dürfte die Neuauflage der Strausberger Lichterfahrt werden. Ab 17 Uhr rollen festlich illuminierte Feuerwehrfahrzeuge aus Strausberg und anderen Orten durch die Stadt. Es werden in diesem Jahr noch mehr sein als bei der Premiere 2022. Angeführt wird die Lichterfahrt vom Fanfarenzug des KSC. Der Stollenanschnitt mit der Bürgermeisterin findet diesmal bereits wieder um 14 Uhr am Sonnabend statt.  

Ab 18 Uhr können Strausbergerinnen und Strausberger dann in der Marienkirche Weihnachtsliedern lauschen oder mitsingen. Darüber hinaus will die Kirche von 12 bis 18 Uhr Markttreiben und Kirchenkaffee anbieten sowie von 14 bis 17 Uhr Ponyreiten und Schminken für die Kleinen. Auch mittelalterliche Kinderunterhaltung wird avisiert.

Parkhaus geöffnet, Weihnachtsbahn fährt

Am Sonntagnachmittag gegen 15.30 Uhr wird am Markt der Gospel-Chor Re.Mix der evangelischen Kirchengemeinde auftreten.  Etwa 16.45 wird in der Kirche die Ankunft des Friedenslichts aus Bethlehem erwartet. Anschließend wird der Ökumenische Bläserchor Eggersdorf dort für festliche Bläserklänge sorgen.

Zum Weihnachtsmarkt kann übrigens das Parkhaus in der Hegermühlenstraße Samstag und Sonntag kostenlos genutzt werden. Die Strausberger Eisenbahn schickt an diesen beiden Tagen von 14 bis 18 Uhr (letzte Fahrt 18.20 Uhr ab S-Bahnhof) ihren Reko-Triebwagen als Weihnachtsbahn zusätzlich auf die Strecke. In der Bahn gelten aber keine VBB-Fahrkarten oder Deutschlandtickets, sondern nur Haustarif-Fahrscheine.

Weihnachtsmarkt im Stadtmuseum

Viel positive Resonanz hat das Team des Strausberger Stadtmuseums für seinen kleinen Weihnachtsmarkt am Vorabend des 1. Advent bekommen. Nach der Statistik von Museumsleiterin Juliane Günther-Szudra haben rund 200 Gäste das Angebot wahrgenommen. „Auch die Händler waren begeistert. Die meisten haben sich gleich für den Ostermarkt angemeldet“, berichtete sie. Zu haben waren unter anderem handgefertigte Kerzen, Holzarbeiten, Perlen- und Weihnachtsschmuck und Keramik. Kinder konnten wieder basteln, und zwischendurch schaute ein Weihnachtsmann vorbei.

Für das leibliche Wohl der Gäste stand beispielsweise Kuchen bereit und draußen grillte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr. Über der Feuerschale im Museumsgarten konnte zudem Stockbrot gebacken werden. Wem es trotz der Feuerschale zu kalt war, der konnte sich bei Glühwein aufwärmen.

Weihnachtsmarkt im Stadtmuseum

Weihnachtsmarkt im Stadtmuseum                                                                                                                           Foto: strausberg-live.de

Die Museumschefin will nach den Erfahrungen der jüngsten Veranstaltungen solche Angebote künftig vor allem freitags und sonnabends machen. Die nächsten in diesem Jahr sind allerdings erst einmal donnerstags vorgesehen. Zum Beispiel die Vorstellung des Buches „Munition für den Krieg – Märkisches Walzwerk GmbH Strausberg“ von Gerd-Ulrich Herrmann am 14. Dezember um 17 Uhr.

Zwischen den Feiertagen ist am 28. Dezember zudem eine Ausstellungseröffnung mit Vortrag vorgesehen. Unter dem Motto „Grüße aus Strausberg“ will das Museum dann Schätze aus seinem reichen Ansichtskartenfundus vorstellen und die Geschichte dieser Karten beleuchten. Gerd-Ulrich Herrmann will zudem alte Ansichten mit dem heutigen Bild vergleichen. Geöffnet ist an dem Tag von 10 bis 14 Uhr. Der Vortrag soll um 11 Uhr beginnen, die Ausstellung im Anschluss gegen 12 Uhr eröffnet werden.

Um alle Vorbereitungen auch für weitere Aktionen in guter Qualität erledigen zu können, hat das Museum in der 50. und 51. Kalenderwoche etwas kürzer geöffnet. Gäste können dann dienstags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr vorbeischauen.

Musikalische Lesung über Theresienstadt

Oberschüler aus Strausberg nehmen in dieser Woche am Bildungs- und Kulturprojekt „Ich wand’re durch Theresienstadt“ teil. Dabei setzten sie sich mit dem kulturellen Erbe von im NS-Konzentrationslager Theresienstadt inhaftierten KomponistInnen und AutorInnen auseinander. Im Rahmen des Projekts findet am 7. Dezember in der Aula der Lise-Meitner-Oberschule Strausberg eine musikalische Lesung mit Schauspieler Roman Knizka und dem renommierten Bläserquintett Opus 45 statt. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Einen Tag später gibt es in der UraniaBerlin eine weitere derartige Veranstaltung. Zum Projekt gehören weiter eine Dokumentarfilmreihe und ein Abschlusskonzert in Theresienstadt 2024.

 „Ich wand’re durch Theresienstadt“ soll eine Brücke zwischen den historischen Ereignissen und dem Leben junger Menschen heute schlagen. Zugleich wird die Frage behandelt, wie es zu jener Zeit möglich war, an solch einem Schreckensort künstlerisch zu wirken. Durch das Vermitteln des Lebens der dort inhaftierten KünstlerInnen und ihrer Werke soll Neuntklässlern bewusst gemacht werden, dass geschichtliche Ereignisse mit der Gegenwart verwoben sind. 

SchülerInnen und Lehrkräfte lernen u.a. Musikstücke der Komponisten Pavel Haas und Hans Krása sowie Texte der Lyrikerin Ilse Weber kennen und setzen sich mit ihrem historischen und kulturellen Wert auseinander. Sie werden dabei von Knizka und den Opus45-Musikern künstlerisch begleitet – in Kooperation mit dem Verein Jugend- & Kulturprojekt aus Dresden. Weil Strausberg  Partnerstadt des tschechischen Terezin (Theresienstadt) ist, wurde neben Jugendlichen aus Berlin, München, Hamburg und Dresden auch jungen Leuten aus Strausberg die Teilnahme ermöglicht.

Das Projekt ist gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ) im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht. Es steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters von Dresden, der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und des Goethe-Instituts.

Plakat

Lebendiger Adventskalender gestartet

Bei den „Ernas“ am Unverpackt-Laden in der Georg-Kurtze-Straße 2 ist am 4. Dezember das erste Türchen des lebendigen Adventskalenders 2023 in Strausberg geöffnet worden. Rund 50 Strausbergerinnen und Strausberger folgten der Einladung zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern und zum Plauschen. Pfarrer Tillmann Kuhn hatte nicht nur Gitarre und Liederbücher dabei, sondern bewies auch Werbetalent. Zwischendurch platzierte er Reklame für die Kalenderaktion, den Laden als Möglichkeit zum ökologischen Einkauf und Veranstaltungen. Er hoffe, dass die Gäste die Lieder im Herzen mitnehmen und sich der gute Zuspruch bei den nächsten Stationen fortsetze. In der Auftaktwoche sind das noch die Buchhandlung Micklich, das Wohngebiet Hegermühle mit Kitas, Schule, AWO, Quartiersbüro und Nachbarschaftsgarten, das Oberstufenzentrum und das Stic. Und Kuhn platzierte die Botschaft, dass alle Menschen miteinander leben könnten und man gerade in der Weihnachtszeit die „schönen Dinge“ sehen solle.

Lebendiger Adventskalender 2023

Der Unverpackt-Laden war zum ersten Mal Gastgeber beim Adventskalender. „Wir hatten uns im vorigen Jahr geärgert, dass wir nicht dabei sein konnten, und uns dann gleich gekümmert“, berichtete Heike Danicke. Sie hatte mit ihrer Mitstreiterin Maria Röhr Kekse und Punsch vorbereitet. Zudem präsentierten sie eine kleine Weihnachtsgeschichte. „Wir wollen ja auch selbst in Weihnachtsstimmung kommen. Zum Weihnachtsmarkt stehen wir ja im Laden und bekommen nicht viel mit“, ließen sie wissen. Zudem haben sie eine Spendenaktion für den Verein „Wir packen’s an“ gestartet, der die Flüchtlingshilfe unterstützt. Bis zum 23. Dezember können noch Münzen oder Scheine in die Dose gesteckt werden.

Der lebendige Adventskalender läuft bis zum 22. Dezember montags bis freitags um 17 Uhr. Alle Stationen und Details zum jeweiligen Angebot gibt es auf der Internetseite der Stadt oder auf Plakaten bei den teilnehmenden Stellen.

Elektroflugzeug hebt von Strausberg ab

Seit wenigen Tagen ist am Strausberger Flugplatz ein Elektroflugzeug stationiert. Die zweisitzige Velis Electro des slovenischen Herstellers Pipistrel kam aus der Schweiz und wird nunmehr von Strausberg aus unter anderem für besondere Interviews mit Prominenten abheben. Es sei erst das fünfte derartige Modell in Deutschland, erzählen Daniel und Nico Moeck. Ihre Firma X-Ray Productions wird die Maschine für ihr Format #abgehoben nutzen. Bei dem plaudern Promis während eines Fluges aus ihrem Leben. Zu sehen sind die Ergebnisse auf YouTube und in Social-Media-Kanälen.

Velis Electro am Flugplatz

Daniel Moeck hatte bei der Strausberger Flugschule Aerotours seine Pilotenausbildung absolviert. Mit #abgehoben, das in der Corona-Zeit entstand, blieb der Berliner dem Flugplatz treu. Bislang befragte der Jungunternehmer seine Gäste meist in einer gecharterten Cessna 172. Doch den Brüdern liegt klimafreundliches Fliegen sehr am Herzen. Auf Messen interessierten sie sich besonders für Elektroflugzeuge, entdeckten irgendwann die von der Europäischen Flugsicherheitsagentur zertifizierte Velis Electro. Nun wollen sie damit für die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe in der Luftfahrt werben, einen Bewusstseinswandel befördern.

Als erster „Passagier“ ging am 4. Dezember Jan Hofer in die Luft. Für den früheren Tagesschau-Sprecher, der jetzt bei RTL aktiv ist, war es der erste Flug mit einem Elektroflugzeug. Zur Premiere mit der neuen Maschine war auch Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler eingeladen. Sie zeigte sich erfreut, dass die Unternehmen am Strausberger Flugplatz erfolgreich sind.

Bürgermeisterin Elke Stadeler, Jan Hofer und Daniel Moeck am Flugzeug

Die Velis wiegt leer etwa 420 Kilo und kann bis zu 600 Kilo in die Luft bringen. Eine Akkuladung reicht für 30 bis 45 Minuten. Weite Flüge sind damit bislang nicht möglich. Für die Zwecke der Brüder ist dies jedoch ausreichend. Auch für Ausbildung sei sie geeignet. Und weil sie deutlich leiser ist als andere Maschinen und vorab keine Aufwärmzeit benötige, könne die Akzeptanz des Fliegens bei Kritikern steigen, glauben sie. Um E-Mobilität auch in der Luft zu befördern, bedürfe es jedoch entsprechender Infrastruktur, zum Beispiel Lademöglichkeiten. Im Hangar von Aerotours gibt es diese. Vielleicht bald gespeist von eigenem Strom, wenn eine Solaranlage aufs Dach der Halle kommt.

X-Ray Productions hat die Maschine erst einmal für ein Jahr geleast. Danach sind Verlängerung oder Kauf möglich. 2024 schwebt dem Team vor, mit der Velis Electro aus Strausberg erstmals ein E-Flugzeug am Hauptstadt-Flughafen BER landen zu lassen. Außerdem soll der Kreis der Interviewpartner für #abgehoben ausgeweitet werden. Waren bisher in den Videos vor allem Musik- und Social-Media-Stars zu erleben, sollen nun auch Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft befragt werden.

Lichterfahrt der Bauern

Mit einem verkaufsoffenen Sonntag lockt am 10. Dezember das Handelscentrum. Von 13 bis 18 Uhr laden die Geschäfte zum vorweihnachtlichen Shoppen ein. Bei der Gelegenheit macht einmal mehr die Lichterfahrt der Oderland-Bauern auf dem Gelände Station. Mehr als 50 geschmückte Traktoren und Laster können dann an dem Einkaufszentrum angeschaut und bestaunt werden. Sie starten um 16.30 Uhr in Bliesdorf bei Wriezen und rollen über Prötzel nach Strausberg, durch die Prötzeler Chaussee und Philipp-MüllerStraße zum Handelscentrum, wo sie etwa 17 Uhr eintreffen werden. Dort wird ein Weihnachtsmann Süßigkeiten an Kinder verteilen. Zudem ist der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg vor Ort und sorgt für Gegrilltes und Getränke. Auf dem Rückweg sind die Traktoren dann noch in der Straße An der Stadtmauer, der Wriezener Straße und wieder der Prötzeler Chaussee zu sehen.

Plakat

Max war der beste Vorleser

In der Stadt laufen derzeit die Schulausscheide beim Vorlesewettbewerb. Mit dem in der Grundschule am Annatal war nun quasi Bergfest, denn in der Grundschule am Wäldchen und der Hegermühlen-Grundschule war die Auftaktrunde bereits absolviert, in der Bund(t)stift-Schule und in der Vorstadt-Grundschule findet sie im Dezember statt.

Am Annatal starteten vier Sechstklässler und zwei Fünftklässlerinnen durften als Gäste mit antreten. In Runde eins versuchten sie, dem Publikum – Eltern und Pädagogen –  ein selbst gewähltes Buch schmackhaft zu machen. Die Auswahl reichte vom Comic-Roman über Phantasy bis zum Jugendroman über die bedrohte Natur. Manche hielten ihre Erläuterungen kurz, andere hatten sogar Plakate als Illustration angefertigt.

In Runde zwei war ein unbekannter Text vorzutragen. Die Jury mit den Lehrerinnen Kerstin Schulz und Annika Bauer-Bothstedt sowie Buchhändler Falko Micklich bewertete Lesetechnik, Interpretation sowie Auswahl der Textstellen. Lehrerin Diana Marx bescheinigte am Ende, alle hätten sich gut vorbereitet und Spaß am Zuhören bereitet. Als Gewinner wurde letztlich Max Richter gekürt, der seine Schule bei der nächsten Runde im Februar vertreten wird. Falls er verhindert sein sollte, wird die Zweitplatzierte, Stella Brieschke, einspringen. Urkunden und Applaus sowie ein kleines Präsent der Bürgermeisterin gab es auch für die beiden anderen Elfjährigen Daniel Fosca und Jasper Lehmann sowie die jüngeren Gastleserinnen Mia Kleinhempel und Ariane Marx.

Vorlesewettbewerb Grundschule am Annatal, v.l. Mia, Ariane (beide 10), Schulsieger Max, Daniel, Jasper und Stella (alle 11)

mit ihren Urkunden: v.l. Mia, Ariane (beide 10), Schulsieger Max, Daniel, Jasper und Stella (alle 11)

Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet.  Über 600.000 Schüler*innen aus der sechsten Klasse sind jedes Jahr mit ihren Lieblingsbüchern dabei. Das Bundesfinale ist im Juni 2024 in Berlin.

Edeka Nah&gut in Hegermühle eröffnet

Es ist nunmehr der dritte Markt, den Jens Friedebold in Strausberg betreibt. „Wenn vor ein paar Jahren jemand nach nah&gut gefragt hätte, hätte damit kaum jemand etwas anzufangen gewusst. Und jetzt haben wir hier schon den zweiten“, sagt der Kaufmann. Erst im Frühjahr hatte der Chef des E-Centers im Handelscentrum den Markt in der Großen Straße umgestaltet eröffnet. Im Sommer hatte er dann den leer stehenden einstigen Rewe in Hegermühle übernommen und innerhalb weniger Monate zu einem modernen Laden umbauen lassen. Er habe bislang keine Baustelle erlebt, die „derart entspannt“ gewesen sei, lobte er die Arbeit der beteiligten Firmen wie auch seiner Beschäftigten, die daran mitgewirkt hatten.

im neuen Markt

Auf rund 1000 Quadratmetern finden Kunden jetzt unter anderem regionale Produkte, viel Obst und Gemüse und Spezialitäten aus aller Welt. Bei Getränken liegt besonderes Augenmerk auf Mehrweg. Optisch ist der nah&gut in Anthrazit und Grün gehalten, über dem Obst und Gemüse-Stand ist sogar echtes Moos eingebaut. LED-Leuchten setzen den Markt ins rechte Licht. Auch die Kühlgeräte  sind sehr effizient und nutzen CO2 statt herkömmlichen Kältemitteln. Auf den angekündigten SB-Grill hat Friedebold letztlich verzichtet, weil die Fettabscheideanlage des Gebäudes nicht mehr funktioniert. „Aber es kommt ja mehrmals die Woche ein Hähnchengrill“, sagt er.

Moos über dem Gemüsestand

Bezahlt wird an normalen und SB-Kassen oder per App nach dem Einkauf mit dem sogenannten Easy Shopper-Wagen. Der wird nicht per Münze oder Chip freigegeben, sondern mit der Deutschlandcard. Bereits beim Einkauf werden die Waren gescannt und müssen dann am Ende nicht mehr ausgepackt werden. Außer bei Stichproben. Und wer in der App eine Kreditkarte hinterlegt hat, kann per Smartphone zahlen und muss nicht mehr an die Kasse. Normale Wagen gibt es aber auch.

Geöffnet ist von 7 bis 20 Uhr. Marktleiter ist mit Paul Mäbert ein früherer Lehrling aus dem E-Center. Er hatte 2020 ausgelernt und absolviert derzeit eine Fortbildung zur Führungskraft im Handel. Sein Stellvertreter ist Fabian Wussow. Um die Kunden kümmern sich gut 20 feste Beschäftigte sowie noch einmal etwa genausoviele Aushilfen und Schüler.

Beim symbolischen Banddurchschnitt am Abend des 29. November war der Marktleiter gemeinsam mit Friedebold und seiner Frau Marion sowie Bürgermeisterin Elke Stadeler mit an der Schere.

Eröffnung Edeka nah&gut Hegermühle, Bandschnitt mit Jens Friedebold, Marion Friedebold, BM; Elke Stadeler und Marktleiter Paul Mäbert (v.l.) Mit dabei auch Ines Hempel vom E-Center und Fabian Wussow, stv. Marktleiter

Banddurchschnitt mit Jens Friedebold, Marion Friedebold, Bürgermeisterin Elke Stadeler und Marktleiter Paul Mäbert (v.l.), mit dabei auch Ines Hempel vom E-Center und Fabian Wussow, stv. Marktleiter

Weihnachtsbaum funkelt

Der diesjährige Weihnachtsbaum am Markt ist aufgestellt und inzwischen mit leicht funkelnder Beleuchtung versehen. Laut Strausbergs Citymanager Alexander Ihlau handelt es sich um eine etwa zwölf Meter hohe Nordmanntanne, die aus dem Strausberger Stadtgebiet kommt. In den nächsten Tagen wird noch der Schmuck am Baum ergänzt. Die Klassen 5c und 5d aus der Hegermühlen-Grundschule hatten eigens für diese Zweck mit ihren Lehrern Miriam Püchling und Sebastian Herzog etliche Stücke aus Holz gebastelt, bemalt und wetterfest gemacht. Am liebsten hätten die Mädchen und Jungen ihre Basteleien natürlich auch selbst aufgehängt. Das klappte diesmal aber nicht. Der städtische Wegewart Andreas Schwiering wird das nun für sie erledigen.  Strausbergerinnen und Strausberger können den Baum zum Beispiel zum Weihnachtsmarkt vom 15. bis 17. Dezember in voller Pracht bewundern.

der Weihnachtsbaum

Weihnachtstüten für Bedürftige

Bereits seit vielen Jahren engagieren sich die Strausberger Unternehmen TGA Heinemann, LKK Klimatechnik sowie Heizung & Sanitär Knut Sprenger in der Vorweihnachtszeit für Bedürftige in der Stadt. In Kooperation mit den Sozialarbeitern der Stadtverwaltung haben sie in diesem Jahr wieder 40 Weihnachtstüten mit praktischem und leckerem Inhalt gepackt.

Die ersten haben TGA-Geschäftsführer Matthias Böhme und Sozialarbeiterin Grit Kleemann-Kühn vom Fachbereich Bürgerdienste bereits an Strausbergerinnen und Strausberger verteilt. Und in den nächsten Tagen werden auch die restlichen entweder in der Verwaltung abgeholt oder sonst in Kooperation mit der Caritas und Betreuern nach und nach an den Mann oder die Frau gebracht. „Einige wollen ja nicht hier im Haus gesehen werden und als bedürftig erkennbar sein“, weiß die Sozialarbeiterin.

Grit Kleemann-Kühn und Matthias Böhme verteilen Weihnachtstüten an Bedürftige

Grit Kleemann-Kühn und Matthias Böhme verteilen Weihnachtstüten an Bedürftige                                 Foto: Strausberg-live.de

In den diesjährigen Tüten finden sich unter anderem Nudeln, Lebkuchen, Wurst, ein Getränk, Drogerieartikel, Schreibutensilien und ein Paar Socken. Auch Wohnungslose nähmen derlei Unterstützung gern an, so die Erfahrung von Grit Kleemann-Kühn. Für Kinder stehen überdies noch kleine Geschenke und Bücher zur Verfügung.

Früher hatten die Unternehmer im Advent mehrfach Bedürftige zum Gänsekeulenessen eingeladen. Bis Corona kam. Aufgrund der damit einhergehenden Einschränkungen kamen die Tüten als Alternative zum Einsatz. 2022 sollte es dann wieder ein Essen geben. Doch das fand durch Krankheit von Beteiligten nur wenig Resonanz. Deshalb gab es nun erst einmal wieder Weihnachtstüten. 2024 wollen die Organisatoren aber wieder ein Essen anbieten. Da komme man mit den Menschen besser ins Gespräch, haben sie festgestellt.

Benefizkonzert für Trinkbrunnen

Vor allem weihnachtlich-besinnliche Musik wird bei einem Benefizkonzert am 13. Dezember im Mittelpunkt stehen. Dann spielt das Heeresmusikkorps Neubrandenburg ab 19 Uhr im Großen Saal des Campus der Bundeswehr in Strausberg in der Prötzeler Chaussee. Der Klangkörper unter der Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal war zuletzt im September in der Stadt zu Gast. Mit seinem breiten Repertoire sorgt das Orchester stets für ein Erlebnis. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Am Eingang soll es – passend zur Adventszeit – auch Glühweinstände geben. Das Programm reicht von Bach über Musik von Phil Collins oder Celine Dion bis zu Scherzo-Variantionen und Weihnachtssuite von Barker. Zum Abschluss soll gemeinsam das Lied „Oh du fröhliche“ gesungen werden.

Der Eintritt ist frei, jedoch freuen sich die Gastgeber von der Bundeswehr und vom Rotary Club Strausberg über Geldspenden. Die Einahmen sollen diesmal dem Projekt Trinkwasserbrunnen am Straussee zugute kommen. In der Nähe des Spielplatzes an der Fähre soll ein Wasserspender entstehen, an dem sich Kinder und Eltern im Sommer etwas zu trinken holen können.

In der Printausgabe der Neuen Strausberg Zeitung ist leider der 14.12. als Termin angegeben. Bitte die Korrektur ggf. weitersagen.

 

Pokal fürs Stadtradeln

Strausbergerinnen und Strausberger haben beim Stadtradeln 2023 nicht nur 91.680, sondern sogar 92.368 Kilometer erradelt. Das hat sich bei der Endabrechnung im Landkreis herausgestellt. Diese Information hat Patric Schwarz aus der Kreisverwaltung bei der Übergabe des Siegerpokals an Bürgermeisterin Elke Stadeler mitgebracht. Er lobte Strausbergs Vorreiterrolle in Märkisch-Oderland und bescheinigte gute Arbeit bei der Organisation. Strausberg hatte sich die Bestmarke in diesem Jahr von Rüdersdorf zurückgeholt. Es sei „bedauerlich“, dass nicht alle Kommunen im Landkreis mitmachen, sagte der Tourismusverantwortliche. Denn zum einen zeige die Aktion, dass man für viele Wege nicht unbedingt das Auto nehmen müsse, zum anderen lerne man die schöne Gegend per Rad besser kennen. Im nächsten Jahr werde Strausberg mit der Kreisstadt Seelow einen weiteren Konkurrenten bekommen, und vielleicht schlössen sich ja auch noch andere an, so seine Hoffnung.

Als Pokalsieger 2023 kann Strausberg den Zeitraum für die dreiwöchige Kampagne im Jahr 2024 in Märkisch-Oderland vorgeben. Geplant ist der Auftakt zum Tag des Kindes am 8. September 2024 im Sport- und Erholungspark an der Landhausstraße. Der Ansprechpartner für den Radverkehr in der Stadtverwaltung, Thomas Deuse, will dann auch gleich wieder eine Tour für Interessierte anbieten. Zudem will er wieder die Schulen zum Mitmachen animieren, vielleicht eine Extraradtour für sie organisieren. Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte, man wolle indes das Engagement „nicht extrem weitertreiben“. Dennoch hoffen die Verantwortlichen, dass Strausberg 2024 die Marke von 100.000 Kilometern übertreffen kann.

Der 1. Radsportverein im KSC Strausberg wird auf jeden Fall wieder dabei sein, sagte Nachwuchstrainer Matthias Spitzbarth zu. Er bekam bei der Gelegenheit von der Stadt den Pokal und die Preise für das beste Vereinsteam 2023 überreicht.  Das Gros der Auszeichnungen war bereits bei einer Veranstaltung im Oktober im Flugplatztower vergeben worden. Im nächsten Jahr soll es wieder so eine Auszeichnungsveranstaltung geben, kündigte Anna Dünnebier aus der Touristinfo an, bei der die Fäden für das Stadtradeln in Strausberg zusammenlaufen.

Sie erinnerte noch einmal daran, dass 2023 mehr als 600 Strausbergerinnen und Strausberger in 35 Teams die Pedalen getreten hatten. Sie hatten so mehr als 14 Tonnen CO2 eingespart. Und zu den bislang registrierten 91.680 Kilometer kamen nun noch weitere fast 700 hinzu, weil sich einige Radler aus der Stadt nicht auf deren Seite, sondern über den Landkreis angemeldet hatten.

Stadtradeln Pokalübergabe mit v.l. Patric Schwarz (Landkreis), BM Elke Stadeler, Matthias Spitzbarth (RSV), Thomas Deuse (Stadtverw. ) und Anna Dünnebier (Touristinfo)

Stadtradeln Pokalübergabe mit v.l. Patric Schwarz (Landkreis), Bürgermeisterin Elke Stadeler, Matthias Spitzbarth (RSV), Thomas Deuse (Stadtverwaltung) und Anna Dünnebier (Touristinfo)

Jubiläumsschau von Kontrapost

 „Kontrapost wird 40“ ist der Titel einer Ausstellung, die am 23. November in der ProCurand Seniorenresidenz „Jenseits des Sees“ eröffnet wurde. Die Künstlergemeinschaft „Kontrapost“ im KSC Strausberg zeigt dort ein breites Spektrum von Werken aus unterschiedlichen  Zeiten und in unterschiedlichen Techniken. Sie spiegeln die Verschiedenartigkeit der Künstlerinnen und Künstler wider. Denn ein Grundsatz der Gruppe sei, jeder nehme Anregungen auf, entwickele aber seine ganz eigene Gestaltungsweise, erläuterte Petra Hansch bei der Vernissage. Der Zusammenhalt bereichere. Kontrapost sei eine lebendige Gemeinschaft, offen für Neues, sagte sie.

Ausstellung

1983 war die Gruppe als AG bildnerisches Volksschaffen entstanden, unter der Leitung des Berliner Bildhauers Ulrich Jörke.  Zwei Gründungsmitglieder, Karin Wolf und Hannelore Horstmann-Sachse, sind noch immer aktiv. Die AG überstand die Wende, fand eine Heimstatt im KSC Strausberg. Seit 1999 trägt sie den Namen Kontrapost, der als Programm gilt: Unterschiedlichkeit des Schaffens als Chance. 2016 gab Jörke die künstlerische Leitung an Anna-Katharina Mields ab, die ebenso neue Ideen einbrachte wie Dänin Sophie Malmberg, die seit November die Führung innehat.

Malmberg

Die Gruppe hat in Strausberg Spuren hinterlassen, machte Petra Hansch deutlich. Auf sie gehen zum Beispiel die Strauß-Figuren im Stadtbild, die Plastik „die Träumende“ oder die Altstadtsilhouette im Kreisel nahe Elefantenpfuhl zurück. Immer wieder sind auch Ausstellungen zu sehen: In Strausberg zum Beispiel in der Entreegalerie der Stadtverwaltung, bei den Stadtwerken, bei ProCurand …  Dort hatte Kontrapost vor fast exakt 26 Jahren ihre „Werkauslese 1997“ vorgestellt. „Wir wollen unsere Arbeiten ja auch zeigen“, formulierte die Lehrerin für Kunsterziehung und Deutsch an der Lise-Meitner-Oberschule.

Und weil im Flur der Senioreneinrichtung am Drosselweg viel Platz ist,  sind denn auch viele unterschiedliche Arbeiten zu sehen. Malerei, Grafiken, Drucke … Auch ein Werk aus dem Entstehungsjahr ist dabei. Die meisten sind allerdings jüngeren Datums.  „Unsere Bewohnerinnen und Bewohner hatten gestern schon mal geschaut“, verriet Karla Plieth von der Einrichtungsleitung, die zur Vernissage begrüßte. Und die Künstlerinnen und Künstler hoffen, dass auch Angehörige der Senioren sich Zeit zum Betrachten der Schau nehmen. Die bleibt voraussichtlich bis Februar 2024 an dem Standort.

Für musikalische Umrahmung sorgte der Bruchmühler Vlado Stanek mit Saxophon und Klarinette, für die kulinarische das gastgebende Haus.

Ausstellung

Brennholz aus dem Stadtforst

Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger wieder Brennholz aus dem Strausberger Stadtforst erwerben. Allerdings gibt es nunmehr keine festen Tage und Zeiten mehr, sondern der Verkauf erfolgt nach telefonischer Absprache. Die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Stadtforst sind montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr telefonisch erreichbar.

Kontakt: Tel. 0171 2084797

Erinnerung mit Aktualität

Passend zum Beginn der Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag auf dem Strausberger Friedhof St. Marien erklangen die Glocken der benachbarten katholischen Kirche. Zu dem Gedenken hatten die Stadt Strausberg, die Bundeswehr am Standort und der Landkreis zur Stätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs eingeladen. Bürgermeisterin Elke Stadeler begrüßte neben Bundeswehrangehörigen, Stadtverordneten und Bürgern den Beigeordneten des Landkreises Friedemann Hanke sowie den fast 100-jährigen Strausberger Ehrenbürger Kurt Schornsheim. 

„Brauchen wir heute noch solche Stätten des Gedenkens an Opfer von Krieg und Vernichtung“, fragte der Standortälteste Brigadegeneral André Abed. Er bejahte die Frage sogleich: „Ja, wir brauchen sie auch fast 80 Jahre nach dem Krieg noch. Aus Respekt vor den Millionen Opfern, für Momente des Innehaltens und als Orte des Gedenkens.“ Er berichtete von einer kürzlich erfolgten Einbettung von 67 Kriegstoten in Lietzen im Oderbruch. „All jene, derer wir gedenken, hatten eine andere Vorstellung vom Leben. Sie hatten aber keine andere Wahl. Zurückgeblieben ist bis heute das Leid.“ Diese traumatischen Erinnerungen würden angesichts der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten wieder „schreckliche Realität“. „Mit dem Sirenengeheul, den Granateneinschlägen, den Verletzten und Toten und den Flüchtenden“.

Der evangelische Pfarrer Tillmann Kuhn stellte beim gemeinsamen Gebet einen sehr persönlichen Bezug her. „Mein Vater hat als einziger von drei Brüdern den Krieg überlebt. Nur deshalb lebe ich“, sagte er.

Das Totengedenken sprachen Ivon Erfurth von der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg und Anna Mia Ristow von der Anne-Frank-Oberschule.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Bläsergruppe der Kreismusikschule Märkisch-Oderland.  (Text: Irina Voigt)

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Friedhof Berliner Straße                                                                                      Foto: Edgar Nemschok

Wanderweg Straussee/ Bötzsee – Verkehrssicherungsmaßnahmen

Bis Ende November 2023 werden auf den Wanderwegen rund um den Straussee/ Bötzsee Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Es ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Erinnerung an Kriegstote

Anlässlich des Volkstrauertages am 19. November laden die Stadt Strausberg, die Bundeswehr am Standort und der Landkreis zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung auf dem Friedhof „St. Marien“ (Berliner Straße 103) in Strausberg ein. Treffpunkt ist um 11.55 Uhr an der Gedenkstatte für die Gefallenen des zweiten Weltkriegs.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Elke Stadeler wird der Standortälteste Brigadegeneral André Abed eine Ansprache halten. Im Anschluss werden die Schleifen der Kränze gerichtet, bevor Anna Mia Ristow von der Anne-Frank-Oberschule und Ivon Erfurth von der Feuerwehr das Totengedenken verlesen. Der Pfarrer der evangelischen Kirche, Tilmann Kuhn, wird ein Gebet sprechen und den Segen geben.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von einer Bläsergruppe der Kreismusikschule Märkisch-Oderland.

 

Gedenkfeier zum Totensonntag

Die Stadtverwaltung Strausberg hat für den 26. November eine Gedenkveranstaltung zum Totensonntag organisiert. Sie findet um 14 Uhr in der Feierhalle des Waldfriedhofs Strausberg, Eggersdorfer Weg 15 a, statt. Mitwirkende sind der Musikstudent Jakob Tiedge (Klavier) und die Petershagener Trauerrednerin und -begleiterin  Cordula Lettau (Geschichten und Gedichte/Moderation). Sie gestalten dort ein literarisch-musikalisches Programm unter anderem mit Musik von Yiruma und Texten von Elke Bräunling und Frank Maibaum sowie Bob Moorhead. Bereits im vorigen Jahr hatten sie für den künstlerischen Rahmen der Gedenkveranstaltung am Totensonntag gesorgt.  

Gedenken an Pogromopfer

Auch in diesem Jahr hat die Gedenkveranstaltung der Stadt für Opfer der Nazi-Novemberpogrome gegen jüdische Mitbürger vor 85 Jahren gute Resonanz gefunden. Rund 60 Bürger aller Altersgruppen waren der Einladung zum jüdischen Friedhof nahe der Fähre gefolgt, um die Erinnerung an damalige Geschehnisse und deren Opfer wach zu halten. Bürgermeisterin Elke Stadeler berichtete bei der Begrüßung von einem Besuch in der tschechischen Partnerstadt Terezin. Mehr als 140.000 Menschen waren zu NS-Zeiten dorthin deportiert worden, nur etwa jeder Sechste hatte überlebt. Sie sagte, ihr sei daran gelegen, die Tradition am 9. November fortzuführen und möglichst besser zu werden. Als der Strausberger Roland Lemke im Rathaus um Unterstützung gebeten habe, habe sie die Möglichkeit genutzt, ihn für die Veranstaltung zu gewinnen.

Gedenken

Ex-Geschichtsleher hat mehr als 100 Fälle recherchiert

Lemke recherchiert für ein Buch über jüdische Opfer der NS-Zeit aus Strausberg. Mehr als 100 Fälle hat er schon zusammengetragen. „Ich habe gedacht, Strausberg ist eine größere Stadt – die Stolpersteine können nicht alles sein“, erklärt der frühere Geschichtslehrer. Er fasse die Thematik allerdings auch etwas weiter, forsche nicht nur über Personen, die hier lebten oder arbeiteten, sondern beispielsweise auch über Berliner, die in Strausberg beispielsweise Grundstücke besaßen. Bei der Gedenkveranstaltung erinnerte er unter anderem an Ernst Heymann in der Müncheberger Straße 21, der einen Tag nach den Pogromen verhaftet und ins KZ Sachsenhausen deportiert wurde. Zudem zitierte aus Briefen von Hertha Feiner aus der Weinbergstraße 3. Bei der jungen Generation Interesse für die damaligen Geschehnisse zu wecken, funktioniere nur über Empathie für die Opfer, so seine Erfahrung. Er hofft, in Kürze mit seinen Vorbereitungen für das Buch so weit zu sein, dass der Druck vorbereitet werden kann.

Pfarrer schlägt Bogen zu aktuellen Ereignissen

Auch Pfarrer Tillmann Kuhn äußerte einige Gedanken. Er erinnerte daran, dass am Ort der Veranstaltung Vorfahren von Shoa-Betroffenen liegen. Deutschland stehe in der Verantwortung für die, die damals zu Opfern wurden. Man müsse Haltung beweisen und dürfe sich nicht auf den Weg des Hasses ziehen lassen, mahnte er. Hass habe die Hamas auf den Weg gebracht, knüpfte er an aktuelles Geschehen im Nahen Osten an. Gewalt erzeuge Gegengewalt. Aber auch der Staat Israel sei in der Verantwortung: „Für das Mensch-Sein.“  Er schloss mit einem hebräischen Lied: „Shalom“ – übersetzt Frieden. Zum Abschluss wurden auf der Mauer Blumen niedergelegt.

Bürgermeisterin Elke Stadeler,Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster, Ehrenbürger Kurt Schornsheim und Pfarrer Tillmann Kuhn haben Blumen niedergelegt

Der 9. November erinnert an die Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938. Dabei ermordeten SA-Angehörige und sonstige Nazis im ganzen Reichsgebiet mehrere hundert Juden. Um die 1400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume jüdischer Menschen sowie Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden zerstört. Es folgten Deportationen jüdischer Menschen in Konzentrationslager. Rund sechs Millionen starben an den Folgen der Haftbedingungen oder wurden ermordet.

Landkreis startet Fotoaufruf

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Die Kreisverwaltung hat alle passionierten Fotografen aufgerufen, ihre schönsten Motive aus Märkisch-Oderland einzusenden. Die besten Bilder erscheinen dann unter Nennung der Fotografen in der großformatigen Galerie auf der Internetseite des Landkreises und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

Einschränkungen für Motive gibt es nicht. Egal ob Landschaft, Natur, Tourismus oder Architektur, Bilder können zu allen denkbaren Themen eingereicht werden. Wichtig ist indes, dass die Aufnahmen eine ausreichend große Auflösung haben.

Interessierte können ihre Fotos unter Nennung des Namens und einer Ortsangabe der Motive per Mail an Foto@landkreismol.de senden.

Rechtlicher Hinweis:

Mit der Einsendung ihrer Bilder räumen die Urheberinnen und Urheber dem Landkreis Märkisch-Oderland die räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkten, aber nicht ausschließlichen Nutzungsrechte an den Bildern ein – einschließlich des Rechts zur Bearbeitung. Der Landkreis erhält damit das Recht, die Bilder im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit bei Nennung der Bildautoren zu verwenden. Eine kommerzielle Verwendung und die Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte durch den Landkreis ist ausgeschlossen. Eine Vergütung für die Veröffentlichung der Bilder ist nicht vorgesehen.

Die Einsender gewährleisten ausdrücklich, dass sie als Urheber über alle Rechte an den eingereichten Bildern verfügen und die uneingeschränkten Verwendungs- und Verwertungsrechte haben.

 

Umfrage zum öffentlichen Personennahverkehr

Zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehört der Einsatz von Bus und Bahn in Märkisch-Oderland. Den Bahnverkehr (RB 26 Berlin – Kostrzyn, RB 60 Eberswalde – Frankfurt und S5 Strausberg-Nord – Berlin) organisiert und finanziert das Land Brandenburg. Der Landesnahverkehrsplan Brandenburg 2023 bis 2027 (https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/mobilitaet-verkehr/bahnen-busse/schienenpersonennahverkehr/landesnahverkehrsplan/) ist seit September 2023 in Kraft.

Darauf aufbauend plant der Landkreis Märkisch-Oderland den Einsatz von Bussen, Straßenbahnen und der Fähre in Strausberg mit dem neuen Nahverkehrsplan für die Zeit von 2025 bis 2029. Das betrifft alle Linien im Landkreis, auf denen die Märkisch-Oderland Bus GmbH (mobus), die Barnimer Busgesellschaft, die Strausberger Eisenbahn und die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn unterwegs sind. Um diese Planung besser an den Bedürfnissen der ÖPNV-Nutzer auszurichten, führt der Landkreis eine Umfrage durch. Wer seine Wünsche und Hinweise formulieren möchte, kann sich den Fragebogen von der Homepage des Landkreises herunterladen. Interessierte können ihn bis zum 15. Dezember per Mail an nvp-mol@proziv.de oder per Post an den Landkreis schicken.

Kreistag soll neuen Plan Mitte 2024 beschließen

Diese Hinweise und Wünsche werden gebündelt und gehen in die Beratung der Kreistagsabgeordneten ein. Im Januar können sich auch alle Städte und Gemeinden zu dem Entwurf äußern. Der Kreistag soll den neuen Nahverkehrsplan im ersten Halbjahr 2024 beschließen. Grundlegende Änderungen können dann zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 angestrebt werden.

Den Fragenbogen finden Sie auf der Internetseite des Landkreises Märkisch-Oderland:  https://www.maerkisch-oderland.de/de/aktuelles/umfrage-zur-ausgestaltung-des-oeffentlichen-personennahverkehrs.html

 

Ordnungsamt kontrolliert Wegereinigung

Seit wenigen Tagen fällt vermehrt Laub von den Bäumen auf Straßen und Wege. Das Ordnungsamt der Stadtverwaltung erinnert deshalb an die Anliegerpflichten. Gemäß Straßenreinigungssatzung haben Anlieger die Wege in der Regel alle 14 Tage oder nach Bedarf zu säubern.

Das Laub von Straßenbäumen kann in blaue Säcke verpackt und dann zur Abholung durch Alba bereitgestellt werden. Am 24./25. Oktober hat die Firma gerade eine Runde in der Stadt gedreht. Am 7./8. bzw. 21./22. November stehen noch weitere Termine im Tourenplan, der letzte schließlich Anfang Dezember.

Was von Bäumen auf den Grundstücken herabfällt, können Bürger kompostieren oder zum Beispiel über das kostenpflichtige Angebot des Entsorgungsbetriebes MOL (EMO) los werden. Die dafür nötigen Laubsäcke können unter anderem im Bürgerbüro der Stadtverwaltung und der Touristinfo oder beim EMO gekauft werden.

Alle Laubsäcke sollen jedenfalls zunächst auf dem Grundstück gelagert und frühestens am Vorabend des Entsorgungstages, ansonsten am Tag selbst bis 6 Uhr unfallsicher am Fahrbahnrand zur Abholung bereitgestellt werden.

Der Außendienst aus dem Rathaus ist derzeit angehalten, verstärkt auf die Sauberkeit in der Stadt zu achten. „Eigentlich wissen alle, was zu tun ist“, sind die Ordnungskräfte überzeugt. Stellen sie Verstöße fest, werden zunächst Handzettel verteilt. Oder es gibt einen freundlichen Hinweis. Im Wiederholungsfall folgt dann ein offizielles Schreiben. Gegen Verweigerer wird schließlich ein Verwarn- oder Ordnungsgeld verhängt. Bis zu 1000 Euro sind möglich. Wer bei illegaler Entsorgung zum Beispiel im Wald ertappt wird, kann sogar mit bis zu 50.000 Euro belangt werden. Zudem gibt es den Hinweis, dass auch das Verbrennen von Laub verboten ist.

Kitaplatz gesucht ? Neues Kita-Portal geht online

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

seit August 2020 werden die Anträge auf einen Kita- oder Hortplatz online über das mittlerweile bekannte Kita-Portal abgewickelt. Im November 2023 wird das Portal durch eine neuere Version abgelöst. Über dieses Portal stellen Sie bitte ihren antrag auf eine Kita-bzw. Hortplatz. Hier können Sie sich über alle Kindertageseinrichtungen  in unserer Stadt informieren, z. B. Öffnungszeiten, Anschriften, Träger und Gesamtkapazitäten der jeweiligen Kindertagseinrichtung. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Webseite Kindertagesbetreuung.

Auszeichnungen fürs Stadtradeln

Im Flugplatztower sind am 28. Oktober die Pokale und Preise an die besten Strausbergerinnen und Strausberger beim diesjährigen Stadtradeln vergeben worden. Anna Dünnebier, Chefin der Touristinformation und Hauptverantwortliche der Stadtverwaltung für die bundesweite Aktion, erinnerte daran, dass die 628 Teilnehmenden aus Strausberg in diesem Jahr 91.680 Kilometer erradelt und damit fast 15 Tonnen CO2 eingespart hatten. Im Namen der Bürgermeisterin, die in der Partnerstadt Frankenthal weilte, dankte sie allen Beteiligten für die „steile Steigerungskurve“ gegenüber dem Vorjahr. Sie richtete Lob der Bürgermeisterin für die „wahnsinnig starke Leistung“ aus und appellierte an die Gäste, im nächsten Jahr wieder mit in die Pedalen zu treten. „Vielleicht knacken wir ja dann die 100.000 Kilometer“, blickte Thomas Deuse, im Rathaus der Ansprechpartner für den Radverkehr, schon mal voraus.

Bei der Auszeichnungsveranstaltung

Für besondere Leistungen wurden dann Urkunden, Pokale, Medaillen und Sachpreise vergeben. Außerdem war im Anschluss eine Führung durchs Flugplatzmuseum organisiert.

die Siegerin mit Thomas Deuse

die Siegerin mit Thomas Deuse

Hegermühlen-Grundschule und Fontane-Gymnasium vorn

Die meisten Kilometer in der Einzelwertung hatte Petra Muske mit 2004 zurückgelegt. Für sie allein wurden 324,6 kg CO2-Vermeidung ausgerechnet. Auf Platz zwei folgte Jürgen Suske (1544 km/250,1 kg) vor Uwe Manthey (881,6 km/ 142,8 kg).

Den Wanderpokal für die beste Grundschule holte sich die Hegermühlen-Grundschule mit 13.345,2 Kilometern. Die 184 Aktiven hatten damit fast 2,2 Tonnen CO2 vermieden.

Als bestes Oberschulteam wurde das Theodor-Fontane-Gymnasium (TFG) ausgezeichnet. Für die 92 Mitradelnden wurden 12.304,1 km registriert und knapp zwei Tonnen CO2-Vermeidung. Schülerinnen und Schüler vom TFG hatten zudem vorab ein Werbevideo für die Aktion produziert.

TFG-Team

beste Oberschule: das Team vom TFG

Kreativster Name war „stahlharte Waden“

Unter den Firmenteams erreichte das Team Bundeswehr IT (BWI) die meisten Kilometer mit 3360. Die 14 Mitglieder vermieden gut 500 Kilo Treibhausgas. Als bestes Freizeitteam platzierte sich „Just for fun“ (4441,6 km/719,5 kg/25 Aktive) und der beste teilnehmende Verein war der 1. RSC (4230,6 km/685,4 kg/19). Der Sonderpreis für den kreativster Teamnamen ging an die „stahlharten Waden“. Die beiden Beteiligten kamen auf fast 400 Kilometer und gut 60 Kilo CO2-Vermeidung.

Alle Preisträger, die bei der Abschlussveranstaltung nicht dabei sein konnten, können ihre Preise beim Radkoordinator in der Stadtverwaltung abholen. Bitte vorher per Mail (radfahren@stadt-strausberg.de) Kontakt aufnehmen zur Terminabsprache.

Leer ausgegangen ist in diesem Jahr das Team von Sponsor E-Center Friedebold. „Wir waren diesmal nicht so viele wie erhofft“, bekannte Sascha Petermann. Seine Kollegin Michaela Möller hatte indes den Ansatz des Stadtradelns befolgt, für Alltagswege das Auto stehen zu lassen. Sie sei jeden Tag von der Vorstadt zur Arbeit ins Handelscentrum und zurück geradelt und außerdem zum Sport in die Stadt, berichtete sie. Neben dem E-Center unterstützten die Fahrradgeschäfte S3velo und Naumann das Stadtradeln sowie die Strausberger Eisenbahn, die ADFC-Ortsgruppe, der Landkreis Märkisch-Oderland und der Tourismusverein Märkische S5-Region.

Wünsche nach neuen Wegen und Reparaturen

In den drei Septemberwochen wurden auch einige Wünsche nach Verbesserungen für Radler übermittelt. Anna Dünnebier hat unter anderem die nach einem Fahrradweg von Strausberg nach Hennickendorf sowie nach Reparaturen und Strauchrückschnitt in der Gustav-Kurtze-Promenade und von Hohenstein nach Garzin an den Fachbereich der Verwaltung weitergeleitet.

im Flugplatzmuseum

Ein Bodendenkmalpfleger berichtet

Einen spannenden Vortrag können Interessierte am 12. November um 14 Uhr im Stadtmuseum Strausberg erleben. Der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Mike Hille berichtet dort über eine Vielzahl archäologischer Funde, die er rund um Altlandsberg und Buchholz gemacht hat. „Das Geheimnis von Zwergberg und Teufelsfließ“ ist der Titel der Veranstaltung. Bei der können die Besucherinnen und Besucher nicht nur einige Originalobjekte bestaunen, sondern erfahren auch allerhand Wissenswertes über die ehrenamtliche Tätigkeit eines Bodendenkmalpflegers.

Mike Hille

Der Eintritt kostet fünf Euro. Um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt: Tel. 03341 23655 oder E-Mail Stadtmuseum@stadt-strausberg.de

 

Wasserzufuhr für Straussee erscheint machbar

Für eine Überleitung von Wasser aus dem Rüdersdorfer Kriensee Richtung Strausberg zur Stabilisierung des Straussees und des Grundwassers gibt es keine grundsätzlichen Hindernisse. Das ist das Fazit des Abschlussberichts zur ersten Phase des Projekts „Machbarkeitsstudie zur Stützung des Wasserdargebots des Straussees“. Er wurde am 24. Oktober in der Hegermühlen-Grundschule öffentlich vorgestellt. Experte Nico Trauth vom beauftragten Planungsbüros Björnsen erläuterte überdies, dass für eine nötige Rohrleitung eine Trassenführung östlich von Hennickendorf und Strausberg favorisiert wird.

In der Phase 1 hat das Büro Träger öffentlicher Belange zu dem Vorhaben abgefragt und insgesamt vier Varianten für den Verlauf der Leitung untersucht. Laut Trauth halten es die wichtigsten Behörden für genehmigungsfähig, dass in den niederschlagsreicheren Wintermonaten Wasser zum Roten Hof Graben nördlich des Straussees gepumpt wird. Entnommen werden soll es dem Kriensee in Rüdersdorf, in den für den Cemex-Kalksteintagebau abgepumptes Grundwasser eingeleitet wird.

Riesiges Defizit im See

Das Wasserdefizits des Straussees betrug nach Angaben des Experten bereits 2018 rund 600.000 Kubikmeter gegenüber 2010. Um das auszugleichen, müsste eine Leitung ca. 100 Liter pro Sekunde transportieren können. Deshalb wird ein Rohr mit 40 oder 45 Zentimetern Durchmesser empfohlen, erdverlegt in etwa 1,20 Metern Tiefe. Nötig werden überdies Entnahme- und Auslassbauwerke, Entlüfter, Pumpstationen, Querungen von Straßen und Bahnlinien sowie gegebenenfalls Mulden/Rigolen im Endbereich.

Für die Vorzugsvariante wird nach jetzigen Schätzungen mit Investitionskosten von gut neun Millionen Euro gerechnet. Hinzu kommen Kosten für Grunderwerb für die Trasse sowie jährliche Betriebskosten von etwa 300.000 Euro.

Mündlich grünes Licht vom Umweltministerium

Bürgermeisterin Elke Stadeler lobte die bisherige Arbeit als „beeindruckend“. Sie und viele anwesende Stadtverordnete waren erfreut, dass auch vom Potsdamer Umweltministerium positives Echo kam. Jean Henker, Referatsleiter Oberflächenwasser und Siedlungswasserwirtschaft, kündigte bei der Präsentation öffentlich an, dass auch für Phase zwei grünes Licht gegeben werde. Die Förderzusage stand vorher noch aus.

Vorstellung Machbarkeitsstudie Phase 1In Phase zwei werden die Untersuchungen vertieft. Volker Jungk vom Büro AKVO kündigte unter anderem hydrologische Erkundungen an. Beispielsweise werden die Versickerungsfähigkeit am Roten Hof Graben unter die Lupe genommen und Simulationen erstellt. Überdies sollen Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhalts in der Region und das Potenzial von Waldumbau betrachtet werden. Nicht zuletzt würden ökologische und chemische Untersuchungen vorgenommen. Beispielsweise müsse die Armleuchteralge im Straussee vor negativen Einflüssen geschützt werden.

Betreiber muss feststehen

Laut dem vorgestellten Zeitplan soll nun bis Jahresende 2023 Ausschreibung und Vergabe für Phase II erledigt sein. 2024 sollen dann die Leistungen erbracht werden. Aus der Diskussion gab es die Anregung, gegebenenfalls auch das Annafließ und eine nahe stillgelegte Abwasserleitung als mögliche Trassen zu prüfen.

Der Ministeriumsvertreter mahnte weitere Gespräche mit der Stadt an. Es müsse zum Beispiel geklärt werden, wer am Ende Maßnahmeträger bzw. Betreiber sei und die Betriebskosten trage. Und er machte deutlich, dass das Land nicht 100 Prozent der Investitionskosten tragen werde. Schließlich sei der Wassermangel kein alleiniges Problem des Straussees.

Außerdem wurde deutlich, dass es noch zehn Jahre dauern könnte, ehe wirklich Wasser fließen würde.

Weitere Infos zum Thema Wasserstand Straussee gibt es auf der Internetseite der Stadt unter Kultur & Tourismus/Badespaß

Laubsäcke werden umweltfreundlich

Der Entsorgungsbetrieb Märkisch-Oderland stellt bei der Laubsammlung von Kunststoff- auf Kraftpapiersäcke um und macht sie
somit umweltfreundlicher. Ab November 2023 werden in den Verkaufsstellen des Landkreises die neuen Laubsäcke aus zweilagigem
Kraftpapier verkauft, teilt der Landkreis mit. Diese ersetzen die bisherigen Kunststoffsäcke, von denen noch letzte Restkontingente veräußert werden.

Der Laubsack aus Kraftpapier ist biologisch abbaubar und besitzt eine Druckfarbe auf Pflanzenbasis. Folglich kann er zusammen mit den Grünabfällen rückstandsfrei kompostiert werden. Das Füllvolumen sowie die Belastungsgrenze entsprechen den bis dahin genutzten Kunststoffsäcken (80 l, 20 Kg). Unverändert bleibt der vierwöchentliche Entsorgungsturnus für die Laubsäcke. Sowohl die alten Kunststoff- als auch die neuen Kraftpapiersäcke werden vom beauftragten Unternehmen abgeholt. Auch die Gebühr bleibt gleich.

Zu beachten sei, dass der neue Laubsack aus Kraftpapier trocken zu lagern ist, hieß es.  Er sollte maximal sieben Tage vor dem Entsorgungstermin befüllt werden. Der Grünabfall sollte zudem möglichst nicht feucht sein, damit der Laubsack nicht durchnässt wird. Säcke, die beim Anheben aufreißen, könnten bei der Sammeltour nicht entsorgt werden.

Eingeschränkte Öffnungszeiten bei der Touristinformation

Aus personellen Gründen kann die Stadt- und Touristinformation Strausberg ihre gewohnten Öffnungszeiten vorübergehend nicht mehr anbieten. Vom 26. bis einschließlich 31. Oktober wird die städtische Einrichtung am Lustgarten erst einmal für den Besucherverkehr komplett geschlossen bleiben. In dieser Zeit werden werktags Hintergrundarbeiten erledigt und der Mailverkehr abgewickelt.

Ab 1. November bis voraussichtlich 31. Dezember wird die Touristinfo aufgrund der knappen Personalbesetzung dann nur noch Dienstag bis Samstag von 10 bis 15 Uhr geöffnet sein. Sonn- und feiertags sowie montags bleibt die Einrichtung geschlossen.

Bauabgangsstatistik 2023

Das Gesetz über die Statistik der Bautätigkeit im Hochbau und die Fortschreibung des Wohnungsbestandes (Hochbaustatistikgesetz – HBauStatG) regelt, dass nach einem Abbruch von Wohngebäuden auch die Eigentümer zur Auskunft verpflichtet sind.

Mit vollständigen Angaben aller Eigentümer, die entsprechende Maßnahmen durchgeführt haben, wird die Aktualität der jährlichen Fortschreibung des Wohngebäude- und Wohnungsbestandes für die Kommunen gesichert. Damit wird u. a. die Grundlage für bau- und wohnungspolitische Entscheidungen gelegt.

Eigentümer werden deshalb gebeten

  • den Abbruch von Wohngebäuden bis 1.000 m³ umbauten Raum,

  • den Abgang von Gebäudeteilen mit Wohnraum (Wohnräume, Wohnungen)

  • die Nutzungsänderung von Wohnraum

an das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Standort Berlin, zu melden. Der Erhebungsbogen ist unter https://www.statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet online abrufbar. Er ist ausgefüllt bis zum 15. März 2024 an die E-Mail-Adresse Bau@statistik-bbb.de zu senden. 

Zu beachten ist, dass der Abbruch von Wohngebäuden mit mehr als 1.000 m³ umbauten Raum bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde anzuzeigen ist. In diesen Fällen ist der ausgefüllte Erhebungsbogen zur Bauabgangsstatistik bei der Bauaufsichtsbehörde einzureichen.

Verbotene Feuer

In jüngster Zeit haben Beschwerden beim Ordnungsamt über Rauch- und Geruchsbelästigungen durch offene Feuer im Freien wieder zugenommen. Die Behörde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Land Brandenburg das private Verbrennen von Garten- und Haushaltsabfällen im Freien verboten ist. Denn von einer Feuerstelle aus können sich Rauch, Ruß und Geruch oft als quälende Belästigung für Mensch und Umwelt über eine Vielzahl benachbarter Grundstücke verteilen.

Lediglich trockenes naturbelassenes Holz darf ohne behördliche Ausnahme in kleinem Umfang – Höhe und Durchmesser maximal ein Meter – verbrannt werden. Überdies sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, Winde zu beachten und Abstände zu brennbaren Materialien, Bauten, Feldern oder Wäldern einzuhalten. Sollten sich Nachbarn berechtigt beschweren, wird von einer Belästigung ausgegangen. Dann werden Verbote erlassen. Zudem muss auf die aktuelle Luftschadstoffbelastung oder eventuelle Regelungen der Luftreinhalteplanung geachtet werden. Verstöße können mit bis zu 20.000 Euro belangt werden.

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg hat eigens ein Faltblatt zu diesem Thema herausgegeben.

 

Ostbahn nun im Schienen-Bedarfsplan

Die Ostbahn-Strecke Berlin – Küstrin/Kostrzyn (Pl) ist jetzt in den Bedarfsplan für Schienenwege aufgenommen worden. Die kommunal getragene Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB) hat laut Geschäftsführer Frank Schütz die „erfreuliche Nachricht“ aus der Ebene des Bundes erhalten, dass sich diese wichtige Schienenverbindung nunmehr als Vorhaben in dem Plan wiederfindet.  Im Genehmigungsbeschleunigungsgesetz sei im parlamentarischen Verfahren entschieden worden, weitere Projekte, die insbesondere der Elektrifizierung dienen, vorerst in den potentiellen Bedarf aufzunehmen, teilte Schütz am 18. Oktober in einem Schreiben mit. Nach einer Wirtschaftlichkeitsprüfung sowie der Überarbeitung des Deutschlandtaktes könne das Projekt in den vordringlichen Bedarf aufsteigen. Es hätte dann auch das Label „überragendes öffentliches Interesse“.

Ein Stufenkonzept zum Ausbau der Ostbahn befinde sich derzeit in der Endabstimmung. Das Papier sei ebenfalls ein wichtiger Baustein in der Umsetzung eines zweigleisigen elektrifizierten Ausbaus.

Fördertopf noch gut gefüllt

Die Stadtverwaltung hat jetzt über die Verwendung Fördermitteln aus dem Pakt für Pflege in den Jahren 2021 und 22 berichtet. In einem ersten Schritt sollte Menschen mit Hilfe- oder Pflegebedarf und deren Angehörigen wohnortnah Unterstützung ermöglicht werden. Über die Förderrichtlinie des Landes stehen Strausberg bis Ende 2024 jährlich bis zu 136.000 Euro zur Verfügung, die durch einen Anteil der Kommune oder von Dritten von in der Regel 20 Prozent kofinanziert werden.

2022 wurden der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg für ihr Projekt Sport trotz(t) Demenz gut 1100 Euro bewilligt. Unter anderem wurden so Wanderungen mit einer Breitensport-Übungsleiterin ermöglicht. So können sich auch Menschen mit Demenz körperlich betätigen, könnten weitere in Sportvereinen verbleiben. Eine solche Gruppe soll dauerhaft etabliert werden.

Überdies hat die Stadt weitere potenzielle Partner angeschrieben und für weitere Projektvorschläge  geworben. Da die zur Verfügung stehende Fördersumme noch nicht ausgeschöpft ist, können noch weitere Ideen unterstützt werden.  Die Verwaltung hofft, dass der Bericht entdsprechende Diskussionen auslöst.

Der komplette Bericht kann hier als Pdf heruntergeladen werden.

Stadtradeln 2023 ist abgerechnet

Die letzten Kilometer für das Strausberger Stadtradeln 2023 sind nunmehr nachgetragen und das Ergebnis steht fest. Insgesamt 91.680 Kilometer wurden für die Stadt registriert, mehr als das Doppelte von 2022. Die 628 aktiven Radlerinnen und Radler, etwa dreimal so viel wie ein Jahr zuvor, haben damit einen neuen Rekord für Strausberg aufgestellt. Die Stadt konnte sich überdies die Bestmarke in Märkisch-Oderland von Rüdersdorf zurückholen. Im Land Brandenburg kam Strausberg in der Einwohnerkategorie 10.000 bis 50.000 als Zehnter in die Top Ten.

Zugleich wurden insgesamt 14,9 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht etwa der Menge, die etwa 1500 Bäume im Jahr gebunden hätten.

Siegerin radelte mehr als 2000 Kilometer

Die aktivsten Strausbergerinnen und Strausberger beim Stadtradeln werden am 28. Oktober am Flugplatz ausgezeichnet. Auf sie warten Pokale und Preise. Medaille Stadtradeln

Geehrt werden unter anderen die drei erfolgreichsten Einzelradler. Mit 2004 Kilometern hat Petra Muske alias „Qio 58“ in den drei Wochen die größte Strecke zurückgelegt. Ein Kurzinterview mit ihr gibt es am Ende dieses Textes. Auf Platz zwei und drei folgen Jürgen Suske (1544 km) und Uwe Manthey (881,6).

Weitere Auszeichnungen wird es in den Kategorien bestes Unternehmerteam, bestes Oberschul- bzw. bestes Grundschulteam, bestes Freizeitteam, bestes Vereinsteam und in der Sonderkategorie „kreativster Teamname“ geben. Wer gewonnen hat, wird allerdings erst zur Preisverleihung verraten. Außerdem ist eine Führung durch das Flugplatzmuseum verabredet.

Die Preisverleihung beginnt am 28. Oktober um 11 Uhr im Flugplatztower in Strausberg Nord. Das Team der Touristinformation sowie Radverkehrsbeauftragter Thomas Deuse freuen sich auf viele Gäste.

Runder Tisch geplant

Bereits am 18. Oktober ist ein Runder Tisch Mobilität geplant. Deuse will sich dann ab 17 Uhr im Konferenzraum 2.51 der Stadtverwaltung mit Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern über Verkehrsfragen in der Stadt austauschen.

Anmeldung und Rückfragen unter radfahren@stadt-strausberg.de

 

Kurzinterview mit der Einzelsiegerin

(mehr …)

Halloween im Stadtmuseum Strausberg

Zu Halloween lädt das Stadtmuseum Strausberg am 29. Oktober von 15 bis 19 Uhr zu einer besonderen Veranstaltung rund um das Fest der Geister- und Gruselgeschichten ein. Besucherinnen und Besucher können sich bei der Gelegenheit an Kuchen und hausgemachter Suppe stärken. Kinder können unterdessen bunte Halloweenbeutel, gruselige Geisterlichter oder niedliche Spinnenlollis basteln. Im Garten wird eine Feuerschale aufgestellt. An der werden im 30-minütigen Takt Strausberger Sagen erzählt. Außerdem kann Knüppelteig über den Flammen gebacken werden. Der Eintritt ist frei.

Einrichtungsleiterin Juliane Günther-Szudra weist übrigens darauf hin, dass das Stadtmuseum nach Abschluss von Reparaturarbeiten nun wieder zu den normalen Öffnungszeiten besucht werden kann.

Das Team des Stadtmuseums freut sich auf viele Gäste.

Plakat Halloween

Der „Rügendamm“ wird saniert

In Kürze wird mit der Erneuerung der Wegeverbindung zwischen Peter-Göring- und Wriezener Straße, des sogenannten Rügendamms, begonnen. Im Vorfeld wurde eine öffentliche Ausschreibung durchgeführt. Der Bauauftrag ist erteilt.

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 16. Oktober 2023, und dauern voraussichtlich bis Ende Dezember. Bestandteil ist neben dem Neubau des Weges mit Verbreiterung auch die Sanierung eines Durchlassbauwerks.

Rügendamm

Aufgrund der Dammlage und damit verbundener begrenzter Arbeitsräume ist eine Vollsperrung für den gesamten Fuß- und Radverkehr erforderlich. Für die Bauphase müssen Fußgängerinnen und Fußgänger also die längeren Wegstrecken über Wriezener und Philipp-Müller-Straße nutzen.

Der Parkplatz hinter dem Schulgelände wird als Lager- und Baufläche benötigt und wird während der Bauphase gesperrt. Lehrkräfte müssen also für diesen Zeitraum auf andere Parkmöglichkeiten ausweichen.

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürger um Geduld und Verständnis für die erforderlichen Verkehrseinschränkungen und Beeinträchtigungen während der Bauzeit. Alle Beteiligten sind bestrebt, diese so gering wie möglich zu halten.

Rügendamm, Gehweg zwischen Peter-Göring- und Wriezener Straße

Trauergruppe für Kinder

Wussten Sie schon, dass es in Strausberg eine Kindertrauergruppe gibt, die sich monatlich samstags trifft? Sie gibt betroffenen Kindern einen geschützten Raum, begleitet von ehrenamtlichen erfahrenden Trauerbegleiter*innen, hilfreiche und altersgerechte Rituale im Umgang mit der Trauer zu entwickeln.

Verlusterfahrungen nehmen auf das Alter der Kinder keine Rücksicht. Erwachsene tabuisieren oft noch den Fakt, dass auch Kinder Hilfe in der Bewältigung von Verlusten brauchen. Gemeinsam mit anderen Kindern geht das besonders gut. Das zeigen die guten Erfahrungen dieses niederschwelligen und kostenfreien Angebotes über die letzten Jahre. Eltern können sich zeitgleich im Elterncafè austauschen. Auch diese Möglichkeit wird oft als hilfreich erlebt.

Hilfe ist kostenlos

Bei Bedarf können sich Interessierte beim ambulanten Hospizdienst unter der Telefonnummer 03341-3059032 oder per Mail unter info-hospiz-mol@diakonie-ols.de melden. Dort wird zugehört. Sie werden zu einem Kennenlerngespräch eingeladen und Fragen bezüglich der Kindertrauergruppe oder auch weiterer passender Angebote werden geklärt. Begleitend zum Schuljahr finden dann die Gruppentreffen für Schulkinder zwischen 6 und 12 Jahren gut erreichbar in den Räumen des „Julie“, August-Bebel-Str. in Strausberg, statt.

Dieses Angebot wird von ausgebildeten ehrenamtlichen Fachkräften durchgeführt. Die Kosten für die Treffen werden komplett durch Spenden und eine Förderung des Landkreises gedeckt. Wer die Kindertrauergruppe mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies mit diesen Bankdaten:

Empfänger: Diakonisches Werk OLS e.V., IBAN DE38 1705 4040 3100 2681 39, Kennwort: Hospiz-Kindertrauergruppe

Mini-„Bibliothek“ eröffnet

Lesefreunde in Strausberg haben nun eine Möglichkeit mehr, an Lektüre für ihr Hobby zu kommen. Seit dem 5. Oktober ist der neue öffentliche Bücherschrank an der Ecke Große/Klosterstraße mit Literatur bestückt. Damit ist eine Idee aus dem Bürgerhaushalt 2023 realisiert. Auch der inzwischen aufgelöste Altstadt-Ausschuss hatte sich zuvor für eine solche Mini-„Bibliothek“ ausgesprochen.

Die Idee ist, dass jede Strausbergerin und jeder Strausberger sich an dem Schrank nach eigener Interessenlage bedienen kann. Für ein entnommenes Buch soll aber vorzugsweise ein anderes hineingestellt oder später das gelesene zurückgebracht werden. „Am besten etwas, was man selbst gern gelesen hat“, erklärt Ute Wunglück. Die Stadtverordnete wird sich mit einem Dutzend anderen Bürgerinnen und Bürgern um den Inhalt kümmern, ein Auge darauf haben, dass nicht ungewollte Schriften ausliegen und alles sauber bleibt. „Wir hatten vorige Woche schon probiert und mussten gestern die ersten Exemplare entsorgen“, berichtete sie. Dabei ging es allerdings nicht um den Inhalt, sondern um das äußere Erscheinungsbild. Klebrig, zerrissen, staubig oder voller Spinnweben – das hat in dem Schrank nichts zu suchen.

öffentlicher Bücherschrank Altstadt, Projekt Bürgerhaushalt 2022, Eröffnung mit v. r. Ute Wunglück, Alexander Ihlau, Christa Franke, Dieter Schäfer und André TrochaSie selbst hatte am Eröffnungstag einen Teil der eigenen Sammlung mitgebracht, weil sie die nach Umzug verkleinern musste. Die Palette ist breit, reicht vom Kinderbuch über Sachbücher bis zu Belletristik. Auch Brandenburgs Kommunalverfassung oder der Bildband zur 775-Jahrfeier Strausbergs waren dabei. Alles wurde so drapiert, dass es leicht erkennbar ist.

Maximalsumme leicht überschritten

Strausbergs Citymanager Alexander Ihlau kündigte an, dass um den Schrank noch Platten verlegt werden, damit Nutzer nicht auf den Rasen müssen. Außerdem soll ein kleines Regelwerk ergänzt werden. Und ein Hinweis, dass der Schrank mit Mitteln aus dem Bürgerhaushalt finanziert wurde. Die Maximalsumme von 5000 Euro reichte zwar in dem Falle nicht ganz, aber es gab noch Reste im Budget für Stadtmöblierung.

Alle hoffen nun, dass der Schrank wie vergleichbare andernorts von Vandalismus verschont bleibt. Einige Vorkehrungen sollen dafür noch getroffen werden.

30 Jahre singen und musizieren

Die Interessengemeinschaft Singen und Musizieren (IG SuM) hat vor wenigen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mehrgenerationenhaus im Wirtschaftsweg, wo die sangesfreudigen Frauen und Männer bisweilen auftreten, konnte die Gruppe viele Gäste begrüßen. Unter anderen Bürgermeisterin Elke Stadeler sowie Vertreter des Seniorenbeirats und der Volkssolidarität. Unter deren Dach wirkt die IG und hat für ihr Tun 2013 den Ehrenpreis der Organisation erhalten. Etliche Mitglieder können sich zudem die goldene oder silberne Ehrennadel ans Revers heften.

„Gemeinsam singen macht Freude, stärkt die Gesundheit, ist gut für Herz und Seele und lässt den Geist nicht einrosten“, formulierte Renate Hummel, die musikalische Leiterin der IG SuM, die Beweggründe für die Mitglieder. 1993 hatte sie mit zwei anderen Senioren die Idee, eine Gesangs- und Instrumentalgruppe für Senioren aus der Taufe zu heben, um dem gemeinsamen Hobby zu frönen. 30 Jahre später ist die Leiterin die einzige Verbliebene aus dem Trio. Denn ob des Alters scheiden immer wieder Mitglieder aus. Und Corona hätte „fast das Leben der Gruppe gekostet“, berichtete die Chefin. Denn schließlich wurde das gemeinsame Proben jäh ausgebremst, konnten Auftritte nicht mehr stattfinden. Durch Singen mit Abstand wurde die Klippe umschifft.

Eine neue Hürde tat sich auf, als Erika und Manfred Schulz, die langjährigen Instrumentalbegleiter, sich aus gesundheitlichen Gründen verabschiedeten. Doch auch diese konnte genommen werden. Eine Mitstreiterin übte ganz fleißig und konnte bald die Lücke füllen.

Froh berichtete Renate Hummel, dass nach Corona fünf „Jungrentner“ zur IG SuM gestoßen sind, das Durchschnittsalter senken und auf Bestand hoffen lassen. Momentan gehören der Gruppe rund 25 Mitglieder zwischen Ende 60 und fast 90 Jahren an. Geprobt wird alle zwei Wochen donnerstags in der Begegnungsstätte in der Gerhart-Hauptmann-Straße. Der Auftrittsradius beschränkt sich in letzter Zeit auf Strausberg und die nähere Umgebung.

IG SuM

 

Modenschau, Musik und nasse Sachen

Zum Altstadtfest am 3. Oktober war die Innenstadt vom Landsberger Tor bis zum Markt auch in diesem Jahr gut gefüllt. Abermals nutzten Hunderte die Gelegenheit zum Schlendern, Schauen und Kaufen.

Ein erster Magnet war bereits die Spittelgasse im Süden, wo die die Modekommode Bekleidungstipps für viele Gelegenheiten präsentierte. Gegenüber versuchte das jüngere Semester bei Workshops, sich im richtigen Takt zu bewegen. Clown Denny an der Müncheberger Straße war ebenfalls meist dicht umringt. Weitere Kinderangebote und Fahrgeschäfte waren in Marktnähe postiert.

Ebenfalls am Markt sammelten Stadtverordnete Stimmen für den Bürgerhaushalt. Sabrina Janik, Ute Wunglück, Jens Knoblich und Enrico Nickel waren mit dem neuen Standort sehr zufrieden, registrierten deutlich mehr Interesse als im Vorjahr. Etliche Strausbergerinnen und Strausberger kreuzten ihre Favoriten an. Im Gegensatz zu 2022 seien viel mehr Leute vorab im Bilde gewesen, bilanzierte die Truppe.

Altstadtfest Strausberg 2023, Stimmensammlung für den Bürgerhaushalt

Auch die Touristinfo nebenan mit ihren Infoangeboten und Souvenirs hatte guten Zuspruch. Besonders gefragt war der Kalender mit historischen Strausberg-Ansichten, der jedes Jahr vom Museum herausgebracht wird. Ein paar Meter weiter oben auf der Bühne sorgten Leemann and the Gang sowie Jeannine Hartmann musikalisch für Unterhaltung. Manche Gäste hielt es nicht lange auf den Plätzen, sie tanzten zu Rock, Pop und Schlager mit.

Altstadtfest Strausberg 2023, Musik am Markt

Links und rechts der Festmeile waren Händler mit etlichen Angeboten postiert, von Backwaren und Ballons über Holz und Keramik bis zu Fisch, Softeis oder Rostbratwurst. Bei gelegentlichen Windböen war guter Halt gefragt. Viele Gewerbetreibende der Altstadt hatten überdies ihre Geschäfte geöffnet und guten Zuspruch.

Gewitter bremst Herbstfanfare

Immer wieder richteten sich Blicke der Besucher indes gen Himmel, wann avisierte kräftige Güsse niederprasseln. Bis auf ein paar Spritzer blieb das Fest jedoch weitgehend verschont. Beim Abbau wurden dann allerdings einige Beteiligte nass. Und der Fanfarenzug musste am Ende gar die Herbstfanfare in der Energie-Arena abbrechen. „Das ist uns noch nie passiert“, berichteten Beteiligte. Hatten sie beim Knüppelteigfest am warmen Vorabend sogar noch ohne Jacken aufspielen können, waren sie im Stadion nach wenigen Minuten klitschnass. Wind und Gewitter zwangen letztlich zum Aufgeben. Nun wird nach einem Ersatztermin gesucht.

Beste Bedingungen hatte hingegen am Vormittag der KSC als Gastgeber für den 87. Strausseelauf nebst Halbmarathon. Allein die komplette Seerunde nahmen rund 450 Läuferinnen und Läufer in Angriff.

Strausseelauf 2023