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Aktuelles

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Neue Sonderausstellung ab Mitte Juni

Nach der Ausstellung zu Strausberger Postkarten lässt das Stadtmuseum ab 14. Juni eine weitere Sonderschau folgen. Bis Mitte August können sich Interessierte Schnappschüsse zum Thema Abc-Schützen und Zuckertüten rund um den ersten Schultag ansehen.

Die Exponate kommen diesmal nicht aus dem Fundus des Stadtmuseums, sondern stammen aus dem Archiv historische Alltagsfotografie. Hinter dem stehen Susann Hellemann und Lothar Binger. Die Kulturhistoriker haben auf Flohmärkten private Fotoalben mit tausenden Bildern aus dem 19. und 20. Jahrhundert gefunden.

Im 19. Jahrhundert entstand der Brauch, den Abc-Schützen zur Einschulung eine mit Naschwerk gefüllte Zuckertüte zu überreichen, um den Schulbeginn zu versüßen. Mit dieser Tüte in verschiedensten Variationen und festlich gekleidet posieren die Schulanfänger voller Stolz vor der Kamera. Zuerst beim Fotografen im Atelier, später vor der Familien-Kamera. Für die Kinder begann nun der so genannte Ernst des Lebens mit Aufgaben und Pflichten. Der Start in den neuen Abschnitt wird feierlich begangen und fotografisch festgehalten.

Auch historische Utensilien

Mehr als 100 solcher Bilder aus der Zeit von 1900 bis zur Gegenwart umfasst die Schau. Darüber hinaus biografische Anekdoten und historische Schulutensilien wie Griffelkasten, Schiefertafel, Zeugnismappen und Fibeln. Sie zeigen, wie wichtig das Ereignis durch die Jahrzehnte war und wie sich Schulanfänger-Ausstattung, Kleidung, Schultaschen und Schultüten verändert haben.

Diese Ausstellung kurz vor und in den Ferien soll nicht nur Eltern und ihre Kinder ansprechen, bei denen eine Einschulung ins Haus steht, sondern alle. Schließlich war die Einschulung für viele ein bedeutendes Ereignis in der eigenen Biografie.

Zur Eröffnung der Ausstellung lädt das Museum in der August-Bebel-Straße 33 Interessierte am 14. Juni um 16 Uhr ein.

Gründer- und Unternehmertag

Das einsA Gründungszentrum, die IHK Ostbrandenburg und die Handwerkskammer Frankfurt (Oder)  sind am 6. Juni Gastgeber  für den 2. Gründer- und Unternehmertag in Strausberg. Etwa 20 Experten von der Agentur für Arbeit bis zur Universität Viadrina beraten von 15 bis 19 Uhr auf dem Weg in die Selbständigkeit, zu Unternehmensentwicklung, Förderung und Unternehmensübernahme/-übergabe. Sie geben Tipps und Hinweise, klären über Fallstricke auf und helfen weiter. Die Veranstaltung im Gebäude TP 6 der Stic-Wirtschaftsfördergesellschaft MOL, Garzauier Chaussee 1a, ist kostenfrei. Sie kann ohne Anmeldung besucht werden.
 
Nach der Begrüßung durch Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach, Landrat Gernot Schmidt und Stic-Chef Andreas Jonas werden mehrere fachliche Themen behandelt. Die Palette reicht von alternativen Finanzierungswegen  bis zu Nachhaltigkeit. Am Schluss ist Zeit zum Knüpfen neuer Kontakte und zum Austausch.
 
Das komplette Programm und mehr Informationen gibt es auf der Internetseite vom einsA Gründerzentrum.

Strausbad geschlossen

Das Hallenbad „Strausbad“ in der Wriezener Straße ist am 23. Mai erneut geschlossen worden. Das hat die Strausberger Bäder GmbH am gleichen Tag mitgeteilt. Bei einer aktuellen Trinkwasserbeprobung sei Legionellenbefall im Duschwasser festgestellt worden. Deshalb habe das Gesundheitsamt des Landkreises die Nutzung der Duschen mit sofortiger Wirkung untersagt, erläuterte Markus Derling, Geschäftsführer der Bäder GmbH. Wie er weiter mitteilte, würden alle notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung der Situation eng mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Ein Zeitpunkt für die Wiedereröffnung der Schwimmhalle könne noch nicht benannt werden.

Höhepunkte der Altstadt  –  jetzt auch auf Russisch

Die faszinierende Geschichte und charmanten Ecken der Strausberger Altstadt können Interessierte bei zwei Stadtrundgängen am 2. Juni entdecken. Erstmals werden Erläuterungen nun auch in russischer Sprache gegeben. Diese Tour mit Stadtführer Dr. Jörg Knobloch startet um 11 Uhr an der Stadt- und Touristinformation am Lustgarten, die deutschsprachige Version mit Hiltraud Mattausch bereits um 10.30 Uhr.

Strausberg beeindruckt mit Resten der Stadtmauer, mittelalterlicher Kirche und alten Bürgerhäusern. Sie künden von einer bewegten Vergangenheit der Stadt am Ufer des Straussees, die inmitten eines Landschaftsschutzgebietes liegt. Die Stadtführer vermitteln Wissenswertes zu Geschichte und Sehenswürdigkeiten und bringen Anekdoten und Geschichten über so manche „geheimnisvolle“ Seite mit.

Die Teilnahme an der Stadtführung kostet fünf Euro pro Person bzw. ermäßigt drei Euro (Kinder von 6 bis 14, Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte & ALG II-Empfänger). Dieser und alle weiteren Termine für Stadtrundgänge und Wanderungen sind im Strausberger Wanderkalender enthalten, der online verfügbar ist und in der Touristinfo am Lustgarten zum Mitnehmen ausliegt.

Weitere Informationen und Anmeldung: Tel. 03341 311066 oder Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de

Rückblick, Ausblick und Ehrungen beim Jahresempfang

Bürgermeisterin Elke Stadeler und der Standortälteste der Bundeswehr in Strausberg General André Abed haben am 22. Mai zahlreiche Gäste zum traditionellen Jahresempfang von Stadt und Bundeswehr begrüßt. Gekommen waren unter anderen Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Politikerinnen und Politiker von Bundes- und Landtag sowie kommunalen Vertretungen, Abgesandte von Firmen, Institutionen, Verwaltungen sowie aus den in Strausberg beheimateten Dienststellen der Streitkräfte und den Partnerstädten Debno (Polen), Frankenthal (Rheinland-Pfalz) und Terezin (Tschechien).

BegrüßungDie Bürgermeisterin zog Bilanz über das zurückliegende Jahr mit Millioneninvestitionen in Schulen, Straßenbau, Schwimmhallensanierung, neu entstandenen Wohngebieten und einigem mehr. Sie sagte zugleich den scheidenden Kommunalpolitikern Dank. Gemeinsames Ziel mit der Verwaltung sei es gewesen, etwas für die Stadt zu erreichen, sagte sie. Sie hoffe, dass dies in neuer Zusammensetzung nach der Wahl am 9. Juni so bleibe. Zugleich sprach sie schon vorab allen Helfern Dank aus, die am Wahltag mit dafür sorgen, diese „Herausforderung“ zu bestehen.

Bundeswehr will 60 Millionen investieren

General Abed berichtete, dass die Bundeswehr in Strausberg unter anderem am Aufbau ihrer neuen Brigade in Litauen beteiligt ist. Die ersten Soldaten sind mittlerweile dort, bis 2027 soll die Stationierung abgeschlossen sein. Zudem erinnerte er daran, dass in Strausberg Unterstützung für die Ukraine koordiniert wird. In den nächsten fünf Jahren würden in den Standort fast 60 Millionen Euro investiert, ein großer Happen davon zum Beispiel in ein Rechenzentrum. Leider werde ein ähnliches Projekt in der Barnim-Kaserne nicht mehr verfolgt, berichtete er. Außerdem kündigte er an, dass das Wohnheim in der Wriezener Straße auf einen modernen Stand gebracht werde.

Brandenburgs Regierungschef bescheinigte Strausberg eine „beeindruckende Entwicklung“. Zudem habe er den Eindruck, dass hier alles „sehr harmonisch“ laufe. Man müsse gemeinsam den steigenden Erwartungen gerecht werden und die Infrastruktur ausbauen. Gerade die Angehörigen der Bundeswehr verdienten für ihren schweren Dienst mit nun höherem Risiko beste Rahmenbedingungen. Ähnliches gelte für die Feuerwehren, denn auch die Kameraden setzten Gesundheit und eigenes Leben aufs Spiel. Das Land wolle alles tun, dass Soldaten und Feuerwehren der Dienst so leicht wie möglich gemacht werde, versicherte er.

Strausberg bekommt Brauerei

In ihrem Ausblick auf die kommenden Monate erwähnte die Bürgermeisterin unter anderem die Baustelle für das Bundesverwaltungsamt am Flugplatz sowie den 30-Minuten-Takt der Regionalbahn 26 ab Jahresende bis Müncheberg. Erfreut erwähnte sie, dass auch die Bundeswehr die weiteren Ausbaupläne der Ostbahn für wichtig halte. Dies lasse hoffen, derzeitige Bremser beim Bund zu überzeugen. Denn auch für den 20-Minuten-Takt der S-Bahn habe das Wort der Bundeswehr eine entscheidende Rolle gespielt, machte sie deutlich.

Für ihren Redepartner hatte sie zudem noch einen besonderen Hinweis: Abed hatte sich beim Empfang 2023 eine Brauerei in der Stadt gewünscht. Ein Grundstück im Gewerbegebiet sei an die Woltersdorfer Schleusenbrauerei verkauft, in Kürze werde der Bauantrag für einen Produktions- und Lagerstandort mit Verkauf gestellt, gab sie aktuelle Informationen weiter. Sie hoffe, dass der Antrag beim Bauordnungsamt dann auch zügig bearbeitet werde. „Sie sehen, ich bekomme hier Druck“, sagte sie mit einem Augenzwinkern in Richtung Kreisverwaltung.

Je vier Frauen und Männer ausgezeichnet

Der Empfang wurde zugleich genutzt, um verdienstvolle Bürgerinnen und Bürger auszuzeichnen. Der Sportehrenbrief für besondere Leitungen in ihren Vereinen ging an Kerstin Braun vom SV Gartenstadt, Karoline Engler vom TSC und Laura Breuer vom Fanfarenzug des KSC.

Sportehrenbriefe

Mit einer Eintragung ins Ehrenbuch wurden Wojciech Legieza von der Freiwilligen Feuerwehr, Sebastian Kreyßig vom Verein RGU 1260, Bärbel Gsell von der Volkssolidarität, der langjährige Kommunalpolitiker und Kreissportbund-Aktivist Dieter Schäfer sowie der Schwimmmeister und langjährige Chef der Strausberger Bäder GmbH Fred Thaleiser gewürdigt.

Ehrenbuch1

Ehrenbuch2

Umrahmt wurde die Veranstaltung vom KSC-Fanfarenzug, vom TSC Strausberg, dem KSC-Tanztheater, der Kreismusikschule sowie Sänger/Songwriter Frank Oderland. Nach dem offiziellen Teil war beim Sommerfest im Außenbereich Zeit für angeregte Gespräche. Sparkasse, Stadtwerke, Strausberger Wohnungsbaugesellschaft und andere Strausberger Firmen trugen als Sponsoren zum Gelingen des Abends bei.

Fanfarenzug

Tanztheater

Frank Oderland

TSC

Zwei Wanderungen Anfang Juni

„Wanderlust durch Naturschönheiten“ ist zunächst die Tour am 1. Juni mit Manuela Grundmann überschrieben. Sie startet bei der Imkerei Lahres in Garzau und führt dann zur imposanten Pyramide. Von dort geht es ins malerische Ruhlsdorfer Bruch. Mit etwas Glück können unterwegs noch blühende Orchideen bewundert werden. Der Natursee Brandsee und der langgestreckte Lange See runden das idyllische Panorama ab. Treff ist um 9.15 Uhr am Parkplatz der Imkerei in Garzau.
Die Strecke ist ca. neun Kilometer lang. Als Dauer sind etwa vier Stunden angegeben.

Am 2. Juni führt Kirsten Manthey eine faszinierenden Kulturwanderung durch das geschichtsprächtige Buckow. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am S-Bahnhof Strausberg. Die Tour erstreckt sich über zehn Kilometer und dauert etwa acht Stunden. Theodor Fontane beschrieb Buckow als „ländliche Schönheit, die mit nacktem Fuß in den See tritt und unter Weidenzweigen ihr Haar flicht“. Auf dem Panoramarundweg um den Schermützelsee können die Wanderer die Aussicht auf die Hügellandschaft erleben und Spuren der Eiszeit vor vielen tausend Jahren entdecken. Am Ende der Tour ist eine Einkehr am Markt möglich oder optional ein Besuch des Kleinbahnmuseums (Eintritt 2 Euro).

Neben den normalen Kosten für die Wanderungen – fünf Euro pro Person bzw. ermäßigt drei Euro (Kinder von 6 bis 14, Schüler, Studenten, Schwerbeschädigte & ALG II-Empfänger) – kommen bei der Buckow-Tour pro Person noch 10,80 Euro Fahrkosten (VBB) und sieben Euro für die Buckower Kleinbahn hinzu.

Die Touristinfo empfiehlt zu jeder Wanderung die Mitnahme von Rucksackverpflegung, insbesondere Getränken.

Weitere Informationen und Anmeldung: Tel. 03341 311066 oder Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de.

Laien auf die Theaterbühne

Für ihre diesjährige Sommerproduktion möchte die Andere Welt Bühne in Strausberg erstmals einen Sprechchor aus Theaterinteressierten aus der Umgebung aufbauen, die gerne mit auf der Bühne stehen möchten. Sie ruft Strausbergerinnen uznd Strausberger aller Altersgruppen auf, an dem Stück „LIEBE.MACHT.TOD“ von Thomas Brasch mitzuwirken. Das sei eine wilde und überbordende Überschreibung von Shakespeares „Romeo und Julia“, erklärt Melanie Seeland aus dem Team. Der Chor wird mit dem Schauspiel-Ensemble zusammen die Veroneser Gesellschaft, die Familien der Capulets und Montagues darstellen. 

Der Inhalt

Romeo ist liebeskrank und sucht die Einsamkeit. Während er mit sich selbst beschäftigt ist, suchen Diener der verfeindeten Häuser Capulet und Montague auf den Straßen von Verona Streit. Tybald, der Streithahn, stimmt mit ein – sowie die gesamten Sippen. Bei Shakespeare hat die Pest in Verona gewütet, eine Seuche, die in das Sozial- und Liebeslieben einbrach. Auch wenn diese Seuche nun bald überstanden scheint, die Menschen hat sie verändert, es bleibt die Angst.

Nach langer Auszeit wird wieder gefeiert im Hause Capulet, allerdings mit Maske wegen Ansteckungsgefahr. Graf Paris möchte die Tochter Julia heiraten, der Vater ist zurückhaltend. Denn Julia ist keine 14 und zustimmen müsste sie dem Vorhaben des Grafen schon. Deshalb soll Paris zum abendlichen Fest kommen. Da der Diener, der die Gäste einladen soll, nicht lesen kann, lässt er sich von zwei Fremden auf der Straße helfen – Romeo und sein Cousin Benvolio, die sich frech selbst zu dem Event einladen. Als Romeo Julia erblickt, nimmt die berühmteste Liebesgeschichte der Welt ihren Lauf.

Thomas Braschs Übersetzung nach William Shakespeare von »Romeo und Julia« ist voller Wortwitz und Wortspiel, Kalauer und Klang. Und er zeichnet ein gesamtgesellschaftliches Sittenbild: 1990, zur Zeit der Uraufführung von Braschs Neuübersetzung war Aids die neue Pest, heute ist es das Corona-Virus.

BühneDie Aufgabe

Geprobt wird einen ganzen Monat, von Juni bis Juli. Alle gehen auf die gemeinsame Reise in die Liebesirrungen und -wirrungen von Romeo, Julia, Thybalt, Mercutio und Co.. Der Sprechchor – kein Gesangschor! – wird ein wichtiger Teil des szenischen Inventars des Stücks sein und das Geschehen auf der Bühne kommentieren und begleiten.

Mitzubringen sind Lust an Sprache und Spiel, Sinn für Gemeinschaft und Humor sowie eine gute Portion Selbstbewusstsein, aber auch Empathie und Ruhe. Ansonsten hauptsächlich Spaß.

Die Proben

Geprobt wird ab 17. Juni an drei Abenden in der Woche, jeweils von 18 bis 22 Uhr. Ab spätestens 15. Juli finden jeden Abend Proben statt, ggf. auch tagsüber (nach Verfügbarkeit). Die Premiere ist für den 19. Juli geplant. Vorstellungen finden in Folge immer freitags und samstags/sonntags bis Ende August statt.

Anmeldungen sind per E-Mail möglich an spittler@dieandereweltbuehne.de, Betreff „Strausberger Theaterchor“.  Bitte ein paar Zeilen hinzufügen, die die Person ein wenig näher beschreiben. Z.B. Alter, Beruf/Tätigkeit, Lieblingsbuch oder welches Theaterstück ihr zuletzt gesehen habt und warum ihr es mochtet – oder warum nicht.

Am 4. Juni um 16.30 Uhr ist ein Treffen zum Kennenlernen geplant. Dabei wird ein wenig konkreter auf das Stück und die Aufgabe des Chors eingegangen.

 

 

Flohmärkte im Hort

Mit einem Flohmarkt wartet der Hort Strausseestrolche in der Hegermühlenstraße am 25. Mai auf. Von 10 bis 14 Uhr soll sich das Gelände in einen Basar verwandeln. Erhältlich sind Kindersachen, Spielzeug und einiges mehr und auch für Kaffee und Kuchen wird gesorgt.

Plakat

Etwas später plant der Hort Kunterbunt in der Vorstadt etwas Ähnliches. Dort soll am 7. Juni von 14 bis 18 Uhr getrödelt werden. Kleidung, Spielzeug, Bücher können den Besitzer wechseln. Als Standgebühr werden fünf Euro und ein Kuchen fällig. Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite der Einrichtung. Dort sind auch Anmeldungen möglich.

 Abstrakte Landschaften in der Entreegalerie

„Augenblick“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, die jetzt in der Entreegalerie der Stadtverwaltung Strausberg zu sehen ist. Franka Höhne zeigt im Foyer des Verwaltungsgebäudes in der Hegermühlenstraße 58 nun bis zum 21. Juni eine Serie von abstrakten Landschaften.

Sie wolle Erinnerungen an die Einzigartigkeit und scheinbar unendliche Vielfalt von Landschaft und Natur zeigen, beschreibt sie selbst. In den Werken „Sonnenuntergang in Südfrankreich“ oder „Am Leuchtturm von Cabo de Gata“ sei eine Retrospektive an die unnachahmliche Atmosphäre dieser Orte zu finden. In anderen Werken habe sie  die Essenz einer bestimmten Umgebung eingefangen, die andere vielleicht an Orte am See oder der Ostsee erinnern.

Bild "Sommer" voin Franka Höhne

Franka Höhne ist Jahrgang 1968. Sie wohnt und hat ihr Atelier in Fredersdorf-Vogelsdorf. Sie hat das Malen bereits vor vielen Jahren für sich entdeckt und einen Abschluss als Kunst- und Kreativtherapeutin. Persönliche Erlebnisse oder themenbezogene Ausstellungsvorbereitungen könnten sie in ihrem kreativen Schaffen ebenso inspirieren wie ein Museums- oder Galeriebesuch, erklärt sie. Mit Ausstellungen war sie in den vergangenen Jahren schon in vielen Orten der Region vertreten, von Buckow bis Berlin. Auch in Strausberg (Stadtmuseum, Krankenhaus) konnten sich Kunstinteressierte schon ein Bild von ihrem Schaffen machen.

Öffnungszeiten der Entreegalerie: Mo und Mi von 8 bis 14 Uhr, Di und Do von 8 bis 18 Uhr, Fr von 8 bis 13 Uhr

„Aktionstag gegen den Schmerz“ am 4. Juni

Am 4. Juni 2024 findet der nationale „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt. Er ist ein wichtiges Ereignis, das bereits zum 13. Mal organisiert wird, um Betroffene und ihre Angehörigen über Versorgungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten. Bundesweit organisieren etwa 150 Einrichtungen wie Praxen, Kliniken, Apotheken, Pflege- und Physiotherapieeinrichtungen sowie Patientenorganisationen Aktionen, Infotage und Vorträge. Auch die das Krankenhaus in Strausberg mit seinem Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin (Station 5) beteiligt sich: in der Zeit von 12.30 bis 15 Uhr.

Die Initiative wurde 2012 von der Deutschen Schmerzgesellschaft und ihren Partnerorganisationen ins Leben gerufen, um die lückenhafte Versorgung von Millionen von Menschen mit wiederkehrenden Schmerzen aufzuzeigen. Von 9 bis 18 Uhr ist eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort beantworten Expertinnen und Experten Fragen rund um das Thema Schmerz.

Etwa 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) berichten über chronische Schmerzen, 95 Prozent davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen sechs Millionen die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Millionen Deutschen.

Bei einem sehr großen Teil aller Betroffenen dauert es mehr als zwei Jahre, bis sie eine wirksame Schmerzbehandlung erhalten. Nur ein Zehntel aller Patienten mit chronischen Schmerzen wird überhaupt einer Spezialistin oder einem Spezialisten vorgestellt. Eine gesetzliche Verbesserung ist auch bei der aktuellen Krankenhausreform nicht in Sicht. „Bundesregierung und Länderministerien sind aufgerufen, die Schmerzversorgung zu verbessern – leider unterlässt dies auch die aktuelle Krankenhausreform. Konkret droht eine weitere Verschlechterung der ohnehin lückenhaften Versorgungslage“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft.

Präventive ganzheitliche Konzepte empfohlen

Die frühzeitige Behandlung von wiederkehrenden Schmerzen, bevor sie chronisch werden, ist entscheidend. Im Idealfall sollten präventive Konzepte, die auf einem ganzheitlichen Ansatz aus Medizin, Psychologie und Physiotherapie beruhen, zum Einsatz kommen. „Es ist wichtig, Personen mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer chronischen Schmerzerkrankung frühzeitig zu identifizieren“, betont Dipl.-Med. Beate Möller, leitende Oberärztin der Klinik für Anästhesie, Notfall- und Intensivmedizin mit den Schwerpunkten Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie. In diesem Stadium bestehe eine gute Prognose, die Schmerzen erfolgreich zu bewältigen. „Die frühzeitige Intervention kann oft den Verlauf der Schmerzerkrankung erheblich verbessern und sogar verhindern, dass sie chronisch wird“, ergänzt die Oberärztin. Wichtig sei auch, Betroffenen die Gefahren der Chronifizierung von Schmerz aufzuzeigen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten sie haben, um dies zu verhindern und an wen sie sich wenden können. Dazu soll der Aktionstag gegen Schmerz beitragen.

Sollten sich die Schmerzen bereits chronifiziert haben, stehen Betroffenen vielfältige Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Neben einer individuell angepassten medikamentösen Behandlung umfassen diese auch nicht-medikamentöse Ansätze wie psychologische Beratung, Physio- und Ergotherapie, Biofeedback sowie sportliche Aktivitäten. Die Behandlung kann zwar langwierig und anspruchsvoll sein, aber es gibt Hoffnung auf eine verbesserte Lebensqualität. Beate Möller erklärt: „Eine multidisziplinäre Herangehensweise, die verschiedene Therapien kombiniert, kann helfen, die Schmerzen zu lindern und die Funktionsfähigkeit wiederherzustellen.“

Mit Experten ins Gespräch kommen

Die Deutsche Schmerzgesellschaft, mit über 3600 Mitgliedern die größte wissenschaftliche Schmerzgesellschaft Europas, setzt sich dafür ein, die Möglichkeiten moderner Therapie bekannt und so vielen Patientinnen und Patienten wie möglich zugänglich zu machen. „Der Aktionstag bietet eine Plattform, um ortsnah und niederschwellig mit Schmerzexpertinnen und -experten ins Gespräch zu kommen“, sagt Thomas Isenberg.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen ist auf der Website der Schmerzgesellschaft unter www.schmerzgesellschaft.de verfügbar, ebenso wie umfassende Patienteninformationen zum Thema Schmerz.

Kostenlose Patienten-Hotline am 4. Juni von 9 bis 18 Uhr: Tel. 0800 18 18 120

Erfolgreicher Fanfarenzug

Dem Fanfarenzug des KSC Strausberg ist die Generalprobe des neuen Programms für die Weltmeisterschaft Ende Juni geglückt. Beim internationalen Masch- und Showwettbewerb um den Titel “Kampioen de Lage Landen” zu Pfingsten in der belgischen Partnerstadt Hamont hat das Ensemble erfolgreiche Auftritte hingelegt. So gewannen die Strausberger mit ihrer bislang besten Wertung von 93,33 die Show-Konkurrenz in ihrer Kategorie. „Wir hatten noch nie so viele Punkte“, freuten sich Beteiligte. „Über 80 Punkte sind schon gut, über 90 eher selten. Das ist eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Fanfarenzug in Hamont

Der Fanfarenzug in Hamont                                                       Foto: Marcel Ristau

Überdies wurde der KSC in der Disziplin Marsch- und Standspiel Dritter mit 90,63 Zählern, konnte auch mit dem neu einstudierten Titel „Trial by fire“ punkten, den Lucas Wollermann und Kevin Thürmann geschrieben haben. Die Strausberger wurden am Ende mit dem Prädikat „Gold mit Auszeichnung“ bedacht und bekamen die „André Rijcken“-Ehrentrophäe verliehen. Die nach dem Gründer der Marsch- und Show-Wettkämpfe benannte Trophäe wird an die Punktbesten verschiedener Klassen vergeben. „Die hatten wir schon lange nicht mehr“, berichteten Aktive. Schließlich bekam Florian Beiler aus den Strausberger Reihen noch den Ehrenpreis der Stadt Hamont für den besten Stabführer. Rund 40 Gruppen hatten um Siege und gute Punktzahlen gekämpft.

mit den Preisen; Florian Beiler, Kevin Thürmann und Lukas Wollermann (v.l.)

mit den Preisen: Florian Beiler, Kevin Thürmann und Lucas Wollermann (v.l.);                                                                                         Foto: Fanfarenzug

Ensemble als Partnerschaftsbotschafter

Am Vorabend der Wettkämpfe hatte der Fanfarenzug bereits am „Tattoo“ teilgenommen, einer Abendveranstaltung, bei der sich nur ausgewählte Vereine dem Publikum präsentieren dürfen, da noch ohne Bewertung.

Am Sonntag gab es noch eine Überraschung für Bürgermeisterin Elke Stadeler, die ebenfalls nach Belgien gereist war, und die rund 70 Personen starke Strausberger Delegation. Im Hamonter Stadtgebiet sind zuletzt mehrere Stromkästen mit Graffiti-Motiven besprüht worden. Ein Bild ist der Partnerschaft mit Strausberg gewidmet. Und als Botschafter dieser Zusammenarbeit sind Bläser vom Fanfarenzug zu sehen. Der Stromkasten wurde – begleitet von einem kleinen Fanfarensignal – von den Bürgermeistern der beiden Städte enthüllt.

Fanfarenzug in Hamont, Enthüllung Stromkasten

Nun bereitet sich das KSC-Ensemble auf die Weltmeisterschaft der World Association of Marching Showbands (WAMS) vom 28. bis 30. Juni in Rastede in Niedersachsen vor.

„Junge Wilde“ rücken auf

„Strausberger Weg“ hat ihn der FC Strausberg (FCS) getauft. Er meint damit die Philosophie, den „Jungen Wilden“ zunächst eine fundierte Ausbildung im Nachwuchs zu geben und ihnen dann die Möglichkeit einzuräumen, im Männerbereich weiterhin den Strauß auf der Brust zu tragen, wenn es Ausbildung/Studium zulassen und sie es wollen.

Die Trainerteams in beiden Männermannschaften, allen voran Chefcoach Roman Sedlak der ersten Elf, haben schon in der laufenden Saison Wort gehalten. Die Aufrücker Torwart Colin Seebe (zwischenzeitlich Nummer 1 in der Zweiten), Mittelfeldakteur Ole Kreißl (bis zu seiner Verletzung Stammspieler in der Ersten), Abwehrrecke Jakob Sedlak (Stammspieler Erste), Stürmer Lucas Tavernier (Pendler zwischen U19 und Männern), Mittelfeldmann Manuel Müller (Stammspieler Zweite) und Verteidiger Ole Binder (alle Teams) wurden in den Männerbereich integriert. Auch Felix Vogel hat erste Schritte dort unternommen und wird weiterhin vor allem in der Reserve spielen.

U19-Topstürmer lernt gegen bullige Verteidiger bestehen

Zur neuen Saison wird dieser Weg konsequent fortgesetzt, teilt der FCS mit . René Fingerhut (18), Kapitän der U19 und Top-Talent auf der Torwartposition, sagt ausdrücklich, dass der FCS in der Region die beste Adresse ist, um sich menschlich wie sportlich weiter zu entwickeln. Er hat sich für einen internen Kampf mit Julius Meinhold um die Stammtorhüterposition bei der Ersten entschieden.

Schon zu seinen ersten Einsätzen bei der Ersten kam Topstürmer Ben Jacob (18) in der laufenden Rückrunde. In der U19 hat er mit seinen bislang 32 Toren dafür gesorgt, dass sein Team die Tabelle souverän anführt. Er soll weiter behutsam reifen und auch gegen die oft bulligen Verteidiger im Männerfußball bestehen lernen.

Dass sich die Zwillinge Max und Moritz Röhr (beide noch 17) für „ihren“ FCS entscheiden würden, war eigentlich klar. Hier bekommt Sedlak zwei Jungs, die von der Pike auf das Kicken im Verein erlernt haben. Moritz hat als offensiver Mittelfeldmann schon 22 Saisontreffer in der U19 erzielt; sein Bruder Max gilt als kongenialer Stratege und Passgeber aus dem zentralen Mittelfeld. Vater Christian, der bislang als Trainer der U19 agiert, wird seine Sprösslinge weiter begleiten und wechselt als Co-Trainer im Sommer zur Ersten.

Verteidiger und Angreifer wechseln in die Erste

Zudem freut sich der FCS auf Einsätze von Maximilian Koppe (18), der schon in der Ersten debütierte. Der Mittelfeldmann agiert als kluger Passgeber bei der U19 und will nun im Männerbereich loslegen. Gleiches gilt für Vincent Reichmuth (18), der schon aufgrund
seiner Körperstatur klarmacht, dass so leicht kein Vorbeikommen an ihm ist. Er ist Defensiv-Allrounder und hielt zuletzt in der U19 die Abwehr zusammen.

Als weitere Defensivkräfte werden sich Tobias Ellendt (19), Lenny Louis Bastian (18) und Ben-Tyler Wraske (19) im Männerbereich versuchen. Alle sind Verteidiger und Ben-Tyler hat in der Rückrunde bereits für die Erste und die Zweite debütiert. Mit Titas Lekaunikas (19) und Neba Princewell Ambe (18) wechseln auch zwei Offensivkräfte aus der U19 im Sommer in den Männerbereich. Neba, der erst seit ein paar Jahren überhaupt Fußball spielt, wird noch etwas länger brauchen, gilt aber als sehr fleißig und zielstrebig. Der FCS will die Spieler in den nächsten Wochen noch genauer vorstellen.

Badestellen startklar für die Saison

Dem Badespaß in Märkisch-Oderland steht 2024 nichts im Weg. Zum Start der offiziellen Badesaison im Mai bestätigen die regelmäßig durchgeführten Beprobungen sehr gute Wasserqualität an den ausgewiesenen Badestellen. Das Gesundheitsamt überwacht die Stellen, die der EG-Richtlinie und der Brandenburgischen Badegewässerverordnung entsprechen.

Im Landkreis sind für die Saison 2024 folgende Badestellen ausgewiesen:

  • Baggersee, Gusow
  • Bötzsee, Eggersdorf, Strandbad
  • Dieksee, Falkenhagen
  • Freibad, Zechin
  • Gabelsee, Falkenhagen
  • Großer Däbersee, Waldsieversdorf, Volksbad
  • Großer Klobichsee, Münchehofe
  • Großer Trepliner See, Petershagen
  • Großer Stienitzsee, Hennickendorf
  • Hohenjesarscher See, Alt Zeschdorf
  • Klostersee, Altfriedland
  • Schermützelsee, Buckow, Strandbad
  • Schwarzer See, Falkenhagen
  • Straussee, Strausberg, Liegewiesen Nord-Badstraße
  • Vorder- oder Haussee, Obersdorf
  • Waldbad, Wriezen
  • Weinbergsee, Diedersdorf

An diesen ausgewiesenen Badestellen sind Informationstafeln aufgestellt. Diese Tafeln enthalten auf beiden Seiten aktuelle Ergebnisse der Beprobungen, Informationen zum betreffenden See und Baderegeln. Alle ausgewiesenen Badestellen im Landkreis wurden in die Kategorie „Ausgezeichnete Badewasserqualität“ eingestuft. Ein entsprechendes Symbol ist auch auf jeder Tafel zu finden.

Allen anderen Badestellen, die nicht im Amtsblatt ausgewiesen sind, jedoch seit Jahren kontrolliert und beprobt werden, überwacht das Amt im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes nach dem Brandenburgischen Gesundheitsdienstgesetz. Es führt zudem regelmäßig Nachkontrollen durch. Bei Bedarf werden vor Ort Hinweise angebracht, die empfehlen, auf das Baden zu verzichten. 

Weitere Informationen, das Amtsblatt des Landes Brandenburg mit den ausgewiesenen Badestellen sowie die Badestellenkarte sind im Internet veröffentlicht unter: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/themen/verbraucherschutz/wasserhygiene/badegewaesser/ sowie https://badestellen.brandenburg.de/ 

Fähre startet wieder

Rechtzeitig vor Pfingsten sind die Reparaturen an der Strausseefähre erfolgreich abgeschlossen worden. Der Fährverkehr werde ab dem 17. Mai wieder planmäßig aufgenommen, teilte die Strausberger Eisenbahn als Betreiber am Morgen des Starttages mit. Fahrgäste könnten fortan wieder täglich ab 9.20 Uhr die Überfahrt genießen und das Altstadtpanorama vom Wasser aus bewundern,  hieß es.

Am 6. Mai war der Betrieb der Fähre aufgrund einer technischen Störung kurzfristig eingestellt worden. Es gab Probleme im Zusammenspiel von Motor, Getriebe und Seilscheiben. An den erst bei der Inspektion und Wartung im März gewechselten Scheiben mussten Nacharbeiten vorgenommen werden, damit die Seile verschleißarm, ohne Bremswirkung und ohne Quietschen darüber laufen.

Vorplanung für Straße liegt vor

Im Jahr 2025 soll die Klosterdorfer Straße in Hohenstein ausgebaut werden. Dem Ortsbeirat wurden jetzt erste Eckpunkte aus der Vorplanung vorgestellt. Demnach ist die Strecke momentan als Mischverkehrsfläche ohne Gehwege vorgesehen. Mit welchem Material sie ausgeführt wird, ist noch offen.

Um nach dem Ausbau das Tempo zu drosseln, sind drei Varianten im Gespräch. Favorit der Verwaltung sind Mittelinseln. Alternativ seien Verschwenkungen denkbar oder Bereiche mit Kopfsteinpflaster.  Vorgesehen ist, die vorhandene unbefestigte Umfahrung um den Anger ebenfalls auszubauen. Sonst müsste überdurchschnittlich lange Zufahrten zu den Grundstücken auf der anderen Seite gebaut werden.

Der Ortsbeirat sprach sich auch für den Vorschlag aus, die Umfahrung um den kompletten Anger bis zur Hausnmummer 6/6A zu führen. Dafür könnte die Verbindung nördllich des Spielplatzes entfallen. Ob für die Umfahrung Beiträge von Anliegern fällig werden, ist noch nicht klar. Die Verwaltung geht derzeit davon aus, das die Strecke zum Gesamtpaket des Ausbaus gehört und beitragsfrei wäre. Die juristische Position des Landes ist aber noch nicht bekannt.

Ausflug zu geschützten Orchideen

Eine besondere Wanderung bietet die Stadt- und Touristinformation Strausberg am 26. Mai an. Start ist um 9.15 Uhr am Findlingshof Strausberg im Ortsteil Ruhlsdorf.

Schon am Treffpunkt öffnet sich die erste traumhafte Aussicht: der Blick zum Ruhlsdorfer See. Vom Findlingshof führt Wanderführer Kurt Zirwes die Teilnehmenden durchs Ruhlsdorfer Bruch. Im Frühsommer präsentiert sich die Orchideenrunde entlang des Weges in voller Pracht. Mit ein wenig Glück sind Naturschönheiten wie das Breitblättrige oder das Fleischfarbene Knabenkraut zu entdecken.

Die Strecke ist etwa sieben Kilometer lang. Die Tour wird rund drei Stunden dauern. Die Touristinfo empfiehlt zu jeder Wanderung das Mitnehmen von Rucksackverpflegung, insbesondere Getränken.

Die Teilnahme kostet 5 bzw. ermäßigt 3 Euro pro Person. Dieser und alle weiteren Wandertermine sind im Strausberger Wanderkalender enthalten, der online verfügbar ist und in der Touristinfo am Lustgarten zum Mitnehmen bereit liegt.

Mehr Informationen und Anmeldung: Tel. 03341 311066 oder E-Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de

Naturpark-Kuratorium lädt zu Diskussion

Interessante Informationen und ein Plenum zur Diskussion von Naturpark-Themen finden Interessierte bei der nächsten Sitzung des Kuratoriums vom Naturpark Märkische Schweiz. Sie findet am Donnerstag, 23. Mai, um 16 Uhr im Infozentrum des Naturparks in der Buckower Lindenstraße 33 statt.

Zunächst wird Dr. Maria Busse vom ZALF Müncheberg zur Akzeptanz für Naturschutz- und Klimaschutzmaßnahmen referieren. Aufgrund der drängenden Probleme durch Klimaerwärmung, Grundwasserrückgang und Artenschwund wäre es sicherlich hilfreich, viele Mitstreitende zu gewinnen, die beispielsweise Maßnahmen zum Wasserrückhalt und zur Klimaanpassung unterstützen.

Als zweites Thema werden die Rahmenbedingungen für die Zustimmung zu Bebauungsplänen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen  in großräumigen Landschaftsschutzgebieten vorgestellt. Sie wurden vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz aufgestellt, um Bauleitpläne von Kommunen für solche flächenintensiven Anlagen zu beurteilen. Ein wichtiges Thema für die Naturpark-Region, die vor allem für Tourismus und Naherholung vorgesehen ist.

Im danach folgenden Bericht der Naturwacht geht es um die Erfassung von Amphibien und aktuelle Trends der Bestände.

Weitere Themen können von den Gästen eingebracht und mit dem Kuratorium und der Naturparkverwaltung besprochen werden. Im Kuratorium sind die Kommunen, der Landkreis Märkisch-Oderland, Ministerien und regionale Verbände vertreten.

Aufgrund der Raumkapazität besteht eine Teilnahmebegrenzung. Deshalb wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt: Tel. 033433 158-40 oder -48 bzw. E-Mail Sabine.Pohl-Peters@LfU.Brandenburg.de

Diabetes-Café im Krankenhaus

Das Krankenhaus MOL in Strausberg  lädt am 29. Mai alle interessierten Diabetespatienten ins Diabetes-Café. In der Cafeteria geben Diabetesberaterinnen des Hauses Betroffenen in gemütlicher und ruhiger Atmosphäre Zeit sich auszutauschen und Empfehlungen zum Umgang mit der Erkrankung. Um 16 Uhr treffen sich Patienten mit Typ 2 Diabetes und um 18 Uhr Typ 1-Patienten. Ab 16 Uhr wird eine Podologin über gesunde Füße sprechen. Um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt: Tel. 03341 52-22191 oder E-Mail info@khmol.de

Einen Tag später ist im Krankenhaus Seelow Diabetes-Café (15/17 Uhr).

Straße wieder frei

Nach Instandsetzung ist die Friedrich-Ebert-Straße jetzt wieder frei befahrbar. Die Bauarbeiten sind vorfristig abgeschlossen worden. Die Strecke zwischen Krumme und Schillerstraße war im Vorfeld der bevorstehenden grundhaften Ausbauarbeiten in der Berliner Straße neu asphaltiert worden. Die Arbeiten hatten nach Ostern begonnen und sollten bis Ende Mai andauern. Es wurde das wellige alte Kleinpflaster entfernt und ein Stück alter Asphalt abgefräst und eine neue Fahrbahn bzw. Decke eingebaut.

Ebert-Str.

Lyrik und Fotos

Eine Lesung mit Sigrid Hohmann bietet das Stadtmuseum Strausberg am 2. Juni an. „Die Magie des Seins“ ist der Titel der Veranstaltung, die um 14 Uhr beginnt. Sigrid Hohmann stammt aus Mecklenburg und wohnt jetzt in Strausberg. Seit einigen Jahren widmet sie sich dem Schreiben von Lyrik. Sie will ihre Werke gern einem größeren Publikum vorstellen und hat sich daher an das Museum gewandt.  Einige ihrer Gedichte wird sie bei der Veranstaltung vortragen.

Die Texte werden durch Fotos von Manuela Grundmann illustriert. Sie begleitet als Wanderführerin so manche Tour in der Region und bringt zu der Lesung Naturfotos mit. Kaffee und Kuchen wie bei anderen Gelegenheiten wird das Museum diesmal nicht anbieten.

Der Eintritt kostet drei Euro. Es wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt: Tel. 03341 23655, E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de

Familientag im Sportpark

Sport und Spiel für Jung und Alt verspricht die Strausberger Kameradschaft Ehemalige Soldaten, Reservisten und Hinterbliebene vom Deutschen Bundeswehrverband am 25. Mai in Strausberg-Vorstadt. Sie organisiert im Sport- und Erholungspark an der Landhausstraße von 10 bis 16 Uhr ihren zweiten Familientag. In der Nähe der Boxhalle werden viele Angebote vorbereitet. Unter anderem stellen sich das Bundeswehr-Sozialwerk, die Jugendfeuerwehr und junge Sanitäter vor. Es kann das Glücksrad gedreht oder auf einer Hüpfburg getobt werden. Ältere können sich beim Geocaching versuchen. Außerdem gibt es Livemusik und Leckeres vom Grill.

Plkakat

Saisonstart beim Bootsverleih

Kurz vor Himmelfahrt ist der Bootsverleih der Strausberger Bäder GmbH in die Saison 2024 gestartet. Von der Seepromenade neben dem Freibad aus können Interessierte nunmehr wieder per Kahn oder Tretboot den Straussee und seine Umgebung erkunden und genießen.

Geöffnet ist im Mai und Juni sowie später im September von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Im Juli und August werden die Boote täglich von 10 bis 18 Uhr verliehen, jeweils vorausgesetzt, dass die Wetterlage mitspielt. Boote können übrigens auch vorab zu den Öffnungszeiten per Telefon (Tel. 0155 60131780) bestellt werden.

Bootsverleih

Die Preise sind konstant geblieben. Pro Stunde werden fünf Euro fällig, für einen halben Tag (fünf Stunden) 20 Euro und für einen kompletten Tag 40 Euro. Wer zu spät zurückkommt, muss nachzahlen – 1,50 Euro je überzogene Viertelstunde.

Bernd Schroeder von der Bäder GmbH weist an dieser Stelle darauf hin, dass das Freibad auch 2024 geschlossen bleibt. Allerdings ist die Schwimmhalle Strausbad seit Ende April wieder geöffnet.

Landkreis führt Serviceportal ein

Das Serviceportal des Landkreises Märkisch-Oderland ist gestartet. Wie der Landkreis mitteilt, bündelt es alle bisherigen und zukünftigen Onlineangebote der Kreisverwaltung. Es ermöglicht Bürgern, staatliche Leistungen einfach und sicher von Zuhause aus zu beantragen. Ob denkmalrechtliche Erlaubnisse, internetbasierte Fahrzeugzulassung, Unterhaltsvorschuss, Gesundheitszeugnis oder Terminbuchungen, bereits jetzt ist eine Vielzahl von Verwaltungsleistungen im neuen Serviceportal zu finden. Die Zuordnung der unterschiedlichen Verwaltungsleistungen nach Lebenslagen, wie etwa Bauen und Wohnen, Gesundheit oder Familie und Kind, ermöglicht ein schnelles Finden der gesuchten Dienstleistungen. Das Serviceportal wird schrittweise um weitere Onlinedienste erweitert. Es wird somit zum zentralen Anlaufpunkt für Bürger und Unternehmen, die Anträge digital stellen wollen.

Das Serviceportal der Kreisverwaltung Märkisch-Oderland ist über die Internetseite des Landkreises erreichbar oder direkt unter https://service.lkmol.de. Es wurde durch Mittel der Europäischen Union aus dem Programm „NextGenerationEU“ (Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst) finanziert.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) bildet die rechtliche Grundlage für das bis dato größte Modernisierungsprojekt der öffentlichen Verwaltung seit Bestehen der Bundesrepublik. Im OZG werden die Digitalisierung von Verwaltungsleistungen sowie deren Bereitstellung über Verwaltungsportale geregelt.

Der Landkreis hat bisher 294 Verwaltungsleistungen identifiziert, die Bürgern und Unternehmen im Zuge der Umsetzung des OZG zukünftig digital zur Verfügung gestellt werden. Für die Nutzung der digitalen Verwaltungsleistungen ist ein BundID-Nutzerkonto zur Identifikation erforderlich.

Märchenwanderung am Straussee

Auf eine Erlebnistour „Märchen & Geschichten“ mit Brigitte Pflug und dem Familienbündnis Strausberg können Familien mit Kindern am 25. Mai am Straussee gehen. Start ist um 10 Uhr an der Ecke Badstraße/Wriezener Straße.

Auf abenteuerlichen Pfaden am See werden die Wanderer geheime und märchenhafte Plätze entdecken. Entlang der etwa 4,5 Kilometer langen Strecke werden Märchenfiguren in Nacherzählung und Spiel lebendig. Es sind immer wieder kleine Aufgaben zu meistern – mit kleinen und großen Überraschungen. Weil auf der Fähre eine Hochzeit stattfindet, wurde die Streckenführung kurzfristig geändert, entfällt das zunächst geplante Übersetzen über den Straussee.

Die Wegstrecke ist für Kinder zwischen vier und sieben Jahren gut zu schaffen. Neben den Mitmach-Aktionen sind zwischendurch auch kleine Ruhepausen vorgesehen. Die Touristinformation empfiehlt zu jeder Wanderung das Mitnehmen von Rucksackverpflegung, insbesondere Getränken.

Die Teilnahme an der Wanderung kostet 5 Euro bzw. ermäßigt 3 Euro pro Person. Anmeldungen sind bis zum 22. Mai möglich. Das Team der Stadt- und Touristinfo hofft auf viele Teilnehmer.

Dieser und alle weiteren Termine, auch für Stadtrundgänge, sind auch im Strausberger Wanderkalender enthalten, der online  verfügbar ist und in der Touristinfo am Lustgarten zum Mitnehmen ausliegt.

Kontakt: Tel. 03341 311066 oder E-Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de

Neues zum Funkmast in Gladowshöhe

Die Deutsche Telekom hat nunmehr einen neuen Standort für einen Mobilfunkmast im Hohensteiner Ortsteil Gladowshöhe im Auge. Wie Markus Czychi, Fachbereichsleiter Technische Dienste der Verwaltung, im Ortsbeirat informierte, sei im Februar ein Bauantrag für ein Flurstück in der Nähe der Trafostation gestellt worden. Es gebe allerdings noch keine Antwort vom Bauordnungsamt. Ein zunächst angedachter Platz war abgelehnt worden, weil dafür Waldumwandlung nötig gewesen wäre, fügte er hinzu.

Der Mast soll Gladowshöhe und Umgebung mit Mobilfunk zunächst im 4G- und später 5G-Standard versorgen. Angedacht seien Datenraten von 75 MBit/s. Bislang sind Gespräche und Datenübertragung via Mobilnetz dort schwierig.

Geld für Hohensteiner Vereine

Hohensteins Ortsvorsteher Jens Knoblich musste bei der Ortsbeiratssitzung am 7. Mai mehrmals seinen Platz am Tisch räumen. Er ist seit einiger Zeit auch Chef des Dorfvereins und nahm deshalb nicht an der Abstimmung teil, wenn es um Anträge des Vereins ging. Der hat unter anderem um Geld aus dem Ortsteilbudget für weitere Ausstattung im Dorfgemeinschaftshaus und den Sportplatz gebeten. Dies wurde auch bewilligt. Angeschaft werden sollen für den Sportplatz Gartengeräte, Werkzeuge und eine Kabeltrommel und für das Dorfgemeinschaftshaus ein großer Monitor, der den Beamer ersetzt. Außerdem sollen abschließbare Schränke für  Dorfverein und Countrydancer als regelmäßige Nutzer sowie die Gladowshöher Siedler gekauft werden.

Überdies erhält der Dorfverein einen Zuschuss von 1500 Euro für das Erntefest im September und „weitere Maßnahmen“. Mehrere Arbeitsgruppen sind schon mit der Vorbereitung der Jubiläumsausgabe beschäftigt. Bei der 30. Auflage will man den Gästen etwas Besonderes bieten, kündigte Knoblich an. Überdies will der Verein Aktivitäten für Senioren sowie Kinder und Jugendliche unterstützen.

Weitere 800 Euro erhält laut Beschluss des Ortsbeirats der Gladowshöher Siedlerverein für  das diesjährige Sommerfest. 500 Euro wurden für die Countrydancer bewilligt. Sie richten Mitte Juli den Hohenstein-Pokal im Fußball mit Freizeitmannschaften aus.


Mitwirkende und Ideen gefragt

Am 8. September findet in diesem Jahr das traditionelle städtische Familienfest zum „Tag des Kindes“ statt. Wie gewohnt wird es von 11 bis 17 Uhr im Sport- und Erholungspark in der Vorstadt gefeiert. Für die Gäste werden Mitmachangebote, Bühnenprogramm, Verpflegung und Getränke vorbereitet. Das Kinder-, Jugend- und Familien-Büro der Stadtverwaltung hat jetzt einen Aufruf zum Mitmachen gestartet. Wer im September Angebote beisteuern kann und will, wird gebeten, sich bis zum 16. Mai bei der Stadtverwaltung zu melden. Der Aufruf könne gern weiter gestreut werden, so Karoline Erping aus dem Fachbereich Bürgerdienste der Verwaltung.

Im Rahmen des Festes zum Tag des Kindes wird übrigens auch das Stadtradeln 2024 gestartet.

Kontakt: Stadt Strausberg, Kinder-, Jugend-, Familien-Büro, Hegermühlenstraße  58, 15344 Strausberg,  Tel. 03341 381217,
E- Mail karoline.erping@stadt-strausberg.de

Nächstes Stück wird asphaltiert

Seit 8. April wird die Friedrich-Ebert-Straße in Strausberg instandgesetzt. Der erste Bauabschnitt zwischen Krumme und Kelmstraße hat bereits eine neue Asphaltdecke erhalten. Nun soll der nächste an die Reihe kommen. Wenn die Wetterbedingungen passen, soll am 7. und 8. Mai die Strecke zwischen der Kelmstraße und der Schillerstraße asphaltiert werden.  Wie im ersten Bauabschnitt war zuvor das Kleinpflaster zwischen den Betonrandstreifen entnommen und ein Unterbau aufgebracht worden. Zudem wurde im letzten Stück der schadhafte Asphalt abgefräst.

Geplant ist,  dass am 7. Mai die Tragschicht eingebaut wird und tags darauf die Deckschicht. In der Zeit des Asphaltierens und eine Weile danach kann der betroffene Bereich nicht mit Autos erreicht werden. Zum Ende der Woche dürfte die komplette Strecke wieder frei sein.

„Judith“ auf der Theaterbühne

Die Andere Welt Bühne bereichert das kulturelle Angebot Strausbergs. In manchen Fällen macht sie die Fahrt in die Bundeshauptstadt entbehrlicher. Zum Beispiel, um Kultur und Theater zu genießen.  Im Mai ist auf dem alten Postgelände an der Garzauer Straße mehrmals das Stück „Judith – Die mit dem Schwert“ zu erleben.

Holofernes, ein assyrischer Feldherr, verbreitet Angst und Schrecken und belagert die Stadt Betulia. Judith kann ihre weiblichen Reize dafür einsetzen, den Holofernes zu enthaupten und damit große Not von ihrem Volk abwenden. In den Hauptrollen: Ines Burdow und Melanie Seeland, die als doppelte Judith ausdrucksstark und stimmgewaltig ins Zwiegespräch treten.  Unterstützt werden sie dabei von filmischen Einspielungen.

Szene aus "Judith - die mit dem Schwert" nach Hebbel in der Anderen Welt Bühne, r. Melanie Seeland; Foto: Thomas DeuseDie Schauspielerinnen bringen die biblische Geschichte in Bezug zur Gegenwart mit Fragen zur Rolle der Frau und zum Feminismus. Denn es heißt: „Ein Weib ist ein Nichts, nur durch den Mann kann sie etwas werden, nur durch ein Kind, das sie gebiert!“ Doch die Realität ist eine andere: Judith ist eine Frau, die etwas vollbracht hat, ihre Rolle infrage stellt und zu Diskussionen anregt.

Weitere Vorstellungen sind am 5. Mai um 15 Uhr sowie 11. und 25. Mai, jeweils um 19:30 Uhr. Im Juni kommt das Sück am 1., 21. und 29. auf die Bühne. Karten kosten 15 Euro bzw. 12 Euro ermäßigt.

Tickets: karten@dieandereweltbuehne.de; Kartentel. 01516 7761074; www.dieandereweltbuehne.de

Schlendern, schauen, shoppen

Wieder einmal gutes Wetter,  Markt- und Gastrostände, offene Geschäfte sowie ein Bühnenprogramm – das waren die Zutaten für das Frühlingsfest in der Altstadt 2024. Viele Strausbergerinnen und Strausberger schlenderten durch die Große Straße. Die war zwar nicht ganz so voll wie bei manch vorangegangenem Fest, dafür konnte man gut flanieren und alle Angebote links und rechts des Weges begutachten.

Frühlingsfest

Mehr als 50 Schausteller und Händler hatten zwischen Grün- und Klosterstraße sowie am Markt Stände aufgebaut. Sie boten von Handwerklichem wie Körben oder Keramik über Kulinarisches wie Bratwurst, Eis, Kaffee und Getränke bis zu Gesundheits- und Fitnessofferten. Außerdem waren etwa 20 Geschäfte geöffnet. Für ein Päuschen waren die Außenbereiche der Cafés gefragt, insbesondere die schattigen Plätze. Und das mannsgroße Eichhörnchen Frieda zog etliche Blicke auf sich, schüttelte etliche Hände und posierte für Fotos.

Frieda

Auch Informationen und Modenschau

Gäste konnten sich ansonsten am Schachbrett versuchen, an einem Kuchenbbasar die Anne-Frank-Oberschule unterstützen und an verschiedenen Stellen Informationen einholen. So präsentierte der Festsaal-Verein Ideen für das derzeit leer stehende denkmalgeschützte Gebäude neben der Schwimmhalle. Die Andere Welt Bühne verteilte Flyer mit ihrem Theaterprogramm. Erstmals dabei war die Selbsthilfekontaktstelle Rekis. „Es ist ein Test. Ich hatte schon vor dem eigentlichen Start des Festes erste Gespräche“, berichtete Leiterin Christin Gerlach, die auch auf die Angebote der Familien- und Selbsthilfetage aufmerksam machte.

In der Spittelgasse verfolgten vor allem Frauen die Modenschau der Mode-Kommode. Inhaberin Janett Krabbe erläuterte die  aktuelle Kollektion und passendes Beiwerk. Sie lobte ihren Vermieter, denn bis in die Nacht zuvor war noch am Standort gewerkelt worden: So waren die Gerüste vom Malern der Fassade noch rechtzeitig verschwunden und über der Gasse hingen wieder die bunten Schirme.

Auf der Hauptbühne am Markt sorgte die Band „The Hits“ mit Musik von heute und gestern für Unterhaltung.  Zwischendurch zeigten Gruppen der Altlandsberger Tanzschule Step & Dance Discodance, Breakdance und anderes aus ihrem Repertoire. Sie waren etwas früher am Start, weil einige anschließend bei der Meisterfeier der Eisbären Berlin einen weiteren Auftritt hatten. Am 4. Mai ist die Schule in der Halle der Hegermühlen-Grundschule beim Regionalausscheid im Black DiscoDance erneut zu erleben. Musik gab es überdies an der Mücheberger Straße. Dort spielte die „One man band & Co.“ Schlager, Country- und Pop-Klassiker.

Step&Dance-Auftritt am Markt

Auto fahren ohne eigenes Auto

Ein weiterer kleiner Beitrag zur angestrebten Verkehrswende wird jetzt in Strausberg geleistet. Die Strausberger Eisenbahn (STE) und die Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG) haben in der Artur-Becker-Straße 14 den ersten Drive MOL Carsharing-Standort in Betrieb genommen.  Vor dem SWG-Mieterbüro ist nun ein E-Auto der Marke Mazda MX 30 stationiert. Zu den Dienstzeiten können die SWG-Verwalter damit zu ihren Terminen fahren, abends und an Wochenenden steht der Wagen für Bürger bereit.

In Hegermühle kommt in Kürze ein weiteres Auto dazu. Zwei werden in Hennickendorf und Rüdersdorf postiert, denn auch die Gemeinde ist ein Partner. Ein fünfter Wagen wird später in der Nähe des Bahnhofs Strausberg stehen. Er hat keinen Hauptnutzer und ist die Reserve, falls einer der anderen zur Inspektion oder Reparatur muss.

Bürgermeisterin Elke Stadeler dankte den kommunalen Unternehmen für ihre Initiative. Sie hoffe, dass das Modell bei der eher skeptischen Bürgerschaft erfolgreich sei. „Man muss nicht mehr zwingend ein Auto kaufen, um mobil zu sein“, sagte sie.

Teilen statt besitzen ist die Devise bei Drive MOL. „Das Auto steht fast 23 Stunden am Tag nur herum“, machte STE-Chefin Irina Kühnel deutlich. Man versuche hier, Anforderungen zu kombinieren. Denn in Kleinstädten seien Sharing-Modelle nicht so leicht zu etablieren  wie in Berlin oder anderen Großstädten. Sie hob hervor, dass  bei Drive MOL ein hoher Digitalisierungsgrad erreicht sei. Die Registrierung erfolgt online, die Führerscheinprüfung übernimmt KI und die Nutzung erfolgt ohne Schlüssel mit App oder Karte.

SWG-Chef Markus Derling verwies auf die CO2-Vermeidung durch E-Autos und lobte die Kooperation im Verbund der Stadtwerke-Gruppe. Er äußerte seine Hoffnung, dass andere Firmen oder Institutionen dem Beispiel folgen und das Projekt ein Erfolg wird. Schließlich gebe es große Wohngebiete rings um die Standorte. Vielleicht könne man mit Drive MOL die Hemmschwelle senken und dafür sorgen, dass der eine oder andere ganz auf ein Auto verzichte. „Jedes Projekt beginnt mit dem ersten Schritt.“

Billig ist Autofahren mit dem Modell indes nicht. im Kurztarif kostet die Stunde 5,85 Euro plus 0,20 pro Kilometer. Wer einen ganzen Tag bucht, zahlt 78 Euro plus ebenfalls die Kilometer.

Drive MOL

Hauptausschuss bewilligt Fördermittel

Insgesamt sechs Förderanträge von Vereinen bzw. einem Veranstalter aus der Stadt hat der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung am 29. April beraten. Für alle Vereinsanträge gab es einstimmigen Rückhalt, für den einer Firma auch etwas Gegenwind.

Nach dem Votum wird der Kreissportbund MOL gemäß Sportförderrichtlinie eine Zuwendung von 1000 Euro für die mittlerweile 23. deutsch-polnische Kitaolympiade erhalten. Sie wird am 14. Juni im Sport- und Erholungspark Strausberg stattfinden. Fast 400 Mädchen und Jungen kämpfen dort um Urkunden und Pokale.

Ebenfalls 1000 Euro gehen an den  Fanfarenzug des KSC Strausberg für die Teilnahme am „Internationale Mars- en Showwedstrijden der Lage Landen“ vom 18. bis 20. Mai in der belgischen Partnerstadt Hamont. Mit dem Geld wird die Busfahrt der Musikerinnen und Musiker finanziert.

Fanfarenzug kämpft um WM-Titel mit

Weitere 2500 Euro bekommt das KSC-Ensemble, damit es Ende Juni bei der 25. Weltmeisterschaft der World Association of Marching Showbands in Rastede (Niedersachsen) antreten kann. Fünf Titel hat der Fanfarenzug bei solchen Championaten bereits nach Strausberg geholt. Die Summe wird ebenfalls für Busfahrt und Transport der Instrumente eingesetzt. Denn es werden rund 60 Aktive vom Fanfarenzug in der Disziplin Show antreten.

Über finanzielle Unterstützung für seine diesjährige Gala kann sich das Tanztheater des KSC freuen. Für das Programm „Die coolen Prinzessinnen“, das am 30. November und 1. Dezember im Bundeswehr-Campus im Norden der Stadt aufgeführt wird, werden 3000 Euro ausgereicht.  Gut 100 Tänzerinnen werden vor  ca. 1300 Zuschauern im Saal auftreten. Der Kartenverkauf startet voraussichtlich im September.

Größte Summe für Drachenbootfesttage

Mit 1500 Euro bedacht wird der Hohensteiner Dorfverein, der am 6./7. September das Erntefest in dem Ortsteil ausrichtet. Er bekommt auch Mittel aus dem Ortsteilbudget, doch die reichen nicht aus, um alle Kosten zu decken.

Die größte Summe erhält indes die Firma Volkshaus Events für die traditionellen Drachenbootfesttage am Straussee Anfang Juli. 10.000 Euro werden dafür bereitgestellt. Firmenchef Oliver Haller kündigte an, dass dafür am Freitag, 5. Juli, bei der Eröffnungsfeier auf Eintritt verzichtet wird. Auch bei den eigentlichen Wettkämpfen mit Rahmenprogramm am Sonnabend, 6. Juli, wollen die Organisatoren keinen Eintritt kassieren. Lediglich für die abendlichen Beachparty zum Abschluss ab 19 Uhr werden dann zehn Euro pro Person fällig. Der Sonntag gehört diesmal nicht mehr zur Veranstaltung.

Alle Anträge waren zuvor vom Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Soziales diskutiert und befürwortet worden.

 

Radtour mit Stop am Flugplatz

Auf sehr großes Interesse ist am 28. April die Strausberger Radtour zum Sattelfest, dem Anradeln in der S5-Region, gestoßen. Thomas Deuse, in der Stadtverwaltung Ansprechpartner für Radverkehr, hatte mit 30 bis 40 Teilnehmenden gerechnet. Am Treffpunkt am S-Bahnhof Stadt fanden sich aber doppelt so viele ein. So rollte eine lange Radlerschlange von dort durchs Gewerbegebiet zum Flugplatz, wo eine Betriebsbesichtigung beim Luftfahrtunternehmen Aerotours verabredet war.

Stop bei Aerotours

Die GmbH ist seit knapp 25 Jahren in Strausberg ansässig, seit etwa dreieinhalb Jahren in einem Neubau in der Lilienthalstraße. Sie bietet eine Flugschule, Rund- und Geschäftsflüge und eine Flugzeugwerft. Rund 15 Beschäftigte arbeiten in dem Unternehmen, das knapp 20 eigene Maschinen hat. Manche davon bekam die Gruppe in der Halle zu Gesicht, mit Erläuterungen von Kaan Konyali, Verwaltungsleiter der Flugschule. Der 24-Jährige frühere Berliner wohnt inzwischen in Strausberg – in der Altstadt.

an einer DA 42

Er zeigte den Gästen auch das beste Stück der Firma, den selbst entwickelten Simulator für das Verkehrsflugzeug Airbus A 320 Neo. An dem werden spätere Piloten für solche Maschinen ausgebildet. Derzeit stehe Aerotours in Verhandlungen über eine Kooperation mit einer Fluggesellschaft, ließ er durchblicken. Es dauerte am Ende fast zwei Stunden, ehe alle Fragen beantwortet waren und die Gruppe zur eigentlichen Fahrradtour aufbrach.

Simulator

Die führte in gemächlichem Tempo über Wilkendorf, Gielsdorf, Wesendahl, Bruchmühle und Fredersdorf zum Ziel am Dorfanger in Petershagen. Bei einem letzten Zwischenstopp verteilte Deuse ein kleines Geschenk, eine Kettenverschleißlehre. Zudem warb er für seinen WhatsApp-Kanal mit Radel- und anderen Tipps.

Nach insgesamt fast vier Stunden und knapp 30 Kilometern rollten die Strausberger ein, als gerade die Fredersdorfer Einradtruppe Kunststücke für das Publikum zeigte. In Petershagen war für alle Radfreunde ein buntes Programm mit Musik und Informationen sowie gastronomischer Betreuung vorbereitet. 2025 wird Strausberg das Sattelfest ausrichten.

Kontakt zum Ansprechpartner Radverkehr: Radfahren@stadt-Strausberg.de

Touristinfo verlängert Öffnungszeiten

Mit dem Beginn der Sommerperiode stellt die Stadt- und Touristinformation Strausberg wieder auf die entsprechenden Öffnungszeiten um. Von Mittwoch, 2. Mai, bis zum Ende der Sommersaison ist dann Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 10 bis 15 Uhr geöffnet.

Am 1. Mai bleibt die Touristinformation an der Straßenbahn-Endhaltestelle Lustgarten allerdings geschlossen. An diesem Tag können Interessierte das Team beim Frühlingsfest in der Altstadt in der Heinrich-Mann-Bibliothek am Markt antreffen. Dort werden Ausflugstipps vermittelt und Souvenirs verkauft. Eine weitere Ausnahme ist der Feiertag am 9. Mai (Himmelfahrt). An diesem Tag ist die Touristinformation geschlossen.

Für weitere Informationen und Anfragen steht das Team per Telefon oder E-Mail zur Verfügung.

Kontakt: Tel.  03341 311066; touristinfo@stadt-strausberg.de

Neue Technik im Handelscentrum

Im Strausberger Handelscentrum ist am 25. April eine große Stele mit Bildschirm und Moosmodulen montiert worden, der CityBreeze. Eine Firma aus Bestensee hat das nach ihren Angaben rund 45.000 Euro teure Gerät zwischen Telekom-Laden und Moses montiert. Über den Bildschirm flimmert nunmehr Werbung beispielsweise für Veranstaltungen in dem Einkaufszentrum wie Tastings im E-Center oder für Unternehmen im und außerhalb des Centers. Über die Inhalte soll sich die Investition refinanzieren.

Auf der anderen Seite sind vier Moosmodule eingebaut, durch die Luft aus der Umgebung gepumpt wird. Sie wird dadurch gereinigt und gekühlt. Nach Firmenangaben kann die Stele Feinstaubpartikel um bis zu 82 Prozent reduzieren und die Luft um bis zu vier Grad abkühlen. Die Wasserversorgung für die Pflanzen erfolgt über einen eingebauten Tank, der in größeren Intervallen befüllt wird. Das gut drei Meter hohe und ca. 1, 50 breite Gerät kühle wie 21 Bäume. Und es kompensiere CO2 wie elf Bäume, sagt Patrick Schülke vom Hersteller Green City Solutions.

Moosstele   Display

Moosmodule werden regeneriert

Die Firma in Bestensee bekommt via Internet verschiedene Daten über ihr Gerät und steuert es aus der Ferne. Die Moosmodule werden in regelmäßigen Abständen ausgetauscht, können sich in der betriebseigenen Farm regenerieren und kommen dann erneut zum Einsatz. Green City Solutions hat schon verschiedene Einkaufszentren mit solchen Geräten ausgestattet, so Eastside Mall in Berlin, Allee-Center und Plagwitzer Höfe in Leipzig oder eine Tankstelle in Wildau.

Besucher im Handelscentrum bestätigten, dass die Luft in der Umgebung vom CityBreeze kühler wirkt. Vor allem Ältere freuten sich, dass es nun etwa in der Mitte des Centers wieder eine Sitzgelegenheit gibt. Früher gab es an der Stelle mal einen Brunnen, zuletzt nur noch die runde Bank. Von vielen Kunden war indes zu hören, dass ihnen wichtiger wäre, dass leere Geschäftsflächen wieder belebt werden.

Eine Mini-Belebung könnte demnächst passieren: Die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Straussees will in Kürze ihre Wasser-Ausstellung in den Schaufenstern des ehemaligen Schuhhofs in der Nähe der Infostele zeigen.

Aufbau

Hilfe durch Goldnetz-Methode

Jede vierte Frau leidet unter verstärkten Regelblutungen und damit auftretenden Schmerzen. Viele kommen allerdings mit diesem Problem nicht zum Arzt und unterschätzen die Auswirkung auf ihre Gesundheit.

Aber betroffenen Frauen in Märkisch-Oderland und Umgebung kann geholfen werden. Denn die Frauenklinik im Krankenhaus Märkisch-Oderland, in Strausberg, führt seit Mitte April wieder die Goldnetz-Methode durch. Das hat die Klinik jetzt mitgeteilt.

In der Vergangenheit war es oft so, dass bei so genannten funktionellen Blutungsstörungen, bei denen sich keine Ursache abklären lässt, Hormone (die „Pille“) zum Einsatz kamen. Manche Patientinnen klagen aber über Unverträglichkeiten. Als letztes Mittel der Wahl kam dann oft nur noch die Entfernung der Gebärmutter in Frage, die Hysterektomie. Das hat für die Patientinnen lebensverändernde Konsequenzen. Die kann man mit der Verödung der Gebärmutterschleimhaut mittels Goldnetz verhindern.

Eingriff dauert nur wenige Minuten

Der Eingriff heißt hochfrequenz Endometriumablation, dauert nur wenige Minuten. Er kommt zum Einsatz, wenn die Stärke der Regelblutung das Hauptproblem ist. Die Erfolgsrate liegt bei über 87 Prozent. „Es ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem wir ein Goldnetz in die Gebärmutterhöhle einführen“, erklären Chefarzt Prof. Dr. Janusz Bartnicki. „Das Netz wird entfaltet und legt sich auf die gesamte Schleimhaut im Uterus. Dann geben wir auf dieses Netz einen bipolaren Hochfrequenzstrom – für ungefähr 90 Sekunden. Wir veröden das Gewebe in einer Tiefe von zwei bis fünf Millimetern. Der gesamte Eingriff dauert ca. fünf Minuten“, ergänzt  Oberärztin Dr. med. Cornelia Freitag-Höner.

Seit April 2024 ist die Goldnetz-Methode eine medizinische Leistung, die von allen Krankenkassen erstattet wird und damit keine Privatleistung mehr. Ob dieses Verfahren für die jeweilige Patientin in Frage kommt, wird vorab besprochen und anhand von Untersuchungen überprüft. Die Familienplanung sollte aber definitiv abgeschlossen sein.

Der Eingriff kann im ambulanten OP-Zentrum des Krankenhauses vorgenommen werden. Damit können die Patientinnen sich zu Hause erholen und müssen nicht im Krankenhaus bleiben.

Kontakt: Sekretariat der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Tel. 03341 52 – 22550; E-Mail gyn@khmol.de

 

Haltestelle offiziell eröffnet

Die Straßenbahn hält schon seit einigen Wochen an der neuen Station, nun ist sie auch offiziell eröffnet worden. Am 25. April kamen Vertreter von Strausberger Eisenbahn, Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Aufbau, Land, Kreis und Stadtpolitik zum symbolischen Banddurchschnitt an der Haltestelle Märchenwald. Hier sei „gemeinsam etwas geschafft“ worden, lobte Irina Kühnel, Geschäftsführerin der Strausberger Eisenbahn (STE) GmbH, das Zusammenwirken insbesondere von WBG und STE. 

Die Station erschließt das gleichnamige nahe neue Wohngebiet der WBG. Zugleich bringt sie kürzere Wege zum Nahverkehr für etliche Bewohner des Gebiets zwischen Gustav-Kurtze-Promenade und Thälmannstraße. Man habe sich bemüht, die Station gut in die Umgebung einzupassen, sagte die STE-Chefin. Zugleich ist die Haltestelle barrierefrei und mit vielen Radbügeln ausgestattet. Die werden an anderen Stationen sehr gut angenommen. Insgesamt hat sie rund 275.000 Euro gekostet, die zu 90 Prozent vom Land gefördert wurden.

WBG-Vorstand Frank Wessel sprach von  einem „Herzensprojekt“. Das habe man sich für seine Mieter „doll, gewünscht“. Die hätten jetzt eine gute Alternative zum Auto. Und gerade für Ältere, die nicht mehr so gut zu Fuß seien, sei jeder Meter weniger positiv, hielt er eventuellen Kritikern des zusätzlichen Halts entgegen. Nicht zuletzt sei nun eine ordentliche Querung der Bahnstrecke vorhanden, so dass verbotene Wege nicht mehr genutzt werden müssten.

Carsta Göring (WBG), Irina Kühnel (STE), Frank Wessel und Ernst Czerny (beide WBG/v. l.) stoßen auf das Gemeinschaftsprojekt an.

Eröffnung: Carsta Göring (WBG), Irina Kühnel (STE), Frank Wessel und Ernst Czerny (beide WBG/v. l.) stoßen auf das Gemeinschaftsprojekt Haltestelle Märchenwald an.

Die Haltestelle ist wie die meisten anderen nun als Bedarfshalt ausgewiesen. Die Tram stoppt nur, wenn Fahrgäste auf dem Bahnsteig stehen oder in der Bahn  den Aussteigewunsch per Knopfdruck vorab signalisieren. Durch die Umstellung wurde die nötige Zeit für den zusätzlichen  Halt gewonnen.

 

 

Engelsfackel am Flugplatz

Bei einem Kinderfest am Flugplatz Strausberg hat der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst MOL des Diakonischen Werkes Oderland-Spree am 23. April die sogenannte Engelsfackel in Empfang genommen. Sie ist das Symbol des Kinder-Lebens-Laufs vom Bundesverband Kinderhospiz. Der Lauf tourt seit  dem 18. April vom Brandenburger Tor in Berlin aus ein halbes Jahr lang quer durch Deutschland. Damit will der Verband die Arbeit des Hospizdienstes stärker in den Fokus rücken.

Die regionalen Organisatoren hatten gemeinsame Spiele und andere Aktivitäten vorbereitet, eine Hüpfburg aufgebaut und für Musik und Verpflegung gesorgt. Überdies konnten sich die Gäste die Flugzeuge vom gastgebenden Flieger-Club Strausberg ansehen. Die Vorbereitungsmühe hätte durchaus noch mehr Resonanz verdient gehabt.

Ankunft der Engelsfackel

Mit einer Radlergruppe um die Kinder- und Jugendärztin Dr. Anke Speth, die bei der Kristallkinder-Intensivpflege in Petershagen schwerkranke Kinder mit besonderen medizinischen und pflegerischen Bedarf  betreut, kam die Fackel am Flugplatz an. Am Sport- und Erholungspark waren weitere Begleiter vom RSC Strausberg dazugestoßen. Ihre T-Shirts kündeten auf dem Weg durch Strausberg von der Aktion.

Vom Flugplatz aus wurde die Fackel mit einem Kleinflugzeug des Flieger-Clubs nach Neuhardenberg gebracht. Als nächste Stationen  standen Seelow und Frankfurt (Oder) auf dem Tourenplan.

Pilot Udo Heidelberger vom Flieger-Club (l.) und Lars Brunner vom Hospizdienst mit der Engelsfackel vor dem Flug nach Neuhardenberg

Pilot Udo Heidelberger vom Flieger-Club (l.) und Lars Brunner vom Hospizdienst mit der Engelsfackel

Insgesamt verläuft die Tour über rund 130 Etappen und mehr als 7000 km von einer Kinderhospizeinrichtung zur nächsten. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer lebensverkürzenden Erkrankung, enge Bezugspersonen und Unterstützende begleiten sie. Schirmherrin ist Elke Büdenbender, Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Bürgermeisterin gratuliert zum 101.

Elfriede Richter hat am 23. April in der ProCurand Seniorenresidenz Jenseits des Sees ihren 101. Geburtstag gefeiert. Die Jubilarin, die seit 1965 in Strausberg lebt, ist damit die älteste Bewohnerin der Einrichtung. Auch Bürgermeisterin Elke Stadeler ließ es sich nicht nehmen, persönlich ihre Glückwünsche zu dem nicht alltäglichen Alter zu übermitteln. Ebenso gratulierten Einrichtungsleiterin Janine Tiedemann und Karla Plieth, Leiterin der Sozialen Betreuung. Zudem gab es ein Ständchen der erst in diesem Monat gegründeten Singegruppe der Residenz.

Elfriede Richter stammt aus dem heutigen Tschechien und musste 1945 umsiedeln. Über die Stationen Zittau und Halle kam sie später nach Strausberg. Beruflich war sie als Buchhalterin und in der Wohnungsverwaltung tätig. Sie hat eine Tochter und einen Sohn, und die Familie ist mit fünf Enkeln und bislang elf Urenkeln inzwischen so verzweigt, dass der Stammbaum an der Wand im Zimmer hilfreich ist, den Überblick zu behalten.

Seit 2019 lebt Elfriede Richter in der Residenz. „Das Essen schmeckt, ich kann gut schlafen und die Kinder sind nicht zu weit weg, so dass sie mich besuchen können“, zeigte sich die Jubilarin mit ihrer Lebenssituation ganz zufrieden.

Elke Stadeler gratuliert Elfriede Richter zum 101.

Kulturpark-Projekt wird vorgestellt

Am 4. Mai findet bundesweit der Tag der Städtebauförderung statt. Die Städtebauförderung ist eines der wichtigsten Instrumente der Stadtentwicklung. In ganz Deutschland werden an diesem Tag Veranstaltungen unter dem Motto „Wir im Quartier“ organisiert. Städte und Gemeinden informieren über ihre Projekte, Planungen und Erfolge und laden dazu ein, an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes mitzuwirken.

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Die Stadt Strausberg ist zum wiederholten Mal beim Tag der Städtebauförderung dabei. Sie lädt am 4. Mai um 14 Uhr zu „Kaffee und Kuchen im Kulturpark“ ein. Bei der Veranstaltung wird über die Neugestaltung des Kulturparks informiert. Es wird einen Rundgang im Park geben. An vier Stellen finden Besucherinnen und Besucher Informationstafeln mit Darstellungen zu den Umgestaltungen. Der für den Entwurf verantwortliche Landschaftsarchitekt Franz Reschke ist anwesend und wird seine Pläne erläutern. Auch der Planer des angedachten neuen Funktions- und Servicegebäudes steht für Fragen zur Verfügung.

2024 erster Bauabschnitt

Der Kulturpark ist wichtiger Ort der Erholung und für Veranstaltungen in Strausberg. Durch die Aufnahme der Stadt in das Förderprogramm Lebendige Zentren 2017 stehen Mittel für die Umgestaltung zur Verfügung. 2024 wird der erste Bauabschnitt in Angriff genommen, der nördliche Teil. Die anderen beiden folgen bis 2026.

Plan Kulturpark

Die Städtebauförderung finanzieren Bund, Land und Kommune in der Regel zu je einem Drittel. Allein der Bund hat von 1971 bis 2022 ca. 22,4 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon gingen gut zehn Milliarden Euro in die neuen Länder. Für 2024 sind 790 Millionen Euro vorgesehen. Für mehr als 12.000 Gesamtmaßnahmen flossen bisher Städtebaufördermittel.

Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur Stärkung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Vorhaben der Städtebauförderung.

Weitere Informationen unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de oder bei Instagram (@staedtebaufoerderung, #TagDerStädtebauförderung #StädtebauförderungWirkt)

Neue Souvenirs aus Strausberg

In der Stadt- und Touristinformation Strausberg am Lustgarten sind ab sofort neue Straußen-Figuren als Souvenir erhältlich. Die Strausberger Wappentiere sind ca. 15 Zentimeter groß und werden in drei Farben angeboten: in Goldgelb, in Blau und in Rot mit mehreren Nuancen. Die beiden einfarbigen sind für fünf Euro zu haben, die mehrfarbigen für 7,50 Euro. „Ich bin schon gespannt, wie sie bei unseren Gästen ankommen“, sagt die Chefin der Touristinfo Anna Dünnebier.

STrauß-Figuren

Die Figuren bestehen aus Biokunststoff (Maisstärke) und Beine, Hals und Kopf sind beweglich. Gefertigt wurden die Strauße von einem regionalen Partner – 3D Diel aus Strausberg. Sie seien „ein echter Hingucker im Regal“, bescheinigt Anna Dünnebier. Zunächst habe sie nur eine geringe Stückzahl zum Testen geordert, aber sie könne jederzeit nachbestellen. Wenn sich andere Farbwünsche abzeichneten, könnten diese gegebenenfalls zusätzlich ins Sortiment aufgenommen werden, kündigte sie an.

Kontakt: Tel. 03341 311066  

Jung und Alt beim Frühjahrsputz

Viele fleißige Helfer haben am 20. April beim diesjährigen Frühjahrsputz Hand angelegt, um das Stadtbild zu verschönern. Insbesondere am Straussee waren Frauen, Männer und Kinder unterwegs, um Unrat zu beseitigen, den andere achtlos hinterlassen habe. So starteten am Roten Hof etwa ein Dutzend Familien vom Familiensportverein und nahmen sich die Strecke am Torfstich und am jenseitigen Seeufer bis zu Fähre vor. „Wir sind zum zweiten mal dabei. Meine Frau hatte es gelesen und wir haben uns angemeldet. Es ist auch mal was anderes für die Kinder und sie sind an der frischen Luft“, erklärte Sascha Bärs, der Leiter der Gruppe.

Familiensportverein startet zur Müllsammelaktion

In der Kleingartenanlage Tanneneck waren ebenfalls etliche Mitglieder mit Harke, Karre oder Mäher anzutreffen. Einige tauschten überdies den rostigen Zaun an der Prötzeler Chaussee aus. „Der ist noch aus den 90ern“, erzählten sie.

Im Kulturpark waren ein paar Mitglieder vom Tauchverein auf dem eigenen Gelände am See aktiv, während andere sich um den benachbarten öffentlichen Strand kümmerten. Ulf Neubert fand ein paar Flaschen und alte Becher in den Büschen, aber auch einen Flaschenboden und weitere Scherben im vorderen Wasserbereich. „Die sind gefährlich, wenn hier Leute baden gehen oder unsere Taucherkollegen ins Wasser steigen“, merkte er an und brachte sie zum bereitstehenden Container. In den kamen auch zwei Reifen und eine große Bremsscheibe, die Michael Sobtzick und Werner Langer aus dem tieferen Wasser fischten. Nach Einschätzung der Taucher wurde in diesem Jahr aber weniger Unrat als sonst gefunden. „Das kommt noch, wenn es mehr wärmere Tage gibt“, so ihre Erfahrung.

Ebenfalls Stammgast beim Frühjahrsputz ist die Wasserwacht vom DRK. Deren Kindergruppe war mit einigen Betreuern am jenseitigen Seeufer im Einsatz. Auch sie vermeldeten weniger Müll als sonst. Dennoch wurden einige Säcke voll und auch der Rest eines Fahrrades fand sich am Sammelpunkt.

Schutz für den Schilfgürtel

Eine besonders große Gruppe kümmerte sich um das Nordufer des Straussees. Immer wieder schleppten Frauen und Männer herabgefallene Äste aus dem gegenüberliegenden Waldstück an, um damit die Barriere neben dem Uferweg zu ergänzen. Sie soll den dahinter liegenden Schilfgürtel schützen. Auch ein paar neue Pflanzen wurden gesetzt, damit kahle Stellen verschwinden. „Wir haben hier nur den Schilfgürtel, der dem See hilft“, erklärte Frank Berg, Angler und Naturschutzhelfer.

Er und die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Straussees hatten Aufrufe platziert, die letztlich gute Resonanz brachten. Das Schilf verhindere bei Wind das Wegspülen von Boden am Ufer und gebe etwas Schatten, um ein wenig die Verdunstung zu verringern, erläuterte er. Deshalb hoffe man, dass die Begrenzung nicht wieder mit brachialer Gewalt durchbrochen oder dort wieder gezündelt wird, wie es schon passiert sei. Positiver Nebeneffekt des Einsatzes: „Man kommt mit den Leuten ins Gespräch“, bemerkte Helga Burgahn, die Chefin vom Klima- und Umweltausschuss, von dem mehrere Mitglieder mit anpackten.

Einsstz am Nordufer

Überdies waren im Stadtgebiet noch viele weitere Helfer aktiv – Angler, Garagengemeinschaften, Kleingärtner sowie eine Reihe von Privatpersonen. Ihnen allen liegt die Sauberkeit in ihrem Umfeld am Herzen. Nach getaner Arbeit konnten sich alle Mitstreiter bei Erbsensuppe mit Bockwurst und Getränken im Freibad stärken. Spendiert hat das einmal mehr die Bürgerinitiative. Für die Jüngeren gab es Popcorn, die Hüpfburg wurde aber wetterbedingt nicht aufgestellt.

Vertreten war im Freibad diesmal auch der Entsorgungsbetrieb MOL, der über Müllvermeidung und Mehrwegsysteme informierte. Es lande immer noch zu viel Müll im Wald. Deshalb wolle man jede Möglichkeit zur Information nutzen, bekannte EMO-Chefin Angela Friesse.

Radtour zum Sattelfest

Die Stadtverwaltung Strausberg bietet zum Sattelfest, dem offiziellen Anradeln in der S5-Region, eine Radtour zum Festgelände am Dorfanger in Petershagen/Eggersdorf an. Treffpunkt ist am 28. April um 10 Uhr am S-Bahnhof Strausberg Stadt. „Aus-Flug auf zwei Rädern“ hat Thomas Deuse, in der Stadtverwaltung Strausberg der Ansprechpartner für den Radverkehr, die Tour genannt. Denn gleich zu Beginn können die Radfans am Flugplatz Strausberg das Luftfahrtunternehmen AEROTOURS besichtigen. Dort wird unter anderem ein Elektroflugzeug vorgestellt und der Airbus-Flugsimulator erläutert, an dem Piloten für Verkehrsmaschinen ausgebildet werden.

Vom Flugplatz führt die Tour dann weiter über Wilkendorf, Gielsdorf, Wesendahl, Buchholz, Altlandsberg und Fredersdorf nach Petershagen/Eggersdorf. Insgesamt sind rund 25 Kilometer zu bestreiten, in normalem Tempo. Am Ziel am Petershagener Dorfanger gibt es ein Fest mit Musik, Imbiss und Getränken sowie vielen Angeboten rund um das Thema Radfahren/Radtourismus. Beispielsweise kann man sein Rad codieren lassen (Eigentumsnachweis mitbringen), ist Akrobatik der Fredersdorfer Einrad-Truppe zu erleben, werden Vereine Informationen verbreiten. Überdies sind Kirchenführungen geplant. Mehr zum Programm gibt es hier.

Kontakt: Tel. 0173 4360286, E-Mail radfahren@stadt-strausberg.de

Fähre startet

Nach Inspektion und umfangreichen technischen Wartungsarbeiten pendelt die Straussee-Fähre ab dem 20. April wieder regelmäßig zwischen Stadt- und Waldseite. Wie die Strausberger Eisenbahn als Betreiber mitteilt, fährt sie dann gemäß Sommerfahrplan. Die erste Überfahrt Richtung „Waldseite“ startet um 9.20 Uhr am Anleger der Stadtseite.

Die Fähre war seit Februar außer Betrieb und für Inspektion und Instandsetzung an Land. Ursprünglich sollte sie bereits zu Ostern wieder fahren, doch sie konnte nicht rechtzeitig ins Wasser gesetzt werden. Europas einzige elektrische Oberleitungsfähre hat in den vergangenen Wochen auch einen neuen Anstrich erhalten.

Wahlen beim WSE

In der jüngsten Verbandsversammlung des WSE am 16. April standen unter anderem mehrere Wahlen auf der Tagesordnung. Wie der WSE mitteilte, wurde Thomas Krieger (Bürgermeister Fredersdorf-Vogelsdorf) mit 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme zum neuen Vorsitzenden der Verbandsversammlung gewählt. Er folgt damit auf Henryk Pilz (Erkner), der am 1. März seinen Rücktritt erklärt hatte.

Der Vorstand des WSE besteht aus dem Verbandsvorsteher und fünf weiteren Mitgliedern. Mit Ablauf der Amtszeit von Arno Jaeschke als Bürgermeister in Altlandsberg endete auch dessen Amtszeit als Vorstandsmitglied. Ralf Steinbrück hatte im Oktober 2023 seinen Rücktritt als Mitglied des Vorstandes erklärt. Somit waren zwei Vorstandsposten neu zu besetzen. Christian Stauch (Woltersdorf) und Ansgar Scharnke (Neuenhagen bei Berlin) wurden mehrheitlich gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Elke Stadeler (Strausberg), Henryk Pilz und Marco Rutter (Petershagen/Eggersdorf).

Foto: WSE - v.l.: Christian Stauch (Bürgermeister Woltersdorf, neues Vorstandsmitglied), André Bähler (Verbandsvorsteher), Ansgar Scharnke (Bürgermeister Neuenhagen bei Berlin, neues Vorstandsmitglied) und Thomas Krieger (Bürgermeister Fredersdorf-Vogelsdorf, neuer Vorsitzender der Verbandsversammlung)

v.l.: Christian Stauch (Bürgermeister Woltersdorf), André Bähler (Verbandsvorsteher), Ansgar Scharnke (Neuenhagen) und Thomas Krieger (Fredersdorf-Vogelsdorf, neuer Vorsitzender der Verbandsversammlung)                                        Foto: WSE

Manuela Kelm wurde als neue Stellvertretende Verbandsvorsteherin gewählt. Sie erhielt 15 Stimmen aus den Reihen der anwesenden 16 Mitgliedsvertreter. Die Diplomingenieurin für Landschaftsplanung ist seit 2017 beim WSE und übernahm am 1. Januar 2022 die Technische Leitung.

Erkundung in Hangelsberg wird weitergeführt

Auf der Tagesordnung standen auch zwei Beschlussfassungen aus vorhergehenden Sitzungen, die vom Verbandsvorsteher beanstandet worden waren. Zunächst wurde über den aktuellen Sachstand der Erkundung der Wasserfassung in Hangelsberg berichtet. Die Verbandsversammlung beschloss mehrheitlich, dass der WSE sich weiterhin für die Erkundung engagiert und die dafür notwendigen Planungen vorantreibt.

Der beanstandete Beschluss über den künftigen Umgang mit Klageverfahren des Verbandes gegen Verbandsmitglieder und übergeordnete Behörden wurde ebenfalls beraten und anschließend der Ursprungsbeschluss wie in der Sitzung vom 29.11.2023 erneut gefasst.

Lösung mit Tesla bis Jahresmitte angestrebt

Im nichtöffentlichen Teil wurde dann über Vertragsangelegenheiten mit einem Großunternehmen im Verbandsgebiet beraten. Wie bereits öffentlich bekannt geworden ist, handelt es sich dabei um den Umgang mit Überschreitungen der vertraglich vereinbarten Grenzwerte beim Schmutzwasser. Der neue Vorsitzende der Verbandsversammlung teilte anschließend mit, dass dem Unternehmen eine finale Frist bis Jahresmitte eingeräumt wurde, um gemeinsam mit der WSE-Verbandsführung Lösungen für die Probleme zu finden. „Sollte dies nicht gelingen, wird sich die Verbandsversammlung im Juli erneut mit der Thematik befassen“, kündigte er an.

Verbandsvorsteher André Bähler kommentierte: „Es gab wie erwartet eine kontroverse Diskussion zu diesem wirklich sehr komplexen Thema. Wir freuen uns, dass es nun zu einer Beschlussfassung kam und wir jetzt wissen, wie wir mit dem Sachverhalt umgehen sollen.“

Kreis-Haushalt ist rechtskräftig

Der Kreishaushalt 2024 für den Landkreis Märkisch-Oderland wurde am 14. Februar vom Kreistag mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Da er Verpflichtungsermächtigungen enthält, war eine Genehmigung durch das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg notwendig.

Diese aufsichtsbehördliche Genehmigung liegt nun vor. Die Haushaltssatzung wurde im Amtsblatt Nr. 12 vom 15. April 2024 bekanntgemacht. Damit hat der Kreishaushalt 2024 Rechtskraft erlangt und die Kreisverwaltung kann Mittel wie geplant verwenden, teilt das Landratsamt mit.

„Wir freuen uns über die zügige Bearbeitung im Innenministerium. Der Genehmigungsbescheid gibt uns mehr Handlungsfreiheit. Zugleich werden wir durch das Land hingewiesen, sämtliche investiven Auszahlungen unter Zugrundlegung eines strengen Maßstabes zu tätigen. Es gilt die prognostizierte Kreditaufnahme so weit wie möglich zu minimieren“, sagt Beigeordneter und Kämmerer Rainer Schinkel.

Die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen der Haushalt aufgestellt wurde, sind vielfach beschrieben worden. Deutschland befindet sich in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Der Ukraine-Krieg, Inflation, gestiegene Energiekosten, Tariferhöhungen und vieles mehr treffen auf weitgehend stagnierende Einnahmen. Das geht an keinem kommunalen Haushalt spurlos vorbei. „Die Erfüllung der Pflichtaufgaben, insbesondere derer im Jugend- und Sozialbereich, bleibt eine Herausforderung. Dank der soliden Haushaltsführung der vergangenen Jahre verfügen wir über Rücklagen, die wir jetzt einsetzen können“, erklärt Schinkel.

Der Ergebnishaushalt des Landkreises umfasst fast 490 Millionen Euro. Allein 164 Millionen sind für das Jugendamt veranschlagt. Von diesem Betrag fließen 107 Millionen in die Kindertagesbetreuung, in Kitas der Gemeinden, freier Träger oder der Kindertagespflegepersonen.

Mehr Geld für Nahverkehr nötig

Am 10. April hat der Kreistag den Nahverkehrsplan für die Jahre 2025 bis 2029 verabschiedet. Beispielhaft daran sei erkennbar, welche Aufgaben auf den Landkreis zukommen. „Prognostiziert wird, dass der Kreisanteil für die Finanzierung der beschlossenen Angebote für den kommunalen ÖPNV, also der Bus- und Straßenbahnverkehr, von gut zehn Millionen Euro in diesem Jahr auf mindestens 17 Millionen 2029 steigen wird“, macht der Kämmerer deutlich.

„Wir werden die für den Landkreis notwendigen Investitionen, wie die Schulneubauten Gymnasium Strausberg II und Förderschule Altlandsberg realisieren. Der Landkreis ist in den letzten Jahren gewachsen und dem stellen wir uns.“

Die Schwimmhalle wird 50

Wenn am 22. April das Strausbad nach Sanierungsarbeiten wieder öffnet, kann die Schwimmhalle auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Seit 1974 konnten Strausberger Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste dort ihre Bahnen ziehen. Eröffnungstag war laut früheren Medienberichten der 17. April. Im Vorfeld war ein Beschluss gefasst worden, dass jede damalige DDR-Kreisstadt eine Schwimmhalle erhalten soll.

Die in der Wriezener Straße hatte die Nationale Volksarmee gebaut und finanziert. Deshalb hat die Stadt von damals so gut wie keine Unterlagen. Die Armee nutzte die Halle für militärische Körperertüchtigung der Soldaten. Als Teil des damaligen Kultur- und Sportzentrums der NVA war sie auch Trainingszentrum für Sportschwimmer und Austragungsort für Wettkämpfe. Außerdem absolvierten Schulen in dem 25-Meter-Becken den Schwimmunterricht. Nach Recherchen der Regionalgeschichtsvereins Akanthus wurde bereits 1980 der millionste Gast gezählt.

die Schwimmhalle vor der ersten Sanierung in den 1990ern

die Schwimmhalle vor der ersten Sanierung in den 1990ern                                                                          Foto: Archiv Stadtverwaltung

Von 1991 bis 93 oblag der Bundeswehr die Verantwortung, dann übernahm die Stadt das in die Jahre gekommene Objekt. 1997 musste die Halle wegen erheblicher Schäden erst einmal schließen. Mit gut elf Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie von Bund und Land Brandenburg folgte eine Modernisierung. Im August 1999 wurde die Halle als Strausbad mit Nichtschwimmerbereich, Kleinkindbecken und gut 60 Meter langer Rutsche wiedereröffnet.

Schwimmhalle Strausbad 2004, Blick zum Nichtschwimmerbereich

Strausbad 2004, Blick zum Nichtschwimmerbereich                                                                                    Foto: Archiv Stadtverwaltung

Zwischenzeitlich war das Bad in die städtische Sport- und Erholungspark GmbH integriert. Seit 2005 wird die Halle durch die Strausberger Bäder GmbH betrieben, die seit Ende 2023 zur Stadtwerke-Gruppe gehört.

Strausbad im März 2023

Strausbad 2023

Der langjährige Chef der Bäder GmbH, Fred Thaleiser, schied aus gesundheitlichen Gründen aus. Lange Jahre hatten er und sein Team das städtische Objekt am Laufen gehalten. In den Sommermonaten wurde die Halle jeweils für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten geschlossen. Der finanzielle Aufwand für die Kommune als Eigentümer blieb überschaubar.

Sanierung dauerte länger als geplant

2023 war zunächst eine längere Schließung bis November vogesehen, weil ein Wasserschaden entdeckt worden war. Außerdem sollten in dem Zuge Veränderungen für den Brandschutz vorgenommen werden. Die Bauarbeiten wurden letztlich umfangreicher als angenommen. Überdies gab es zwischenzeitlich Lieferschwierigkeiten für spezielle Fliesen, so dass die Sanierung schließlich bis Anfang April 2024 dauerte. Die Kosten wuchsen von ursprünglich geplanten rund 400.000 Euro am Ende auf knapp eine Million Euro.

Strausbad im Juli 2023

Bauphase 2023: Die Beckenumrandung ist komplett entfernt

Wenn das Strausbad am 22. April, also kurz nach seinem 50. Geburtstag wieder öffnet, werden den Gästen dennoch kaum Veränderungen auffallen. Die Brandschutzumbauten bleiben dem Auge verborgen. Und der Bereich um das Becken, der komplett entfernt worden war, ist optisch so wieder hergerichtet worden wie vorher. Lediglich ein bisschen heller erscheint die Halle, denn sie ist auch frisch gestrichen. Um die Badelustigen kümmern sich dann Betriebsleiter Bernd Schroeder und zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die ersten Gäste nach der Sanierung soll es eine kleine Überraschung geben.

Meysam Darabi vom Planungsbüro Seidel Neuenhagen und René Sauermann aus der Stadtverwaltung im Strausbad

Nach der Übergabe an den Nutzer: Meysam Darabi vom Planungsbüro Seidel Neuenhagen (l.) und René Sauermann, Sachbearbeiter Hochbau in der Stadtverwaltung

Die Eintrittspreise wurden wegen gestiegener Betriebskosten leicht erhöht. Neu eingeführt wird ein Kurztarif: 3,50 Euro für eine Stunde. Vergünstigte Familien- und Mehrtageskarten sind ebenfalls erhältlich. Und noch nicht verbrauchte Tickets von vor der Sanierung sind weiterhin gültig. An vier Tagen pro Woche kann auch wieder die Sauna genutzt werden. Alle Preise und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite der Bäder GmbH.

Das öffentliche Baden ist übrigens nur ein kleiner Teil der Nutzung des Strausbades: Die Vormittage montags bis freitags gehören in der Regel dem Schulschwimmen, nachmittags trainieren Vereinssportler, am Wochenende früh Tauchclub und Wasserwacht. Außerdem sind in der Woche einige Frühstunden für die Bundeswehr reserviert.

Helfer im Stadtwald

Der Ausschuss für Klima und Umwelt hatte für den 13. April zu einer Pflanzaktion im Strausberger Stadtwald aufgerufen. Angesprochen waren Stadtverordnete, sachkundige Einwohner, interessierte Bürger und das Kinder- und Jugendparlament.

Bei bestem Wetter trafen sich sieben Akteure, darunter drei Stadtverordnete, ein sachkundiger Einwohner und drei Strausberger Bürger mit Stadtförster Heiko Wessendorf an einer Fläche nahe der Schillerhöhe. Nach fachkundiger Einweisung wurden Traubeneichen in zwei Kreisen um eine Mittelpflanze in die Erde gebracht. Jeder Kreis dieser Eichennesterpflanzung  hat 19
Pflanzen. Diese werden später noch durch einen weiteren Kreis mit einer anderen Eichenart ergänzt.  Alle jungen Bäume wurden mit einem Schutzzaunring gegen Wildverbiss gesichert. Wer also in nächster Zeit als Wanderer an der Schillerhöhe unterwegs ist, wird die grünen Hüllen erkennen.

Stadtverordnete und Bürger haben mit Stadtförster Heiko Wessendorf im Stadtwald Eichen gepflanzt: Foto: Sonja Zeymer

Stadtverordnete und Bürger haben mit Stadtförster Heiko Wessendorf im Stadtwald Eichen gepflanzt.                                                                                                               Foto: Sonja Zeymer

Für alle Teilnehmenden war die Aktion eine besondere neue Erfahrung. Man bekommt ein Gespür dafür, wie schwer und zeitaufwendig Waldumbau ist. Alle Beteiligten waren sich einig, diese Aktion zu wiederholen. Dann hoffentlich mit mehr interessierten Helfern. 

Die gesetzten Eichen werden übrigens nicht alle überleben. Aber die, die es schaffen, werden in ca. 150 Jahren stattliche Bäume  sein.

Vorträge, Sport und jede Menge Infos

Vom 30. April bis 31. Mai finden in Strausberg wieder die Familien- & Selbsthilfetage statt. Das Strausberger Bündnis für und mit Familien und die Selbsthilfekontaktstelle Rekis haben mit Partnern ein breites Programm zusammengestellt.

Die Aktionen beginnen am 30. April mit der Eröffnung und einem anschließenden Tag der offenen Tür von 10-17 Uhr bei Rekis, Am Annatal 57. Dort gibt es unter anderem Mitmachangebote und einen Sinnesparcours, ein Barriere-Quiz und zahlreiche Informationen. Überdies kann ein Rollstuhlführerschein abgelegt werden. Am 1. Mai präsentiert sich die Selbsthilfekontaktstelle dann  an einem Infostand beim Frühlingsfest der Stadt in der Großen Straße.

An den Folgetagen reichen die Angebote vom Familiencafé auf dem Aktivspielplatz  im Otto-Grotewohl-Ring (hinter Kaufl and) für Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren über Yoga und Sport, Vorträge und Diskussionsrunden bis hin zu Wanderungen und Tanz. Viele Angebote sind kostenlos, für manche wird ein kleiner Obolus fällig. Mit Tagen der offenen Tür in den Kitas Nord und Sonnenschein klingt die Aktion am 31. Mai aus. Das komplette Programm gibt es in einem Faltblatt.

Die Familien- und Selbsthilfetage finden in Strausberg zum 15. Mal statt. Anlass sind der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai und der „Internationalen Tag der Familie“ am 15. Mai. In diesem Jahr stehen sie unter dem Motto „Viel vor für Inklusion! Selbstbestimmt leben – ohne Barrieren“.

Kuscheldrachen für die Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Strausberg hat von der Sparkasse Märkisch-Oderland einen Schwung Kuscheltiere gesponsert bekommen. Sie wurden am 9. April am Gerätehaus von Sparkassen-Vorstandschef Thomas Beutler und seiner Kollegin Manuela Baumgärtner an Stadtbrandmeister Uwe Schmidt und Strausbergs Ortswehrführer Bastian Petzold übergeben.

„Wir fördern gern regionale Akteure und wollen unsere Wertschätzung für die Kameraden ausdrücken“, äußerte Thomas Beutler. Das Feuerwehr-Ehrenamt könne man gar nicht hoch genug schätzen, fügte er hinzu. Jedes Fest könne man indes nicht unterstützen. Solche Projekte wie die Jugendarbeit der Wehr allerdings schon.

Unter anderem da sollen die Kuscheltiere, die dem grünen Feuerwehrdrachen Grisu sehr ähnlich sehen, zum Einsatz kommen. Zum Beispiel wenn in Kindereinrichtungen für die Wehr geworben und ihre Arbeit bekanntgemacht wird. Oder bei Tagen der offenen Tür und ähnlichen Veranstaltungen. Nicht zuletzt gibt es Einsätze, bei denen Kinder betroffen sind. Danach könnten die Drachen zum Beispiel Trost spenden. „Hoffentlich müssen sie dafür nur selten verteilt werden“, wünschte sich Beutler.

Kuscheltiere von der Sparkasse MOL für die Freiwillige Feuerwehr Strausberg; v.l. Thomas Beutler und Manuela Baumgärtner (Sparkasse), Stadtbrandmeister Uwe Schmidt und Ortswehrführer Bastian Petzold

Kuscheltiere von der Sparkasse MOL für die Freiwillige Feuerwehr Strausberg; v.l. Thomas Beutler und Manuela Baumgärtner (Sparkasse), Stadtbrandmeister Uwe Schmidt und Ortswehrführer Bastian Petzold

Früher hatte die Sparkasse Kuscheltiere vor allem für die Polizei gesponsert. Seit rund 20 Jahren konnten die Sicherheitskräfte damit nach Unfällen und ähnlichem Mädchen und Jungen von schlimmen Erlebnissen ablenken. Dem Vernehmen nach gab es aber zuletzt von höherer Stelle Einwände wegen eines Werbesymbols des Kreditinstituts auf den Tieren.

„Wir nehmen sie jedenfalls sehr gern“, bescheinigte Uwe Schmidt. Insgesamt rund 230 Stück können die Strausberger Kameradinnen und Kameraden in nächster Zeit für ihre Zwecke einsetzen.

Kohlhaase-Lesung in Hegermühle

Die Zweigbibliothek Hegermühle, Am Annatal 57, bietet am 16. April eine szenische Lesung mit Ines Burdow und Bastienne Voss. Ines Burdow ist Schauspielerin (u.a. Berliner Ensemble), Sprecherin und Autorin (z.B. für ARD-Kultursender). Aktuell ist sie für „Die Andere Welt Bühne“ in Strausberg tätig und gehört zur Leitung des Theaters in der Garzauer Straße. Bastienne Voss ist Schauspielerin (u.a. Distel), Sprecherin und Schriftstellerin. Die beiden werden am 16. April ab 18 Uhr aus Wolfgang Kohlhaases „Erfindung einer Sprache“ lesen.

Kohlhaase ist vor allem als Drehbuchautor bekannt. Seine Prosa kennen nur wenige. Deshalb haben sich Bastienne Voss und Ines Burdow diese vorgenommen und in Absprache mit ihm eine Lesung erarbeitet, die diese Seite einem breiteren Publikum bekannter macht. Drei Jahre lang – bis zu seinem Tod 2022 – waren sie mit Kohlhaase lesend unterwegs.

In der „Erfindung einer Sprache“ geht es um einen Studenten, der vorgibt, persisch zu können. Dadurch steigert er im KZ seine Überlebenschance. Dann soll er jedoch einem Kapo Sprachunterricht geben …

Die Veranstaltung war bereits im März geplant, wurde aber verschoben. Der Eintritt kostet 10 Euro. Anmeldung ist erforderlich.

Kontakt: Tel. 03341 423192 (Mo, Di, Do 10-12 u. 13-17 Uhr)

Plakat

Spielgerät gesperrt

Seit einigen Tagen können Mädchen und Jungen auf dem Spielplatz im Fischerkiez nur noch eingeschränkt toben. Das dortige große Spielgerät ist mit einem Bauzaun abgesperrt. Nach Auskunft aus dem Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung waren bei der jüngsten Kontrolle durch den TÜV zu viele Mängel aufgefallen. In den vergangenen Jahren habe es auch schon Beanstandungen gegeben, aber die hätten durch Reparaturen ausgeräumt werden können. Nunmehr wäre der Aufwand aber zu groß, eine Instandsetzung somit unwirtschaftlich. Deshalb plant der Bereich Tiefbau/Grünflächen einen Ersatz.

Zunächst einmal soll das alte Gerät in den nächsten Tagen abgebaut werden. Parallel will die Fachgruppe Angebote für ähnliche Spielgeräte einholen. Wenn die im Haushalt veranschlagten Mittel für einen Ersatz reichen, soll der noch in diesem Jahr vorgenommen werden. Ansonsten bleibt wohl bis Anfang 2025 auf dem Spielplatz Fischerkiez eine Lücke.

Spielplatz Fischerkiez

Für eine sichere Trinkwasserversorgung

Gemeinsam mit Wasserversorgern der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) setzen sich die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Berlin und Brandenburg für eine nachhaltige Sicherung der Ressource Wasser ein. Die Zusammenarbeit von kommunalen Unternehmen und den IHKs als Vertretung der Wirtschaft ist besonders bemerkenswert. Im Ergebnis der seit November 2022 laufenden Gespräche wurden gleichermaßen die Trinkwasserversorgung als auch die wirtschaftliche Entwicklung in den Fokus gerückt. Überdies wurde die Verpflichtung der Landespolitik zum zügigen Handeln deutlich gemacht. Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) hat als einer der Mitinitiatoren bei der Entwicklung dieser Handlungsempfehlungen maßgeblich mitgewirkt.

Fast die Hälfte der Versorger über kritischer Grenze

Den wachsenden Herausforderungen durch die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung sowie den spürbaren Auswirkungen des Klimawandels muss schnellstmöglich begegnet werden. Wie der WSE erwarten auch andere Versorger steigende Wasserverbräuche und befürchten, diese mit den vorhandenen Wasserrechten nicht mehr decken zu können. Bereits heute sehen sich mehr als 40 Prozent dieser Versorger gezwungen, die genehmigten Wassermengen über die kritische Grenze von 80 Prozent auszunutzen. Die weitreichenden Konsequenzen dieser Entwicklungen auf unsere Region sind inzwischen allen Beteiligten – insbesondere der Landespolitik – bekannt.

Zentrale Inhalte sind:

  • Berücksichtigung der Wasserversorgung in den Landes- und Regionalplanungen
  • länderübergreifendes Wasserressourcenmanagement
  • Vorhaltung ausreichender Wasserrechte und Beschleunigung wasserrechtlicher Genehmigungsverfahren
  • finanzielle Ausstattung für den Infrastrukturerhalt und -ausbau

Verbandsvorsteher André Bähler sieht den WSE als Wasserversorger aus dem Berliner Umland bereits seit einiger Zeit mit den Herausforderungen beschäftigt. „Wir spüren schon heute die ersten Auswirkungen der rasanten Entwicklung in unserer Region. Das Ergebnis der Zusammenarbeit der Wasserversorger der VKU Landesgruppe und der IHKs sind Ansätze zur Lösung der wasserwirtschaftlichen Nutzungskonflikte und damit zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. Ich freue mich, dass wir einen Beitrag zu dieser Handlungsempfehlung leisten konnten. Nun ist schnelles und konsequentes Handeln nötig.“

Die IHKs haben verschiedene Empfehlungen aufgelistet. Näheres dazu giubt es auf der Internetseite der IHK Berlin.

 

Laub- und Nadelbäume für den Stadtwald

Der kommunale Eigenbetrieb Stadtforst Strausberg verjüngt derzeit wieder ein Stück Wald. Auf einer Fläche zwischen Straus- und Fängersee, Schillerhöhe und Spitzmühlenweg werden seit einigen Tagen kleine Bäume gepflanzt. Trotz einer Zahl von 5000 bis 6000 Setzlingen spricht Stadtförster Heiko Wessendorf von einem „kleinen Projekt“. Für ein größeres im Herbst auf ca. zehn Hektar laufen nach seinen Angaben die Vorbereitungen.

In dem Waldstück, dass vor einiger Zeit „durchforstet“, also ausgelichtet worden war, kommen vor allem Küstentannen und Douglasien in den Boden. An anderen Stellen werden überdies Weißtannen und Lärchen, Trauben- und Roteichen, Edelkastanien und Rotbuchen gepflanzt. Wessendorf hätte gern noch ein breiteres Spektrum gehabt, zum Beispiel mit Hemlocktannen, Sequoien und Thujen, aber einige andere Sorten sind aufgrund großer Nachfrage nicht verfügbar. Denn fast überall wird versucht, den Wald an das sich wandelnde Klima anzupassen.

Laut Stadtförster achtet man bei der Auswahl auf Beschaffenheit des Bodens, Klimafaktoren und Wasserversorgung am Standort. Es soll sich eine möglichst „natürliche Waldgesellschaft“ entwickeln. In der Region gehören vor allem Kiefer, Eiche, Hainbuche und Linde dazu. Er orientiere sich überdies an der Baumartenmischungstabelle vom Landesbetrieb Forst Brandenburg. Heiko Wessendorf an neuen Bäumen

Förster setzt auf Mischung

Von Kiefer wolle man beim Waldumbau wegkommen, mehr Laubbäume ansiedeln. „Aber nicht nur“, fügt Wessendorf hinzu. Überhaupt setze er auf eine gute Mischung. Falls eine Art mit den Bedingungen nicht klarkomme, gebe es keinen Totalausfall und außerdem habe man später dann verschiedene Holzsorten im Angebot. frisch gepflanzte Douglasie

Gemischt wird übrigens nicht einzeln bei den alle zwei mal 2,5 Meter gepflanzten Setzlingen, sondern gruppenweise, in „Kegeln“ mit etwa 30 Meter Durchmesser. An einigen Stellen fallen auch etliche Schutzzaunringe ins Auge. Dort sind Verbände mit knapp 20 Eichen gepflanzt, von denen es am Ende eine bis zu voller Pracht schaffen soll.

Wessendorf drängt bei seinen Kollegen und einem helfenden Unternehmen auf Tempo. „Wir müssen uns beeilen, damit wir nicht in eine Trockenperiode kommen“, erklärt er. Denn momentan bietet der Boden durch gute Feuchtigkeit noch gute Bedingungen. Und da er bei den eigenen Kräften auch die Gewähr habe, dass die Wurzeln fachgerecht in die Erde kommen, wird sich an dem Standort unter dem lichten Schirm der Altbäume bald eine neue Waldgeneration entwickeln.

 

Neue Angebote der Humanisten

Der Humanistische Verband Deutschlands, Regionalverband Märkisch-Oderland (HVD MOL), wartet in diesem Monat mit einigen Neuerungen auf. So wird zum Beispiel aufgrund der hohen Nachfrage ein zusätzliches Angebot „Digital mobil“ in der Vorstadt geschaffen. In Kooperation mit der Wohnungsgenossenschaft „Neues Wohnen“ wird es ab dem 15. April am Försterweg 1 a monatlich Vorträge „Das Smartphone – ein Wunder der Technik“ auch an diesen Standort geben. Die Buchung von Einzelschulungen jeweils montags ist ebenfalls möglich. Man hoffe, damit insbesondere Seniorinnen und Senioren das Nutzen von Computertechnik zu erleichtern, hieß es.

Außerdem starten Ende April Wanderungen durch die Jahreszeiten. Dabei lernen die Wandernden Pflanzen und Kräuter kennen, die nicht nur dem Speiseplan mehr Abwechslung und Farbe geben, sondern in vielerlei Hinsicht gut tun. Am 25. April lädt Carla Kasper ein zu „Kräuter als kulinarisches Highlight und Wundermittel“. Dazu wird in der Küche vieles ausprobiert und verkostet. 

Weiter im Programm des HVD sind Beratung zur individuellen Patientenverfügung, Humanistischer Gesprächskreis, Besuchs- und Kontaktnetz, Vom Knipsen zum Fotografieren, die Schreibwerkstatt sowie die Schulungen und Vorträge „Digital mobil“ direkt beim HVD am Lustgarten, in der August-Bebel-Str. 2. Termine und Zeiten sind im Veranstaltungskalender zu finden.

Mehr Infos und Anmeldung:  Tel. 03341 3080060 oder E-Mail kontakt@hvd-mol.de 

 

Tourentipps für Naturliebhaber und Entdecker

Eine Wanderung durch den Schlosspark in Berlin-Buch am 13. April und viele weiteren Termine sind im neuen Strausberger Wanderkalender 2024 zu finden. Er ist online abrufbar und liegt in der Touristinfo am Lustgarten zum Mitnehmen bereit. Der Flyer enthält insgesamt 15 faszinierende Routen und Naturschönheiten – von erfahrenen Wanderleiter*innen ausgewählt. Sowohl begeisterte Naturliebhaber als auch neugierige Entdecker werden fündig, ist die Touristinfo überzeugt.

wanderkalenderNeben den „Klassikern“ werden auch neue Naturwanderungen sowie öffentliche Stadtrundgänge und Radtouren angeboten. Ziel ist es, vielfältige Möglichkeiten zu bieten, die Schönheit und Vielfalt der Region zu erleben.

Der Kalender kann auch bestellt werden per Tel. 03341 311066 oder per E-Mail an touristinfo@stadt-strausberg.de. Dieser Service ist kostenfrei.

Nur noch bargeldlos im Straßenverkehrsamt MOL

Das Straßenverkehrsamt Märkisch-Oderland stellt die Zahlweise grundsätzlich auf bargeldlos um. Das hat die Kreisverwaltung mitgeteilt. Die ohnehin rückläufige Nutzung des Bargeldautomaten falle ab sofort völlig weg. Kundinnen und Kunden des Straßenverkehrsamtes können mit allen gängigen EC- oder Kreditkarten direkt am Schalter zahlen.

Durch einen aktuellen Defekt des Kassenautomaten wurde entschieden, die ohnehin für Anfang Sommer geplante Umstellung vorzuziehen, hieß es. Der mit der Bargeldannahme verbundene Aufwand war bislang, nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen, sehr hoch. Hinzukamen regelmäßige Wartungen und Reparaturen des Kassenautomaten. Die jetzige Umstellung folgt daher dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und bedeutet einen sparsamen Umgang mit Steuergeldern.  

Erfahrungen anderer Straßenverkehrsämter zeigten, dass die Umstellung sich dort mehr als bewährt hat und Kundinnen und Kunden die Zahlweise per Karte direkt am Schalter gern annehmen. Nicht zuletzt beschleunigten sich dadurch die Abläufe, weil der Weg zum Kassenautomaten wegfalle. 

Hilfe beim Helfen

Die Pflegekasse bei der BARMER Strausberg und die Demenzberatung Strausberg der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg bieten im April und Mai ein Seminar für Angehörige von Menschen mit Demenz. Die kostenlose Reihe beginnt am Montag, 15. April, in der  Beratungsstelle Hegermühlenstraße 58, Raum 403, und wird an drei Folge-Montagen jeweils von 16 bis 20.15 Uhr fortgeführt.  Das Themenspektrum reicht von Wissenswertem über die Erkrankung bis hin zu Vorsorge, Alltag und Pflege sowie Entlastungsangeboten. Alle Informationen sind auf einem Flyer zusammengefasst.

Die Seminare sind für Teilnehmende aller Kassen offen, Anmeldung ist aber bis 11. April erforderlich. Es ist möglich, dass Angehörige mit Demenz während der Treffen betreut werden.

Kontakt: Tel. 03341 4908062, E-Mail strausberg@alzheimer-brandenburg.de

Friedrich-Ebert-Straße wird instandgesetzt

Im Vorfeld der umfangreichen und grundhaften Ausbauarbeiten in der Berliner Straße in den nächsten Jahren erfolgt derzeit eine Fahrbahninstandsetzung in der Friedrich-Ebert-Straße. Dort wird zwischen Krumme und etwa Schillerstraße das alte Pflaster aus- und eine neue Asphaltdecke eingebaut. Das anschließende Stück schadhafter Altasphalt wird abgefräst und erhält eine neue Decke. Die Betonrandstreifen verbleiben.

 

Die Arbeiten können aus technologischen Gründen nur unter Vollsperrung erfolgen. Sie werden in zwei Bauabschnitten ausgeführt. Zuerst das Stück Krumme bis Kelmstraße, danach von dort bis Schillerstraße. Parken im Fahrbahnbereich ist innerhalb der Sperrung nicht möglich.

Straßenbau

Überdies ist die Befahrbarkeit der Grundstücke bzw. Parkplätze im jeweiligen Bereich eingeschränkt. Sofern eine provisorische Erreichbarkeit hergestellt werden kann, wird Anliegern eine Zu-/Abfahrt vor Arbeitsbeginn (bis 7 Uhr) und nach Arbeitsende (ab 17 Uhr) ermöglicht. Während des Asphalteinbaus ist dies jedoch nicht möglich. Seitens der Baufirma wird es kurze Anliegerinformationen zum Baubeginn per Postwurf oder Aushang geben.

Die Arbeiten beginnen im ersten Bauabschnitt am 8. April. Haltverbote vor und im Baubereich werden bereits in der Woche nach den Osterfeiertagen aufgestellt. Bis spätestens 31. Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Geschenk für die Feuerwehr

Die meisten Hohensteiner dürften wissen, was sich in dem 2016 bezogenen Neubau zwischen Dorfgemeinschaftshaus und Kirche verbirgt. Demnächst werden es auch Ortsunkundige erkennen, die daran vorbeifahren. Denn der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Strausberg, zu der die Hohensteiner gehören, hat für das Gerätehaus ein großes Schild organisiert. Am 25. März wurde es den Kameraden im Strausberger Ortsteil  übergeben.

Möglich gemacht hat es der Strausberger Malerfachbetrieb von Andreas Kienast. Er wurde von Strausberger Kameraden angesprochen, als er im dortigen Gerätehaus tätig war. Und er ließ sich nicht lange bitten, sondern sagte ja. Also konnten Marcel Graske und Benjamin Bomball vom Förderverein das Schild in Gielsdorf in Auftrag geben. Sie hatten den Sponsor natürlich mit zur Übergabe eingeladen.

Ortswehrführer Matthias Keyl freute sich für seine Hohensteiner Truppe, dass das Haus „nun endlich einen Namen hat“. Bei der Eröffnung 2016 war zwar bereits so ein Schild in Aussicht gestellt worden, aber letztlich hat es bis zur Realisierung fast acht Jahre gedauert. Keyl lobte denn auch, dass sich die beiden Initiatoren „mächtig ins Zeug gelegt“ hätten. Und freute sich, dass bei der Gestaltung der etwa 2,50 mal 0,80 Meter großen Tafel Ideen der Hohensteiner Kameraden eingeflossen sind.

Das Schild soll über der Eingangstür neben dem Rolltor angebracht werden – voraussichtlich beim Frühjahrsputz Ende April.

Feuerwehr und Förderverein suchen übrigens stets weitere Mitstreiter. Alle Infos gibt es auf der Internetseite der Wehr.

Kameraden und Sponsor mit Schild

Kameraden und Sponsor mit Schild (v.l.): Matthias Keyl, Florian Lasch, Sponsor Andreas Kienast, Matthias Drews und Kilian Franz

Landkreis investiert Millionen in Strausberg

Am 20. März ist auf dem Stic-Gelände an der Garzauer Chaussee der Grundstein für den Neubau eines Büro- und Seminargebäudes gelegt worden. Bauherr ist der Landkreis Märkisch-Oderland. Er investiert dort, wo einst die Kantine „STICker“ stand, rund 13 Millionen Euro. Das Vorhaben wird vom Land Brandenburg gerfördert.

Landrat Gernot Schmidt hob hervor, dass alle Fraktionen des Kreistages hinter dem Projekt stehen. „Mit diesem Neubau wollen wir die erfolgreiche Geschichte des Standortes STIC und der Wirtschaftsförderung fortschreiben, betont der zuständige Beigeordnete für Wirtschaft Rainer Schinkel. Er zeigte sich erfreut, dass Unternehmen aus dem Landkreis bei den bisherigen Ausschreibungen erfolgreich waren und große Lose, u.a. Hochbau, Heizung und Sanitär umsetzen.

Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler verwies auf die zu erwartende neue städtebauliche Willkommenssituation an der Garzauer Chaussee: „Der Neubau wird die Attraktivität der Stadt erhöhen.“

Stic-Geschäftsführer Andreas Jonas erinnerte an den „STICker“. „Hier wurde über Jahrzehnte Essen serviert, fanden private und gesellschaftliche Feiern statt.“ Ein wirtschaftlicher Betrieb der alten Kantine war nach seinen Angaben aber nicht mehr möglich. Deshalb habe man sich entschlossen, das seit Jahren leerstehende Haus abzureißen. Es wird durch ein modernes Bürogebäude mit öffentlich zugänglicher Cafeteria und Coworkingbereich ersetzt. Da die vorhandene Büros im Stic komplett ausgelastet seien, sei es dringend erforderlich, neuen Platz für neue Unternehmen bereitzustellen. Der Landkreis will dadurch neue hochqualifizierte und technologieorientierte Arbeitsplätze nach Märkisch-Oderland holen.   Mehr Bilder bei Strausberg-live.de.

Grundsteinlegung: v.l. Bürgermeisterin Elkje Stadeler, Beigeordneter Rainer Schinkel, Stic-Chef Andreas Jonas, Landrat Gernot Schmidt und ein Vertreter der Baufirma; Foto: Constanze Schütt

Grundsteinlegung: v.l. Bürgermeisterin Elke Stadeler, Beigeordneter Rainer Schinkel, Stic-Chef Andreas Jonas, Landrat Gernot Schmidt und ein Vertreter der Baufirma                                                            Foto: Constanze Schütt

Ausstellung verlängert

Die Sonderausstellung „Grüße aus Strausberg – Strausberger Ansichten im Postkartenformat“ im Stadtmuseum ist aufgrund des großen Interesses über den März hinaus verlängert worden. Interessierte können sie noch bis zum 16. Juni zu den Öffnungszeiten des Museums (Di-Do 10-12 und 13-17 Uhr) anschauen. 

Die Schau zeigt eine kleine Auswahl aus der reichhaltigen Sammlung alter Postkarten im Fundus der Einrichtung. Gäste finden beispielsweise die Altstadt, den See, die Gastronomie und Bahnhofsgeschichte. Auch die älteste gefundene Strausberg-Ansicht, bereits 1897 verschickt, ist unter den Exponaten.

Neben etwa 50 Karten verdeutlicht das Museum auf Infotafeln die Entwicklung des Kommunikationsmediums. Das kam Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals zum Zuge. Mittlerweile sind die elektronischen Medien klar auf dem Vormarsch. Doch noch immer sind Postkarten mit handschriftlichen Zeilen als persönlicher Gruß verbreitet.

Bericht zum Pakt für Pflege

Die Stadtverwaltung hat jetzt über die Verwendung Fördermitteln aus dem Pakt für Pflege im Jahr 2023 berichtet. Menschen mit Hilfe- oder Pflegebedarf und deren Angehörigen soll wohnortnah Unterstützung ermöglicht werden. Denn kommunale Pflegedossiers von Stadt und Landkreis zeigen, dass eine überdurchschnittliche Zunahme von zu pflegenden Personen zu erwarten ist.

Über die Förderrichtlinie des Landes stehen Strausberg bis Ende 2024 jährlich bis zu 136.000 Euro zur Verfügung, die durch einen Anteil der Kommune oder von Dritten kofinanziert werden. 2023 wurden der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg für ihr Projekt „Sport trotz(t) Demenz“ gut 6800 Euro bewilligt. So wurden monatlich ein bis zwei Wanderungen mit 12 bis 15 Teilnehmenden und einer Breitensport-Übungsleiterin ermöglicht. Dies baut Berührungsängste ab und auch Menschen mit Demenz können sich körperlich betätigen, gegebenenfalls in Sportvereinen oder Bewegungsgruppen bleiben. Noch im April soll es ein Treffen geben, um den Ansatz breiter bekanntzumachen. Denn eine Fortführung des Projekts ist geplant.

Ebenfalls im Gespräch ist der Aufbau eines Netzwerks ortsansässiger Pflegedienste. Das soll alltagsunterstützende Maßnahmen vermitteln und Aufklärung und Beratung zur Entlastung von Angehörigen bieten. Da die zur Verfügung stehende Fördersumme noch nicht ausgeschöpft ist, können weitere Ideen unterstützt werden.

Den kompletten Bericht gibt es hier zum Download.

Preisgeld für Schule

Die Town & Country Stiftung hat jetzt 1111 Euro Preisgeld aus ihrem 11. Stiftungspreis an die Jugendschule Strausberg vergeben. Sie fördert mit dem Preis die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und würdigt Menschen, die sich in Projekten engagieren – viele ehrenamtlich.

Der Projektstandort Jugendschule Strausberg des Montessori Campus Berlin-Köpenick hat ein Gewächshaus mit Solaranlage und Stromspeicher errichtet. Hier bauen Jugendliche Obst und Gemüse an. Sie haben – unterstützt von einem Permakultur-Experten – einen Hühnerkompost für Kräuterbeete aufgebaut und Bepflanzung geplant. Nun möchten sie ein Aquaponic-System aufbauen, um einen geschlossenen Kreislauf durch Fischzucht und Pflanzenanbau zu schaffen. Aquaponik ist ein Verfahren, das Aquakultur (Aufzucht von Wassertieren in Becken) mit Hydroponik (Kultivierung von Nutzpflanzen im Wasser) koppelt. Mit dem Preisgeld will die Jugendschule Pumpen für das System erwerben.

Stellvertretend für die Stiftung übergab Stiftungsbotschafter Marco Albrecht, Geschäftsführer der Wertbeständig-Haus GmbH in Altlandsberg, die Urkunde. Er lobte das Engagement: „Das ist ein spannendes und beeindruckendes Projekt. Vor allem, weil es so viele Aspekte – Natur und Technik, Gärtnerei und erneuerbare Energie und vieles mehr – miteinander verbindet. Diesen Einsatz ehren und unterstützen wir gern mit dem Town & Country Stiftungspreis!“

Freude in der Jugendschule Strausberg über Preis und Preisgeld der Town & Country Stiftung. V. l.: Stiftungsbotschafter Marco Albrecht, die Schülerinnen Alma und Edda sowie ihr Pädagoge Jannik Hans. Foto: Carmen Struck

Freude in der Jugendschule Strausberg über Preis und Preisgeld der Town & Country Stiftung. V. l.: Stiftungsbotschafter Marco Albrecht, die Schülerinnen Alma und Edda sowie ihr Pädagoge Jannik Hans.                                                    Foto: Carmen Struck

Weitere Chancen in zweiter Runde

Seit 2013 fördert der Stiftungspreis deutschlandweit soziales Engagement für sozial, geistig und körperlich benachteiligte Kinder und Jugendliche. Der diesjährige Preis widmet sich dem Miteinander. Er steht unter dem Förderschwerpunkt „MIT – fühlen, reden, gestalten.“ Im Fokus stehen Projekte, die Kommunikation, Empathie und Gemeinschaft fördern oder Achtsamkeit trainieren. Unterstützt werden Bildungseinrichtungen, Vereine und andere, die sich für Chancengleichheit unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sozialem oder religiösem Hintergrund einsetzen – und damit jungen Menschen bessere Perspektiven eröffnen.

In der ersten Runde werden 300 gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit jeweils 1111 Euro gefördert. Im zweiten Schritt wählt eine unabhängige Jury aus diesen 300 Preisträgern ein besonders förderwürdiges Projekt pro Bundesland. Die 16 Landespreisträger werden im Rahmen einer Gala am 21. Juni in Erfurt bekanntgegeben, ausgezeichnet und mit zusätzlichen je 5000 Euro prämiert.

Stiftungszweck war zunächst ein anderer

Die Town & Country Stiftung mit Sitz in Erfurt gibt es seit 2009. Sie wurde gegründet, um unverschuldet in Not geratenen Bauherren und deren Familien zu helfen. Bald wurde der Stiftungszweck um die Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher erweitert. Die Arbeit der Stiftung wird durch das Town & Country Franchise-System und weitere Unterstützer:innen sowie freie Spenden ermöglicht.

Traglufthalle abgebaut

Eine Reihe von Matten und das Parkett waren am Nachmittag noch an Ort und Stelle, aber die Hülle fehlte. Am 18. März ist im Sport- und Erholungspark an der Landhausstraße die noch aus DDR-Zeiten stammende Traglufthalle abgebaut worden. Die Halle mit der aufgeblasenen elastischen Hülle war bislang für Ballsportarten über Hockey bis hin zu Tanz, Turnen und Gymnastik genutzt worden.

Sie musste über eine Druckschleuse betreten  werden und ständig ein Gebläse arbeiten, damit ein leichter Überdruck im Inneren das Gebilde oben hält.  Dem Vernehmen nach soll die Halle aufgearbeitet werden. Markus Derling, Geschäftsführer der Sport- und Erholungspark GmbH, erklärte, die Arbeiten seien mit allen Nutzern und Partnern „gut und intensiv kommuniziert und abgestimmt“. Wenn nichts schief gehe, sei wahrscheinlich schon am nächsten Wochenende die neue Hülle zu sehen. Sobald alles fertig sei, werde es eine Information der kommunalen Gesellschaft geben.

Fläche der Traglufthalle im SEP

In langfristigen Plänen war bereits einmal ein fester Ersatz für die Traglufthalle angedacht, die sich sicher auch viele Nutzer wünschen. Aus finanziellen Gründen ist das Projekt bislang nicht angegangen worden.

Hinweis auf Fristen zur Wahl

Im Land Brandenburg finden am 9. Juni 2024 gemeinsam mit der Europawahl die Kommunalwahlen statt. Auf kommunaler Ebene werden die Vertreter für den Kreistag Märkisch-Oderland, für die Stadtverordnetenversammlungen bzw. für die Gemeindevertretungen in den 45 kreisangehörigen Städten und Gemeinden, die ehrenamtlichen Bürgermeister in den amtsangehörigen Gemeinden sowie die Ortsbeiräte und Ortsvorsteher gewählt.

Die Kreisverwaltung weist in einer Mitteilung darauf hin, dass Wahlvorschläge für diese Wahlen von Parteien, politischen Vereinigungen, Wählergruppen und von Einzelbewerbenden beim Kreiswahlleiter für die Kreistagswahl bzw. bei den zuständigen Wahlleitern der Städte, Gemeinden und Ämter eingereicht werden können. Ist der Wahlvorschlagsträger gemäß § 28a Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz (BbgKWahlG) verpflichtet, seinem Wahlvorschlag Unterstützungsunterschriften beizufügen, sind diese bis zum 3. April 2024, 16 Uhr, bei der jeweiligen Wahlbehörde zu leisten. Bis zum 4. April 2024, 12 Uhr, sind die Wahlvorschläge bei den zuständigen Wahlleitern einzureichen. Dieser Termin ist ein Ausschlusstermin. Ein nicht fristgerecht eingehender Wahlvorschlag ist gemäß § 37 Abs. 2 BbgKWahlG vom zuständigen Wahlausschuss zurückzuweisen. Details zur Einreichung der Wahlvorschläge sind den jeweiligen Wahlbekanntmachungen der zuständigen Wahlleiter zu entnehmen.

Hinweise sowie Vordrucke für die Bestimmung der Bewerbenden und die Einreichung der Wahlvorschläge sind auf der Seite des Landeswahlleiters zu finden: https://wahlen.brandenburg.de/wahlen/de/kommunalwahlen

 

 

Erfolgreicher Ostermarkt

Der Ostermarkt im Stadtmuseum hat in diesem Jahr erneut viel Zuspruch gefunden.  Schon eine Stunde nach Eröffnung am 15. März klickte der Besucherzähler über die 70er Marke. Vor allem ältere Gäste nutzten zu Beginn das schöne Wetter für einen Spaziergang zum Museum und sahen sich dort die Angebote an. Insgesamt kamen am ersten Tag rund 300 Gäste.

Diese Zahl wurde am zweiten Tag trotz Regens noch deutlich übertroffen. Gut 550 Interessierte schauten am Sonnabend im Museum vorbei. Die kommissarische Leiterin Anja Jänisch war folglich am Ende auch „rundum zufrieden“.

Ostermarkt im Stadtmuseum; Foto: Andreas Prinz/strausberg-live.de

Ostermarkt im Stadtmuseum                                                                                                    Foto: Andreas Prinz/strausberg-live.de

Regionale Händler präsentierten vielfältige kunsthandwerkliche Erzeugnisse. Da gab es Schmuck, handgemachte Kerzen, Näh- und Laubsägearbeiten, selbst gemachte Marmeladen und natürlich jede Menge Osterdeko und Ostereier. Carola Stauber hatte zum Beispiel sorbische Ostereier ausgestellt, für die sie schon mehrmals Preise gewann. Auch die Händler waren zufrieden. Viele hätten sich gleich für die nächste Auflage 20125 und manche auch für den Weihnachtsmarkt angemeldet, berichtete Anja Jänisch.

Ostereier

Überdies konnten sich Kinder an einem Bastelstand betätigen, Erwachsene mit Mitgliedern des Regionalgeschichtsvereins Akanthus ins Gespräch kommen. Für Hungrige war zum Beispiel Kaffee und Kuchen sowie Eierpunsch vom Museumsteam im Angebot. Im Garten wurde Knüppelteig gebacken und der Grillstand vom E-Center hielt Bratwurst und Brötchen bereit. Er war diesmal so postiert, dass auch Passanten an der Weinbergstraße bedienst werden konnten.  

Nächste Veranstaltung im Museum ist am 7. April der Vortrag von Gerd-Ulrich Herrmann zum Märkischen Walzwerk, bei dem aber nur noch einzelne Plätze frei sind. Am 26. April wird dann Dagmar Flemming mit Harfenmusik und „Keltische Mythen und Märchen“ zu Gast sein.

Mehr Bilder zum Ostermarkt bei www.strausberg-live.de.

Ersatzverkehr bei der S-Bahn

Bahn-Pendler aus Strausberg nach Berlin müssen sich in den Osterferien auf längere Fahrzeiten einstellen. Vom 22. März bis 2. April wird der S-Bahn-Verkehr zwischen Hoppegarten und Mahlsdorf wegen Bau- und Vermessungsarbeiten unterbrochen, hat das Verkehrsunternehmen angekündigt. Ersatzweise fahren dann Busse statt S-Bahnen. In den Nächten 22./23.3. (Fr/Sa), ca. 1 Uhr bis ca. 5 Uhr,  25./26.3. (Mo/Di), ca. 0 Uhr bis ca. 1.30 Uhr, 29./30.3. (Fr/Sa), ca. 1 Uhr bis ca. 5 Uhr und 1./2.4. (Mo/Di), ca. 0 bis ca. 1.30 Uhr wird der Ersatzverkehr sogar bis nach Fredersdorf erweitert. Als Gründe für die Sperrung werden der Rückbau eines Durchlasses und Vermessungsarbeiten angegeben.

Die S-Bahn weist vorsorglich darauf hin, dass Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle ist nur im Rahmen vorhandener Kapazitäten in den Bussen mitgenommen werden, wobei Kinderwagen und Rollstühle Vorrang haben. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht,
dass in den Bussen keine Fahrausweise gekauft werden können. Tickets müssen also vorher gekauft werden.

Im Laufe des Jahres sind auf der S-5-Strecke noch weitere Baumaßnahmen geplant. So ist nach den bisherigen Zeitplänen kurz nach Pfingsten, vom 24. bis 27. Mai, wegen Arbeiten an Gleisen und Weichen eine Sperrung zwischen Biesdorfer Kreuz und Mahlsdorf vorgesehen. Im Spätsommer, in der zweiten Septemberhälfte, will die Bahn dann noch an Gleisen und Weichen zwischen Ostkreuz und Friedrichsfelde Ost bauen.

Fahrgäste werden gebeten, die elektronische Fahrplanauskunft zu nutzen. Dort werden die Bauarbeiten berücksichtigt.

Neue Haltestelle in Betrieb

Die Strausberger Eisenbahn hat den Termin für die Inbetriebnahme der neuen Haltestelle auf der Straßenbahnlinie 89 mitgeteilt. Seit dem 21. März stoppt die Tram zwischen den Stationen „Landhausstraße“ und „Schlagmühle“ nun auch am „Märchenwald“.  Die neue Station ist barrierefrei, bietet Fahrradbügel und eine Infosäule. Sie verkürzt den bisherigen Abstand der Haltestellen von rund 1,2 Kilometern. Dies dürfte vor allem Bewohner des Einzugsgebietes der Gustav-Kurtze-Promenade und  der neuen Häuser der Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau im Quartier am Märchenwald freuen. Ganz fertig war die Station am 21. März allerdings noch nicht.  Sie wird zum Beispiel noch mit einem Wartehäuschen komplettiert, sobald das geliefert ist.

neue Haltestelle

 

Wie die meisten anderen Stationen ist auch „Am Märchenwald“ als Bedarfshalt ausgelegt. Die Tram stoppt also im Normalfall nur, wenn Personen auf dem Bahnsteig stehen oder in der Bahn den Haltewunsch per Knopfdruck anmelden.

Neuer Stolperstein enthüllt

In Strausberg ist am 11. März ein weiterer Stolperstein hinzugekommen. Mit dem Messingelement wird nun vor dem Haus Große Straße 73 auch an die Jüdin Helene Levy erinnert. Bislang gab es in der Nähe bereits solche Tafeln für ihren Mann Albert und Tochter Franziska Schumacher sowie Sohn Georg Levy. Die Männer wurden 1942 deportiert und in Vernichtungslagern der Nazis ermordet. Helene Levy, geb. Hartwich, Jahrgang 1862, zog 1939, nachdem der Familienbesitz „arisiert“ worden war, in ein jüdisches Altersheim in Berlin und verstarb im  Mai 1940 in einer Heilanstalt in Berlin-Buch.

Im Beisein von Helene Levys Enkelin Margreth Wood, drei ihrer sechs Söhne, Bürgermeisterin Elke Stadeler und rund 40 Gästen wurden die nunmehr vier Stolpersteine an einem neuen Standort enthüllt. Der Kommunalservice hatte sie auf Wunsch der Angehörigen auf die andere Seite der Grünstraße verlegt. Dort stand das einstige Wohnhaus der Levys mit Textilgeschäft, Seitenflügel und Stallgebäuden. Die Gebäude wurden im Herbst 1939 abgerissen. Zu DDR-Zeiten entstand dort der heutige eingeschossige Bau.

Gute Erinnerungskultur in Strausberg

Elke Stadeler sprach von einem besonderen Tag und rührenden Moment. Sie sieht in Strausberg eine gute Erinnerungskultur lebendig. Dafür sorgten auch Personen wie Ehrenbürger Kurt Schornsheim, der ebenfalls dabei war und die Levys noch persönlich kannte. Sie hoffe, dass viele Bürger an den Stolpersteinen verharren und auch die Inschrift lesen, sagte sie.

Veranstaltung

Urenkel Benjamin Wood äußerte, durch das Projekt sei sein Glaube an die Menschlichkeit gestärkt worden. Es sei leuchtendes Vorbild für Toleranz gegenüber Juden und könne als Erinnerung und Warnung für heutige und künftige Generationen dienen. Wood, der heute in den USA lebt, hat eine Tafel mit einem QR-Code erstellt, über den die Familiengeschichte nachzulesen ist. Die übergab er als mögliche Basis für einen speziellen Stadtrundgang an die Bürgermeisterin. Die versprach, sich zu kümmern, damit viele Leute ihr Smartphone zücken und diese Informationen abrufen können.

Gedenktafel

Die Kontakte der Familie nach Deutschland waren über Sabine Franke, Lehrerin am Heinitz-Gymnasium Rüdersdorf, hergestellt worden. Sie hatte mit Schülern Familiengeschichten für Stolpersteine recherchiert und war dabei auch auf die Familie gestoßen. Gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt des Humanistischen Verbandes und dem Kreisverband der VVN-BdA Märkisch-Oderland waren letztlich die Veranstaltung ins Strausberg und eine weitere in Seelow vorbereitet worden.

Zuletzt hatte der Kölner Künstler Gunter Demnig, der Initiator der Stolpersteine, im Februar 2023 vor dem Haus Große Straße 61 eine solche Tafel für Moisy Fingergut in das Fußwegpflaster eingelassen. Die Steine erinnern vor dem letzten selbst gewählten Wohnort von NS-Opfern an diese Personen. Mittlerweile gibt es mehr als 90.000 solcher Objekte in über 1200 Kommunen Deutschlands und in gut 20 Ländern Europas.

die Steine

Kröten“taxi“ gefragt

Frühling liegt in der Luft und die heimischen Amphibien begeben sich wieder auf Wanderung. Deshalb sucht die Naturwacht ab sofort bis Anfang April dringend Freiwillige zur Unterstützung an den Krötenzäunen im Naturpark Märkische Schweiz.

Wer Lust hat, sich im Naturschutz zu engagieren und in den Monaten März/April regelmäßig Zeit hat, kann dabei helfen, Eimer mit Amphibien über die Straße zu tragen und die Tiere dann wieder freizulassen. Außerdem sind deren Art und Anzahl zu erfassen. Von der Naturwacht gibt es eine vorherige Einweisung.

Der Einsatz dauert täglich je nach Amphibienaufkommen etwa 30 bis 90 Minuten.  Im Wechsel mit anderen Freiwilligen sind die Helfer jeweils morgens (vor 8 Uhr) und spät abends (nach 21 Uhr) an den Krötenzäunen. Bei Interesse bitte einfach die Naturwacht kontaktieren.

Kontakt: E-Mail an maerkische.schweiz@naturwacht.de  oder Tel. Christina Krüger 0160 99129843 bzw. 033433 573379

Fast 7500 Stunden für Strausberg geleistet

Die Freiwillige Feuerwehr Strausberg musste im Jahr 2023 zu 48 Bränden sowie 171 Hilfeleistungen ausrücken. 39 Personen konnten die Kameradinnen und Kameraden retten, für zehn kam aber jeder Hilfe zu spät. Diese Zahlen nannte Stadtbrandmeister Uwe Schmidt in seinem Bericht bei der Jahreshauptversammlung am 9. März im Gerätehaus. Auch 68 Fehlalarme finden sich in der Statistik.

Ein Schwerpunkt waren nach seiner Übersicht Türnotöffnungen mit 53 Fällen und Verkehrsunfälle (39). 17 Mal unterstützte die ehrenamtliche Wehr den Rettungsdienst und wurde als sogenannte Tragehilfe angefordert. Elfmal räumten die Frauen und Männer umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste von Straßen und Wegen. Für die dabei insgesamt zusammengekommenen 4130 Stunden Einsatzzeit sagte Schmidt ihnen und ihren Angehörigen Dank. Überdies stehen mehr als 3200 Stunden Aus- und Weiterbildung zu Buche.

In den Einsatzabteilungen der Ortswehren Strausberg und Hohenstein sind derzeit 76 Kameradinnen und Kameraden aktiv, die Alters- und Ehrenabteilung zählt gegenwärtig noch 17 Mitglieder. Fünf frühere Mitstreiter sind in den letzten Monaten verstorben. Ihrer wurde bei der Versammlung gedacht. Wie Uwe Schmidt verriet, sei am Depot eine kleine Gedenkstätte zur dauerhaften Würdigung geplant.

Lichterfahrt begeisterte

Weiter hob der Stadtbrandmeister die gute Arbeit der Truppe um Andreas Schwiering hervor, die sich um den Feuerwehrnachwuchs in der Kinder- und Jugendwehr Florian kümmert. 76 Mädchen und Jungen werden von den vier Frauen und neun Männern mit den Aufgaben einer Feuerwehr vertraut gemacht. Drei Jugendliche wechselten Anfang 2024 zur Einsatzabteilung.

Ein kurzer Blick zurück galt dem 140. Jubiläum der Truppe im Jahr 2023 mit feierlicher Jahreshauptversammlung im Volkshaus, Tag der offenen Tür und Geburtstagsfeier am Gründungstag im Dezember. Überdies erwähnte er die zweite Auflage der Strausberger Lichterfahrt zum  Weihnachtsmarkt. Der Umzug von mehr als 40 geschmückten Fahrzeugen von Feuerwehren und Katastrophenschutz aus der Region hatte massig Gäste aus nah und fern in die Stadt gelockt. Ein besonderer Dank galt den Organisatoren um Matthias Drews und Yvon Erfurth. Dank ging zudem an den Förderverein, der viele Aktivitäten unterstützte und organisierte.

Positiv wertete Schmidt ebenfalls die Unterstützung durch den Träger, die Stadt, die ihrer Aufgabe „vollumfänglich“ nachkomme. Nach Verzögerungen stellte er für das dritte Quartal die Lieferung des neuen Tanklöschfahrzeugs in Aussicht  2025 werde ein neuer Gerätewagen Logistik  für gut 300.000 Euro erwartet und ebenso der Ersatz der Drehleiter, die knapp 620.000 Euro kostet.

Bürgermeisterin Elke Stadeler sagte der Feuerwehr im Namen aller gut 28.000 Einwohner Dank. Sie erwähnte einige, die sich besonders verdient gemacht haben – um Haus, Außenanlagen und einiges mehr. Und auch sie erinnerte an die Lichterfahrt, die den Menschen viel Freude bereitet habe, für die Beteiligten aber anstrengend sei. Sie hält die ehrenamtliche Truppe für „gut aufgestellt“ und wünschte, dass alle stets gesund von Einsätzen zurückkehren. Wie Gäste von Kreis- und Landesfeuerwehrverband gab sie den Rat, miteinander zu reden, wenn es Probleme gebe, um Spannungen zu vermeiden.

Beförderungen und Ehrungen

Wie üblich wurde die Jahreshauptversammlung auch für Beförderungen und Ehrungen genutzt. Eine besondere wurde Helga Zieger zuteil: die 91-Jährige ist nun seit 60 Jahren bei der Feuerwehr und erhielt dafür die Medaille für treue Dienste in Gold und sehr viel Applaus. Gold für 50 Jahre gab es für Ernst Rieske, Gold für 40 Jahre für Andreas Kilkis. Silber für 30 Jahre ging an Wolfgang Müller und Kupfer für je zehn Jahre an Enrico Lucia, Rioco Winter und Marius Linnemann. Befördert wurden: zum Hauptfeuerwehrmann Christian Lasch; zum Löschmeister/-in Tobias Heidekrüger, Jeannette Trosiner, Henry Wedding und John Wedding; zum Oberlöschmeister Rico Winter; zum Hauptlöschmeister/-in Ronny Schuck und Angelique Renner; zum Brandmeister Jan Schugardt und Mathias Schultz sowie zum Oberbrandmeister Christian Haupt.

Beförderte und Geehrte

Vom Land gab es zudem Medaillen für Andre Wancek, Andreas Schwiering, Daniel Renner, Tom Bohm und Matthias Drews für die Beteiligung an Europas größtem Feuerwehrhilfsprojekt für die Ukraine.

Stadtbrandmeister Uwe Schmidt wurde von seiner Truppe ebenfalls geehrt: Er steht seit nunmehr 30 Jahren an der Spitze. „Das war nur gemeinsam möglich“, resümierte er.

Uwe Schmidt

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Verein aus MOL gewinnt EWE-Klimawettbewerb

Der Energiedienstleister EWE hat Preise für nachhaltige Projekte in der Region in seinem Klimawettbewerb „Wir. Hier. Jetzt. Gemeinsam Grünes gestalten!“ vergeben. Die meisten Stimmen beim online-Votum sammelte der Verein Stachelkugel aus Petershagen-Eggersdorf. Auf ihn entfielen 2089 von insgesamt 9233 Votes.

Stachelkugel kümmert sich mit 30 ehrenamtlichen Helfern um kranke, schwache oder verwaiste Igel. Immer wieder kommt es vor, dass Igel in Vorgärten nach Nahrung suchen und von Menschen aufgenommen oder zur nächstgelegenen Igelstation gebracht werden. Eine solche gibt es seit 2020 auch in Petershagen. Mit dem Preisgeld möchte der Verein in eine klimaneutrale Energieversorgung investieren, bestehend aus Wärmepumpe und Solaranlage.

Der zweite Platz ging an den Verein B-Native aus Weyhe (Landkreis Diepholz). Er will die Urwälder der Zukunft gestalten und fördern. Grünflächen sollen gekauft werden, wo Bäume wieder wild wachsen dürfen. Und durch die Gestaltung von Biotopen soll die Natur in der Region geschützt und gestärkt werden. Rang drei holte sich der Förderverein der Grundschule Teupitz am See (Dahme-Spreewald). Seit vergangenem Herbst gibt es dort einen Wiesenstreifen, der nach und nach in eine Wildbienenfläche umgewandelt wird. Das Preisgeld des EWE-Wettbewerbs soll für Samenbomben für Wildkräuter verwendet werden.

Solar-Powerstation für Rettungswagen

Auf Platz 4 landete der Förderverein der Kita Lütke Lüe, Lingen (Emsland). Der will die Umgebung der Kita in einen lebendigen Lebensraum verwandeln, der Neugier und Forschergeist der Kinder fördert. In diesem Jahr möchte man ein Forschermobil und eine Mini-Windkraftanlage bauen. Übner ein Preisgeld kann sich auch noch der DRK-Ortsverein Hinte (Landkreis Auric) freuen.Err will es unter anderem in eine wetterfeste Garage und eine Solar-Powerstation aus Balkonkraftwerk und Speicher investieren. Damit will er Garage und den Notfallkrankenwagen mit Solarkraft versorgen.

Stefan Dohler, EWE-Chef und Jury-Mitglied, gratulierte: „Die Projekte zeigen, dass sich Vereine ehrenamtlich für eine nachhaltigere Zukunft einsetzen und viele Menschen mobilisieren können, sie zu unterstützen. Daher freue ich mich, dass wir den Vereinen mit den Preisgeldern unter die Arme greifen und so einen Beitrag für mehr Klimaschutz leisten können.“

In der dritten Runde des EWE-Wettbewerbs, die im September begann, hatten sich rund 150 Vereine beworben. Zehn wurden von einer Jury mit EWE-Chef Dohler und Pressesprecherin Nadine Auras sowie Vertretern der Vorjahressieger für das Voting auf der Projektwebseite wir-hier-jetzt.com nominiert.

Nächste Runde ab September

Im Fokus des Wettbewerbes 2023/24 standen Aktivitäten und Ideen rund um eine klimafreundliche Zukunft. Dohler: „Vor allem mit Blick auf eine sichere, bezahlbare und auch klimafreundliche Energiezukunft besteht Handlungsbedarf. Wir alle sind gefragt, unseren Lebensstil nachhaltiger zu gestalten, im Kleinen wie im Großen, ob zu Hause, im Verein oder in den Wirtschaftsunternehmen. Deshalb fördern wir auch das Engagement von Vereinen aus unseren Regionen für nachhaltige Energiespar-Projekte.“

Im September geht es in die vierte Wettbewerbsrunde. Im Fokus stehen wieder Klimaschutzmaßnahmen nach dem Motto „Gemeinsam Grünes gestalten“. Teilnehmen können alle eingetragenen Vereine aus Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, beispielsweise Fördervereine von Schulen oder Kindergärten, Sport- oder Heimatvereine.

Zuschüsse bewilligt

Der Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung hat in seiner jüngsten Sitzung am 4. März mehrere Förderanträge bestätigt. So kann zum Beispiel der Kultur- und Sportclub (KSC) Strausberg Zuschüsse für das 97. Strausseeschwimmen am 13. Juli und den Strausseelauf am 3. Oktober verbuchen.  Dafür sind je 1500 Euro in Aussicht. Etwas mehr Geld bekommen die Radsportler vom KSC für ihr 14. Radsportwochenende am 14./15. September. Weil dafür unter anderem teure Straßensperrungen nötig sind, greift die Stadt hier mit insgesamt 4500 Euro aus zwei verschiedenen Fördertöpfen unter die Arme.

Zustimmung erhielten weiter ein Antrag vom Förderkreis für künstlerische Jugendarbeit für das Kinder- und Jugendfestival Mitte Juni in Strausberg sowie ein Antrag der Abteilung Breitensport des Kreissportbundes MOL für die „Sturzprävention für Seniorengruppen in der Stadt Strausberg“. Für die Projekte gibt es 2400 bzw. 1500 Euro.

Zunächst 1000 Euro wurden für die Märkische Musiktage der Musikschule Hugo Distler in Eggersdorf Ende Oktober bewilligt. Sie organisiert wieder internationale Meisterkurse für die Fächer Violine, Violoncello und Oboe mit Dozenten aus Belgien, der Ukraine und Deutschland. Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer stellen sich dabei einem Wettbewerb und bekommen die Möglichkeit, als Solisten mit einem Klangkörper wie dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder) aufzutreten. Für die Musiktage gibt es Zuspruch über die Landesgrenzen hinaus. Die Stadt hält an ihrer Unterstützung fest und stellte eine Anhebung in Aussicht, wenn es den Organisatoren gelingt, auch in Strausberg ein solches Konztert anzubieten.

Ein weiterer Förderantrag ist vom Hauptausschuss nicht beschieden worden. Der KSC hofft, dass die Stadt einen Teil der Mietkosten im Freizeitforum Marzahn übernimmt. Dorthin sind ist die Abteilung Schwimmen ausgewichen, weil die Bauarbeiten an der Schwimmhalle Strausbad länger gedauert haben als ursprünglich angenommen. Weil der Antrag in keine Richtlinie passt, obliegt den Stadtverordneten die Entscheidung. Getroffen wird sie in der Sitzung am 21. März.

Den Aufstieg perfekt gemacht

Das Frauen-Team des VC Strausberg hat am vorletzten Spieltag der Volleyball-Landesklasse Mitte das Ziel erreicht: In der heimischen OSZ-Halle gewann die Mannschaft am 2. März jeweils mit 3:0 gegen die Volley Bombas Eberswalde und Einheit Zepernick III und holte sich damit vorzeitig den Staffelsieg. Nach 20 Siegen in 22 Spielen haben die VC-Frauen 58 Punkte und sind in der Tabelle uneinholbar. Das VC-Team machte damit den Aufstieg perfekt und wird in der nächsten Saison in der Landesliga antreten.

Sommerferienspaß für Kinder

Auch in diesem Jahr bietet das Strausberger Bündnis für und mit Familien wieder die sogenannte Stadtranderholung an. Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 13 Jahren können in der ersten Woche der Sommerferien, also vom 22. bis 26. Juli, im Kulturpark an der Wriezener Straße Spaß haben. Von 10 bis 16 Uhr werden mit den Kooperationspartnern AJP 1260, Jugendwerkstatt Hönow, Bürgerverein Hegermühle, Sozialer Hilfeverband Strausberg, Kreissportbund, Arbeiterwohlfahrt, Jugendsozialverbund und dem
Missionscamp Oderbruch vielfältige Aktivitäten organisiert.

Insgesamt stehen 40 Plätze zur Verfügung. Anmeldeschluss ist, wenn alle belegt sind. Die Teilnahme kostet 80 Euro pro Kind, für weitere Kinder einer Familie werden je 70 Euro fällig. Einkommensschwache Familien können einen Antrag auf finanzielle Förderung beim Jugendamt stellen. Formulare gibt es beim Kinder-Jugend-Familien-Büro der Stadtverwaltung.

Ab sofort sind Anmeldungen für das Camp möglich – entweder „klassisch“ mit dem ausgefüllten Formular oder online über das Missionscamp Oderbruch.

Im Vorfeld gibt es einen Elternabend am 2. Juli um 18 Uhr. Teilnahme ist in Präsenz in der Stadtverwaltung, Raum 1.47, möglich oder online. Die Zugangsdaten werden nach Anmeldung übermittelt.

Fragen an und weitere Informationen bei: Karoline Erping, E-Mail karoline.erping@stadt-strausberg.de oder Tel. 03341 381217

Fördergeld für Strausberger Tafel

Die Deutsche Fernsehlotterie hat heute offiziell Fördermittel übergeben. Der Arbeitslosenverband Deutschland, Landesverband Brandenburg konnte sich als Träger der Strausberger Tafel über 83.000 Euro freuen. Für die Sonderförderung durch Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie sind keine Eigenmittel als Kofinanzierung nötig, die für Tafel-Angebote oft eine große Hürde sind. Mit dem Zuschuss können in Strausberg ein dringend benötigter Kühltransporter und energiesparende Kühltechnik angeschafft, ein Energiekostenzuschuss bereitgestellt und eine Ehrenamtspauschale abgedeckt werden.

Die Tafel Strausberg wurde 1997 gegründet. „Mit unseren elf Ehrenamtlichen versorgen wir hier über 700 Kunden in der Woche. Die Hilfe der Deutschen Fernsehlotterie kommt zum richtigen Zeitpunkt. Ich möchte allen Mitspielern von Herzen danke sagen“, so die 58-jährige Sylvia Schneider, Vertreterin der Tafel Strausberg.

Förderscheck der Fernsehlotterie für die Tafel Strausberg; Sylvia Schneider, Vertreterin der Tafel und Stephan Masch, Repräsentant der Fernsehlotterie, Foto: Nils Detering

Förderscheck der Fernsehlotterie für die Tafel Strausberg: Sylvia Schneider, Vertreterin der Tafel, und Stephan Masch, Repräsentant der Fernsehlotterie                                                                                                                   Foto: Nils Detering

Mehr als 13 Millionen von Armut betroffen

„Nur dank unserer Mitspielerinnen und Mitspieler und deren Vertrauen in unsere Soziallotterie können wir der Tafel Strausberg helfen“, erklärt Stephan Masch, Repräsentant der Deutsche Fernsehlotterie, bei der symbolischen Übergabe des Förderschecks in Herzberg (Elster). „Mit dieser Förderung möchten wir den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken. Tafel-Angebote sind eine feste Säule für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Ich bin überwältigt vom selbstlosen Engagement der ehrenamtlichen Helfer.“

Mehr als 13 Millionen Menschen sind in Deutschland von Armut betroffen oder unmittelbar von ihr bedroht. Etwa zwei Millionen von ihnen nutzen das Hilfsangebot der Tafeln. Vor dem Hintergrund von Pandemie, Ukrainekrieg, Inflation und gestiegenen Energiekosten unterstützen sie aktuell so viele Menschen wie nie zuvor. Im Durchschnitt bedeutet das 50 Prozent mehr Kundinnen und Kunden. Auch hat sich der Nutzerkreis in den vergangenen Jahren verändert. Mehr und mehr sind auch Personen, die einer geregelten Arbeit nachgehen, finanziell nicht mehr in der Lage, sich oder ihre Familie bedarfsgerecht zu versorgen. Deshalb sind viele Tafeln im Bundesgebiet inzwischen an ihrer personellen, finanziellen und strukturellen Belastungsgrenze.

Hilfe vor Ort möglich

Insgesamt reicht die Fernsehlotterie 23 Millionen Euro an die Tafeln aus. „Dank der fantastischen Sonderförderung an unsere Dachorganisation kann vor Ort geholfen werden. Die regionalen Angebote sind ein elementarer Baustein des sozialen Miteinanders – in der Stadt und im ländlichen Raum. Sie werden dringend gebraucht, da viele Menschen darauf angewiesen sind“, sagt Kai Noack, ehrenamtlicher Vizevorsitzender beim Tafel Deutschland e.V.

Über die Förderung sozialer Projekte hinaus bietet die Deutsche Fernsehlotterie Mitspielerinnen und Mitspielern die Chance auf einen Millionengewinn, eine Sofortrente oder attraktive Sachpreise. Allein 2023 konnten sich fast 800.000 Menschen über Gewinne von insgesamt mehr als 50 Millionen Euro freuen. 62 von ihnen gewannen mehr als 100.000 Euro, sieben Millionengewinner wurden gekürt.

Bislang zwei Milliarden für karitative Zwecke

Jedes Jahr fließen mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen über die Stiftung Deutsches Hilfswerk in gemeinnützige Zwecke. Dabei steht die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung sowie Nachbarinnen und Nachbarn im Fokus. Von 1956 bis heute erzielte die Fernsehlotterie einen karitativen Zweckertrag von mehr als zwei Milliarden Euro. Dadurch geförderte Projekte sollen dabei das solidarische Miteinander stärken und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen.

Frauen zeigen Spaß am Malen

Seit dem 20. Februar läuft im Foyer der Stadtverwaltung die erste Ausstellung im Jahr 2024. Unter dem Titel „Spaß am Malen“  zeigen dort Frauen aus dem Atelier am Stic bis Ende März einige ihrer Arbeiten. Zu sehen sind vor allem Blumenmotive und Landschaften. Ingrid Rank hat sich darüber hinaus von van Gogh inspirieren lassen und eine Sternennacht auf Leinwand gebracht, Doreen Hohmann geometrische Formen und Sigrid Gutt Schwarzarassaris.

Die drei und rund ein Dutzend weitere Frauen treffen sich in loser Runde alle 14 Tage, um ihrem Hobby nachzugehen. Und  haben dabei Spaß, wie es der Titel der Ausstellung besagt. Bereits seit mehr als zehn Jahren bringen sie ihre vielfältigen Lieblingsmotive zu Papier – mit Pastellkreise, Tusche, Acryl- oder Aquarellfarben. Die regelmäßigen Treffen bieten soziale Kontakte, doch ebenso wichtig seien die Meinung und Hilfe der Gruppe, sagen sie. Denn: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen …

Blumenmotive in der Ausstellung "Spaß am Malen" der Galerie am Stic im Foyer der Stadtverwaltung

Plauderrunde für Eltern

Der Alltag hält für Eltern mit schulpflichtigen Kindern so einige Herausforderungen bereit. Der AWO-Ortsverein Strausberg hat deshalb einen Elterngesprächskreis montags von 18.15 bis 19.45 Uhr im AWO-Familienzentrum in Hegermühle, Am Annatal 52a, eingerichtet. Die Plauderrunde dreimal im Monat soll Angebot, Austauschpunkt und Ideenbörse zu vielfältigen Themen rund ums Elternsein und die Kinder sein.

An den Abenden werden jeweils bestimmte Themen besprochen, so am 4. März „Die Freizeit meines Kindes gestalten – Austausch und Hinweise zu Angeboten“, am 11. März „Mehr Geld für die Ferien –  Einblicke in Fördermöglichkeiten für Familien mit Kindern“ und am 25. März „Getrennte Eltern, gemeinsame Kinder – Methoden für eine gute Elternkommunikation. Die Termine und Ideen für weitere Monate sind in diesem Dokument zu finden.

Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten.

Kontakt: Tel. 0171 3015007 oder Mail an christian_schirmer@awo-ehv.de ; www.familienzentrum-strausberg.de

Neue Geschäfte in der Altstadt

Die Altstadt hat seit der zweiten Februarwoche zwei neue Geschäftsbetreiber, die neues Leben in seitz einigen Wochen geschlossene Läden bringen. Den ehemaligen Kinderladen Gänseblümchen in der Großen Straße 14 hat Mandy Roth-Grycza übernommen. Er heißt jetzt „Altstadtkind“ und bietet nach Umbau und Renovierung Spielzeug für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren, Bekleidung für bis zu Zwölfjährige und einiges mehr. Künftig sind auch Flohmärkte geplant. Mehr Infos und Bilder bei Strausberg-live.de sowie hier.

Neueröffnung Altstadtkind, Foto: Andreas Prinz

Neueröffnung Altstadtkind

Etwas weiter im Norden, in der Großen Straße 53, ist bei Susann Georgi selbst gefertigter Schmuck aus Blüten in eigener Kollektion zu haben. Bei „Liebling Strausberg“ gibt es montags bis donnerstags auch Taschen und Rucksäcke sowie Schmuck aus anderen Quellen. Mehr Infos und Bilder bei Strausberg-live.de sowie unter https://kiezelfen.de/locals/.

Susann Georgi, Schmuckladen Liebling Strausberg; Foto: Andreas Prinz

Susann Georgi am Schmuckladen; Fotos: Andreas Prinz

Fähre am Kranhaken

„Viel weniger Wasser darf es nicht mehr werden, sonst funktioniert es nicht mehr“, fasste Mario Jänisch zwischenzeitlich zusammen. Der Verkehrsmeister der Strausberger Eisenbahn (STE) war mit seinen Kollegen am 14. Februar am Fähranleger am Fichteplatz im Einsatz. Das Verkehrsmittel musste für eine turnusmäßige Inspektion und Wartungsarbeiten, die nur an Land möglich sind, aus dem Straussee geholt werden. Vor gut vier Jahren war dies das letzte Mal passiert.

Wenig Spielraum für den Kran

Kranführer Silvio Piepenburg hatte diesmal mit fast 42 Metern Höhe und 26 Metern Auslage nur noch wenig Spielraum, um die rund 20 Tonnen Last in die Luft zu hieven. Und die STE-Mitarbeiter mussten zunächst mit Muskelkraft die Startposition der Fähre im Wasser ändern und dann mehrmals die Kettenlänge über den Trageschlaufen anpassen. Am Ende war das technische Denkmal so befestigt, dass es ohne Schaden zu nehmen angehoben werden konnte. Das eigentliche An-Land-Heben war letztlich mit nur etwa 15 Minuten deutlich kürzer als das „Vorgeplänkel“.

Strausseefähre wird für Inspektion und Wartung aus dem Wasser geholt

Allerdings war später noch ein zweiter Ansatz nötig, um die Fähre an den endgültigen Standort für die anstehenden Arbeiten zu bringen. Sonst wäre der Kran nicht mehr aus seiner Position zwischen Bordstein und Fähren-Oberleitungsmast gekommen. Außerdem wurde noch eine Plane auf die Arbeitsfläche in der Karl-Liebknecht-Straße gelegt. Der Platz wird zudem mit einem Bauzaun und Planen umgeben, damit Passanten und Umfeld so wenig wie möglich beeinflusst werden. 

Fähre am Kran

Die Inspektion der Fähre erledigt die Schiffsuntersuchungskommission des Landes Brandenburg, die zuständige Behörde. Mit den Instandhaltungsarbeiten ist die Berliner Werft Detlef Hegemann GmbH beauftragt. Unter anderem sollen nach etwa 20 Jahren wieder einmal Motor und Getriebe überholt werden.

Parken in der Karl-Liebknecht-Straße eingeschränkt

Das seeseitige Ende der Karl-Liebknecht-Straße bleibt bis zum Abschluss der Arbeiten – voraussichtlich am 28. März – besetzt und die dortigen Parkflächen stehen nicht zur Verfügung. Wann die Fähre wieder in den See gehoben wird, steht derzeit noch nicht fest. Wenn alles nach Plan läuft, wahrscheinlich in  der letzten Märzwoche.

Fähre an Land

Regeln am RuheForst beachten

Der Eigenbetrieb Stadtforst weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass auf dem RuheForst am Herrensee die geltenden Regeln einzuhalten sind. Laut der Friedhofssatzung ist es dort beispielsweise nicht erlaubt Kränze, Blumen, Grabschmuck, Erinnerungsstücke oder andere Beigaben abzulegen. Ebenfalls nicht zulässig ist das Aufstellen von Kerzen oder Lampen jeder Art.

GrablichtZum einen geht von letzteren eine große Gefahr aus. Bei trockenerer Witterung kann eine umgekippte Kerze auf dem Laub oder Zweigen am Boden leicht zu einem Brand führen. Zum anderen handelt es sich bei dem Gelände um Wald und ein Naturschutzgebiet.

Stadtforst-Werkleiter Heiko Wessendorf appelliert deshalb dringend an Angehörige der Verblichenen und Besucher des RuheForstes, sich an die Vorgaben zu halten. Lediglich nach Bestattungen dürfen Blumen eine Woche lang an der Beisetzungsstelle bleiben. Vor Bestattungen wird die Satzung ausgehändigt und am RuheForst sind die Regeln auf einer Tafel am Eingang vermerkt.

Bestattungsform ist zunehmend gefragt

Den RuheForst am Herrensee gibt es seit gut zehn Jahren. Seitdem fanden dort fast 1200 Bürgerinnen und Bürger ihre letzte Ruhestätte. Diese Bestattungsform wird in jüngster Zeit zunehmend genutzt. Allein seit 2017 hat sich die Zahl der Beisetzungen in dem Waldstück mehr als verdoppelt. Damals kamen dort 95 Urnen in die Erde, 2023 hingegen bereits 194.

Tafel

abgeräumte Blumen und mehr

 

Sanierte Schule in Betrieb

Symbolischer Schlüssel, Bandschnitt und Luftballons: Nach rund zwei Jahren Bauzeit haben die Mädchen und Jungen der Grundschule am Annatal am ersten Schultag nach den Winterferien erstmals ihr saniertes Gebäude betreten. Bei der improvisierten kleinen Eröffnungsfeier – die offizielle wird es erst nach Fertigstellung der Außenanlagen geben – übergab Sven Salomo, Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Verwaltung, den flugs herbeigeholten großen Schlüssel an Schulleiterin Heike Kollasch. „Der ist noch der von der alten Schule“, verriet sie.

Schuleröffnung

Den symbolischen Schnitt durch das rote Band durften Schülersprecherin Clara aus der 5a und ihr Stellvertreter Daniel vornehmen. Im Anschluss stiegen nach einem laut gezählten Countdown etliche Luftballons mit Grüßen in den Himmel.

Schnitt

Dann ging es klassenweise in die komplett modernisierten hellen Räume. Die haben auch neues Mobiliar und elektronische Tafeln. Eine Klasse muss noch etwas Geduld haben, weil ihre noch nicht funktioniert. Bei der Montage war ein Kabel in der Wand getroffen worden. Etwas Geduld ist auch gefragt, bis alle Mädchen und Jungen intus haben, wo ihre Einbauschränke für die Garderobe sind. „Wir werden das Haus noch gemeinsam erkunden“, kündigte Lehrerin Carola Nagelski ihrer 5a gleich in der ersten Stunde an. Und pries schon vorab unter anderem das neue Computerkabinett und den Raum für das Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT). Außerdem dürfte die neue Aula mit Verglasung Richtung Wald die Mittagsversorgung auf ein ganz anderes optisches Niveau heben. 

Schüler begeistert von neuem Haus

Die Klasse zeigte sich begeistert von dem, was sie nach den Jahren im Modulbau im sanierten Haus vorfand.  „Toll“, bescheinigten die Mädchen und Jungen. Die Pädagogin mahnte, in Fluren und Räumen achtsam zu sein, damit diese auch lange so schön bleiben. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten in der Ferienwoche mit einer Umzugsfirma die Sachen aus dem Modulbau ins sanierte Gebäude gebracht und alles eingeräumt. Hier und da müssen noch Kabel befestigt und Türbeschläge ergänzt werden, aber alles in allem war das Gebäude betriebsbereit.

Klassenraum

Nun müssen noch die Restarbeiten im neue Hort-Teil erledigt werden, damit auch der in Kürze in Betrieb gehen kann, voraussichtlich im April. Und im Frühjahr werden auch die Außenanlagen der Schule noch fertiggestellt. Derzeit kann der Hof hinter dem Containerbau für die großen Pausen genutzt werden. Und zum neuen Schuljahr soll dann auch die neue Sporthalle fertig sein, die gleich nebenan entsteht. Alles in allem investierte die Stadt rund 25 Millionen Euro in den Standort Hegermühle. Ein großer Teil davon waren Fördermittel von Bund und Land.

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Fördermittel für Ostbahnachse

Berlin und Brandenburg bilden eine der prägendsten und dynamischsten Metropolregionen in Deutschland und Europa. Die Ostbahn verbindet die Metropolregion Berlin-Brandenburg mit dem Baltikum. Ein starker Kooperations- und Entwicklungsraum zwischen Berlin und Polen, entlang der Ostbahn, soll noch stärker als bisher zum Markenkern werden.

Hierfür hat der Landkreis am 31. Mai 2023 einen Förderantrag gestellt. Im Oktober erhielt er vom Landesamt für Bauen und Verkehr den Bewilligungsbescheid. Das Land sagte die maximal zulässige Höchstförderung solcher Entwicklungskonzepte in Höhe von 150.000 Euro zu. Die geplanten Gesamtkosten des Projekts liegen bei ca. 240.000 Euro. Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat jetzt den Bescheid offiziell übergeben.

Bis Ende 2025 wird nun eine Analyse erarbeitet, die  Stärken und Schwächen ermittelt sowie Chancen und Potenziale für die Entwicklung von Impulsmaßnahmen. Auf dieser Grundlage wird dann ein strategisches Leitbild für die Entwicklungsachse Berlin – Ostbahn – Polen erstellt. Alle Ergebnisse finden sich in einem Konzept „Entwicklungsachse Berlin – Ostbahn“ wieder.

 Wolfgang Genz, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Landkreis, Elke Stadeler, Bürgermeisterin Strausberg und Vorsitzende IGOB, Uta Barkusky, Bürgermeisterin Müncheberg und stellvertretende Vorsitzende IGOB, Frank Schütz, Geschäftsführer IGOB, Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes MOL, Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und Landrat Gernot Schmidt mit dem Scheck am Bahnhof Müncheberg (von links)

Übergabe: Wolfgang Genz, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Landkreis, Elke Stadeler, Bürgermeisterin Strausberg und Vorsitzende IGOB, Uta Barkusky, Bürgermeisterin Müncheberg und stellvertretende Vorsitzende IGOB, Frank Schütz, Geschäftsführer IGOB, Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes MOL, Staatssekretär Uwe Schüler vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und Landrat Gernot Schmidt mit dem Scheck am Bahnhof Müncheberg (von links).                                                                                                                                          Foto: Landkreis MOL

Fotoautomat im Bürgerbüro

Seit wenigen Tagen können Bürgerinnen und Bürger vor einem Termin zur Beantragung von Personalausweisen oder Reisepässen in der Stadtverwaltung die dafür nötigen Bilder selbst aufnehmen. Im Bürgerbüro steht eine Fotobox. Grafiken und Texte in leichter Sprache führen durch den Vorgang.

Das Foto wird nach den entsprechenden Standards geprüft und automatisch zugeschnitten. Die Mindestgröße eines Kindes muss 80 cm betragen. Da man sich während der Aufnahme nicht bewegen darf, ist die Fotostation für Kinder unter sechs Jahren nur bedingt geeignet.

Zuerst muss man sein Geburtsdatum eingeben. Wenn die Station die Aufnahme ablehnt, werden Hinweise angezeigt, was zu ändern ist, und man kann es noch einmal versuchen. Ist man nicht zufrieden, sind weitere Versuche möglich. Ist kein Foto zufriedenstellend, wird an eine Mitarbeiterin des Bürgerbüros verwiesen, die bei der Aufnahme helfen kann. Das fertige Bild wird automatisch dem jeweiligen Ausweis- oder Reisepassantrag beigefügt, so dass die Sachbearbeiterin nur prüfen muss, ob es den Anforderungen entspricht.

Für die Dienstleistung werden 7,74 Euro fällig, die bei der Bearbeiterin zu zahlen sind. Hinzu kommt die Gebühr für das jeweilige Dokument. „Wir hoffen, unseren Bürgerinnen und Bürgern mit dem neuen Service eine Vereinfachung anbieten zu können“, sagt Teamleiterin Sorniza Stamatowa. Alternativ könne man weiter Bilder bei Fotografen anfertigen lassen. Denn Fotos der Station können nicht gedruckt und dann ausgehändigt werden.

Die Teamleiterin empfiehlt an der Stelle, vor einem Besuch im Bürgerbüro einen Termin online oder per Telefon zu buchen.

Kontakt: Tel. 03341 381210 oder direkt hier.

Abriss der Polizeiwache beginnt

Mitte Februar 2024 beginnen die Abrissarbeiten und die Baufeldfreimachung für das neue Gymnasium auf dem Gelände der ehemaligen Polizeiwache in der Wriezener Straße 9.  Wie der Landkreis als Bauherr mitteilt, werden sämtliche Gebäude und befestigte Flächen auf dem Areal verschwinden.

Den Auftrag hat nach einer europaweiten Ausschreibung die Firma Reinwald GmbH aus Böhlen erhalten. Sie hat bereits die Baustelleneinrichtungen auf dem Gelände errichtet. Am 8. Februar war die Bauanlaufberatung mit Landkreis, Planern und der Abrissfirma. Zunächst werden alte Zäune und Geländer entfernt sowie mehrere Bäume und Sträucher gerodet. Am 15. Februar wird dann mit dem Entkernen begonnen. Außerden sollen Kabel umverlegt werden. In der Folgewoche dürften die ersten kleineren Aufbauten verschwinden, die nach einem Artenschutzrundgang bereits freigegeben sind.

Abriss

Bei den Arbeiten könne es zu Staub- und Lärmbelästigungen für umliegende Gebäude kommen, warnt der Landkreis. Gemäß der Ausschreibung sei allerdings der Geräuschpegel der eingesetzten Geräte, Maschinen und Transportfahrzeuge so gering wie möglich zu halten. Staubbelästigungen seien durch geeignete Maßnahmen wie Wassernebel zu unterbinden, hieß es. Gearbeitet wird nach Angaben der Firma zwischen 7 und 18 Uhr.

Bis Oktober 2024 soll das Gelände frei von Gebäuden und betonierten Flächen sein. Einzig der Sendemast mit seinen Anlagen verbleibt auf dem Grundstück.

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Erste Schritte für neue Radtrasse

Zwischen Handelscentrum und Elisabethstraße sind Ende Januar Baumfällungen und Strauchrodungen zur Baufeldfreimachung für den künftigen Rad-/Gehweg Gleistrasse vorgenommen worden. Gemäß den Naturschutzvorgaben erfolgten sie außerhalb der Vegetations- und Brutzeit. Wie Bürgermeisterin Elke Stadeler im Bericht an die Stadtverordnetenversammlung am 1. Februar mitteilte, wird parallel an der Ausführungsplanung weitergearbeitet.

ehemalige Güterbahntrasse der STE hinter dem neuen Wohngebiet Hegermühlen-/Ecke Elisabethstraße, dort soll ein Radweg entstehen

Die bereits im August 2022 beantragten Fördermittel sind noch nicht bewilligt. Vor Erteilung des Fördermittelbescheides darf keine Auftragsvergabe erfolgen. Folglich können Ausschreibungsverfahren und der Baubeginn gegenwärtig noch nicht verbindlich
terminiert werden.

Finanzausschusschef Robert Krause fragte, ob angesichts dessen noch einmal über einen Verzicht auf die vorgesehene Beleuchtung und stattdessen auf Einsatz von fluoreszierenden Belag diskutiert werden könne, um gegebenenfalls Folgekosten zu verringern. Dies würde eine Planungsänderung und erheblichen Zeitverzug verursachen, riet der Fachbereichsleiter Technische Dienste im Rathaus Markuzs Czychi dringend davon ab. Die Planung wird also mit Beleuchtung weitergeführt.

Markierungen für neuen Radweg auf der Gleistrasse

Markierungen für den künftigen Radweg auf der Gleistrasse. Vorn rechts Überbleibsel von einem alten Oberleitungsmast.

 

 

STIC-Wirtschaftsfördergesellschaft und Landkreis ziehen positive Bilanz

Im feierlichen Rahmen des traditionellen Neujahrsempfangs begrüßte die STIC Wirtschaftsfördergesellschaft Märkisch-Oderland am 30. Januar rund 50 geladene Gäste im Konferenzsaal des Strausberger Technologie- und Innovationscentrums (STIC). Unter den Anwesenden befanden sich Landrat Gernot Schmidt, Vertreter des Kreistages, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreter der IHK und der Handwerkskammer, der Sparkasse, der Arbeitsagentur, des Jobcenters sowie Mieter aus dem STIC. Geschäftsführer Andreas Jonas zog Bilanz der Arbeit der kreiseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft und gab einen Ausblick auf 2024 „Ich freue mich, dass wir auch im Jahr 2023 weiter wachsen konnten und nunmehr 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen.“ Dies ist das Ergebnis der erfolgreichen Arbeit in den projektbasierten Kerngeschäftsfeldern der STIC Wirtschaftsfördergesellschaft: Existenzgründung, Unternehmensnachfolge, Fachkräfte, Unternehmensbetreuung, Gewerbeflächen, Klimaschutz, Energie und Innovation. Das 1A Gründungszentrum, Nachfolger der im Jahr 2022 beendeten Projekte young companies und Lotsendienst, hat sich gut bei der Unterstützung von Gründungsvorhaben, besonders auf den Gebieten Innovation, ökologische Nachhaltigkeit und dem Sozialbereich, etabliert.

Bei Nachfolge in Unternehmen unterstützt

„Es geht aber nicht nur darum, Neugründungen zu unterstützen, sondern auch den Generationenwechsel in Unternehmen zu ermöglichen. In den letzten vier Jahren konnten wir hier 57 Unternehmensnachfolgende begleiten und so einen Beitrag zum Erhalt der wirtschaftlichen Basis in der Region leisten“, so Jonas.  

Neben Themen der Wirtschaftsförderung berichtete Jonas auch über das Projekt „myLOG – MOL“. Auf dem STIC-Gelände wurde im Oktober 2023 erfolgreich die erste Testfahrt des autonomen Lieferroboters „Whizzy“ durchgeführt. Bei diesem innovativen und vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr geförderten Projekt arbeitet ein Konsortium aus acht Mitgliedern an  Möglichkeiten, mittels des 5G-Netzes die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels gegenüber dem onlinebasierten Handel durch Einsatz autonomer Transport-Rover zu stärken.

Neubau von TP 5 startet im März

Ebenfalls auf dem Gelände der STIC befindet sich derzeit eine große Freifläche. Nach dem Abriss der ehemaligen Kantine und einer alten Lagerhalle wird der Landkreis ab März 2024 mit dem Bau des Gebäudes TP5 beginnen. 11,25 Millionen Euro sind dafür  vorgesehen.

Rainer Schinkel Im Anschluss gab Rainer Schinkel, Beigeordneter und Leiter des Wirtschaftsamtes, einen Überblick zur Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie über weitere Investitionen des Landkreises. Er machte darauf aufmerksam, dass die Bevölkerungszahl im Landkreis in den letzten Jahren kontinuierlich auf nunmehr 200.920 Einwohner gestiegen ist.  Dennoch bleibe die Demografie im Landkreis die größte Herausforderung. Trotz steigender Einwohnerzahl wird perspektivisch die Zahl der Erwerbstätigen sinken. Die bereits spürbaren Auswirkungen, insbesondere Arbeits- und Fachkräftemangel, würden sich in allen Branchen noch verstärken. Fachkräfteeinwanderung, Digitalisierung und Qualifizierung seien daher Themen, mit denen sich sowohl die Politik als auch jedes Unternehmen weiter auseinandersetzen müsse. Neben bestehenden Netzwerken zwischen dem Jobcenter, der Agentur für Arbeit und dem Landkreis wird die Wirtschaftsförderung dies auch weiterhin durch Initiativen wie das geförderte „INQA-Coaching“, die Ausbildungsmesse „career compass“ am 24./25. Mai in der Giebelseehalle Petershagen/Eggersdorf und eine Neuauflage des „BOCK“, einer Broschüre zur Berufsorientierung für Schüler/innen, unterstützen.        

Viele Firmen aus MOL ausgezeichnet

Stolz zeigte sich Schinkel auf die erfolgreichen Unternehmen in MOL. So gewann die Tinglev Elementfabrik GmbH den Zukunftspreis Brandenburg 2023 und das Unternehmen Oderbruchdach – Dachdeckermeister Christian Kalies den Existenzgründerpreis 2023 der Existenzgründerpartner Oderland-Spree. Im Bereich Fachkräfte von morgen zeigen gar sieben Unternehmen, dass sie hervorragende berufliche Orientierung für Schülerinnen und Schüler bieten. Ausgezeichnet wurden Firmen aus dem gesamten Landkreis, so der Wasser- und Abwasserzweckverband Seelow, die Agrar- und Milchproduktion GbR Platkow, die ots Schadock GmbH, die Kristallkinder Intensivpflege GmbH, die FRUVEG GmbH, der Katharinenhof am Dorfanger und die Cemex Zement GmbH in Rüdersdorf. „Die Vielzahl der ausgezeichneten Unternehmen und die Nachhaltigkeitsbestrebungen von Firmen wie Cemex machen Mut für die Zukunft“, so Schinkel.

Ein weiteres prioritäres Vorhaben ist es, den von Bund und Land geförderten Breitbandausbau bis 2025 erfolgreich fortzusetzen.  „Es erfüllt mich mit Zuversicht, dass der Ausbau dank den gebundenen Infrastrukturunternehmen, den Kommunen und den zuständigen Beteiligungsbehörden so reibungslos verläuft. Bislang konnten so 1.908 Tiefbau-Kilometer realisiert werden. Mit der bestehenden Entwicklung wird das geplante Ausbauziel von ca. 2.589 km bis 2025 voraussichtlich erreicht“, sagte Schinkel. Der von Bund und Land geförderte Breitbandausbau leiste einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und Wirtschaftsbedingungen der Unternehmen im Landkreis. Man sehe mit allen Projekten und Vorhaben optimistisch in die Zukunft.

Ehrenbürger ist nun 100

Er gilt als das lebendige Gedächtnis Strausbergs, hat stadtgeschichtliche und regionale Publikationen verfasst und zur Wendezeit selbst in die Politik eingegriffen. Er liebt Musik und Kultur und ist vielen Vorbild: Strausbergs Ehrenbürger Kurt Schornsheim hat am 30. Januar in der Marienkirche und im evangelischen Gemeindehaus seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Zu den vielen Gratulanten gehörte auch Bürgermeisterin Elke Stadeler. Sie nannte den Jubilär einen „besonderen Bürger unserer Stadt“. Er sei tief mit seiner Heimatstadt verbunden. Als Chronist und Zeitzeuge stelle er seine umfangreichen Kenntnisse über „wundervolle Ereignisse und schwere Zeiten“ dem Museum, dem Akanthus-Geschichtsverein und der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung, vermittle Erlebtes an nachfolgende Generationen, hob sie hervor. Davon profitiere Strausberg. Und wenn er sich mit Kritik zu Wort melde, sei dies kein bloßes Meckern, sondern konstruktiv. „Das bringt weiter“, machte sie deutlich. Sie hoffe, dass Schornsheim, der 2006 ins Ehrenbuch eingetragen und 2016 zum Ehrenbürger gekürt worden war, der Stadt noch lange erhalten bleibe. Dafür müsse er aber beim Radfahren aufpassen, mahnte die Bürgermeisterin. Der Senior ist auch in seinem Alter noch mit dem Drahtesel unterwegs und hat sich selbst nach Stürzen immer wieder aufgerappelt.

Strausbergs Ehrenbürger Kurt Schornsheim (rechts) begrüßt vor der Kirche Gäste zu seinem 100. Geburtstag Fototafel

Drei Schlüsselereignisse

In der Kirche hatte der Konzertchor der Kreismusikschule dem Jubilar ein kleines Programm als „Geschenk“ gebracht. Bis vor wenigen Jahren hatten Kurt Schornsheim und seine Frau Christa in dem Ensemble mitgesungen. Sohn Roland brachte zuvor ein Ständchen auf der Orgel. Zur Familie gehören noch drei weitere Söhne, drei Schwiegertöchter, sieben Enkel und elf Urenkel.

Schornsheim zeigte sich „überwältigt“ von den vielen Gratulanten, Glückwünschen, den Liedern und der Musik zu seinen Ehren. Er habe „ein großes Stück deutsche Geschichte erlebt“ – Weimarer Republik, Nazideutschland, die DDR und das Jetzt, resümierte er. Seine Schlüsselereignisse seien die Kristallnacht 1938, die Kriegsgefangenschaft bei Remagen und die Wende 1989 gewesen, berichtete er. Er danke, dass er noch bei leidlicher Konstitution sei. Er werde oft gefragt, was das Geheimnis dahinter sei. „Geistig und körperlich beweglich bleiben – das ist es“, sagte er.

 

Strausberg gedenkt der Nazi-Opfer

Zahlreiche Strausberger haben 27. Januar an einer sehr emotionalen Gedenkstunde für die Opfer des Naziregimes am Denkmal hinter dem Bonhoeffer-Seniorenzentrum in der Wriezener Straße teilgenommen. Seit 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik der Tag des Gedenkens. Er erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz 1945, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden.

„Beim Projekt ,Ich wandere durch Theresienstadt‘ haben wir dieses Kapitel der deutschen Geschichte bewusst nacherlebt“, berichtet Amy-Charlott Ruhs. Sie ist 15 Jahre alt und Schülerin der Lise-Meitner-Oberschule. In Workshops hätten sie Gedichte und Texte geschrieben und kleine Filme produziert. Es gab nachdenklich-rührende Momente, als sie daraus rezitierte. Ihr Mitschüler Finn Bank hatte sich mit der Geschichte des Lagers beschäftigt. Theresienstadt war damals der Öffentlichkeit als „Musterlager“ für jüdische Bürger dargestellt worden. Viele Bewohner wurden aber von dort in Vernichtungslager wie Auschwitz gebracht und kamen dort um, berichtete er. Beide Jugendliche forderten die Anwesenden auf, das Erinnern lebendig zu halten.

Gedenken für Opfer des Naziregimes am 27. Januar 2024, die Schüler Amy-Charlott Ruhs und Finn Bank legen mit Bürgermeisterin Elke Stadeler und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster (von links) Blumen nieder

Sophie Preibisch, Vertreterin von VVN-BdA Märkisch-Oderland, stellte Bezüge zum aktuellen Antisemitismus in Deutschland her. „Nie wieder ist jetzt!“, machte sie deutlich. „Der Antisemitismus ist nicht verschwunden“ mahnte sie nachdrücklich und berichtete von diesbezüglichen Erlebnissen ihrer Freunde.

Bürgermeisterin Elke Stadeler erinnerte daran, dass Theresienstadt (Terezin in Tschechien) heute Strausberger Partnerkommune ist. Sie dankte den jungen Leuten für deren Engagement und lud die Versammelten zu einem anschließenden Rundgang durch die Stadt mit der S5-Antifa-Gruppe ein – unter anderem zu Stolpersteinen und der Gedenktafel für die einstige jüdische Synagoge. Sie stellte überdies fest, dass es an der Zeit wäre, die Gedenkstätte am Bonhoeffer-Heim behindertengerecht zu gestalten. Denn an diesem Tag waren auch mobilitätseingeschränkte Personen dabei. Deshalb wurden Blumen und Kränze nicht vor dem Ehrenmal, sondern auf der Treppe davor niedergelegt.

Blumen

Neuberechnung der Betreuungsgebühren 2024 in Kita und Hort

Wie jedes Jahr, werden zur Neuberechnung der Betreuungsgebühren für das laufende Kalenderjahr 2024 Ihre Einkommensunterlagen aus dem letzten Kalenderjahr 2023 benötigt. Welche Unterlagen genau benötigt werden und welche weiteren wichtigen Informationen es gibt, können Sie auf der Website „Kindertagsbetreuung“ oder im nachfolgenden Elternbrief nachlesen.

Baubeginn am Radweg Gleistrasse

Seit längerem plant die Stadt den Bau eines Radweges auf der ehemaligen Güterbahntrasse der Strausberger Eisenbahn zwischen Handelscentrum und Elisabethstraße. Nun beginnen die nächsten Vorarbeiten: die Baufeldfreimachung. Die Leistungen zur Strauchrodung und Baumfällung wurden Ende 2023 öffentlich ausgeschrieben und beauftragt. Zum Schutz von Flora und Fauna müssen sie außerhalb der Vegetationsperiode und der Brut-/Nistzeiten bis Ende Februar erfolgen.
 
Nach dem Abstecken der Bautrasse für die „Fahrradstraße Gleistrasse“ soll nun kurzfristig mit den Arbeiten begonnen werden. Als Baubeginn ist Montag, 22. Januar 2024, vorgesehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 25. Januar andauern.
 
Die Stadtverwaltung bittet alle Nutzer der Trampelpfade in diesem Bereich um erhöhte Vorsicht.
 

Sanitäranlagen für Feste

Die Bauarbeiten am Sport- und Festplatz in Hohenstein sollen im Frühjahr abgeschlossen werden. Nach Auskunft aus dem Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung ist der bestellte WC-Container bemustert und in der Fertigung. Er soll ab Ende Januar abrufbar sein. Die Tiefbauarbeiten insbesondere für die Umverlegung der Trinkwasserleitung hatten noch im Vorjahr begonnen und sind bis etwa zur Hälfte ausgeführt, so die Einschätzung. Witterungsbedingt könne es bislang nicht weitergehen und deshalb auch kein detaillierter Bauzeitenplan erstellt werden. Es könne jedoch kann davon ausgegangen werden, dass im März die Fertigstellung erfolgt. 

Das Vorhaben hatte sich hingezogen, weil lange auf eine Baugenehmigung gewartet werden musste. Die war erst im Mai 2023 gekommen, nach mehr als einem Jahr, obwohl es sich um ein vergleichsweise sehr kleines Projekt handelt.

Straßensanierung in Aussicht

In naher Zukunft muss Strausbergs Hauptverkehrsachse, die Berliner Straße, saniert werden. Über diese Straße rollen am Tag im Schnitt rund 17.000 Fahrzeuge. Die Planung für die Erneuerung von Regenkanal und Fahrbahn sowie Geh-/Radweg ist angelaufen. Noch im Januar sind  Baugrunduntersuchungen vorgesehen. Erste Planungsergebnisse werden voraussichtlich zur Jahresmitte vorliegen.

Abgesprochen ist, dass die Straßenbahn in der Bauzeit weiter rollen kann. Überdies soll es für den überörtlichen Verkehr weiträumige Umleitungen geben. Ortskundige werden indes zur Umfahrung der Baustelle andere Routen wählen. Deshalb soll im Vorfeld beispielsweise die Friedrich-Ebert-Straße instandgesetzt werden. Die Ausschreibung für den Auftrag läuft. Bis Mitte Februar können sich Firmen melden. Gebaut werden soll nach den dort vermerkten Fristen im April/Mai dieses Jahres.

Weil beim Bau der Berliner Straße auch der Geh-/Radweg auf der Seeseite erneuert wird, soll zuvor eine Alternative für Fußgänger und Radler da sein. Dafür soll die Fahrradstraße auf der anderen Seite der Strecke in vereinfachter Bauweise asphaltiert werden, so der Vorschlag der Verwaltung. Die Entscheidung wird in der Stadtverordnetenversammlung am 1. Februar fallen.

 

Energieberatung der Verbraucherzentrale in Strausberg

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) weitet ihr Angebot in Märkisch-Oderland aus. Ab Januar finden wieder einmal im Monat in der Stadtverwaltung Strausberg kostenlose persönliche Beratungen zu den Themen Energiesparen, Sanierung, Heizungstausch und erneuerbare Energien statt. Die Stadt Strausberg unterstützt dieses Angebot, stellt den Raum zur Verfügung. Erster Termin ist der 24. Januar.

„Die gestiegenen Energiepreise und die zunehmende Klimakrise machen deutlich, wie wichtig das Thema Energiesparen ist. Wir freuen uns daher, Räumlichkeiten der Stadt Strausberg nutzen zu können“, sagt Joshua Jahn, Projektleiter der Energieberatung bei der VZB.  So könne die VZB Menschen in und um Strausberg anbieterunabhängige und kostenfreie Beratungen zum Energiesparen anbieten.

Die Gespräche vor Ort führt Energieberaterin Diana Lippold durch. „Viele Ratsuchende wollen wissen, wie sie den energetischen Zustand ihres Hauses verbessern und ihre Energiekosten senken können“, so ihre Erfahrung.  Zudem gebe es viele Fragen zu den geänderten gesetzlichen Vorgaben beim Heizungstausch und begleitenden Förderprogrammen. „Niemand muss seine funktionierende und effiziente Heizung austauschen“, verdeutlicht sie. Die Energieberaterin verweist zugleich darauf, dass der Einbau einer klimafreundlichen neuen Heizung auf Basis erneuerbarer Energien seit dem 1. Januar mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 70 Prozent gefördert wird. Die VZB helfe bei allen Fragen rund um das Thema Energie. Mit Mietern könne man beispielsweise auf die Betriebskostenabrechnung schauen und bei auffällig hohem Verbrauch Möglichkeiten der Kostensenkung prüfen. Gegebenenfalls werde auch Rechtsberatung empfohlen.

Vorab Termin vereinbaren

Einmal im Monat ist die Energieberaterin der VZB in der Stadtverwaltung im Raum 1.47. Die Beratungstermine 2024 in Strausberg sind  24. Januar, 21. Februar, 20. März, 24. April, 22. Mai, 26. Juni, 17. Juli, 25. September, 16. Oktober und 27. November, jeweils 14 bis 18 Uhr. Interessierte müssen vorab einen Termin vereinbaren unter Telefon 0331 98229995 (Mo-Fr 9-18 Uhr). Veranschlagt werden pro Termin ca. 40 Minuten.

Der Projektleiter bezeichnet das Angebot als „Initialberatung“, dem gegebenenfalls weitere (auch kostenpflichtige) Schritte folgen könnten. Bei Bedarf besteht zum Beispiel die Möglichkeit einer aufsuchenden Energieberatung. Themenschwerpunkten können allgemeines Energiesparen, Heizungstausch oder energetischer Zustand des Hauses sein. Eine solche Energieberatung zu Hause zu einem der Themenschwerpunkte dauert bis zu zwei Stunden und kostet maximal 30 Euro. Im Anschluss an den Ortstermin erhalten die Ratsuchenden einen schriftlichen Bericht (kein Gutachten) per Post.

Weitere Informationen gibt es unter: www.verbraucherzentrale-brandenburg.de/energie/energiesparberatung-15772

Religionen werden vorgestellt

Unter der Überschrift „Woran wir glauben – Religionen der Welt“ beginnt in Strausberg in Kürze eine neue Veranstaltungsreihe, in der Experten die Weltreligionen vorstellen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, kulturellen Austausch zu ermöglichen, Wissen zu erweitern und Missverständnissen vorzubeugen, sagt Dana Oetzmann vom Netzwerk Familienförderung und Kinderschutz in Hegermühle. Sie finden jeweils von 17 bis 19 Uhr in den Räumen des Vereins für Integration und Bildung in Strausberg und Umgebung (VIBS), Am Annatal 58 (Bürgerzentrum, Eingang Sozialpark MOL/Zweigbibliothek) statt.

Gastredner der ersten Veranstaltung am 17. Januar 2024 ist Imam Mohamed Taha Sabri von der Dar Assalam Moschee in Neukölln.  Laut Ankündigung wird der Imam zur Geschichte und den Grundlehren des Islam sprechen. Zugleich wird Bezug zu aktuellen Fragestellungen genommen. So kommt auch das Verhältnis zu Demokratie, Menschenrechten und Frauen zur Sprache. Im Anschluss an den Vortrag haben Gäste die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Imam ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Auf Grund des begrenzten Platzangebots wird jedoch um Anmeldung gebeten.

Kontakt: E-Mail an vibs.strausberg@web.de bzw. dana_oetzmann@awo-ehv.de 

Postkartengeschichten im Stadtmuseum

„Grüße aus Strausberg – Strausberger Ansichten im Postkartenformat“ ist der Titel einer Sonderausstellung, die bis Anfang März im Stadtmuseum zu sehen ist. Museumsleiterin Juliane Günther-Szudra hat aus der Sammlung alter Postkarten im Fundus der Einrichtung eine kleine Auswahl getroffen. Sie habe insbesondere das ausgewählt, „was Strausberger mit Strausberg verbinden“, erläuterte sie – die Altstadt, den See, die Gastronomie und Bahnhofsgeschichte, erklärte sie. Zu sehen ist beispielsweise die älteste gefundene Strausberg-Ansicht, die 1897 verschickt wurde.

Älteste Postkarte

Neben den etwa 50 Karten wird auf Infotafeln die geschichtliche Entwicklung dieses Kommunikationsmediums verdeutlicht, das 1869 erstmals zum Zuge kam. Mittlerweile sind zwar die elektronischen Medien klar auf dem Vormarsch, doch noch immer sind Postkarten mit ein paar handschriftlichen Zeilen als persönlicher Gruß weit verbreitet.

Historiker beleuchtet die Geschichte der Stadt

Der Ausstellungseröffnung vorangegangen war ein Vortrag von Gerd-Ulrich Herrmann. Der Historiker ließ anhand der alten Ansichten die Geschichte der märkischen Stadt von den Anfängen bis heute Revue passieren. Er spannte einen Bogen von Burg, Kirche und Stadtmauer über Kloster, Markt, Friedhöfe und wichtige Persönlichkeiten bis zu Ost- und Kleinbahn, Schulen und Gaststätten. Zum Beispiel das einstige Hotel Jenseits des Sees mit Aussichtsturm. Dessen Besitzer hatte dereinst die Fähre über den Straussee initiiert, um Touristen den Weg zu verkürzen und so seine Gästezahlen zu steigern.

der Vortrag

Eine Reihe der alten Ansichten ist heute gar nicht mehr oder so nicht mehr da. Womöglich war deshalb das Interesse an dem Vortrag so groß. Der Veranstaltungsraum im Museum war jedenfalls bis auf den letzten Platz gefüllt. Bis kurz vor Beginn kamen noch Anfragen, die abschlägig beschieden werden mussten. Deshalb wurde eine Wiederholung des Vortrags am 3. März verabredet. Die ersten zehn Anmeldungen stehen bereits auf der Liste.

Kontakt: Tel. 03341 23655; E-Mail stadtmuseum@stadt-strausberg.de